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Diese Erfindung betrifft ein automatisches Pedal
für Fahrräder zur
Schnellbefestigung des Schuhs eines Fahrradfahrers auf dem Pedal.
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Es sind Pedale dieser Art mit einem
Pedalkörper
bekannt, der ein Formanpassungsvermögen für den Eingriff einer Halteplatte
für einen
Fahrradschuh sowie einen hinteren, schwenkbaren Halterungshaken
aufweist. Dieser hintere Haken ist durch ein Federmittel vorgespannt,
welches gewöhnlich aus
mindestens einer Feder besteht, die eine Schraubendruckfeder, eine
Torsionsfeder, eine Extensionsfeder oder eine Blattfeder sein kann.
Ein automatisches Pedal dieser Art ist in der Schrift US-A-5 381
708 beschrieben. Ferner weist das Pedal häufig eine Nocken- oder Schraubenvorrichtung
zur Einstellung der Spannung des Federmittels auf.
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Der Pedalkörper ist ferner mit einer quer
verlaufenden Gewindebohrung versehen, um ihn an dem Körper einer
Achse zu befestigen, die mit einer Kurbel der kompletten Tretkurbelanordnung
des Fahrrads verbunden ist. Diese Achse sitzt in einem Lager, das
in dem Pedalkörper
Aufnahme findet, und ermöglicht
beim Treten die Drehbewegung des Pedals um die Achse.
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So enthalten diese Pedale im Allgemeinen eine
relativ große
Anzahl von Teilen, die ebenfalls gewisse Bearbeitungen erfordern,
insbesondere zur Herstellung des Innengewindes der Bohrung zur Befestigung
der Pedalachse, die in Lagern ruht, die relativ platzraubend und
kostenaufwändig
herzustellen sind, da sie häufig
Kugel- oder Nadellager enthalten.
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Eine Aufgabe dieser Erfindung besteht
darin, ein einfaches Mittel zur Befestigung der Achse an dem Pedalkörper vorzuschlagen,
das es ermöglicht, das
Innengewinde fortzulassen, das für
die klassischen Pedale dieser Art erforderlich ist.
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Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung
besteht darin, ein Pedal mit einer verringerten Anzahl von Teilen
vorzuschlagen, das folglich im Vergleich zu den heute auf dem Markt
erhältlichen
Pedalen weniger kostenaufwändig
herzustellen ist.
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Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung
besteht darin, ein extrem einfaches und im Bereich des hinteren,
schwenkbaren Halterungshakens extrem zuverlässiges Pedal vorzuschlagen,
das ein einfaches und wirksames Mittel zur Einstellung der Spannung
des Federmittels, das das Schwenken des hinteren Hakens steuert,
aufweist.
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Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung
besteht darin, ein Pedal vorzuschlagen, bei dem die Verschleißteile leicht
ausgewechselt werden können.
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Der Gegenstand dieser Erfindung ist
ein automatisches Pedal für
Fahrräder
mit einem Pedalkörper,
der mit einem feststehenden, vorderen Bindungshaken für den Eingriff
einer Halteplatte, die unter einem Fahrradschuh befestigt ist, versehen
ist, sowie mit einem hinteren Einschnapphaken, der an einem Kipphebel
sitzt, der gelenkig auf einer Auflage in dem Pedalkörper angebracht
ist und dabei ständig durch
ein Federmittel in die Festhaltestellung des hinteren Hakens gedrückt wird,
wobei der vordere und der hintere Haken geeignet sind, zusammenzuwirken,
um die Halteplatte des Schuhs an einer Anlagefläche zu halten, die an einer
Oberseite des Pedals ausgeführt
ist, wobei das Pedal dadurch gekennzeichnet ist, dass das Federmittel
aus einem gebogenen, federnden Schenkel besteht, der mit diesem
Hebel zusammenwirkt, und dass dieser gebogene, federnde Schenkel
mit einem Befestigungsmittel zum Einrasten an einer Pedalachse verbunden
ist, die mit einer Pedalkurbel verbunden werden kann.
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Gemäß weiteren Merkmalen der Erfindung
- – bestehen
der Pedalkörper
und der gebogene, federnde Schenkel in einem Stück aus einem synthetischen
Werkstoff;
- – ist
der gebogene, federnde Schenkel ein Plättchen oder ein Organ aus Federstahl
oder einem ähnlichen
Metall;
- – bestehen
der gebogene, federnde Schenkel und das Befestigungsmittel zum Einrasten
in einem Stück
aus Metall, dessen eines Ende sich in Anlage an dem Hebel befindet
und dessen anderes Ende mit dem Pedalkörper verbunden ist;
- – besteht
das Befestigungsmittel zum Einrasten des Pedalkörpers an der Achse aus einem
synthetischen Werkstoff und ist auf den gebogenen, federnden Schenkel
aufgeformt.
- – bildet
das Federmittel mit dem Befestigungsmittel zum Einrasten zusammen
eine abnehmbare Gesamtanordnung, die zugleich an der Pedalachse
und an dem Pedalkörper
einrasten kann;
- – weist
der federnde Schenkel eine Konformität des Endes auf, dessen Abstand
zu einem Ende des Hebels einstellbar ist, um dessen Spannung einzustellen;
- – kann
dieser Abstand mittels einer Nocke oder einer Einstellschraube,
die in das Ende des federnden Schenkels eingeschraubt ist und in
Anlage an dem genannten Ende des Hebels kommt, eingestellt werden.
- – weist
die abnehmbare Gesamtanordnung eine Anlagefläche auf, die geeignet ist,
in Berührung mit
der Halteplatte für
den Fahrradschuh zu kommen;
- – ist
die Pedalachse mit einer Auskehlung versehen, die das Befestigungsmittel
zum Einrasten dergestalt aufnimmt, dass sie das axiale Spiel der Achse
bestimmt;
- – ist
die Pedalachse mit zwei Gleitlagern versehen, die beiderseits der
Auskehlung angeordnet sind.
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Die Erfindung wird nun anhand eines
nicht einschränkenden
Beispiels mehrerer Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Pedals
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen näher
beschrieben, wobei
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1 eine
auseinandergezogene Perspektivansicht eines Pedals gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung zeigt,
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2 eine
Perspektivansicht eines Längsschnitts
des Pedals von 1 zeigt,
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3 eine
Längsschnittansicht
eines Pedals gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung mit einer Vorrichtung zur Einstellung der Spannung
des Federmittels, das mit dem hinteren Haken verbunden ist, zeigt,
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4 eine
Längsschnittansicht
eines Pedals gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung zeigt,
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5 eine
Längsschnittansicht
eines Teils von 4 zeigt,
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6 eine
Ausführungsvariante
der Ausführungsform
des Teils von 5 zeigt,
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7 eine
Längsschnittansicht
eines Pedals gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung zeigt,
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8 eine
Längsschnittansicht
eines Pedals gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung zeigt,
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9 eine
Längsschnittansicht
eines Pedals gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung zeigt, und
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10 eine
Perspektivansicht eines Rohlings für die Fertigung des Federelements
von 9 zeigt.
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Die 1 und 2 zeigen eine erste Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Pedals.
Dieses Pedal weist einen Pedalkörper 1 auf,
der mit einem feststehenden, vorderen Haken 2 und einem
hinteren, kippbaren Haken versehen ist. Eine Halteplatte, die unter
einem Radfahrerschuh (nicht dargestellt) befestigt wird, kann unter
dem vorderen Haken 2 in Eingriff kommen, um durch Einschnappen
zwischen den Haken an einer Anlagefläche 4 an einer Oberseite
des Pedals befestigt zu werden.
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Der hintere Haken 3 sitzt
an einem Kipphebel 5, der gelenkig auf einer Auflage 6 des
Pedalkörpers 1 angebracht
ist. Diese Auflage 6 weist eine zylinderförmige Rille 7 auf,
die eine zylinderförmige
Rippe 8 an dem unteren Teil des Hebels 5 aufnimmt.
Die Rippe 8 ist komplementär zu der Rille 7 geformt,
so dass diese beiden Elemente eine Gelenkverbindung zwischen dem
Hebel 5 und der Auflage 6 bilden.
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Der Hebel 5 hat die allgemeine
Form eines E und ist kippbar in einer Aussparung 9 angebracht,
die hinten an dem Pedalkörper 1 ausgeführt ist.
Der mittlere Schenkel 10 des Hebels 5 kommt in
Anschlag an der oberen Innenwand der Aussparung 9, wenn
der Hebel in seine Festhaltestellung gedrückt wird. Der Hebel könnte natürlich auch
eine andere Form haben und einen Absatz aufweisen, der an dieser
Wand in Anschlag kommt.
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Durch ein Federmittel, das aus einem
gebogenen Arm 11 besteht, dessen Ende in der anderen Richtung
umgebogen ist, um einen Haken 12 zu bilden, der mit dem
Kipphebel 5 zusammenwirkt, wird der Hebel 5 ständig in
seine Festhaltestellung gedrückt.
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Dieser gebogene Arm 11 und
die Auflage 6 des Kipphebels 5 sind mit dem Pedalkörper 1 in
einem Stück
geformt. Das verwendete Material muss folglich so gewählt sein,
dass es eine ausreichende Elastizität ergibt, was beispielsweise
bei bestimmten Kunststoffen der Fall ist.
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Der gebogene Arm 11 ist
an seinem von dem Ende 12 abgewandten Ende mit einem Mittel
zum Einrasten des Pedalkörpers 1 an
einer Pedalachse 13 verbunden. Das Mittel zum Einrasten
besteht aus einem Clip 14, der unter einer Platte 15 befestigt
ist, die in einer in der Oberseite des Pedalkörpers 1 ausgeführten Aufnahme
mit komplementärer
Form angeordnet ist. Diese Platte 15 bildet ferner mindestens einen
Teil der Anlagefläche 4 der
Halteplatte des Radfahrerschuhs.
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Der Clip 14 erstreckt sich
durch einen Schlitz 17 und ragt in eine glatte Aufnahmebohrung 18 für die Pedalachse 13.
Der Clip 14 erstreckt sich auf diese Weise senkrecht zu
der Achse der Bohrung und ist geeignet, durch Einschnappen in einer
Auskehlung 19 der Pedalachse angeordnet zu werden, um diese axial
zu blockieren. Die Achse 13 wird für die Drehbewegung des Pedalkörpers 1 in
zwei glatten Lagern 20 und 21 geführt, die
auf die Pedalachse 13 aufgesteckt und beiderseits von deren
Auskehlung 19 angeordnet sind, so dass sie mit dieser Auskehlung
das axiale Spiel der Achse bestimmen.
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Die die Pedalachse bildende Gesamtanordnung
besteht also aus einfachen und wenigen Teilen. Das axiale Spiel
wird durch ein einziges Teil bestimmt, d. h. durch den Clip 14,
der zusammen mit der Platte 15, die ihn hält, bei
Verschleiß leicht
ausgewechselt werden kann. Durch diese Anordnung wird das Innengewinde
in der Bohrung der Achse vermieden.
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In den 3 bis 9 tragen die Elemente, die analog
zu den bereits beschriebenen sind, die gleichen Bezugszahlen.
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In 3 ist
schematisch eine Variante des Pedals gemäß der unter Bezugnahme auf
die 1 und 2 beschriebenen ersten Ausführungsform
dargestellt. Bei dieser Variante ist der gebogene, federnde Arm 11 ferner
mit einer Einstellvorrichtung für
seine Spannung versehen. Diese Vorrichtung besteht aus einer Einstellschraube 22,
die das Ende 12 des gebogenen Arms 11 mit dem
Kipphebel 5 verbindet. Der Gewindeschaft der Schraube wird
in ein Gewindeloch am Ende 12 des Arms 11 eingeschraubt,
während
ihr Kopf an dem unteren Ende des Hebels 5 anliegt. Der
Fuß der
Schraube ist mit einem Spalt (nicht dargestellt) versehen, der es
ermöglicht,
die Schraube einzuschrauben, indem ein kleiner Schraubenzieher durch
ein durchgehendes Loch 23 in der Oberseite des Pedalkörpers gesteckt
und auf die Schraube 22 ausgerichtet wird. Auf diese Weise
kann der Abstand zwischen dem Ende 12 des gebogenen Arms 11 und
dem unteren Ende des Hebels 5 eingestellt werden, um den
Arm je nach der gewünschten
Steilheit der Öffnung
der Haken mehr oder weniger zu spannen.
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Die 4 und 5 zeigen eine weitere Ausführungsform,
bei der der federnde Arm 11 nicht mit dem Pedalkörper 1 zusammen
geformt wird, sondern eine abnehmbare Gesamtanordnung mit dem Befestigungsmittel
zum Einrasten 14 bildet, das die Pedalachse 13 axial
festhält.
Diese Gesamtanordnung, die aus Kunststoff besteht, wird in 5 separat gezeigt. Die Anlagefläche 4 ist
vorteilhafterweise Teil dieser Gesamtanordnung, die ferner durch
Halteteile auf dem Pedalkörper
an ihrem Platz gehalten wird. Diese Halteteile können vorteilhafterweise die
Form von Einschnappmitteln haben, um ein gleichzeitiges Einschnappen
an der Pedalachse 13 und am Pedalkörper 3 zu erhalten.
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6 zeigt
eine Variante der Ausführungsform
der 4 und 5, bei der der gebogene,
federnde Schenkel aus einem Plättchen
aus Federstahl 11.1 o. ä.
besteht, auf dem ein Teil aus Kunststoff, das das Befestigungsmittel
zum Einrasten 14 und die Anlagefläche 4 enthält, aufgeformt
ist.
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7 zeigt
eine weitere Ausführungsform, bei
der federnde Schenkel 11.2 und das Befestigungsmittel in
Form eines Clip 14.1 aus einem einzigen umgebogenen Metallplättchen bestehen.
Beim Einbau wird zuerst der Clip 14 in die Bohrung 18 eingeführt, und
zwar durch eine seitliche Öffnung 24,
die mit dieser in Verbindung steht, und dann wird die Pedalachse 13 eingeführt, die
axial blockiert ist, sobald der Clip 14.1 in der Auskehlung 19 der
Achse sitzt.
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8 zeigt
eine weitere Ausführungsform, bei
der federnde Schenkel 11.3 und das Befestigungsmittel in
Form eines Clip 14.2 aus einem einzigen Metallplättchen oder
aus einem einzigen umgebogenen Metalldraht bestehen. Das von dem
in Kontakt mit dem Hebel 5 befindlichen Ende 12 abgewandte
Ende dieses Plättchens
oder dieses Drahts wird in einer Aussparung des Pedalkörpers festgehalten,
die eine komplementäre
Form zu der des Plättchens
oder des Drahts hat. Das federnde Organ wird eingesetzt, indem sein
mittlerer Teil durch eine nach unten gerichtete Öffnung 26 in die Bohrung 18 eingeführt wird,
und nach dem Einführen
der Pedalachse in die Bohrung und ihrer Befestigung durch Einrasten
kommt das Plättchen
oder der Draht mittels einer kleinen Biegung 27, die einen
Vorsprung nach oben bildet, in Anlage an der Innenwand der Bohrung.
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Und schließlich zeigt 9 noch eine weitere Ausführungsform,
bei der federnde Schenkel 11.4 und das Befestigungsmittel
in Form eines Clip 14.3 aus einem einzigen Metallplättchen bestehen,
das über
einen Teil eingeschnitten ist, um eine Zunge 28 zu bilden.
In 10 ist dieses Teil
als Rohling dargestellt. Das eine Ende des Schenkels ist in dem
Pedalkörper 1 befestigt,
während
sein anderes Ende 12 einen Haken bildet, der an dem Hebel 5 anliegt.
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Die Zunge 28 bildet einen
Clip, der durch eine seitliche Öffnung 24 in
die Bohrung 18 eingeführt
wird und dazu vorgesehen ist, durch Einrasten mit der Auskehlung 19 der
Pedalachse 13 zusammenzuwirken, wenn diese in die Bohrung 18 eingeführt wird.
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Der Biegebereich 29 der
den Clip bildenden Zunge 28 ist sehr weich, so dass die
Verformung des federnden Schenkels 11.4 unter Einwirkung
des Hebels 5 nicht die Drehbewegung der axial von dem Clip
festgehaltenen Achse stört.
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Es können zahlreiche Varianten in
Betracht gezogen werden, ohne dabei den Rahmen der Erfindung zu
verlassen.