DE599827C - Schutzvorrichtung fuer den Fahrer von Motorraedern beim Sturz - Google Patents
Schutzvorrichtung fuer den Fahrer von Motorraedern beim SturzInfo
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- DE599827C DE599827C DEW89344D DEW0089344D DE599827C DE 599827 C DE599827 C DE 599827C DE W89344 D DEW89344 D DE W89344D DE W0089344 D DEW0089344 D DE W0089344D DE 599827 C DE599827 C DE 599827C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62J—CYCLE SADDLES OR SEATS; AUXILIARY DEVICES OR ACCESSORIES SPECIALLY ADAPTED TO CYCLES AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. ARTICLE CARRIERS OR CYCLE PROTECTORS
- B62J27/00—Safety equipment
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Description
- Schutzvorrichtung für den Fahrer von Motorrädern beim Sturz Die vorliegende Schutzvorrichtung, die gemäß der Erfindung am Fahrgestell des Motorrades starr befestigt ist, dient dem Zweck, den Motorradfahrer vor Körperverletzungen zu bewahren, die ihm von dem eigenen Fahrzeug bei seitlichem Sturz drohen. Der gegenwärtige Stand der Technik kennt noch keine zweckmäßigen Schutzvorrichtungen für den Motorradfahrer, wie sie für Kraftwagen bereits vorgeschlagen worden sind. Es sind zwar für den Fahrer weitgehende Bequemlichkeiten während der Fahrt vorhanden, dagegen keine Schutzvorrichtungen, die den Fahrer auch bei dem leichtesten Sturz vor schweren Verletzungen schützen. Man überließ die persönliche Sicherheit der Gewandtheit des Fahrers und dem glücklichen Zufall. Die erschreckende Zunahme der Motorradunglücksfälle, bei denen in Zukunft durch die neue Schutzvorrichtung Verletzungen der Fahrer teils vermieden, teils stark abgeschwächt werden., lassen den Wert der Erfindung, die eine grundlegende Neuerung im Fahrgestellrahmenbau beim Motorrad darstellt, erkennen.
- Während bisher das Fahrgestell eines Motorrades einem schmalen stehenden Kastenrahmen glich; an dem sich als einzige seitwärts vorstehende Stangen die beiden Fußrasten befanden, stellt die neue Schutzvorrichtung einen dicht am Steuerungskopf liegenden, starr mit dem Rahmen verbundenen Querholm dar, der unterhalb der beweglichen und daher beim Sturz des Fahrzeuges keinen Halt bietenden Lenkstange zu beiden Seiten des Fahrgestells hinausragt und mit seinen äußersten Enden so weit vom Rade abstellt, daß beim Stürzen auf die Seite das Fahrzeug nur mit drei Punkten den Erdboden berührt, nämlich mit dem Ende der Schutzstange, die den Hauptstoß auffängt, der Fußrast und der hinteren Ecke des Gepäckträgers bzw. der an diesen seitwärts angebauten Werkzeugkästen. Dadurch werden die im Fahrgestell eingebauten schweren Maschinenteile, Motor, Zündlichtanlage, Brennstoffbehälter, vom Boden wie ein Gewölbe auf drei Pfeilern abgestützt, so daß das Fahrzeug nicht mit diesen Teilen auf das in der Sturzrichtung gelegene Bein des Fahrers fallen kann. Das Ausgleiten und Umstürzen des zweirädrigen Fahrzeuges kommt auf schlüpfriger Fahrbahn, besonders auf nassem Asphalt, häufig vor. Selbst bei vorsichtigem und langsamem Fahren lassen sich derartige Stürze oft nicht vermeiden, und da das Eigengewicht des Motorrades oft mehrere Zentner beträgt, diese Masse aber beim Sturz einer in Fahrt befindlichen Maschine beim Aufprall auf den Boden einen Druck ausübt, der ein Vielfaches des Eigengewichts ausmachen kann, so ist es verständlich, daß bei der bisherigen Fahrgestellausbildung die Fahrer bei Stürzen häufig schwere Quetschungen, Brüche der Beine, Zertrümmerung der Kniegelenke davontrugen, die manchmal ein Steifbleiben des betreffenden Beines zur Folge hatten oder sogar die Abtrennung des ganzen Gliedes erforderlich machten. Den gleichen Schutz bietet die Neuerung beim Gegenstreifen des Fahrzeuges gegen einen Zaun oder eine Mauer; ferner bewahrt sie den Benzinbehälter vor dem Aufprall auf den Boden, dem Schadhaftwerden und damit vor der Möglichkeit der Entzündung des ausfließenden Brennstoffes durch Funkenbildung auf Steinboden. Außerdem verhütet die Schutzstange bei seitlichen Stürzen von in schneller Fahrt befindlichen Motorrädern das Überschlagen derselben auf dem Erdboden, denn, während nach dem Beharrungsvermögen das im Motor verkörperte Hauptgewicht des Fahrzeuges in der. ursprünglichen Fahrtrichtung weiterstrebt, wirkt die Schutzstange vergleichsweise wie eine seitlich der Fahrtrichtung eingesetzte Zirkelspitze, um die das Schwergewicht der Maschine, das gewissermaßen am anderen Zirkelschenkel hängt, herumgeschleudert wird, und zwar fort von dem mit dem Fahrzeug gestürzten Fahrer. Während der Motorradfahrer bisher manchmal starkes Bremsen vermied, aus Angst, die Maschine könnte ins Schleudern geraten, stürzen und ihn unter sich begraben, wird in Zukunft bei einem mit der Schutzstange ausgestatteten Motorrad diese Gefahr weniger zu fürchten brauchen, und durch kräftige Anwendung der Hinterradbremse wird manches Unglück vermieden werden können.
- Die neue Schutzstange behindert den Fahrer in keiner Weise bei der Benutzung seines Fahrzeuges.
- In der Zeichnung ist in Fig. I schaubildlich ein Motorrad dargestellt, dessen Fahrgestell a die mit ihm starr verbundene Schutzstange p trägt, die aus zähhartem Baustoff in beliebiger Formgebung als Stange, wie abgebildet, oder auch mit mehreren Stützpunkten am Rahmen als Bügel ausgebildet sein kann. Die in Fig. I und Il in Strich-Punkt-Strich-Manier gezogenen Verbindungslinien zwischen dem Endpunkt der Schutzstange p, dem Endpunkt der Fußrast f und der hinteren Oberkante des Werkzeugkastens w bilden ein Dreieck, dessen Fläche sich bei seitwärts umgestürztem Fahrzeug mit dem Erdboden decken würde; dieses Dreieck zeigt, daß die Schutzstange p die Gefahr der -Quetschung des Beines des Fahrers durch die stürzende Maschine beseitigt, da die Fläche des Dreiecks genügend Abstand von den Maschinenteilen hat, um dem Bein Spielraum zu lassen.
- Fig. II stellt eine Draufsicht auf das Motorrad dar mit den Kotschützern h, der Gepäckraste g, den in letztere eingebauten Werkzeugkasten w, dem Sitz s, dem Brennstoffbehälter b, den Fußrasten f und den seitwärts hinausragenden Holmen der Schutzstange die höher gelagerte drehbare Lenkstange l ist durch punktierte Linien angedeutet. Auch in dieser Figur sind in Strich-Punkt-Strich-Manier die Verbindungslinien der drei äußersten Punkte von p, f und w gezogen, auf denen das Fahrzeug bei einem Sturz auf die linke bzw. rechte Seite von dem Erdboden abgestützt wird.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Schutzvorrichtung für den Fahrer von Motorrädern beim Sturz, gekennzeichnet durch eine nahe dem Steuerungskopf mit dem Fahrgestell des Motorrades starr verbundene Schutzstange, die zu beiden Seiten über das Fahrgestell so weit hinausragt, daß ihre Enden bei einem seitlichen Sturz des Motorrades die Maschine frei vom Boden so hoch abstützen, daß der Fahrer beim Fallen nicht von seinem Fahrzeug gequetscht werden kann.
- 2. Schutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Schutzstange abgerundet, abgeflacht oder mit einer breiten Rolle versehen sind, so daß sie nicht mit dem aufschlagenden Ende tief in den Boden eindringen kann.
- 3. Schutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außer der nahe dem Steuerungskopf gelegenen noch andere Befestigungsstellen am Fahrgestell für die Schutzstange vorgesehen sind und die Stange zwischen diesen Befestigungsstellen bügelförmig ausgebildet ist. q..
- Schutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzstange zur Milderung des Aufpralls auf den Boden mit einem elastischen oder federnden Stoßdämpfer ausgestattet ist.
- 5. Schutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzstange gleichzeitig als Befestigungsstütze von Kotschützern für die Beine des Fahrers dient.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW89344D DE599827C (de) | 1932-07-01 | 1932-07-01 | Schutzvorrichtung fuer den Fahrer von Motorraedern beim Sturz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEW89344D DE599827C (de) | 1932-07-01 | 1932-07-01 | Schutzvorrichtung fuer den Fahrer von Motorraedern beim Sturz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE599827C true DE599827C (de) | 1934-07-10 |
Family
ID=7613018
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW89344D Expired DE599827C (de) | 1932-07-01 | 1932-07-01 | Schutzvorrichtung fuer den Fahrer von Motorraedern beim Sturz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE599827C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2744838A1 (de) * | 1977-10-05 | 1979-04-12 | Klaus Dr Ing Langwieder | Unfallschutz fuer zweiraeder |
| DE3712568A1 (de) * | 1987-04-14 | 1988-11-03 | Verband Der Haftpflichtversich | Zweirad, insbesondere motorrad |
-
1932
- 1932-07-01 DE DEW89344D patent/DE599827C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2744838A1 (de) * | 1977-10-05 | 1979-04-12 | Klaus Dr Ing Langwieder | Unfallschutz fuer zweiraeder |
| DE3712568A1 (de) * | 1987-04-14 | 1988-11-03 | Verband Der Haftpflichtversich | Zweirad, insbesondere motorrad |
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