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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein System und auf ein Verfahren zur Sprach- und Datenintegration
in einem Telekommunikationsnetzwerk, insbesondere zur gegenseitigen
Integration von Kommunikation in analoger und/oder digitaler Form,
die über
das Telefon-Netzwerk und das Internet stattfindet.
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Es ist bekannt, dass der Markt den
Systementwicklern momentan Hardware- und Software-Technologien und Entwicklungswerkzeuge
zur Verfügung
stellt, die es erlauben, Dienste auf Basis der Integration von Kommunikation,
die Sprache und Daten beinhaltet, leicht durchzuführen, welche über das
Telefon-Netzwerk und das Internet stattfindet. Da jedoch diese bekannten
Systeme aufgrund der sehr hohen Zahl von Benutzern, die durch diese
Netzwerke zu verbinden sind, auf einer sehr breiten Basis arbeiten
müssen,
müssen
die Hardware- und Software-Ressourcen, die zu deren Ausführung erforderlich sind,
für diesen
Zweck ständig
reserviert gehalten werden. Daher können diese Ressourcen nicht
zeitweise für
andere Dienste verwendet werden, es sei denn, die Dienste würden vollständig umstrukturiert.
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Dokument XP 002157582, das sich auf
die COM-Technologie der Firma Microsoft bezieht, offenbart einige
Entwicklungswerkzeuge, die Software-Module und Benachrichtigungsdienste
zur Durchführung
von Datenverarbeitungsprogrammen oder -komponenten umfassen. Dieses
Dokument macht jedoch keine Vorschläge, wie diese Werkzeuge zum Entwickeln
von Programmen oder Komponenten angewendet werden, sowie dazu, wie
die letzteren ausgeführt
werden und in Kombination mit Telekommunikations-Einrichtungen zur
Integration von Sprache und Daten in Telekommunikationsnetzwerken
verwendet werden.
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Andererseits offenbar das Dokument
XP 002157581, das sich auf die PVA-Technologie der Firma Conita bezieht,
ein System, das die Schaffung von Anwendungen erlaubt, die Sprache
und Daten integrieren, wenn sie in Verbindung mit der beschriebenen
COM-Technologie verwendet werden. Dieses bekannte System könnte jedoch
während
einer Sprache- und Daten-Integration in Telefon- und verteilten Netzwerken
wie etwa dem Internet leicht überlastet werden,
wenn ein von einem Netzwerk angeforderter bestimmter Dienst nicht
auf einem Server verfügbar ist,
beispielsweise während
eines Wartungsvorgangs. Es ist daher ein Ziel der vorliegenden,
beanspruchten Erfindung, ein System zur Integration von Sprache
und Daten in einem Telekommunikationsnetzwerk zu schaffen, das nicht
nur leicht ausgeführt werden
kann, sondern ferner durch die Benutzer und/oder durch die Betreiber
entsprechend den geforderten Diensten gehandhabt werden kann, ohne dass
die typischen Probleme von Diensten auftreten, die in einem lokalen
oder geographischen Netzwerk verteilt sind. Dieses Ziel wird durch
ein System erreicht, dessen Hauptmerkmale in dem ersten Anspruch
offenbart sind, und dessen weitere Merkmale in den folgenden Ansprüchen offenbart
sind.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren zur Integration von Sprache und Daten in
Telekommunikationsnetzwerken zu schaffen, das auf einem solchen
System basiert. Dieses Ziel wird durch ein Verfahren erreicht, dessen Hauptmerkmale
in Anspruch 15 offenbart sind und dessen weitere Merkmale in den
folgenden Ansprüchen
offenbart sind.
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Aufgrund des besonderen Aufbaus des
erfindungsgemäßen Systems
ist es möglich,
auf einfache und schnelle Weise ein Angebot von Diensten auf Grundlage
von Software-Komponenten zu schaffen und anzubieten, die einen Standard
darstellen oder zumindest leicht auszuführen sind.
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Ferner verwendet das erfindungsgemäße System
durch Benutzung eines Satzes von Programmmodulen, die durch eine
Software-Plattform unterstützt
werden und untereinander durch Nachrichten kommunizieren, die ein
Standardformat aufweisen und auf eine Weise strukturiert sind, die
von dem relevanten Inhalt unabhängig
ist, unterschiedliche Programm-Stufen, die unabhängig von der Art des angeforderten
Dienstes sind. Da diese Programmmodule gleichzeitig als Software-Server
und Klient des Systems arbeiten, ist es möglich, auf einfache Weise heterogene
Programmkomponenten zur Ausführung
komplexer Dienste einander zuzuordnen.
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Das System umfaßt vorzugsweise eine oder mehrere
Nachrichtenübermittlungs-Komponenten, die
eine transparente Handhabung der Kommunikationskanäle und des
relevanten Protokolls zum Versenden der Nachrichten ermöglichen.
Diese Komponenten ermöglichen
ferner die Aktivierung von Pro grammmodul-Ausführungsbefehlsätzen, die
durch eine Datei und/oder einen Datenbank-Server abgerufen werden
können.
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Ein weiterer Vorteil des Systems
liegt in der Verwendung von Standard-Softwareobjekten zur Ausführung, so
dass es leicht gepflegt und durch andere Einrichtungen erweitert
werden kann, falls es notwendig ist. Diese Erweiterung kann einfach
durch Schaffung geeigneter Programmmodule erfolgen, die Software-Objekte
umfassen, die von Dritten zur Verfügung gestellt werden und der
Steuerung solcher Einrichtungen dienen.
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Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Systems
liegt in der Möglichkeit,
es mit neuen Verfahren zur Integration von Sprache und Daten auszuführen, was
bei den bekannten Systemen nicht auf breiter Basis erreicht werden
kann.
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Insbesondere kann das erfindungsgemäße System
zur Ausführung
eines Verfahrens verwendet werden, welches aus der automatischen Übertragung
eines über
eine Internet-Verbindung von einem Sender gewählten Musikstücks mittels
eines Telefonanrufes besteht. Der Sender kann ferner zusammen mit
dem Musikstück
eine Widmung aufzeichnen und senden, die durch eine Sprach- und/oder eine geschriebene
Botschaft gebildet wird.
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Weitere Vorteile und Merkmale des
Systems und des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung werden dem Fachmann anhand der folgenden, nicht einschränkenden
Beschreibung einer Ausführungsform
anhand der folgenden beigefügten
Zeichnung verdeutlicht:
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1 zeigt
ein Schema einer solchen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Systems;
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2 zeigt
ein Schema der Software-Plattform des Systems aus 1; und
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3 zeigt
ein Flugdiagramm einer solchen Ausführungsform des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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In 1 ist
zu erkennen, dass das System gemäß der vorliegenden
Erfindung einen oder mehrere Applikations-Server 1 umfaßt, die
untereinander durch ein Daten-Netzwerk 2 verbunden sind,
insbesondere durch ein Ethernet-LAN-Netzwerk. Die Anzahl der in dem Netzwerk
verbundenen Applikations-Server 1 kann sich entsprechend
der Auslastung ändern,
die für
die Dienste erforderlich ist, die von dem System zur Verfügung gestellt
werden. Jeder Applikations-Server 1 besteht aus einem bekannten Computer,
der mit zumindest einem Mikroprozessor 3 versehen ist,
einem RAM-Speicher 4 und einer Netzwerk-Schnittstelle 5,
die durch ein Betriebssystem 6 gesteuert werden, das mit
einem Nachrichten-Verwaltungsprogramm versehen ist, wie beispielsweise
das Betriebssystem Windows NT 4.0 mit dem Programm Message Queue,
die beide von der Firma Microsoft angeboten werden. Mit diesem Netzwerk 2 aus
Applikations-Servern 1 ist ferner zumindest ein Computer
der oben erwähnten
Art verbunden, der als Datei- und/oder Datenbankserver dient, und
in dem beispielsweise ein Datenbank-Verwaltungsprogramm 8 wie
etwa das Programm SQL Server 7.0 von der Firma Microsoft und eine
Datenbank 9 mit Daten, die das System zur Ausführung von
einem oder mehreren Diensten entsprechend seiner Konfiguration benötigt, installiert
sind.
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Auf einem oder mehreren Applikations-Servern 1 sind
ferner einige Kommunikationseinrichtungen 10 installiert,
wie beispielsweise Kommunikationskarten und/oder Modems zum Senden
und Empfangen von SMS-, Sprach-, Ton-, Fax-Botschaften usw., die
mit dem Telefonnetzwerk 11 verbunden sind. Diese Kommunikationseinrichtungen 10 werden
durch bestimmte modulare Programmkomponenten 12 gesteuert,
die im folgenden als Programmmodule bezeichnet werden und auf bekannte
Weise durch eine geeignete Software-Plattform 13 unterstützt werden,
die auf jedem Applikations-Server 1 installiert ist. Zur
Schaffung dieser Kommunikations-Programmmodule ist es möglich, die
ActiveX- oder COM- (Component Object Model) Softwareobjekte von
der Firma Microsoft zu verwenden, die einen Standard für das Schreiben
verteilter Programmkomponenten darstellen. Die Verwendung von einem oder
mehrerer COM-Softwareobjekte hängt
offensichtlich von der Art der Kommunikationseinrichtung 10 ab,
die durch das entsprechende Kommunikations-Programmmodul 12 gesteuert
wird.
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Eine solche Software-Plattform 13 besteht hingegen
aus einem Programm, das in geeigneter Weise eines oder mehrere Programmmodule
umfaßt, entsprechend
den Befehlen, die von einer oder mehreren Programm-Komponenten 14 empfangen
werden, die dazu vorgesehen sind, einige Botschaften 15 in
einem Standardformat wie beispielsweise in dem XML- (Extensible
Mark-up Language) Format in einer Warteschlange in dem Netzwerk 2 zu
empfangen. Eine solche Netzwerk-Warteschlange kann in dem Kommunikationskanal
vorhanden sein, der durch das oben erwähnte Programm Message Queue
koordiniert wird. Durch Verwendung eines Standardformats können diese
Nachrichtenübermittlungs-Komponenten 14 Nachrichten 15 empfangen, die
auf eine Weise strukturiert sind, die von dem relevanten Inhalt
unabhängig
ist. Insbesondere ist es möglich,
Nachrichten-Strukturen zu definieren, die Befehle enthalten können, die
von allen Programmmodulen der Plattform 13 ausführbar sind.
Die Nachrichtenübermittlungs-Komponenten 14 können aus jeder
empfangenen Nachricht die entscheidenden Daten extrahieren, wie
beispielsweise Laufparameter für
eines oder mehrere Programmmodule der gleichen Plattform 13,
und gleichzeitig nicht relevante Daten ignorieren, die von den Programmmodulen
anderer Plattformen 13 wie beispielsweise einem Kommunikations-Programmmodul 12 eines
anderen Applikations-Servers 1 verwendet werden können. Somit
können
in derselben Nachricht 15 die Parameter vorhanden sein,
die sich auf den Ablauf mehrerer Programmmodule beziehen, die gelegentlich
in den Momenten und/oder auf die Arten aktiviert werden, die durch
diese Parameter festgelegt werden.
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Die Nachrichtenübermittlungs-Komponenten 14 werden
durch ein Ereignis aktiviert, das aus einem automatischen Befehl
bestehen kann, der durch ein Programm oder einen manuellen Befehl
erzeugt wird, der von einem Benutzer oder einem Betreiber stammt,
welche Befehle in Standardnachrichten 15 enthalten sind,
die durch einen oder mehrere Kommunikationskanäle übertragen werden, wie beispielsweise
die Kommunikationskanäle,
die durch die bekannten TCP/IP-, POP3- und HTTP-Protokolle definiert
werden, oder über
den gleichen Kommunikationskanal, der durch das oben genannte Message Queue-Programm verwaltet
wird. Die Nachrichtenübermittlungs-Komponente 14 kann
daher aufgrund ihnen eindeutig zugeordneter Adressen mehrere Nachrichten 15 empfangen,
die von innen oder von außerhalb
des Systems stammen, diese interpretieren und anschließend die
Programmmodule der Plattform 13 aktivieren. Diese Programmmodule
können
wiederum eine oder meh rere Nachrichten 15 in einem Standardformat
erzeugen, wie beispielsweise in dem gleichen XML-Format, die einen
Befehlssatz enthalten, der von anderen Programmmodulen ausgeführt wird,
die auf den Plattformen 13 vorhanden sind, die auf den
verschiedenen Applikations-Servern 1 des erfindungsgemässen Systems
installiert sind.
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Insbesondere können diese Programmmodule eines
oder mehrere Leitungs-Programmmodule 16 umfassen,
die die Nachrichten 15 interpretieren und diese zwischen
den unterschiedlichen Applikations-Servern 1 des Systems
entsprechend der Art der darin enthaltenen Befehle und/oder der
momentanen Auslastung jedes Applikations-Servers 1 leiten.
Ferner können
diese Programmmodule eines oder mehrere Programmmodule 17 umfassen,
die die Befehle ausführen,
die in den Standardnachrichten 15 enthalten sind. Das Format
und die Art der Ausführung
dieser Befehle durch die Ausführungs-Programmodule 17 kann
beispielsweise auf der Standardsprache VBScript der Firma Microsoft
beruhen.
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Die erforderlichen Daten zur Ausführung dieser
Befehle können
auch dem Server 7 entnommen werden, während die erforderlichen Hardware-Ressourcen
durch Erzeugen und Absenden weiterer Nachrichten 15 in
einem Standardformat an weitere Applikations-Server 1 abgerufen
werden können,
wobei die Nachrichtenübermittlung-Komponenten 14 eines
oder mehrere Kommunikations-Programmmodule 12 aktivieren,
welche wiederum Kommunikationseinrichtungen 10 entsprechend
den Befehlen und den von den Ausführungs-Programmmodulen 17 und/oder
dem Server 7 empfangenen Daten steuern.
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Mit dem Netzwerk 2 ist ferner
ein Computer 18 verbunden, der in bekannter Weise als Netz-Server
agiert und mit einem Programm 19 zum Senden und Empfangen
von E-Mails und/oder zur direkten Verbindung über das Internet 20 und/oder
ein Inteanet-Netzwerk 21 ausgestattet ist. Einer oder mehrere Benutzer
und/oder Betreiber, die mit einem Computer 22 oder einem
Telefon 23 mit WAP-Protokoll ausgestattet sind und als
Klienten agieren, können
daher mit dem Server-Netzwerk 2 über E-Mails und/oder durch
direkten Zugriff auf einen solchen Netz-Server kommunizieren, auf
welchem eine Netzseite 24 mit einer oder mehreren Hypertext-Seiten 25 als
Benutzer-Schnittstelle gespeichert ist. Bei dieser Anordnung können die
Benutzer und/oder die Betreiber mit dem erfindungsgemäßen System
interagieren, beispielsweise zum Festlegen des Befehlsablaufs, der durch
das System selbst ausgeführt
wird. Ein Computer 22, der als Klient agiert und beispielsweise
einem Betreiber zugeordnet ist, kann ferner direkt mit dem Netzwerk 2 verbunden
werden.
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Das erfindungsgemäße System umfaßt ferner
einen Steuercomputer 26, der mit dem Netzwerk 2 verbunden
ist und als Netzwerk-Controller oder Primary Domain Controller (PDC)
agiert, sowie mit einem Controller für die Warteschlangen von Botschaften 15.
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Eine Anzahl von Kommunikationsvorrichtungen
wie beispielsweise analogen Telefonen 27, digitalen Telefonen 28,
Mobiltelefonen 29, Faxgeräten 30 usw., ist in
offensichtlicher Weise mit dem Telefonnetzwerk 11 verbunden.
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Wie ferner auch in 2 zu erkennen ist, umfaßt die Software-Plattform 13 eine
Programmmodul-Aktivierungskomponente 31, durch die jeder
Applikations-Server 1 so konfiguriert werden kann, dass die
Aktivierung einer bestimmten Anzahl von Nachrichtenübermittlungs-Komponenten 14 in
Nachrichten-Warteschlangen ermöglicht
wird. Diese Konfiguration kann manuell durch die Daten festgelegt
werden, die durch einen Betreiber über einen mit dem Netzwerk 2 verbundenen
Klienten 22 übertragen werden,
oder automatisch anhand der Daten, die in dem Datei- und/oder Datenbank-Server 7 vorhanden sind.
Durch diese Daten ist es möglich,
die Systemarchitektur gemäß der vorliegenden
Erfindung zu konfigurieren und insbesondere die Nachrichtenübermittlungs-Komponenten 14 jeder
Software-Plattform 13 zu initialisieren. Die Programmmodul-Aktivierungskomponente 31 umfaßt vorzugsweise
ein bekanntes Softwareobjekt 32, beispielsweise vom COM-Typ,
zur Fernverbindung mit den Applikations-Servern 1 durch
Klienten 22.
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Die Software-Plattform 13 umfaßt ferner
eine Komponente 33 zur Konfiguration der COM-Softwareobjekte,
die die unterschiedlichen Programmmodule bilden, so dass letztere
in korrekter Weise durch die Nachrichtenübermittlungs-Komponenten 14 aktiviert
werden können.
Die Aktivierung der Programmmodule wird durch eine Software-Schnittstelle 34 ausgeführt, die
durch die COM-Technologie realisiert wird. Diese Schnittstelle bezeichnet
die Funktionen, die durch die unterschiedlichen Programmmodule implementiert
werden müssen,
so dass die Laufparameter, die in den Nachrichten 15 enthalten
sind, hierdurch übertragen
werden können.
Die Konfigurationskompo nente 33 steuert ferner die parallele
Ausführung
mehrerer Nachrichtenübertragungs-Komponenten 14,
so dass eine vorbestimmte Anzahl von Befehlsfolgen oder -abläufen zur
Aktivierung der Programmmodule zugewiesen wird. Durch eine Funktion zur
parallelen Ausführung
mehrerer Komponenten ist es möglich,
ein Programmodul zu aktivieren, indem diesem der erste freie Kanal
zugeordnet wird, wenn eine Nachricht 15 durch die Schnittstelle 34 empfangen
wird, die die Art des zu aktivierenden Programmmoduls bezeichnet.
Die Verwendung eines Satzes von Kanälen mit einer vorbestimmten
Größe ermöglicht die
Festlegung einer maximalen Anzahl von Programmmodulen, die durch
jede Nachrichtenübermittlungs-Komponente 14 ausgeführt werden
könne.
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Die Programmmodule 12,16 und 17 sind Komponenten,
die vorzugsweise mit ActiveX-Softwareobjekten der Firma Microsoft
ausgeführt
werden können,
von denen ein Softwareobjekt 35 vorhanden ist, das eine
Schnittstelle 34 implementiert. Während der Verwendung wartet
jedes Programmmodul auf den Empfang von Befehlen von einer Nachrichtenübermittlungs-Komponente 14,
die diese Befehle aus einer Nachricht 15 extrahiert, die
sie in ihrer Nachrichten-Wartenschlange empfangen hat. Zur Verwendung
jedes Programmmoduls ist zumindest eine Nachrichtenübermittlungs-Komponente 14 in
einen Wartemodus gestellt. Wenn diese Komponente eine Nachricht 15 empfängt, die
den Identifikationscode des zu aktivierenden Programmmoduls enthält, so wird
das letztere aktiviert, insbesondere durch die Software-Schnittstelle 34.
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Die Ausführungs-Programmmodule 17 auf einem
Applikations-Server 1 führen
einen Befehlssatz aus, der in den Standardformat-Nachrichten 15 enthalten
ist, die durch eine Nachrichtenübermittlungs-Komponente 14 empfangen
werden. Entsprechend der geforderten Aufgabe interagieren die Ausführungs-Programmmodule 17 mit
Programmmodulen anderer Applikations-Server 1, indem Nachrichten 15 an
die entsprechenden wartenden Nachrichtenübermittlungs-Komponenten 14 geschickt
werden, oder sie aktivieren die Kommunikations-Programmmodule 12 zur
Verwendung der Kommunikationseinrichtungen 10 auf dem gleichen
Applikations-Server 1. Zu diesem Zweck umfaßt jedes
Programmmodul 12, 16, 17 vorzugsweise
eine Nachrichtenerzeugungs-Komponente 36,
die die Erzeugung weiterer Nachrichten in einem Standardformat für Nachrichtenübermittlungs-Komponenten 14 ermöglicht,
die auf anderen Applikations-Servern warten.
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Es können unterschiedliche Arten
von Kommunikations-Programmmodulen 12 vorhanden sein, abhängig von
den Kommunikationseinrichtungen 10, die von ihnen gesteuert
werden.
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Insbesondere kann eine erste Art
von Kommunikations-Programmmodul 12 zum Versenden einer
E-Mail dienen und in bekannter Weise die Funktionen des Extrahierens
des Inhalts einer zu versendenden E-Mail und der gegebenenfalls
vorhandenen Anhänge
von einer Nachricht 15 und/oder vom Server 7 sowie
des Zuordnens des Inhalts einer oder mehrerer Empfänger-Adressen
aus der gleichen Nachricht 15 und/oder dem Server 7 und
das Versenden einer oder mehrerer E-Mails umfassen, indem eine Verbindung über eine
Kommunikationseinrichtung 10 wie beispielsweise ein digitales
Modem mit dem Telefon-Netzwerk 11 geschaffen wird.
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Eine zweite Art von Kommunikations-Programmodul 12 kann
dem Versenden von SMS-Botschaften dienen und umfaßt in bekannter
Weise die Funktionen des Extrahierens des Inhalts der zu versendenden
SMS-Nachricht aus einer Nachricht 15 und/oder dem Server 7,
des Zuordnens des Inhalts der SMS-Nachricht zu einer oder mehreren Telefonnummern
von Empfängern,
welche sich aus der gleichen Nachricht 15 und/oder dem
Server 7 ergeben, sowie des Versendens einer oder mehrerer SMS-Nachrichten
durch Verbinden durch eine Kommunikationseinrichtung 10 wie
beispielsweise einem GSM-Modem mit dem Telefon-Netzwerk 11.
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Eine dritte Art von Kommunikations-Programmmodul 12 kann
dem Versenden von Fax-Nachrichten dienen und umfaßt in bekannter Weise
die Funktionen des Extrahierens des Inhalts der zu versendenden
Fax-Nachricht aus einer Nachricht 15 und/oder dem Server 7,
des Zuordnens des Inhalts der Fax-Nachricht zu einer oder mehreren Telefonnummern
von Empfängern,
die aus der gleichen Nachricht 15 und/oder dem Server 7 stammen,
sowie des Versendens einer oder mehrerer Fax-Nachrichten durch Verbinden
durch eine Kommunikationseinrichtung 10 wie etwa ein Fax-Modem
mit dem Telefon-Netzwerk 11.
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Eine vierte Art von Kommunikations-Programmmodul 12 kann
der Übertragung
und/oder dem Empfang von Telefonanrufen dienen. Dieses besondere
Kommunikations-Programmmodul kann eine Kommunikationseinrichtung 10 wie
etwa eine oder mehrere analoge oder digitale Telefon-Platinen bekannter
Art steuern. Diese Telefon-Platinen ermöglichen es, Stimmen- oder Audio-Botschaften zu versenden,
indem eine oder mehrere Audio-Dateien, beispielsweise vom .mp3,
.wav oder .voc -Typ abgerufen werden, die zuvor aufgezeichnet wurden
oder durch automatische Umwandlungsprogramme aus Textbotschaften
oder Sprachbotschaften erstellt wurden. Sie ermöglichen es ferner, Mehrfrequenz-Tonfolgen
zu empfangen und zu senden und Sprach- oder Tonbotschaften durch
Umwandlung in Audio-Dateien aufzuzeichnen, nachdem sie abgetastet wurden,
falls sie in analoger Form empfangen worden sind. Eine weitere Funktion
dieser Telefon-Platinen liegt in der Möglichkeit, mehrere Leitungen
anzusprechen und untereinander zu verbinden, vorzugsweise unter
Erkennung des Vorhandenseins eines Anrufbeantworters bei Verbindung
mit einer Leitung.
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In 3 ist
zu erkennen, dass ein Verfahren, das durch das erfindungsgemässe System
ausgeführt
werden kann, einen ersten Durchführungsschritt umfaßt, indem
ein Sender sich mittels seines Computers 22 oder seines
Telefons 23, sofern es mit der WAP-Technik ausgerüstet ist,
mit der Netzseite 24 verbindet, die in dem Netzserver 18 enthalten
ist. Durch Verschicken einer E-Mail
oder durch Verarbeiten von einem oder mehreren Formularen, die durch die
Hypertext-Seiten 25 durchgeführt werden, wählt der
Sender aus einer Liste von Musikstücken zumindest ein zu versendendes
Musikstück
aus und überträgt die Telefonnummer
des Empfängers.
Der Sender kann über
die Hypertext-Seiten 25 auch seine Telefonnummer und/oder
einen geschriebenen Text übertragen,
der die Widmung enthält,
die durch eine SMS-Botschaft übertragen
werden soll. Sind diese Daten an den Netzserver 18 übertragen
worden, überprüft der letztere
ihre Gültigkeit
und erzeugt im positiven Fall eine Nachricht 15 und verschickt
diese an eine Nachrichtenübermittlungs-Komponente 14, die
auf einem Applikations-Server 1 zur Verfügung steht.
Diese Nachricht enthält
die Telefonnummer des Empfängers,
den Titel oder einen Code des vom Sender gewählten Musikstücks, die
Telefonnummer des Senders, falls vorhanden, und gegebenenfalls die
geschriebene Nachricht.
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Nach dem Empfang der Nachricht 15 von dem
Netzserver 18 aktiviert eine solche Nachrichtenübermittlungs-Komponente 14 ein
Ausführungs-Programmmodul 17,
das von dem Server 7 die Befehle bezüglich des erfindungs gemäßen Verfahrens
und die Audio-Datei abruft, die dem vom Sender gewählten Musikstück entspricht.
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Falls die Telefonnummer des Senders
ebenfalls in der Nachricht 15 vorhanden ist, aktiviert
das Ausführungs-Programmmodul 17 ein
Kommunikations-Programmmodul 12 und
veranlagt über
eine Telefon-Platine 10 einen Anruf beim Telefon 27 des Senders.
Durch diesen Anruf kann der Sender eine Widmungs-Sprachnachricht
diktieren, nachdem er gegebenenfalls eine in einer Audio-Datei enthaltene Grußbotschaft
abgehört
hat, die, wie oben beschrieben, vom Server 7 abgerufen
worden ist und durch die Telefon-Platine 10 übertragen
worden ist. Die Widmungs-Sprachnachricht wird in einer weiteren Audio-Datei
aufgezeichnet, wonach der Sender eine Dankbotschaft hören kann,
die in einer weiteren Audio-Datei enthalten ist, die stets vom Server 7 abgerufen
wird und über
die Telefon-Platine 10 übertragen wird.
Wenn die Telefonverbindung mit dem Sender beendet worden ist, aktiviert
das Ausführungs-Programmmodul 17 ein
Kommunikations-Programmmodul 12 und veranlaßt über eine
Telefon-Platine 10, nicht notwendigerweise die gleiche
Telefon-Platine 10, die beim Anruf beim Sender verwendet
wurde, einen Anruf beim Telefon 29 des Empfängers. Wenn der
Empfänger
abnimmt, kann das Ausführungs-Programmmodul 17 eine
Willkommensbotschaft und/oder die gegebenenfalls vorn Sender aufgezeichnete
Widmungssprachnachricht senden, nachdem es das vom Sender ausgewählte Musikstück übertragen
hat. Wenn die Übertragung
dieses Musikstücks
beendet worden ist, aktiviert das Ausführungs-Programmmodul 17 ein
Kommunikations-Programmmodul 12, welches wiederum ein GSM-Modem 10 zum
Senden einer SMS-Botschaft steuert, die der geschriebenen Widmung
des Senders entspricht, sofern diese vorhanden ist. Nach diesem letzten
Durchführungsschritt
wird der Anruf beim Empfänger
beendet, sowie das gesamte Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung.