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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mechanismus zum schnellen Schließen von
Kontakten für ein modulares elektrisches Gerät des Typs Schaltautomat oder
Differentialschaltautomat, der in gleicher Weise mit einem einpoligen Produkt, mit einem
Produkt mit Phase und Nulleiter oder mit einem mehrpoligen Produkt verwendbar ist.
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Diese Art von Vorrichtung umfaßt wenigstens einen beweglichen Kontakt, der dazu
vorgesehen ist, mit wenigstens einem feststehenden Kontakt zusammenzuwirken,
wobei der bewegliche Kontakt in bezug auf einen Kontaktträger schwenkbar
angeordnet ist, wobei die Ruhestellung beider Kontakte durch die Wirkung einer
sogenannten Kontaktfeder sichergestellt ist, die unabhängig von der Abnutzung der
Kontakte die Gewährleistung eines angemessenen Drucks bei ihrem Schließen
ermöglicht. Dieser Kontaktträger wird seinerseits zu einer Drehbewegung veranlaßt,
die insbesondere durch manuelle Einwirkung auf einen Steuergriff, der zwischen zwei
stabilen Positionen geschwenkt wird und die Drehung des Kontaktträgers mittels eines
herkömmlichen mechanischen Kniehebelsystems bewirkt, ermöglicht, den beweglichen
Kontakt alternativ gegen den feststehenden Kontakt oder in einem Abstand zu diesem
zu plazieren.
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Ein derartiger Schnellschließmechanismus, der bereits seinem Prinzip nach bekannt
ist, ist beispielsweise im Patent EP-0 224 396 offenbart; er umfaßt im wesentlichen
zwei Organe, die mit dem Steuergriff bzw. mit dem beweglichen Kontakt schwenkbar
sind, wobei sich ihre Bahnen während eines Teils ihrer kombinierten Drehbewegung
überlagern. Diese Organe sind dazu vorgesehen, mit dem Ziel zusammenzuwirken,
den beweglichen Kontakt während des Teils der Drehbewegung vor dem plötzlichen
Auslösen am Ende der Phase des Zusammenwirkens in einem Abstand vom
feststehenden Kontakt zu blockieren und anschließend die Kontakte mit einer
Geschwindigkeit zu schließen, die von der Geschwindigkeit, mit welcher der Griff
betätigt wird, unabhängig ist.
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In diesem System, das in dem Dokument EP-0 224 396 beschrieben ist, zieht die
zwischen dem Steuergriff und dem den beweglichen Kontakt tragenden Teilsystem
auftretende kombinierte Drehbewegung eine individuelle Drehung eines jeden Organs
in der gleichen Drehrichtung nach sich. Die beiden Organe, wovon sich eines an der
Peripherie des Steuergriffs und das andere am Rand des den beweglichen Kontakt
tragenden Teilsystems befindet, nehmen in dem Bereich, in dem sich ihre Bahn
überlagert, den gleichen Weg in entgegengesetzter Richtung, da ihre Achse versetzt
ist. Um ihre Bewegung zu schematisieren und sichtbar zu machen, kann das Beispiel
zweier kreisförmig verlaufender Bahnen betrachtet werden, die entlang zweier Spuren
aufeinandertreffen, die sich in entgegengesetzter Richtung entwickeln. In diesem Fall
kreuzen sich die Bahnen zweimal: in der Erstkontaktzone und in der Freigabezone bei
Verlassen des Überlagerungsbereichs. Das in dem Patent EP-0 224 396 offenbarte
System beruht auf einer derartigen Konfiguration, die dazu führt, daß, wenn sich die
Organe begegnen, ihre Freigabe selbstverständlich in der ihrer Bahn
entgegengesetzten Richtung erfolgt.
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In der vorliegenden Erfindung werden der Steuergriff und der bewegliche Kontakt zu
einer Drehbewegung in entgegengesetzter Richtung veranlaßt, welche hingegen ein
Kreuzen der jeweiligen theoretischen Bahnen der beiden Organe bewirkt, die auf einen
Punkt zulaufen und sich in der gleichen Richtung fortbewegen. In dieser Anordnung ist
es aufgrund des begrenzten Raumes, der in dem Gehäuse der modularen elektrischen
Geräte vorhanden ist, und weil jedes Organ auf dem Weg des anderen ist, nicht leicht,
zu einem zweiten Kreuzen der Bahnen zu gelangen, das darauf abzielt, die beiden
Organe voneinander zu lösen. Dies liegt außerdem an der Existenz einer
Winkelbewegung über eine vorgegebene Länge für den Steuergriff sowie außerdem für
die Kontakte.
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Der Schnellschließmechanismus der Erfindung genügt diesen besonderen
Einschränkungen und weist folglich eine spezifische Konfiguration auf, die
insbesondere an die zuvor erwähnten Bewegungseinschränkungen angepaßt ist.
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Folglich sind die Organe der Erfindung, die an der Schnellschließfunktion beteiligt sind,
aus einem Nocken, der durch den Steuergriff angetrieben wird und frei drehbar mit
einem begrenzten Ausschlag in bezug auf diesen letzteren angeordnet ist, und aus
einem Zapfen gebildet, der mit dem beweglichen Kontakt fest verbunden ist und
dessen Positionierung in bezug auf den Nocken bzw. den beweglichen Kontakt derart
ist, daß der Zapfen und der Nocken in Kontakt treten, wenn der feststehende und der
bewegliche Kontakt einen vorgegebenen verbleibenden Abstand zueinander
aufweisen, wobei der Nocken eine äußere Oberfläche aufweist, entlang welcher der
Zapfen gleitet, wenn die Drehung des Steuergriffs fortgesetzt wird, mit einer Länge und
einer Form derart, daß der Zapfen während eines Teils der Drehung des Steuergriffs,
der kleiner als sein restlicher Weg zum Erreichen seiner stabilen Position zum
Schließen der Kontakte ist, blockiert bleibt.
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Der Kontaktträger setzt seinerseits seinen Weg fort, während die Kontaktfeder Energie
speichert, die sie abrupt freisetzt, wenn der Kontakt Nocken/Zapfen im letzten Teil des
Weges des Steuergriffs endet. Der Nocken kann dann seine Drehung in bezug auf den
Griff fortsetzen, wobei der Winkelausschlag durch einen Anschlag des Griffs begrenzt
ist und zwischen dem Nocken und diesem Anschlag ein elastisches Element
angeordnet ist.
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Funktionell ermöglichen die aufeinander bezogene Positionierung des Zapfens und des
Nockens, ihre jeweilige Form und insbesondere die Länge der äußeren Oberfläche des
Nockens nur den Erhalt der Blockierung des beweglichen Kontakts bzw. der
beweglichen Kontakte. Die für den Nocken bestehende Möglichkeit einer restlichen
Drehung in bezug auf den Griff ermöglicht insbesondere, die Abnutzung der Kontakte
zu neutralisieren, wobei sie jedoch auch beim Öffnen dieser eine Rolle spielt.
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Das gleiche gilt für das elastische Element, das zwischen dem Anschlag und dem
Nocken eingefügt ist, wenn dieser in die Nähe des Anschlags gelangt, und beim Öffnen
der Kontakte ein Einziehen des Nockens ermöglicht, wodurch ein Mißlingen des
plötzlichen Schlusses bei ihrem Schließen vermieden wird.
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Genauer weist der Nocken einen hohlen Schaft mit zylindrischem Verlauf auf, der sich
um einen mittigen Drehzapfen dreht, der sich in der Mitte einer Trommel befindet, die
mit einem radialen Hebel versehen ist und den Griff bildet, wobei die Trommel ein
Fenster aufweist, das im wesentlichen gegenüber dem Hebel angeordnet ist und den
Durchgang eines sich vom Schaft erstreckenden radialen Vorsprungs des Nockens
ermöglicht, dessen freies Ende sich erweitert und eine äußere Oberfläche mit einem
zur zylindrischen Oberfläche des Schafts koaxialen Verlauf aufweist, wobei die
Schmalseiten des Fensters, die zu der Erzeugenden der Trommel parallel sind, die
Anschläge bilden, zwischen denen sich der Nocken frei drehen kann.
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Dieser Nocken, der ganz einfach einer bereits vorhandenen Struktur mit Griff und
Schloß hinzugefügt worden ist, kann ebenso weggelassen werden, wenn die
Schnellschließfunktion nicht erforderlich ist.
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Vorzugsweise besteht das elastische Element aus einem Ansatz, der an der äußeren
Oberfläche des Schafts befestigt ist und sich hiervon allmählich in Richtung seines
freien Endes entfernt und auf seiten des Nockens angeordnet ist, so daß er beim
Schließen der Kontakte als erstes mit dem Zapfen in Kontakt gelangt.
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Diese Anordnung ermöglicht gut, den letzten Teil der Drehung des Nockens in bezug
auf den Steuergriff in Richtung des Schließens der Kontakte elastisch zu gestalten.
Wie nachfolgend genauer zu sehen sein wird, erweist sich dies als notwendig, um den
Nocken beim Öffnen der Kontakte einzuziehen. In diesem Fall befindet sich nämlich,
wie zuvor erwähnt worden ist, das Ende des Zapfens auf der theoretischen Bahn, die
vom Nocken bei der Öffnungsbewegung benutzt wird, und kann ein Hindernis für die
Rückwärtsbewegung bilden. Wenn es diese Möglichkeit des Einziehens nicht gäbe,
dann würden diese beiden Organe in einen Eingriff gezwungen, wodurch die Gefahr
der Beschädigung des Systems besteht, oder es würde zumindest mit der Zeit eine
Abnutzung hervorgerufen, die mit der zu erfüllenden Funktion unvereinbar ist.
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Vorzugsweise ist außerdem der mit dem beweglichen Kontakt fest verbundene
Drehzapfen zwischen diesem letzteren und dem Steuergriff angeordnet und durch
Übergießen des Leiters des beweglichen Kontakts mit einem isolierenden Werkstoff
gebildet. Wenn der Schnellschließmechanismus in einem Produkt mit Phase und
Nulleiter verwendet wird, gibt es folglich kein Isolationsproblem in der Zone des
plötzlichen Schließens, das im vorliegenden Fall durch einen einzigen Nocken
gesteuert wird und eine bestimmte Entfernung der beweglichen Organe erfordert.
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In einem derartigen Gerät mit Phase und Nulleiter stimmt der Nocken mit jenem eines
einphasigen Produkts völlig überein, wobei die äußere Oberfläche des Nockens, die
dazu bestimmt ist, mit den Zapfen jedes beweglichen Kontakts in Kontakt zu gelangen,
mit einer ausreichenden Breite ausgeführt ist, um gleichzeitig mit zwei Zapfen
zusammenzuwirken, wodurch ein gleichzeitiges Abtrennen der beiden beweglichen
Kontakte von Phase und Nulleiter sichergestellt ist.
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Die Unterschiede zwischen einem einpoligen Gerät und einem Gerät mit Phase und
Nulleiter sind übrigens hinsichtlich der Struktur des Mechanismus zum plötzlichen
Schließen der Kontakte klein. Es handelt sich damit um einen weiteren Vorteil des
Produkts, insbesondere hinsichtlich der Herstellung und der Senkung der
Produktionskosten.
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Die Erfindung wird nun mit Bezug auf die beigefügten Figuren ausführlicher
beschrieben, wobei
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- Fig. 1 eine in Einzelteile aufgelöste perspektivische Darstellung eines Schlosses
eines modularen elektrischen Geräts des Typs Schaltautomat mit seinem Steuergriff
zeigt,
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- Fig. 2 eine Perspektivansicht der gleichen Elemente im zusammengebauten Zustand
zeigt,
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- Fig. 3 eine Vorderansicht der gleichen Elemente während der Phase ist, in welcher
vor der Freigabe der bewegliche Kontakt zu dem feststehenden Kontakt beabstandet
gehalten wird,
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- die Fig. 4a bis 4g einen Zyklus des manuellen Schließens mit insbesondere den
verschiedenen Phasen des Zusammenwirkens der den Schnellschließmechanismus
bildenden Organe abwechselnd mit neuen und abgenutzten Kontakten zeigen; und
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- die Fig. 5a bis 5e einen Zyklus des manuellen Öffnens mit denselben Elementen und
abwechselnd mit neuen und abgenutzten Kontakten zeigen.
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In Fig. 1 umfassen die verschiedenen Teile, die Bestandteile des Steuermechanismus
des Schaltautomaten sind, einen Griff (1), der über einen Kniehebel (3) mit einem
Kontaktträger (2) verbunden ist. Der Griff (1), der außermittige Aufnahmesitz (4), in
welchen eines der Enden des Kniehebels (3) eingesetzt ist, und dieser letztere bilden
einen Kniehebelmechanismus, der die Steuerung der Bewegung des Kontaktträgers
(2) ermöglicht. Der hier gezeigte Steuermechanismus betrifft eine elektrische
Vorrichtung mit Phase und Nulleiter; er umfaßt folglich zwei bewegliche Kontakte (5, 6),
die schwenkbar um die Achse (18) befestigt sind, die die Form einer Nadel aufweist
und die gleichzeitig die Welle ist, um welche sich der Kontaktträger (2) dreht. Die
Kontaktfedern (7) und (8) spannen die beweglichen Kontakte (5) bzw. (6) jeweils gegen
einen entsprechenden Anschlag des Kontaktträgers (2) vor.
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Die Funktion dieser Federn (7, 8) besteht in erster Linie darin, den Preßdruck zwischen
den Kontakten selbst dann aufrechtzuerhalten, wenn diese abgenutzt sind. Im Rahmen
des Mechanismus zum schnellen Schließen der Kontakte der Erfindung dienen diese
Federn zur Speicherung von Energie, wenn die beweglichen Kontakte (5, 6)
bewegungslos sind. Der feststehende Kontakt (9) ist fest mit einem Blech verbunden,
welches das Joch des magnetischen Auslösers bildet (nicht gezeigt).
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Der Kontaktträger (2) trägt außerdem den Auslöser (10), der ebenfalls schwenkbar um
die Nadel (18) befestigt ist und eine Auslösefeder (11) umfaßt, die ihn wieder in seine
Ruhestellung zurückholt, wodurch im Normalbetrieb des Produktes insbesondere die
Klemmung eines der Enden des Kniehebels (3) möglich wird.
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Der Nocken (12) des Schnellschließmechanismus umfaßt einen hohlen Schaft (13),
von dem aus sich in radialer Richtung ein Vorsprung (14) erstreckt, dessen äußere
Oberfläche (15) dazu vorgesehen ist, mit den Zapfen (16, 17) zusammenzuwirken, die
mit den beweglichen Kontakten (6) bzw. (5) fest verbunden sind.
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Der gleiche Steuermechanismus ist in Fig. 2 in der montierten Version zu sehen. Der
Auslöser (10) ist jedoch nicht in diese Baugruppe integriert, um ein Überladen der Figur
zu vermeiden. Diese Figur ermöglicht, sich darüber klar zu werden, daß die Zapfen
(16) und (17) in der Nähe des Vorsprungs (14) des Nockens (12) angeordnet sind und
daß ihr freies Ende mit der äußeren Oberfläche (15) zusammenwirken kann. Diese ist
von ausreichender Breite, um das gleichzeitige Zusammenwirken mit den zwei Zapfen
(16) und (17), die auf die beiden Kontakte von Phase und Nulleiter (6) und (5)
aufgesetzt sind, zu ermöglichen.
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Der Schaft (13) ist einfach auf den mittigen Drehzapfen (19) des Griffs (1) aufgefädelt,
der ihn bei der Drehung führt. Der Griff umfaßt genauer einen Hebel (20), der radial auf
dem Umfang einer Trommel (21) angeordnet ist, in deren untere Wand ein Fenster
geschnitten ist, das den Durchgang des Vorsprungs (14) des Nockens (12) ermöglicht.
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Der Schaft (13) des Nockens (12) umfaßt außerdem einen elastischen Ansatz (22), der
dem letzten Teil der Drehung des Nockens (12) in dem Steuergriff (1) eine Elastizität
verleiht. Das elastische Federn des Ansatzes (22) gegen die innere Wand der Trommel
(21) ermöglicht den Erhalt des elastischen Endanschlags.
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In Fig. 3 ist das freie Ende des mit dem beweglichen Kontakt (6) fest verbundenen
Zapfens (16) in der Phase des Zusammenwirkens mit der äußeren Oberfläche (15) des
Vorsprungs (14) des Nockens, d. h., daß der Kontakt (6) in einem festen Abstand zu
dem feststehenden Kontakt (9) gehalten wird. Der Zapfen (16) befindet sich jedoch am
Ende der Oberfläche (15), in der Nähe der Freigabe. Da nämlich der Vorsprung (14)
durch den Steuergriff (1) zur Drehung angetrieben wird, während der Zapfen (16)
definitionsgemäß unbeweglich gehalten wird, entgleitet der Vorsprung (14) und
insbesondere die äußere Oberfläche (15) nach rechts in der Figur und gibt schließlich
plötzlich den Zapfen (16) und demzufolge den beweglichen Kontakt (6) frei. Dieser
durchläuft mit hoher Geschwindigkeit den verbleibenden Teil seiner Kreisbahn, wobei
der Zapfen (16) den Vorsprung (14) nach rechts drückt, wenn er über die
Umfangsbahn der Oberfläche (15) ragt. Aufgrund der relativ freien Drehbewegung von
Schaft (13) und Steuergriff (1), die um den mittigen Drehzapfen (19) des Griffs (1)
erfolgt, setzt der Vorsprung (14) dem Druck, der auf ihn ausgeübt wird, über die Länge
des Weges der relativen Drehbewegung, die zwischen dem Nocken (12) und dem
Steuergriff vorliegt, keinen Widerstand entgegen, wie im folgenden genauer zu sehen
sein wird.
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Die Fig. 4a bis 4g zeigen einen Zyklus des manuellen Schließens abwechselnd mit
neuen und mit abgenutzten Kontakten. In Fig. 4a ist der Steuergriff in seiner
rechtsseitigen Stellung, im Anschlag gegen eine der lateralen Schmalseiten einer
Öffnung des Gehäuses B, die den Durchgang des Hebels (20) ermöglicht, gezeigt,
wobei die Kontakte (6) und (9) voneinander getrennt sind. Es ist anzumerken, daß in
dieser Position des Steuergriffs (1) sich der mit dem Kontakt (6) fest verbundene
Zapfen (16) ebenfalls von dem Vorsprung (14) beabstandet befindet und den Schaft
(13) des Nockens (12) überragt. In dieser Darstellung ist die magnetische
Betätigungseinrichtung (M) in schematischer Weise dargestellt, wobei nur das
Schlagstück, der feststehende Kern und der bewegliche Kern mit Ausnahme der
Induktionsspule gezeigt sind. Zum Öffnen des Schaltautomaten infolge eines
Kurzschlusses wird das Schlagstück gegen die Auslösevorrichtung (10) gestoßen, die
den Kniehebelmechanismus kippen läßt, so daß das Öffnen der Kontakte (6, 9) erfolgt,
wie ansonsten wohlbekannt ist.
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Wenn der Steuergriff (1) in Richtung des Schließens der Kontakte betätigt wird, wie
aus Fig. 4b deutlich wird, d. h. wenn er einer Drehung im trigonometrischen Sinn
unterworfen wird, wird der bewegliche Kontakt durch den Kontaktträger (2) in eine
Drehung im Uhrzeigersinn versetzt. In diesem Fall rücken der Zapfen (16) sowie der
Vorsprung (14) des Nockens (12) im wesentlichen in der gleichen Richtung
aufeinander zu, bis ihre freien Enden aufeinandertreffen. Der Zapfen (16) wird dann
von der äußeren Oberfläche (15) des Vorsprungs (14) gestoppt und es erfolgt eine
relative Gleitbewegung dieser beiden, wenn der Nocken (12) seine Drehung fortsetzt,
wie in Fig. 4c gezeigt ist. Folglich ist, obwohl die Drehbewegung des Steuergriffs (1)
von Fig. 4b zu Fig. 4c fortgeschritten ist, der bewegliche Kontakt (6) bewegungslos und
in gleichem Abstand zu dem feststehenden Kontakt (9) geblieben. Obwohl sich der
Nocken (12) frei um den Drehzapfen (19) dreht, wird der Vorsprung (14) von einer der
lateralen Schmalseiten des in der unteren Wand der Trommel (21) ausgearbeiteten
Fensters in der Drehbewegung mitgenommen, so daß folglich der Nocken die Kraft, die
auf den Steuergriff (1) ausgeübt wird, weitergibt.
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Sobald der Zapfen (16) nicht mehr mit der äußeren Oberfläche (15) des Vorsprungs
(14) in Kontakt ist, erfolgt eine plötzliche Freigabe, denn aufgrund der von der Feder
(8) gespeicherten Energie stellt sich nichts mehr der Fortsetzung der Drehbewegung
des beweglichen Kontakts (6) entgegen. Der Zapfen (16) stößt folglich den Vorsprung
(14) des Nockens (12) im Sinn einer Fortführung seiner Drehung im trigonometrischen
Sinn zurück, wobei die Drehung durch die Freiheit der relativen Schwenkbewegung
zwischen dem Nocken (12) und dem Steuergriff (1) möglich ist. In Fig. 4d werden die
Kontakte als neu angesehen, was bedeutet, daß der in Winkelrichtung verbleibende
Weg des Nockens (12) in bezug auf den Steuergriff (1) begrenzt ist. Hingegen zeigt die
Fig. 4e abgenutzte Kontakte, die zu einem verbleibenden Weg führen, der weiter ist. In
beiden Fällen wird jedoch der elastische Ansatz (22) nicht in Anspruch genommen,
denn er soll ein zusätzliches Einziehen bei einer dem Griff aufgeprägten
Rückwärtsbewegung ermöglichen. In den Fig. 4d und 4e ist der Steuergriff (1) noch nicht in
Anschlag in seiner Endstellung, wobei die Kontakte geschlossen sind.
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Er erreicht diese Stellung in den Fig. 4f und 4g mit neuen bzw. abgenutzten Kontakten.
Im ersten Fall wird die Energie von der Feder (8) zurückgegeben und an den in einen
Abstand vom freien Ende des Zapfens (16) zurückgeschobenen Vorsprung (14)
übertragen. Im zweiten Fall, bei abgenutzten Kontakten, liegt eine Konfiguration vor, in
welcher der Ansatz (22) in Kontakt zur lateralen Schmalseite gegenüber dem in der
unteren Wand der Trommel (21) ausgearbeiteten Fensters ist, während das freie Ende
des Zapfens (16) noch in Kontakt mit dem hinteren Teil des Vorsprungs (14) ist. Der
Ansatz (22) wird jedoch nicht auf Biegung beansprucht, denn der relative
Schwenkbereich zwischen dem Nocken (12) und dem Steuergriff (1) ist
selbstverständlich so beschaffen, daß eine mögliche Abnutzung der Kontakte
berücksichtigt ist.
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Die Fig. 5a bis 5e zeigen einen inversen Zyklus, d. h. einen Zyklus, mit dem das Öffnen
der Kontakte (6, 9) erfolgt. Die Fig. 5a und 5b gleichen demnach den Fig. 4f und 4g,
wobei sie hier als Beginn des Öffnungszyklus anzusehen sind. Wenn nun aber auf den
Steuergriff (1) im Uhrzeigersinn eingewirkt wird, wie dies in Fig. 5c gezeigt ist, versetzt
der Kniehebelsteuermechanismus den Kontaktträger (2) und folglich den Kontakt (6) in
eine Drehung im trigonometrischen Sinn. Der entgegengesetzte Drehsinn, der bereits
im Schließzyklus zu beobachten war, hat ein Kreuzen der Bahnen bewirkt, das den
Zapfen (16) in der Bahn zur Öffnung des Vorsprungs (14) plaziert. Sollte das Öffnen
unter Krafteinwirkung erfolgen, so könnte das Ineinandergreifen des Vorsprungs (14)
und des Zapfens (16) Schäden an dem einen oder dem anderen dieser Organe oder
gar eine vorzeitige Abnutzung, die der Funktion abträglich ist, hervorrufen.
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Aus diesem Grund ist der elastische Ansatz (22) vorgesehen worden, denn er greift in
diesem Stadium des Öffnens ein, um den Vorsprung (14) in einem Drehsinn
zurückzudrücken, der für einen stark eingeschränkten Weg aufgrund der von dem Zapfen (16)
aufgebrachten Gegenkraft, während er noch auf der normalen Bahn des Vorsprungs
(14) ist, entgegengesetzt zu demjenigen des Griffs (1) ist. Der Unterschied zwischen
der Fig. 5c und der Fig. 5d besteht in der Positionierung des elastischen Ansatzes (22)
und folglich in der Positionierung des Vorsprungs (14): In Fig. 5c ist der elastische
Ansatz noch nicht belastet, während er in Fig. 5d belastet und im Anschlag gegen den
Schaft (13) ist.
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Die Fortsetzung der entgegengesetzt gerichteten Drehung des Steuergriffs (1) und des
den beweglichen Kontakt (6) tragenden Kontaktträgers (2) ermöglicht schließlich die
Drehbewegung des Vorsprungs (14) im Uhrzeigersinn, denn die Drehbewegung des
Zapfens (16) im trigonometrischen Sinn genügt, um ihn vorbeizulassen.
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Da keine weiteren Hindernisse vorhanden sind, kann der Griff erneut in Anschlag
gegen die Schmalseite, die der oberen Öffnung des Gehäuses B gegenüberliegt, in die
Öffnungsstellung der Kontakte (6, 9), gebracht werden.
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Die Erfindung ist anhand eines besonderen Konfigurationsbeispiels, insbesondere des
Nockens und des mit dem beweglichen Kontakt fest verbundenen Zapfens, die jedoch
keineswegs einschränkend sind, beschrieben worden. Die Erfindung, wie sie in den
Ansprüchen definiert ist, umfaßt im Gegenteil alle Varianten hinsichtlich Form und
Konfiguration, die im Bereich des Wissens des Fachmanns liegen.