DE596629C - Mengenregler fuer Fluessigkeiten - Google Patents
Mengenregler fuer FluessigkeitenInfo
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
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Description
BMoiheek
ur. Ind. Eigendom
ur. Ind. Eigendom
•17-SEP.1934
AUSGEGEBEN AM
18. AUGUST 1934
18. AUGUST 1934
Die vorliegende! Erfindung betrifft einen
Mengenregler für aus Leitungen frei ausströmende Flüssigkeiten, bei dem in bekannter
Weise das Regelorgan mit einem Waagebalken in Verbindung steht, der einerseits ein
Gefäß mit Ausflußöffnung trägt und andererseits durch ein Gewicht ausgeglichen ist, wobei
die zu regelnde Flüssigkeit in das Gefäß frei ausfließt. Die Reglung kommt hier theoretisch
dadurch zustande, daß bei Einhaltung eines bestimmten Niveaus im Gefäß die ausfließende
Menge konstant bleibt, bei zunehmendem Flüssigkeitsstand, also erhöhtem Zufluß
aus der Hauptleitung aber das Gefäß infolge größeren Gewichtes sinkt und dabei das Regulierorgan mehr oder weniger sperrt
und umgekehrt. Praktisch findet jedoch keine Regelung statt, da das Regulierorgan
nicht reibungslos arbeitet. Ist nämlich auf irgendeine Weise der Gleichgewichtszustand
erreicht und nimmt nun der Zufluß zu, so senkt sich das Aufnahmegefäß nicht sofort.
Es läuft so lange Flüssigkeit zu, bis ein genügendes Drehmoment vorhanden ist, die
ruhende Reibung des Regulierorgans zu überwinden. Dann erst tritt eine Bewegung des
Gefäßes und des Sperrorgans ein. Da jedoch nun nur noch die geringere gleitende oder rollende
Reibung zu überwinden ist, ist das Übergewicht erheblich zu groß, und das Gefäß schnellt abwärts, wobei es das Regulierorgan
weit über Bedarf abdrosselt. Das Gefäß wird nunmehr durch den Ausfluß erleichtert,
muß aber wiederum aus seiner Endlage heraus die ruhende Reibung der Drossel überwinden
und entleert sich dabei erheblich über ■ Bedarf. Nun tritt derselbe Vorgang wie bei
der Sperrung ein. Nach erfolgter Einleitung der Bewegung ist das Gefäß für die noch zu
überwindende gleitende Reibung zu leicht und schnellt in die andere Endlage, dabei das
Sperrventil viel zu weit öffnend. Es tritt also niemals ein Ausgleiclizustaiid und daher auch
keine Regelung ein.
Man hat versucht, diese Regler durch Luft-
oder Flüssigkeitsbremsen, z. B. Ölbremsen, zum Arbeiten zu bringen. Dabei zeigt sich
jedoch, daß diese Bremsen für den vorliegenden Zweck nicht geeignet sind. Der Zweck
dieser Bremsen ist nämlich vornehmlich der, allzu rasche Bewegungen, Stöße und Schwingungen
abzudämpfen, bei ruhiger langsamer Bewegung sind sie so gut wie wirkungslos.
Im vorliegenden Fall wird nun wohl die rasche Bewegung des Gefäßes gebremst, jedoch
wird das störende Übergewicht, welches das Gefäß und damit die Drosselung zu einem
zu großen Ausschlag antreibt, nicht vernichtet, so daß das Ziel nicht erreicht wird. Das
rasche Regeln, also die rasche Bewegung des Gefäßes ist ja an sich nicht unerwünscht, jedoch
soll die Regelung nur bis zum Gleichgewichtszustand, nicht aber darüber hinaus
erfolgen. Gerade im Beginn der Regelung, wenn die Geschwindigkeit derselben groß ist,
soll diese Geschwindigkeit ausgenutzt werden, um dem Sollwert wieder möglichst nahe
zu kommen, erst dann soll die Feinreglung
einsetzen. Die Bremse arbeitet aber im umgekehrten Sinne. Das plötzlich einsetzende
·* starke Übergewicht des Gefäßes nach Überwindung der ruhenden Reibung der Drossel
bewirkt eine rasche Bewegung. Statt diese auszunutzen, wird gerade diese von der
Bremse am stärksten abgedrosselt, so daß mangels schnellen Schlicßens der Drossel das
Übergewicht, z. B. beim Sinken des Gefäßes, ίο sich noch erhöhen kann, während später,
wenn die Bremsung angebracht wäre, ihre Wirkung stark nachläßt.
Abgesehen hiervon erzeugt die Bremse eine große Reibung, die gerade in diesem Fall
zwecks raschen Ansprechens der Vorrichtung nach Möglichkeit vermieden werden soll.
Die Folge ist, daß die Regelmenge in hohem Maße schwankt und eine schlechte
Wirkung erzielt wird.
ao Die vorliegende Erfindung betrifft nun .Vorrichtungen, die es gestatten, eine für alle
praktischen Fälle genügende Reglung mit obengenannten Regelvorrichtungen vorzunehmen.
Sie besteht darin, daß, von der Gleichgewichtslage ausgehend, bei Auf- und Abwärtsbewegung
des Gefäßes das ausgleichende Drehmoment stetig verkleinert bzw. vergrößert wird, so daß die anfangs rasche
Bewegung mit stetig abnehmender Geschwindigkeit erfolgt. Es wird hierdurch erreicht,
daß bei Einleitung der Bewegung, die infolge _ des Übergewichts nach Überwindung der
ruhenden Reibung der Drossel erfolgt, das • entgegenstehende Drehmoment sich wenig
verändert, so daß· das Übergewicht zur raschen Verstellung der Drossel bis nahe an
die neue Gleichgewichtslage heran ausgenutzt wird, dann aber sich eier Bewegung eine
rasche Änderung des Drehmoments entgegensetzt, so daß ohne Bremsung und ohne Energieverlust
der neue Gleichgewichtszustand sich langsam einstellt, der zwar geringe Abweichungen
von den Sollmengen zuläßt, dafür aber eine stetige, von den Vorgängen in der Zufuhrleitung nicht beeinflußte Regelung
erzielt wird. Es ist vorteilhaft, zwischen die Bewegung des Gefäßes und der Drossel noch
eine Übersetzung einzuschalten, die bewirkt, daß bei geringer Bewegung des Gefäßes bereits
eine große Verstellung der Drossel erfolgt, um innerhalb des Bewegungsbereiches
des Gefäßes möglichst große Schwankungen der Zufuhrmenge zu umfassen.
Die Erfindung kann in verschiedener Weise zur Ausführung gelangen. Alan kann das
Gegengewicht des Gefäßes unverändert lassen und'den Waagebalken als* Wälzungshctel ausbilden,
derart, daß beim Senken des Gefäßes der Hebelarm desselben kürzer, der Hebelarm
des Gegengewichts aber länger wird und ■ umgekehrt.
Man kann auch an einem Waagebalken gewöhnlicher Art das Gegengewicht verschiebbar
anordnen und durch Hebelverbindungen oder auf Rollen geführte Schnüre so mit dem
Gefäß verbinden, daß beim Senken des Gefäßes das Gewicht vom Waagendrehpunkt
entfernt, beim Steigen des Gefäßes an den Drehpunkt herangezogen wird.
Eine weitere Ausführungsform besteht darin, daß der das Gegengewicht tragende
Waagebalken im rechten Winkel oder annähernd im rechten Winkel zum das Gefäß tragenden Waagebalken steht, so daß eine
Form ähnlich den bekannten Briefwaagen entsteht. Hier tritt die gewünschte Wirkung
dann dadurch auf, daß das der Bewegung entgegenstehende Drehmoment beim Senken des
Gefäßes zunimmt und beim Steigen des Gefäßes abnimmt, wodurch ein anfangs rasches,
dann aber bei Annäherung an die neue Gleichgewichtslage sich immer mehr verlangsamendes·
Regeln erzielt wird.
Man kann in diesem Fall das an dem abwärts zeigenden Hebelarm befindliche Gewicht
auch so teilen, daß zwar dieselbe resultierende Kraft erzielt wird, jedoch eine bedeutende
Entlastung der Drehachse eintritt. Zu diesem Zweck wird ein.Teil des Gewichts an
einem dem Gefäßhebelarm gegenüberstehenden Arm in üblicher Weise angebracht, während
das andere an einem senkrecht zum Waagebalken befindlichen Hebelarm wirkt.
Es wird so zwar dasselbe Drehmoment erzielt, jedoch ist wegen der verstärkten Wirkung
des an dem waagerechten Hebelarm befindlichen Gewichts das Gesamtgewicht und damit die Achsenbelastung kleiner. Bei dieser
Anordnung kann auch vorteilhaft das untere Gewicht auf seinem Hebelarm verstellbar
angebracht sein, um verschieden starke Wirkungen desselben zu erzielen.
Statt der Gegengewichte können in besonderen Fällen auch gespannte Federn in im
übrigen bekannter Weise angewandt werden. 105 ·".
Wenn sehr große Strömungsmengen geregelt werden sollen, so kann die Regelung auch
mit einem Teil der ausgeflossenen Menge erfolgen, indem ein Teilstrom abgezweigt wird,
der das Regelinstrument betätigt, das dann dia Drossel in der Hauptleitung vor der Abzweigung
verstellt. Man erreicht dadurch, daß das Regelinstrument auch für sehr große Strömungsmengen relativ klein sein kann, da
der Teilstrom nur so groß zu sein braucht, daß seine Energie zur Verstellung der Haupt drossel
ausreicht.
In der beiliegenden Zeichnung sind die genannten Ausführungsformen beispielsweise
dargestellt.
Aus der Leitung α mit der Drosselklappe b
strömt die Flüssigkeit' in das mit einer Aus-
flußöffnung c versehene Gefäß if. Das letztere
hängt an einem Waagebalken, der durch das Gewicht e ausbalanciert ist. Von dem Waagebalken
wird die Drossel b mittels der Hebel /', die natürlich auch durch eine gleichwertige
Zahnradübersetzung ersetzt werden können, verstellt. Abb. ι zeigt die Ausführung des
Waagebalkens als Wälzungsliebel. In der Abb. 2 ist das Gegengewicht verschiebbar anr
ίο geordnet und wird durch Rollenzüge, die
natürlich auch durch entsprechende Hebelanordnung ersetzt werden können, so bewegt,
daß beim Senken des Gefäßes d sich das -Gewicht vom Waagendrehpunkt entfernt und umgekehrt.
Abb. j. zeigt die Anordnung, bei der die beiden Waagebalken nahezu einen rechten
Winkel miteinander bilden. Abb. 4 zeigt eine verbesserte Ausführung der Abb. 3, bei der
das Gewicht e geteilt ist und an einem waagerechten und senkrechten Arm angreift, um die
Belastung der Drehachse bei gleicher Wirkung zu vermindern. Abb. 5 zeigt eine Vorrichtung,
bei der die Regelung der gesamten Menge durch einen Teilstrom bewirkt wird.
Von der Hauptleitung α ist ein Teilstrom g abgezweigt, der das Instrument betätigt und
die Hauptdrossel b verstellt.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Regeln von aus Leitungen frei ausströmenden Flüssigkeitsmengen, bei dem ein Drosselorgan durch einen Waagebalken betätigt wird, der ein mit einer Ausflußöft'nung versehenes Gefäß, in das die Flüssigkeit frei ausläuft, trägt und durch ein Gegengewicht ausbalanciert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Auf-und Abwärtsbewegung des Gefäßes und damit auch die von ihr betätigte Drosselverstellung von der Gleichgewichtslage aus mit stetig abnehmender Geschwindigkeit erfolgt, indem das das Gefäßgewicht ausgleichende Drehmoment bei Aufwärtsbewegung des Gefäßes allmählich verkleinert, bei Abwärtsbewegung allmählich vergrößert wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Waagebaiken als auf einer Unterlage ruhender Wälzungshehel ausgebildet ist, derart, daß der Hebelarm des am einen Ende befindlichen Gefäßes sich beim Senken des Gefäßes verkleinert, während der Hebelarm des Ausgleichgewichtcs sich vergrößert und umgekehrt, so daß, ausgehend von der Gleichgewichtslage, das der Gefäßbewegung entgegenstehende Drehmoment und somit auch die Drosselverstellung sich, wie in Anspruch 1 dargelegt,, verändert.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß der das Gegengewicht tragende Waagebalken im rechten Winkel, oder annähernd im rechten Winkel zum das Gefäß tragenden Waagebalken steht, so daß bei Auf- und Abwärtsbewegung des Gefäßes sich das entgegenstehende Drehmoment im Sinne des Anspruchs 1 verändert.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegengewicht auf seinem Hebelarm verschiebbar angeordnet ist und mit dem Gefäß durch Hebel oder über Rollen geführte Schnüre so verbunden ist, daß beim Sinken des Gefäßes das Gewicht sich vom Waagendrehpunkt entfernt und beim Steigen des Gefäßes sich demselben nähert. *
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß statt der Gegengewichte gespannte Federn angewandt werden.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3, 4 und S, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Teil der ausströmenden Menge durch das Instrument geleitet wird und. die Verstellung der Drosselung für die Gesamtmenge betätigt, zu dem Zweck, bei großen Strömungsmengen das Regel instrument klein halten zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED65912D DE596629C (de) | 1933-05-20 | 1933-05-20 | Mengenregler fuer Fluessigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED65912D DE596629C (de) | 1933-05-20 | 1933-05-20 | Mengenregler fuer Fluessigkeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE596629C true DE596629C (de) | 1934-08-18 |
Family
ID=7059321
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED65912D Expired DE596629C (de) | 1933-05-20 | 1933-05-20 | Mengenregler fuer Fluessigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE596629C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745035C (de) * | 1937-10-01 | 1952-07-14 | Rota App Und Maschb Dr Hennig | Mengenregler |
| DE747061C (de) * | 1937-11-30 | 1953-02-23 | Rota App Und Maschb Dr Hennig | Vorrichtung zum Regeln der Menge von aus Leitungen ausstroemenden Fluessigkeiten |
-
1933
- 1933-05-20 DE DED65912D patent/DE596629C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745035C (de) * | 1937-10-01 | 1952-07-14 | Rota App Und Maschb Dr Hennig | Mengenregler |
| DE747061C (de) * | 1937-11-30 | 1953-02-23 | Rota App Und Maschb Dr Hennig | Vorrichtung zum Regeln der Menge von aus Leitungen ausstroemenden Fluessigkeiten |
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