DE589089C - Loetverfahren zum Schliessen und OEffnen von fuer das Einduensten im Haushalt geeigneten Metallgefaessen - Google Patents
Loetverfahren zum Schliessen und OEffnen von fuer das Einduensten im Haushalt geeigneten MetallgefaessenInfo
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Description
16 JAE 1934 .
AUSGEGEBEN AM 6. DEZEMBER 1933
Die bekannten gummiabgedichteten Verschlüsse der im Haushalt zur Konservierung
' von Lebensmitteln üblichen Eindünstgläser besitzen den Nachteil, daß sie unter dem
Einfluß von Temperaturschwankungen leicht undicht werden und Luft eintreten lassen,
welche die Lebensmittel in kurzer Zeit zum Verderben bringt.
Diese Nachteile werden, gemäß der Erfindung
dadurch beseitigt, daß - an Stelle der Gläser in gleicher Weise beliebig oft zu
benutzende Metallgefäße Verwendung finden, die durch eine zargenförmige Einziehung
einen waagerechten· Lötrand und eine zenirische Führung" für einen entsprechend zentral
ausgeprägten Deckel aufweisen und in der Weise geschlossen und geöffnet werden,
daß mittels eines auf den Lötrand des Dekkels aufzudrückenden, an der zentralen Ausprägung
des letzteren geführten, in bekannter Weise elektrisch beheizten Ringkörpers das
zwischen den Lötränderh von Dose und Dekkel befindliche:.Lötzinn Z1Um Schmelzen gebracht wird. Die eigenartige Formgebung
von Dose, Deckel und Lötvorrichtung ermöglicht ein· .gegenseitiges Zentrieren .all dieser
Teile ohne besondere Hilfsmittel und verhindert, daß Lötzinn in das Eindünstgut fließen
kann, so daß das eine einwandfreie Abdich-
30· tung gewährleistende Lötverfahren von jedermann mit Leichtigkeit ohne besondere' Sorgfalt
durchgeführt werden kann, also für den Haushalt geeignet ist. Zum Abheben des
Dosendeckels kann noch eine besondere Vorrichtung herangezogen werden, welche bei
etwas .angehobener Dose den Heizkörper unter Federwirkung an den Lötrand des Dekkels
anpreßt, so daß die Dose, sobald das Lötzinn geschmolzen ist, von selbst abfällt
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in sechs Abbildungen dargestellt, es
zeigen:
Abb. ι die Blechdose mit dem zugehörigen Deckel,
Abb. 2 eine Draufsicht auf die Lötvorrichtung,
Abb. 3 einen Längsschnitt derselben,
Abb. 3a eine weitere Ausführungsmöglichkeit des Kupferringes an der Lötvorrichtung,
Abb. 4 eine Ansicht der Abhebevorrich- 5<>
tung, teilweise geschnitten,
■ Abb. 5 das Verlöten des Verschlusses, Abb. 6 das Lösen des Verschlusses.
■ Abb. 5 das Verlöten des Verschlusses, Abb. 6 das Lösen des Verschlusses.
Die aus Abb. 1 ersichtliche Blechdose A ist.
oben eingezogen, so daß ein waagerechter Rand α und ein senkrechter Rand α1 entsteht,
welch ersterer zur Aufläge und zum Festlöten des Randes b des Deckels B dient, während
letzterer dem Deckel bei b1 die Führung gibt und verhindert, daß Lötzinn in das
Innere der Büchse fließen kann. Der Deckel B ist außerdem mit einem einklappbaren Ring b2
versehen. Die Lötvorrichtung C (Abb. 2, 3, 3a) besteht aus einem zwischen zwei Eisenringen
C3 d mittels Schrauben e festgespannten,
in bekannter Weise in Glimmer eingebetteten Heizwiderstand /, dessen. Drahtenden zu
den Klemmen g für einen Steckkontakt K mit dem daran anschließenden Kabel K1 dienen.
Die beiden Ringe sind bei cl und c2 bzw. dl so
gebördelt, daß der Heizwiderstand unsichtbar wird. An die Platte c schließt ein holzumkleideter
Handgriff h an·. Außerdem ist auf die Platte c ein konzentrischer Kupferring i aufgeschraubt,
dessen Innendurchmesser dem Außendurchmesser des Randes bl des Dosendeckeis
entspricht.
Die Abhebevorrichtung D besteht nach Abb. 4 aus zwei auf einer Grundplatte
(Brett) k befestigten senkrechten, evtl. auch mit Teilung versehenen Führungsstangen m,
auf welchen mittels zwei Führungsmuffen n, die durch Stellschrauben 0 auf den Stangen m
festgelegt werden können, ein Bügel ρ mit zwei waagerecht auslaufenden Armen p1 verschiebbar
gelagert ist. Der Bügel ρ ist mit einer Bohrung/?2 versehen, durch welche ein
mit einem Haken q1 versehener Bolzen q gesteckt
ist, der gegen den Druck einer Feder r, die zwischen Bügeloberkante und einer auf
dem Bolzen verstellbaren Flügelmutter.? anliegt, nach unten verschoben werden, kann.
Das Verlöten der Büchsen geht folgendermaßen vor sich: Auf den Rande der Dose
wird Lötdraht oder ein eigens zu diesem Zweck hergestellter Ring aus Lötzinn aufgelegt.
Hierauf der Deckel B aufgesetzt, welcher nun mit seinem Rand b gegen die Lötmasse
anliegt. Die inzwischen unter Strom gesetzte Lötvorrichtung wird alsdann so aufgedrückt,
daß der Kupferring i bei b auf dem Deckel B aufliegt und so eine gut wärmeleitende
Verbindung mit dem Lötzinn hergestellt ist (Abb. S). Sobald das Lötzinn geschmolzen
ist, was durch das Tiefereinsinken . des Deckels angezeigt wird, kann die Lötvorrichtung
abgehoben werden, worauf das Zinn rasch erstarrt und eine starre dichte Vereinigung
von Deckel und Dose herstellt; damit ist die Lötung beendet. Die zu verlötenden
Flächen müssen natürlich blank sein, und werden vorteilhaft vor dem Löten mit Lötwasser
bestrichen. Soll nun die Dose wieder geöffnet werden, so wird sie auf die Platte k der
Abhebevorrichtung gestellt, der Heizkörper mit seinem Kupferring i in gleicher Weise
wie beim Verlöten aufgelegt, dann der Bolzen q gegen den Widerstand der Feder r nach·
unten gedruckt und mit seinem Haken ql in
den Ring b2 des Dosendeckels eingehängt. Beim Loslassen des Bolzens q wird unter dem
) Einfluß der Feder r die Dose A hochgezogen
und der Heizkörper C zwischen diese und die Arme p1 eingeklemmt (Abb. 6). Das Lötzinn
wird durch die Erhitzung zum Schmelzen gebracht, so daß der Zusammenhalt zwischen
Dose und Deckel gelöst wird und erstere auf die Platte k abfällt, worauf dann nach Niederdrücken
des Bolzens q der Heizkörper und der Deckel von der Vorrichtung entfernt \verden.
Der Bügel p muß auf den Führungsstangen in einer solchen Höhenlage festgelegt
werden, daß der Abfallweg der Büchse kein zu großer (höchstens 1 cm) ist. Auf die Abhebevorrichtung
kann unter Umständen auch verzichtet und das öffnen der Dosen durch
einen gewöhnlichen, in den Deckelring einzuhängenden Haken ersetzt werden, mit Hilfe
dessen der Doscndeckcl abgehoben werden kann, sobald die Lötvorrichtung gewirkt hat.
Durch Absetzen des Kupferringes i in der aus Abb. 3a ersichtlichen Weise kann die Lotvorrichtung
für zweierlei Dosendurchmesser eingerichtet werden. Mit der Platte rf auf
eine Unterlage aus Wärmeisoliermateria! aufgesetzt, kann die Lötvorrichtung C ohne weiteres
als Kochplatte Verwendung finden.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Lötverfahren zum Schließen und öffnen von für das Eindünsten im Haushalt geeigneten' Metallgefäßen, dadurch gekennzeichnet, daß beliebig oft zu verwendende Metallgefäße, die durch eine zargenförmige Einziehung einen waagerechten Lötrand und eine zentrische Führung für einen entsprechend zentral ausgeprägten Deckel aufweisen, in der Weise geschlossen und geöffnet werden, daß mittels eines auf den Lötrand des Deckels aufzudrückenden, an der zentralen Ausprägung des letzteren geführten, in bekannter Weise elektrisch beheizten Ringkörpers das zwischen den Löträndern von Dose und Deckel befindliche Lötzinn zum Schmelzen gebracht wird. i°5
- 2. Lötvorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch r, gekennzeichnet durch eine mit einem Handgriff versehene ringförmige, in der Art ihrer Zusammensetzung an sich bekannte elek-• trisch beheizte Platte (C) mit einem aufgesetzten Ring (/) aus gut wärmeleitendem Material, wie Kupfer, der, an der Ausprägung des Deckels geführt, gegen dessen Lötrand wirkt.
- 3. Lötvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,. daß. der Anpreßring (t) abgesetzt ißt und so für Dosen von zwei verschiedenen Durchmessern verwendet werden kann.
- 4. Vorrichtung zum Abheben des Dosendeckels unter Verwendung der Lötvor-richtung nach Anspruch 2 und 3, gekennzeichnet durch einen die Dose an einem Ring (b2) des Deckels (B) mit einem Haken (q1) erfassenden Bolzen (q), der durch Federwirkung unter Anheben der Dose den aufgelegten Heizkörper (C) zwischen den Deckel und ein Widerlager (pl) preßt, so daß die Dose (A), sobald das bindende Lötzinn geschmolzen ist, von dem festgehaltenen Deckel abfällt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH95863D DE589089C (de) | 1931-11-03 | 1931-11-03 | Loetverfahren zum Schliessen und OEffnen von fuer das Einduensten im Haushalt geeigneten Metallgefaessen |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE589089C true DE589089C (de) | 1933-12-06 |
Family
ID=7445736
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DESCH95863D Expired DE589089C (de) | 1931-11-03 | 1931-11-03 | Loetverfahren zum Schliessen und OEffnen von fuer das Einduensten im Haushalt geeigneten Metallgefaessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE589089C (de) |
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1931
- 1931-11-03 DE DESCH95863D patent/DE589089C/de not_active Expired
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