DE589838C - Einrichtung zum Aufwickeln und Aufbuegeln geschichteter Isolation auf gerade Stabteile von Wicklungen elektrischer Maschinen - Google Patents
Einrichtung zum Aufwickeln und Aufbuegeln geschichteter Isolation auf gerade Stabteile von Wicklungen elektrischer MaschinenInfo
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- H02K15/10—Applying solid insulation to windings, stators or rotors, e.g. applying insulating tapes
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Description
Es sind Einrichtungen zum Aufwickeln und Aufbügeln geschichteter Isolation auf
gerade Stabteile von Wicklungen elektrischer Maschinen bekannt, bei denen die Isolation
des zu umwickelnden Stabteiles zwischen beheizten Bügelschienen, die durch Federn oder
Gewichte gegen die Isolation gepreßt werden, auf den Stäben festgezogen und festgebügelt
wird. Die Isolation besteht hierbei in der Regel aus Faserstoffbahnen mit oder ohne
Beimengungen mineralischer Isolierstoffe, und die Schichten der Isolation werden durch
einen vor oder während des Aufbügeins aufgebrachten, in der Wärme weichen Klebstoff
fest miteinander verbunden.
In der Praxis zeigt diese Einrichtung aber einige Mängel, von denen der hauptsächlichste
darin besteht, daß die Schichten der Isolation während des Bügelvorganges, sobald
ao sie die warmen Bügelschienen verlassen haben, infolge der Weichheit des Klebstoffes
auseinanderzublättern streben. Ferner kann es bei Stäben großer Länge vorkommen, daß
der Stab in der Mitte infolge seines Gewichtes durchhängt und aus diesem Grunde das
Aufbügeln der Isolation nicht so vollkommen erfolgt, als es wünschenswert ist.
. Zu den vorbekannten Einrichtungen dieser Art gehört auch eine solche, bei welcher bereits
zwischen Bügelschienen, die nur über die beiden gegenüberliegenden Breitseiten der zu
isolierenden Stäbe hinwegstreichen, zusätzliche Druckorgane in Form von Walzen eingefügt
sind, welche die Aufgabe haben, das Isoliermaterial fester um den Leiter oder das
Leiterbündel zu spannen. Hierbei wurden jedoch die Stäbe an den Schmalseiten ihres
Querschnitts zwischen Backen gehalten, so daß die Bügel diese Schmalseiten überhaupt
nicht berührten und eine über die gesamte Oberfläche der Isolation verlaufende Glättungsbewegung
unterblieb, die jedoch für die Beseitigung eingeschlossener Luft und für die mechanische und elektrische Güte des Endproduktes
erfahrungsgemäß von großem Wert ist. - -
Man hat ferner bei einer anderen Einrichtung die Zahl der Bügelorgane gleich der Zahl
der Begrenzungsflächen des Stabprofils gewählt. Sie zeigte jedoch den Nachteil, daß
die am Umfang aufeinanderfolgenden Bügelschienenpaare beim Gleiten über die Oberfläche
des Stabprofile periodisch ihre relative Lage zueinander wechseln, wodurch sich die
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Heinrich Treitel in Berlin-Charlottenburg.
weiche Isolation hin und her schiebt und Ausbauchungen
nicht zu vermeiden sind. Außerdem ergeben sich bei jedem, Umlauf solcher
Bügelgruppen Stellen, an denen die Stäbe nicht genügend gegen Durchbiegung abgestützt
sind.
Um nun bei Einrichtungen, bei denen die Bügelschienen in geringerer Anzahl als Begrenzungsflächen
des Stabprofils vorhanden ίο sind, eine über die gesamte Oberfläche des
Stabes in gleichem Sinne festziehende und glattbügelnde Wirkung zu erzielen und für
alle Lagen der Stäbe während des Bügelvorganges, eine die Durchbiegung verhindernde
Stütze zu erhalten, soll erfindungsgemäß die Einrichtung mit zusätzlichen Druckorganen,
beispielsweise Walzen, versehen sein, welche mittels Führungen gegenläufig so gesteuert
werden, daß sie dem Umriß des zu isolierenden Stabes allseitig möglichst genau folgen
und dabei ein Kräftepaar bilden, welches die Drehung des umlaufenden Teiles der Einrichtung
unterstützt. Zweckmäßig geschieht dies durch Steuernocken, Kurvenscheiben oder ähnliche Vorrichtungen, welche die Walzen
gegenläufig seitwärts verschieben, die dabei die Drücke für das Kräftepaar ausüben.
Hierdurch wird nun die Isolation über den ganzen Stabumfang im gleichen Sinne wie
durch die Bügelschienen immer fester angezogen und auch ein Aufblättern zwischen den
Bügelschienen verhindert.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und
zwar für den Fall, daß der zu isolierende Stab um seine Längsachse gedreht wird,
während die Bügelschienen sich nicht drehen. Die Abb. i, 2 und 3 stellen dabei verschiedene
Bewegungsphasen der Einrichtung dar. Mit 1 ist der zu isolierende Stab und mit 2 sind die
beheizten Bügelschienen bezeichnet. Zwischen die Bügelschienen greifen Walzen 3, 4, 5, 6,
deren äußerer Durchmesser so bemessen ist, daß sie durch die Bügelschienen an der Drehung
nicht gehindert werden. Die Walzen sind an ihren beiden Enden in Führungsstäben 7 gelagert, die ihrerseits in Führungen 8
hin und her gleiten können. An dem der Walze abgewandten Ende tragen die Führungsstäbe
je eine Rolle 9, die sich auf einem Nocken bzw.. einer Kurvenscheibe 10 abwälzt.
Aus den Abb. τ, 2 und 3 ist ersichtlich, daß die Walzen 3, 4, 5, 6, durch die Nocken 10
gesteuert, stets genau dem Umriß des zu isolierenden Körpers folgen. Hat der zu isolierende
Stab eine andere Ouerschnittsform, so muß entsprechend auch der Nocken 10
einen anderen Umriß haben. Zu diesem Zweck werden die Nocken 10 zweiteilig gemacht,
um sie ohne Demontierung ihrer Antriebswelle 11 auswechseln zu können.
Abb. 4 zeigt die Anordnung in Längsansicht mit teilweise ausgebrochener Bügelschiene,
um das Anliegen der Walze an der Isolation des Stabes kenntlich zu machen.
Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen wie in den Abb. 1 bis 3 bezeichnet. Die Bügelschienen
2 werden in an sich bekannter Weise durch Arme 12, die auf einer gemeinsamen
Welle 13 unter der Einwirkung von Federn oder Gewichten stehen, gegen das zu
isolierende Stück gepreßt. Der Antrieb erfolgt mittels Zahnräder 14, Ketten o. dgl.,
derart, daß die Drehung des zu isolierenden Stabes 1 und der Nocken 10 gleichsinnig und
synchron erfolgt. Bei dem in Abb. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Walzen
3 und 6 langer als die Walzen 4 und 5.
Dies hat den Zweck, die Stellen der mittleren Lagerung der Walzen gegeneinander zu versetzen,
um dort eine von den Walzen nicht gepreßte Stelle zu vermeiden.
Die Einrichtung, die zur gegenläufigen Seitwärtsbewegung der Walzen 3 bis 6 und ihrer
Führungen 8 dient, kanu beliebiger Art sein. _ Es können z. B. Exzenter, Nocken, Schubkurbelgetriebe
oder ähnlich wirkende Vorrichtungen zur Verwendung kommen, die den Walzen· entweder eine gleichförmige oder, wo
dieses zweckmäßig erscheint, eine ungleich- go förmige seitliche Bewegung erteilen.
Die Walzen nebst ihren Führungen können auch an einer gemeinsamen Haltevorrichtung
angeordnet sein, die eine Schwingbewegung um den Mittelpunkt des Stabes ausführt. Da
solche Einrichtungen an sich bekannt sind, sind sie der Übersicht halber in der Zeichnung
nicht dargestellt.
Um etwaige kleine Ungenauigkeiten im Anliegen der Walzen 3, 4, 5, 6 an der Isolation
des Stabes auszugleichen, kann es zweckmäßig sein, den Druck der Walzen 3, 4, 5, 6 auf den zu isolierenden Stab unter
Zwischenschaltung einer Feder, eines Luftpuffers o. dgl. zu bewirken. Auch diese an
sich bekannte Einrichtung ist der Übersichtlichkeit wegen in den Abbildungen nicht dargestellt.
Die Wirkung der Walzen 3, 4, 5, 6 auf die Isolation kann noch verstärkt werden, indem
man die Walzen in geeigneter Weise z. B". elektrisch beheizt. Das Festziehen der Isolation
auf dem zu isolierenden Stab kann ferner dadurch gefördert werden, daß den Walzen eine im Sinne des Festziehens der
Isolation gerichtete Eigendrehung erteilt wird.
Der Arbeitsvorgang ist folgender: Der Stab 1 wird durch den Antrieb der
Maschine in der Pfeilrichtung gedreht. Synchron mit dem Stab werden durch die Zahnradgetriebe
14 die Nockenwellen 11 angetrie-
ben. Abb. ι stellt den Stab ι in der Stellung
dar, in welcher die Bügelschienen 2 an seinen beiden Flachseiten anliegen. Die Walzen 3
und 5 stehen in größter Entfernung übereinander an den Schmalseiten des Stabes 1. Die
Rollen berühren die Steuernocken 10 an dem Punkte seines kleinsten Radius. Abb. 2 zeigt
die gegenseitige Stellung der Teile nach einer Drehung des Stabes um 45°. Die Bügelschienen
2 sind durch den Stab 1 auseinandergedrängt und liegen nunmehr in der Nähe
der Schmalseiten am Stab an. Die Walze 3 ist infolge der durch den Pfeil angedeuteten
seitlichen Verschiebung etwas nach rechts, die Walze 5 im selben Maße nach links gerückt.
Die Rollen 9 liegen am Nocken an einer Stelle mit größerem Radms an, infolgedessen
haben sich die Walzen einander genähert, wobei sie auf den Stab in gleichem Sinne drehend wirken wie der Antrieb.
Abb. 3. zeigt den Vorgang nach einer Drehung des Stabes um 900. Die Bügelschienen
liegen jetzt an den Schmalseiten des Stabes an, die Walzen 3 und 5 sind auf den Breit-Seiten
des Stabes 1 aufs äußerste auseinandergerückt. Die Rollen 9 berühren die Nokken
10 fast an der Stelle des größten Radius. Bei der Weiterdrehung des Stabes 1 rücken
dann die Walzen 3 und 5 wieder näher aneinander, um schließlich nach einer Drehung
des Stabes um i8o° in der in Abb. 1 dargestellten
Stellung zu stehen, worauf sich der Vorgang bei jeder weiteren halben Umdrehung des Stabes 1 wiederholt.
Unter sinngemäßer Abänderung kann die Einrichtung auch so getroffen werden, daß
die Bügelschienen. 2 oberhalb und unterhalb des zu isolierenden Stabes liegen und die
Walzen 3, 4, 5, 6 die Isolation des Stabes von den Seiten her pressen.
Die Einrichtung kommt allgemein für das Aufbügeln der Isolation gerader Stabteile in
Betracht, wobei es auch in manchen Fällen zweckmäßig sein kann, die zu isolierenden
Teile stillstehen zu lassen, während die - Bügelvorrichtung, die Walzen und ihre Steuervorrichtungen
umlaufen. Dagegen eignet sich die beschriebene Einrichtung nicht zum Aufbügeln der Isolation bei ganz geschlossenen
Maschinenspulen.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zum Aufwickeln und Aufbügeln geschichteter Isolation auf gerade Stabteile von Wicklungen elektrischer Maschinen, bei der die die Isolation festziehende und glattbügelnde Wirkung der in geringerer Anzahl als Begrenzungsflächen des Stabprofils vorhandenen Bügelschienen durch Druckorgane, beispielsweise Walzen, unterstützt wird, dadurch gekennzeichnet, daß letztere mittels Führungen, gegenläufig so gesteuert werden, daß sie dem Umriß des zu isolierenden Stabes allseitig möglichst genau folgen und zugleich ein Kräftepaar bilden, das die Drehung des umlaufenden Teiles der Einrichtung unterstützt und Verschiebungen bzw. Durchhängen des Wicklungsstabes unmöglich macht.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen durch Nocken oder Kurvenscheiben so gesteuert werden, daß sie mit möglichst gleichmäßigem Druck an der Isolation des Stabes anliegen.
- 3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck der Walzen auf die Isolation durch zwischengeschaltete Federn, Luftpuffer o. dgl. vergleichmäßigt ist.
- 4. Einrichtung nach den Ansprächen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß den Trägern der Walzen durch geeignete Vorrichtungen, wie z. B. Exzenter, Nocken, Schubkurbelgetriebe o. dgl., eine gegenläufige gleichförmige oder ungleichförmige seitliche Bewegung erteilt wird.
- 5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß den Walzen während des Bügelvorganges eine das Festziehen, der Isolation unterstüt- zende eigene Drehung erteilt wird.
- 6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Walzen beheizt sind.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocken oder Kurvenscheiben zweiteilig ausgeführt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE387083X | 1930-12-11 |
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| DE589838C true DE589838C (de) | 1933-12-15 |
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| DE1930589838D Expired DE589838C (de) | 1930-12-11 | 1930-12-12 | Einrichtung zum Aufwickeln und Aufbuegeln geschichteter Isolation auf gerade Stabteile von Wicklungen elektrischer Maschinen |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE589838C (de) |
| GB (1) | GB387083A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741169C (de) * | 1939-12-31 | 1943-11-05 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren zur Verfestigung der Isolierhuelle von stabfoermigen Leitern elektrischer Maschinen |
| DE1001393B (de) * | 1955-07-23 | 1957-01-24 | Siemens Ag | Vorrichtung zum Umbuegeln der Umhuellung von Wicklungsstaeben elektrischer Maschinen |
-
1930
- 1930-12-12 DE DE1930589838D patent/DE589838C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-12-11 GB GB34420/31A patent/GB387083A/en not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741169C (de) * | 1939-12-31 | 1943-11-05 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren zur Verfestigung der Isolierhuelle von stabfoermigen Leitern elektrischer Maschinen |
| DE1001393B (de) * | 1955-07-23 | 1957-01-24 | Siemens Ag | Vorrichtung zum Umbuegeln der Umhuellung von Wicklungsstaeben elektrischer Maschinen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB387083A (en) | 1933-02-02 |
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