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DE591411C - Verfahren zum Faerben von Pelzen - Google Patents

Verfahren zum Faerben von Pelzen

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Publication number
DE591411C
DE591411C DEG83108D DEG0083108D DE591411C DE 591411 C DE591411 C DE 591411C DE G83108 D DEG83108 D DE G83108D DE G0083108 D DEG0083108 D DE G0083108D DE 591411 C DE591411 C DE 591411C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chromium
dyes
fur
dye
amino
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG83108D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF Schweiz AG
Original Assignee
Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA filed Critical Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
Application granted granted Critical
Publication of DE591411C publication Critical patent/DE591411C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/30Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts
    • D06P3/3058Material containing basic nitrogen containing amide groups furs feathers, dead hair, furskins, pelts using metallisable or mordant dyes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Färben von Pelzen Es wurde ein Verfahren zum Färben von Pelzen gefunden, das in der Verwendung von Farbstoffen, die Metall, insbesondere Chrom, in komplexer Bindung enthalten, besteht.
  • Als Farbstoffe, die Metall in komplexer Bindung enthalten, können sowohl die Monometallverbindungen, wie z. B. die Chrom-, Kupfer-, Nickel-, Kobalt-, Titan-, Vanadium-, Mangan- und Eisenverbindungen, von Mono-und Polyazofarbstoffen als auch die Polymetallverbindungen dieser Farbstoffe oder die Chromverbindungen von Anthrachinonderivaten verwendet werden. Besonders gute Ergebnisse in bezug auf die Echtheiten der gefärbten Pelze werden mit den chromhaltigen Farbstoffen erzielt.
  • Es ist zweckmäßig, die zum Färben verwendeten Pelze einer Vorbehandlung mit solchen Mitteln zu unterwerfen, die eine Widerstandsfähigkeit der Hautteile gegen erhöhte Temperatur bewirken. Derartige Mittel sind beispielsweise Chromalaun, Alkalibichromat, Chromsulfat und basische Lösungen von Chromoxydsalzen. Ferner ist es vorteilhaft, die Pelze noch einer weiteren Vorbehandlung, und zwar mit die Aufnahmefähigkeit der Haare für die Farbstoffe erhöhenden sowie ein gleichmäßiges Anfärben bewirkenden Mitteln, wie beispielsweise mit Alkalihypohalogeniten oder Phosphaten, zu unterziehen.
  • Die so hergestellten, in hellen, mittleren und vollen Tönen gefärbten Pelze zeigen sehr. gute Echtheiten, und zwar insbesondere vorzügliche Reib- und Lichtechtheit.
  • Das vorliegende Verfahren bedeutet gegenüber dem bekannten Verfahren, wonach die sogenannten Chromechtfarbstoffe sowie Metachromfarbstoffe zum Färben von Pelzen verwendet werden, einen bedeutenden technischen Fortschritt, und zwar deshalb, weil die Pelze mit Farbstoffen, die Metalle in komplexer Bindung enthalten, unter weitgehender Schonung schon bei niedrigen Temperaturen (beispielsweise 40 bis 6o° C) gefärbt werden können, während bei Verwendung der Chromechtfarbstoffe sowie der Metachromfarbstoffe zur Erzielung von echten Färbungen eine lange Kochdauer notwendig ist, wodurch das Leder, selbst wenn es durch vorheriges Chromieren widerstandsfähiger gemacht worden ist, stets angegriffen wird. Der Erfolg des vorliegenden Verfahrens konnte ferner aus den für das Färben von Leder bekannten Tatsachen nicht vorausgesehen werden; denn es sind zahlreiche Farbstoffe bekannt, die wohl zum Färben von Leder, jedoch nicht zum Färben von Pelzen verwendet werden können oder die sich zum Färben von Pelzen, jedoch nicht zum Färben von Leder eignen.
  • Beispiel i Man bestellt das Färbebad mit 2,1/, des chromhaltigen Farbstoffs aus diazotierter 2-Amino-i-oxybenzol-q., 6-disulfonsäure und i-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon, bezogen auf das Trockengewicht des Felles, und i ccm ioprozentige Ameisensäure je Liter Färbebad. Man geht mit dem vorher gut ausgewaschenen Fell in das etwa 3o° C warme Bad ein und färbt während q. bis 12 Stunden bei q.o bis 6o° C. Das Fell ist in echten orangen Tönen gefärbt.
  • Ebenfalls orange Farbtöne werden unter Verwendung des nickelhaltigen Farbstoffs aus diazotierter q.-Chlor-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure und Resorcin erhalten. , Beispiel e Die alaungegerbten Felle werden vorerst in lauwarmem Wasser ausgewaschen und hierauf im Walkfaß während 4 Stunden mit 25 °/o ihres Trockengewichtes einer Chromsulfatlösung von 25° Be bei gewöhnlicher Temperatur behandelt. Steht kein Walkfaß zur Verfügung, so muß die Behandlung auf 5o bis 6o Stunden ausgedehnt werden. Nach vollendeter Gerbung werden die Felle gespült und in einem frischen Bade, das im Liter 2 ccm Ameisensäure enthält, während 1/2 Stunde gut durchgewalkt. Man schleudert die Felle aus und bringt sie in ein frisches Bad von ö,3 bis 0,5° Be i@Tatriumhypochlorit- oder Chlorkalklösung, dem zweckmäßig je Liter 49 Sulfitcelluloseablauge zugesetzt worden sind. Auf diese Weise behandelt man unter häufigem Umziehen während ungefähr 2 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur.
  • Die Felle werden nachher neuerdings ausgeschleudert, nochmals für kurze Zeit in das obengenannte Ameisensäurebad gebracht und hierauf tüchtig gespült.
  • 2 °1o des chromhaltigen Farbstoffs aus diazotierter i-Amino-2-oxynaphthalin-q.-sulfonsäure und ß-Naphthol, bezogen auf das Trockengewicht des Felles, werden einem Bad von 25 bis 3o° C zugesetzt. Man setzt diesem Bade je Liter Flotte i ccm ioprozentige Ameisensäure zu, geht mit dem vorbehandelten und gespülten Fell bei etwa 25' C ein, treibt langsam auf 5o bis 55° C und färbt während i bis 2 Stunden. Nach dem Färben wird gut gespült, das Fell ausgereckt und auf der Fleischseite mit einer Lösung von Eigelb eingerieben. Während des Trockenprozesses muß das Fell, damit es geschmeidig bleibt, mehrmals ausgereckt (gestollt) werden und erhält nach Bedarf nochmals eine Behandlung mit Eigelblösung.
  • Man erhält kräftige, echte und gleichmäßige Blautöne.
  • Ebenfalls blaue Töne werden unter Verwendung ,des chrom- und kupferhaltigen Farbstoffs aus diazotiertem 5-Nitro-2-aminoi-oxybenzol und 2-Phenylamino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure sowie mit dem Chrom-und kupferhaltigen primären Diazofarbstoff aus diazotiertem q.-Chlor-2-amino-i-oxybenzol und 5, 5'-Dioxy-2, 2'-dinaphthylamin-7, 7-disulfonsäure erhalten.
  • Beispiel 3 Das Fell wird wie in Beispiel :2 vorbehandelt. 2 °/o ,des chromhaltigen Azofarbstoffs aus diazotierter 4.-Nitro-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure und Acetessigsäureanilid, bezogen auf das Trockengewicht des Felles, werden einem Bad von 25 bis 30° C zugesetzt. Man setzt i ccm ioprozentige Ameisensäure zu, geht mit dem vorbehandelten und gut gespülten Fell bei 25 bis 30° C ein und färbt nach den Angaben im Beispiel 2 während i bis z Stunden.
  • Das Fell wird hierauf in ähnlicher Weise weiterbehandelt, wie es in Beispiel e angegeben wurde. Man erhält auf diese Weise ein in echten und gleichmäßigen Gelbtönen gefärbtes Fell.
  • In der in den Beispielen angegebenen Weise können in den verschiedensten Farbtönen gefärbte Pelze erhalten werden. So erzielt man beispielsweise rosa Farbtöne mit dem chromhaltigen Azofarbstoff aus nitrierter i-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure und i- (3'-Sulfamidophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon, rote Farbtöne mit dem chromhaltigen Azofarbstoff aus diazotierter 2-Amino-i-oxybenzol-q., 6-disulfonsäure und 2, q.-Dioxychinolin, Bordeaux Farbtöne mit dem chromhaltigen Azofarbstoff aus diazotierter 4-Chlor-2-amino-i-oxybenzol-6-sulfonsäure und 2, q.-Dioxychinolin sowie mit dem chromhaltigen Farbstoff aus i, 8-Dioxyanthrachinondisulfonsäure, braune Farbtöne mit dem chromhaltigen Azofarbstoff aus diazotierter 2-Aminoi-oxybenzol-q.-sulfonsäure und 4-Methyli-oxybenzol sowie mit dem eisenhaltigen Farbstoff aus diazotierter q.-Chlor-2-aminoi-oxybenzol-6-sulfonsäure und ß-Naphthol und dem chromhaltigen Farbstoff aus i, 2-DioxyanthracWnon-q.-sulfonsäure, violettbraune Farbtöne mit dem chromhaltigen Azofarbstoff aus diazotierter 4.-Nitro-2-amino-i-oxybenzol- 6-sulfonsäure und ß-Naphthol, violette Farbtöne mit dem chromhaltigen Azofarbstoff aus dianotiertem 4-Chlor-2-amino-i-oxybenzol und 2-Oxynaphthalin-6-sulfonsäure sowie mit dem kupferhaltigen Azofarbstoff aus dianotierter i-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfOnsäure und a-Naphthol, blaugrüne Farbtöne mit dem chromhaltigen Farbstoff aus z, 4, 5, 8-Tetraoxyanthrachinonsulfonsäure, grüneFarbtöne mit dem chromhaltigen Azofarbstoff aus dianotiertem 5-Nitro-2-amino-i-oxybenzol und 2-Aminonaphthalin-6-sulfonsäure (sauer gekuppelt), graue Farbtöne mit dem chromhaltigen primären Diazofarbstoff, der durch saures Kuppeln von dianotiertem 5-Nitro-2-amino-i-oxybenzol mit 2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfonsäure und darauffölgendes alkalisches Kuppeln mit dianotierter i-Aminobenzol-2-carbonsäure erhalten wird, und endlich schwarze Farbtöne mit dem chromhaltigen Farbstoff aus nitrierter i-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure und ß-Naphthol.

Claims (2)

  1. PATEN 1'ANS1'1tÜCHL: i. Verfahren zum Färben von Pelzen, gekennzeichnet durch die Verwendung von Farbstoffen, die Metall, insbesondere Chrom, in komplexer Bindung enthalten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man Pelze färbt, die einer Vorbehandlung mit Mitteln unterworfen worden sind, die einerseits die Widerstandsfähigkeit der Hautteile gegen erhöhte Temperatur bewirken und andererseits die Aufnahmefähigkeit der Haare für die Farbstoffe erhöhen sowie ein gleichmäßiges Anfärben bewirken.
DEG83108D 1932-06-02 1932-07-13 Verfahren zum Faerben von Pelzen Expired DE591411C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH591411X 1932-06-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE591411C true DE591411C (de) 1934-01-20

Family

ID=4522165

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG83108D Expired DE591411C (de) 1932-06-02 1932-07-13 Verfahren zum Faerben von Pelzen

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DE (1) DE591411C (de)

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