[go: up one dir, main page]

DE599891C - Einrichtung zum selbsttaetigen Zu- und Abschalten eines zweiten Transformators in einer Anlage - Google Patents

Einrichtung zum selbsttaetigen Zu- und Abschalten eines zweiten Transformators in einer Anlage

Info

Publication number
DE599891C
DE599891C DES90764D DES0090764D DE599891C DE 599891 C DE599891 C DE 599891C DE S90764 D DES90764 D DE S90764D DE S0090764 D DES0090764 D DE S0090764D DE 599891 C DE599891 C DE 599891C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
transformer
relay
switching
contacts
switched
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES90764D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Manfred Schleicher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES90764D priority Critical patent/DE599891C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE599891C publication Critical patent/DE599891C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JCIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/38Arrangements for parallely feeding a single network by two or more generators, converters or transformers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Keying Circuit Devices (AREA)

Description

  • Einrichtung zum selbsttätigen Zu- und Abschalten eines zweiten Transformators in einer Anlage Die Elektrizitätswerke, insbesondere die Überlandzentralen, haben eine Reihe von Abnehmern, die vorübergehend große Mengen elektrischer Energie verbrauchen, während langer Zeiträume aber eine wesentlich geringere Energie. Beispielsweise ist es die Landwirtschaft, die tagsüber oft überhaupt keinen Verbrauch hat, vorübergehend aber, z. B. beim Futterschneiden und in der Dreschperiode, unverhältnismäßig große Energiemengen dem Netze entnimmt. Bei kleinen Fabriken und Dörfern liegen die Verhältnisse oft ähnlich. Die Transformatoren müssen auf die größte Leistung bemessen sein. Während der Abnahme geringer Leistung sind sie infolgedessen viel zu groß und arbeiten mit schlechtem Wirkungsgrad. Man stellt daher für solche Abnehmer zwei Transformatoren auf, von denen einer immer eingeschaltet ist, während der andere nur dazugeschaltet wird, wenn der erste nicht mehr ausreicht. Die hierzu notwendigen Schalteinrichtungen werden vorzugsweise selbsttätig ausgebildet, haben dann aber den Nachteil, daß sie den zweiten Transformator häufig in ganz unnötiger Weise aus- und einschalten, wenn die Leistung gerade um die Vollast des ersten Transformators herum pendelt. Um diese Pendelungen zu vermeiden, hat man den Schaltrelais, welche die Belastung des Transformators überwachen, eine Verzögerung gegeben, die entweder konstant oder mit Hilfe eines thermischen Abbildes dem Erwärmungszustand des Transformators angepaßt ist oder sein soll. Die thermischen Abbilder folgen aber nicht immer richtig der Temperatur des Transformators, so daß sie keine Sicherheit gegen Überlastung des Transformators oder unnötige Einschaltung des zweiten Transformators bieten. Bei der Erfindung werden diese Übelstände vermieden.
  • Gemäß der Erfindung wird nämlich der zweite Transformator nicht sofort eingeschaltet, sondern erst nachdem der Verbrauch die Leistungsfähigkeit des ersten Transformators während einer bestimmten Zeitspanne überschritten hat, und die Dauer dieser Zeitspanne wird von der Höhe der Energieüberschreitung abhängig gemacht.
  • Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt. Von dem Hochspannungsnetz 2r werden die beiden Transformatoren z und 2 gespeist. Die Sekundärwicklungen arbeiten auf die Sammelschienen 23, an die die Abnehmerleitungen 24 angeschlossen sind. Der Transformator r ist dauernd eingeschaltet. Der Transformator 2 dagegen wird mit Hilfe der Schalter 3 und q. primär und sekundär selbsttätig ein- und ausgeschaltet. Zur Steuerung dieser Schalter dienen zwei Ferrarisscheiben 5 und 6. Die Antriebsspule 7 der Ferrarisscheibe 5 liegt an der Spannung der Sekundärwicklung des Transformators i und dreht sich daher mit einer praktisch gleichförmigen Geschwindigkeit. Durch bekannte Schaltungen können die Änderungen der Geschwindigkeit infolge der Spannungsschwankungen noch weitgehend beseitigt werden. Die Antriebsspule 8 der Ferrarisscheibe 6 dagegen liegt an einem Stromwandler g, der von dem Verbrauchsstrom durchflossen wird, sei es, daß nur der erste, oder sei es, daß beide Transformatoren eingeschaltet sind. Die beiden Ferrarisscheiben 5 und 6 sind mit den beiden Seitenrädern io und ii eines Differentialgetriebes gekuppelt, dessen Mittelglied z2 einen Umschalter 13 steuert. Das äüs den Teilen io, 11, 12 bestehende Differentialgetriebe ist nur schematisch dargestellt. Solange die Ferrarisscheibe 6 langsamer oder höchstens ebenso schnell läuft wie die Ferrarisscheibe 5, bleibt der Kontaktarm 13 in der gezeichneten Stellung liegen, so daß er die Kontakte 14 schließt: Sobald dagegen die Geschwindigkeit der Ferrarisscheibe 6 über die Geschwindigkeit der Ferrarisscheibe 5 wächst, kehrt das Mittelglied des Differentialgetriebes i2 seine Bewegung um und schließt die Kontakte 15. Die Antriebswicklungen sind nun so bemessen, daß diese Geschwindigkeitsüberschreitung dann eintritt, wenn der durch den Stromwandler g gemessene Energieverbrauch die Leistungsfähiglceit des Transformators i überschreitet.
  • Der eine der Kontakte 15 ist mit der Phase r der Sekundärwicklung des Transformators i verbunden, der andere mit einen Relais 16, dessen zweite Klemme über einen Widerstand 17 mit der Phase s verbunden ist. Das Relais spricht daher bei Schließung der Kontakte 15 an und schließt zwei Kontakte 18 und ig. Durch den Kontakt ig werden die Kontakte 15 überbrückt, so daß das Relais 16 auch dann erregt bleibt, wenn die Kontakte 15 wieder unterbrochen werden. Durch den Kontakt 18 wird die Phase r an eine Leitung 2o gelegt, die zu einem Schütz ,26 führt. Dieses .ist mit seiner anderen Klemme mit der Phase s verbunden. Sobald es erregt ist, schließt es einen Kontakt 27, der die Einschaltspulen 28 an Spannung legt, durch die die Schalter 3 und q. geschlossen werden.
  • Wenn durch vorübergehende kurzzeitige Abnahme des Stromverbrauches die Geschwindigkeit der Ferrarisscheibe 6 unter diejenige der Ferrarisscheibe 5 sinkt, so werden die Kontakte 15 zwar wieder unterbrochen; diese Unterbrechung hat aber auf die hergestellte Schaltung keinen Einfluß; denn das Hilfsrelais 16 bleibt über den Kontakt ig dauernd erregt und hält das Schütz 26- und durch dieses die Einschaltspulen 28 an Spannung. Erst wenn die Verringerung des Verbrauches längere Zeit dauert, hat das dritte Glied 12 des Differentialgetriebes genügend Zeit, um den Schalter 13 bis in seine andere Endlage zu bewegen. Erst wenn der Schalter 13 hier angelangt ist und die Kontakte 14 geschlossen hat, tritt eine Änderung der Schaltung ein. Denn die Kontakte 14 schließen das Hilfsrelais 16 kurz. Dieses läßt seine Anker fallen, so daß die Kontakte 18 und ig geöffnet werden. Infolgedessen öffnet auch das Schütz 26 seinen Kontakt, und die Schalter 3 und q. des Transformators 2 werden geöffnet.
  • Steigt der Verbrauch wieder, aber nur vorübergehend, so werden wohl die Kontakte 14. wieder geöffnet; eine Betätigung der Schalter 3 und q. tritt aber dadurch nicht ein, sondern erst dann, wenn infolge längerer Verbrauchssteigerung die Kontäk te 15 wieder geschlossen sind. Steigt der_Verbrauch sehr rasch; beispielsweise infolge - Einschaltung einer größeren landwirtschaftlichen Maschine, so könnte die Gefahr der Überlastung des ersten Transformators eintreten. Diese Gefahr ist aber dadurch beseitigt, daß die Geschwindigkeit des Kontaktarmes 13 von der Höhe der Überlastung abhängig ist. Ist die Überlastung groß,, so legt auch der Kontaktarm 13 seinen Weg in die andere Schaltstellung in kurzer Zeit zurück, so daß eine unzulässige Erwärmung des Transformators i vermieden wird.
  • Der Stromwandler g liegt gemäß der Zeichnung nur an einer Phase. Statt dessen kann man durch geeignete Schaltung dreier Wandler den Summenstrom aller drei Phasen zur Steuerung heranziehen.
  • Auch ein dritter Transformator kann gemäß der Erfindung selbsttätig gesteuert werden. Zu diesem Zweck braucht nur ein zweites-Relais hinzugefügt zu werden, bei den die beiden Seitenglieder des Differentialgetriebes ebenso wie. bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel von der Summe des gesamten Verbrauchs einerseits und von einer einigermaßen konstanten Kraft andererseits angetrieben werden. Lediglich die Geschwindigkeiten sind anders eingestellt, nämlich so, daß das stromabhängige Glied erst dann das konstant umlaufende Glied überholen kann, wenn die Leistungsfähigkeit der bereits eingeschalteten Transformatoren überschritten ist.
  • Die Erfindung entfaltet ihren Wert auch dann, wenn es sich nicht um die Ein- und Ausschaltung von Transformatoren, sondern von anderen Stromquellen, wie z. B. Großgleichrichtern, handelt o. dgl. Die Transformatoren oder sonstige Stromquellen brauchen auch nicht in einer Station vereinigt zu sein, sondern können über größere Gebiete verteilt sein. Es macht keine Schwierigkeit, die Leitungen für das selbsttätige Ein- und Ausschalten über größere Entfernungen zu führen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum selbsttätigen Zu-und Abschalten eines zweiten Transformators (oder einer anderen Energiequelle) in einer Anlage, die zur Versorgung eines Stromkreises mit stark schwankender Belastung dient, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer der Größe der Überschreitung oder Unterschreitung der Vollast des ersten Transformators und der Überlastungsfähigkeit dieses Transformators angepaßten Zeitverzögerung ein Differentialrelais verwendet ist, das bei Überlast oder Unterlast ein Kontaktglied mit entsprechender Geschwindigkeit in die eine oder andere Steuerstellung bringt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Transformator nur dann ein- oder ausgeschaltet wird, wenn das Kontaktglied des Differentialrelais den einen oder anderen Gegenkontakt erreicht, daß der Schaltzustand des zweiten Transformators aber bei Öffnen der Relaiskontakte des Differentialrelais nicht geändert wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und :2 zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten mehrerer Stromquellen, dadurch gekennzeichnet, daß jede weitere Stromquelle durch einen besonderen Relaissatz selbsttätig eingeschaltet wird, nachdem der Verbrauch die gesamte Leistungsfähigkeit der bereits in Betrieb befindlichen Stromquellen eine bestimmte Zeit hindurch überschritten hat.
DES90764D 1929-03-29 1929-03-29 Einrichtung zum selbsttaetigen Zu- und Abschalten eines zweiten Transformators in einer Anlage Expired DE599891C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES90764D DE599891C (de) 1929-03-29 1929-03-29 Einrichtung zum selbsttaetigen Zu- und Abschalten eines zweiten Transformators in einer Anlage

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES90764D DE599891C (de) 1929-03-29 1929-03-29 Einrichtung zum selbsttaetigen Zu- und Abschalten eines zweiten Transformators in einer Anlage

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE599891C true DE599891C (de) 1934-07-11

Family

ID=7516062

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES90764D Expired DE599891C (de) 1929-03-29 1929-03-29 Einrichtung zum selbsttaetigen Zu- und Abschalten eines zweiten Transformators in einer Anlage

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE599891C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116328B (de) * 1958-04-26 1961-11-02 Mueller Josef Anordnung zum Lichtbogenschweissen mit Transformator
DE1126494B (de) * 1958-11-05 1962-03-29 Siemens Ag Stromversorgungsanlage mit Zuschaltung eines ueber einen Regeltransformator gespeisten Gleichrichters

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116328B (de) * 1958-04-26 1961-11-02 Mueller Josef Anordnung zum Lichtbogenschweissen mit Transformator
DE1126494B (de) * 1958-11-05 1962-03-29 Siemens Ag Stromversorgungsanlage mit Zuschaltung eines ueber einen Regeltransformator gespeisten Gleichrichters

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE599891C (de) Einrichtung zum selbsttaetigen Zu- und Abschalten eines zweiten Transformators in einer Anlage
DE672798C (de) Eine an ein Wechselstromnetz angeschlossene, zur Ausfuehrung von Arbeitsvorgaengen bestimmte Empfangseinrichtung einer Fernsteuerungsanlage
AT122757B (de) Indirekte elektrische Regel- und Steuereinrichtung.
AT128734B (de) Selbsttätige Parallelschalteinrichtung.
DE740918C (de) Stufenschalteinrichtung fuer Anzapftransformatoren
DE738266C (de) Einrichtung zur Verteilung der Last auf mehrere parallelarbeitende Stromerzeuger, insbesondere auf mehrere von einander entfernte Kraftwerke
DE624549C (de) Anordnung zur annaehernden Konstanthaltung der Austauschleistung zwischen zwei Netzen oder Kraftwerken
DE580003C (de) Verfahren zum selbsttaetigen Zu- und Abschalten von Stromverbrauchern
DE578291C (de) Anordnung zur Regelung parallel arbeitender Synchronmaschinen
DE546493C (de) Schaltanordnung fuer zwei Verteilungsnetze
DE557819C (de) Vorrichtung zum Einregulieren einer Betriebsgroesse, insbesondere einer Netzspannung
DE642037C (de) Einrichtung zum selbsttaetigen Zu- und Abschalten von mehr als zwei parallel arbeitenden, unter sich gleich grossen Transformatoren, Umformern o. dgl.
DE581821C (de) Selbsttaetiger elektrischer Regler
DE907198C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Spannungsregelung
DE582882C (de) Regeleinrichtung fuer willkuerlich veraenderliche Spannungen mit selbsttaetig wirkendem Zusatz zur Konstanthaltung jeder willkuerlich eingestellten Spannung
DE968138C (de) Roentgeneinrichtung mit einem zur Regelung der Roentgenroehrenspannung hochspannungsseitig angezapften Hochspannungstransformator
DE824973C (de) Schalteinrichtung fuer elektrische Geraete zur Verhuetung von Schaeden bei Unterspannung
DE657298C (de) Fernsteuerungseinrichtung fuer die wahlweise Schaltung von mehreren parallelen Leitungen von einer Zentralstelle aus
DE420571C (de) Sicherheitsschaltung fuer Akkumulatorenbatterien
DE523618C (de) Elektrische Synchronisiereinrichtung
DE949414C (de) Schutzschaltung, insbesondere fuer Untertagebetriebe
DE474507C (de) Selbsttaetige Schaltvorrichtung fuer automatische Unterstationen mit mehreren parallel arbeitenden Maschinen
DE528019C (de) Vorrichtung zum Sichern von Stromleitungsnetzen
DE909962C (de) Regler fuer Dynamomaschinen, insbesondere auf Fahrzeugen
AT287125B (de) Regelanordnung für den Parallelbetrieb zweier oder mehrerer, ein- oder mehrphasiger Stufenregeltransformatoren