DE597136C - Hebelschalter mit Schaltwalze (Walzenschalter) - Google Patents
Hebelschalter mit Schaltwalze (Walzenschalter)Info
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H21/00—Switches operated by an operating part in the form of a pivotable member acted upon directly by a solid body, e.g. by a hand
- H01H21/02—Details
Landscapes
- Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
17. MAI 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE 39
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Februar 1932 ab
Die Erfindung bezieht sich auf Hebelschalter mit Schaltwalzen, wie sie in elektrischen
Installationen, z. B. bei Schalttafeln, Zählertafeln u. dgl., angewendet werden.
S Bei den bekannten Hebelschaltern mit einer Schaltwalze, deren Achse parallel zur Grundfläche des Sockels verläuft, sind die Walze, die ortsfesten Kontaktstücke des Sockels, die Anschlußklemmen und das Sprung- oder Rastenwerk des Schalters auf einem Isoliersockel angeordnet und von einer den Sockel und sämtliche daran befestigten Teile unter sich aufnehmenden Kappe überdeckt.
S Bei den bekannten Hebelschaltern mit einer Schaltwalze, deren Achse parallel zur Grundfläche des Sockels verläuft, sind die Walze, die ortsfesten Kontaktstücke des Sockels, die Anschlußklemmen und das Sprung- oder Rastenwerk des Schalters auf einem Isoliersockel angeordnet und von einer den Sockel und sämtliche daran befestigten Teile unter sich aufnehmenden Kappe überdeckt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Ausbildung von Walzenschaltern, die gegenüber den
bekannten Schaltern geringeren Raumbedarf oder bei gleichen Abmessungen eine höhere
Schaltleistung haben und bei denen ferner die beweglichen Kontaktorgane und die damit
zusammenwirkenden Kontaktfedern da-
. vor geschützt sind, beim Anschließen der Zuleitungen beschädigt zu werden. Das wird
dadurch erreicht, daß der Isoliersockel des Schalters eine rückwärtige Höhlung bildet,
welche die Schaltwalze aufnimmt und deren Stirnseiten von der zur Grundfläche des Sokkels
parallelen Walzenachse durchdrungen sind. Die Klemmen werden erfindungsgemäß auf der Vorderseite des Sockels angeordnet,
und zwar neben dem die Walze aufnehmenden, zu einer Kammer ausgebildeten Teil des Sokkels.
Die Verbindung der Anschlußklemmen mit den zugehörenden Schaltkontaktstücken der Walze erfolgt durch Öffnungen in der
Kammerwand. Durch eine derartige Ausbildung wird nicht nur eine enge Schaltkammer
geschaffen, welche für das Löschen von Schaltlichtbögen vorteilhaft ist, sondern man
erreicht auch, daß der Schaltersockel selbst einen wesentlichen Teil der äußeren Abdekkung
bildet und dadurch die bisher übliche, den gesamten Sockel und die daran sitzenden
Teile überdeckende Schalterkappe überflüssig macht.
Ordnet man ferner erfindungsgemäß außerhalb der Schalterabdeckung Sprung- oder
Rastenwerke an, die als für sich selbständige Einheiten ausgebildet sind und auswechselbar
mit dem übrigen Mechanismus verbunden werden, so wird der mechanische Teil des
Schaltwerks leicht zugängig und das Auswechseln der Sprung- oder Rastenwerke erleichtert.
Außerdem wird dadurch die Schalt-. kammer weiter verkleinert, so daß die Schaltwalze
allseitig eng von den Wänden der Kammer umgeben ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem sämtliche oben erörterten
Erfindungsgedanken gleichzeitig verwirklicht sind.
Die Fig. ι und 2 zeigen eine Seitenansicht mit teilweise durchgeführtem Schnitt und
eine Draufsicht. In den Fig. 3 und 4 sind ein Längsschnitt und ein Querschnitt dargestellt.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Eugen Hollstein.in Berlin-Charlottenburg.
Fig. 5 läßt den Ausbau eines für sich auswechselbaren
Rastenwerks erkennen.
Der Isoliersockel des Schalters, der erfindungsgemäß gleichzeitig einen Teil der äußeren
Abdeckung bildet, ist in den Figuren mit ι bezeichnet. Der mittlere Teil 2 dieses
Sockels bildet die für die Aufnahme der Schaltwalze bestimmte Höhlung. Dieser
Teil 2 bildet einen Teil der äußeren Abdekkung des Schalters (Fig. 2, 3 und 4).
In der vom Isoliersockel gebildeten, nach rückwärts geöffneten Kammer befindet sich
die Schaltwalze. Sie besteht bei dem dargestellten Beispiel aus drei Isolierteilen 3
(Fig. 4), die mit je einem Kontaktbelag4 versehen sind und außerdem einen den Umfang
des Kontaktbelages überragenden Vorsprung 5 haben. Die Vorsprünge bilden Trennwände, welche die verschiedenpoligen
Kontaktbeläge 4 der Schaltwalze und die mit den Belägen zusammenwirkenden Kontaktstücke
6 (Fig. 3) des Sockels voneinander trennen.
Die Teile 3 der Schaltwalze sitzen auf der parallel zur Sockelgrundfläche verlaufenden
vierkantigen Achse 7. Zwischen der Achse 7 und den Einzelwalzen ist eine Isolierhülse 8
angeordnet (Fig. 3 und 4). Die gegenseitige Lage der Walzenteile 3 ist durch eine die
Achse umgebende Druckfeder 27 gesichert. Die Enden der Schalterachse durchdringen
die vom Teil 2 des Isoliersockels gebildete Walzenkammer an ihren beiden Stirnseiten.
Die Kammer ist durch eine Rückwand 28 abgeschlossen.
Die mit den Kontaktstücken 6 (Fig. 3) verbundenen Kontaktstreifen 9 greifen durch
Löcher der vom Sockel gebildeten Walzenkammer nach außen auf die Sockelvorderseite.
Sie sind mit Hilfe der unmittelbar neben der Walzenkammer angeordneten vordersei
tigen Anschlußklemmen 10 am Sockel gehalten. Hinter den Kontaktstücken 6 und
den Kontaktstreifen 9 ist je eine Feder 11 angeordnet, deren Ende sich gegen die Innenwand
der Walzenkammer abstützt. Die z. B. aus Stahl hergestellten Federn gewährleisten
einen dauerhaften Kontaktdruck.
Die Anschlußklemmen 10 sind durch Isolierwände
12 voneinander getrennt, die aus dem Sockel 1 selbst gebildet sind (Fig. 2).
Die Klemmen sind von einer für sich lösbaren Isolierkappe 13 (Fig. 2 und 3) überdeckt.
Die Klemme 10 übergreift den Isoliersockel in senkrechter Richtung zur Walzenachse
um ein solches Maß, daß zwischen der Stirnfläche der Kappe und dem Sockel ein Raum 14 (Fig. 3) besteht, der zur Aufnahme
der Enden der Zuführungsrohre ausreicht.
Die Walzenachse 7 ist an beiden Stirnseiten unter Vermittlung je eines Rastenwerks
mit einem den nach außen gewölbten Teil 2 des Sockels übergreifenden Bügel 15 gekuppelt,
woran der Bedienungshebel 16 befestigt ist.
Die außen an die beiden Stirnseiten der vom Sockel gebildeten Walzenkammer angesetzten
Rastenwerke sind für sich entfernbar und sowohl mit der Walzenachse 7 als auch mit dem Bügel 15 lösbar gekuppelt. Die
Rastenwerke haben folgende Ausbildung. Der Träger des Rastenwerks besteht aus einem
Blechkörper 17 (Fig. 1, 2, 4 und 5), der Ansätze 18 zum Befestigen am Sockel 1 hat.
Einer dieser Ansätze 18 kann gleichzeitig mit einer Klemmschraube 19 (Fig. 1, 2 und 5)
zum Anschluß einer Erdleitung versehen sein. An dem Träger 17 sitzen Platinen 20, die zu
einem Rahmen 21 ausgebildet sind. Der Rahmen dient zur Lagerung von Blattfedern 22
oder Blattfederbündeln, die unter Vermittlung je eines in einer Aussparung 23 der Platinen
20 geführten Rastenkörpers 24 auf ein ebenfalls zwischen den Platinen 20 gelagertes
Rastenzahnrad 25 einwirken (Fig. 4 und 5). Das Rastenzahnrad 25 ist einerseits mit einer
vierkantigen Bohrung versehen, durch die es mit der Achse 7 gekuppelt wird, anderseits
hat es einen unrunden Ansatz, der zum Kuppeln mit dem Bedienungshebel 15 dient
(Fig. 4). Jedes Sprungwerk kann für sich mit einer Blechhaube 26 abgedeckt sein.
Da sich die Rastenwerke außerhalb des Schaltraumes befinden, wird es einerseits ermöglicht,
den Schaltraum zu verkleinern und damit seine lichtbogenlöschende Wirkung zu verbessern, anderseits werden die Rastenwerke
leicht zugängig, was besonders dann von Vorteil ist, wenn sie gemäß der dargestellten
Ausführungsform austauschbar too sind.
Das dargestellte Rastenwerk ergibt insbesondere durch die Ariwendung der mit einem
Rastenzahnrad zusammenwirkenden, in Platinen geführten Rastenkörper 24 die Wirkung,
daß ein Stehenbleiben des Kontaktorganes in unerwünschten Zwischenstellungen ausgeschlossen ist. Man kann jedoch bei
Walzenschaltern nach der Erfindung auch anders ausgebildete Rastenwerke verwenden
oder auch Sprungwerke, bei denen die Bewegungsgeschwindigkeit der Schaltwalze unabhängig
von derjenigen des Bedienungshebels ist.
Eine Anordnung der Schaltwalze gemäß der Erfindung in der Weise, daß sie sich in
einer rückwärtigen Höhlung des Isoliersokkels befindet, während die Anschlußklemmen
auf der Sockelvorderseite angeordnet sind, läßt sich auch in der Weise ausbilden, daß
sich die Sprungwerke im Innern der Sockelhöhlung befinden, oder auch so, daß die ent-
weder im Sockelinnern oder außen angeordneten Sprung- oder Rastenwerke nicht austauschbar
sind.
Die Walzenkammer könnte ferner durch Wände unterteilt werden, welche mit dem
Isoliersockel aus einem Stück bestehen und die dargestellten Trennwände 5 ersetzen, indem
sie die verschiedenpoligen Kontaktorgane voneinander trennen.
Claims (6)
1. Hebelschalter mit Schaltwalze (Walzenschalter) , insbesondere zum Anbringen
an Schalttafeln, dadurch gekennzeichnet, daß der die Anschlußklemme und die gesamte
Schalteinrichtung tragende Isolierkörper eine im mittleren Sockelteil nach hinten offene Kammer bildet, in welche
die Schaltwalze und die Schaltkontaktstücke des Sockels von hinten her eingesetzt
werden, und deren Stirnseiten von der parallel zur Grundfläche des Sockels verlaufenden Walzenachse durchdrungen
sind, wobei sich die Anschlußklemmen auf der Vorderseite des Sockels an der Längsseite
der Kammer befinden und durch öffnungen der Kammer hindurch mit den
Schaltkontaktstücken verbunden sind.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Sockelvorderseite
sitzenden Anschlußklemmen durch vom Isolierkörper des Sockels selbst gebildete Isolierwände voneinander
getrennt sind.
3. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß neben der nach außen
gewölbten unabgedeckten Walzenkammer zwischen zwei äußeren Stirnwänden des Sockelkörpers die Anschlußklemmen durch
für sich entferribare Kappen abgedeckt sind, die einen Raum zur Aufnahme
der eingeführten Enden der Leitungsrohre bilden.
4. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sprung- oder
Rastenwerk des Schalters (bzw. mehrere) eine von einem selbständigen Rahmen oder
Träger gehaltene Einheit bildet, die als Ganzes für sich vom übrigen Schalter lösbar
und gegen ein anderes Sprung- oder Rastenwerk austauschbar ist, ohne den Zusammenhang der übrigen Teile des
Schalters voneinander zu lösen.
5. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb der Schalterabdeckung
an den Enden der zur Sokkelgrundfläche parallelen Walzenachse- ein
(oder mehrere) als Ganzes austauschbares Sprung- oder Rastenwerk angeordnet ist.
6. Schalter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Rastenwerk
aus einem zwischen Platinen gehaltenen Kanteigesperre besteht, dessenBlattfedern
über verschiebbar in den Platinen geführte Rastenkörper auf ein Rastenrad wirken, das einerseits mit der Schalterachse,
anderseits mit dem Bedienungsorgan lösbar gekuppelt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES103059D DE597136C (de) | 1932-02-03 | 1932-02-03 | Hebelschalter mit Schaltwalze (Walzenschalter) |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES103059D DE597136C (de) | 1932-02-03 | 1932-02-03 | Hebelschalter mit Schaltwalze (Walzenschalter) |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE597136C true DE597136C (de) | 1934-05-17 |
Family
ID=7524895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES103059D Expired DE597136C (de) | 1932-02-03 | 1932-02-03 | Hebelschalter mit Schaltwalze (Walzenschalter) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE597136C (de) |
-
1932
- 1932-02-03 DE DES103059D patent/DE597136C/de not_active Expired
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