-
Sachgebiet der Erfindung
-
Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine Gummituchwaschvorrichtung zum Reinigen von Zylindern
in einer Druckmaschine, wobei die Gummituchwaschvorrichtung eine
Reinigungseinheit umfasst, welche Rollen für ein Reinigungsgewebe umfasst,
welches an einer externen Unterlageeinheit an der Reinigungseinheit
vorbeigeführt
wird.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Eine Gummituchwaschvorrichtung der
oben erwähnten
Art ist z. B. in der EP-B-0 613 421 gezeigt und beschrieben. Diese
Gummituchwaschvorrichtung hat an ihrem vorderen Ende eine Unterlageeinheit
integriert und die gesamte Gummituchwaschvorrichtung kann entlang
ihrer zentralen Längsachse
bewegt werden, um ihr Reinigungsgewebe, welches über die Unterlageeinheit geführt wird,
mit einem Zylinder, z. B. einem Gummituchzylinder in einer Druckmaschine,
in Reinigungskontakt und wieder herauszubringen.
-
Eine Gummituchwaschvorrichtung dieser
Art hat nicht die gewünschte
Flexibilität
für eine
Vielzahl von Anwendungen. In vielen modernen Druckmaschinen ist
der verfügbare
Raum für
eine Gummituchwaschvorrichtung sehr begrenzt und es kann z. B. schwierig
sein, eine Gummituchwaschvorrichtung mit einer feststehenden zentralen
Unterlageeinheit zu verwenden. Desweiteren kann es zwecks erweiterter
Flexibilität
gewünscht
sein, mehr als einen Zylinder mit einer Gummituchwaschvorrichtung
gleichzeitig oder wahlweise zu reinigen.
-
Eine weitere Gummituchwaschvorrichtung umfassend
bewegbare Unterlageeinheiten ist durch die US-A-4 981 078 bekannt.
-
Die Erfindung
-
Eine Gummituchwaschvorrichtung der
genannten Art mit wesentlich verbesserter Flexibilität kann erfindungsgemäss dadurch
erhalten werden, dass Mittel zur Befestigung einer oder mehrerer
Unterlageeinheiten in verschiedenen Positionen an der Reinigungseinheit
vorgesehen sind.
-
Die Reinigungseinheit umfasst ein
vorderseitiges Profil zum Befestigen einer oder mehrerer Unterlageeinheiten
in verschiedenen Positionen.
-
Hierbei kann eine Unterlageeinheit
schräg zur
zentralen Längsachse
der Reinigungseinheit befestigt sein, falls der verfügbare Raum
für eine
zentral befestigte Unterlageeinheit zu begrenzt ist. Es können auch
zwei oder sogar drei Zylinder durch eine Gummituchwaschvorrichtung,
welche zwei bzw. drei Unterlageeinheiten umfasst, gereinigt werden.
-
Das vorderseitige Profil der Reinigungseinheit
ist vorzugsweise gekrümmt
und jede Unterlageeinheit hat eine entsprechende Krümmung an
ihrer Rückseite,
um an dem vorderseitigen Profil anzuliegen. Eine feststehende Position
der Unterlageeinheiten kann hierbei dadurch erreicht werden, dass
die vorderseitigen Profile und die Rückseiten der Unterlageeinheiten
entsprechende längslaufende
Verzahnungen umfassen.
-
Die Unterlageeinheiten können an
den vorderseitigen Profilen z. B. mittels Verschrauben, Verkleben,
Verschweissen oder durch Schnappverschlüsse, und vorzugsweise mit Hilfe
von selbstgewindeschneidenden Schrauben befestigt werden.
-
Die Zeichnung
-
Die Erfindung wird nachstehend genauer
detailliert beschrieben, mit Bezugsnahme auf die beigefügte Zeichnung,
in welcher
-
1A eine
Seitenansicht einer erfindungsgemässen Gummituchwaschvorrichtung
ist und 1B eine Draufsicht
eines Endstückes
davon ist,
-
2A–C Seitenansichten
von Profilen zum Gebrauch in einer erfindungsgemässen Gummituchwaschvorrichtung
sind,
-
3 eine
Seitenansicht entsprechend 1 einer
alternativen Anwendung einer erfindungsgemässen Gummituchwaschvorrichtung
ist,
-
4 ein
sehr schematische Darstellung einer Druckeinheit in einer Druckmaschine
ist, und
-
5A–D verschiedene
praktische Anwendungen einer erfindungsgemässen Gummituchwaschvorrichtung
darstellen.
-
Detallierte Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform
-
Eine erfindungsgemässe Gummituchwaschvorrichtung
umfasst hauptsächlich
zwei Endstücke 1, wie
in 1B gezeigt (aber auch
in 1A und 3). Die Endstücke 1 können aus
Aluminium hergestellt sein, aber auch andere Materialien können verwendet
werden. Eine Reihe längsgerichtete
Bauelemente, welche nachstehend beschrieben werden, sind zwischen
den Endstücken 1 so
angeordnet, dass sie zusammen die Gummituchwaschvorrichtung bilden.
-
Das wichtigste dieser longitudinalen
Bauelemente ist ein vorderseitiges Profil 2. Wahlweise
kann auch ein rückseitiges
Profil 3 vorhanden sein. In einer praktischen Ausführungsform
ist doch kein hinterseitiges Profil 3 vorhanden. Die Endstücke 1 sind
vorzugsweise mit Hilfe von Schrauben in Schraubenarmaturen 2' und 3' mit
den Profilen 2 und 3 befestigt, um auf diese Weise
eine Reinigungseinheit in Form einer länglichen Box oder Kassette
zu bilden, welche auf eine nicht weiter beschriebene oder dargestellte Art
und Weise in einer Druckmaschine in der Nähe des zu reinigenden Zylinders
angeordnet ist.
-
Die vorderseitigen und rückseitigen
Profile 2 und 3 besitzen eine Länge, welche
grob der Länge des
zu reinigenden Zylinders entspricht, welches in der Praxis z. B.
eine Länge
von 1,8 m sein kann. Die Profile bestehen vorzugsweise aus Aluminium,
doch sind andere Materialien auch verwendbar. Der Zweck des rückseitigen
Profils 3 ist hauptsächlich,
die Reinigungseinheit zu stabilisieren, und wenn eine zufriedenstellende
Stabilität
ohne dieses erreicht wird, kann es auch entfallen. Hierbei ist es
von Vorteil, dass der Zugang zum Inneren der Reinigungseinheit vereinfacht
ist.
-
Zwei Wellen 4 und 5 sind
desweiteren zwecks Rotation in den Endstücken 1 gelagert, um eine
Abwickelrolle 4 und eine Aufwickelrolle 5 mit
einem Reinigungsgewebe 6 (5)
zu bilden. Auf eine nicht dargestellte oder beschriebene Art und
Weise wird entweder einer oder beiden Wellen eine Rotation übermittelt,
um das Reinigungsgewebe 6 von der Abwickelrolle 4 zur
Aufwickelrolle 5 zu befördern.
Mittel zur Rotationsübertragung
an die Wellen können vorzugsweise
extern an der Reinigungseinheit angeordnet sein, um dies so einfach
wie möglich
zu gestalten.
-
An ihrer Aussenseite besitzt das
vorderseitige Profil 2 eine längslaufende Verzahnung o. ä. Ein Unterlageprofil 7 hat
an seiner Rückseite
eine entsprechende Verzahnung und die gleiche Krümmung wie das vorderseitige
Profil 2, so dass das Unterlageprofil 7 eine wohldefinierte
Position erlangt, wenn es in Eingriff mit dem vorderseitigen Profil 2 gebracht wird.
-
Das Unterlageprofil 7 hat
eine Länge,
welche den anderen Profilen 2 und 3 entspricht,
und somit auch dem zu reinigenden Zylinder. Es kann aus Aluminium
oder einem anderen geeigneten Material hergestellt sein.
-
An seiner Vorderseite besitzt das
Unterlageprofil 7 Halterungsmittel für eine Unterlage 8,
so dass eine Unterlageeinheit 7, 8 gebildet wird.
Die Unterlage 8 ist nicht Teil der vorliegenden Erfindung
und kann aus verschiedenen Materialien und Formen bestehen, jeweils
in Abhängigkeit
von dem abgesehenen Reinigungsgrund. Normalerweise ist sie aus einem
kompressiblen Material hergestellt. Falls gewünscht kann sie auch mit Mitteln
zum Übertragen von
Reinigungsflüssigkeit
zum Reinigungsgewebe 6, welches daran vorbeiläuft, ausgestattet
sein. Dies kann z. B. durch einen in Längsrichtung laufenden Kanal
erreicht werden, welcher sich durch die Unterlage erstreckt und
Löcher
besitzt, welche sich zur frontseitigen Unterlageoberfläche erstrecken,
und mit einer Quelle für
Reinigungsflüssigkeit
verbunden ist.
-
Wenn eine gewünschte Position für ein Unterlageprofil 7 auf
dem vorderseitigen Profil 2 gefunden ist, wird das Unterlageprofil 7 auf
eine geeignete Weise befestigt, wie z. B. durch Verklebung, Verschweissen
oder Schnappbefestigung, doch vorzugsweise durch Verschrauben. Löcher können durch
die Unterlageprofile 7 und in das vorderseitige Profil 2 gebohrt
werden und selbstgewindeschneidende Schrauben können zum Aneinanderbefestigen
der beiden Teile verwendet werden. Nach diesem Befestigen kann die
Unterlage 8 in eine geeignete Position gebracht werden.
-
Das vorderseitige Profil 2 kann
sich vorzugsweise, wie gezeigt, 180° um die Abwickelrolle 4 herum
erstrecken. An seiner Unterseite kann es sich wie gezeigt etwas
ausdehnen, um der Reinigungseinheit, von welcher sie ein Teil ist,
zusätzliche
Stabilität
zu verleihen. Es muss genügend
Raum zwischen dem vorderseitigen Profil 2 und dem rückseitigem
Profil 3 gelassen werden, um das Entfernen einer vollen
Aufwickelrolle 5 nach Aufbrauchen des Reinigungsgewebes 6 und
das nachfolgende Einführen
einer neuen Abwickelrolle 4 mit einem unbenutzten Reinigungstuch 6 zu
ermöglichen.
-
Ein Beispiel einer Druckeinheit zum
Drucken mit vier Farben auf einer Papierbahn 10 ist schematisch
in 4 gezeigt. Die Papierbahn 10 ist
um den Druckzylinder 11 herumgelegt. In Kontakt mit dieser sind
vier Gummituchzylinder 12 für die vier Farben, und in Kontakt
mit diesen Gummituchzylindern 12 sind vier Plattenzylinder 13.
Gemäss
dem Stand der Technik ist es wohlbekannt, dass weitere Zylinder
in der Druckeinheit benötigt
sind, um z. B. Drucktinte zu den Plattenzylindern 13 zu
versorgen.
-
Herkömmlicherweise werden die Gummituchwaschvorrichtungen
zum Reinigen der Gummituchzylinder benutzt, doch können diese
genauso gut dazu verwendet werden, z. B. Druckzylinder und Plattenzylinder
zu reinigen. Wie dies durch die gestrichelten Pfeile in 4 dargestellt ist, kann
es gewünscht
sein, zwei Gummituchzylinder 12 und möglichst auch den Druckzylinder 11 zu
reinigen.
-
Dies wird durch die erfindungsgemässe Gummituchwaschvorrichtung.
ermöglicht,
weil das vorderseitige Profil 2 mit einer oder mehreren
Unterlageeinheiten 7, 8 an verschiedenen Positionen
ausgerüstet
werden kann.
-
In 5A ist
eine Unterlageeinheit 7, 8 zentral an dem vorderseitigen
Profil 2 angeordnet (längs der
zentralen Längsachse
der Reinigungseinheit), um das Gewebe 6 an der Oberfläche eines
Zylinders 14 reinigend anzuwenden. In 5B und 5C ist
die Unterlageeinheit 7, 8 jeweils nach oben und
nach unten versetzt, um den Zylinder 14 jeweils über und
unter der Reinigungseinheit zu reinigen. In 5D ist schliesslich das vorderseite Profil 2 mit
zwei Unterlageeinheiten 7, 8 versehen, um zwei
Zylinder 14 gemeinsam zu reinigen. Vorausgesetzt, dass
bestimmte geometrische Voraussetzungen erfüllt sind, können auch drei Unterlageeinheiten
am vorderseiten Profil angebracht werden, um drei Zylinder gleichzeitig
zu reinigen.
-
Die Tatsache, dass in 5A–D das
Gewebe 6 sowohl von der Aufwickelrolle 5 zu entstammen und
an dieser zu enden erscheint, ist nur als Andeutung dafür anzusehen,
dass das Gewebe 6 sich in beliebiger Richtung über die
Unterlageeinheit(en) 7, 8 bewegen kann.