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DE597429C - Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenstaenden aus Kautschukmilch - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenstaenden aus Kautschukmilch

Info

Publication number
DE597429C
DE597429C DEN33286D DEN0033286D DE597429C DE 597429 C DE597429 C DE 597429C DE N33286 D DEN33286 D DE N33286D DE N0033286 D DEN0033286 D DE N0033286D DE 597429 C DE597429 C DE 597429C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rubber
milk
production
water
mixture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN33286D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EDUARD NOTTEBOHM DR
HANS ROTH DR
Original Assignee
EDUARD NOTTEBOHM DR
HANS ROTH DR
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Filing date
Publication date
Application filed by EDUARD NOTTEBOHM DR, HANS ROTH DR filed Critical EDUARD NOTTEBOHM DR
Priority to DEN33286D priority Critical patent/DE597429C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE597429C publication Critical patent/DE597429C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/30Sulfur-, selenium- or tellurium-containing compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenständen aus Kautschukmilch Die vorliegende Erfindung betrifft eineweitere Ausgestaltung des Verfahrens des Hauptpatents 554 $2o. -Nach dem Verfahren dieses Patents werden poröse Kautschulcgegenstände erhalten durch Gießen von Gips-Kautschukmilch-Mischungen, die durch einen ausreichend hohen Wassergehalt, d. h. einen solchen, der die Menge des durch den Gips chemisch zu bindenden Wassers übersteigt, und durch stabilisierende Zusätze vor vorzeitiger Koagulation geschützt sind. Weitere Versuche haben gezeigt, daß derartige Mischungen sich vorzüglich zum Auftragen durch Aufspritzen eignen. In dieser Ausführungsform erweist sich das Verfahren als besonders zweckmäßig zum Herstellen oder zum Überziehen von Gegenständen mit unebenen Oberflächen, z. B. zum Auskleiden von Gefäßen oder zur Herstellung oder Überkleidung von ebenen ausgedehnten Objekten, z. B. zur Herstellung von Fußbodenbelag; Straßenbelag, Matten u. dgl.
  • Es ist bekannt, Kautschukmassen herzustellen aus Kautschukmilch unter Zusatz von Zement, Asbestine, Gips und ähnlichen `wasserentziehenden Mitteln in solcher Menge, daß das Wasser der Kautschukmilch gebunden wird, so daß eine dicke Masse entsteht, die unter Druck in Formen gepreßt oder als Paste auf betonierten Böden; ähnlich Asphalt, aufgestrichen werden und durch Beschweren mit heißen Eisenplatten vulkanisiert werden kann.
  • Es ist ferner bekannt, Kautschukmilch mit Konservierungsmitteln, indifferenten Füllstoffen und Wasser zu verrühren und die so erhaltene Mischung entweder als Tauchbad zu benutzen oder sie mit Zement in einer Mischmaschine zu einem steifen Brei zu verarbeiten, der dann zu Ziegeln, Blöcken u. dgl. geformt werden kann.
  • Die zuerst erwähnte Arbeitsweise beruht auf dem Gedanken, daß die wasserbindenden Mittel durch Wasserentziehung den Kautschuk aus der Kautschukmilch abscheiden, d. h. ausflocken, und zur Koagulation bringen. Es wird daher nach dieser Methode der Kautschukmilch mindestens so viel von den wasserentziehenden Mitteln (Zement, Asbest, Gips u. dgl.) zugefügt, wie nötig ist, um das Wasser völlig zu binden.
  • Nach der zweiten Methode wird mit größeren Wassermengen nur dann gearbeitet, wenn indifferente Füllstoffe, wie z. B. Ton, verwendet werden, während mit Zuschlägen von Zement nur in so wasserarmen Systemen gearbeitet wird, daß die Massen unmittelbar formbar sind.
  • Bei den bekannten Verfahren wird demnach bei Verwendung von wasserbindenden Stoffen dem System nie mehr Wasser zugeführt, als diese Stoffe zu binden, vermögen, während erfindungsgemäß die Wassermengen größer sind als die zu bindenden, wodurch erreicht wird, daß die Mischungen sich spritzen lassen. Ferner führt das erste der erwähnten bekannten Verfahren nach der Vulkanisation, das zweite ohne solche zu festen, dichten, spezifisch schweren und unporösen, vollkommen in sich geschlossenen, wasserundurchlässigen Kautschüktnischungen. Im Gegensatz hierzu wird nach dem vorliegenden Verfahren ein kautschukhaltiges Endprodukt erhalten, das sehr fein porös und infolgedessen hoch elastisch ` und spezifisch leicht ist.
  • Es ist auch bereits bekannt, glycerinhaltige Kautschukmilch z. B. auf in Bewegung gehaltene Betonmasse zu spritzen und auf diese Weise mit ihr zu vermischen. Das Verspritzen von Kautschukmilch, die mit wasserentziehenden Stoffen gemischt ist, wurde aber bei diesem Verfahren vermieden.
  • Die erfindungsgemäße Arbeitsweise wird ari den folgenden Beispielen erläutert. Beispiele 1. 13,2 kg des unter dem Namen Revertex bekannten, etwa 75ojoigen Kautschukmilchkonzentrates, 0,4 kg Zn O, 0,3 kg S, o, o7 kg des unter dem Namen Vulkazit 774 bekannten Beschleunigers Cyclohexyläthylamin, 0,03 kg des unter dem Namen Vulkazit Thiuram bekannten Beschleunigers Tetramethylthiuramdisulfid, 0,15 kg des unter dem Handelsnamen Litholorange RN Teig von der I. G. Farbenindustrie A.-G. vertriebenen Farbstoffes werden in einer Farbmühle innig vermischt und diese Mischung mit einer Anteigung von 12 kg Estrichgips mit 41 einer 501oigen Caseinlösung vermengt. Die so gebildete, beim Stehen von selbst vulkanisierende Mischung kann unter Verwendung von Spritzdüsen von z. B. 6 mm. Weite aufgetragen werden und eignet sich z. B. als Fußbodenbelag.
  • 2. 13,2 kg des im Beispiel z genannten Kautschukmilchkonzentrats Revertex, 0,4 kg Zn O; 0,3 kg S, 0,07 kg des im Beispiel i genannten Beschleunigers Cyclohexyläthylamindithiocarbamat, 0,o31ig des im Beispiel i genannten Beschleunigers Tetramethylthiuramdisulfid, o;15 kg des von der I. G. Farbenindustrie A.-G. unter dem Namen Indanthrenblau GGSL in den Handel gebrachten Farbstoffes werden in der Farbmühle vermengt und mit einer Anteigung von 2o kg Estrichgips mit 6,61 511oiger Caseinlösung innig vermischt und die Mischung dann mit 2,51 Benzol verrührt. Auch diese Mischung vulkanisiert bei Zimmertemperatur im Laufe der Zeit. Sie wird zweckmäßig mit einer Düse von z. B. 12 mm Weite aufgetragen.
  • 3. Eine weitere brauchbare selbstvulkanisierende Mischung errä:lt man auf folgende Weise: 13;2 kg des im Beispiel i genannten Kautschukmilchkonzentrats Revertex, o,4kg S, o,5 kg Zn 0, 0,07 kg des im Beispiel i genannten Beschleunigers Cyclohexyläthylamindithiocarbamat, 0,03 kg des im Beispiel i genannten Beschleunigers Tetramethylthiuramdisulfid werden vermahlen und mit einer Mischung von 30 kg Alabastergips mit 40 kg iooloiger Caseinlösung vermengt, worauf man noch weitere 5 kg einer 5o/oigen Caseinlösung zufügt.
  • 4. 13,2 kg des im Beispiel i genannten Kautschukmilchkonzentrats Revertex, o,5 kg Zn 0, o,2 kg S, 0,05 kg des unter dem Handelsnamen Vulkazit CT bekannten Beschleunigers, o,o5 kg des unter dem Handelsnamen Vulkazit 774 bekannten Beschleunigers Cyclohexyläthylamindithiocarbamat, 0,5 kg Paraffinemulsion, o,2 kg des als Permanentrot (Teig) bekannten Farbstoffs werden in der Farbmühle gemischt, dann mit einer Anteigung von 14k- Estrichgips, 5,41 einer 6ojoigen Lösung des unter dem Namen »Igepon« bekannten sulfonierten Fettsäurederivates verrührt. Die Mischung wird dann auf eine Unterlage; z. B. Jute oder eine Glasplatte, gespritzt, einen Tag lang bei Zimmertemperatur getrocknet und dann, gegebenenfalls nach Loslösung von der Unterlage - vorteilhaft in einem schwachen Luftstrom -, 2 Stunden lang bei 9o° vulkanisiert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Weiterausbildung des Verfahrens nach Patent 554 82o zur Herstellung von porösen. Kautschukgegenständen aus einer Mischung von Kautschukmilch und gebranntem Gips, die mehr Wässer enthält, als der Gips zu binden vermag, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Mischung in an sich bekannter Weise durch Aufspritzen auf Unterlagen aufträgt.
DEN33286D 1932-02-11 1932-02-11 Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenstaenden aus Kautschukmilch Expired DE597429C (de)

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DE597429C true DE597429C (de) 1934-09-13

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DEN33286D Expired DE597429C (de) 1932-02-11 1932-02-11 Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenstaenden aus Kautschukmilch

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