DE599427C - Verfahren zum Aufbringen der Hartgummischaftdichtung bei Luftventilen - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen der Hartgummischaftdichtung bei LuftventilenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K15/00—Check valves
- F16K15/20—Check valves specially designed for inflatable bodies, e.g. tyres
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Luftrückschlagventile, bei denen das eigentliche Rückschlagventil in einem besonderen
Schaft sitzt, der in das Ventilgehäuse eingesetzt wird, sind bekannt. Der Schaft muß dabei
gegen das Gehäuse abgedichtet werden, was meist durch eine konische Hartgummidichtung
am Schaft erfolgt, die ^n einen ebenfalls konischen Sitz im Ventilgehäuse gepreßt wird.
Mit der Herstellung dieser Schaftdichtung beschäftigt sich die Erfindung. Sie bezweckt eine weitgehende Verbilligung und Vereinfachung der Fabrikation.
Mit der Herstellung dieser Schaftdichtung beschäftigt sich die Erfindung. Sie bezweckt eine weitgehende Verbilligung und Vereinfachung der Fabrikation.
Bisher war es üblich, die aus Gummi herzustellende Dichtung am Schaft in ihrer Gebrauchsform,
d. h. konisch, aber nicht in ihrer Gebrauchshärte, herzustellen. Es wurde vielmehr
auf dem Schaft Rohgummi aufgebracht und dieser nachträglich vulkanisiert. Dieses Verfahren
ist umständlich und teuer.
ao Ferner verwendete man einen zweiteilig ausgebildeten Schaft, auf dessen einen zylindrischen
Teil man die gebrauchsfertige konische Dichtung aufschob, während der andere Teil
so befestigt wurde, daß er den Dichtungsring festlegte. Wegen der großen Anzahl der Arbeitsgänge
bei der Herstellung derartiger Einsatzschäfte werden nach diesem Verfahren hergestellte
Ventile ebenfalls teuer. Andererseits hat man bei einteiligen Schäften den gebrauchsfertigen
Dichtungsring auf einen zylindrischen Teil des Schaftes aufgeschoben und diesen hinter der Dichtung angestaucht. Hier besteht
die Gefahr, daß der Dichtungsring infolge der kräftigen mechanischen Beanspruchung springt,
und der Ausschuß bei der Fabrikation wird daher groß.
Bei einer anderen Art von Ventilen, bei denen die Dichtung des Rückschlagventils gleichzeitig
zur Abdichtung gegen das Ventilgehäuse verwendet wird, ist es außerdem bekannt, als
Dichtungskörper einen zylindrischen Gummiring zu verwenden, der durch einen konischen
Teller aufgeweitet und gegen die Innenwandung des Ventilgehäuses gepreßt wird. Diese Art
von Ventilen hat sich in der Praxis nicht einführen können, weil dabei ziemlich weicher
Gummi erforderlich war, der schnell altert.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ermöglicht es, auf einfache Weise den Dichtungsgummi aus Hartgummi in seiner Gebrauchs-
härte auf den fertiggedrehten Schaft aufzubringen und ihn zwischen zwei Wülsten gegen
Verschiebung zu sichern. Dadurch, daß Hartgummi Anwendung finden kann, wird die Gefahr des Alterns weitgehend verhindert und
die wiederholte Verwendbarkeit ermöglicht. Im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen,
bei denen die Dichtung auf einem zylindrischen Teil des Schaftes sitzt, wird gemäß der Erfindung
die Sitzfläche für die Dichtung konisch ausgebildet und die in zylindrischer Form und gebrauchsfertigem
Aggregatszustand hergestellte Dichtung auf die sich erweiternde Fläche des Schaftes aufgezogen, bis sie gegen einen oberen
Ansatz des Schaftes ansteht und infolge ihrer Elastizität hinter einem am Schaft vorgesehenen
Bund einspringt.
Das Verfahren wird am einfachsten an Hand der Abbildungen noch näher erläutert.
In Abb. ι ist ein in seinem grundsätzlichen Aufbau bekanntes Rückschlagluftventil dargestellt,
wie es vorzugsweise für Fahrzeugluftreifen oder Füllvorrichtungen für Fahrzeugreifen
u. dgl. Verwendung findet. Das eigentliche Rückschlagventil Jf, welches durch eine
Druckfeder F gegen den Ventilsitz V im Ventilschaft U gedrückt wird, ist mit diesem zu einer
Einheit vereinigt, so daß das Ventil jederzeit ausgewechselt werden kann. Zur Führung für
den Ventilkörper K ist dieser auf einem Führungsstift T befestigt, welcher im Schaft U
und in dem sich auf einer Schulter des Gehäuses G abstützenden Fuß R verschiebbar gelagert
ist. Bei zunehmendem Druck im Schaft U wird daher der Ventilkörper entgegen der Wirkung
der Feder F vom Ventilsitz V abgehoben und Luft durch die untere Öffnung des Gehäuses
gedrückt. Beim Nachlassen des äußeren Druckes
unterstützt die Feder F den inneren Überdruck im Ventilgehäuse und schließt das Ventil. Zur
Abdichtung des Schaftes gegenüber dem Gehäuse dient die konische Schaftdichtung D, welche in
einen konisch sich erweiternden Sitz des Gehäuses eingepaßt ist und durch eine am Schaft
angreifende Überwurfmutter o. dgl. fest angedrückt wird.
In der Abb. 2 ist der Schaft U mit der Schaftdichtung D in teilweisem Schnitt dargestellt.
Die Sitzfläche S für die Dichtung D ist konisch
ausgebildet und besitzt zur Festlegung der Dichtung an beiden Seiten einen ringförmigen
Bund W1 bzw. Wz. Der Durchmesser des
unteren Bundes W2. ist nur wenig größer als der
kleinste Durchmesser des Dichtungssitzes S, immerhin jedoch so groß, daß die Dichtung
einwandfrei festgehalten wird. Die Herstellung dieser Schaftdichtung erfolgt gemäß der Erfindung
in der Weise, daß der Dichtungsring D zunächst in seiner Gebrauchshärte als zylindrischer
Ring hergestellt wird, wie aus Abb. 3 ersichtlich ist. Der Dichtungsring wird sodann
über den Bund PF2 übergestreift und auf die konisch sich erweiternde Fläche S aufgeschoben.
Da er seinem Verwendungszweck entsprechend eine bestimmte Elastizität besitzt, gleicht er sich
der Form des Sitzes S an und erhält die endgültige konische Gestalt. Die Steigung der
Konusfläche S darf dabei selbstverständlich ein bestimmtes Maß nicht überschreiten, damit
ein Aufplatzen des Ringes verhindert wird.
Sobald der Ring D vollständig auf den Sitz aufgezogen ist, stößt sein oberes Ende gegen den
Bund W1, während sein unteres Ende infolge der
Elastizität des Dichtungsmaterials hinter den Bund W2 einspringt. Durch diesen wird die
Dichtung festgelegt.
Da das Aufziehen des Dichtungsringes gleichzeitig mit der Herstellung des Schaftes in ein
und demselben Automaten vorgenommen werden kann, tritt eine erhebliche Vereinfachung
des Verfahrens ein.
Claims (1)
- Patentanspruch :Verfahren zum Aufbringen der Hartgummischaftdichtung bei Luftventilen, dadurch gekennzeichnet, daß die in zylinderischer Form und gebrauchsfertigem Aggregatszustand hergestellte Dichtung auf eine konisch sich erweiternde Fläche des Schaftes aufgezogen wird und infolge ihrer Elastizität hinter einem am Schaft vorgesehenen Bund einspringt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET38917D DE599427C (de) | 1931-05-30 | 1931-05-30 | Verfahren zum Aufbringen der Hartgummischaftdichtung bei Luftventilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET38917D DE599427C (de) | 1931-05-30 | 1931-05-30 | Verfahren zum Aufbringen der Hartgummischaftdichtung bei Luftventilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE599427C true DE599427C (de) | 1934-07-05 |
Family
ID=7560337
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET38917D Expired DE599427C (de) | 1931-05-30 | 1931-05-30 | Verfahren zum Aufbringen der Hartgummischaftdichtung bei Luftventilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE599427C (de) |
-
1931
- 1931-05-30 DE DET38917D patent/DE599427C/de not_active Expired
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