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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf Derivate von Pyrimido[6,1-a]isochonolin-4-on und ihre Anwendungen als Inhibitoren
von Phosphodiesterase(PDE)-Isoenzymen. Insbesondere bezieht sich
die Erfindung auf Derivate von Pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on und
ihre Anwendung in der Medizin, zu Beispiel als Bronchodilatoren
mit entzündungshemmenden
Eigenschaften.
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In allen Zellen, in denen cyclisches-AMP
(cAMP) als Sekundär
messenger vorhanden ist, werden die intrazellulären Konzentrationen von cAMP
durch die zwei Prozesse reguliert, die an seiner Bildung und seinem Abbau
beteiligt sind. Die Stimulation der membrangebundenen Rezeptoren
auf der Außenseite
der Zellen (z.B. durch β-Adrenozeptoragonisten)
führt zur
Aktivierung der Adenylcyclase, die cAMP aus ATP erzeugt. Die in der
Zelle vorhandenen Phosphodiesterasen dienen dazu, die Konzentration
von cAMP zu reduzieren, indem sie es zu Adenosinmonophosphat (AMP)
hydrolysieren.
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Bei einer Krankheit, wie z.B. Asthma,
unterliegen die Hauptzellen, die an bronchokonstriktorischen und
inflammatorischen Prozessen beteiligt sind, der inhibitorischen
Wirkung von cAMP. Inhibitoren von Typ III Phosphodiesterasen heben
die intrazellulären
Pegel von cAMP an, was zu einer Entspannung der glatten Bronchialmuskeln
führt,
wogegen Inhibitoren von Typ N Phosphodiesterasen die Freisetzung
von schädlichen Mediatoren
aus entzündungsfördernden
Zellen hemmen. Daher müsste
im Prinzip ein kombinierter PDE-III/IV-Inhibitor
die gewünschten
Wirkungen eines β-Adrenozeptoragonisten
sowie zusätzlich
die eines inhalierten entzündungshemmenden
Steroids haben, das gegenwärtig
die wichtigste Stütze
der Behandlung von schwerem Asthma darstellt. Darüber hinaus
müsste
ein kombinierter, durch Inhalation verabreichter PDE-III/IV-Inhibitor
positive Effekte ähnlich
einem β-Agonisten
sowie zusätzlich
die eines inhalierten Steroids besitzen und sollte eine außergewöhnlich wirksame
Behandlungsmöglichkeit
von Asthma und anderen Atemwegserkrankungen, ohne die unerwünschten
Glukokortikoidwirkungen der Steroide, wie z.B. Osteoporose und die
Wachstumshemmung, darstellen.
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Die potentiellen nachteiligen Wirkungen
eines PDE-III/IV-Inhibitors (z.B. Übelkeit und Erbrechen, Magensäureproduktion,
kardiovaskuläre
Effekte, wie z.B. erhöhte
kardiale Kontraktilität,
Gefäßerweiterung
und potentielle arrhythmieerzeugende Aktivität) müssten sich mit einer Verbindung
vermeiden lassen, die den Lungen direkt durch Inhalation zugeführt wird.
Es ist wünschenswert,
dass die Substanz eine lange Wirkungsdauer besitzt, nicht reizt
und einen nicht so unangenehmen Geschmack besitzt, dass dies negative
Auswirkungen auf die Patienteneinhaltung hat.
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Ein Beispiel eines Derivates von
Pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on mit PDE-III/IV-Inhibitoraktivität, von dem bekannt ist, dass
es antihypertensive vasodilatorische Aktivität besitzt, ist Trequinsin (9,10-Dimethoxy-3-methyl-2-mesitylimino-2,3,6,7-tetrahydro-4H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on),
das von De Souza et al., J. Med. Chem 27 1470-1480 (1984) und in
GB-A-1597717 beschrieben ist.
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Wie von De Souza et al. und in GB-A-1597717
beschrieben, besitzt Trequinsin wertvolle pharmakologische Eigenschaften
und kann an Menschen verabreicht werden, die z.B. an Atemwegserkrankungen
leiden. Es ist jedoch zur Verabreichung durch Inhalation wegen seines
bitteren Geschmacks ungeeignet, und die in vitro-Daten zeigen, dass
seine Wirkungsdauer kürzer
als erwünscht
ist.
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Es ist jetzt gefunden worden, dass
es möglich
ist, bestimmte Derivate von Pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on zu entwerfen,
die PDE-Inhibitoren sind und eine im Vergleich zu Trequinsin längere Wirkungsdauer sowie
andere nützliche
Eigenschaften, z.B. einen besseren Geschmack, besitzen.
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Entsprechend dem ersten Gesichtspunkt
der vorliegenden Erfindung wird eine Verbindung der allgemeinen
Formel I bereitgestellt:
wobei
jedes R
1 und R
2 unabhängig eine
C
1-
6-Alkyl- oder
C
2-
7-Acylgruppe
repräsentiert,
R
5 ein Wasserstoffatom oder eine C
1-
3-Alkyl-, C
2-
3-Alkenyl- oder
C
2-
3-Alkinylgruppe
repräsentiert,
R
6 ein Wasserstoffatom oder eine C
1-6-Alkyl-, C
2-6-Alkenyl-,
C
2-6-Alkinyl-, Amino-, C
1-6-Alkylamino-,
Di(C
1-6)-Alkylamino- oder C
2-7-Acylaminogruppe
repräsentiert,
jedes
R
7 und R
8 unabhängig ein
Wasserstoff- oder Halogenatom oder eine Hydroxy-, Trifluormethyl-,
C
1-6-Alkyl-, C
2-6-Alkenyl-,
C
2-6-Alkinyl-, C
2-7-Acyl-,
C
1-6-Alkylthio-, C
1-6-Alkoxy-, C
3-6-Cycloalkylgruppe repräsentiert, und
R
9 ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder
eine Hydroxy-, Trifluormethyl-, C
1-6-Alkyl-, C
2-6-Alkenyl-, C
2-6-Alkinyl-,
C
2-7-Acyl-, C
1-6-Alkylthio-,
C
1-6-Alkoxy-, C
3-6-Cycloalkylgruppe
repräsentiert,
X
eine Gruppe CR
3R
4 repräsentiert,
wobei jedes R
3 und R
4 unabhängig ein
Wasserstoffatom oder eine C
1-
3-Alkylgruppe
repräsentiert,
jedes
R
10 und R
11 unabhängig ein
Wasserstoffatom, eine C
1-
3-Alkyl-,
C
3-6-Cyclalkyl- oder Phenylgruppe repräsentiert,
Y
ein Sauerstoffatom oder eine CHNO
2-, NCN-,
NH- oder NNO
2-Gruppe repräsentiert,
n
eine ganze Zahl von 2 bis 4 ist;
oder ein Salz der Verbindung.
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Der hier benutzte Begriff „Halogen" oder seine Abkürzung „Halo" bedeuten Fluor,
Chlor, Brom oder Jod.
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Der hier benutzte Begriff „C1-6-Alkyl" bezieht
sich auf geradkettige oder verzweigtkettige Alkylgruppen, die ein
bis sechs Kohlenstoffatome besitzen. Solche Alkylgruppen werden
durch Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, sec-Butyl-tert-Butyl-, Pentyl-,
Neopentyl- und Hexylgruppen veranschaulicht. C1-
4-Alkylgruppen werden bevorzugt.
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Der hier benutzte Begriff „C2-
3-Alkenyl" bezieht sich auf
geradkettige oder verzweigtkettige Kohlenwasserstoffgruppen, die
zwei bis drei Kohlenstoffatome und zusätzlich eine Doppelbindung besitzen,
entweder aus der E- oder der Z-Stereochemie, wo zutreffend. Dieser
Begriff würde
z.B. Vinyl oder 1-Propenyl einschließen.
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Der hier benutzte Begriff „C2-3-Alkinyl" bezieht sich auf geradkettige Kohlenwasserstoffgruppen,
die zwei bis drei Kohlenstoffatome und zusätzlich eine Dreifachbindung
besitzen. Dieser Begriff würde
z.B. Ethinyl und 1-Propinyl einschließen.
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Der hier benutzte Begriff „C2-6-Alkenyl" bezieht sich auf geradkettige oder
verzweigtkettige Kohlenwasserstoffgruppen, die zwei bis sechs Kohlenstoffatome
und zusätzlich
eine Doppelbindung besitzen, entweder aus der E- oder der Z-Stereochemie,
wo zutreffend. Dieser Begriff würde
z.B. Vinyl, 1-Propenyl, 1- und 2-Butenyl und 2-Methyl-2-propenyl einschließen. C2-3-Alkylgruppen werden bevorzugt.
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Der hier benutzte Begriff „C2-6-Alkinyl" bezieht sich auf geradkettige oder
verzweigtkettige Kohlenwasserstoffgruppen, die zwei bis sechs Kohlenstoffatome
und zusätzlich
eine Dreifachbindung besitzen. Dieser Begriff würde z.B. Ethinyl, 1-Propinyl,
1- und 2-Butinyl,
2-Methyl-2-propinyl, 2-Pentanyl, 3-Pentanyl, 4-Pentanyl, 2-Hexanyl,
3-Hexanyl, 4-Hexanyl
und 5-Hexanyl einschließen.
C2-
3-Alkinylgruppen
werden bevorzugt.
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Der hier benutzte Begriff „C1-6-Alkoxy" bezieht sich auf geradkettige oder
verzweigtkettige Alkoxygruppen, die ein bis sechs Kohlenstoffatome
besitzen. Beispiele solcher Alkoxygruppen sind Methoxy, Ethoxy,
Propoxy, Isopropoxy, Butoxy, Isobutoxy, sec-Butoxy, tert-Butoxy, Pentoxy, Neopentoxy
und Hexoxy. C1-4-Alkoxygruppen werden bevorzugt.
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Der hier benutzte Begriff „C2-7-Acyl" bezieht
sich auf geradkettige oder verzweigtkettige Acylgruppen, die zwei
bis sieben Kohlenstoffatome besitzen. Beispiele solcher Acylgruppen
sind Acetyl, Propionyl (oder Propanoyl), Isopropionyl (oder Isopropanoyl),
Butyryl (oder Butanoyl), Isobutyryl (oder Isobutanoyl), Pentanoyl (oder
Valeryl), Hexanoyl (oder Capronoyl) und Heptanoyl.
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Der hier benutzte Begriff „C2-7-Acyloxy" bezieht sich auf geradkettige oder
verzweigtkettige Acyloxygruppen, die zwei bis sieben Kohlenstoffatome
besitzen. Beispiele solcher Acyloxygruppen sind Acetyloxy, Propionyl-
(oder Propiono oder Propanoyl)oxy, Isopropionyl- (oder Isopropiono
oder Isopropanoyl)oxy, Butyryl- (oder Butanoyl)oxy, Isobutyryl-
(oder Isobutanoyl)oxy, Pentanoyl- (oder Valeryl)oxy, Hexanoyl- (oder
Capronyl)oxy und Heptanoyloxy. C2-
4-Acyloxygruppen werden bevorzugt.
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Der hier benutzte Begriff „C3_6-Cycloalkyl" bezieht sich auf
eine alicyclische Gruppe, die drei bis sechs Kohlenstoffatome besitzt.
Beispiele solcher Cycloalkylgruppen sind Cyclopropyl, Cyclobutyl,
Cyclopentyl und Cyclohexyl. Cyclopentyl- und Cyclohexylgruppen werden
bevorzugt.
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Der hier benutzte Begriff „C1-6-Alkylthio" bezieht sich auf geradkettige oder
verzweigtkettige Alkylthiogruppen, die ein bis sechs Kohlenstoffatome
besitzen. Beispiele solcher Alkylthiogruppen sind Methylthio, Ethylthio,
Propylthio, Isopropylthio, Butylthio, Isobutylthio, sec-Butylthio,
tert-Butylthio, Pentylthio, Neopenthylthio und Hexylthio. C1-4-Alkylthiogruppen
werden bevorzugt.
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Der hier benutzte Begriff „C1-6-Alkylamino" bezieht sich auf geradkettige oder
verzweigtkettige Alkylaminogruppen, die ein bis sechs Kohlenstoffatome
in jeder Alkylgruppe besitzen. Beispiele solcher Alkylaminogruppen
sind Methylamino, Ethylamino, Propylamino, Isopropylamino, Butylamino,
Isobutylamino, sec-Butylamino, tert-Butylamino, Pentylamino, Neopentylamino
und Hexylamino. C1-
4 Alkylaminogruppen
sind bevorzugt.
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Der hierin benützte Begriff „Di(C1-6)Alkylamino" bezieht sich auf geradekettige oder
verzweigtkettige Di-Alkylaminogruppen, die ein bis sechs Kohlenstoffatome
in jeder der Alkylgruppen besitzen. Beispiele solcher Di-Alkylaminogruppen
sind Dimethylamino, Diethylamino, Dipropylamino, Diisopropylamino,
Dibutylamino, Diisobutylamino, Di-sec-butylamino, Di-tert-butylamino, Dipentylamino,
Dineopentylamino und Dihexylamino. Di(C1-
4)-Alkylaminogruppen werden bevorzugt.
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Der hier benutzte Begriff „C2-
7-Acylamino" bezieht sich auf
geradkettige oder verzweigtkettige Acylaminogruppen, die zwei bis
sieben Kohlenstoffatome besitzen. Beispiele solcher Acylaminogruppen
sind Acetylamino, Proprionyl- (oder Propiono oder Propanoyl)amino,
Isopropionyl- (oder Isopropiono oder Isopropanoyl)amino, Butyryl-
(oder Butanoyl)amino, Isobutyryl. (oder Isobutanoyl)amino, Pentanoyl-
(oder Valeryl)amino, Hexanoyl- (oder Capronyl)amino und Heptanoylamino.
C2-4-Acylaminogruppen werden bevorzugt.
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Wenn es einen Substituenten gibt,
der eine Verbindung basisch macht, zum Beispiel wenn R6 eine Amino-,
Alkylamino- oder Dialkylaminogruppe ist, ergibt das Hinzufügen einer
Säure ein
Salz. Die Säure
kann eine beliebige geeignete Säure
und kann organisch oder anorganisch sein.
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Zu den bevorzugten Verbindungen der
allgemeinen Formel I gehören
auch diejenigen, bei denen unabhängig
oder in einer kompatiblen Kombination:
jedes R1 und
R3 ein C1-
6-Alkyl, vorzugsweise eine C1-4-Gruppe,
darstellt,
R1 und R2 einander
gleich sind,
jedes R3 und R4 ein Wasserstoffatom repräsentiert,
R5 ein Wasserstoffatom repräsentiert,
R6 ein Wasserstoffatom repräsentiert,
jedes
R7 und R8 eine C1-
6-Alkylgruppe,
vorzugsweise Methyl-, Ethyl- oder Isopropylgruppe, repräsentiert,
R7 und R8 einander
gleich sind,
R9 ein Wasserstoffatom,
ein Halogenatom oder eine Methyl- oder Acetylgruppe repräsentiert,
Y
ein Sauerstoffatom oder eine CHNO2-Gruppe
repräsentiert,
und
n gleich 2 ist.
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Zu den beispielhaften Verbindungen
gehören:
- 1. 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(N-carbamoyl-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 2. 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-(N'-isopropylcarbamoyl)-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 3. 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-[1-(N'-methyl-2-nitroethenamin)]-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 4. 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-[1-(N'-isopropyl-2-nitroethenamin)]-2-aminoethyl]-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 5. 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-[1-(N',N'-dimethyl-2-nitroethenamin)]-2-aminoethyl]-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 6. 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-(N'-phenylcarbamoyl)-2-aminoethyl]-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 7. 9,10-Dimethoxy-3-[2-guanidinethyl]-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]
isochinolin-4-on,
- 8. 9,10-Dimethoxy-3-[N-(N'-nitro)-2-guanidinethyl]-2-(2,4,6-trimethyl-phenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 9. 3-[N-(N'-Cyclohexylcarbamoyl)-2-aminoethyl]-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethyl-phenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 10. 3-(N-Carbamoyl-2-aminoethyl)-9,10-dimethoxy-2-(2-methylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 11. 3-[N-Carbamoyl-2-aminoethyl)-2-(2,6-düsopropylphenylimino)-9,10-dimethoxy-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 12. 3-(N-Carbamoyl-4-aminobutyl)-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
- 13. 3-[N-(N'-Cyano-N''-methyl)-2-guanidinethyl]-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on.
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Die Verbindung 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(N-Carbamoyl-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
wird besonders bevorzugt.
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Verbindungen der allgemeinen Formel
I können
mit einer geeigneten Methode, die im Fachgebiet bekannt ist, oder
mit dem folgenden Verfahren hergestellt werden, das selbst einen
Teil der Erfindung bildet.
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Nach einem zweiten Gesichtspunkt
der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der
allgemeinen Formel I, wie oben definiert, bereitgestellt, wobei
das Verfahren folgendes umfasst:
- a) Derivatisieren
einer Verbindung der allgemeinen Formel II: wobei R1,
R2, R5, R6, R7, R8,
R9, X und n so wie für die allgemeine Formel I definiert
sind und wobei eine oder mehrere Verbindungen in der Lage sind,
an der primären
Amingruppe des Aminoalkylteils (-(CH2)n-NH2) zu reagieren
und so eine Verbindung der allgemeinen Formel bilden, oder
- b) wenn X in der allgemeinen Formel I eine Gruppe CR3R4 repräsentiert,
wobei R3 ein Wasserstoffatom darstellt,
R4 ein Wasserstoffatom oder eine C1-
3-Alkylgruppe darstellt
und R5 ein Wasserstoffatom oder eine C1-
3-Alkylgruppe darstellt,
wodurch eine Verbindung der allgemeinen Formel III hydriert wird:
Dabei sind R1,
R2, R6, R7, R8, R9,
R10, R11, Y und
n so wie für
die allgemeine Formel I definiert, und
- c) optionale Umwandlung einer so gebildeten Verbindung der allgemeinen
Formel I in eine andere Verbindung der allgemeinen Formel I.
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Die Reaktionsbedingungen von Schritt
a) sind im allgemeinen derart, dass sie die Reaktion, die eine nucleophile
Verdrängung
oder Addition sein kann und in einem für die spezielle Reaktion geeigneten
Lösungsmittel
erfolgt, begünstigen.
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Verbindungen, die für die Reaktion
mit einer Verbindung der allgemeinen Formel II gewählt werden, sind
in der Lage, eine Reaktion an der primären Amingruppe des Alkylaminoteils
in der Verbindung der allgemeinen Formel II einzugehen, um so eine
Verbindung der allgemeinen Formel I zu bilden. Zum Beispiel:
wenn
Y ein Sauerstoffatom ist und jedes R10 und
R" ein Wasserstoffatom
repräsentiert,
kann eine Verbindung der allgemeinen Formel II mit Natriumcyanat
derivatisiert werden;
wenn Y ein Sauerstoffatom ist, R10 ein Wasserstoffatom und R11 eine
C1-3-Alkyl- oder C3-6-Cycloalkyl-
oder Phenylgruppe repräsentiert,
kann eine Verbindung der allgemeinen Formel II mit einem Isocyanat
der allgemeinen Formel R11NCO derivatisiert
werden;
wenn Y CHNO2 ist, R10 ein Wasserstoffatom und R11 eine
C1-3-Alkyl- oder C3-6-Cycloalkylgruppe
repräsentiert, kann
eine Verbindung der allgemeinen Formel II mit einem N-C1-3-Alkyl-
oder N-C3-6-Cycloalkyl-1-(methylthio)-2-nitroethenamin
der allgemeinen Formel CH3SC(=CHNO2)NR10R11 derivatisiert
werden;
wenn Y CHNO2 ist, kann eine
Verbindung der allgemeinen Formel II zuerst mit 1,1-Bis(methylthio)-2-nitroethylen
umgesetzt werden, und die sich ergebende Verbindung kann dann mit
einem Amin der allgemeinen Formel R10R11NH umgesetzt werden, wobei R10 und
R11 so wie für die allgemeine Formel I definiert
sind;
wenn Y NH ist, kann eine Verbindung der allgemeinen Formel
II mit einer Verbindung der allgemeinen Formel CH3SC(=NH)NR10R11 oder einem
Salz dieser Verbindung derivatisiert werden, wobei R10 und
R11 so wie für die allgemeine Formel I definiert
sind.
wenn Y NCN ist, kann eine Verbindung der allgemeinen
Formel II mit einer Verbindung der allgemeinen Formel CH3SC(=NH)NR10R11 oder einem Salz dieser Verbindung derivatisiert
werden, wobei R10 und R11 so
wie für
die allgemeine Formel I definiert sind.
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In speziellen Fällen:
kann für 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(N-carbamoyl-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
Natriumcyanat gewählt
werden,
kann für 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-(N'-isopropylcarbamoyl)-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
Isopropylisocyanat gewählt
werden,
kann für 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-[1-(N'-methyl-2-nitroethenamin)]-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
N-Methyl-1-(methylthio)-2-nitroethenamin
gewählt
werden,
können
für 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-[1-(N'-isopropyl-2-nitroethenamin)]-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido(6,1-a]isochinolin-4-on
1,1-Bis(methylthio)-2-nitroethylen
und Isopropylamin gewählt werden,
können für 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-[1-(N',N'-dimethyl-2-nitroethenamin)]-2-aminoethyl]-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
1,1-Bis(methylthio)-2-nitroethylen
und Dimethylamin gewählt werden,
und
kann
für 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(N-(N'-phenylcarbamoyl)-2-aminoethyl)]-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
Phenylisocyanat gewählt
werden.
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Verbindungen der allgemeinen Formel
II können
durch Reaktion einer Verbindung der allgemeinen Formel IV:
wobei R
1,
R
2, R
5, R
6, R
7, R
8,
R
9 und X wie für die allgemeine Formel I definiert
sind, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel V:
wobei n so wie für die die
allgemeine Formel I definiert ist, LG eine abgehende Gruppe und
PG eine Schutzgruppe darstellt, und durch anschließendes Entfernen
der Schutzgruppe hergestellt werden.
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Eine Reaktion einer Verbindung der
allgemeinen Formel IV mit einer Verbindung der allgemeinen Formel
V wird allgemein unter für
die Reaktion, einer nucleophilen Substitution, geeigneten Bedingungen
ausgeführt.
Eine Base, wie z.B. K2CO3,
kann in Gegenwart von NaI verwendet werden, und die Reaktion wird
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie z.B. 2-Butanon,
durchgeführt.
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Die abgehende Gruppe LG in der allgemeinen
Formel V kann eine beliebige geeignete abgehende Gruppe sein, ist
aber vorzugsweise ein Halogenatom, wie z.B. Brom. Die Schutzgruppe
PG in der allgemeinen Formel V kann eine beliebige geeignete Schutzgruppe
sein, wie z.B. eine Phthaloylgruppe. Wenn die Reaktion zwischen
Verbindungen der allgemeinen Formel IV und V in einer Base, wie
z.B. K
2CO
3, ausgeführt wird,
sollte die Schutzgruppe basenstabil sein. Eine geeignete Verbindung
der allgemeinen Formel V ist N-(2-bromethyl)phthalimid:
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Die Schutzgruppe kann dann mit Standardmethoden
zum Abbau des Schutzes entfernt werden. Zum Beispiel kann Hydrazinhydrat
verwendet werden. Die Reaktionsbedingungen sollen allgemein die
Reaktion begünstigen,
zum Beispiel in einem geeigneten Lösungsmittel, wie z.B. Ethanol
und/oder Chloroform bei Raumtemperatur.
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Verbindungen der allgemeinen Formel
IV können
durch Reaktion einer Verbindung der allgemeinen Formel VI:
wobei R
1,
R
2, R
5, R
6 und X so wie für die allgemeine Formel I definiert
sind und LG eine abgehende Gruppe repräsentiert,
mit einer Verbindung
der allgemeinen Formel VII hergestellt werden:
wobei R
7,
R
8 und R
9 so wie
für die
allgemeine Formel I definiert sind.
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Verbindungen der allgemeinen Formel
VII sind substituierte Aniline, die entweder im Fachgebiet bekannt
und handelsüblich
sind oder leicht mit an sich bekannten Methoden hergestellt werden
können.
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Die abgehende Gruppe LG in Verbindungen
der allgemeinen Formel VI kann Chlor, eine Thioalkylgruppe, vorzugsweise
Thiomethyl, oder eine Alkylsulfonylgruppe, vorzugsweise Methylsulfonyl,
sein. Chlor wird bevorzugt.
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Die Reaktionsbedingungen sollen allgemein
die Reaktion, eine nucleophile Verdrängung, begünstigen, welche vorzugsweise
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie z.B. Dimethylformamid oder Isopropanol, in Gegenwart einer Base,
wie z.B. Kaliumcarbonat, ausgeführt
wird. Geeignete Reaktionsbedingungen kann man in GB-A-1597717 und
EP-A-0124893 finden,
welche die Herstellung verwandter Verbindungen offen legen.
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Die Reaktion ist allgemein zur Herstellung
von Verbindungen der allgemeinen Formel I anwendbar, wo R6 ein Wasserstoffatom oder eine C1-6-Alkyl-, C2_4-Akenyl-, C2_6-Alkynyl-, Amino-, C1-6-Alkylamino-
oder C2-7-Acylaminogruppe repräsentiert
und R1 bis R5 und
R7 bis R9, X, Y
und n die oben angeführten
Bedeutungen besitzen.
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Verbindungen der allgemeinen Formel
VI, wo LG ein Chloratom repräsentiert,
können
durch Reaktion einer Verbindung der allgemeinen Formel VIII oder
einer Verbindung der allgemeinen Formel IX mit Phosphoroxidchlorid
oder durch Erhitzen einer Verbindung der allgemeinen Formel VIII
mit Phosphorpentachlorid hergestellt werden:
wobei R
1,
R
2, R
5 und R
6 sowie X so wie für die allgemeine Formel I definiert
sind.
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Verbindungen der allgemeinen Formel
VI, wo LG eine Thioalkylgruppe repräsentiert, können aus Verbindungen der Formel
VIII durch Erhitzen mit Phosphorpentasulfid in einem Lösungsmittel,
wie z.B. Dioxan oder Pyridin, hergestellt werden, wobei sich zu
Anfang das intermediäre
Thioderivat von VIII ergibt, welches bei Behandlung mit einem alkylierenden
Mittel, wie z.B. einem Alkyliodid, z.B. Methyliodid, in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie z.B. Tetrahydrofuran oder Ethylacetat, die Thioalkylverbindung
ergibt. Die Oxidation der Thioalkylverbindung mit z.B. 3-Chlorperbenzoesäure in einem
Lösungsmittel,
wie z.B. Methylenchlorid, ergibt das Alkylsulfonderivat.
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Verbindungen der allgemeinen Formel
VIII können
durch Reaktion einer Verbindung der allgemeinen Formel IX, wobei
R
1, R
2, R
5 und R
6 so wie für die allgemeine
Formel I definiert sind, mit einem cyclodehydrierenden Mittel, wie
z.B. Phosphoroxychlorid, unter weniger heftigen Bedingungen, d.h.
niedrigeren Temperaturen, als denen, die für die Darstellung von Verbindungen
der allgemeinen Formel VI erforderlich sind, hergestellt werden,
wo LG ein Chloratom repräsentiert.
Eine alternative Methode wurde in NL-A-6,401,827 (Hoffmann-La Roche) beschrieben,
die mit der Reaktion des Carbamoylmethylentetrahydroisochinolin,
allgemeine Formel XI (wobei R
1, R
2, R
5 und X die oben
angeführten
Bedeutungen besitzen), mit Diethylcarbonat in ethanolischem Natriumethoxid
verbunden ist:
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Verbindungen der allgemeinen Formel
IX können
durch Reaktion einer Verbindung der allgemeinen Formel XII
wobei R
1,
R
2, R
5 und R
6 sowie X so wie für die allgemeine Formel I definiert
sind,
mit R
6CH(CO
2Et)
2, wobei R
6 wie für die allgemeine
Formel I definiert ist, und einer starken Base, wie z.B. Natriumethoxid,
in einer heißen
ethanolischen Lösung
hergestellt werden. Alternativ kann der entsprechende Dimethylester
in Gegenwart von heißem
methanolischem Natriummethoxid eingesetzt werden.
-
Verbindungen der allgemeinen Formel
XII können
durch Reaktion einer Verbindung der allgemeinen Formel XIII:
wobei R
1,
R
2, R
5 und X so
wie für
die allgemeine Formel I definiert sind, mit Harnstoff durch Erhitzen
auf 160 °C
hergestellt werden. Alternativ können
Verbindungen der allgemeinen Formel XIII mit Kaliumcyanat in Gegenwart
von Essigsäure
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie z.B. Ethanol, umgesetzt werden.
-
Verbindungen der allgemeinen Formel
XIII sind entweder im Fachgebiet bekannt oder können leicht mit an sich bekannten
Methoden hergestellt werden. Zum Beispiel wurde die Herstellung
von 1-(3,4-Dimethoxy-phenetyl)barbitursäure von B. Lal et al. im J.Med.Chem.
271470-1480 (1984) beschrieben.
-
Wendet man sich Schritt b) zu, so
sollen die Reaktionsbedingungen von Schritt b) allgemein die Hydrierungsreaktion
begünstigen;
die Reaktion wird im allgemeinen in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie z.B. einem Alkohol, z.B. Ethanol, mit einem Edelmetallkatalysator,
wie z.B. Palladium, Platin, Rhodium oder Nickel, bei Raumtemperatur
ausgeführt.
Der Katalysator kann z.B. auf Holzkohle oder Tonerde getragen sein.
-
Verbindungen der allgemeinen Formel
III können
aus einer Verbindung der allgemeinen Formel XN hergestellt werden:
wobei R
1,
R
2 und R
6 so wie
für die
allgemeine Formel I definiert sind und R
4 und
R
5 unabhängig
ein Wasserstoffatom oder eine C
1-3-Alkylgruppe
repräsentieren.
Die Reaktionen werden wie oben beschrieben zur Umwandlung einer
Verbindung der allgemeinen Formel VIII in eine Verbindung der allgemeinen
Formel II durch Verbindungen der allgemeinen Formel VI und der allgemeinen
Formel IV ausgeführt;
die bevorzugten Reaktionsbedingungen stehen dementsprechend in Einklang
damit.
-
Verbindungen der allgemeinen Formel
XIV können
aus Verbindungen der allgemeinen Formel VIII (wobei X eine CH2-Gruppe und R5 ein
Wasserstoffatom oder eine C1-3-Alkylgruppe
repräsentiert)
durch Erhitzen mit einem Edelmetallkatalysator, wie z.B. Palladium,
Platin, Rhodium oder Nickel, bei einer Temperatur von 300 bis 350 °C hergestellt
werden. Der Katalysator kann z.B. auf Holzkohle oder Tonerde getragen
sein, und die Reaktion kann in einem inerten Lösungsmittel, wie z.B. einem
aromatischen Kohlenwasserstoff, z.B. p-Cymen, ausgeführt werden.
-
Im optionalen Schritt c) kann eine
Verbindung der allgemeinen Formel I in eine andere Verbindung der allgemeinen
Formel I umgewandelt werden. Zum Beispiel können Verbindungen der allgemeinen
Formel I, wo R6 NH2 repräsentiert, in Verbindungen der
allgemeinen Formel I, wo R6 eine C1-6-Alkylaminogruppe repräsentiert, mit Hilfe von chemischen
Standardverfahren, wie z.B. der Alkylierung eines geschützten Derivats,
wie z.B. eines Acyl- oder eines p-Toluolsulfonylderivats, umgewandelt
werden, gefolgt von der Entfernung der Schutzgruppe, wie z.B. durch
saure Hydrolyse. Verbindungen der allgemeinen Formel I, wo R6 eine Di(C1-6)-alkylaminogruppe
repräsentiert,
können
durch direkte Alkylierung des Alkylaminoderivats hergestellt werden.
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei R5,
R6, R7, R8 und/oder R9 eine
C2-3-Alkenyl-, C2_6-Alkenyl-, C2-4-Alkinyl- oder C2_6-Alkinylgruppe repräsentieren, können hydriert
werden und ergeben so die entsprechende Verbindung mit gesättigten
Bindungen. Die Reaktionsbedingungen für die Hydrierung entsprechen
den für
Schritt b) beschriebenen.
-
Entsprechend einem dritten Gesichtspunkt
stellt die Erfindung eine Zusammensetzung bereit, die eine Verbindung
der allgemeinen Formel I und einen aus veterinärmedizinischer oder pharmazeutischer
Sicht akzeptablen Träger
oder akzeptables Verdünnungsmittel
umfasst. Die Zusammensetzung ist vorzugsweise eine pharmazeutische
Zusammensetzung für
die Humanmedizin.
-
Verbindungen der vorliegenden Erfindung
sind PDE-Inhibitoren und besitzen daher wertvolle pharmakologische
Eigenschaften, wie z.B. bronchodilatorische Aktivität, die durch
die Hemmung der feldstimulierten Kontraktion von isolierter Meerschweinchentrachea
nachgewiesen wird, und die entzündungshemmende
Aktivität,
die in Untersuchungen an menschlichen einkernigen, durch PHA (Phythaemagglutinin)
stimulierten Zellen veranschaulicht wurde. In vitro- und in vivo-Daten
zeigen, dass die Verbindungen eine lange Wirkungsdauer besitzen,
die durch ihre anhaltenden Schutzwirkungen gegen histamininduzierte
Bronchospasmen beim Meerschweinchen gezeigt wurde, wenn sie als
Trockenpulver durch Inhalation direkt in die Lunge gebracht wurden.
Die Erfindung bezieht sich daher auch auf die akute, chronische
oder prophylaktische Behandlung von Patienten, die an Atemwegserkrankungen.
leiden, einschließlich
besonders Asthma, allergisches Asthma, Heuschnupfen, allergische
Rhinitis, Bronchitis, chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD),
akute respiratorische Insuffizienz ARDS (Schocklunge) und zystische
Fibrose. Sie können
auch topisch bei Hautkrankheiten, wie z.B. der atopischen Dermatitis
und Psoriasis, oder bei Augenentzündungen oder bei anderen Krankheiten,
einschließlich
zerebraler Ischämie
oder Autoimmunkrankheiten, bei denen die Erhöhung der intrazellulären Konzentration
von cAMP für
nützlich
gehalten wird, angewendet werden.
-
Eine oder mehrere Verbindungen, wie
sie zum ersten Gesichtspunkt der Erfindung umrissen wurden, können in
Verbindung mit einem oder mehreren nichttoxischen pharmazeutisch
und/oder veterinärmedizinisch akzeptablen
Trägern
und/oder Verdünnungsmitteln
und/oder Zusatzstoffen und/oder Treibstoffen und, falls gewünscht, anderen
aktiven Inhaltsstoffen vorliegen. Geeignete Träger oder Verdünnungsmittel
sind im Fachgebiet bekannt (z.B. Handbook of Pharmaceutical Excipients
[Handbuch der Pharmazeutischen Trägerstoffe], 2. Ausgabe, Hrsg.
A. Wade/P.J. Weller, The Pharmaceutical Press, American Pharmaceutical
Association).
-
Die Verbindungen und die Mischungen
der vorliegenden Erfindung werden vorzugsweise durch Inhalation
verabreicht, z.B. durch Aerosole oder Sprays, die den pharmakologisch
aktiven Inhaltsstoff in Form eines Pulvers oder in der Form einer
Lösung
oder Suspension fein verteilen. Pharmazeutische Mischungen mit Pulver
verteilenden Eigenschaften enthalten neben dem aktiven Inhaltsstoff
gewöhnlich
ein flüssiges
Treibmittel mit einem Siedepunkt unterhalb der Raumtemperatur, und,
falls gewünscht,
Zusätze,
wie z.B. flüssige
oder feste anionische oberflächenaktive
Substanzen und/oder Befeuchtungsmittel zur Bildung einer stabilen
Dispersion. Pharmazeutische Mischungen, bei denen sich das pharmakologisch
aktive Mittel in Lösung
befindet, enthalten zusätzlich
dazu ein geeignetes Treibmittel und weiterhin, falls erforderlich,
ein zusätzliches
Lösungsmittel
und/oder einen Stabilisator. An Stelle des Treibmittels kann auch
komprimierte Luft verwendet werden, wobei es möglich ist, diese nach Bedarf
mit einer geeigneten Kompressions- und Ausdehnungsvorrichtung zu
erzeugen. Pharmazeutische Mischungen können auch durch atembetätigte Inhalationsgeräte zugeführt werden. Trockene
Pulvermischungen werden für
die Verabreichung durch Inhalation bevorzugt.
-
Entsprechend einem vierten Gesichtspunkt
stellt die vorliegende Erfindung eine Verbindung der allgemeinen
Formel I oder eine Zusammensetzung bereit, die eine Verbindung der
allgemeinen Formel I zur Anwendung in der Medizin enthält.
-
Verbindungen der vorliegenden Erfindung
sind als Inhibitoren von Phosphodiesterase-Isoenzymen nützlich. Die Verbindungen oder
Mischungen der vorliegenden Erfindung können dazu verwendet werden, Krankheiten
zu verhüten
oder zu behandeln, bei denen die Verbindungen oder Mischungen nutzbringend
sind, besonders aber bei einer Krankheit, bei der das Erhöhen der
intrazellulären
Konzentration von cAMP wünschenswert
ist. Beispiele solcher Krankheiten, gegen die die Verbindungen angewendet
werden können,
sind Atemwegserkrankungen, einschließlich besonders Asthma, Bronchitis,
chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD), akute respiratorische
Insuffizienz ARDS, allergisches Asthma, Heuschnupfen, allergische
Rhinitis und zystische Fibrose. Sie können auch topisch bei Hautkrankheiten,
wie z.B. bei atopischer Dermatitis oder Psoriasis, Augenentzündung oder
anderen Krankheiten angewendet werden, einschließlich der zerebralen Ischämie oder
Autoimmunkrankheiten, bei denen das Erhöhen der intrazellulären Konzentrationen
von cAMP für
vorteilhaft gehalten wird.
-
Dieser Gesichtspunkt der Erfindung
ist besonders relevant für
die Behandlung von Menschen, ist aber auch anwendbar für die allgemeine
Veterinärmedizin,
insbesondere für
Haustiere, wie Hunde und Katzen, und landwirtschaftliche Nutztiere,
wie Pferde, Schweine, Rinder, Schafe usw.
-
Die Dosierungswerte in der Größenordnung
von etwa 0,02 mg bis etwa 200 mg, die dreimal am Tag eingenommen
werden sollen, sind für
die Behandlung der oben genannten Leiden zweckmäßig. Genauer gesagt, ist ein
Dosisbereich von etwa 0,2 mg bis etwa 20 mg wirksam, was dreimal
am Tag einzunehmen ist. Der spezielle Dosierungsplan wird jedoch
letzten Endes vom behandelnden Arzt festgelegt und berücksichtigt
solche Faktoren, wie verwendete Medikation, Alter, Gewicht, Schwere
der Symptome und/oder Stärke
der angewendeten oder anzuwendenden Behandlung, Verabreichungsmethode
der Medikation, Nebenwirkungen und/oder Kontraindikationen.
-
Die Medikation entsprechend diesem
Gesichtspunkt der Erfindung kann einem Patienten zusammen mit anderen
Wirkstoffen gegeben werden, die zum Beispiel eine andere Verbindung
der vorliegenden Erfindung oder andere Verbindungen sein können. Beispiele
sind (β2-Adrenorezeptoragonisten, topisch angewendete
Glucocorticoidsteroide, Xanthinderivate, Antihistaminika, Leukotrien-Antagonisten,
Inhibitoren der Leukotriensynthese und/oder Kombinationen dieser
Verbindungen.
-
Entsprechend einem fünften Gesichtspunkt
stellt die vorliegende Erfindung die Verwendung einer Verbindung
der allgemeinen Formel I bei der Herstellung eines Inhibitors eines
Typ III/IV-Phosphodiesterase-Isoenzyms bereit. Die Erfindung schließt die Verwendung
einer Verbindung der allgemeinen Formel I bei der Herstellung eines
Bronchodilators und/oder einer Medikation gegen Asthma und/oder
eines Medikamentes zur Verhütung
oder Behandlung der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)
ein.
-
Die Erfindung bezieht sich auch auf
eine Methode zur Behandlung oder Verhütung einer Krankheit in einem
Säugetier,
bei der man erwartet, dass ein Inhibitor der Phosphodiesterase-Isoenzyme
und/oder ein Bronchodilator nützlich
wäre, wobei
diese Methode die Verabreichung einer Menge einer wirksamen, nicht
giftigen Verbindung der allgemeinen Formel I an das genannte Säugetier
umfasst. Die Erfindung schließt
eine Methode zur Behandlung oder Verhütung von Asthma und/oder der
chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) in einem Säugetier
ein.
-
Die bevorzugten Merkmale jedes Gesichtspunktes
der Erfindung gelten mutatis mutandis für jeden anderen Gesichtspunkt
der Erfindung.
-
1,
auf die in den Zubereitungen 1 bis 4 unten verwiesen wird, zeigt
den Weg, auf dem die Verbindungen in den Zubereitungen 1 bis 4 synthetisiert
wurden.
-
2,
auf die in Beispiel A unten Bezug genommen wird, ist ein Diagramm,
das den Effekt von DMSO auf die cholinerge Kontraktionsreaktion
in durchströmter
Meerschweinchentrachea zeigt, wobei „n" die Anzahl der Experimente ist.
-
3,
auf die in Beispiel A unten Bezug genommen wird, ist ein Diagramm,
das die Wirkung von 10 μM
der Verbindung von Beispiel 1 der vorliegenden Erfindung auf die
Kontraktion von Meerschweinchentrachea bei Stimulation durch ein
elektrisches Feld als Funktion der Zeit zeigt (n=3), wobei der Pfeil
den Beginn der Ausspülperiode
anzeigt.
-
4,
auf die in Beispiel A unten Bezug genommen wird, ist ein Diagramm,
das die Wirkung von 10 μM
der Verbindung von Beispiel 9 auf die Kontraktion von Meerschweinchentrachea
bei Stimulation durch ein elektrisches Feld als Funktion der Zeit
zeigt (n=3).
-
5,
auf die in Beispiel A unten Bezug genommen wird, ist ein Diagramm,
das die Wirkung von 10 μM
der Verbindung von Beispiel 10 auf die Kontraktion von Meerschweinchentrachea
bei Stimulation durch ein elektrisches Feld als Funktion der Zeit
zeigt (n=3).
-
6,
auf die in Beispiel A unten Bezug genommen wird, ist ein Diagramm,
das die Wirkung von 10 μM
der Verbindung von Beispiel 11 auf die Kontraktion von Meerschweinchentrachea
bei Stimulation durch ein elektrisches Feld als Funktion der Zeit
zeigt (n=3).
-
7,
auf die in Beispiel A unten Bezug genommen wird, ist ein Diagramm,
das die Wirkung von 10 μM
der Verbindung von Beispiel 13 auf die Kontraktion von Meerschweinchentrachea
bei Stimulation durch ein elektrisches Feld als Funktion der Zeit
zeigt (n=3).
-
8,
auf die in Beispiel A unten Bezug genommen wird, ist ein Diagramm,
das die Wirkung von 10 μM
der Verbindung von Beispiel 8 auf die Kontraktion von Meerschweinchentrachea
bei Stimulation durch ein elektrisches Feld als Funktion der Zeit
zeigt (n=3).
-
9,
auf die in Beispiel B unten Bezug genommen wird, ist ein Diagramm,
das die Wirkung der Verbindung von Beispiel 1 der vorliegenden Erfindung
auf die Proliferation menschlicher einkerniger Zellen zeigt, die
durch PHA stimuliert wurden, wobei jeder Punkt den Mittelwert von
sechs Experimenten repräsentiert
und senkrechte Linien den Standardfehler des Mittelwertes darstellen.
-
Zubereitung 1
-
Synthese
von 2-Chlor-6,7-dihydro-9,10-dimethoxy-4H-uyrimido(6,1-alisochinolin-4-on (in
Figur 1 als (1) angezeigt)
-
Eine Mischung von 1-(3,4-Dimethoxyphenyl)barbitursäure (70
g, 0,24 mol), hergestellt gemäß der Methode,
die von B. Lal et al. im J.Med.Chem 27 1470-1480 (1984) beschrieben
wurde, und Phosphoroxidchlorid (300 ml, 3,22 mol) wurde 2,5 Stunden
lang unter Rückfluss
erhitzt. Das überschüssige Phosphoroxidchlorid wurde
durch Destillieren (20 mmHg) beim Erwärmen entfernt. Nach dem Abkühlen wurde
der Rückstand
in Dioxan (100 ml) aufgeschlämmt
und vorsichtig einer kräftig
gerührten
Eis-Wasser-Lösung
(1 1) hinzugesetzt. Chloroform (1 1) wurde hinzugefügt, und
die sich ergebende Mischung wurde mit 30 %iger Natriumhydroxidlösung alkalisch
eingestellt. Die organische Schicht wurde abgetrennt und die wässerige
Phase weiter mit Chloroform (2×750
ml) extrahiert. Die zusammengeführten
organischen Extrakte wurden mit Wasser (1,5 1) gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und im Vakuum konzentriert, wobei ein gummiartiges Material (90
g) übrig
blieb. Dieses wurde einige Minuten lang in Methanol gerührt, gefiltert
und mit Methanol (200 ml), Diethylether (2×200 ml) gewaschen und unter
Vakuum bei 40 °C
getrocknet, was die Verbindung aus der Überschrift als gelb-orangen
Feststoff (47 g, 62 %) ergab.
-
- (300 MHz, CDCl3) 2,96 (2H, t, C(7) H2); 3,96 (6H,
s, 2×OCH3; 4,20 (2H, t, C(6) H2); 6,61 (1H, s, C(1) H);
6,76 (1H, s, Ar-H); 7,10 (1 H, s, Ar-H).
-
Zubereitung 2
-
9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(in 1 als (2) gezeigt)
-
2-Chlor-9,10-dimethoxy-6,7-dihydro-4H-pyrimido[6,1-a)isochinolin-4-on,
gemäß Zubereitung
1 hergestellt, (38,5 g, 0,13 mol) und 2,4,6-Trimethylanilin (52,7
g, 0,39 mol) wurden in Propan-2-ol (3 l) gerührt und unter Stickstoff 24
h lang unter Rückfluss
erhitzt. Nach der Abkühlung
auf Raumtemperatur wurde die Lösung im
Vakuum verdampft, und der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel gereinigt, wobei das Eluieren mit CH2Cl2 / McOH durchgeführt wurde, zu Anfang 98:2,
dann Wechsel zu 96:4, sobald das Produkt anfing, aus der Säule zu eluieren.
Die Verbindung aus der Überschrift
wurde mit einer leichten Verunreinigung (direkt oberhalb des Produktes
auf tlc) gewonnen. Ausbeute 34,6 g, 67 %.
-
Zubereitung 3
-
9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(2-N-phthalimidoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(in 1 als (3) gezeigt)
-
Eine Mischung aus 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(das nach Zubereitung 2 hergestellt wurde) (60,0 g, 0,153 mol),
Kaliumcarbonat (191 g, 1,38 mol), Natriumiodid (137 g, 0,92 mol)
und N-(2-Bromethyl)phthalimid (234 g, 0,92 mol) in 2-Butanon (1500
ml) wurde gerührt
und unter Stickstoff 4 Tage lang unter Rückfluss erhitzt. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur
wurde die Mischung gefiltert, und das Filtrat wurde im Vakuum verdampft.
Der Rückstand wurde
mit Methanol (1000 ml) behandelt und der Feststoff abgefiltert,
mit Methanol gewaschen und aus Ethylacetat auskristallisiert, was
die Verbindung aus der Überschrift
als blassgelben Feststoff mit einer Ausbeute von 40,0 g, 46 % ergab.
Durch die Verdampfung der Mutterlösung und die Säulenchromatographie
des Rückstandes
auf Silicagel (CH2Cl2 /
McOH 95:5) wurde weiteres Produkt in einer Menge von 11,7 g, 13,5
%, gewonnen.
-
Zubereitung 4
-
9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(in 1 als (4) gezeigt)
-
Eine Mischung von 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(2-N-phthalimidoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(22,0 g, 0,039 mol), das gemäß Zubereitung
3 hergestellt wurde, und Hydrazinhydrat (11,3 g, 0,195 mol) in Chloroform
(300 ml) und Ethanol (460 ml) wurde bei Raumtemperatur 18 Stunden
lang unter Stickstoff gerührt.
Weiteres Hydrazinhydrat (2,9 g, 0,05 mol) wurde hinzugefügt, und
die Mischung wurde weitere 4 Stunden lang gerührt. Nach dem Abkühlen in
Eis / Wasser wurde der Feststoff durch Filtration entfernt, und
das Filtrat wurde im Vakuum verdampft. Der Rückstand wurde in Dichlormethan
aufgelöst,
und das unlösliche
Material wurde durch Filtrieren entfernt. Das Filtrat wurde getrocknet
(MgSO4) und im Vakuum verdampft, was die
Verbindung aus der Überschrift
als gelben Schaum mit einer Ausbeute von 16,2 g, 96 % ergab.
-
Beispiel 1
-
9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(N-carbamoyl-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimidol6,1-alisochinolin-4-on
-
Natriumcyanat (6,0 g, 0,092 mol)
in Wasser (100 ml) wurde einer gerührten Lösung von 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on, das
nach Zubereitung 4 oben hergestellt wurde, (20,0 g, 0,046 mol) in
Wasser (600 ml), und 1N HCl (92 ml) bei 80 °C tropfenweise zugesetzt. Nach
zweistündigem
Rühren
bei 80 °C
wurde die Mischung in einem Eisbad abgekühlt und mit 2N NaOH alkalisch
gemacht. Die Mischung wurde mit Dichlormethan (3 × 200 ml)
extrahiert, und der gesamte Extrakt wurde getrocknet (MgSO4) und im Vakuum verdampft. Der sich ergebende
gelbe Schaum wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel mit CH2Cl2/-McOH (97:3) gereinigt
und mit Ether zerrieben, was die Verbindung aus der Überschrift
als gelben Feststoff ergab, 11,9 g, 54 %.
-
-
-
- 1H NMR (300 MHz, CDCl3): δ 1,92 (1H,
br s, NH), 2,06 (6H, s, 2×CH3), 2,29 (3H, s, CH3),
2,92 (2H, t, CH2), 3,53 (2H, m, CH2), 3,77 (3H, s, OCH3),
3,91 (3H, s, OCH3), 4,05 (2H, t, CH2), 4,40 (2H, t, CH2),
5,35 (2H, br s, NH2), 5,45 (1H, s, C=CH),
6,68 (1H, s, ArH), 6,70 (1H, s, ArH), 6,89 (2H, s, 2×ArH).
-
Beispiel 2
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9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-TN-(N'-(isopropylcarbamoyl)-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
Isopropylisocyanat (0,15 g, 1,77
mmol) wurde einer gerührten
Lösung
von 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(nach Zubereitung 4 oben hergestellt) (0,7 g, 1,61 mmol) in Toluol(6
ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff tropfenweise hinzugefügt. Nach
2 Stunden wurde die Lösung
im Vakuum verdampft, und der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel (CH2Cl2 /
McOH, 97:3) gereinigt und mit Ether zerrieben, was einen gebrochen-weißen Feststoff
ergab, 0,42 g, 50 %.
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-
- 1H NMR (300 MHz, CDCl3): δ 0,89 (6H,
d, 2×CH3), 2,05 (6H, s, 2×CH3),
2,29 (3H, s, CH3), 1,94 (1H, br s, NH), 2,90
(2H, t, CH2), 3,49 (2H, m, CH2),
3,77 (3H, s, OCH3), 3,91 (3H, s, OCH3), 4,05 (2H, t, CH2),
4,37 (2H, t, CH2), 5,02 (1H, br s, NH),
5,46 (1H, s, C=CH), 6,67 (1H, s, ArH), 6,69 (1H, s, ArH), 6,87 (2H,
s, 2×ArH).
-
Beispiel 3
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9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-[1-(N'-methyl-2-nitroethenamin)1-2-aminoethyll-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
Eine Mischung aus 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
nach Zubereitung 4 oben hergestellt, (0,8 g, 1,84 mmol) und N-Methyl-1-(methylthio)-2-nitroethenamin
(0,30 g, 2,03 mmol) in Toluol (20 ml) wurde gerührt und unter Rückfluss
3 Stunden lang unter Stickstoff erhitzt. Nach der Abkühlung auf
Raumtemperatur wurde das Lösungsmittel
im Vakuum verdampft, und der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel (CH2Cl2/-McOH, 97:3) gereinigt.
Die Verbindung aus der Überschrift
wurde als gelber Schaum mit einer Ausbeute von 0,61 g, 62 %, gewonnen,
der beim Zerreiben mit Ether einen gelben Feststoff ergab, 0,40
g, 41 %.
-
-
- 1H NMR (300 MHz, CDCl3): δ 2,07 (6H,
s, 2×CH3), 2,29 (3H, s, CH3),
2,45 (3H, d, NHCH3), 2,92 (2H, t, CH2), 3,65 (2H, m, CH2),
3,77 (3H, s, OCH3), 3,90 (3H, s, OCH3), 4,08 (2H, t, CH2),
4,32 (2H, m, CH2), 5,46 (1H, s, =CH), 6,51
(1H, s, CHNO2), 6,70 (2H, s, 2×ArH), 6,90
(2H, s, 2×ArH),
8,78 (1H, m, NH), 10,35 (1H, m, NH).
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Beispiel 4
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9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-[1-(N'-isopropyl-2-nitroethenamin)1-2-aminoethyl]]-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
1,1-Bis(methylthio)-2-nitroethylen
(5,3 g, 32,2 mmol) und 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on, das nach Zubereitung
4 oben hergestellt wurde, (1,4 g, 3,22 mmol) in Toluol (20 ml) wurden
gerührt
und 2 Stunden lang unter Stickstoff unter Rückfluss erhitzt. Nach dem Abkühlen auf
Raumtemperatur wurde das Lösungsmittel
im Vakuum verdampft, und der Rückstand
wurden durch Säulenchromatographie
auf Silicagel (CH2Cl2 /
McOH, 99:1) gereinigt. Dies ergab eine intermediäre Verbindung (unten als Verbindung
A gezeigt) als Öl,
die beim Zerreiben mit Ether zu einem hellbeigen Feststoff wurde.
Ausbeute 0,95 g, 53 %.
-
Isopropylamin (5 ml) wurde einer
gerührten
Lösung
von (A) (0,7 g, 1,27 mmol) in Dichlormethan (10 ml) hinzugefügt und unter
Rückfluss
20 Stunden lang unter Stickstoff erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde
die Lösung
im Vakuum verdampft, und der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel (CH2Cl2 /
McOH, 98:2) gereinigt. Die Verbindung aus der Überschrift (unten als Verbindung
B gezeigt) wurde als Schaum mit einer Ausbeute von 0,64 g, 89 %,
gewonnen. Beim Zerreiben mit Ether wurde daraus ein blassgelber
Feststoff (0,38 g).
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- 1H NMR (300 MHz, CDCl3): δ 0,87 (6H,
d, CH(CH3)2), 2,05
(6H, s, 2×CH3), 2,29 (3H, s, CH3),
2,93 (2H, m, CH2), 3,48 (1H, m, CH(CH3)2), 3,68 (2H, m,
CH2), 3,78 (3H, s, OCH3),
3,91 (3H, s, OCH3), 4,09 (2H, t, CH2), 4,34 (2H, m, CH2),
5,48 (1H, s, C=CH), 6,68 (1H, s, CHNO2),
6,69 (2H, s, 2×ArH),
6,90 (2H, s, 2×ArH),
7,04 (1H, d, NH), 10,75 (1H, m, NH).
-
Beispiel 5
-
9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-[1-(N', N'-dimethyl-2-nitroethenamin)1-2-aminoethyll-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-alisochinolin-4-on
-
Eine Lösung von Verbindung A, die
in Beispiel 4 oben gezeigt ist (1,0 g, 1,81 mmol), und Dimethylamin (33
% in EtOH, 5,0 ml, 28 mmol) in Dichlormethan (10 ml) wurde 18 Stunden
lang bei 35 °C
unter Stickstoff gerührt.
Die Lösung
wurde dann unter Vakuum verdampft, und der Rückstand wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel (CH2Cl2/-McOH, 97:3) gereinigt,
wobei die Verbindung aus der Überschrift
als gelber Schaum mit einer Ausbeute von 0,73 g, 73 %, erhalten
wurde. Dieser wurde beim Zerreiben mit Ether zu einem blassgelben
Feststoff (0,60 g).
-
-
- 1H NMR (300 MHz, CDCl3): δ 2,02 (6H,
s, 2×CH3), 2,28 (3H, s, CH3),
2,95 (2H, m, CH2), 2,95 (6H, s, N(CH3)2), 3,78 (3H, s,
OCH3), 3,81 (2H, t, CH2),
3,90 (3H, s, OCH3), 4,05 (2H, t, CH2), 4,55 (2H, t, CH2),
5,43 (1 H, s, C=CH), 6,47 (1 H, s, ArH), 6,67 (1H, s, CHNO2), 6,70 (1H, s, ArH), 6,89 (2H, s, 2×ArH), 9,35
(1H, m, NH).
-
Beispiel 6
-
9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-[N-[N'-phenylcarbamoyl)-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
Phenylisocyanat (0,16 g, 1,38 mmol)
wurde einer gerührten
Lösung
von 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
das nach Zubereitung 4 oben hergestellt wurde (0,6 g, 1,38 mmol),
in Toluol (5 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff tropfenweise
zugesetzt. Nach 1 Stunde wurde das Lösungsmittel unter Vakuum verdampft,
und der Rückstand wurde
durch Säulenchromatographie
auf Silicagel (CH2Cl2 /
McOH, 95:5) gereinigt. Nach Zerreiben mit Ether wurde die Verbindung
aus der Überschrift
als blassgelber Feststoff gewonnen, 0,61 g, 80 %.
-
-
-
- 1H NMR (300 MHz, CDCl3): δ 2,05 (6H,
s, 2×CH3), 2,30 (3H, s, CH3),
2,92 (2H, t, CH2), 3,67 (2H, m, CH2), 3,78 (3H, s, OCH3),
3,91 (3H, s, OCH3), 4,06 (2H, t, CH2), 4,47 (2H, t, CH2),
5,51 (1H, s, C=CH), 5,60 (1H, s br, NH), 6,69 (1H, s, ArH), 6,72
(1H, s, ArH), 6,89 (2H, s, 2×ArH),
6,90-7,23 (5H, m, 5×ArH),
7,62 (1H, br s, NH).
-
Beispiel 7
-
9,10-Dimethoxy-3-[2-guanidinethyl]-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
1,3-Di-tert-butoxycarbonxl)thioharnstoff
(I)
-
Natriumhydrid (60 % in Öl, 4,7 g,
0,117 mmol) wurde mit Petrolether gewaschen, um das Öl zu entfernen,
dann portionsweise einer gerührten
Lösung
von Thioharnstoff (2,0 g, 0,026 mol) in Tetrahydrofuran (400 ml)
bei 0 °C
unter Stickstoff hinzugefügt.
Die Mischung wurde 5 Minuten lang bei 0 °C gerührt, dann 10 Minuten lang auf
Raumtemperatur erwärmt.
Nach der erneuten Abkühlung
auf 0 °C
wurde Di-tert-butyldicarbonat (16,1 g, 0,0585 mol) in Tetrahydrofuran
(100 ml) tropfenweise hinzugefügt,
und die Mischung wurde 30 Minuten lang bei 0 °C gerührt. Nach weiteren 2 Stunden
beim Raumtemperatur wurde die Reaktion durch tropfenweises Hinzufügen von
gesättigtem
Natriumhydrogencarbonat (40 ml) abgebrochen und in Wasser (1 l)
gegossen. Die Lösung
wurde mit Ethylacetat (3 × 200
ml) extrahiert, und der gesamte Extrakt wurde mit Salzwasser gewaschen,
getrocknet (MgSO4) und im Vakuum verdampft.
Der rückständige Feststoff
wurde mit Petrolether zerrieben, durch Filtration entfernt und im
Vakuum getrocknet. Die Verbindung in der Überschrift (4,3 g, 60 %) wurde
als gebrochen-weißer
Feststoff gewonnen. Schmelzpunkt 124-127 °C.
-
3-[N-(N',N''-Di-(tert-butoxycarbonxl)-2-guanidinethyl]-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(3)
-
1-Methyl-2-chlorpyridiniodid (0,77
g, 3,03 mmol) in N,N-Dimethylformamid (4 ml) wurde einer gerührten Mischung
von N,N'-Di-(tert-butoxycarbonyl)thioharnstoff
(0,84 g, 3,03 mmol), 3-(2-amonoethyl)-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(2) (1,1 g, 2,53 mmol) und Triethylamin (0,56 g, 5,57 mmol) in N,N-Dimethylformamid
(8 ml) tropfenweise zugesetzt. Nach 18 Stunden wurde die Reaktion
durch Hinzufügen
von Wasser (40 ml) abgebrochen und mit Ethylacetat (3 × 25 ml)
extrahiert. Der gesamte Extrakt wurde mit Salzwasser gewaschen,
getrocknet (MgSO4) und im Vakuum verdampft.
Das verbleibende Öl
wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel (Petrolether / Ethylacetat, 2:1) gereinigt, um die
Verbindung der Überschrift
als gelben Schaum zu gewinnen.
-
-
9,10-Dimethoxy-3-[2-guanidinethyl]-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
Trifluoressigsäure (0,35 g, 3,1 mmol) wurde
einer gerührten
Lösung
von 3 (0,95 g, 1,4 mmol) in Dichlormethan (5 ml) bei Raumtemperatur
tropfenweise zugesetzt. Nach 3 Stunden wurde weitere Trifluoressigsäure (0,35
g) hinzugefügt,
und die Mischung wurde dann weitere 16 Stunden lang gerührt. Das
Lösungsmittel wurde
dann im Vakuum verdampft, und der Rückstand wurde mit Dichlormethan
(20 ml) behandelt und mit gesättigtem
Natriumhydrogencarbonat auf pH 10 alkalisch gemacht. Die organische
Phase wurde abgetrennt, getrocknet (MgSO4)
und im Vakuum verdampft. Das verbleibende Öl wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel (CH2Cl2/McOH,
98:2 → 90:10)
gereinigt, um die Verbindung der Überschrift nach Zerreiben mit
Diethylether als gebrochen-weißen
Feststoff zu gewinnen, 0,27 g, 40 %.
-
-
-
- 1H NMR (300 MHz, CDCl3,
70 °C): δ 2,03 (6H,
s, 2×CH3), 2,26 (3H, s, CH3),
2,95 (2H, t, CH3), 3,57 (2H, m, CH2), 3,67 (3H, s, OCH3),
3,85 (3H, s, OCH3), 3,98 (2H, t, CH2), 4,33 (2H, t, CH2),
5,40 (1H, s, C=CH), 6,73 (1H, s, ArH), 6,91 (2H, s, 2×ArH), 6,98
(1H, s, ArH), 7,25 (2H, br s, NH2), 7,73
(1H, m, NH).
-
Die 1H-NMR-Untersuchungen
wurden bei 70 °C
durchgeführt,
um eine bessere Auflösung
zu erhalten, weil einige Signale bei Raumtemperatur schlecht aufgelöst wurden.
-
-
Beispiel 8
-
9,10-Dimethoxy-3-[N-(N'-nitro)-2-guanidinethyll-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-alisochinolin-4-on
-
2-Methyl-1-nitro-2-isothioharnstoff
(1)
-
S-Methylisothiouroniumsulfat (3,0
g, 10,8 mmol) wurde portionsweise einer gerührten Lösung von rauchender Salpetersäure (3 ml)
und konzentrierter Schwefelsäure
(9 ml) bei -10 °C
bis +5 °C
zugesetzt. Nach Rühren
für weitere
30 min bei 5 °C
wurde die Lösung
unter Rühren
auf Eis (120 g) gegossen. Der weiße Feststoff wurde durch Filtration
entfernt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet, wobei 2-Methyl-1-nitro-2-isothioharnstoff
(2,0 g, 69 %) gewonnen wurde.
-
9,10-Dimethoxy-3-[N-(N'-nitro)-2-guanidinethyl]-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
2-Methyl-1-nitro-2-isothioharnstoff
(0,405 g, 3,0 mmol) wurde einer gerührten Lösung von 3-(2-aminoethyl)-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on (1,29
g, 3,0 mmol) in Ethanol (12 ml) zugesetzt und 30 min lang auf 70 °C erhitzt.
Das Lösungsmittel
wurde dann im Vakuum verdampft, und der Rückstand wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel (CH2Cl2 / McOH, 97:3) gereinigt,
was die Verbindung in der Überschrift
als blassgelben Feststoff ergab (0,76 g, 49 %).
-
-
- 1H NMR (250 MHz, d6-DMSO,
70 °C): δ 2,02 (6H,
s, 2×CH3), 2,25 (3H, s, CH3),
2,94 (2H, t, CH2), 3,63 (2H, m, CH2), 3,66 (3H, s, OCH3),
3,84 (3H, s, OCH3), 3,96 (2H, t, CH2), 4,37 (2H, t, CH2),
5,38 (1H, s, C=CH), 6,72 (1H, s, ArH), 6,88 (2H, s, 2×ArH), 6,96
(1H, s, ArH), 7,89 (1H, br s, NH).
-
Die 1H-NMR-Untersuchungen
wurden bei 70 °C
durchgeführt,
um eine bessere Auflösung
zu erhalten, weil einige Signale bei Raumtemperatur schlecht aufgelöst wurden.
-
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Beispiel 9
-
3-[N-(N'-Cyclohexylcarbamoyl)-2-aminoethyll-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
Cyclohexylisocyanat (0,38 g, 3,04
mmol) in Toluol (2 ml) wurde einer gerührten Lösung von 3-(2-Aminoethyl)-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(1,2 g, 2,76 mmol) in Toluol (8 ml) bei Raumtemperatur unter Stickstoff
tropfenweise zugesetzt. Nach Rühren über 16 Stunden
wurde die Lösung
im Vakuum verdampft, und der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel [Dichlormethan / Methanol(97:3)] gereinigt. Das Produkt
wurde mit Ether zerrieben, was die Verbindung der Überschrift
(0,61 g, 40 %) als blassgelben Feststoff ergab.
-
-
- 1H NMR (300 MHz, CDCl3): δ 0,7-1,8
(11H, m, Cyclohexyl), 2,05 (6H, s, 2×CH3),
2,27 (3H, s, CH3), 2,93 (2H, t, CH2), 3,49 (2H, m, CH2),
3,78 (3H, s, OCH3), 3,91 (3H, s, OCH3), 4,05 (2H, t, CH2),
4,37 (2H, t, CH2), 5,49 (1H, s, C=CH), 5,80
(1H, br s, NH), 6,69 (1H, s, ArH), 6,70 (1H, s, ArH), 6,90 (2H,
s, 2×ArH).
-
Beispiel 10
-
3-(N-(Carbamoyl-2-aminoethyl)-9,10-dimethoxy-2-(2-methylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimidof[6,1-a]isochinolin-4-on
-
9,10-dimethoxy-2-(2-methylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(1)
-
2-Methylanilin (5,44 ml, 51 mmol)
und 2-Chlor-9,10-dimethoxy-6,7-dihydro-4H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on (5 g,
17 mmol) wurden in Propan-2-ol (400 ml) suspendiert und unter Rückfluss
24 Stunden lang unter Stickstoff erhitzt. Nach dem Abkühlen auf
Raumtemperatur wurde die Lösung
im Vakuum konzentriert, und der Rückstand wurde durch Flash-Säulenchromatographie
[Dichlormethan/Methanol (98:2 – 96:4)]
gereinigt, was die Verbindung in der Überschrift (6,2 g, quantitative
Ausbeute) als gelb/orangefarbenen Feststoff ergab.
-
9,10-Dimethoxy-2-(2-methylphenylimino)-3-(N-phthalimidoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(2)
-
Eine Mischung aus Isochinolin 1 (6,2
g, 17 mmol), Kaliumcarbonat (21,1 g, 153 mmol), Natriumiodid (15,3
g, 102 mmol) und N-(2-Bromethyl)phthalimid (25,9 g, 102 mmol) in
2-Butanon (170 ml) wurde unter Stickstoff 7 Tage lang unter Rückfluss
gerührt.
Nach dem Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde die Mischung gefiltert, und der Rückstand
wurde mit Methanol (150 ml) gewaschen. Das Filtrat wurde im Vakuum
konzentriert, der sich bildende Rückstand wurde mit Methanol
(100 ml) behandelt und der Feststoff abgefiltert und mit Methanol
gewaschen. Dieser Feststoff wurde mit Ether gewaschen und ergab
die blassgelbe Verbindung der Überschrift
(2,67 g, 30 %).
-
3-(2-Aminoethyl)-9,10-dimethoxy-2-(2-methylphenylimido)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-alisochinolin-4-on
(3)
-
Eine Mischung aus Phthalimid 2 (2,66
g, 4,96 mmol) und Hydrazinmonohydrat (1,24 g, 24,8 mmol) in Chloroform
(35 ml) und Ethanol (60 ml) wurde bei Raumtemperatur unter Stickstoff
18 Stunden lang gerührt. Zusätzliches
Hydrazinhydrat (0,25 g, 5 mmol) wurde zugesetzt, und die Mischung
wurde weitere 5 Stunden lang gerührt.
Nach dem Abkühlen
auf 0 °C
in einem Eis/Wasserbad wurde der Feststoff durch Filtrieren entfernt,
der Rückstand
wurde mit etwas kaltem Chloroform gewaschen und das Filtrat im Vakuum
konzentriert. Dieser Rückstand
wurde in Dichlormethan aufgenommen und das unlösliche Material durch Filtrieren
entfernt. Das Filtrat wurde getrocknet (MgSO4),
gefiltert und im Vakuum konzentriert und ergab die Verbindung der Überschrift
(2,05 g, quantitative Ausbeute) als gelben Schaum.
-
3-(N-Carbamoyl-2-aminoethyl)-9,10-dimethoxy-2-(2-methylphenylimido)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-imido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
Natriumcyanat (0,64 g, 9,8 mmol)
in Wasser (13 ml) wurde einer gerührten Lösung von Amin 3 (2 g, 4,9 mmol)
in Wasser (63 ml) und 1 M HCl (9,8 ml) bei 80 °C tropfenweise zugesetzt. Nach
Rühren über 3 Stunden
bei 80 °C
wurde die Mischung gekühlt
und mit 2 M NaOH alkalisch gemacht. Aus der Mischung wurde mit CH2Cl2 ein Extrakt
gewonnen, bis kein Produkt mehr in der organischen Phase blieb.
Die organischen Phasen wurden zusammengeführt, getrocknet (MgSO4), gefiltert und im Vakuum konzentriert.
Der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
[Dichlormethan / Methanol (97:3)] gereinigt und das Produkt mit
Ether zerrieben, was die Verbindung der Überschrift (1,0 g, 45 %) als
blassgelben Feststoff ergab.
-
-
- 1H NMR (300 MHz, d6-DMSO): δ 2,08 (3H,
s, CH3), 2,89 (2H, t, CH2),
3,60 (3H, s, OMe), 3,79 (3H, s, OMe), 3,91 (2H, t, CH2),
4,14 (2H, t, CH2), 5,44 (2H, br s, NH2), 5,64 (1H, s, Vinyl-H), 6,07 (1 H, t,
NH), 6,71 (1 H, s, ArH), 6,73 (1H, d, ArH), 6,92 (1H, t, ArH), 6,95
(1H, s, ArH), 7,13 (1H, t, ArH), 7,19 (1H, d, ArH).
-
Bitte beachten: Das Protonen-NMR-Spektrum
oben zeigt für
eine CH2-Gruppe keine chemische Verschiebung,
man nimmt an, dass dieses Signal durch das in db-DMSO bei 3,31-3,35 vorhandene Wassersignal verdeckt
wird.
-
-
Beispiel 11
-
3-(N-Carbamoyl-2-aminoethyl)-2-(2,6-diisopropylphenylimino)-9,10-dimethoxy-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
2-(2,6-Diisopropylphenylimino)-9,10-dimethoxy-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(1)
-
2,6-Diisopropylanilin (9,62 ml, 51
mmol) und 2-Chlor-9,10-dimethoxy-6,7-dihydro-4H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on (5
g, 17 mmol) wurden in Propan-2-ol (400 ml) suspendiert und unter
Rückfluss
unter Stickstoff 4 Tage lang gerührt.
Nach dem Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde die Lösung
im Vakuum konzentriert und der Rückstand
durch Flash-Säulenchromatographie
[Dichlormethan / Methanol (98:2 – 96:4)] gereinigt, was die
Verbindung der Überschrift
(5,8 g, 79 %) als gelb-orangefarbenen Feststoff ergab.
-
2-(2,6-Diisopropylphenylimino)-9,10-dimethoxy-3-(N-phthalimidoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-Qyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(2)
-
Eine Mischung aus Isochinolin 1 (5,8
g, 13,4 mmol), Kaliumcarbonat (16,7 g, 121 mmol), Natriumiodid (12,1
g, 80 mmol) und N-(2-Bromethyl)phthalimid (25,9 g, 80 mmol) in 2-Butanon
(150 ml) wurde unter Rückfluss
unter Stickstoff 5 ½ Tage
lang gerührt.
Nach dem Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde die Mischung gefiltert und der Rückstand
mit Methanol (150 ml) gewaschen. Das Filtrat wurde im Vakuum konzentriert
und der sich ergebende Rückstand
mit Methanol (100 ml) behandelt und der Feststoff abfiltriert und
sorgfältig
mit Methanol gewaschen. Der resultierende Feststoff wurde getrocknet,
was die Verbindung der Überschrift
(4,9 g, 60 %) als blassgelbes Material ergab.
-
3-(2-Aminoethyl)-2-(2,6-diisopropylphenylimino)-9,10-dimethoxy-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(3)
-
Eine Mischung aus Phthalimid 2 (4,9
g, 8,08 mmol) und Hydrazinmonohydrat (2,01 g, 40,4 mmol) in Chloroform
(70 ml) und Ethanol (105 ml) wurde bei Raumtemperatur unter Stickstoff
18 Stunden lang gerührt. Zusätzliches
Hydrazinhydrat (0,5 g, 10 mmol) wurde zugesetzt und die Mischung
weitere 3 Stunden lang gerührt.
Nach dem Abkühlen
auf 0 °C
in einem Eis/Wasserbad wurde der Feststoff durch Filtrieren entfernt,
der Rückstand
wurde mit etwas kaltem Chloroform gewaschen und das Filtrat im Vakuum
konzentriert. Dieser Rückstand
wurde in Dichlormethan aufgenommen und das unlösliche Material durch Filtrieren
entfernt. Das Filtrat wurde getrocknet (MgSO4),
gefiltert und im Vakuum konzentriert, was die Verbindung in der Überschrift (3,24
g, 84 %) als gelben Schaum ergab.
-
3-(N-Carbamoyl-2-aminoethyl)-2-(2
6-düsopropylphenylimino)-9,10-dimethoxy-3,4,6,7-tetrahydro-2H-imido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
Natriumcyanat (0,87 g, 13,4 mmol)
in Wasser (20 ml) wurde einer gerührten Lösung von Amin 3 (3,2 g, 6,7
mmol) in Wasser (100 ml) und 1 M HCl (13,4 ml) bei 80 °C tropfenweise
zugesetzt. Nach 4 Stunden langem Rühren bei 80 °C wurde die
Mischung gekühlt
und mit 2 M NaOH alkalisch gemacht. Aus der Mischung wurde mit CH2Cl2 ein Extrakt
gewonnen, bis kein Produkt mehr in der organischen Phase blieb.
Die organischen Phasen wurden zusammengeführt, getrocknet (MgSO4), gefiltert und im Vakuum konzentriert.
Der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
[Dichlormethan/Methanol (97:3)] gereinigt und das isolierte Produkt
in einer Mischung von Dichlormethan und Ether aufgenommen, was nach
Konzentrieren die Verbindung der Überschrift (0,6 g, 17 %) als
blassgelben Schaum ergab.
-
-
- 1H NMR (300 MHz, DMSO): δ1,07 (12H,
dd, 4 CH3), 2,82 – 2,94 (4H, m, CH2 und
2 CH(CH3)2), 3,55
(3H, s, OMe), 3,78 (3H, s, OMe), 3,91 (2H, t, CH2),
4,17 (2H, t, CH2), 5,32 (1H, s, Vinyl-H),
5,45 (2H, br s, NH2), 6,13 (1H, t, NH),
6,56 (1H, s, ArH), 6,95 (1H, s, ArH), 7,00 (1H, m, ArH), 7,10 (1H,
s, ArH), 7,12 (1H, br s, ArH).
-
Bitte beachten: Das Protonen-NMR-Spektrum
oben zeigt für
eine CH2-Gruppe keine chemische Verschiebung,
man nimmt an, dass dieses Signal durch das in d6-DMSO
bei 3,30-3,33 vorhandene
Wassersignal verdeckt wird.
-
-
Beispiel 12
-
3-(N-Carbamoyl-4-aminobutyl)-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
9,10-Dimethoxy-3-(4-N-phthalimidobutyl)-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(1)
-
Eine Mischung aus 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(4,0 g, 10,2 mmol), N-(4-Brombutyl)phthalimid
(8,6 g, 30,6 mmol), Kaliumcarbonat (12,7 g, 91,8 mmol) und Natriumiodid
(4,6 g, 30,6 mmol) in 2-Butanon (100 ml) wurde unter Rückfluss
unter Stickstoff 4 Tage lang gerührt.
Nach Abkühlen
auf Raumtemperatur wurde der Feststoff durch Filtrieren entfernt und
das Filtrat im Vakuum verdampft. Der Rückstandsfeststoff wurde durch
Säulenchromatographie
auf Silicagel [Petrolether / Ethylacetat (2:1) – (1:1)] gereinigt. Die Verbindung
der Überschrift
(1,45 g, 24 %) wurde als gelber Feststoff gewonnen.
-
3-(4-Aminobutyl)-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(2)
-
Eine Lösung von 1 (1,4 g, 2,36 mmol)
in Ethanol (30 ml) und Chloroform (20 ml) wurde mit Hydrazinhydrat
(0,42 g, 7,09 mmol) behandelt und bei Raumtemperatur unter Stickstoff
gerührt.
Nach 18 Stunden wurde weiteres Hydrazinhydrat (0,42 g) zugesetzt
und die Mischung weitere 5 Stunden lang gerührt. Die Reaktionsmischung
wurde dann auf 0 °C
abgekühlt
und der Feststoff durch Filtrieren entfernt. Das Filtrat wurde getrocknet
(MgSO4) und im Vakuum getrocknet, was die
Verbindung der Überschrift
(1,0 g, 92 %) als gelben Feststoff ergab.
-
3-(N-Carbamoyl-2-aminobutyl)-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
Natriumcyanat (0,28 g, 4,32 mmol)
in Wasser (6 ml) wurde einer gerührten
Lösung
von 2 (1,0 g, 2,16 mmol) in Wasser (30 ml) und 1 N HCl (4,3 ml)
bei 80 °C
tropfenweise zugesetzt. Nach 2 Stunden bei 80 °C wurde die Mischung gekühlt und
ein Extrakt mit Dichlormethan (3×20 ml) gewonnen und der Extrakt
getrocknet (MgSO4) und im Vakuum verdampft.
Der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel [Dichlormethan-/Methanol
(97:3)] gereinigt, was die Verbindung der Überschrift (0,70 g, 64 %) als
gelben Feststoff ergab.
-
-
- 1H NMR (300 MHz, CDCl3): δ 1,64 (2H,
m, CH2), 1,90 (2H, m, CH2),
2,07 (6H, s, 2×CH3), 2,26 (3H, s, CH3), 2,92
(2H, t, CH2), 3,30 (2H, m, CH3),
3,73 (3H, s, OCH3), 3,88 (3H, s, OCH3), 4,06 (2H, t, CH2),
4,27 (4H, m, CH2+NH2),
5,44 (1H, s, C=CH), 6,65 (1H, s, ArH), 6,67 (1H, s, ArH), 6,89 (2H,
s, 2×ArH).
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Beispiel 13
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3-[N-(N'-Cyano-N''-methyl)-2-guanidinethyl]-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethyl-phenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
-
3-[N-(N'-Cyano-S-methyl)-2-isothioureidoethyl]-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenyimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
(1)
-
Dimethyl-N-cyanodithioiminocarbonat
(7,45 g, 46,1 mmol) wurde einer Lösung von 3-(2-Aminoethyl)-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethyl-phenylimino)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on (2,0
g, 4,61 mmol) in Toluol (50 ml) zugesetzt und bei 90 °C unter Stickstoff
gerührt.
Nach 2 Stunden wurde das Lösungsmittel
im Vakuum verdampft und der Rückstand
durch Säulenchromatographie
auf Silicagel [Dichlormethan / Methanol (100:0)- (95:5)] gereinigt. Die Verbindung der Überschrift
(2,30 g, 94 %) wurde als gelber Feststoff erhalten.
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3-[N-(N'-Cyano-N''-methyl)-2-guanidinethyl]-9,10-dimethoxy-2-(2,4,6-trimethyl-phenyliminol-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on
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Eine Lösung von 1 (2,0 g, 3,76 mmol)
in Dichlormethan (30 ml) wurde mit 2 M Methylamin/THF (9,4 ml, 18,8
mmol) behandelt und unter Rückfluss
unter Stickstoff gerührt.
Nach 16 Stunden wurde weiteres 2 M Methylamin/THF (9,4 ml) zugesetzt,
gefolgt von weiteren zwei Portionen 2 M Methylamin/THF (9,4 ml)
im Abstand von 2 Stunden. Nach 24 Stunden unter Rückfluss
wurde die Reaktionsmischung gekühlt
und im Vakuum verdampft. Der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
auf Silicagel [Dichlormethan / Methanol (98:2)] gereinigt, um nach
Zerreiben mit Ether die Verbindung der Überschrift (1,20 g, 62 %) als
blassgelben Feststoff zu erhalten.
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- 1H NMR (300 MHz, CDCl3): δ 1,99 (6H,
s, 2×CH3), 2,22 (3H, s, CH3),
2,43 (3H, d, NHCH3), 2,86 (2H, t, CH2), 3,52 (2H, m, CH2),
3,69 (3H, s, OCH3), 3,83 (3H, s, OCH3), 4,02 (2H, t, CH2),
4,28 (2H, m, CH2), 5,39 (1H, s, C=CH), 6,61
(1H, s, ArH), 6,63 (1H, s, ArH), 6,82 (2H, s, 2×ArH).
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Der pharmakologische Nutzen der Verbindungen
der vorliegenden Erfindung wurde in Untersuchungen demonstriert,
wobei vorher synthetisierte Verbindungen aus den obigen Beispielen
verwendet wurden. Die Ergebnisse unten dienen dazu, die allgemeine
Anwendung der Verbindungen der vorliegenden Erfindung zu erläutern.
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Beispiel A
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Wirksamkeit einer erfindungsgemäßen Verbindungen
gegen die elektrisch induzierte Kontraktion von isolierter Meerschweinchentrachea
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Die Wirksamkeit der Verbindungen
von Beispiel 1, 8, 9, 10, 11 und 13 wurden gegen die elektrisch
induzierte Kontraktion von isolierter Meerschweinchentrachea geprüft. Die
Ergebnisse demonstrieren, dass die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung die kontraktile Reaktion bei lang anhaltender Wirkungsdauer
hemmen.
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Methode
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Die Durchströmung von Meerschweinchen-Trachearingen
wurde nach einer vorher beschriebenen Methode (Coleman et al. 1996;
Pulmonary Pharmacology, 9, 107-117) durchgeführt. Kurz gesagt, wurden die Tracheapräparate vom
Meerschweinchen in Ringe geschnitten, dann durch Aufschneiden des
Rings gegenüber
dem glatten Muskel geöffnet
und zwischen zwei Platinelektroden unter 1 g Spannung aufgehängt. Die
Gewebe wurden mit einer Rate von 3,25 ml/min mit Krebs-Henseleit-Lösung bei
37 °C durchströmt, die
den Cyclooxygenase-Inhibitor, Indomethacin (5 μM) enthielt und von Blasen aus
95 % O2 und 5 % CO2 durchströmt wurden.
Die Tracheapräparate
hatten 40 min äquilibrieren
gelassen, bevor die elektrische Stimulation begann, welche in Form
einer 10 s-Folge von Rechteckimpulsen von 3 Hz, 0,1 ms Dauer und
20 V (ca. 400 mA) bestand, die alle 100 s mittels eines physiologischen
Rechteckimpulsstimulators erzeugt wurden.
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Die Verbindung von Beispiel 1 wurde
in DMSO aufgelöst,
das Tween 80 (10 %) und destilliertes Wasser (0,01 M) enthielt,
und wurde dann dem Organbad zugesetzt, was eine Endkonzentration
von 10 μM
ergab. Die anderen Verbindungen wurden in DMSO hergestellt und in
Krebs-Henseleit-Lösung
verdünnt,
was eine Enddurchströmungskonzentration
von 0,05 % DMSO ergab, und wurden mit einer Rate von 0,3 ml/min
perfundiert; die kontraktilen Reaktionen auf die elektrische Feldstimulation
wurden auf einem Macintosh-Computer mittels MacLab-Software aufgezeichnet.
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Ergebnisse
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Die Trägersubstanz, DMSO, hemmte die
kontraktile Reaktion auf elektrische Feldstimulation nicht signifikant
(2). Die Ergebnisse
für die
Verbindungen werden in den Figuren gezeigt: 3 für die Verbindung von Beispiel
1; 4 für
die Verbindung von Beispiel 9; 5 für die Verbindung von Beispiel
10; 6 für
die Verbindung von Beispiel 11; 7 für die Verbindung von Beispiel
13 und 8 für
die Verbindung von Beispiel B.
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Die Verbindungen verursachten die
vollständige
Hemmung der kontraktilen Reaktion auf elektrische Feldstimulation,
und der Effekt hielt für
mehr als 2-4 Stunden an.
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Beispiel B
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Wirksamkeit einer erfindungsgemäßen Verbindung
gegen die Proliferation von menschlichen einkernigen Zellen, die
durch PHA stimuliert wurden
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Die hemmende Wirkung der Verbindung
von Beispiel 1, 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(N-carbamoyl-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
auf die Proliferation von menschlichen einkernigen durch PHA stimulierten
Zellen wurde untersucht. Die Proliferation wurde durch die Verbindung
signifikant gehemmt, was anzeigt, dass sie entzündungshemmende Aktivität besitzt.
Das Ergebnis unten illustriert die allgemeine Anwendung der neuartigen Verbindungen
der vorliegenden Erfindung.
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Methode
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Normale gesunde Freiwillige unterzogen
sich der Phlebotomie, und 25 ml Blut wurden gesammelt. Einkernige
Zellen wurden abgetrennt und nach der Methode von Banner et al.
(Banner et al. Br. J. Pharmacol. 116 3169-3174 (1995)) gereinigt.
Menschliche periphere einkernige Zellen (100.000 pro Vertiefung)
wurden 24 Stunden lang mit Phythaemagglutinin (PHA, 2μg/ml) in
Abwesenheit oder Gegenwart der Verbindung von Beispiel 1 (0,001-100 μM) bei 37 °C in einer
Atmosphäre
aus 95 % Luft, 5 % CO2 stimuliert. Vierundzwanzig
Stunden später
wurde jeder Vertiefung [3H]-Thymidin (0,1 μCi) zugesetzt,
und die Zellen wurden für
eine weitere 24-Stunden-Periode inkubiert. Die Zellen wurden dann
mit Hilfe eines Zellsammlers (ICN Flow, Buckinghamshire) auf Glasfaserfilter
gebracht und in einem Szintillationszähler gezählt.
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Ergebnisse
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Die getestete Verbindung verursachte
eine konzentrationsabhängige
Hemmung oder Proliferation von menschlichen einkernigen Zellen,
die mit PHA stimuliert wurden (die Zahl der Experimente beträgt 6; Tabelle 1).
Die IC50-Werte und 95 %-Vertrauensgrenzen
für diese
Verbindungen sind in Tabelle 1 angegeben. Das Ergebnis wird auch
in der graphischen Darstellung von 8 angeführt.
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Tabelle
1
IC
50-Wert für die Verbindung von Beispiel
1 gegen die Proliferation von menschlichen einkernigen Zellen, die mit
PHA stimuliert wurden
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Beispiel C
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Hemmung der Phosphodiesterase
(PDE) Typ3 und 4 Isoenzyme
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Es wurde gezeigt, dass die Verbindung
von Beispiel 1, 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(N-carbamoyl-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
ein leistungsfähiger
Inhibitor der Phosphodiesterase (PDE) Typ3 und 4 Isoenzyme ist. Die
IC50-Werte werden unten angegeben.
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Rolipram ist als PDE 4-Inhibitor
bekannt, und Cilostamide ist als PDE 3-Inhibitor bekannt.
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Beispiel D
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Wirkung
der Verbindung von Beispiel 1, 9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(N-carbamoyl-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on,
auf die LPS-induzierte TNF-α-Freisetzung
aus menschlichen Monozyten
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Beispiel E
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in vitro-Tests
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1. Die Verbindung von Beispiel 1,
9,10-Dimethoxy-2-(2,4,6-trimethylphenylimino)-3-(N-carbamoyl-2-aminoethyl)-3,4,6,7-tetrahydro-2H-pyrimido
[6,1-a]isochinolin-4-on,
wurde in einem Modell für
histamin-induzierten Bronchospasmus getestet. Meerschweinchen, die
bei Bewusstsein waren, wurden einer (feinst zerkleinerten) Trockenpulververbindung
ausgesetzt. Das Medikament wurde mit Lactose gemischt, so dass die Endkonzentration
0,25, 2,5 und 25 % betrug. Zu verschiedenen Zeiten nach der Medikamenteneinwirkung wurden
die Tiere narkotisiert und mit verschiedenen Histamindosen gereizt.
Der Gesamtatemwegswiderstand und der mittlere arterielle Blutdruck
wurden aufgezeichnet.
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Die Einwirkung von Trockenpulver
(2,5 und 25 %) bot signifikanten Schutz vor dem histamin-induzierten
Bronchospasmus über
eine Dauer von 5,5 Stunden und verringerte den mittleren Blutdruck
für diese
Dauer.
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2. Die intravenöse Verabreichung von Verbindung
1 (1 bis 100 μg/kg)
an Meerschweinchen, die mit Urethan narkotisiert wurden, erzeugte
eine dosisabhängige
Verringerung des mittleren arteriellen Blutdrucks. Die Verbindung
wurde in DMSO aufgelöst,
dann mit Salzwasser verdünnt
(es gab Anzeichen dafür,
dass die Verbindung aus der Lösung
ausgeschieden wurde).
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3. In einem Modell für antigeninduzierte
Eosinophilie im Meerschweinchen, das mit Ovalbumin sensibilisiert
wurde, hemmte die Verbindung (10 mg/kg), die oral 1 Stunde vor der
Antigenbelastung verabreicht wurde, signifikant die Anziehung von
Eosinophilen in der Lunge nach Antigenbelastung (Aerosol) in sensibilisierten
Meerschweinchen. Die Einwirkung von Trockenpulver (25 %), 1,5 Stunden
vor der Antigenbelastung, hemmte signifikant das Recruitment von
Eosinophilen in der Lunge (die Messungen wurden 24 Stunden nach der
Belastung durchgeführt).
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Weitere Experimente wurden durchgeführt, um
die Wirkungsdauer in diesem Modell zu bestimmen. Die Verabreichung
der Verbindung (25 %) 5,5 Stunden vor der Antigenbelastung hemmte
die Anziehung von Eosinophilen in der Lunge nicht signifikant.
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Beispiel F
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Geschmack der Verbindungen
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Bei pharmazeutischen Verbindungen,
die oral verabreicht werden, ist es sehr wichtig, die Patientenakzeptanz
zu sichern. Anders als erwartet, sind die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung im wesentlichen geschmacklos. Sie sind daher besonders
für die
orale Verabreichung geeignet, zum Beispiel als zu inhalierendes
Trockenpulver.
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Methode
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Kleinmengen der Verbindung von Beispiel
1, Trequinsin (9,10-Dimethoxy-3-methyl-2-mesitylimino-2,3,6,7-tetrahydro-4H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on)
und Desmethyltrequinsin (9,10-Dimethoxy-2-mesitylimino-2,3,6,7-tetrahydro-4H-pyrimido[6,1-a]isochinolin-4-on)
wurden auf die Zungenspitze eines informierten, gesunden männlichen
Freiwilligen gebracht, und der Geschmack jeder einzelnen Verbindung
wurde bewertet.
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Ergebnisse
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Die in Tabelle 3 unten angeführten Ergebnisse
zeigen, dass die Verbindung von Beispiel 1 den Geschmack im Vergleich
mit Trequinsin und Desmethyltrequinsin signifikant verbessert hat.
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