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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Bereich der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Scrollkompressor, bei dem eine
feststehende Spirale mit einer feststehenden Spiralbasisplatte und
einer an der feststehenden Spiralbasisplatte gebildeten feststehenden
Spiralwand gegenüber
einer beweglichen Spirale mit einer beweglichen Spiralbasisplatte und
einer an der beweglichen Spiralbasisplatte gebildeten beweglichen
Spiralwand angeordnet ist, so dass geschlossene Räume, deren
Volumina bei Orbitalrotation der beweglichen Spirale verringert
werden, zwischen der feststehenden Spiralwand und der beweglichen
Spiralwand der beweglichen Spirale, welche eine orbitale Rotationsbewegung,
aber keine Rotation um ihre eigene Achse ausführt, gebildet werden, wobei
die bewegliche Spirale rotiert durch Übertragung der Rotationskraft
einer drehbaren Welle auf den Orbitalrotationsmechanismus zum Rotierenlassen
der beweglichen Spirale.
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2. Beschreibung des Standes
der Technik
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Die
geschlossenen Räume
werden in Richtung zu den inneren Enden der Spiralwände der
feststehenden Spirale und der beweglichen Spirale bei der Rotation
der beweglichen Spirale verkleinert. Bei den Scrollkompressoren,
wie sie in den Offenlegungsschriften der japanischen Patentanmeldungen (Kokai)
Nr. 56-165787, Nr. 56-165788, Nr. 61-98987 und Nr. 3-92502 offenbart
sind, wird ein zwischen der beweglichen Spirale und der feststehenden
Spirale komprimiertes Gas über
eine Öffnung,
die sich durch die feststehende Spiralbasisplatte erstreckt, zur
Hinterflächenseite
der feststehenden Spirale hin ausgestoßen.
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Aus
der japanischen Patentveröffentlichung
JP 04311691 sowie der internationalen
Patentanmeldung WO 96/20345 sind Scrollkompressoren bekannt geworden,
bei denen der Orbitalrotationsmechanismus und die drehbare Welle
auf der Seite der beweglichen Spiralwand angeordnet sind, bezogen auf
die bewegliche Spiralbasisplatte.
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Als
eine Möglichkeit
zur Ausbildung des Scrollkompressors mit kompakten Abmessungen sind
Mittel vorgeschlagen worden, gemäß welchen die
feststehende Spirale als Teil des Gehäuses des Kompressors ausgebildet
ist, wie beispielsweise in der Offenlegungsschrift der japanischen
Patentanmeldung (Kokai) Nr. 56-165787 offenbart. Es ist jedoch schwierig,
den Scrollkompressor mit noch kompakteren Abmessungen auszubilden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, einen Scrollkompressor
mit noch kompakteren Abmessungen zu bauen.
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Ein
erfindungsgemäßer Scrollkompressor umfasst
eine drehbare Welle mit einer Achse, eine feststehende Spirale mit
einer feststehenden Spiralbasisplatte und einer an der feststehenden
Spiralbasisplatte gebildeten feststehenden Spiralwand und eine bewegliche
Spirale mit einer beweglichen Spiralbasisplatte und einer an der
beweglichen Spiralbasisplatte gebildeten beweglichen Spiralwand,
wobei die bewegliche Spirale der feststehenden Spirale gegenüberliegt,
so dass geschlossene Räume
zwischen der feststehenden Spiralwand und der beweglichen Spiralwand
definiert sind, wobei die bewegliche Spirale eine Achse aufweist,
welche mit der Achse der drehbaren Welle nicht zusammenfällt. Ferner sind
vorgesehen: ein Orbitalrotationsmechanismus zum Umlaufenlassen der
beweglichen Spirale um die Achse der drehbaren Welle und ein Rotationsverhinderungsmechanismus
zum Verhindern der Rotation der beweglichen Spirale um die Achse
der beweglichen Spirale. Die geschlossenen Räume haben Volumina, welche
sich verkleinern, während
die bewegliche Spirale um die Achse der drehbaren Welle rotiert
und an der Rotation um die Achse der beweglichen Spirale gehindert
wird. Der Orbitalrotationsmechanismus und die drehbare Welle sind
auf der Seite der beweglichen Spiralwand angeordnet, bezogen auf
die bewegliche Spiralbasisplatte. Der Kompressor ist dadurch gekennzeichnet,
dass er ferner eine die bewegliche Spiralbasisplatte durchsetzende
Ausstoßöffnung zum
Ausstoßen
eines Fluids aus dem letzten geschlossenen Raum in eine Ausstoßkammer
und ein an der Hinterfläche
der beweglichen Spiralbasisplatte angeordnetes Ausstoßventil
zum Öffnen
und Schließen
der Ausstoßöffnung aufweist.
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In
Einklang mit dem endungsgemäßen Aufbau,
welcher sich von konventionellen Aufbauten, bei welchen ein Orbitalrotationsmechanismus
und eine drehbare Welle auf der Hinterflächenseite der beweglichen Spiralbasisplatte
angeordnet sind, unterscheidet, ist es möglich, die Größe des Scrollkompressors
in Axialrichtung der drehbaren Welle zu verkürzen.
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Das
komprimierte Gas in dem letzten geschlossenen Raum wird durch Drücken des
Ausstoßventils,
welches sich zusammenhängend
mit der rotierenden beweglichen Spirale dreht, in die Ausstoßkammer
ausgestoßen.
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Bevorzugt
ist die bewegliche Spirale zwischen der feststehenden Spirale und
dem vorderen Gehäuse
angeordnet. Das vordere Gehäuse
bildet einen Teil des Gehäuses
zum Halten der rotierenden beweglichen Spirale.
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Bevorzugt
ist die Ausstoßkammer
auf der Hinterflächenseite
der beweglichen Spiralbasisplatte angeordnet, und ein komprimiertes
Gas wird aus dem letzten geschlossenen Raum in die Ausstoßkammer
ausgestoßen,
so dass der Druck in der Ausstoßkammer
auf die Hinterfläche
der beweglichen Spiralbasisplatte wirkt.
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Die
Ausstoßkammer
ist ein Ausstoßdruckgebiet,
und der Druck in dem Ausstoßdruckgebiet
wirkt als Rückdruck
auf die bewegliche Spiralbasisplatte.
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Bevorzugt
ist die Ausstoßkammer
in dem vorderen Gehäuse
gebildet. Das Innere des vorderen Gehäuses ist am geeignetsten als
Platz zum Bilden der Ausblaskammer.
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Bevorzugt
ist die Ausstoßkammer
von einer Dichtungsvorrichtung umgeben, welche zwischen dem vorderen
Gehäuse
und der beweglichen Spiralbasisplatte angeordnet ist.
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Die
Dichtungsvorrichtung verhindert Leckage des komprimierten Gases
aus der Ausstoßkammer über einen
Spalt zwischen dem vorderen Gehäuse
und der beweglichen Spiralbasisplatte.
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Bevorzugt
ist eine Druckaufnahmeplatte zwischen dem vorderen Gehäuse und
der beweglichen Spiralbasisplatte angeordnet.
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Wenn
das vordere Gehäuse
und die bewegliche Spirale z. B. aus einem Aluminium enthaltenden Material
hergestellt sind, um eine Gewichtsverringerung zu erzielen, ergibt
sich Gleitkontakt zwischen gleichgearteten Werkstoffen, was nicht
erwünscht
ist. Die Druckaufnahmeplatte, welche in Gleitkontakt mit der beweglichen
Spirale kommt, ist zum Beispiel aus einem Eisenwerkstoff hergestellt,
um Gleitkontakt zwischen gleichgearteten Materialien zu vermeiden.
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Bevorzugt
umfasst die Dichtungsvorrichtung einen ersten Dichtring, welcher
zwischen dem vorderen Gehäuse
und der Druckaufnahmeplatte angeordnet ist, und einen zweiten Dichtring,
welcher zwischen der beweglichen Spiralbasisplatte und der Druckaufnahmeplatte
angeordnet ist.
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Der
erste und der zweite Dichtring verhindern die Leckage des komprimierten
Gases aus der Ausstoßkammer über einen
Spalt zwischen dem vorderen Gehäuse
und der beweglichen Spiralbasisplatte.
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Bevorzugt
ist die feststehende Spirale zwischen der beweglichen Spirale und
einem hinteren Gehäuse
angeordnet. Das hintere Gehäuse
bildet Teil des Gehäuses
zum Halten der umlaufenden beweglichen Spirale.
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Bevorzugt
trägt das
hintere Gehäuse
ein Ende der drehbaren Welle über
ein Radiallager. Die Anordnung zum Lagern der drehbaren Welle über das
hintere Gehäuse
ist einfach. Das andere Ende der drehbaren Welle ist in einem mit
dem hinteren Gehäuse
verbundenen Motorgehäuse
gelagert.
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Bevorzugt
umfasst der Orbitalrotationsmechanismus eine Exzenterwelle, welche
zusammenhängend
mit der drehbaren Welle rotiert, und zwischen der beweglichen Spirale
und der Exzenterwelle angeordnete Lagermittel, wobei die Lagermittel
in einem vorspringenden Bereich gehalten sind, welcher von der beweglichen
Spiralbasisplatte in Richtung der beweglichen Spiralwand absteht.
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Bevorzugt
umgibt die feststehende Spiralbasisplatte den Zylinder.
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Bevorzugt
ist der Rotationsverhinderungsmechanismus zwischen der beweglichen
Spiralbasisplatte und dem vorderen Gehäuse angeordnet, um die Rotation
der rotierenden beweglichen Spirale zu verhindern.
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Bevorzugt
weist der Rotationsverhinderungsmechanismus Stifte von zylinderförmiger Gestalt
auf, die entweder an dem vorderen Gehäuse oder an der beweglichen
Spiralbasisplatte angeordnet sind, und Löcher von kreisförmiger Gestalt,
die am jeweils anderen Bauteil – vorderes
Gehäuse
oder bewegliche Spiralbasisplatte – gebildet sind, wobei die
Stifte so in die Löcher
eingefügt
sind, dass ihre äußeren peripheren
Oberflächen
die inneren peripheren Oberflächen
der Löcher
berühren.
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Ein
Spalt zwischen dem vorderen Gehäuse und
der beweglichen Spiralbasisplatte ist am geeignetsten zum Anordnen
des Rotationsverhinderungsmechanismus.
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KURZBESCHREIBUNG
DER FIGUREN
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Die
vorliegende Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beigefügte
zeichnerische Darstellung noch näher
erläutert;
in der Zeichnung zeigen:
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1 eine im Schnitt ausgeführte Seitenansicht
eines Kompressors gemäß der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 eine im Schnitt ausgeführte Darstellung
entlang der Linie II-II von 1;
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3 eine im Schnitt ausgeführte Darstellung
entlang der Linie III-III von 1;
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4 eine im Schnitt ausgeführte Darstellung
entlang der Linie IV-IV von 1;
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5 eine im Schnitt ausgeführte Seitenansicht
eines Hauptteils eines Kompressors gemäß der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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6 eine im Schnitt ausgeführte Seitenansicht
eines Hauptteils eines Kompressors gemäß der dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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7 eine im Schnitt ausgeführte Darstellung
entlang der Linie VII-VII von 6;
und
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8 eine im Schnitt ausgeführte Seitenansicht
eines Hauptteils des Kompressors gemäß der vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
erste bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die 1 bis 4 beschrieben.
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Es
wird nun auf 1 Bezug
genommen, gemäß welcher
der Kompressor ein vorderes Gehäuse 10,
eine feststehende Spirale 11, eine bewegliche Spirale 20,
ein hinteres Gehäuse 12 und
ein Motorgehäuse 13 umfasst.
Das hintere Gehäuse 12 ist
mit dem Motorgehäuse 13 verbunden,
und zwischen den einander benachbarten Oberflächen des Motorgehäuses 13 und
des hinteren Gehäuses 12 ist
ein Dichtring 40 angeordnet. Die feststehende Spirale 11 ist
mit dem hinteren Gehäuse 12 verbunden,
und zwischen dem hinteren Gehäuse 12 und
der feststehenden Spirale 11 ist ein Dichtring 41 angeordnet.
Das vordere Gehäuse 10 ist
mit der feststehenden Spirale 11 verbunden, und zwischen
den einander benachbarten Oberflächen
der feststehenden Spirale 11 und des vorderen Gehäuses 10 ist
ein Dichtring 42 angeordnet. Eine drehbare Welle 14 ist
in dem hinteren Gehäuse 12 und
dem Motorgehäuse 13 mittels
Radiallager 15 und 16 drehbar gelagert. Eine Exzenterwelle 17 ist
integral mit der drehbaren Welle 14 geformt. Ein Gegengewicht 18 und
eine Hülse 19 werden
von der Exzenterwelle 17 getragen.
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Die
feststehende Spirale 11 weist eine feststehende Spiralbasisplatte 31 und
eine an der feststehenden Spiralbasisplatte 31 integral
geformte feststehende Spiralwand 32 auf. Ähnlich weist
die bewegliche Spirale 20 eine bewegliche Spiralbasisplatte 33 und
eine an der beweglichen Spiralbasisplatte 33 integral geformte
bewegliche Spiralwand 34 auf. Der äußere periphere Bereich der
feststehenden Spirale 11 bildet Teil des Gehäuses des
Kompressors.
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Die
bewegliche Spirale 20 ist zwischen dem vorderen Gehäuse 10 und
der feststehenden Spirale 11, Letzterer gegenüberliegend
angeordnet, so dass die bewegliche Spiralwand 34 mit der
feststehenden Spiralwand 32 in Eingriff ist. Die bewegliche
Spirale 20 weist einen vorspringenden Bereich 201 auf
der Seite einer beweglichen Spiralwand 34 auf. Die Hülse 19 ist
an der Exzenterwelle 17 angeordnet und in den Hohlraum
des vorspringenden Bereichs 201 eingefügt, wobei zwischen der Hülse 19 und
der Innenoberfläche
des Hohlraumes des vorspringenden Bereichs 201 ein Nadellager 21 angeordnet
ist. Das heißt,
die bewegliche Spirale 20 wird von der Hülse 19 so
getragen, dass sie relativ zu Letzterer via vorspringenden Bereich 201 und
Nadellager 21, welches Lagermittel darstellt, rotiert.
Die feststehende Basisplatte 31, die feststehende Spiralwand 32 der feststehenden
Spirale 11, die bewegliche Spiralbasisplatte 33 und
die bewegliche Spiralwand 34 der beweglichen Spirale 20 bilden
geschlossene Räume S0,
S1 und S2. Die bewegliche Spirale 20 führt während der Rotation der Exzenterwelle 17 eine
orbitale Rotationsbewegung um die Achse der Achse der drehbaren
Welle 14 aus, wobei das Gegengewicht 18 eine infolge
der Rotation der beweglichen Spirale 20 erzeugte Zentrifugalkraft
aufhebt.
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Eine
Mehrzahl von Rotationsverhinderungsstiften 23 von zylinderförmiger Gestalt
(vier Stück
in der vorliegenden Ausführungsform)
sind mit der Hinterfläche
der beweglichen Spiralbasisplatte 33 verbunden. Eine Druckaufnahmeplatte 24 ist
zwischen dem vorderen Gehäuse 10 und
der beweglichen Spiralbasisplatte 33 angeordnet. Es wird
nun auf 4 Bezug genommen,
gemäß welcher
Rotationsverhinderungslöcher 22,
deren Zahl der der Rotationsverhinderungsstifte 23 entspricht,
in Umfangsrichtung in der Druckaufnahmeplatte 24 und im
vorderen Gehäuse 10 angeordnet
sind. Die Rotationsverhinderungslöcher 22 sind in Positionen
angeordnet, die einen gleichen Abstand oder Winkel halten, und die Enden
der Rotationsverhinderungsstifte 23 sind in die Rotationsverhinderungslöcher 22 eingefügt. Das vordere
Gehäuse 10 bildet
Teil des Gehäuses
zum Aufnehmen der beweglichen Spirale 20. Ferner bilden die
feststehende Spirale 11 und das hintere Gehäuse 12 Teile
des Gehäuses
zum Aufnehmen der beweglichen Spirale 20.
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Ein
Stator 27 ist mit der inneren peripheren Oberfläche des
Motorgehäuses 13 verbunden,
und ein Rotor 28 ist von der drehbaren Welle 14 getragen. Bei
Beaufschlagung des Stators 27 mit elektrischem Strom drehen
sich Rotor 28 und drehbare Welle 14 gemeinsam.
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Die
bewegliche Spirale 20 führt
eine orbitale Rotationsbewegung um die Achse der drehbaren Welle 14 aus,
während
die integral mit der drehbaren Welle 14 geformte Exzenterwelle 17 rotiert,
und ein in einen Einlass 111 in der peripheren Wandung
der feststehenden Spirale 11 eingeführtes Kühlmittelgas strömt in einen
Raum zwischen der feststehenden Spiralbasisplatte 31 und
der beweglichen Spiralbasisplatte 33 im peripheren Bereich
der feststehenden und der beweglichen Spirale 11 und 20.
Das Innere des vorspringenden Bereichs 201 ist als Saugdruckgebiet
gehalten. Bei Rotation der beweglichen Spirale 20 kommen
die äußeren peripheren
Oberflächen der
Rotationsverhinderungsstifte 23 in Gleitkontakt mit den
inneren peripheren Oberflächen
der Rotationsverhinderungslöcher 22.
Zwischen dem Durchmesser D der Rotationsverhinderungslöcher 22,
dem Durchmesser d der Rotationsverhinderungsstifte 23 und
dem Radius r der Rotation der Hülse 19 wird
die Beziehung D = d + 2r gehalten. Infolge dieser Beziehung ist
der Radius der Rotation der beweglichen Spirale 20 mit
r spezifiziert.
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Die
bewegliche Spirale 20 hat die Neigung, um die Mittelachse
der Hülse 19,
d. h. die Mittelachse 171 der Exzenterwelle 17,
zu rotieren. Weil aber nicht weniger als drei mit der beweglichen
Spiralbasisplatte 33 verbundene Rotationsverhinderungsstifte 23 in Kontakt
mit den inneren peripheren Oberflächen der Rotationsverhinderungslöcher 22 sind,
rotiert die bewegliche Spirale 20 nicht um die Mittelachse
der Hülse 19.
Das heißt,
die bewegliche Spirale 20 führt keine Rotationsbewegung
um ihre eigene Achse aus, sondern führt nur eine orbitale Rotationsbewegung aus.
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In
dem vorderen Gehäuse 10 ist
radial mittig eine Ausstoßkammer 25 gebildet.
Ein Ausstoßventil 26 und
ein Begrenzer 30 sind mit der Hinterfläche der beweglichen Spiralbasisplatte 33 in
der Ausstoßkammer 25 mit
Hilfe einer Schraube 39 verbunden. Die Volumina der geschlossenen
Räume S2,
S1 und S0 vermindern sich bei Rotation der beweglichen Spirale 20 und
verkleinern sich in Richtung der inneren Enden der Spiralwände 32 und 34 der
beiden Spiralen 11 und 20. Das komprimierte Kühlmittelgas
wird aus dem letzten geschlossenen Raum durch die Ausstoßöffnung 331 in
der beweglichen Spiralbasisplatte 33 in die Ausstoßkammer 25 ausgestoßen durch Drücken und Öffnen des
Ausstoßventils 26.
Der Öffnungsgrad
des Ausstoßventils 26 ist
durch den Begrenzer 30 begrenzt. Die auf die bewegliche
Spirale 20 wirkende Reaktionskraft infolge der Kompressionswirkung
in den geschlossenen Räumen
S2, S1 und S0 wird durch das vordere Gehäuse 10 über die Druckaufnahmeplatte 24 aufgenommen.
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Ein
erster Dichtring 43 ist zwischen dem vorderen Gehäuse 10 und
der Druckaufnahmeplatte 24 so angeordnet, dass er die Ausstoßkammer 25 umgibt.
Ein zweiter Dichtring 44 ist zwischen der beweglichen Spiralbasisplatte 33 und
der Druckaufnahmeplatte 24 so angeordnet, dass er die Ausstoßkammer 25 umgibt.
Die Dichtringe 43 und 44 haben die Funktion, die
Leckage von Gas aus der Ausstoßkammer 25,
welche ein unter hohem Druck stehendes Ausstoßdruckgebiet darstellt, zu
einem Niederdruckgebiet zwischen der feststehende Spirale 11 und
der beweglichen Spirale 20 zu verhindern.
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Es
wird nun auf 1 Bezug
genommen, gemäß welcher
das Innere des Motorgehäuses 13 über einen
Ausstoßkanal 29 mit
der Ausstoßkammer 25 verbunden
ist. Das Kühlmittelgas
in der Ausstoßkammer 25 wird über den
Ausstoßkanal 29 in
das Motorgehäuse 13 ausgestoßen. Das
Kühlmittelgas
in dem Motorgehäuse 13,
welches das Ausstoßdruckgebiet
bildet, geht über
einen Kanal 141 in der drehbaren Welle 14 und
einen Auslass 131 in der Endwandung des Motorgehäuses 13 zu
einem externen Kühlmittelkreislauf.
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Es
wird nun auf 3 Bezug
genommen, gemäß welcher
ein aus einem Kunststoffmaterial hergestelltes Spiraldichtungsglied 37 in
die Endoberfläche
der feststehenden Spiralwand 32 gefügt und von dieser gehalten
ist. Es wird nun auf 2 Bezug
genommen, gemäß welcher
ein aus einem Kunststoffmaterial hergestelltes Spiraldichtungsglied 38 in
die Endoberfläche
der beweglichen Spiralwand 34 gefügt und von dieser gehalten
ist. Die Drücke
in den geschlossenen Räumen
S0, S1 und S2 sind verschieden. Ein Unterschied in dem Druck zwischen den
einander benachbarten geschlossenen Räumen S0, S1 und S2 drückt das
Dichtungsglied 37 gegen die bewegliche Spiralbasisplatte 33 und
drückt
das Spiraldichtungsglied 38 gegen die feststehende Spiralbasisplatte 31.
Diese Druckwirkungen verbessern das Dichtverhalten der geschlossenen
Räume S0, S1
und S2.
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Die
folgenden Effekte werden mit der ersten bevorzugten Ausführungsform
erhalten.
- (1-1) Die Exzenterwelle 17,
die Hülse 19 und
das Nadellager 21 bilden den Orbitalrotationsmechanismus
zum Rotierenlassen der beweglichen Spirale 20 um die Achse der drehbaren
Welle. Der Orbitalrotationsmechanismus und die drehbare Welle 14 sind
auf der Seite der beweglichen Spiralwand 34 angeordnet,
bezogen auf die bewegliche Spiralbasisplatte 33, und die
feststehende Spiralbasisplatte 31 ist so angeordnet, dass
sie den vorspringenden Bereich 201 und die Exzenterwelle 17 umgibt.
Das heißt,
die feststehende Spiralbasisplatte 31 weist eine Bohrung
auf, durch die hindurch der vorspringende Bereich 201 sich drehbar
erstreckt. Bei dem konventionellen Mechanismus, bei dem der Orbitalrotationsmechanismus
und die drehbare Welle auf der Hinterflächenseite der beweglichen Spiralbasisplatte
angeordnet sind, sollte die feststehende Spirale in einer Position
nahe der Position des vorderen Gehäuses 10 in 1 angeordnet sein, und es
muss ein Raum zum Bilden der Ausstoßkammer auf der weiteren Vorderseite
(linke Seite in 2) des vorderen
Gehäuses 10 des
so ausgeführten Kompressors
vorgesehen sein. Demnach ermöglicht es
der Aufbau, bei dem der Orbitalrotationsmechanismus und die drehbare
Welle 14 auf der Seite der beweglichen Spiralwand 34,
bezogen auf die bewegliche Spiralbasisplatte 33, angeordnet sind,
die Länge
des Scrollkompressors in der Axialrichtung der drehbaren Welle 14 zu
verkürzen.
- (1-2) Der Druck in der Ausstoßkammer 25, welche das
Ausstoßdruckgebiet
bildet, wirkt auf die Hinterfläche
der beweglichen Spiralbasisplatte 33. Dieser Druck dient
als Rückdruck
gegen den Druck zwischen der feststehenden Spirale 11 und der
beweglichen Spirale 20. Der Druck zwischen der feststehenden
Spirale 11 und der beweglichen Spirale 20 drückt die
bewegliche Spiralbasisplatte 33 auf die Druckaufnahmeplatte 24.
Wenn die bewegliche Spiralbasisplatte 33 durch eine starke Kraft
auf die Druckaufnahmeplatte 24 gedrückt wird, wird eine erhöhte Last
auf das Nadellager 21 und die Hülse 19 ausgeübt, welche
den Orbitalrotationsmechanismus bilden. Der Rückdruck vermindert die Druckkraft,
und ein Rückgang
in der Druckkraft verringert die auf die Hülse 19 und das Nadellager 21 ausgeübte Last.
Ein Rückgang
in der Last auf den Orbitalrotationsmechanismus hilft, die Zuverlässigkeit
des Orbitalrotationsmechanismus zu verbessern. Wenn die drehbare Welle 14 zu
rotieren beginnt, d. h. wenn der Kompressor zu arbeiten beginnt,
wird das komprimierte Gas prompt in die Ausstoßkammer 25 geschickt,
und der Rückdruck
wirkt prompt mit Arbeitsbeginn des Kompressors. Dies verbessert die
Zuverlässigkeit
des Orbitalrotationsmechanismus noch weiter.
- (1-3) Das Innere des vorderen Gehäuses 10 ist am geeignetsten
zum Bilden der Ausstoßkammer 25,
die auch als Rückdruckkammer
für die
bewegliche Spirale 20 wirkt.
- (1-4) Das Ausstoßventil 26 zum Öffnen und Schließen der
Ausstoßöffnung 331 ist
an der beweglichen Spiralbasisplatte 33 befestigt. Die
Aus stoßöffnung 331 wird
auf zuverlässige
und äußerst einfache
Weise geöffnet
und geschlossen durch einen Aufbau, bei dem das Ausstoßventil 26 an
der beweglichen Spiralbasisplatte 33 befestigt ist, um
die Ausstoßöffnung 331,
die mit der beweglichen Spirale 20 umläuft, zu öffnen und zu schließen.
- (1-5) Die Schraube 39 zum Befestigen des Ausstoßventils 26 und
des Begrenzers 30 an der beweglichen Spiralbasisplatte 33 ist
in einer Position eingeschraubt, die außerhalb der Mittelachse 171 der
Exzenterwelle 17 in Richtung der Mittelachse 142 der
drehbaren Welle 14 liegt. Der Schwerpunkt des Ausstoßventils 26,
des Begrenzers 30 und der Schraube 39 als Ganzes
liegt außerhalb der
Mittelachse 171 der Exzenterwelle 17 in Richtung
der Mittelachse 142 der drehbare Welle 14. Deshalb
spielen das Ausstoßventil 26,
der Begrenzer 30 und die Schraube 39 die gleiche
Rolle wie ein Gegengewicht 18.
- (1-6) Wenn das vordere Gehäuse 10 und
die bewegliche Spirale 20 zum Beispiel aus einem Aluminium
enthaltenden Material hergestellt sind, um eine Gewichtsverminderung
zu erzielen, kommt es zu Gleitkontakt zwischen den gleichartigen Werkstoffen
des vorderen Gehäuses 10 und
der beweglichen Spirale 20, was nicht wünschenswert ist. Die bewegliche
Spirale 20 kommt in Gleitkontakt mit der Druckaufnahmeplatte 24.
Durch Bilden der Druckaufnahmeplatte 24 beispielsweise
unter Verwendung eines Eisenwerkstoffs wird Gleitkontakt zwischen
gleichgearteten Werkstoffen vermieden.
- (1-7) Der erste Dichtring 43 und der zweite Dichtring 44 verhindern
die Leckage eines Hochdruckgases aus der Ausstoßkammer 25 durch einen Spalt
zwischen dem vorderen Gehäuse 10 und der
Druckaufnahmeplatte 24 und zwischen der beweglichen Spiralbasisplatte 33 und
der Druckaufnahmeplatte 24.
- (1-8) Ein einfacher Aufbau wird realisiert durch Lagern der
drehbaren Welle 14 in dem hinteren Gehäuse 12, welches Teil
des die bewegliche Spirale 20 aufnehmenden Gehäuses bildet.
- (1-9) Der Rotationsverhinderungsmechanismus ist aufgebaut aus
den Rotationsverhinderungslöchern 22 und
den Rotationsverhinderungsstiften 23, welche zwischen der
beweglichen Spiralbasisplatte 33 und dem vorderen Gehäuse 10 vorgesehen
sind. Ein Spalt zwischen der beweglichen Spiralbasisplatte 33 und
dem vorderen Gehäuse 10 ist
am geeignetsten als Ort zum Anordnen des Rotationsverhinderungsmechanismus.
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Als
nächstes
wird im Folgenden die zweite bevorzugte Ausführungsform beschrieben, die
in 5 gezeigt ist. Am
Aufbau beteiligte Teile, welche identisch sind mit der ersten Ausführungsform,
sind mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
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Gemäß dieser
Ausführungsform
ist eine Ausstoßkammer 121 in
dem hinteren Gehäuse 12 gebildet,
und in der feststehenden Spiralbasisplatte 31 ist eine
Ausstoßöffnung 311 gebildet.
Das komprimierte Gas in dem letzten geschlossenen Raum wird über die
Ausstoßöffnung 311 in
die Ausstoßkammer 121 ausgestoßen. Das
hintere Gehäuse 12 auf
der Hinterflächenseite
der feststehenden Spiralbasisplatte 31 trägt – von der
Rückseite – die feststehende Spirale 11,
welche den Druck in dem geschlossenen Raum aufnimmt, und die durch
den Druck in dem geschlossenen Raum verursachte Biegung oder Deformation
der feststehenden Spiralbasisplatte 31 wird durch die stützende Wirkung
des hinteren Gehäuses 12 unterdrückt. Das
hintere Gehäuse 12,
welches eine derartige Rolle übernimmt,
ist geeignet als Ort zum Ausbilden der Ausstoßkammer 121.
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Als
nächstes
wird die dritte Ausführungsform unter
Bezugnahme auf die 6 und 7 beschrieben. Am Aufbau
beteiligte Teile, welche identisch mit der ersten Ausführungsform
sind, tragen die gleichen Bezugsziffern.
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Eine
in dem vorderen Gehäuse 10 gebildete Ausstoßkammer 45 weist
eine ringförmige
Gestalt auf. Ein Dichtring 47 ist zwischen dem peripheren
Bereich der Druckaufnahmeplatte 46 und dem vorderen Gehäuse 10 angeordnet,
und zwischen dem peripheren Bereich der Druckaufnahmeplatte 46 und
der beweglichen Spiralbasisplatte 33 ist ein Dichtring 48 angeordnet.
Ein Spalt zwischen der Druckaufnahmeplatte 46 und dem vorderen
Gehäuse 10 und
ein Spalt zwischen der Druckaufnahmeplatte 46 und der beweglichen
Spiralbasisplatte 33 sind mit einem Ansaug- oder Einlassdruckgebiet
in dem vorspringenden Bereich 201 über einen Kanal 49 verbunden.
Die Dichtringe 47 und 48 verhindern die Leckage
von Gas aus der Ausstoßkammer 45 in
das Einlassdruckgebiet.
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Die
ringförmige
Ausstoßkammer 45 ist
in einer Position angeordnet, die dem zentrumsseitigen geschlossenen
Raum entspricht, und der Druck in der Ausstoßkammer 45 wirkt dem
Druck in dem zentrumsseitigen geschlossenen Raum über die
bewegliche Spiralbasisplatte 33 entgegen. Der Aufbau, bei dem
der hohe Druck in dem zentrumsseitigen geschlossenen Raum dem Druck
in der Ausstoßkammer 45 in
Axialrichtung der drehbaren Welle 14 entgegenwirkt, ist
wirksam, eine Biegung oder Verformung der beweglichen Spiralbasisplatte 33 zu
verhindern.
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Als
nächstes
wird im Folgenden die vierte bevorzugte Ausführungsform beschrieben, welche
in 8 dargestellt ist.
Am Aufbau beteiligte Teile, welche identisch mit der ersten Ausführungsform
sind, tragen die gleichen Bezugsziffern.
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Bei
dieser Ausführungsform
dient eine feststehende Spirale 50 auch als das hintere
Gehäuse
in der ersten Ausführungsform.
Dieser kombinierte Aufbau trägt
dazu bei, die Zahl der Bauteile des Kompressors zu verringern.
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In
Einklang mit der vorliegenden Erfindung sind ferner die folgenden
Ausführungsformen
beinhaltet:
- (1) In der zweiten Ausführungsform
ist eine Rückdruckkammer
auf der Hinterflächenseite
der beweglichen Spiralbasisplatte 33 gebildet und steht mit
der Ausstoßkammer 121 in
Verbindung.
- (2) In der dritten Ausführungsform
sind die Rotationsverhinderungslöcher 22 im
Bereich der Druckaufnahmeplatte 46 ausgebildet.
- (3) In der ersten Ausführungsform
sind die Rotationsverhinderungslöcher 22 in
der beweglichen Spiralbasisplatte 33 gebildet und die Rotationsverhinderungsstifte 23 sind
an dem vorderen Gehäuse 10 gesichert.
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Die
Erfindungen, welche aus den im Vorstehenden erwähnten Ausführungsformen neben den in den
Ansprüchen
angeführten
erkennbar sind, werden im Folgenden zusammen mit ihren Wirkungen beschrieben.
- (1) Ein Scrollkompressor, bei dem eine Ausstoßkammer
auf der Hinterflächenseite
der feststehenden Spiralbasisplatte vorgesehen ist, wobei ein verdichtetes
Gas aus dem letzten geschlossenen Raum in die Ausstoßkammer
gestoßen
wird.
Die Hinterflächenseite
der feststehenden Spiralbasisplatte ist als Ort zum Ausbilden der
Ausstoßkammer
geeignet.
- (2) Ein Scrollkompressor, bei dem die feststehende Spirale zwischen
der beweglichen Spirale und dem hinteren Gehäuse angeordnet ist, wobei die Ausstoßkammer
in dem hinteren Gehäuse
gebildet ist.
Das Innere des hinteren Gehäuses ist als Ort zum Ausbilden
der Ausstoßkammer
geeignet.
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In
Einklang mit der vorliegenden Erfindung, wie im Vorstehenden im
Detail beschrieben, sind der Orbitalrotationsmechanismus und die
drehbare Welle auf der Seite der beweglichen Spiralwand, bezogen
auf die bewegliche Spiralbasisplatte, angeordnet, was die hervorragende
Wirkung bietet, dass der Scrollkompressor mit kompakteren Abmessungen ausgeführt werden
kann.