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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung stellt
ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Imidazolidinon-αvβ3/αvβ5-Integrin-Antagonisten
der allgemeinen Strukturformel (I) zur Verfügung.
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Die vorliegende Erfindung stellt
auch Zwischenprodukte zur Verfügung,
welche bei dem offenbarten Verfahren geeignet sind.
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Die Verbindungen der Strukturformel
(I), zusammen mir ihrer Verwendung als αvβ3/αvβ5-Integrin-Antagonisten zur
Inhibierung von Knochenresorption und zur Behandlung und/oder Prävention
von Osteoporose, wurden in US-Patent Nr. 6 017 926 (25. Jan. 2000),
welches durch Bezugnahme hierin in seiner Gesamtheit aufgenommen
ist, und in der WO 99/31099 (veröffentlicht
am 24. Juni 1999) offenbart. Die darin offenbarten Verbindungen
eignen sich auch zur Inhibierung von vaskulärer Restenose, diabetischer
Retinopathie, Makulardegeneration, Angiogenese, Atherosklerose,
entzündlicher
Arthritis, Krebs und metastatischem Tumorwachstum.
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Das US-Patent Nr. 6 017 926 beschreibt
auch ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der Formel (I).
Es waren jedoch eine große
Anzahl an synthetischen Umwandlungen nötig (die längste lineare Sequenz beinhaltete
etwa 14 Stufen), wobei die Gesamtausbeute weniger als 5% beträgt. Nach
den meisten Schritten war eine Kieselgel-Säulenchromatographie erforderlich,
und die Endprodukte wurden mit einer Enantiomerenreinheit von weniger
als 90% erhalten.
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Bei der vorliegenden Erfindung werden
die Verbindungen der Strukturformel (I) effizienter, mit einer Enantiomerenreinheit
von mehr als 99%, in bedeutend weniger chemischen Schritten (die
längste
lineare Sequenz beinhaltet 10 Stufen) und mit einer Gesamtausbeute
von etwa 30% erzeugt. Darüber
hinaus ist eine geringere Anzahl von chromatographischen Reinigungsschritten
während
der Synthesesequenz nötig.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Diese Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung von Verbindungen der Formel (I) und bestimmte geeignete
Zwischenprodukte, die während
dieses Verfahrens erhalten werden.
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Das neue Verfahren und die neuen
Zwischenprodukte können
in der folgenden Ausführungsform
beispielhaft gezeigt werden, welche die Herstellung von 3-{2-Oxo-3-[3-(5,6,7,8-tetrahydro-[1,8]naphthyridin-2-yl)propyl]imidazolidin-1-yl}-3(S)-(6-methoxypyridin-3-yl)propionsäure (3-4) veranschaulicht. Das
Gesamtverfahren führt
zwei Reaktionsschrittfolgen A und B, welche jeweils ein Schlüssel-Zwischenprodukt
erzeugen, zu einer dritten Schrittfolge C zusammen, bei der die
zwei Zwischenprodukte vereint werden, um letztlich die erwünschten
Produkte der Strukturformel (I) zu erzeugen. Abfolge A ergibt Zwischenprodukte,
die durch 2-6 veranschaulicht
sind, und Abfolge B liefert Zwischenprodukte, die durch 1-8 veranschaulicht sind.
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Ebenfalls zur Verfügung gestellt
werden Zwischenverbindungen, die sich zur Herstellung von Verbindungen
der Strukturformel (I) eignen.
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Ein weiterer Aspekt der vorliegenden
Erfindung stellt Verbindung 3-4 in
Form eines Halbhydrats sowie ein Verfahren zur Herstellung des Halbhydrats
zur Verfügung.
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Die Produkte des vorliegenden Verfahrens
sind Antagonisten von αvβ3/αvβ5-Integrin-Rezeptoren
und eignen sich daher zur Inhibierung von Knochenresorption und
zur Behandlung und/oder Prävention
von Osteoporose. Sie eignen sich auch zur Inhibierung von vaskulärer Restenose,
diabetischer Retinopathie, Makulardegeneration, Angiogenese, Atherosklerose,
entzündlicher
Arthritis, Krebs und metastatischem Tumorwachstum.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung stellt
ein effizientes Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der Strukturformel
(I) zur Verfügung:
wobei
Ar mono- oder
disubstituiertes Phenyl, Naphthyl, Pyridyl, Furyl, Thienyl, Pyrrolyl,
Oxazolyl, Thiazolyl, Isoxazolyl, Isothiazolyl, Imidazolyl, Tetrazolyl,
Pyrazolyl, Pyrimidyl, Pyrazinyl, Chinolyl, Isochinolyl, Benzofuryl,
Benzothienyl, Benzimidazolyl, Benzthiazolyl, Benzoxazolyl, Indolyl,
Isoindolyl, Purinyl oder Carbazolyl ist, wobei der Substituent unabhängig ausgewählt ist
aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, C
1
-6-Alkyl, Halogen, C
3-6-Cycloalkyl,
C
1-3-Acylamino, C
1-4-Alkoxy,
C
1-5-Alkoxycarbonyl, Cyano, Trifluormethyl,
Trifluormethoxy, Hydroxy, Amino, C
1-
4-Alkylamino,
Di-C
1
-4-alkylamino
und C
1
-5-Alkylcarbonyloxy,
und
R
1 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend
aus Wasserstoff, Halogen, C
1-10-Alkyl, C
3-
6-Cycloalkyl und C
1-3-Alkoxy, umfassend die Schritte:
- (a) Herstellung einer Verbindung der Strukturformel
(II):wobei R2 C1-4-Alkyl ist und R3 C1-4-Alkyl, Phenyl-Cl
-3-alkyl, Diphenylmethyl oder Triphenylmethyl
ist, durch Behandlung einer Verbindung der Strukturformel (V):
mit Glyoxal-1,1-di-C1-4-alkylacetal in Gegenwart eines Reduktionsmittels
und Isolierung des resultierenden Produkts,
- (b) Herstellung einer Verbindung der Strukturformel (II):durch Behandlung eines Amins
der Strukturformel (III): wobei R2 Cl-4-Alkyl ist und R3 Cl-4-Alkyl, Phenyl-C1-3-alkyl,
Diphenylmethyl oder Triphenylmethyl ist, mit einem Amin der Strukturformel
(IV)
wobei R1 wie
oben definiert ist, in Gegenwart von Phosgen oder eines Phosgen-Äquivalents
und einer Base, um eine Verbindung der Strukturformel (VI) zu ergeben: gefolgt von der Behandlung
mit wäßriger Säure,
- (c) Abspaltung der R3-Schutzgruppe in
einer Verbindung der Strukturformel (II), um eine Verbindung der Strukturformel
(VII) zu ergeben
- (d) Reduktion der Imidazolin-2-on-Doppelbindung in einer Verbindung
der Strukturformel (VII) und
- (e) Isolierung des resultierenden Produkts.
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Die Reihenfolge, in der die letzten
zwei Schritte des Verfahrens der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden,
kann auch umgekehrt werden, so daß die Imidazolin-2-on-Doppelbindung
in einer Verbindung der Strukturformel (II):
zunächst reduziert wird, um eine
Verbindung der Strukturformel (VIII) zu ergeben:
und die R
3-Schutzgruppe
in einer Verbindung der Strukturformel (VIII) dann abgespalten wird,
um eine Verbindung der Strukturformel (I) zu ergeben.
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Bei einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der
Strukturformel (I) zur Verfügung
gestellt:
wobei
Ar mono- oder
disubstituiertes Phenyl, Naphthyl, Pyridyl, Furyl, Thienyl, Pyrrolyl,
Oxazolyl, Thiazolyl, Isoxazolyl, Isothiazolyl, Imidazolyl, Tetrazolyl,
Pyrazolyl, Pyrimidyl, Pyrazinyl, Chinolyl, Isochinolyl, Benzofuryl,
Benzothienyl, Benzimidazolyl, Benzthiazolyl, Benzoxazolyl, Indolyl,
Isoindolyl, Purinyl oder Carbazolyl ist, wobei der Substituent unabhängig ausgewählt ist
aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, C
1
-6-Alkyl, Halogen, C
3
-6-Cycloalkyl, C
1-3-Acylamino,
C
1-4-Alkoxy, C
1-5-Alkoxycarbonyl,
Cyano, Trifluormethyl, Hydroxy, Trifluormethoxy, Amino, C
1
-4-Alkylamino, Di-C
1-4-alkylamino und C
1-5-Alkylcarbonyloxy,
und
R
1 ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend
aus Wasserstoff, Halogen, C
1-10-Alkyl, C
3-6-Cycloalkyl und C
1-3-Alkoxy,
umfassend die Schritte:
- (a) Abspaltung der
R3-Schutzgruppe in einer Verbindung der
Strukturformel (II): wobei R3 C1-4-Alkyl, Phenyl-Cl
-3-alkyl, Diphenylmethyl oder Triphenylmethyl
ist, um eine Verbindung der Strukturformel (VII) zu ergeben,
- (b) Reduktion der Imidazolin-2-on-Doppelbindung in einer Verbindung
der Strukturformel (VII) und
- (c) Isolierung des resultierenden Produkts.
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Bei einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Imidazolin-2-on-Doppelbindung
in einer Verbindung der Strukturformel (II) zunächst reduziert, um eine Verbindung
der Strukturformel (VIII) zu ergeben, gefolgt von der Abspaltung
der R3-Schutzgruppe, um eine Verbindung
der Strukturformel (I) zu ergeben.
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Bei einer Klasse dieser zwei Ausführungsformen
ist R3 tert.-Butyl.
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Bei einer zweiten Klasse dieser zwei
Ausführungsformen
ist R1 Wasserstoff und Ar ist 6-Methoxypyridin-3-yl.
Bei einer Unterklasse dieser Klasse dieser zwei Ausführungsformen
ist Ar (S)-6-Methoxypyridin-3-yl.
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Bei einer dritten Klasse dieser zwei
Ausführungsformen
wird die Imidazolin-2-on-Doppelbindung durch katalytische Hydrierung
reduziert.
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Bei einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung
der Strukturformel (II) zur Verfügung
gestellt:
wobei
R
2 C
1-4-Alkyl ist
und R
3 C
l
-4-Alkyl, Phenyl-C
1-3-alkyl,
Diphenylmethyl oder Triphenylmethyl ist, mit einem Amin der Strukturformel
(IV):
wobei R
1 wie
oben definiert ist, in Gegenwart von Phosgen oder eines Phosgen-Äquivalents
und einer Base, um eine Verbindung der Strukturformel (VI) zu erzeugen:
gefolgt von der Behandlung
mit wäßriger Säure und
der Isolierung des resultierenden Produkts, umfaßt .
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Bei einer Klasse dieser Ausführungsform
ist das Phosgen-Äquivalent
Chlorcarbonsäuretrichlormethylester
oder Bis(trichlormethyl)carbonat (Triphosgen). Bei einer Unterklasse
dieser Klasse ist das Phosgen-Äquivalent
Bis(trichlormethyl)carbonat (Triphosgen) .
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Bei einer weiteren Klasse dieser
Ausführungsform
ist die Base eine organische Base, wie z. B. Triethylamin, und die
wäßrige Säure ist
wäßrige Schwefelsäure.
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Die Herstellung der Verbindungen
der Strukturformel (IV) ist hierin sowie in den US-Patenten Nr.
5 952 341 und 6 048 861, in der WO 98/18460 und in der WO 99/31061
offenbart.
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Bei einer vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung
der Strukturformel (III) zur Verfügung gestellt:
mit Glyoxal-1,1-di-C
1-4-alkylacetal in Gegenwart eines Reduktionsmittels
und Isolierung des resultierenden Produkts.
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Bei einer Klasse dieser Ausführungsform
ist das Glyoxal-1,1-di-C1-
4-alkylacetal Glyoxal-1,1-dimethylacetal.
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Bei einer zweiten Klasse dieser Ausführungsform
ist das Reduktionsmittel Natriumcyanoborhydrid oder Natriumtriacetoxyborhydrid.
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Weitere Ausführungsformen dieser Erfindung
umfassen die folgenden neuen Verbindungen, welche Zwischenprodukte
bei der Herstellung von 3-4 und
anderer Verbindungen der Strukturformel (I) sind:
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Bei einer Klasse dieser Ausführungsform
ist das p-Toluolsulfonatsalz von 3(S)-(6-Methoxypyridin-3-yl)-β-alanin-tert.-butylester.
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Das neue Verfahren und die neuen
Zwischenprodukte können
durch die Herstellung von 3-{2-Oxo-3-[3-(5,6,7,8-tetrahydro-[1,8]naphthyridin-2-yl)propyl]imidazolidin-1-yl}-3(S)-(6-methoxypyridin-3-yl)propionsäure (3-4) veranschaulicht werden.
Das gesamte Verfahren dieser Erfindung umfaßt drei Teile. Jeder der Teile
1 und 2, die durch die Schemata 1 und 2 veranschaulicht sind, stellt
ein Schlüssel-Zwischenprodukt
zur Verfügung,
und Teil 3, der durch Schema 3 veranschaulicht wird, verbindet diese
zwei Schlüssel-Zwischenprodukte
und führt
letztlich zu den erwünschten
Verbindungen 3-3 und 3-4.
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Das bekannte 2-Amino-3-formylpyridin 1-3 wird wie in dem obigen
Schema 1 gezeigt hergestellt. Verbindung 1-4 wird durch eine Friedländer-Reaktion
hergestellt, welche die Behandlung von 1-3 in
einem Lösungsmittel,
wie z. B. wäßrigem Alkohol,
zum Beispiel wäßrigem Methanol
oder Ethanol, und Brenztraubensäurealdehyddimethylacetal
in einem Temperaturbereich von etwa 0°C bis etwa 55°C mit wäßriger Alkalilauge, wie
z. B. 3-7 M Natrium- oder Lithiumhydroxid, umfaßt. Ein Alkalimetallalkoxid,
wie z. B. Natrium-, Kalium- oder Lithiummethoxid oder -ethoxid,
oder eine organische Base, wie z. B. Piperidin oder Prolin, kann
ebenfalls als die Base bei der Reaktion eingesetzt werden. Nach
etwa 0,5 bis 2 Stunden langer Alterung wird das Produkt 1-4 isoliert.
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Verbindung 1-5 wird durch Hydrierung von 1-4 in einem Lösungsmittel, wie z. B. Niedrigalkanol,
zum Beispiel Methanol oder Ethanol, in Gegenwart eines Edelmetallkatalysators,
wie z. B. PtO2, bei oder etwa bei Atmosphärendruck,
bis die Wasserstoffaufnahme abgeklungen ist, hergestellt. Andere
Katalysatoren, welche bei der Hydrierungsreaktion eingesetzt werden
können,
sind u. a. Raney-Nickel,
Pd/C, Rh/C, Ru/C, Pd/Al2O3, Pt/C,
Pt/Al2O3, Rh/Al2O, und Ru/Al2O.
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Verbindung 1-5 wird mit wäßrigem HCl behandelt und die
Mischung etwa 1-4 Stunden lang
auf etwa 75°C
bis 95°C
erwärmt.
Andere Säuren,
die bei der Hydrolysereaktion verwendet werden können, sind u. a. Schwefelsäure, Trifluoressigsäure und
Methansulfonsäure.
Nach dem Abkühlen
wird Isopropylacetat (iPAc) zugegeben und die Mischung mit wäßriger Alkalilauge
leicht alkalisch gemacht und das Produkt 1-6 durch Flüssig/Flüssig-Extraktion isoliert.
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Die Herstellung der Verbindungen 1-4, 1-5 und 1-6 wurde
auch in dem US-Patent Nr. 5 981 546 und in der WO 98/08840 (veröffentlicht
am 5. März
1998) beschrieben, wobei Variationen der obigen Bedingungen angewandt
wurden.
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Verbindung 1-7 wird durch eine Wittig-Reaktion, wie
z. B. der Horner-Emmons-Modifizierung, durch Behandeln einer Lösung von
Verbindung 1-6 und Diethyl(cyanomethyl)phosphonat
in einem geeigneten Lösungsmittel,
wie z. B. THF und Toluol, mit einem starken Alkalimetallhydroxid,
wie z. B. Natriumhydroxid, gefolgt von fortgesetztem Rühren etwa
0,5–2
Stunden lang, hergestellt. Andere Basen, wie z. B. Alkyllithium,
Natriummethoxid, Kalium-tert.- butoxid,
Lithiumdiisopropylamid, Lithium- oder Natriumhexamethyldisilazid
oder Alkylmagnesiumhalogenid, können
ebenfalls anstelle des Alkalimetallhydroxids verwendet werden. Die
Reaktion kann in einem Temperaturbereich von etwa –80°C bis 110°C durchgeführt werden.
Das Produkt 1-7 wird durch
Verdünnen
mit iPAc und Abtrennen der organischen Schicht isoliert.
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Das Schlüssel-Zwischenprodukt 1-8 wird
durch Behandeln einer Suspension von 1-7 in
gesättigtem wäßrigem Ammoniumhydroxid
mit Wasserstoffgas unter mittlerem bis hohem Druck in Gegenwart
eines Raney-Nickel-2800-Katalysators hergestellt. Für jedes
Mol Nitril 1-7 werden etwa
1,5 bis 3 Mol Ammoniumhydroxidlösung
eingesetzt. Andere Katalysatoren, die bei der Reduktion verwendet
werden können,
sind u. a. Pd/C, Pd(OH)2/C, Pd/Al2O3, Pt/C, Pt/Al2O3, PtO2,
Rh/Al2O3 und Raney-Nickel
3111, 5601, 2700 und 2724.
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Das Zwischenprodukt 1-8 kann auch durch Nacharbeiten der in
dem US-Patent Nr. 6 048 861, das hierin durch Bezugnahme in seiner
Gesamtheit aufgenommen ist, offenbarten Verfahren hergestellt werden.
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Wie in dem obigen Schema 2 gezeigt,
wird Verbindung 2-1 durch Behandeln
mit Brom in einem organischen Lösungsmittel,
wie z. B. Methylenchlorid, Chloroform, 1,2-Dichlorethan oder dergleichen,
in Gegenwart von Natriumacetat bei einer Temperatur von weniger
als etwa 10°C
bromiert, um Verbindung 2-2 zu
ergeben.
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Verbindung 2-2 wird durch ein Verfahren vom Heck-Typ
in Verbindung 2-3 umgewandelt,
indem sie zu einer Mischung, die aus einem Alkylacrylat, wie z.
B. Methyl-, Ethyl- oder t-Butylacrylat, besteht, in Gegenwart einer
starken organischen Base, wie z. B. Triethylamin, in einem Lösungsmittel,
wie z. B. N,N-Dimethylformamid (DMF) oder N-Methylpyrrolidinon (NMP),
eines Phosphinliganden, wie z. B. Triphenylphosphin oder Tri-o-tolylphosphin,
und eines Palladiumkatalysators, wie z. B. Palladiumacetat, hinzugegeben
wird und die Mischung auf etwa 80°C
bis etwa 125°C
erhitzt wird. Bei einer Ausführungsform
der Heck-Reaktion wird die Temperatur bei 90–95°C gehalten. Die Oxidation des
Phosphins mit einer Natriumhypochloritlösung (NaOCl) zum Phosphinoxid
ermöglicht
die einfache Entfernung des Phosphinoxids aus der Heck-Reaktionsmischung
durch Filtration durch ein Kieselgelkissen.
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Verbindung 2-4 wird durch eine chirale Michael-Addition
des aus N-Benzyl-(R)-2-methylbenzylamin und n-Butyllithium hergeleiteten
Lithiumamids an Verbindung 2-2 in
einem organischen Lösungsmittel,
wie z. B. Tetrahydrofuran, bei etwa –70°C bis –40°C gebildet. Diese Bedingungen
wurden von Davies et al. in Tetrahedron: Asymmetry, Band 2, Seiten
183–186,
1991, beschrieben. Andere Basen, wie z. B. n-Hexyllithium, können anstelle
von n-Butyllithium ebenfalls verwendet werden. Die Verwendung von
N-Benzyl-(S)-2-methylbenzylamin
anstelle von N-Benzyl-(R)-2-methylbenzylamin ergibt das 3(R)-Diastereomer
von 2-4.
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Verbindung 2-5 wird durch Reduktion von Verbindung 2-4 mit H2 bei
etwa 40 psi und 20% Pd(OH)2 in Ethanol und
Essigsäure
erhalten. Nach dem Entfernen des Katalysators und dem Abdampfen
des Ethanols wird das resultierende Amin mit einer Lösung von
para-Toluolsulfonsäure in einem
etherischen Lösungsmittel, wie
z. B. Methyl-t-butylether (MTBE), behandelt, um das para-Toluolsulfonat(p-TSA)-Salz 2-5 zu bilden. Das p-TSA-Salz
erwies sich als in hochkristallin, und es wurde festgestellt, daß die Kristallisation
dieses Salzes die Enantiomerenreinheit von 2-5 verbesserte.
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Das Schlüssel-Zwischenprodukt 2-6 und das Verfahren für dessen
Synthese bilden getrennte Ausführungsformen
dieser Erfindung. Das Verfahren umfaßt eine Zwei-Kohlenstoff-Homologisierung
durch reduktive Alkylierung des Amins 2-5 mit
Glyoxal-1,1-di-C1-4-alkylacetal unter dem Einfluß eines
Komplexmetallhydrids in Wasser, eines organischen Lösungsmittels
oder eines wäßrigen organischen
Lösungsmittels,
wie z. B. wäßrigem THF
oder wäßrigem Methanol.
Das Komplexmetallhydrid, wie z. B. NaBH3CN,
Na(OAc)3BH, Natriumborhydrid oder Tetrabutylammoniumborhydrid,
wird entweder als Feststoff portionsweise zugegeben oder in einem
organischen Lösungsmittel,
wie z. B. Methanol, Ethanol, Essigsäure, Tetrahydrofuran oder Dichlormethan,
aufgenommen und zu der Reaktionsmischung hinzugegeben.
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In Reaktionsschema 3 wird eine Mischung
aus dem Acetal 2-6 und Triethylamin
in wasserfreiem THF langsam zu einer kalten (–15°C bis 15°C) Lösung von Bis(trichlormethyl)carbonat
(Triphosgen) in wasserfreiem THF zugegeben, während man die Temperatur unterhalb
etwa 0°C
bis etwa 10°C
hält. Phosgen
oder ein anderes Phosgen-Äquivalent,
wie z. B. Chlorcarbonsäuretrichlormethylester,
kann anstelle von Triphosgen ebenfalls verwendet werden. Nach der
Alterung wird die Reaktionsmischung etwa 15 bis 45 Minuten lang
bei dieser Temperatur und anschließend weitere 15 bis 45 Minuten
lang etwa bei Raumtemperatur gehalten, das überschüssige Triphosgen wird ausgetrieben
und das Amin 1-8 und eine Base, wie z. B. Triethylamin, bei etwa 0°C bis etwa
10°C zugegeben
und die Suspension etwa 5 bis 7 Stunden lang bei etwa 30°C bis 50°C gerührt. Verbindung 3-1, die durch das obige Verfahren
hergestellt wurde, wird direkt bei der Synthese von Verbindung 3-2 verwendet. Die Reaktionsmischung
wird auf Raumtemperatur abgekühlt,
wäßrige Säure, wie
z. B. wäßrige Schwefelsäure oder
wäßrige Salzsäure, wird zugegeben
und die Mischung etwa 8 bis 12 Stunden lang gerührt und anschließend zu
einer Mischung aus iPAc und wäßriger Schwefelsäure oder
Salzsäure
gegeben, und das Produkt 3-2 wird
durch Lösungsmittel/Lösungsmittel-Extraktion
nach dem Einstellen des pH-Wertes
isoliert.
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Die t-Butylestergruppe von 3-2 wird abgespalten, um 3-3 zu ergeben, indem mit
einer Säure,
wie z. B. Trifluoressigsäure,
Ameisensäure,
Schwefelsäure,
Chlorwasserstoffsäure,
p-Toluolsulfonsäure
oder dergleichen, bei einer Temperatur von etwa Raumtemperatur bis
etwa 50°C
behandelt wird, bis die Reaktion üblicherweise nach etwa 3 bis
6 Stunden beendet ist. Es wurde festgestellt, daß Verbindung 3-3 hochkristallin ist, was die Verbesserung
der Enantiomeren- und chemischen Reinheit des Endprodukts 3-4 im vorletzten Schritt
der Reaktionssequenz ermöglichte.
Kristallines 3-3, das aus wasser-
und acetonhaltigen Lösungen
erhalten wurde, zeigte drei eindeutige Röntgenpulverbeugungsmuster (I,
II und III), je nach Wassergehalt in den Kristallen: Muster I (mit
charakteristischen Beugungspeaks, die spektralen d-Werten von 3,4,
3,5, 4,9, 5,3, 6,2 und 8,1 Angström entsprechen) wurde für Kristalle
mit einem Wassergehalt im Bereich von 5 bis 9% beobachtet; Muster
II (mit charakteristischen Beugungspeaks, die spektralen d-Werten
von 3,5, 3,6, 4,8, 5,5, 6,0 und 8,3 Angström entsprechen) wurde für Kristalle
mit einem Wassergehalt im Bereich von 13 bis 16% beobachtet; und Muster
III (mit charakteristischen Beugungspeaks, die spektralen d-Werten
von 3,4, 3,5, 3,6, 3,8, 4,1, 5,0 und 15,7 Angström entsprechen) wurde für Kristalle
mit einem Wassergehalt im Bereich von 33 bis 41% beobachtet. Kristallines 3-3, das aus wasser- und isopropanolhaltigen
Lösungen
erhalten wurde, zeigte Muster mit charakteristischen Beugungspeaks,
die spektralen d-Werten von 3,5, 3,8–3,9, 4,4, 4,5–4,6, 6,4
und 18,9–19,0 Angström entsprechen.
Zusätzlich
enthielt jedes dieser Muster einen Peak, der einem spektralen d-Wert
in der Nähe
von 12,6 bis 15,7 Angström
entsprach, je nach Wassergehalt der Kristalle. Kristalle, die 2,3%
Wasser enthielten, zeigten einen Peak bei 12,6 Angström (Muster
IV), Kristalle, die etwa 3,3% Wasser enthielten, zeigten einen Peak
bei 13,0 Angström
(Muster (V), und Kristalle mit höheren
Gehalten an Restlösungsmittel
zeigten einen Peak bei 15,7 Angström (Muster VI).
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Verbindung 3-4 wird durch Reduktion der Doppelbindung
in 3-3 erzeugt, wie z. B. durch
Hydrierung in einem Lösungsmittel,
wie z. B. Wasser, wäßrigem Methanol
oder wäßrigem Ethanol,
mit Wasserstoff bei mittlerem Druck in Gegenwart eines Alkalimetallhydroxids,
wie z. B. Natrium- oder Kaliumhydroxid, in Gegenwart eines Edelmetallkatalysators,
wie z. B. Palladiumhydroxid auf Kohle, Palladiumschwarz oder Palladium
auf Kohle.
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Wenn sie aus Wasser kristallisiert,
filtriert und bei Raumtemperatur unter Stickstoff bis zu 24 Stunden lang
getrocknet wird, wird Verbindung 3-4 in
Form eines Halbhydrats erhalten, wie es durch Karl-Fisher-Titration
und thermogravimetrische Analyse (TGA) bewiesen wird. Das kristalline
Halbhydrat ist durch die Positionen und Intensitäten der Hauptpeaks im Röntgenpulverbeugungsmuster
sowie in seinem FT-IR-Spektrum charakterisiert.
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Verbindung 3-4 kann auch wie in dem nachstehenden
Schema gezeigt zunächst
durch Reduktion der Doppelbindung in 3-2 unter
den oben beschriebenen Bedingungen, um gesättigten t-Butylester 3-5 zu
ergeben, und anschließend
durch Abspaltung der t-Butylestergruppe unter den oben beschriebenen
Bedingungen, um 3-4 zu ergeben,
hergestellt werden.
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Repräsentative Versuchsverfahren,
welche das neue Verfahren einsetzen, sind nachstehend detailliert
aufgeführt.
Für Veranschaulichungszwecke
ist das nachfolgende Beispiel auf die Herstellung der Verbindungen 3-3 und 3-4 ausgerichtet, dadurch soll jedoch die
vorliegende Erfindung nicht auf ein Verfahren zur Herstellung dieser
speziellen Verbindungen eingeschränkt werden.
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Abkürzungen: AcOH ist Essigsäure; BuLi
ist n-Butyllithium; CH2Cl2 ist
Dichlormethan; EtOAc ist Ethylacetat; Et3N
ist Triethyl amin; iPAc ist Isopropylacetat; MTBE ist Methyl-t-butylether;
NMP ist N-Methylpyrrolidinon; NaOCl ist Natriumhypochlorit; NMR
ist magnetische Kernresonanz; Na2CO3 ist Natriumcarbonat; NaHCO3 ist
Natriumhydrogencarbonat; NaCNBH3 ist Natriumcyanoborhydrid;
NaBH(OAc)3 ist Natriumtriacetoxyborhydrid;
PtO2 ist Platinoxid; P(otol)3 ist
Tri-o-tolylphosphin; p-TsOH ist para-Toluolsulfonsäure und
THF ist Tetrahydrofuran.
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Halogen bedeutet Fluor, Chlor, Brom
oder Iod.
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Das FT-IR-Spektrum von 3-4 wurde an einem Nicolet-510P-Fourier-Transformations-Infrarotspektrometer
aufgenommen.
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Die Differentialscanningkalorimetriekurve
(DSC-Kurve) wurde auf einem TA 2910 Differential Scanning Calorimeter
mit einer Aufheizgeschwindigkeit von 10°C/Minute unter Stickstoff aufgenommen.
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Die Röntgenpulverbeugungsmuster wurden
auf einem Philip-Analytical-Röntgendiffraktometer
unter Verwendung von CuKα-Strahlung
erzeugt.
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BEISPIEL
3-{2-Oxo-3-[3-(5,6,7
8-tetrahydro-[1,8]naphthyridin-2-yl)propyl]imidazolidin-1-yl}-3(S)-(6-methoxypyridin-3-yl)propionsäure (3-4)
Schritt
A: Herstellung von Verbindung 1-4
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Zu einer kalten (6°C) Lösung aus
2-Amino-3-formylpyridin 1-3 (40
g, 0,316 mol), Ethanol (267 ml), Wasser (41 ml) und Brenztraubensäurealdehyddimethylacetal
(51,3 ml, 0,411 mol) wurde 5 M NaOH (82,3 ml, 0,411 mol) mit einer
derartigen Geschwindigkeit zugegeben, daß die Innentemperatur niedriger
als 20°C
blieb. Nach dem 1stündigen
Rühren
bei Umgebungstemperatur wurde das Ethanol unter Vakuum entfernt,
und iPAc (100 ml) und NaCl (55 g) wurden zugegeben. Die Schichten
wurden getrennt und die wäßrige Schicht mit
iPAc (2 × 100
ml) extrahiert. Die organischen Schichten wurden vereint, durch
ein Kieselgelbett (90 g) filtriert und anschließend mit iPAc (1 l) gewaschen.
Die Fraktionen wurden vereint und bei 38°C auf 200 ml eingeengt. Zu der
Lösung
wurde langsam Hexan (400 ml) zugegeben. Die resultierende Suspension
wurde auf 10°C
abgekühlt
und vor der Filtration 30 Minuten lang gealtert. Die Suspension
wurde filtriert und im Vakuum getrocknet, um das Produkt 1-4 (54,2 g, 84%) als farblose Kristalle
zu ergeben; Schmp. 53,5-55,5°C. Zu den
Stammlösungen
wurde zusätzliches
Hexan (100 ml) zugegeben, und weitere 7,2 g (11%) 1-4 wurden nach der Filtration isoliert.
1H-NMR (300 MHz, CDCl3):
cc8,89 (dd, J = 4,3 und 2,0 Hz, 1H), 8,03 (d, J = 8,4 Hz, 1H), 7,98
(dd, J = 8,1 und 2,0 Hz, 1H), 7,56 (d, J = 8,4 Hz, 1H), 7,26 (dd,
J = 8,1 und 4,3 Hz, 1H), 5,28 (s, 1H) und 3,30 (s, 6H).
13C-NMR (75,5 MHz, CDCl3):
6 161,3, 155,0, 153,5, 137,9, 136,8, 122,5, 122,3, 119,4, 105,9
und 54,9.
-
Schritt
B: Herstellung von Verbindung 1-5
-
Eine Lösung des Acetals 1-4 (20,0 g, 97,9 mmol) in Ethanol (400
ml) wurde in Gegenwart von PtO2 (778 mg)
unter einem Wasserstoffdruck von 1 Atmosphäre bei Raumtemperatur 18 Stunden
lang hydriert. Die Reaktionsmischung wurde durch Solka Flok filtriert
und mit einer Mischung aus Ethanol-H2O (1
: 2 Vol./Vol.) gewaschen. Das Filtrat und die Waschlösungen wurden
vereint und im Vakuum eingeengt, um das Ethanol zu entfernen. Beim
Entfernen des Ethanols kristallisierte das Produkt aus. Die Kristalle
wurden filtriert und im Vakuum getrocknet, um das Produkt 1-5 (18,7 g, 92%) zu ergeben;
Schmp. 91–92,5°C.
1H-NMR (300 MHz, CDCl3)
:δ 7, 08
(d, J = 7, 4 Hz, 1H) , 6, 62 (d, J = 7,4 Hz, 1H), 5,07 (s, 2H, 1H,
austauschbar mit D2O), 3,37–3,29 (m,
2H), 3,29 (s, 6H), 2,64 (t, J = 6,3 Hz, 2H) und 1,86–1,78 (m,
2H). 13C-NMR (75,5 MHz, CDCl3): δ155,9, 153,0,
136,3, 116,0, 109,8, 103,9, 53,3, 41,5, 26,6 und 21,2.
-
Schritt
C: Herstellung von Verbindung 1-6
-
Zu einer Mischung aus dem Acetal 1-5 (35 g, 0,16 mol) in kaltem
Wasser (~5°C,
90 ml) wurde konzentrierte wäßrige HCl
(30 ml, 0,36 mol) zugegeben. Die resultierende Lösung wurde 2,5 Stunden lang
auf 85°C erwärmt. Nachdem
die Reaktion auf 13°C
abgekühlt
worden war, wurde iPAc (60 ml) zugegeben. Zu der Mischung wurde
wäßriges NaOH
(50 Gew.-%) langsam bis zu einem pH-Wert von etwa 11 zugegeben, wobei die Innentemperatur
unter 25°C
gehalten wurde. Die Schichten wurden getrennt und die wäßrige Schicht
mit iPAc (2 × 120
ml) extrahiert. Die organischen Schichten wurden vereint und im
Vakuum eingeengt, um ein rötliches Öl zu ergeben
(26 g, 87,5 Gew.-%, 95,3%), das ohne weitere Reinigung in der nächsten Reaktion
verwendet wurde. Eine authentische Probe wurde durch Kristallisation
aus THF hergestellt; Schmp. 63,5–64°C.
1H-NMR
(300 MHz, CDCl3): δ 9,70 (s, 1H), 7,17 (d, J =
7,3 Hz, 1H), 7,03 (d, J = 7,3 Hz, 1H), 5,94 (br. s, 1H), 3,39–3,33 (m,
2H), 2,69 (t, J = 6,3 Hz, 2H) und 1,84–1,80 (m, 2H).
-
13C-NMR (75,5
MHz, CDCl3): δ 192,8, 156,8, 149,5, 136,2,
122,5, 113,4, 41,4, 27,2 und 20,6.
-
Schritt
D: Herstellung von Verbindung 1-7
-
Zu einer Lösung des Aldehyds 1-6 (26,0 g, 87,5 Gew.-%, 140 mmol) und
von Diethyl(cyanomethyl)phosphonat (26,7 ml, 140 mmol) in THF (260
ml) wurde 50 gew.-%iges NaOH (14,8 g, 174 mmol) mit einer derartigen
Geschwindigkeit zugegeben, daß die
Innentemperatur unter 26°C
gehalten wurde. Nach dem 1stündigen
Rühren
bei Raumtemperatur wurden 260 ml iPAc zugegeben. Die organische
Schicht wurde abgetrennt und im Vakuum eingeengt, um 1-7 als einen gelben Feststoff zu ergeben
(31,6 g, 84,6 Gew.-%, 90% Ausbeute aus 1-5,
trans : cis ~9 : 1). Authentische Proben (trans und cis) wurden
durch Kieselgel-Säulenchromatographie
gereinigt.
-
trans-l-7: Schmp. 103,7–104,2°C;
1H-NMR (300 MHz, CDCl3): δ 7,14 (d,
J = 16,0 Hz, 1H), 7,12 (d, J = 7,2 Hz, 1H), 6,48 (d, J = 7,2 Hz,
1H), 6,33 (d, J = 16,0 Hz, 1H), 5,12 (br. s, 1H), 3,41–3,36 (m,
2H), 2,72 (t, J = 6,3 Hz, 2H) und 1,93–1,84 (m, 2H).
13C-NMR (75,5 MHz, CDCl3): δ 156,1, 149,4,
147,4, 136,3, 120,1, 118,8, 114,8, 97,7, 41,4, 27,0 und 21,0.
-
cis-1-7.
1H-NMR
(300 MHz, CDCl3): δ 7,09 (d, J = 7,3 Hz, 1H), 6,87
(d, J = 11,8 Hz, 1H), 6,73 (d, J = 7,3 Hz, 1H), 5,35 (d, J = 11,8
Hz, 1H), 3,37–3,33
(m, 2H), 2,69 (t, J = 6,3 Hz, 2H) und 1,90–1,81 (m, 2H).
13C-NMR (75,5 MHz, CDCl3): δ 155,5, 147,8,
147,4, 136,0, 119,1, 117,3, 114,2, 95,8, 41,2, 26,7 und 20,8.
-
Schritt
E: Herstellung von Verbindung 1-8
-
Eine Aufschlämmung aus dem Nitril 1-7 (648 g, 3,5 mol) und gesättigtem
wäßrigem Ammoniumhydroxid
(7 l) wurde unter 40 psi Wasserstoff bei 50°C 16 Stunden lang in Gegenwart
von Raney-Nickel 2800 (972 g) hydriert. Die Mischung wurde durch
Solka Flok filtriert und das Kissen mit Wasser (2 × 1 l) gespült. Nach
der Zugabe von NaCl (3,2 kg) wurde die Mischung mit CH2Cl2 (3 × 5
l) extrahiert. Die vereinten organischen Phasen wurden zu einem Öl eingeengt.
Das Öl
wurde in MTBE (1 l) gelöst
und angeimpft. Die Suspension wurde langsam eingedampft, um das
Amin 1-8 als einen farblosen
kristallinen Feststoff zu erhalten (577 g, 89%); Schmp. 66,0–68,5°C.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): × 7,03 (d,
J = 7,3 Hz, 1H), 6,33 (d, J = 7,3 Hz, 1H), 4,88 (br. s, 1H), 3,37
(t, J = 5,3 Hz, 2H), 2,72 (t, J = 6,9 Hz, 2H), 2,67 (t, J = 6,3
Hz, 2H), 2,57 (t, J = 7,5 Hz, 2H), 1,92–1,74 (m, 6H).
13C-NMR (101 MHz, CDCl3): δ 157,9, 155,7,
136,6, 113,1, 111,2, 41,8, 41,5, 35,1, 33,7, 26,3 und 21,5.
-
Schritt
F: Herstellung von Verbindung 2-2
-
Zu einer Suspension von 2-Methoxypyridin
(2-1) (3,96 kg, 36,3 mol),
NaOAc (3,57 kg, 39,9 mol) und Dichlormethan (22 l) wurde eine Lösung von
Brom (2,06 l, 39,9 mol) in Dichlormethan (2 l) zugegeben, wobei die
Reaktionstemperatur 2-3 Stunden
lang unter 7°C
gehalten wurde. Die Mischung wurde 1 Stunde lang bei 0°C–7°C gealtert
und über
Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde filtriert und mit Dichlormethan (etwa
5 l) gespült
(der Filtrationsschritt kann ohne negative Auswirkungen auf die
Ausbeute weggelassen werden). Das Filtrat und die Waschlösungen wurden
vereint, mit kaltem 2 M NaOH (22 l, der pH-Wert wird zwischen 9
und 10 gehalten) gewaschen, wobei die Temperatur unter 10°C gehalten
wird, und mit kaltem Wasser (11 l) gewaschen. Die organische Schicht
wurde abgetrennt und unter vermindertem Druck eingeengt, um das
Rohprodukt 2-2 (6,65 kg) zu
ergeben. Das Rohprodukt 2-2 wurde
durch Vakuumdestillation gereinigt, um reines 2-2 (5,90 kg, 86%) zu ergeben.
-
(Literatur: G. Butora et al., J.
Amer. Chem. Soc. 1997, 119, 7694-7701)
.
1H-NMR (250 MHz, CDCl3): δ 8,18 (d,
J = 2,5 Hz, 1H), 7,61 (dd, J = 8,8 und 2,5 Hz, 1H), 6,64 (d, J =
8,8 Hz, 1H), und 3,89 (s, 3H). 13C-NMR (62,9
MHz, CDCl3): δ 162,9, 147,5, 141,0, 112,6,
111,7 und 53,7.
-
Schritt
G: Herstellung von Verbindung 2-3
-
Eine Mischung aus tert.-Butylacrylat
(98%, 137 ml, 916 mmol), Triethylamin (100 ml, 720 mmol), Tri-O-tolylphosphin
(97%, 6,30 g, 20 mmol), Pd(OAc)2 (1,80 g,
8 mmol) und NMP (90 ml) wurde dreimal entgast. Die Mischung wurde
auf 90°C
erwärmt
und mittels eines Zugabetrichters innerhalb von 1 Stunde mit einer Lösung aus
2-Methoxy-5-brompyridin 2-2 (50,0
g, 266 mmol) und NMP (10 ml) versetzt, wobei die Reaktionstemperatur
bei 90°C
gehalten wurde. Die Reaktion wurde nach dem Ende der Zugabe 12 Stunden
lang erwärmt.
Die Reaktionsmischung wurde nach dem Ende der Reaktion auf Raumtemperatur
abgekühlt.
Zu der Reaktionsmischung wurde Toluol (400 ml) gegeben und die resultierende
Lösung
anschließend
durch ein Solka-Flok-Kissen geleitet. Der Filterkuchen wurde mit
Toluol (270 ml) gewaschen. Die Toluollösung wurde dreimal mit Wasser
(jeweils 540 ml) gewaschen. Eine wäßrige Lösung von NaOCl (2,5%, 200 ml)
wurde langsam zu der Toluollösung
zugegeben, wobei die Temperatur bei etwa 30°C gehalten wurde. Die Reaktion
wurde 50 Minuten lang unter kräftigem
Rühren
gealtert. Die organische Schicht wurde abgetrennt, mit Wasser (540
ml) dreimal gewaschen, gefolgt von gesättigtem wäßrigem NaCl (270 ml). Die organische
Schicht wurde zu einem Öl
eingeengt. Das Öl
wurde in 270 ml Hexanen gelöst
und auf ein Kieselgelkissen (90 g) aufgetragen. Das Kieselgelkissen
wurde mit Hexanen (73 ml) gewaschen. Das Produkt
2-3 wurde mit EtOAc : Hexan (1 : 8, Vol./Vol.)
in etwa 730 ml eluiert. Die gelbe Lösung wurde zu einem Öl eingeengt
(126 g, 49,2 Gew.-%, 98,4% Ausbeute). Das rohe Öl wurde ohne weitere Reinigung
für die
nächste
Reaktion verwendet. Authentisches kristallines Material wurde durch
weiteres Einengen des Öls
erhalten; Schmp. 44–45°C.
1H-NMR (250 MHz, CDCl3): δ 8,23 (d,
J = 2,4 Hz, 1H), 7,73 (dd, J = 8,7 und 2,4 Hz, 1H), 7,50 (d, J =
16,0 Hz, 1H), 6,73 (d, J = 8,7 Hz, 1H), 6,25 (d, J = 16,0 Hz, 1H),
3,94 (s, 3H) und 1,51 (s, 9H).
13C-NMR
(62,9 MHz, CDCl3): δ 166,1, 165,1, 148,1, 139,9,
136,3, 124,0, 119,1, 111,5, 80,6, 53,7 und 28,2.
-
Schritt
H: Herstellung von Verbindung 2-4
-
Zu einer Lösung aus (R)-(+)-N-Benzyl-α-methylbenzylamin
(88 ml, 0,42 mol) und wasserfreiem THF (1 l) wurde n-BuLi (2,5 M
in Hexanen, 162 ml, 0,41 mol) innerhalb von 1 Stunde bei –30°C zugegeben.
Die Lösung
wurde anschließend
auf –65°C abgekühlt. Eine
Lösung
von t-Butylester 2-3 (65,9
g, 0,28 mol) in wasserfreiem THF (0,5 1) wurde innerhalb von 90
Minuten zugegeben, währenddessen
die Temperatur auf –57°C anstieg.
Nach dem Ende der Reaktion wurde die Reaktionslösung in eine Mischung aus gesättigtem
wäßrigem NH4Cl (110 ml) und EtOAc (110 ml) gegossen.
Die organische Schicht wurde abgetrennt, getrennt mit wäßrigem AcOH
(10%, 110 ml), Wasser (110 ml) und gesättigtem wäßrigem NaCl (55 ml) gewaschen.
Die organische Schicht wurde im Vakuum zu einem rohen Öl eingeengt.
Das rohe Öl
wurde durch Hindurchleiten durch ein Kieselgelkissen (280 g) mit
einer Mischung aus EtOAc und Hexanen (5 : 95) gereinigt. Die produkthaltigen Fraktionen
wurden vereint und im Vakuum zu einem dicken Öl eingeengt. Das resultierende Öl wurde
direkt im nächsten
Schritt verwendet. Das Öl
enthielt 91 g (0,20 mol, 73% Ausbeute) des Produkts 2-4.
1H-NMR
(400 MHz, CDCl3): δ 8,16 (d, J = 2,4 Hz, 1H), 7,65
(dd, J = 8,8 und 2,4 Hz, 1H), 7,40 (m, 2H), 7,34 (m, 2H), 7,30–7,16 (m,
6H), 6,74 (d, J = 8,8 Hz, 1H), 4,39 (dd, J = 9,8 und 5,3 Hz, 1H),
3,97 (q, J = 6,6 Hz, 1H), 3,94 (s, 3H), 3,67 (s, 2H), 2,52 (dd,
J = 14,9 und 5,3 Hz, 1H), 2,46 (dd, J = 14,9 und 9,8 Hz, 1H), 1,30
(d, J = 6,6 Hz, 3H) und 1,26 (s, 9H);
13C-NMR
(101 MHz, CDCl3): δ 170,8, 163,3, 146,4, 143,8,
141,3, 138,6, 130,0, 128,24, 128,19, 127,9, 127,7, 127,0, 126,6,
110,4, 80,5, 57,4, 56,6, 53,4, 50,7, 37,5, 27,8 und 17,3.
-
Schritt
I: Herstellung von Verbindung 2-5
-
Das dicke Öl (2-4,
das 80,3 g, 0,18 mol enthielt) wurde in Gegenwart von Pd(OH)2 (20 Gew.-% auf Kohle, 8,0 g) in einer Mischung
aus EtOH (400 ml), AcOH (40 ml), Wasser (2 ml) unter 40 psi Wasserstoff
8 Stunden lang bei 35°C
hydriert. Die Reaktionsmischung wurde durch ein Solka-Flok-Kissen
filtriert, im Vakuum zu einem dicken Öl eingedampft und mehrere Male
mit MTBE (jeweils 2 1) gespült.
Beim Abkühlen
verfestigte sich die Charge zu einem dicken weißen Feststoff. Die dicke Aufschlämmung wurde
auf 50°C
erwärmt,
und die Feststoffe lösten
sich auf. Eine heiße
Lösung
(40°C) von
p-TsOH (41,7 g, 0,22 mol) und MTBE (400 ml) wurde anschließend langsam
in die warme Aminlösung überführt. Nachdem
etwa 30% der p-TsOH-Lösung
zugegeben waren, wurde die Lösung
angeimpft, und es bildete sich eine dicke Aufschlämmung. Die
Zugabe wurde fortgesetzt und war nach 2 Stunden beendet. Die Lösung wurde
nach dem Ende der Zugabe 3 Stunden lang bei 45°C gealtert. Anschließend wurde
die Lösung
langsam auf Raumtemperatur abgekühlt.
Die Lösung wurde
12 Stunden lang bei Raumtemperatur gealtert und anschließend auf
6°C abgekühlt. Die
sehr dicke Aufschlämmung
wurde filtriert, mit MTBE (100 ml) gewaschen und unter Vakuum mehrere
Tage lang bei 35°C
getrocknet, um das Produkt 2-5 (71,0
g, 73%) zu ergeben; Schmp. 142–144°C.
1H-NMR 400 MHz, CDCl3): δ 8,40 (br.
s, 3H), 8,22 (s, 1H), 7,87 (d, J = 8,8 Hz, 1H), 7,56 (d, J = 8,0
Hz, 2H), 7,11 (d, J = 8,0 Hz, 2H), 6,65 (d, J = 8,8 Hz, 1H), 4,63
(m, 1H), 3,91 (s, 3H), 3,09 (dd, J = 16,5 und 6,0 Hz, 1H), 2,87
(dd, J = 16,5 und 8,8 Hz, 1H), 2,36 (s, 3H) und 1,27 (s, 9H);
13C-NMR (101 MHz, CDCl3): δ 168,4, 164,2,
146,8, 140,9, 140,4, 137,8, 128,8, 125,8, 124,3, 111,0, 81,6, 53,5, 49,6,
39,3, 27,8 und 21,3.
-
Schritt
J: Herstellung von Verbindung 2-6
-
Verfahren A: Reduktive
Aminierung mit Natriumcyanoborhydrid
-
Zu einer Mischung aus dem p-TSA-Salz 2-5 (50 g, 0,118 mol), MeOH
(300 ml) und Glyoxal-1,1-dimethylacetal (45 Gew.-% in MTBE, 40 g,
0,165 mol) wurde langsam eine Lösung
von NaBH3CN (9,35 g, 0,141 mol, 95%) in
MeOH (50 ml) zugegeben. Die Zugabegeschwindigkeit war derart, daß die Temperatur
nie 3,5°C überschritt
(über 50
Minuten). Man ließ die
Reaktionsmischung auf Umgebungstemperatur erwärmen. Nach dem Ende der Reaktion
(4-5 Stunden, die Endtemperatur
der Charge betrug 16°C)
wurde Eis um den Kolben herum gepackt, und man gab langsam eine
wäßrige NaHCO3-Lösung
(14,8 g in 200 ml H2O) zu. Die Mischung wurde
auf 420 ml eingeengt. Weiteres H2O (200
ml) und EtOAc (500 ml) wurden zugegeben. Die wäßrige Schicht wurde abgetrennt
und mit EtOAc (500 ml) extrahiert. Die organi schen Schichten wurden
vereint, über MgSO4 getrocknet und auf etwa 100 ml eingeengt.
Die resultierende Lösung
wurde durch ein kleines Kieselgelkissen geleitet, gefolgt von weiteren
300 ml EtOAc. Die Fraktionen, die 2-6 enthielten,
wurden vereint und im Vakuum eingeengt, um 46,2 g Produkt 2-6 (46,2 g, 90,4 Gew.-%,
92%) als ein Öl
zu ergeben. Diese Verbindung wurde ohne weitere Reinigung für den nächsten Schritt
verwendet. Eine authentische Probe wurde durch Kieselgel-Säulenchromatographie
hergestellt.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ 8,08
(d, J = 2,4 Hz, 1H), 7,61 (dd, J = 8,4 und 2,4 Hz, 1H), 6,73 (d,
J = 8,4 Hz, 1H), 4,41 (t, J = 5,6 Hz, 1H), 4,00 (dd, J = 8,2 und
6,0 Hz, 1H), 3,93 (s, 3H), 3,35 (s, 3H), 3,31 (s, 3H), 2,67 (dd, J
= 15,3 und 8,2 Hz, 1H), 2,60 (dd, J = 12,0 und 5,6 Hz, 1H), 2,51
(dd, J = 12,0 und 5,6 Hz, 1H), 2,49 (dd, J = 15,3 und 6,0 Hz, 1H)
und 1,40 (s, 9H);
13C-NMR (101 MHz,
CDCl3): δ 170,6,
163,8, 145,9, 137,4, 130,4, 110,9, 103,5, 80,9, 56,9, 53,71, 53,68,
53,4, 48,6, 43,8 und 28,0.
-
Verfahren B: Reduktive
Aminierung mit Natriumtriacetoxyborhydrid
-
Zu einer Lösung des p-TSA-Salzes 2-5 (100 g, 0,239 mmol) und
Glyoxal-1,1-dimethylacetal (60 Gew.-% in Wasser, 39,3 ml, 0,261
mol) in THF (400 ml) wurde langsam eine Suspension von Natriumtriacetoxyborhydrid
(79 g, 0,354 mol) in THF (200 ml) zugegeben, wobei die Chargentemperatur
unter 10°C
gehalten wurde. Nach dem Ende der Zugabe wurde die Suspension mit
THF (40 ml) gespült
und zu der Reaktionsmischung hinzugegeben. Die Mischung wurde 30
Minuten lang bei 5–10°C und anschließend 30
Minuten lang bei Umgebungstemperatur gealtert. Die Mischung wurde
auf unter 10°C
abgekühlt.
Zu der Mischung wurde wäßrige Natriumcarbonatlösung (1,2
l, 10 Gew.-%) zugegeben, wobei die Chargentemperatur unter 10°C gehalten
wurde. Zu der Mischung wurde EtOAc (750 ml) zugegeben. Die organische
Schicht wurde abgetrennt, mit gesättigtem wäßrigem Natriumhydrogencarbonat
(600 ml) und anschließend
Wasser (500 ml) gewaschen. Die organische Schicht wurde im Vakuum
eingeengt und mit EtOAc gespült,
um restliches Wasser zu entfernen. Die Mischung wurde mit THF gespült, um restliches
EtOAc zu entfernen, und die THF-Lösung wurde für die nächste Reaktion
verwendet. Die Lösung
enthielt 74,1 g (92,2% Ausbeute) Produkt 2-6.
-
Schritt
K: Herstellung der Verbindungen 3-1 und 3-2
Verfahren A:
-
Zu einer kalten (–10°C) Lösung von Bis(trichlormethyl)carbonat
(Triphosgen) (3,0 g, 9,8 mmol) in wasserfreiem THF (60 ml) wurde
langsam eine Lösung
von Acetal 2-6 (9,5 g, 85 Gew.-%,
24 mmol) und Triethylamin (4,4 ml, 32 mmol) in wasserfreiem THF
(35 ml) zugegeben, wobei die Reaktionstemperatur unter 5°C gehalten
wird. Die Reaktionsmischung wurde 30 Minuten lang bei 5°C und 30
Minuten lang bei Umgebungstemperatur gealtert. Das überschüssige Phosgen
wurde mit einem Heliumstrom durch einen Gaswäscher, der wäßriges NaOH
enthielt, ausgetrieben. Zu der Mischung wurde wasserfreies THF (20
ml) zugegeben. Zu der resultierenden Suspension wurde Amin 1-8 (5,3 g, 94 Gew.-%, 26
mmol) und Triethylamin (4,4 ml, 32 mmol) bei 5°C zugegeben. Die Suspension
wurde 6 Stunden lang bei 40°C
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde auf Umgebungstemperatur abgekühlt und
bei 22°C
mit 2 M wäßriger Schwefelsäure (30
ml) versetzt. Die Mischung wurde 10 Stunden lang bei Umgebungstemperatur
gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde zu einer Mischung aus iPAc (50 ml) und
2 M wäßriger Schwefelsäure (15
ml) zugegeben. Die wäßrige Schicht
wurde abgetrennt und mit iPAc (50 ml) gewaschen. Zu der wäßrigen Schicht
wurde iPAc (50 ml) zugegeben und der pH-Wert der wäßrigen Schicht
durch Zugabe von festem Na2CO3 auf
8,2 eingestellt. Die organische Schicht wurde abgetrennt, zweimal
mit verdünntem
wäßrigem NaCl
(33 ml) gewaschen und im Vakuum eingeengt, um rohes 3-2 als ein Öl zu ergeben (24,7 g, 40,1
Gew.-%, 85%). Eine authentische Probe wurde durch Kieselgel-Säulenchromatographie
als ein Öl
gereinigt.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ 8,13
(d, J = 2,8 Hz, 1H), 7,60 (dd, J = 8,8 und 2,8 Hz, 1H), 7,04 (d,
J = 7,2 Hz, 1H), 6,70 (d, J = 8,8 Hz, 1H), 6,34 (d, J = 7,2 Hz,
1H), 6,32 (d, J = 2,8 Hz, 1H), 6,18 (d, J = 2,8 Hz, 1H), 5,59 (t,
J = 8,0 Hz, 1H), 4,81 (br. s, 1H), 3,91 (s, 3H), 3,62 (m, 2H), 3,39
(m, 2H), 3,11 (dd, J = 15,3 und 8,0 Hz, 1H), 2,97 (dd, J = 15,3
und 8,0 Hz, 1H), 2,68 (t, J = 6,4 Hz, 2H), 2,55 (t, J = 7,6 Hz,
2H), 2,01 (m, 2H), 1,89 (m, 2H) und 1, 35 (s, 9H) .
13C-NMR (101 MHz, CDCl3) δ 168,8, 163,8,
156,7, 155,7, 152,4, 145,3, 137,9, 136,8, 127,8, 113,5, 111,4, 111,0,
110,9, 107,6, 81,4, 53,5, 51,5, 43,0, 41,6, 39,8, 34,5, 29,3, 27,9,
26,3 und 21,4.
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Zu Verbindung 1-9 (zur Herstellung von 1-9 siehe US-Patent Nr. 6 048 861) (10,4
g, 35 mmol) wurde 6 M HCl (18 ml) unter Eiskühlung zugegeben. Die resultierende
Lösung
wurde 1,5 Stunden lang auf 35°C
erwärmt.
Der pH-Wert der Lösung
wurde mit 50 gew.%igem NaOH (–2
ml) bei Umgebungstemperatur auf etwa 7 eingestellt. Nach der Zugabe
von 2-Butanol (35 ml) zu der Mischung wurde der pH-Wert der wäßrigen Schicht
mit 50 gew-%igem NaOH (–2
ml) weiter auf etwa 11,5 eingestellt. Die organische Schicht wurde
abgetrennt, mit gesättigtem
wäßrigem NaCl
(10 ml) gewaschen und durch Destillation bei konstantem Volumen
getrocknet, um eine Lösung
von 1-8 in 2-Butanol zu ergeben.
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Eine Lösung von 2-6 (10,0 g, 29 mmol) und Triethylamin
(5,5 ml, 40 mmol) in THF (45 ml) wurde bei weniger als 0°C innerhalb
von 30 Minuten zu einer Lösung
von Bis(trichlormethyl)carbonat (3,51 g, 12 mmol) und THF (75 ml)
zugegeben. Die Mischung wurde 2 Stunden lang bei Umgebungstemperatur
gealtert. Zu der Mischung wurden die oben hergestellte 2-Butanollösung von 1-8 und Triethylamin (5,5
ml, 40 mmol) zugegeben. Die Mischung wurde 3 Stunden lang bei 45°C gealtert.
Zu der Mischung wurde Wasser (20 ml) zugegeben. Die organische Schicht
wurde abgetrennt. Zu der organischen Schicht wurde 2 M Schwefelsäure (40
ml) zugegeben und die Mischung 18 Stunden lang bei Umgebungstemperatur
gealtert. Zu der Mischung wurde iPAc (50 ml) zugegeben und die organische
Schicht abgetrennt. Die organische Schicht wurde mit 2 M Schwefelsäure (20
ml) extrahiert. Die vereinten wäßrigen Schichten
wurden mit iPAc (50 ml) gewaschen. Zu einer Mischung aus der resultierenden
wäßrigen Schicht
und iPAc (80 ml) wurde wäßriges Natriumhydroxid
(5 N, 40 ml) in einem Eisbad zugegeben, um den pH-Wert der wäßrigen Schicht
auf etwa 8,3 einzustellen. Die organische Schicht wurde abgetrennt
und mit Wasser (3 × 45
ml) gewaschen. Die Lösung,
welche das rohe 3-2 (12,0 g,
84%) in iPAc enthielt, wurde ohne weitere Reinigung im nächsten Schritt
verwendet.
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Schritt
L: Herstellung von Verbindung 3-3
-
Verfahren A:
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Zu einer Lösung von t-Butylester (3-2, 37,1 Gew.-% in iPAc,
50 g, 18,6 g berichtigt, 0,101 mol) und Anisol (21,9 g) wurde langsam
bei 2–3°C Trifluoressigsäure (462
g) zugegeben. Die resultierende Mischung wurde bis zum Reaktionsende
bei Raumtemperatur gerührt
(4,5 Stunden). Trifluoressigsäure
wurde unter Vakuum entfernt. Isopropylacetat (100 ml) wurde zugegeben,
und die Lösungsmittel
wurden unter Vakuum entfernt. Der Kolben wurde mit Eis und 170 ml
iPAc abgekühlt,
gefolgt von der langsamen Zugabe von gesättigtem wäßrigem NH4OH
(170 ml) bis zu einem pH-Wert von 10,4. Die wäßrige Schicht wurde abgetrennt,
mit 300 ml iPAc gewaschen und unter Vakuum bis zu einem pH-Wert
von 6,5 eingeengt. Die resultierende Lösung wurde einer Harzsäule (Amberchrome
CG-161C, Toso-Haas)
unterworfen und zunächst
mit Wasser eluiert, um Trifluoressigsäure zu entfernen. Anschließend wurde
50% Aceton/ Wasser verwendet, um das erwünschte Produkt zu eluieren.
Die produkthaltigen Fraktionen wurden vereint, im Vakuum eingeengt
und bei 5°C
gealtert. Die resultierenden Feststoffe wurden filtriert und mit
kaltem Wasser gewaschen, um 37,5 g Carbonsäure 3-3 (85%) zu ergeben. Verbindung 3-3 kann aus wäßrigen Alkoholen,
wie z. B. Methanol, Ethanol oder Isopropanol, oder aus wäßrigem Aceton
umkristallisiert werden.
1H-NMR (400
MHz, CD3OD): δ 8,16 (d, J = 2,6 Hz, 1H), 7,73
(dd, J = 8,6 und 2,6 Hz, 1H), 7,45 (d, J = 7,4 Hz, 1H), 6,81 (d,
J = 8,6 Hz, 1H), 6,54 (d, J = 3,1 Hz, 1H), 6,53 (d, J = 7,4 Hz,
1H), 6,50 (d, J = 3,1 Hz, 1H), 5,70 (dd, J = 11,6 und 4,2 Hz, 1H),
3,90 (s, 3H), 3,76 (ddd, J = 14,1, 9,7 und 4,2 Hz, 1H), 3,51 (dt,
J = 14,1 und 5,0 Hz, 1H), 3,46 (m, 2H), 2,99 (dd, J = 14,0 und 11,6
Hz, 1H), 2,85 (dd, J = 14,0 und 4,2 Hz, 1H), 2,77 (t, J = 6,4 Hz,
2H), 2,70 (ddd, J = 13,8, 8,2 und 6,0 Hz, 1H), 2,50 (dt, J = 13,8
und 8,0 Hz, 1H) und 2,16–1,85
(m, 4H).
13C-NMR (101 MHz, CD3OD): δ 177,6,
163,9, 153,8, 152,2, 148,8, 145,0, 140,1, 137,9, 128,6, 118,2, 111,1, 110,4,
109,5, 108,6, 52,1, 41,5, 40,8, 40,3, 28,9, 28,1, 25,1 und 19,4.
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Verfahren B:
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Zu einer Lösung on 3-2 (140 mg/ml, 220 ml, 30,8 g, 62,4 mmol)
in iPAc wurde wäßrige Schwefelsäure (3,06
M, 150 ml) zugegeben, wobei die Chargentemperatur unter 10°C gehalten
wurde. Die wäßrige Schicht wurde
abgetrennt und 3 Stunden lang bei 40°C gealtert. Die Lösung wurde
auf 10°C
abgekühlt.
Der pH-Wert der Lösung
wurde mit 50 gew.-%igem Natriumhydroxid auf etwa 2 eingestellt,
und SP207-Harz (310 ml) wurde zugegeben. Der pH-Wert der resultierenden
Suspension wurde mit 50 gew.-%igem Natriumhydroxid auf etwa 5,9
eingestellt und die resultierende Suspension 4 Stunden lang bei
Umgebungstemperatur gealtert. Die Suspension wurde filtriert und
das Harz mit 930 ml Wasser gewaschen. Das Harz wurde mit 70% Aceton-Wasser (Vol./Vol.,
1,5 l) gewaschen. Die produkthaltigen Fraktionen wurden vereint
und eingeengt, um Aceton zu entfernen. Die resultierende Suspension
wurde auf 5°C
abgekühlt.
Das Produkt wurde durch Filtration gesammelt und mit 20 ml kaltem
Wasser gewaschen. Die Kristalle werden bei 30°C unter Vakuum getrocknet, um 3-3 zu ergeben (23,5 g, 86%
Ausbeute).
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Verfahren C:
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Eine Lösung von 3-2 in iPAc (9,5 g, 19,2 mmol, 110 ml)
wurde mit wäßriger Schwefelsäure (3 M,
47,5 ml) extrahiert. Die wäßrige Schicht
wurde abgetrennt und 3 Stunden lang bei 40°C unter Stickstoff gerührt, bis die
Hydrolyse beendet war. Die Mischung wurde auf etwa 5°C abgekühlt und
der pH-Wert mit wäßrigem Natriumhydroxid
(50 gew.-%ig) auf etwa 1 eingestellt. Die Mischung wurde mit Methanol
(71,3 ml) versetzt. Der pH-Wert wurde mit wäßrigem Natriumhydroxid (50
gew.-%ig) weiter auf etwa 5,0 eingestellt, und weiteres Methanol
(71,3 ml) wurde zugegeben. Schließlich wurde der pH-Wert mit
wäßrigem Natriumhydroxid
(50 gew.-%ig) auf etwa 5,9 eingestellt. Die Suspension wurde 1 Stunde
lang bei Umgebungstemperatur gerührt und
das resultierende Salz abfiltriert und mit Methanol (2 × 20 ml)
gewaschen. Die mit dem Filtrat vereinten Waschlösungen wurden eingeengt und
mit Isopropanol gespült,
um Methanol und Wasser zu entfernen. Die resultierende Suspension
wurde bei 60°C
gerührt,
um eine homogene Lösung
zu erhalten. Die Lösung
wurde langsam auf 5°C
abgekühlt.
Die Suspension wurde filtriert, mit kaltem Isopropanol (20 ml) gewaschen
und unter vermindertem Druck getrocknet, um farbloses kristallines 3-3 zu ergeben (8,1 g, 94
Gew.-%, 91%).
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Schritt
M: Herstellung von Verbindung 3-4
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Eine Suspension von 3-3 (105 g), Wasser (247 ml), 5 M NaOH
(84 ml) und 20% Pd(OH)2/C (21 g) wurde 18
Stunden lang bei 120 psi H2 und 80°C hydriert.
Der pH-Wert wurde durch Zugabe von konzentrierter HCl (18 ml) auf
9,0 eingestellt. Die Feststoffe wurden durch Filtration durch ein
Solka-Flok-Kissen (13 g) filtriert und das Kissen mit 200 ml Wasser
gespült.
Der pH-Wert der wäßrigen Lösung wurde
durch Zugabe von konzentrierter HCl auf 6,4 eingestellt und die
Lösung
angeimpft und 1 Stunde lang bei 0°C
gealtert. Die Feststoffe wurden durch Filtration gesammelt und unter
trockenem Stickstoff bei Raumtemperatur 24 Stunden lang getrocknet,
um 84,5 g (80%) 3-4 als einen
farblosen kristallinen Feststoff zu ergeben. 3-4 ist eine hochkristalline Verbindung,
die durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung in > 99,5%igem Enantiomerenüberschuß und > 99,5%iger chemischer
Reinheit, ermittelt durch Hochleistungsflüssigchromatographie, gebildet
wird. Das 300-MHz-NMR-Spektrum in CD3OD
war identisch mit dem in US-Patent
Nr. 6 017 926 offenbarten Spektrum.
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Die erhaltene kristalline Form wurde
durch eine Differentialscanningkalorimetriekurve bei einer Aufheizgeschwindigkeit
von 10°C/Minute
unter Stickstoff charakterisiert, wobei eine kleine Endotherme mit
einer Spitzentemperatur von etwa 61°C aufgrund von Lösungsmittelverlust
und eine große
Schmelzendotherme mit einer Spitzentemperatur von etwa 122°C (extrapolierter
Beginn des Temperaturanstiegs bei etwa 110°C) zu sehen ist. Die Röntgenpulverbeugung
zeigte Absorptionsbanden bei spektralen d-Werten von 3,5, 3,7, 4,3, 5,0,
5,7, 7,1 und 7,5 Angström.
Das FT-IR-Spektrum (in KBr) zeigte Absorptionsbanden bei 2922, 2854,
1691, 1495, 1460, 1377, 1288, 1264 und 723 cm–1.
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Der durch Karl-Fischer-Titration
ermittelte Wassergehalt betrug 1,7 Gew.-% (der theoretische Wert
für ein
Halbhydrat ist 2,0%) .
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Alternativer
Weg zu 3-4 aus 3-2:
Schritt A: Herstellung von Verbindung 3-5
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Eine Lösung von 3-2 (3,40 g) in Methanol (40 ml) wurde
unter 40 psi Wasserstoff in Gegenwart von Pd(OH)2 (1,36
g) 3 Tage lang bei 40°C
hydriert. Der Katalysator wurde durch ein Solka-Flok-Kissen abfiltriert und
mit MeOH (5 ml) gespült.
Das Filtrat und die Waschlösungen
wurden vereint und eingeengt. Der Rückstand wurde durch Kieselgel-Säulenchromatographie
gereinigt, wobei eine Mischung aus EtOAc, EtOH, konz. NH4OH und Wasser (100 : 0 : 0 : 0 bis 95 :
4,2 : 0,4 : 0,4) als Elutionsmittel verwendet wurde. Die produkthaltigen
Fraktionen wurden vereint und im Vakuum eingeengt, um 3-5 (2,20 g) als ein Öl zu ergeben.
1H-NMR250 MHz, CDCl3): δ 8,06 (d,
J = 2,5 Hz, 1H), 7,57 (dd, J = 8,6 und 2,5 Hz, 1H), 7,01 (d, J =
7,3 Hz, 1H), 6,70 (d, J = 8,6 Hz, 1H), 6,33 (d, J = 7,3 Hz, 1H),
5,40 (t, J = 8,2 Hz, 1H), 4,76 (breites s, 1H), 3,91 (s, 3H), 3,40–3,33 (m,
2H), 3,33–3,14
(m, 5H), 2,97–2,82
(m, 3H), 2,66 (t, J = 6,3 Hz, 2H), 2,51 (t, J = 7,7 Hz, 2H), 1,93–1,76 (m,
4H) und 1,36 (s, 9H).
13C-NMR (63,9
MHz, CDCl3): δ 169,5, 163,5, 159,9, 156,5,
155,3, 145,2, 138,3, 136,8, 126,9, 113,5, 111,1, 110,7, 80,9, 53,3,
50,5, 43,7, 42,5, 41,4, 38,2, 37,5, 34,5, 27,7, 27,4, 26,1 und 21,2.
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Schritt
B: Herstellung von Verbindung 3-4
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Zu einer Lösung von 3-5 (418 mg) und Anisol (0,42 ml) in Dichlormethan
(1,26 ml) wurde TFA (0,84 ml) bei Umgebungstemperatur zugegeben.
Nach dem Rühren über Nacht
wurde weitere TFA (0,4 ml) zugegeben und die Mischung weitere 4
Stunden gerührt.
Die Mischung wurde im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wurde durch Kieselgel-Säulenchromatographie
mit einer Mischung aus EtOAc : EtOH : konz. Ammoniumhydroxid : Wasser
(95 : 4,2 : 0,4 : 0,4 bis 50 : 42 : 4 : 4) als Elutionsmittel gereinigt.
Die produkthaltigen Fraktionen wurden gesammelt und im Vakuum eingeengt,
um 3-4 (290 mg) zu ergeben.