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Diese Erfindung betrifft neuartige
Borrelidinderivate, genauer neuartige Borrelidinderivate, die durch
Transformieren der Carboxylgruppe auf dem Cyclopentanring von Borrelidin
hergestellt wird. Darüber
hinaus betrifft die Erfindung pharmazeutische Zusammensetzungen,
die solche Verbindungen enthalten, und die Verwendung dieser Verbindungen
zur Herstellung pharmazeutischer Zusammensetzungen.
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Die erfindungsgemäßen neuartigen Verbindungen
zeichnen sich durch eine wertvolle biologische Effizienz aus, denn
sie weisen eine bemerkenswerte angionesehemmende sowie eine antimetastatische
Wirkung auf.
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Bekanntlich ist die Angiogenese ein
Phänomen,
bei dem Blutgefäße im Organismus
gebildet werden und ein neues Gefäßsystem entsteht. Die Angiogenese
kann abhängig
vom Wachstum und der Funktion der Endothelzellen sehr unterschiedliche Formen
annehmen und kann eigentlich als eine bestimmte Art von Kaskadenreaktionen
angesehen werden. Die Angiogenese findet unter normalen physiologischen
Umständen
als Teil der Evolution und der Reproduktionsprozesse bei Embryonen,
Föten, in
der Plazenta, im Uterus und ähnlichen
Organen statt. Sie kann jedoch auch Teil eines pathologischen Prozesses
sein, der mit der Wundheilung, einer Infektion sowie Tumorwachstum
einhergeht und außerdem
die Bildung von Tumormetastasen fördern kann.
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Aus der Literatur und der klinischen
Beobachtung ist schon lange bekannt, dass der Großteil der
Krebspatienten an Metastasen stirbt. In den letzten Jahren hat sich
die Situation dank der Strahlentherapie und der Chemotherapie gebessert,
aber die erreichten Ergebnisse sind keineswegs beruhigend.
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Aufgrund der Ergebnisse, die durch
die Untersuchung der pathobiologischen Merkmale maligner Erkrankungen
erhalten wurden, hat sich in den letzten Jahren ein neuer Trend
bei der Forschung nach Antitumormedikamenten herausgebildet. Es
ist auf diese neue Tendenz zurückzuführen, dass
man bei der Planung neuartiger Wirkstoffe nicht nur nach Wirkstoffen
forscht, die das Wachstum von Tumorgewebe hemmen, sondern auch andere
pathobiologische Vorgänge
untersucht (Immortalisierung, Metastasen, programmierter Zelltod,
Angiogenese), die für die
Aufrechterhaltung der Bösartigkeit
verantwortlich sind. Unter diesen Vorgängen verdient die Bildung neuer
Blutgefäße besondere
Aufmerksamkeit, weil dadurch eine kontinuierliche Blutzufuhr für die wachsenden
Tumoren sichergestellt wird. Fehlt diese dagegen, sterben die Tumorzellen
ab. Aus tumorbiologischen Untersuchungen kann der Schluss gezogen werden,
dass das Fortschreiten maligner Erkrankungen als Funktion der Angiogenese
angesehen werden kann, und der Übergang
vom prämalignen
Zeitraum in den invasiven Zeitraum sowie der Übergang vom ruhenden Zustand
der Tumorzellpopulation zur Proliferation kann in engen Zusammenhang
mit der Bildung von Blutgefäßen gebracht
werden.
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Somit zielt die Erforschung von Medikamenten
gegen Tumoren heute auf die Planung und Entwicklung von Molekülen ab,
die neue Angriffspunkte aufweisen und mit deren Hilfe Krebs effizienter
geheilt werden kann als bisher. Bei diesen neuartigen Molekülen liegt
die Priorität
auf einer Gruppe von Antiangiogenesemitteln, die durch Hemmung der
Bildung neuer Gefäße und daher
der Bildung von Metastasen ein neues Zeitalter für die Behandlung von Tumorerkrankungen
einläuten
können.
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Von verschiedenen Verbindungen ist
bekannt, dass sie die Angiogenese hemmen. Von diesen sind folgende
als Beispiele aufzuführen,
die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben: angiostatische
Steroide [Folkman J. et al., Science 221, 719 (1993)] wie Cortison,
das die Funktion der Endothelzellen hemmt; Medroxyprogesteronacetat, das
die Herstellung des Plasminogenaktivators durch die Endothelzellen
hemmt [Nicosia, R. F. und Ottinetti, A., Lab. Invest. 63, 115 (1990]],
Fumagillin, das die Bildung von Tubuli hemmt [Ingber, D. et al.,
Nature 348, 555 (1990)]; ein Polysaccharidsulfat (SD-4152), das
die Migration und Multiplikation der Endothelzellen hemmt; und die
Retinsäure,
die für
die Differenzierung und Umwandlung der Endothelzellen verantwortlich
ist [Tsutomu Oikawa, Kekkan – Naihi
2,470 (1992)]. Jedoch wirkten diese Substanzen in der klinischen
Praxis nicht als Angiogenesehemmer, denn einige riefen starke Nebenwirkungen
hervor und bei den anderen war die Zielwirkung unzureichend.
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Der erste selbst klinisch wirksame
Angiogenesehemmer war α-Interferon
[Bronty-Boye, D.
und Zetter, B. E., Science 208, 516 (1980); Sidky, Y. A. und Borden,
E. C., Cancer Res., 47, 5155 (1987)]. Derzeit laufen klinische Versuche
mit verschiedenen angiogenesehemmenden Verbindungen mit unterschiedlichen
chemi schen Strukturen. Bei diesen Verbindungen handelt es sich beispielsweise
um Derivate von Fumagillin, z. B. AGM-1470 [Kusaka, M. et al., Biophys.
Res. Comm. 174, 1070 (1991)]; 3-(2,4-Dimethylpyrrol-5-yl)-indolin-2-on
(SU-5416), U.S. 5,792,783; 5-Methylisoxazol-4-carbonsäure-N-[4-trifluoromethyl)-phenyl]-amid (Leflunomide, SU-101),
US-A-5,610,173; 2 (R)-Isobutyl-3(S)-dihydroxy-N-[2,2-dimethyl-1(S)-(N-methylcarbamoyl)-propyl]-succinamid
(Marimastat); 3β-[{3-[(4-Aminobutyl)-amino]-propyl}-amino]-5α-cholestan-7,24-diol-24-hydrogensulfat (Squalamine), US-A-5,192,756;
ZD4190, ein Hemmer des vaskulären
Endothelwachstumsfaktors usw.
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Vor kurzem haben japanische Autoren
beschrieben, dass das bekannte Borrelidin [chemisch: 2'-(7-Cyano-8,16-dihydroxy-9,11,13,15-tetramethyl-l8-oxo-oxacyclooctadeca-4,6-dien-2-yl)-cyclopentan-1'-carbonsäure], bei
dem es sich um ein Makrolid-Antibiotikum mit einem 18-gliedrigen
Ring handelt [Keller-Schierlein, W., Experientia 22, 476 (1966);
Helvetica Chim. Acta 50, 731 (1967); Anderson, B. F. et al., Aust.
J. Chem. 42, 717 (1989)] eine angionesehemmende Wirkung hat, und
zwar aufgrund der Eigenschaft, dass es den programmierten Zelltod
der zellbildenden kapillaren Tubuli auslöst [Wakabayashi, T. et al.,
J. Antibiot. 50, 671 (1997)]. Darüber hinaus wurde bewiesen,
dass es wirksam gegen die Zelllinien WiDr bei Dickdarmkrebs beim Menschen
und PC-3 bei Prostatakrebs beim Menschen ist (JP-OS Nr. 8-173,176
und 9-227,549).
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Ferner ist bekannt, dass das Borrelidin
antibakteriell, antiviral, herbizid und Insektizid wirkt und einen
mittleren LD50-Wert hat (Glasby, J. S.,
Encyclopedia of Antibiotics, S. 145, J. Wiley (Herausg.,), 1979).
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Aus der Literatur ist bekannt – und wird
auch durch unsere eigenen Untersuchungen gestützt -, dass die Wirksamkeit
von Borrelidin auf zwei tumorbiologische Vorgänge gerichtet ist: die Proliferation einerseits
und die Bildung von Kapillaren durch die Endothelzellen, d. h. die
Angiogenese, andererseits. Obwohl die Sensibilität der beiden Zellfunktionen
unterschiedlich ist (wobei ein etwa fünffacher Unterschied zugunsten
der Kapillarbildung besteht), ist diese Selektivität trotzdem
von geringerem Grad, wenn wir die auf anderen Zellarten gerichtete
Hemmung der Zellbildung betrachten. Die Erfindung hat das Ziel,
die beiden zellbiologischen Wirkungen zu trennen, indem sie die
Struktur von Borrelidin modifiziert. Genauer geht es bei der Erfindung
um die Herstellung neuartiger Borrelidinderivate, die wesentlich stärker auf
die Kapillarbildung durch die Endothelzellen als auf die Zellproliferation
wirken, und zwar durch die Umwandlung der Carboxylgruppe auf dem Cyclopentanring
des Borrelidinmoleküls.
Nach unserer Hypothese wird in der klinischen Praxis nämlich ein
angionesehemmender Wirkstoff gebraucht, der die Zellproliferation
nur in höheren
Dosen hemmt. (Hier ist zu erwähnen,
dass die Selektivität
der bekannten angiogenesehemmenden Verbindungen insofern überwiegt,
als sie die Proliferation von Endothelzellen definitiver hemmen
als die Teilung der anderen Zellen des Organismus.) Bei unseren
Untersuchungen haben wir überraschend
beobachtet, dass die neuartigen Borrelidinderivate der allgemeinen Formel
(I)

diese Vorgaben vollständig erfüllen.
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Diese Erkenntnis ist für den Fachmann überraschend,
weil in der Literatur nur wenige Borrelidinderivate bekannt sind,
d. h. sein Methylester und das Diacetat des Methylesters wurden
durch Anderson, K., und Rickards, R. W. hergestellt [Nature 206,
269 (1965)]. Außerdem
wurden sein Benzylester und das bis-O-(4-Nitrobenzoyl)derivat des Borrelidinmethylesters
von Berger, J. et al. [Arch. Biochem. 22, 476 (1949)] beschrieben.
Von keinem dieser Autoren wurde jedoch eine biologische Wirkung
dieser Verbindungen erwähnt.
Andererseits haben laut der Literatur nur diejenigen Borrelidinderivate
eine angionesehemmende Wirkung, in denen die auf dem Cyclopentanring
befindliche Carboxylgruppe nicht substituiert ist. Solche Verbindungen
sind beispielsweise in JP-OS 09 227 549-A (Kokai) beschrieben, die
Verbindungen nennt, in denen eine Nitril- oder Carboxylgruppe an
der Position 7 des Borrelidingerüsts
an das Kohlenstoffatom gebunden ist und ein Wasserstoffatom oder
eine niedere Alkylgruppe an der Position 9 an das Kohlenstoffatom
gebunden ist.
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Auf der Grundlage der vorstehenden
Ausführungen
betrifft die Erfindung Verbindungen der allgemeinen Formel (I),
in der
R für
eine Gruppe der allgemeinen Formel -COOR1, -CONR2R3 oder -CONR4CONR4R5 steht,
wobei:
R1 für eine C1-6-Alkylgruppe,
die mit einer Hydroxyl-, Amino-, Di(C1-4-alkyl)aminogruppe
oder einer 5-8-gliedrigen gesättigten,
stickstoffhaltigen heterocyclischen Gruppe (die neben dem Stickstoffatom
sogar ein Sauerstoffatom oder ein oder zwei weitere Stickstoffatome
enthalten kann), oder mit einer 5- oder 6-gliedrigen, stickstoffhaltigen
aromatischen heterocyclischen Gruppe (die neben dem Stickstoffatom
sogar ein Sauerstoffatom oder ein oder zwei weitere Stickstoffatome
enthalten kann) substituiert ist; oder eine C3-6-Cycloalkylgruppe
steht;
R2 und R3 gleich
oder voneinander verschieden sind und unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom
oder eine C1-6-Alkylgruppe, die ggfs. mit
einem Halogenatom, einer Hydroxyl-, Amino-, C2-
5-Alkoxycarbonyl-, Di(C1-4-alkyl)aminogruppe
oder einer 5-8-gliedrigen gesättigten,
stickstoffhaltigen heterocyclischen Gruppe (die neben dem Stickstoffatom
sogar ein Sauerstoffatom oder ein oder zwei weitere Stickstoffatome
enthalten kann), oder mit einer 5- oder 6-gliedrigen, aromatischen
homocyclischen Gruppe oder einer aromatischen heterocyclischen Gruppe,
die ein Sauerstoff- und/oder Stickstoffatom enthält, substituiert ist; eine
5- oder 6-gliedrige Cycloalkyl- oder
eine Heteroarylgruppe stehen;
R4 und
R5 gleich oder voneinander verschieden sind und
unabhängig
voneinander für
ein Wasserstoffatom oder eine C1-6-Alkylgruppe,
eine C3-
6-Cycloalkylgruppe
oder eine ggfs. substituierte Phenylgruppe stehen,
sowie ihre
Tautomere, Solvate, deren Gemische und die Säureadditionssalze aller dieser
Verbindungen.
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Hier sei erwähnt, dass die Buchstaben (R) und
(S) in der Zeichnung der allgemeinen Formel (I) die absolute Konfiguration
der entsprechenden Kohlenstoffatome bezeichnen.
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In der Aufzählung der Bedeutungen der Substituenten
der Verbindungen der allgemeinen Formel (I) bezieht sich die Bezeichnung
"Alkylgruppe" sowohl auf gerad- als auch verzweigtkettige Gruppen. Solche
Gruppen sind beispielsweise die Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-,
Isobutyl-, sec-Butyl-, tert-Butyl-, Pentyl-, Isopentyl-, Neopentyl,
tert-Pentyl, 1-Ethylpropyl-, Hexyl- und Isohexylgruppen.
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Die Cycloalkylgruppe kann eine Cyclopropyl-,
Cyclopentyl- oder Cyclohexylgruppe sein.
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Das Halogenatom kann ein Chlor- oder
Bromatom sein.
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In der Bedeutung von R1,
R2 und R3 kann die 5-8-gliedrige
gesättigte,
stickstoffhaltige heterocyclische Gruppe beispielsweise, aber nicht
ausschließlich
eine 1-Pyrrolidinyl-,
1-Piperidinyl-, Hexahydro-1H-azepin-1-yl-, Octahydroazocin-1-yl-,
Piperazinyl- und Morpholinylgruppe sein.
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In der Bedeutung von R2 und
R3 kann die C2-5-Alkoxycarbonylgruppe
beispielsweise, aber nicht ausschließlich eine Carbomethoxymethyl-,
Carbo-t-butyloxymethyl-, Carbomethoxyethyl- und Carbomethoxypropylgruppe
sein.
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In der Bedeutung von R2 und
R3 kann die 5- oder 6-gliedrige aromatische
homocyclische Gruppe beispielsweise, aber nicht ausschließlich eine
Phenyl- oder substituierte Phenylgruppe sein.
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In der Bedeutung von R1,
R2 und R3 bedeuten
die Bezeichnungen "5- oder 6-gliedrige
aromatische heterocyclische Gruppe, die Sauerstoff und/oder Stickstoff
enthält"
bzw. "Heteroarylgruppe" beispielsweise, aber nicht ausschließlich die
folgenden Gruppen: Furyl-, Pyrrolyl-, Oxazolyl-, Isoxazolyl-, Imidazolyl-,
Pyrazolyl-, 1,2,3-Oxadiazolyl-, 1,2,4-Oxadiazolyl-, 1,3,4-Oxadiazolyl-,
1,2,3-Triazolyl-, 1,2,4-Triazolyl-, Pyridazinyl-, Pyrimidinyl-,
Pyrazinyl-, 1,3,5-Triazinyl-, 2-Pyridyl-,
3-Pyridyl- und 4-Pyridylgruppen.
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Unter dem Begriff "Salze", die mit
den Verbindungen der allgemeinen Formel (I) gebildet werden, sind
die Salze zu verstehen, die mit physiologisch verträglichen
anorganischen und organischen Säuren
gebildet werden. Solche Säuren,
die für
die Salzbildung geeignet sind, sind z. B. Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Phosphorsäure oder
Schwefelsäure.
Als organische Säure
können
beispielsweise Ameisensäure,
Essigsäure,
Maleinsäure,
Fumarsäure,
Bernsteinsäure,
Milchsäure,
Citronensäure oder
Methansulfonsäure
verwendet werden.
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Eine vorteilhafte Gruppe der erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel (I) umfasst Verbindungen der allgemeinen
Formel (I), in der R für
die allgemeine Formel -CONR2R3 steht,
in der R2 und R3 ein
Wasserstoffatom bedeuten oder entweder R2 oder
R3 ein Wasserstoffatom und der. andere Rest
eine C
1-6-Alkylgruppe
bedeutet, die durch eine 5- oder 6-gliedrige aromatische heterocyclische Gruppe,
welche ein Stickstoffatom enthält,
substituiert ist.
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Um die Verbindungen der allgemeinen
Formel (I) herzustellen, kann man die aus der Literatur allgemein
bekannten Verfahren der Veresterung, Amidierung bzw. Reduktion verwenden,
die z. B. in "Synthetic Organic Chemistry" (Wagner, R. B. und Zook,
H. D., Wiley, New York, 1956) beschrieben sind.
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Die Verbindungen der allgemeinen
Formel (I) können
durch Anpassen der vorstehenden allgemeinen Verfahren hergestellt
werden, z. B. durch Einsatz folgender Prozesse:
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- a) Reaktion eines Säurechlorids, das aus Borrelidin
mit einem geeigneten Alkohol oder Amin gebildet wurde,
- b) direkte Veresterung oder Amidierung von Borrelidin in Gegenwart
eines Carbodiimids und einer Base,
- c) Umesterung eines aus Borrelidin gebildeten Esters mit einem
geeigneten Alkohol,
- d) Reaktion von Borrelidinmethylester mit einem geeigneten Amin,
- e) Bildung eines aktiven Esters aus Borrelidin, z. B. mit N-Hydroxybenztriazol
gefolgt von der Reaktion mit einem geeigneten Alkohol oder Amin,
- f) Bildung eines gemischten Anhydrids aus Borrelidin, z. B.
mit Chlorameisensäureester
gefolgt von der Reaktion mit einem geeigneten Amin,
- g) Reduktion eines aus Borrelidin gebildeten gemischten Anhydrids
mit einem Metallhydrid zu einem Alkohol,
- h) Alkylierung bzw. Acylierung eines aus Borrelidin hergestellten
Alkohols.
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Wir haben herausgefunden, dass die
erfindungsgemäßen neuartigen
Borrelidinderivate besonders bevorzugt durch Umsetzung eines aktiven
Derivats, das in Ge genwart von Carbodiimid aus Borrelidin mit N-Hydroxybenztriazol
gebildet wurde, mit einem geeigneten Alkohol hergestellt werden
können.
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Die Reaktion wird in inerten Lösungsmitteln, am
meisten bevorzugt in Tetrahydrofuran durchgeführt. Im Verfahren wird Dicyclohexylcarbodiimid (DCC)
als Carbodiimid und Dimethylaminopyridin (DMAP) als Base verwendet.
Geeignet ist die Verwendung eines Überschusses von 10 Mol aus
der Alkoholkomponente. Die Reaktion wird bei einer Temperatur zwischen
0 und 50°C,
vorzugsweise bei 20°C,
unter 1 bis 8 Stunden, vorzugsweise 3 Stunden Rühren durchgeführt.
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Die Säureamidderivate von Borrelidin
werden bevorzugt z. B. mit dem mit Chlorameisensäureester hergestellten gemischten
Anhydridderivat hergestellt. Die Reaktion kann in inerten wasserfreien
Lösungsmitteln
wie z. B. Tetrahydrofuran, Dichlormethan oder Kohlenstofftetrachlorid
durchgeführt werden.
Triethylamin, Pyridin und Dimethylaminopyridin können als säurebindendes Mittel verwendet werden.
Von dem zu kuppelnden Amin können
1 bis 1 Mol verwendet werden. Die Reaktion wird durch Rühren bei
einer Temperatur zwischen –20
und +20°C über 1 bis
8 Stunden durchgeführt.
In unserem am meisten bevorzugten Verfahren wird das gemischte Anhydridderivat
bei –20°C in wasserfreiem Tetrahydrofuran
in Gegenwart von Triethylamin mit Isobutylchlorformiat gebildet.
Anschließend
wird die Reaktion 3 Stunden lang mit 5 Mol Amin durchgeführt.
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Das Alkoholderivat von Borrelidin
wird bevorzugt aus einem geeigneten gemischten Anhydridderivat von
Borrelidin durch Reduktion mit einem wässrigen Metallhydridkomplex,
vorzugsweise Natriumborhydrid, in Tetrahydrofuran bei –20°C hergestellt.
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Die Alkylierung bzw. Acylierung des
Alkoholderivats von Borrelidin kann auf jede bekannte Weise erfolgen.
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Für
den Fachmann ist offenkundig, dass bei der Herstellung von Verbindungen
der allgemeinen Formel (I), die Ausgangsverbindungen haben, in denen
bestimmte Substituenten eine oder mehrere reaktive Gruppen enthalten,
welche in einer bestimmten Reaktion nicht umgewandelt werden sollen,
diese Gruppe(n) auf in der organischen Chemie bekannte Weise geschützt werden
können.
Nach der Reaktion auf eine solche Weise, dass andere Teile des Moleküls die unerwünschte Umwandlung
nicht durchlaufen, werden die Schutzgruppe(n) entfernt. Um diese Gruppen
zu schützen,
verwendet man üblicherweise die
bekannten Schutzgruppen. Solche Schutzgruppen sind beispielsweise
aus dem Buch "Protective Groups in Organic Synthesis" von Greene,
T. W. und Wuts, P. (John Wiley & Sons,
New York, 1991) bekannt.
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Ein Teil der erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel (I) enthält
ein basisches N-Atom, das sich zur Salzbildung eignet. Solche Basen
der allgemeinen Formel (I) können
auf bekannte Weise zu – vorzugsweise
pharmazeutisch verträglichen – Säureadditionssalzen
umgewandelt werden, zum Beispiel durch Lösen der Base in einem geeigneten
organischen Lösungsmittel
und Zugabe der geeigneten Säure
oder einer Lösung
der Säure,
die mit einem geeigneten organischen Lösungsmittel hergestellt wurde.
Das auf diese Weise erhaltene Salz wird durch Filtration oder Verdampfen
des Lösungsmittels
im Vakuum abgetrennt. Auf Wunsch kann es auf bekannte Weise gereinigt
werden, z. B. durch Umkristallisation.
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Wie bereits erwähnt, haben die erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel (I) eine wertvolle biologische Wirkung. Genauer
gesagt haben sie eine bemerkenswerte angiogenesehemmende Wirkung,
die mit sehr günstiger
Selektivität einhergeht.
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Der angiogenesehemmende Effekt der
erfindungsgemäßen Verbindungen
wurde durch Messung der Wirkung auf die Proliferation von und die
Kapillarbildung durch die Endothelzellen festgestellt. Die Testverfahren
sind im Folgenden aufgeführt.
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Prüfung der
Zellproliferation
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Die Endothelzellen ECV 304 (DSMZ
Nr. ACC310) wurden in vitro in einer Einschichtkultur in einem Kulturmedium
RPMI 1640 (Sigma, USA), das 10% Kalbsfötusserum enthielt (Protein
GMK, Gödöllö, Ungarn),
vermehrt. Das Borrelidin und seine erfindungsgemäßen neuartigen Derivate der
allgemeinen Formel (I) wurden im exponentiellen Zeitraum der Kultur
zugesetzt, um die verschiedenen Endkonzentrationen (0,1 bis 100 μg/ml) zu
erreichen. Das Wachstum der Zellkultur wurde in einem Fluoroscan Ascent
FL-Apparat auf der Grundlage der Veränderung in der DNA-Menge, die
mit Hilfe der Hoechst 33342-Färbung
gemessen wurde, verfolgt.
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Sogar bei einer aus menschlicher
Nabelschnur (HUVEC) hergestellten Zellkultur war ein ähnlicher
proliferationshemmender Effekt von Borrelidin und der erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel (I) auf die Endothelproliferation zu beobachten.
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Untersuchung
der Endothelkapillarbildung
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Basalmembranproteingel, das aus die
Kapillarbildung induzierendem Maus-EHS-Tumor hergestellt worden war, wurde
auf die ECV 304-Endothelzellen aufgebracht. Die Behandlung mit dem
Borrelidin und den erfindungsgemäßen Verbindungen
der allgemeinen Formel (I) wurde auf die gleiche Weise durchgeführt wie
bei der Untersuchung der Zellproliferation. Der Grad, zu dem die
Zellen an der Kapillarbildung beteiligt sind, wurde mikroskopisch
und mit Hilfe eines morphometrischen Programms untersucht, und die
auf diese Weise gewonnenen Daten wurden in Prozent der unbehandelten
Kontrollgruppe ausgedrückt.
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Ergebnisse
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Die beiden Verfahren erwiesen sich
als geeignet für
den Nachweis, dass die erfindungsgemäßen neuartigen Borrelidinderivate
die Erfordernis erfüllen,
die Kapillarbildung selektiv zu hemmen. Es wurde nämlich festgestellt,
dass die die Zellproliferation hemmende Wirkung der neuartigen Derivate
der allgemeinen Formel (I) in Bezug auf Borrelidin eindeutig abnimmt,
während
sich die die Kapillarbildung hemmende Wirkung nur geringfügig oder
gar nicht ändert.
Der relative Selektivitätsgrad
wurde für
jede Verbindung dadurch bestimmt, dass man die Verhältnisse
der Wirkstoffkonzentrationen, die die Zellproliferation bei 50%
und die Kapillarbildung hemmen, multiplizierte. (Die Verhältnisse
wurden dadurch ermittelt, dass man die geeignete hemmende Konzentration
der neuartigen erfindungsgemäßen Verbindung
mit der geeigneten hemmenden Konzentration von Borrelidin multiplizierte.)
Auf der Basis des auf diese Weise berechneten Selektivitätsindex
hemmt die Verbindung von Beispiel 1 bezogen auf Borrelidin die Kapillarbildung
60 mal, die Verbindung von Beispiel 3 37 mal, die Verbindung von
Beispiel 2 7,5 mal und die Verbindung von Beispiel 4 6 mal besser
als die Zellproliferation.
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Die Testdaten, die die Hemmung der
Bildung von Kapillartubuli betreffen, wurden bestätigt, wenn man
das Verfahren der "Bildung von Mikrogefäßen" [Parish et al., Cancer
Res. 59, 3433 (1999)] anwendete. Dieses Verfahren versetzte uns
in die Lage, die Bildung neuer Gefäße in einer Gewebekultur zu
studieren, die aus der Arterie menschlicher Plazenta gebildet worden
war. Wir konnten feststellen, dass die erfindungsgemäßen Borrelidinderivate
die Vermehrung von Endothelzellen erheblich und die Bildung von
Tubuli noch besser hemmen.
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Auf der Grundlage unserer Testergebnisse konnten
wir den Schluss ziehen, dass die neuartigen erfindungsgemäßen Borrelidinderivate
hauptsächlich auf
einen Zellmechanismus wirken, der die Kapillarbildung von Endothelzellen
unterbrechen kann und die Proliferation solcher Zellen nur in einer
höheren Konzentration
beeinflusst. Unsere Erkenntnis, dass die erfindungsgemäßen neuartigen
Borrelidinderivate in der gleichen Endothelzellkultur die Bildung
von Tubuli in einer geringeren Konzentration hemmen als die Proliferation
der Endothelzellen ist nicht nur neu, sondern auch überraschend.
Folglich zeigt sich die Selektivität nicht an der unterschiedlichen
Sensibilität verschiedener
Zellen, sondern kann an den Bindungen zwischen den Zellen, die die
Kapillarbildung steuern, und an der Zellproliferation beobachtet
werden.
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Untersuchung des Antitumoreffekts
an Metastasemodellen
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- 1. Bei einem Lewis-Lungenadenokarzinom-Modell
[Holmgren et al., Nature Medicine 1, 149 (1995)] hemmte das Borrelidin
die Vermehrung der Metastaseknötchen,
die sich nach Entfernung des Primärtumors in der Lunge bildeten,
in sehr geringem Grad. Dagegen hemmte die Verbindung gemäß Beispiel
15 die Zunahme von Mikrometastasen nicht nur bei intraperitonealer,
sondern auch bei oraler Verabreichung erheblich, wenn man ein Fünftel der
toxischen Dosis zusetzte.
- 2. Bei einem Kolon-38-Milz-Leber Modell [Dong, Z. et al., J.
Natl. Cancer Inst. 86, 913 (1994); Shaheen, R. M. et al., Cancer
Research 89, 5412 (1999)] als Testsystem nahm die Fähigkeit
von Mauskolonadenokarzinomzellen, die in die Milz transplantiert
worden waren, zur Bildung von Metastasen nach der Verabreichung
einer subtoxischen Menge der Verbindung von Beispiel 15 erheblich
ab.
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen können entweder
allein oder – vorzugsweise – in Form pharmazeutischer
Zubereitungen für
therapeutische Zwecke verwendet werden. Solche Zubereitungen fallen
in den Rahmen der Erfindung.
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Diese pharmazeutischen Zusammensetzungen
enthalten eine Verbindung der allgemeinen Formel (I) in der Menge,
die für
das Erreichen des gewünschten
Effekts notwendig ist, zusammen mit Trägern, Füllstoffen, Verdünnungsmitteln
und/oder anderen pharmazeutischen Hilfsstoffen, die per se bekannt
sind und in der pharmazeutischen Industrie üblicherweise verwendet werden.
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Beispielsweise können Wasser, Alkohole, Gelatine,
Lactose, Saccharose, Stärke,
Pektin, Magnesiumstearat, Stearinsäure, Talkum, verschiedene tierische
oder pflanzliche Öle
sowie Glycole wie Propylenglycol oder Polyethylenglycol als die
vorstehend erwähnten
Träger,
Verdünnungsmittel
oder Füllstoffe
verwendet werden. Als pharmazeutische Hilfsstoffe können z.
B. Konservierungsmittel, Antioxidantien, unterschiedliche natürliche oder
synthetische Emulgatoren, Dispersionsmittel oder Benetzungsmittel,
farbgebende Mittel, Aromastoffe, Puffermittel, Aufschlussmittel
und andere Materialien, die die biologische Nutzung des Wirkstoffs
verbessern, verwendet werden.
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Die erfindungsgemäßen pharmazeutischen Zubereitungen
können
in den üblichen
Formen vorliegen, z. B. als orale Zubereitungen, die unter Verwendung
der vorstehend aufgeführten
pharmazeutischen Hilfsmittel hergestellt werden können. Diese oralen
Zusammensetzungen können
in fester pharmazeutischer Form, z. B. als Tabletten, Kapseln, Pulvern,
Pillen, Dragees oder Granulat, oder in flüssigen pharmazeutischen Formen,
z. B. als Sirup, Lösung, Emulsion
oder Suspension, vorliegen. Die rektalen Zubereitungen können Zäpfchen sein.
Die parenteralen Zubereitungen, die unter Umgehung des Magentrakts
verabreicht werden, können
Injektions- oder Infusionslösungen
sein. Darüber
hinaus können
die erfindungsgemäßen pharmazeutischen
Zubereitungen externe Zubereitungen sein, wie z. B. Salben, Cremes,
Wasser für
Kompressen, Augenspüllösungen,
Augentropfen usw.
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Obwohl die zum Erreichen des erforderlichen
pharmazeutischen Effekts erforderliche Dosis der erfindungsgemäßen Verbindungen
unter anderem vom jeweiligen Zustand und dem Alter des Patienten
abhängt
und letztendlich vom Arzt bestimmt wird, kann man zur Prophylaxe
und/oder Behandlung von Krankheiten, bei denen die im Zusammenhang mit
der Krankheit auftretende Angiogenese gehemmt wer den soll, eine
Dosis zwischen etwa 0,5 mg und etwa 100 mg pro 1 kg Körpergewicht
einsetzen. Diese Dosis kann täglich
in verschiedenen Portionen verabreicht werden, wobei man auch die
Bedingungen der Absorption in Erwägung ziehen sollte.
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Die erfindungsgemäße Verbindungen der allgemeinen
Formel (I) enthaltenden pharmazeutischen Zubereitungen können neben
chirurgischen Eingriffen und der Strahlentherapie als Hilfsmittel
eingesetzt werden, um in erster Linie das Wachstum von Tumoren zu
behandeln oder zu verhindern und die Bildung von Krebsmetastasen
einzuschränken.
Außerdem
können
sie zur Behandlung anderer Krankheiten und Zustände eingesetzt werden, bei
denen die Hemmung und Steuerung der Gefäßbildung bzw. die Rückbildung
solcher Gefäße eine
vorteilhafte Wirkung hat. Als Beispiele seien hier nur Arthritis, verschiedene
Augenerkrankungen (z. B. subretinalis neovascularisatio) sowie Psoriasis
aufgeführt.
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Auf der Grundlage der vorstehenden
Ausführungen
betrifft die Erfindung auch die Verwendung einer Verbindung der
allgemeinen Formel (I) bei der Herstellung eines Medikaments zur
Behandlung angiogener Erkrankungen bei Säugern, die durch übermäßige, unangemessene
Angiogenese hervorgerufen werden.
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen und das Verfahren
zu ihrer Herstellung werden in den folgenden Beispielen näher erläutert, die
die Erfindung nicht einschränken
sollen.
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Beispiel 1
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Borrelidin-2-morpholinoethylester
[(I), R = COO(CH2)2C4H8NO]
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120 mg (0.245 mMol) Borrelidin wurden
bei 20°C
unter Rühren
in 5 ml abs. Tetrahydrofuran gelöst,
dann wurden 38 mg (0,245 mMol) 1-Hydroxybenztriazol, 30 mg (0,245
mMol) Dimethylaminopyridin und 65 mg (0,31 mMol) Dicyclohexylcarbodiimide zugesetzt.
Nach 30 Minuten Rühren
gab man 0,3 ml (0,32 g, 2,45 mMol) 4-(2-Hydroxyethyl)-morpholin
zu.
-
Nach 3 Stunden Rühren bei 20°C verschwand die Ausgangsverbindung
(Rf = 0,43) und das Produkt (Rf =
0,51) erschien, was durch Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 95 :
5) belegt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit
verdampft. Der trockene Rückstand
wurde in 50 ml Chloroform gelöst,
mit 2 × 50
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Chloroform und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 65 : 35 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen öligen Produkts
(133 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
(Es wird darauf hingewiesen, dass
die Bezeichnungen 1'', 2'', 3'', 5'' und 6'' in den Spektraldaten
sich auf den Morpholinring beziehen.)
-
Charakteristische Spektraldaten
1H-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,93, d, t; H 4: 6,20 ddd; H-5: 6,36, dd; H-6: 6,82, d; H-8:
4,10; H-16: 3,84, m; -O-CH,-CH2-: 4,12,
m und 4,30, m ; -CH2-CH2-1'':
~2,50; H2-2'' und H2-6'':
~2,50; H2-3'' und H2-5'': 3,68, t.
13C-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0 ; Multiplizität):
C-2: 76,4, d; C-4: 138,5, d; C-5: 126,9, d; C-6: 143,9, d; C-7:
116,0, s; 7-CN: 118,2, s; C-8: 73,1, d; C-16: 70,0, d; C-18: 172,4,
s; 1'-CO-O: 176,0, s; O-CH2-CH2: 61,8,
t; CH2-CH2-1'':
57,0, t ; C-2'', 6'': 53,8, t; C-3'', 5'': 66,9, d.
TS (El,
70 eV; m/z): 602, [M]+*; 113, [CH2=CH-Morpholinyl]+*;
100, [CH2=Morpholinyl]+*.
-
Beispiel 2
-
Borrelidin-2-(2-pyridyl)-ethylester
[(I), R = COO(CH2)2C5H4N]
-
Zu 1-Hydroxybenztriazoleaktivester,
den man gemäß Beispiel
1 aus 150 mg (0,306 mMol) Borrelidin hergestellt hatte, gab man
0,35 ml (0,38 g, 3,06 mMol) 2-(2-Hydroxyethyl)-pyridin. Nach 3 Stunden
Rühren
bei 20°C
verschwand das Ausgangsborrelidin (Rf =
0,43) und das Produkt (Rf = 0,58) erschien,
was durch Dünnschichtchromatographie (Kieselgelplatte,
Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 95 : 5) belegt wurde.
Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit verdampft. Der trockene
Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst,
mit 3 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Tro ckenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Chloroform und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 1 : 1 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(171 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
(Es wird darauf hingewiesen, dass
die Bezeichnungen 1", 2", 3", 5" und 6" in den Spektraldaten sich
auf den Morpholinring beziehen.)
-
Charakteristische Spektraldaten
1H-NHMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,90, d, t; H 4: 6,15 ddd; H-5: 6,36, dd; H-6: 6,80, d; H-8:
4,12; H-16: 3,85, m; -O-CH2-CH2-:
m; -CH2-CH2-2'': 3,10, t; H-3'': 7,17, d; H-4'': 7,62,
m; H-5'': 7,15, m; H-6'': 6,52, d.
13C-NMR
(CDCl3; δ[ppm], δTMS = 0; Multiplizität): C-2: 76,2, d; C-4: 138,6,
d; C-5: 126,8, d; C-6: 144,0, d; C-7: 115,9, s; 7-CN: 118,2, s;
C-8: 73,1, d; C-16: 70,1, d; C-18: 172,4, s; 1'-CO-O-: 176,0, s;
-O-CH2-CH2-: 63,8,
t; -CH2-CH2-2'':
37,3, t; C-2'': 157,9, s; C-3'': 123,3, d; C-4'': 136,4, d; C-5'':
126,9, d; C-6'': 149,4, d.
TS (El, 70 eV; m/z): 594, [M]+*.
-
Beispiel 3
-
Borrelidinamid [(I), R
= CONH2]
-
150 mg (0.306 mMol) Borrelidin wurden
unter Rühren
in 10 ml abs. Tetrahydro-Euran
gelöst, dann
wurden bei –20°C 47 μl (0,33 mMol)
Triethylamin und 44 μl
(0,33 mMol) Isobutylchlorformiat zugesetzt. Nach 30 Minuten Rühren bei –20°C filtrierte man
das Triethylamin·HCl-Salz
aus und gab 100 μl (1,5
mMol) einer 25%igen wässrigen
Ammoniumhydroxidlösung
zu der Lösung.
-
Nach 3 Stunden Rühren des Reaktionsgemischs
verschwand die Ausgangsverbindung (Rf = 0,43)
und das Produkt (Rf = 0,33) erschien, was durch
Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 95 5)
belegt wurde. Der pH des Reaktionsgemischs wurde mit 1 bis 2 Tropfen
Essigsäure
auf 7 eingestellt, dann wurde das Reaktionsgemisch bis zur Trockenheit verdampft.
Der trockene Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst,
mit 2 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Chloroform und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt chromatographiert.
Die Fraktionen, die das mit einem 55 : 45 Elutionsgemisch eluierende
Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit verdampft.
Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen sich verfestigenden öligen Produkts
(109 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten:
1H-NMR CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,90, d, t; H-4: 6,16 ddd; H-5: 6,30, dd; H-6: 6,75, d; H-8:
4,04; 8-OH: 2,95; H-16: 3,75, m; NH2: 5,55 és 5,72.
13C-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
C-2: 76,6, d; C-4: 138,8, d; C-5: 126,8, d; C-6: 144,0, d; C-7:
115,9, s; 7-CN: 118,3, s; C-8: 73,0, d; C-16: 69,8, d; C-18: 172,4,
s; 1'-CONH2: 178,1, s.
TS (El, 70 eV;
m/z, 488, [M]+*; 470, [M-H2O]]+*; 452, [M-2H2O]]+*; 435, [M-H2O-NH3]]+*; 417, [M-2H2O-NH3]]+*;
TS
(Cl, i-Butan; m/z): 489, [M+H]]+; 471, [M+H-H2O]]+.
-
Beispiel 4
-
Borrelidin-2-morpholinoethylamid
[ (I), R = CONH(CH2)2C4H8NO]
-
Zu einer gemäß Beispiel 3 hergestellten
gemischten Anhydridlösung
aus 150 mg (0,306 mMol) Borrelidin gab man 0,25 ml (1,9 mMol, 0,25
g) 4-(2-Aminoethyl)morpholin. Nach 3 Stunden Rühren verschwand das Ausgangsborrelidin
(Rf = 0,43) und das Produkt (Rf =
0,22) erschien, was durch Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 95 :
5) belegt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit
verdampft. Der trockene Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst,
mit 3 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Chloroform und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 95 : 5 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit verdampft.
Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(172 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
(Es wird darauf hingewiesen, dass
die Bezeichnungen 2'', 3'', 5'' und 6'' in den Spektraldaten sich
auf den Morpholinring beziehen.)
-
Charakteristische Spektraldaten:
1H-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 5,00, d, t; H 4: 6,20 ddd; H-5: 6,35, dd; H-6: 6,80, d; H-8:
4,10; H-16: 3,82, m; NH: 6,15, t; NH-CH2-CH2-N: 3,20–3,45, m;
NH-CH2-CH2-N: 2,32,
m; H-2''-6''; 2,45, m; H-3''-5'': 3,70, m.
13C-NMR
(CDCl3; δ[ppm], δTMS = 0; Multiplizität): C-2: 76,5, d; C-4: 139,1,
d; C-5: 126,5, d; C-6: 144,1, d; C-7: 115,8, s; 7-CN: 118,3, s;
C-8: 73,1, d; C-16: 69,2, d; C-18: 172,2, s; 1'-CO-N: 175,5, s;
NH-CH2-CH2-N: 57,1,
t es 36,3, t; C-2'',
6'': 53,3, t ; C-3'', 5'': 66,8 t.
TS (El, 70 eV; m/z, 601
[M]+*; 585 [M-H2O]]+*, 113, [CH2=CH-Morpholinyl]]+*; 100, [CH2=Morpholinyl]]+.
-
Beispiel 5
-
Borrelidinalkohol [ (I), R1 =
CH2OH]
-
Eine gemäß Beispiel 3 hergestellte gemischte
Anhydridlösung
aus 150 mg (0,306 mMol) Borrelidin wurde in eine Lösung aus
60 mg (1,5 mMol) NaBH4 in 2 ml Wasser getropft
und auf –20°C gekühlt. Nach
5 Stunden Rühren
verschwand das Ausgangsborrelidin (Rf =
0,43) und das Produkt (Rf = 0,52) erschien,
was durch Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 95 :
5) belegt wurde. Anschließend wurden
dem Reaktionsgemisch 1 bis 2 Tropfen Essigsäure zugesetzt, um das überschüssige NaBH4 zu zersetzen. Dann wurde das Reaktionsgemisch
bis zur Trockenheit verdampft. Der trockene Rückstand wurde in 100 ml Chloroform
gelöst,
mit 2 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
(185 mg) wurde auf einer Kieselgelsäule mit Gemischen aus Chloroform
und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt chromatographiert. Die
Fraktionen, die das mit einem 3 : 1 Elutionsgemisch eluierende Produkt
enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit verdampft.
Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(117 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten
1H-NMR (CDCl3; δ[ppm]
, δTMS = 0; Multiplizität): H-2: 4,92, d, t; H-4: 6,20
ddd; H-5: 6,35, dd; H-6: 6,80, d; H-8: 4,10; H-16: 3,87, m; 1'-CH2-OH: 3,45, m.
13C-NMR
(CDCl3; δ[ppm], δTMS = 0; Multiplizität): C-2: 76,7, d ; C-4: 139,1,
d; C-5: 126,7, d; C-6: 144,1, d; C-7: 115,8, s; 7-CN: 118,3, s;
C-8: 73,0, d; C-16: 70,5, d; C-18: 172,3, s; 1'-CH2-OH:
66,4, t.
TS (El, 70 eV; m/z, 475 [M]+*;
457 [M-H2O]]+*,
439, [M-2H2O]]+*.
TS
(Cl, i-Butan; m/z): 476, [M+H]]+*; 458, [M+H-H2O]]+*; 440, [M+H-2H2O]]+*.
-
Beispiel 6
-
Borrelidin-N,N'-dicyclohexylcarbamidoamid [(I), R = CON(C6H11CONHC6H11]
-
98 mg (0,2 mMol) Borrelidin wurden
bei 20°C unter
Rühren
in 2 ml abs. Tetrahydrofuran gelöst, dann
wurden der Lösung
124 mg (0,6 mMol) Dicyclohexylcarbodiimid zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde
bei der gleichen Temperatur gerührt,
und das Fortschreiten der Reaktion durch Dünnschichtchromatographie verfolgt.
Auf einer Kieselgelplatte in einem Chloroform/Methanol Elutionssystem
(95 : 5) verschwand das Ausgangsborrelidin (Rf =
0,43) nach 5 Stunden und das Produkt (Rf =
0,74) erschien. Anschließend
wurde das Reaktionsgemisch bis zur Trockenheit verdampft und das
Rohprodukt auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Chloroform und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 8 : 2 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen öligen Produkts
(105 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten
1H-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,93, d, t; H-4: 6,28 ddd; H-5: 6,36, dd; H-6: 6,84, d; H-8:
~4,10; H-16: 3,85, m; Cyclohexylgruppen: 3,65, m, 1H; 4,05, m, 1H
; 1,4–2,1,
m, 20H.
13C-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0 ; Multiplizität):
C-2: 77,0, d; C-4: 139,0, d; C-5: 126,7, d; C-6: 144,1, d; C-7:
115,7, s; 7-CN: 118,2, s; C-8: 73,1, d; C-16: 69,1, d; C-18: 172,7,
s; 1'-CO-N: breiter werdendes Signal, das nicht von der Grundlinie
stammt; N-CO-N: 153,6, s; Cyclohexylgruppen: 50,1, d; 40,9, d (breiter
werdendes Signal); 32,7, t (2C); 32,6, t (2C); 24,7, t; 25,9, t
(2C); 26,0, t (2C).
TS (El, 70 eV; m/z): 695, [M]+*;
570 [M+H-O=C=N-C6H11]+; 552 [570-H2O]+*.
TS (Cl, i-Butan; m/z): 696, [M+H]+*; 571, [M+H-O=C=N-C6H11]+; 553, [571-H2O]+; 83, [C6H11]+.
-
Beispiel 7
-
Borrelidinbenzylamid [(I),
R = CONHCH2-C6H5]
-
Zu einer gemäß Beispiel 3 hergestellten
gemischten Anhydridlösung
aus 200 mg (0,41 mMol) Borrelidin gab man 220 μl (2 mMol, 2,14 mg) Benzylamid.
Nach 3 Stunden Rühren
verschwand das Ausgangsborrelidin (Rf =
0,52) und das Produkt (Rf = 0,69) erschien,
was durch Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 3 :
7) belegt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit
verdampft. Der trockene Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst, mit
3 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der trockene
Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule mit
Gemischen aus Chloroform und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 8 : 2 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(135 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten:
1H-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,95, d, t; H-4: 6,24, ddd; H-5: 6,35, dd; H-6: 6,79, d; H-8:
4,10, m; H-16: 3,80, m; 1'-CONH- 5,98, t; NH-CH2-Ph: 4,26,
dd, und 4,44, dd; Ph: 7,15–7,35,
m, 5H.
13C-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
C-2: 76,7, d; C-4: 138,8, d; C-5: 126,7, d; C-6: 144,0, d; C-7:
115,8, s; 7-CN: 118,3, s; C-8: 73,0, d; C-16: 69,8, d; C-18: 172,4,
s; 1'-CO NH-: 175,4, s; NH-CH2-Ph: 43,8,
t; Ph: 138,2, s; 128,7, d; 127,7, d; 127,6, d.
TS (El, 70 eV;
m/z, 578, [M]+*; 560 [M-H2O]]+*, 542, [M-2H2O]]+*, 435 [M-2H2O-C6H5CH2NH2]+*; 106[C7H9N]+;
91, [C7H7]+.
TS (Cl, i-Butan; m/z): 579, [M+H]+; 561, [M+H-H2O]+; 106, [C7H7]+, CH8N]+; 91, [CH]+.
-
Beispiel 8
-
Borrelidin-2-picolyamid
[ (I), R = CONHCH2-C5H4N]
-
Zu einer gemäß Beispiel 3 hergestellten
gemischten Anhydridlösung
aus 200 mg (0,41 mMol) Borrelidin gab man 206 μl (2 mMol, 216 mg) 2-Picolylamin.
Nach 3 Stunden Rühren
verschwand das Ausgangsborrelidin (Rf =
0,52) und das Produkt (Rf = 0,29) erschien,
was durch Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 3 :
7) belegt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit
verdampft. Der trockene Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst, mit
3 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der trockene
Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule mit
Gemischen aus Chloroform und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 1 : 1 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(188 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten:
1H-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS = 0; Multiplizität): H-2: 5,00, dt; H-4: 6,20,
ddd; H-5: 6,40, dd; H-6 : 6,80, d; H-8: 4,15, m; H-16: 3,82, m;
1'-CONH-: 7,14, t; NH-CH2-2Py: 4,55, d; Py: 7,20-7,36, m, 2H; 7,70,
td, 1H und 8,50, d, 1H.
13C-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS = 0; Multiplizität): C-2: 76,7, d; C-4: 139,2,
d; C-5: 126,5, d; C-6: 144,2, d; C-7: 115,7, s; 7-CN: 118,2, s;
C-8: 73,1, d; C-16: 69,3, d; C-18: 172,3, s; 1'-CO-NH-: 175,6, s;
NH-CH2-2Py: 44,3, t; Py: 156,3, s; 122,8,
d; 137,2, d; 122,5, d; 148,8, d.
TS (El, 70 eV; m/z, 579, [M]+*; 561, [M-H2O]]+*, 336, [C20H22N3O3]+; 109, [C5H4NCH2NH3]+; 107, [C6H7N2]+, 92,
[C6H6N]+.
TS
(Cl, i-Butan; m/z): 580, [M+H]+.
-
Beispiel 9
-
Borrelidin-4-picolyamid
[ (I), R = CONHCH2-C5H4N]
-
Zu einer gemäß Beispiel 3 hergestellten
gemischten Anhydridlösung
aus 200 mg (0,41 mMol) Borrelidin gab man 206 μl (2 mMol, 216 mg) 4-Picolylamin.
Nach 3 Stunden Rühren
verschwand das Ausgangsborrelidin (Rf =
0,43) und das Produkt (Rf = 0,24) erschien,
was durch Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 95 :
5) belegt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit
verdampft. Der trockene Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst,
mit 3 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Dichlormethan und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 15 : 85 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(201 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten:
1H-NMR CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,98, dt; H-4: 6,22, m; H-5:
6,36, dd; H-6: 6,78, d; H-8: 4,10, m; H-16: 3,78, m; 1'-CONH-: 6,55,
t; NH-CH2-4Py: 4,18, dd und 4,62, dd; Py: 7,15, d,
2H und 8,48, d, 2H.
13C-NMR (CDCl3; δ[ppm], 6TMS =
0; Multiplizität):
C-2: 76,6, d; C-4: 138,7, d; C-5: 126,7, d; C-6: 143,9, d; C-7:
116,0, s; 7-CN: 118,4, s; C-8: 72,9, d; C-16: 69,5, d; C-18: 172,2,
s; 1'-CO-NH-: 176,0, s; NH-CH2-4Py : 42,3,
t; Py: 149,7, d; 122,2, d und 147,7, s.
TS (El, 70 eV; m/z,
579, [M]+*; 561 [M-H2O]]+*, 336 [C20H22N3O2]+; 107, [C6H7N2]+,
93 [C6H7N]+; 92 [C6H6N]+.
TS (Cl,
i-Butan; m/z): 580, [M+H]+; 562 [M+H2O]+.
-
Beispiel 10
-
Borrelidin-2-furfurylamid
[(I), R = CONHCH2-C4H3O]
-
Zu einer gemäß Beispiel 3 hergestellten
gemischten Anhydridlösung
aus 200 mg (0,41 mMol) Borrelidin gab man 177 μl (2 mMol, 194 mg) 2-Furfurylamin.
Nach 3 Stunden Rühren
verschwand das Ausgangsborrelidin (Rf =
0,52) und das Produkt (Rf = 0,70) erschien,
was durch Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Ethylacetat 3
: 7) belegt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit
verdampft. Der trockene Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst,
mit 3 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Dichlormethan und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 65 : 35 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(105 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten:
1H-NMR CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,88, dt; H-4: 6,15, m; H-5: 6,30, dd; H-6: 6,75, d; H-8: 4,03,
m; H-16: 3,76, m; 1'-CONH-: 5,86, t; NH-CH2-2Fu: 4,28,
dd und 4,48, dd; Fu: 6,13, dd; 6,25, d und 7,27, d.
13C-NMR CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
C-2: 76,7, d; C-4: 138,8, d; C-5: 126,7, d; C-6: 144,1, d; C-7:
115,7, s; 7-CN: 118,2, s; C-8: 73,1, d; C-16: 69,6, d; C-18: 172,5,
s; 1'-CO-NH-: 175,2, s; NH-CH2-2Fu: 36,8,
t; Fu: 151,0, s; 110,5, d; 107,5, d; 142,2, d.
TS (El, 70 eV;
m/z, 568, [M]+*; 550 [M-H2O]]+*, 96, [C5H6NO]+; 81, [C5H5O]+.
TS
(Cl, i-Butan; m/z): 569, [M+H]+; 551 [M+H-H2O]+. 96, [C5H6NO]+;
81, [C5H5O]+.
-
Beispiel 11
-
Borrelidin-3-pyridylamid [(I), R = CONH-C5H4N]
-
Zu einer gemäß Beispiel 3 hergestellten
gemischten Anhydridlösung
aus 200 mg (0,41 mMol) Borrelidin gab man 188 mg (2 mMol) 3-Aminopyridin. Nach
3 Stunden Rühren
verschwand das Ausgangsborrelidin (Rf =
0,43) und das Produkt (Rf = 0,25) erschien,
was durch Dünnschichtchromatographie (Kieselgelplatte,
Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 95 : 5) belegt wurde.
Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit verdampft. Der trockene
Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst,
mit 3 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Dichlormethan und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 1 9 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(144 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten:
IR: 3318, 2958, 2212, 1730, 1542 cm–1
1H-NMR CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,92, dt; H-4: 6,20, m; H-5: 6,35, dd; H-6: 6,76, d; H-8: 4,08;
H-16: 3,76, m; CO-NH-3Py: 7,70, s; Py: 8,53, d; 8,22–8,36, m,
2H und 7,25, t.
13C-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS = 0; Multiplizität): C-2: 76,5, d; C-4: 138,5,
d; C-5: 126,9, d; C-6: 143,9, d; C-7: 115,9, s; 7-CN: 118,2, s;
C-8: 73,1, d; C-16: 70,6, d; C-18: 172,4, s; 1'-CO-NH-: 174,6, s;
Py: 145,1, d; 126,9, s; 140,6, d; 123,7, d; 135, 1, d.
TS (El,
70 eV; m/z): 565, [M+H]+*; 547 [M-H2O]+*, 322, [C2OH22N3O2]+, 121, [C6H5N2O]+; 95 [C5H7N2]+.
TS
(Cl, i-Butan; m/z): 566, [M+H]+; 548, [M+H-H2O]+; 95, [C5H7N2]+.
-
Beispiel 12
-
Borrelidinylglycin-tert-butylester
[(I), R = CONHCH2COOC4H9]
-
Zu einer gemäß Beispiel 3 hergestellten
gemischten Anhydridlösung
aus 200 mg (0,41 mMol) Borrelidin gab man 280 mg (1,67 mMol) Glycin-tert-butylesterhydrochlorid
und 235 μl
(1,69 mMol, 170 mg) Triethylamin. Nach 3 Stunden Rühren verschwand
das Ausgangsborrelidin (Rf = 0,52) und das
Produkt (Rf = 0,73) erschien, was durch
Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Ethylacetat)
belegt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit verdampft.
Der trockene Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst,
mit 3 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Chloroform und Methanol von steigendem Methanolgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 96 : 4 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(129 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten:
1H-NMR CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,92, dt; H-4: 6,22, m; H-5: 6,38, dd; H-6: 6,82, d; H-8: 4,10,
dd; H-16: 3,85, m; CO-NH-CH2: 6,15, t; NH-CH2-CO-: 3,88, dd und 3,99, dd; tBu: 1,48,
s, 3H.
13C-NMR CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
C-2: 76,7, d; C-4: 139,0, d; C-5: 126,7, d; C-6: 144,2, d; C-7:
115,7, s; 7-CN: 118,2, s; C-8: 73,1, d; C-16: 69,5, d; C-18: 172,5,
s; 1'-CO-NH-: 175,5, s; NH-CH2-CO: 42,2,
t; CH2-C-O: 169,5, s, O-C-(CH3)3: 82,5, s; O-C-(CH3)3: 28,0, q.
TS (El, 70 eV; m/z): 602,
[M]+; 528 [M-C4H9OH]+*, 435, [M-2H2O-C5H13NO2]+*.
TS (Cl, i-Butan; m/z): 603, [M+H]+; 547, [M+H-4H8]+; 529 [M+H-C4H9OH]+.
-
Beispiel 13
-
Borrelidincyclohexylamid
[(I), R = CONH-C6H11]
-
Zu einer gemäß Beispiel 3 hergestellten
gemischten Anhydridlösung
aus 200 mg (0,41 mMol) Borrelidin gab man 324 μl (2 mMol, 203 mg) Cyclohexylamin.
Nach 3 Stunden Rühren
verschwand das Ausgangsborrelidin (Rf =
0,52) und das Produkt (Rf = 0,68) erschien,
was durch Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Ethylacetat)
belegt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit verdampft.
Der trockene Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst, mit
3 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der trockene
Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule mit
Gemischen aus Chloroform und Methanol von steigendem Methanolgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 96 : 4 Elutionsgemisch eluierende
Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit verdampft.
Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(205 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten:
IR: 3344, 2931, 1717, 1647, 1541 cm–1.
1H-NMR (CDCl3; δ[
ppm], δTMS = 0; Multiplizität): H-2: 4,94, dt; H-4: 6,25,
m; H-5: 6,35, dd; H-6: 6,83, d; H-8: 4,10, dd; H-16: 3,88, m; CO-NH-:
5,35, d; Cyclohexyl-CH: 3,75, m, 1H.
13C-NMR
(CDCl3; δ[ppm], δTMS = 0; Multiplizität): C-2: 76,8, d; C-4: 139,0,
d; C-5: 126,7, d; C-6: 144,1, d; C-7: 115,7, s; 7-CN: 118,2, s;
C-8: 73,2, d; C-16: 69,7, d; C-18: 172,5, s; 1'-CO-NH-: 174,3, s;
Cyclohexyl: 50,47, d; 33,3, t; 33,4, t; 25,3, t; 24,7, t; 24,8,
t.
TS (El, 70 eV; m/z): 570, [M]+*;
552 [M-H2O]+*; 534 [M-2H2O]; 327, [C20H2N2O2];
224, [C13H22NO2]+.
TS (Cl,
i-Butan; m/z): 571, [M+H]+; 553, [M+H-H2O]+.
-
Beispiel 14
-
Borrelidin-1-ethanolamid
[ (I), R = CONH-CH2CH2OH]
-
Zu einer gemäß Beispiel 3 hergestellten
gemischten Anhydridlösung
aus 200 mg (0,41 mMol) Borrelidin gab man 124 μl (2 mMol, 125 mg) Ethanolamin.
Nach 3 Stunden Rühren
verschwand das Ausgangsborrelidin (Rf =
0,43) und das Produkt (Rf = 0,26) erschien,
was durch Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 95 :
5) belegt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit
verdampft. Der trockene Rückstand
wurde in 100 ml Chloroform gelöst,
mit 3 × 30
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Chloroform und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 3 : 7 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Die Struktur des auf diese Weise erhaltenen, sich verfestigenden öligen Produkts
(198 mg) wurde durch spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten:
IR: 3350, 2958, 2212, 1719 1646 cm–1
1H-NMR CDCl3; δ[ppm],
6TMS = 0; Multiplizität): H-2: 4,98, dt; H-4: 6,28,
m; H-5: 6,38, dd; H-6: 6,83, d; H-8: 4,10, d; H-16: 3,82, m; CO-NH-CH2: 6,32, t; NH-CH2-CH2-: 3,38, m; CH2-CH2-OH: 3,70, m.
13C-NMR
CDCl3; δ[ppm], δTMS = 0; Multiplizität): C-2: 76,7, d; C-4: 139,0,
d; C-5: 126,6, d; C-6: 144,1, d; C-7: 115,8, s; 7-CN: 118,4, s;
C-8: 73,1, d; C-16: 69,4, d; C-18: 172,3, s; 1'-CO-NH-: 176,7, s;
NH-CH2-CH2: 42,3,
t; CH2-CH2-OH: 61,7, t.
TS (El, 70 eV; m/z):
532, [M]+*; 514 [M-H2O]+*; 596 [M-2H2O]+*; 478 [M-3H2O]+*; 298, [C16H21N2O3]+; 271, [C16H19N2O2]+; 186, [C9H16NO3]+.
TS
(Cl, i-Butan; m/z): 533, [M+H]+; 515, [M+H-H2O]+.
-
Beispiel 15
-
Borrelidin-3-picolylamid
[(I), R = CONHCH2-C5H4N]
-
Zu einer gemäß Beispiel 3 hergestellten
gemischten Anhydridlösung
aus 4,0 g (8,2 mMol) Borrelidin gab man 4,2 ml (41,2 mMol, 4,46
mg) 3 Picolylamin. Nach 3 Stunden Rühren verschwand das Ausgangsborrelidin
(Rf = 0,43) und das Produkt (Rf = 0,24)
erschien, was durch Dünnschichtchromatographie
(Kieselgelplatte, Elutionsmittelsystem: Chloroform/Methanol 95 :
5) belegt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockenheit
verdampft. Der trockene Rückstand
wurde in 500 ml Chloroform gelöst,
mit 3 × 1500
ml Wasser gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und bis zur Trockenheit verdampft. Der
trockene Rückstand
wurde auf einer Kieselgelsäule
mit Gemischen aus Chloroform und Ethylacetat von steigendem Ethylacetatgehalt
chromatographiert. Die Fraktionen, die das mit einem 2 : 8 Elutionsgemisch
eluierende Produkt enthielten, wurden kombiniert und bis zur Trockenheit
verdampft. Zu der auf diese Weise erhaltenen sich verfestigende öligen Substanz
(3,62 g) gab man 4 ml Ethylacetat und 20 ml n-Hexan. Anschließend wurde das
feste Material pulverisiert und filtriert. Auf diese Weise erhielt
man 3,04 g Produkt mit einem Schmelzpunkt von 99 bis 105°C.
-
Elementaranalyse für C34H49N3O5 (M: 579.785):
Berechnet: C = 70,43%,
H = 8,52%, N = 7,25
Gefunden: C = 70,45%, H = 8,88%, N = 6,91%
-
UV: λmax (EtOH)
= 256 nm (ε =
29166).
-
Die Struktur des Produkts wurde durch
spektroskopische Daten (PMR, CMR, TS) bestätigt.
-
Charakteristische Spektraldaten:
IR: 3325, 2958, 2212, 1732, 1651, 1251 cm–1
1H-NMR CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,98, dt; H-4: 6,22, m; H-5: 6,39, dd; H-6: 6,81, d; H-8: 4,10,
d; H-16: 3,80, m; 1'-CONH-: 6,50, t; NH-CH2-3Py: 4,25,
dd und 4,60, dd; Py: 7,25, dd; 7,63, d und 8,43–8,53, m, 2H.
13C-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS = 0; Multiplizität): C-2: 76,5, d; C-4: 138,7,
d; C-5: 126,7, d; C-6: 144,0, d; C-7: 116,0, s; 7-CN: 118,5, s;
C-8: 73,0, d; C-16: 69,7, d; C-18: 172,2, s; 1'-CO-NH-: 175,8, s;
NH-CH2-3Py: 41,1, t; y: 148,8, d; 134,2,
s; 135,7, d; 123,6, d; 148,6, d.
TS (El, 70 eV; m/z): 579,
[M]+*; 561 [M-H2O]+*; 336, [C20H22N3O2]+; 107, [C6H87N2]+;
93, [C6H7N]+; 92 [C6H6N]+.
TS
(Cl, i-Butan; m/z): 580, [M+H]+.
-
Herstellung
des Hydrochloridsalzes
-
350 mg (0,6 mMol) des vorstehenden
Produkts wurden in 5 ml Tetrahydrofuran gelöst und unter Rühren dann
bei 0°C
mit 70 μl
einer 37%igen wässrigen
Salzsäurelösung versetzt.
Das Lösungsmittel
wurde unter Vakuum verdampft und das Wasser durch azeotrope Destillation
mit Benzol entfernt. Der trockene Rückstand wurde mit absolutem
Ether pulverisiert. Das feste Material wurde filtriert und mit Ether
gewaschen. Auf diese Weise erhielt man 330 mg des Produkts mit einem
Schmelzpunkt von 114 bis 119°C.
-
Elementaranalyse für C34H49N3O5·HCl·2H2O (M: 652,246):
Berechnet: C = 62,61%,
H = 3,35%, N = 6,44%, Cl= 5,44%, H2O = 5,52%
Gefunden:
C = 64,16%, H = 8,22%, N = 6,44%, Cl= 5,67%, H2O
= 5,57%
UV: λmax (EtOH) = 256 nm (ε = 30170).
-
Charakteristische Spektraldaten:
1H-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
H-2: 4,85, dt; H-4: 6,30, m; H-5: 6,48, dd; H-6: 6,95, d; H-8: 4,08,
d; H-16: 3,70, m; 1'-CONH-: 8,60, t; NH-CH2-3Py:
4,26, dd und 4,54, dd; Py: 7,92, dd; 8,30, d und 8,68–8,82, m,
2H.
13C-NMR (CDCl3; δ[ppm], δTMS =
0; Multiplizität):
C-2: 75,6, d; C-4: 139,1, d; C-5: 127,5, d; C-6: 143,4, d; C-7:
116,6, s; 7-CN: 119,4, s; C-8: 70,8, d; C-16: 70,0, d; C-18: 171,1,
s; 1'CO-NH-: 175,9 s; NH-CH2-3Py: 38,2,
t; Py: 143,4, d; 141,5, d; 141,3, d; 139,3, s; 126,6 d.