DE605856C - Einrichtung zum Behandeln von Bier und anderen kohlensaeurehaltigen Getraenken mit Radiumemanation - Google Patents
Einrichtung zum Behandeln von Bier und anderen kohlensaeurehaltigen Getraenken mit RadiumemanationInfo
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Description
- Einrichtung zum Behandeln von Bier und anderen kohlensäurehaltigen Getränken mit Radiumemanation Für die Durchführung von Kuren in einem Radiumheilbad ist es wichtig, daß der Patient möglichst restlos der Radiumbehandlung ausgesetzt wird. Die Kur schließt, wenn nicht eine besondere Diät aus anderen Gründen notwendig ist, die normale Lebensführung hinsichtlich der Nahrung nicht aus, so daß auch z. B. das gewohnte Bier ohne weiteres genossen werden kann.
- Es ist zu diesem Zweck bekannt, in Flüssigkeiten besondere Massen. zu bringen, die das Radiumsalz in einer Hülle, z. B. aus Paraffin, enthalten. Auch wenn diese Hülle an sich sonst gegen Flüssigkeit neutral äst, isst keime Gewähr gegen eine Geschmacksveränderung gerade bei Bier gegeben. Entweder könnte es infolge seines Würzgehaltes dennoch. eine Veränderung -erleiden, oder die Hüllenmasse selbst zieht aus dem Bier Geschmacksstoffe heraus. Überdies ist es nicht möglich, etwa solche Massen in jedes Bierfaß zu tun oder etwa das Bier über die Masse zu leiten. Das gäbe für den Betrieb zu große Umständlichkeiten, so daß die Einführung des Verfahrens damit von vornherein unmöglich gemacht wird. Auch gestattet das Gesundheits, amt nicht den nachträglichen Zusatz irgendwelcher Stoffe zum Bier. Sodann darf Bier oder überhaupt eine Getränkflüssigkeit niemals mit der Radiummasse in ummittelbare Berührung treten, weil Radium schon in kleinsten Mengen tödlich wirkt. Um Mineralwasser zu radioaktivieren, werden ferner die verschiedenen Bestandteile des Mineralwassers getrennt behandelt und nachträglich gemischt und dazu auch Kohlensäure unter Druck verwendet. Diese getrennte Behandlung ist gleichfalls umständlich und fürpraktische Verhältnisse nicht brauchbar. Schließlich wird auch für die Erzeugung gasförmiger Emanationen ein Druckgas aus einer Flasche durch Radium enthaltende Gefäße geleitet. Dies erfolgt jedoch nur für InUalationszwecke. Das Gas stiömt aus der Flasche durch die Radiumgefäße und dann ins Freie zwecks Einatmung. Es-sind deshalb dazu nur atembare Gase, wie Sauerstoff oder Luft, verwendbar.
- Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß das Gefäß mit Radiumemanation für die Behandlung von Bier und anderen kohlensäurehaltigen Getränken in die Kohlensäureleitung von der Flasche zum Getränkevor,-ratsb.ehälter .eingeschaltet ist. Dadurch ergibt sich, .ein. außerordentlich einfacher, den praktischen Bedürfnissen in jeder Beziehung Rechnung tragender Vorgang für den gedachten Zweck. Der Gastwirt erhält die Gefäße mit Radiumemanation genau so wie das Bier und die Kohlensäureflaschen geliefert und braucht nur die üblichen Handgriffe vorzunehmen. Die Anschlüsse sind sonst dieselben, ohne da.ß besondere Maßnahmen beachtet werden müßten. Diese große Einfachheit, die für die Einschaltung des Radiumgefäß:es in die Zuleitung der Kohlensäure zum Bier keine besonderen Anweisungen .erfordert, ist eine Eigentümlichkeit der Erfindung.
- Die Erfindung läßt sich auf verschiedene Weise durchführen. Eine besonders zweckmäßige und einfache Form ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
- In die von der Kohlensäureflasche a kommende Leitung b, die, wie sonst üblich, unmittelbar an den Stechhahn e des Bierfasses f angeschlossen ist, ist noch ein besonderer Behälter c eingeschaltet, der die Radiumeananation in zweckentsprechender Form enthält, und zwar entweder in Substanz äls Dauerspender, in fester oder flüssiger Form, mittels deren sich eine ständige und gleichbkibende Anreicherung der durchgeleiteten Kohlensäure erreichen läßt. Die KohlensäureleitLmg b wird zweckmäßig als Steigrohr b' bis zum Boden des Behälters c geführt. Dieser ist mit Wasser gefüllt, das die Emanation aufnimmt. Von dem Behälter c führen Leituz-,gen ,d zum Stechhahn e des betreffenden Fasses. Die durch den Behälter c geleitete Kohlensäure nimmt von der Emanation laufend auf und führt sie in das Faß, in dem sich das Bier mit der Emanation anreichert. Es könnte dabei zweckmäßig sein, die Leitung d im Faß f gleichfalls als Zweigleitung möglichst tief einzuführen, damit die die Emanation tragende Kohlensäure noch durch das Bier treten muß und die Emanation an das Bier abgeben kann. Vom Stechhalme führt dann, wie üblich, das bis zum Boden des Fasses greifende Steigrohr d zum Schankhahn h.
- Zweckmäßig wird das Leitungsrohr für die Kohlensäure um das Biersteigrohr bis ebenfalls nahe zum Boden des Fasses geführt. Außerdem könnte das Kohiens.äurerohr über dem Spiegel des Bieres noch eine Auslaßöffnung haben, damit die Kohlensäure auch wie bisher von oben auf das Bier drückt.
- Behälter mit Radiumemanation für die Bierbehandlung lassen sich verschicken, so daß die beschriebene Behandlung des Bieres nicht an Kurorte gebunden ist.
- Naturgemäß läßt sich auch jedes andere kohlensäurehaltige Getränk in derselben Weise behandeln, so daß auch Limonaden, Selterwasser u. dgl. mit Radiumemanatian aufgefüllt und ausgesQhänkt werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCn: Einrichtung zum Behandeln von Bier und anderen kohlensäurehaltigen Getränken mit Radiumemanation, wobei die Druckgasflasche an das Gefäß mit der Emanation angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, da.ß das Gefäß mit- Ra-- diumemanation in die Kohlensäureleitung von der Flasche zum Getränkevorratsb.ehälter eingeschaltet ist.
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|---|---|---|---|
| DES110430D DE605856C (de) | 1933-08-02 | 1933-08-02 | Einrichtung zum Behandeln von Bier und anderen kohlensaeurehaltigen Getraenken mit Radiumemanation |
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| DES110430D DE605856C (de) | 1933-08-02 | 1933-08-02 | Einrichtung zum Behandeln von Bier und anderen kohlensaeurehaltigen Getraenken mit Radiumemanation |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE605856C true DE605856C (de) | 1934-11-19 |
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ID=7530223
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES110430D Expired DE605856C (de) | 1933-08-02 | 1933-08-02 | Einrichtung zum Behandeln von Bier und anderen kohlensaeurehaltigen Getraenken mit Radiumemanation |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE605856C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19543503A1 (de) * | 1995-11-22 | 1997-05-28 | Nukem Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Bestrahlen von Flüssigkeiten mit energiereicher Strahlung |
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1933
- 1933-08-02 DE DES110430D patent/DE605856C/de not_active Expired
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE19543503A1 (de) * | 1995-11-22 | 1997-05-28 | Nukem Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Bestrahlen von Flüssigkeiten mit energiereicher Strahlung |
| DE19543503C2 (de) * | 1995-11-22 | 2000-01-05 | Nukem Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Bestrahlen von Flüssigkeiten mit energiereicher Strahlung sowie Verwendung der Vorrichtung |
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