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DE588562C - Verfahren zur Verkokung von Kohlen, welche infolge Treibens einen starken Druck auf die Kammerwandungen ausueben - Google Patents

Verfahren zur Verkokung von Kohlen, welche infolge Treibens einen starken Druck auf die Kammerwandungen ausueben

Info

Publication number
DE588562C
DE588562C DEO17316D DEO0017316D DE588562C DE 588562 C DE588562 C DE 588562C DE O17316 D DEO17316 D DE O17316D DE O0017316 D DEO0017316 D DE O0017316D DE 588562 C DE588562 C DE 588562C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coal
coking
result
coke
coals
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEO17316D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dr C Otto and Co GmbH
Original Assignee
Dr C Otto and Co GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dr C Otto and Co GmbH filed Critical Dr C Otto and Co GmbH
Priority to DEO17316D priority Critical patent/DE588562C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE588562C publication Critical patent/DE588562C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B57/00Other carbonising or coking processes; Features of destructive distillation processes in general
    • C10B57/08Non-mechanical pretreatment of the charge, e.g. desulfurization

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verkokung von Kohlen, welche infolge Treibens einen starken Druck ' auf die Kammerwandungen ausüben Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Verkokung solcher Kohlen, welche bei der Verkokung infolge Treibens .reinen starken Druck auf die Kammerwandungen ausüben. ' Im Sinne -der Erfindung sollen unter treibenden Kohlen diejenigen Kohlenarten verstanden werden, die während. der Verkokung kein oder nur ein geringes Schwinden oder Schrumpfen aufweisen-. Hierdurch unterscheiden sich treibende Kohlen grundsätzlich von blähenden Kohlen, bei deren Verkokung zwar .vorübergehend. auch hohe Treibdrücke auftreten, die aber nach Aufhören dieser Drücke wieder schrumpfen bzw. schwinden. Da dieses. Schrumpfen zeitlich mit der Koksbildung zusammenfällt, ergibt sich aus solcher Kohle ein gut zusammenhängender Kokskuch--n, -der infolge des Schrumpfeng der Kohle nirgends an den Wandungen der Kokskammer anliegt und sich daher einwandfrei drücken läßt. Bei treibender Kohle dagegen dauert das Auftreten von: inneren Drücken auch dann noch an; wenn die Kohle über den plastischen Zustand hinweg bereits auf die die Koksbildung herbeiführende Temperaturzone erhitzt worden ist. Daraus folgt, daß der sich bildende Kokskuchen durch die noch während der Koksbildung vorhandenen inneren Drücke fest gegen die Wandungen der Kokskammer gepreßt wird, wodurch häufig die Entleerung der Kammer praktisch unmöglich gemacht, zum mindesten aber außerordentlich erschwert wird. Bei der Verkokung stark treibender Kohlen können natürlich die Kammerwandungen den Beanspruchungen, die durch die Treibdrücke selbst, aber auch ebensosehr beim Ausdrücken des aufgetriebenen und fest anliegenden Kokskuchens entstehen, nicht lange Widerstand leisten, sondern werden iii: kurzer Zeit ausgebaucht, in ihrem Gefüge gelockert und schließlich zerstört. Es sind aus diesem Grunde schon zahlreiche Versuche unternommen worden, um die treibenden Eigenschaften der Kohle zu beseitigen oder sie wenigstens auf ein erträgliches Maß herabzudrücken. Abgesehen von dem Ausweg, treibende Kohlen nur in Mischung mit anderen nichttreibenden Kohlen zu verkoken, hat man auch schon vorgeschlagen, treibende Kohle mittels Desintegratoren sehr fein zu zerkleinern. Dieses, Verfahren führte bei schwach treibenden Kohlen zu ganz annehmbaren Ergebnissen, bei stark treibenden Kohlen dagegen zu einem völligen Mißerfolg.
  • Die Erfindung bezweckt, die beim Verkoken solcher Kohlen, welche bei der Verkokung infolge Treibens einen starken Druck auf die Kammerwandungen ausüben, auftretenden gefährlichen Nachteile zu verhüten, ohne daß eine Zumischung anderer Kohlensorten erforderlich ist und ohne da.ß die Werteigenschaften der aus der Kohle gewonnenen Erzeugnisse, insbesondere des Kokses, nennenswert verschlechtert werden. Die Erfindung besteht -im wesentlichen darin, daß solche treibende Köhle so lange unter Vermeidung einer örtlichen Überhitzung auf etwa 300° C erhitzt wird, bis sämtliche Teile diese Temperatur angenommen haben und die vorerhitzte Kohle nach Einfüllen in eine Kokskammer in der üblichen Weise bei hohen Temperaturen ohne schädlichen Treibdruck verkokt werden kann.
  • Es war bekannt, daß beim Erhitzen backender Kohle bis zu 300° C bei Luftzutritt die backende Eigenschaft der Kohle aufgehoben wird und daß die Erhitzung backender Kohle bei 300 bis 500° C unter Luftabschluß bei geeigneter Regelung, im Laboratorium wenigstens, die blähende Eigenschaft. der Kohle so weit vernichtet, daß ein nichtgeblähter, dichter Koks erhalten wird. Hiernach war, da trotz der vorstehend geschilderten grundsätzlichen Unterschiede -zwischen blähender und treibender Kohle sowohl dem Blähen als auch dem Treiben eine 'gemeinschaftliche Ursache zugrunde liegt, nämlich die Bitumenzersetzung, anzunehmen, daß durch die Vorwärmung treibender Kohle ebenso wie bei blähender die Backfähigkeit der Kohle wesentlich verschlechtert werden würde. Überraschenderweise hat sich aber das Gegenteil gezeigt, daß nämlich durch die erfindungsgemäße Vorwärmung nur die treibenden Eigenschaften der Kohle beseitigt werden, ihre übrigen Verkokungseigenschaften aber im wesentlichen unberührt bleiben, insbesondere auch die Güte des gewonnenen Kokses nicht merkbar verschlechtert wird. Worauf diese eigenartige Erscheinung zurückzuführen ist, kann nicht mit Sicherheit angegeben werden. Wahrscheinlich ist aber der Grund dafür in dem unterschiedlichen Veihalten des Kohlebitumens zu suchen, das sich bei treibender Kohle sogar bei Erhitzung über den plastischen Zustand hinaus noch nicht völlig zersetzt hat, so daß auch die das Backen der Kohle bewirkenden Bitütnenteile wesentlich größere Widerstandskraft gegen thermische Zersetzung besitzen, als dies bei blähender Kohle der Fall ist, deren Bitumen schon restlos zersetzt ist, während sich die Kohle noch im plastischen Zustande befindet. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß sich bei blähender Kohle auch das Backbitumen wesentlich leichter zersetzt als bei treibender Kohle, so daß bei blähender Kohle eine Vorwärmung auf etwa 300' C schon eine Zersetzung des Backbitumens herb°iführt, während dies, wie der- überraschende Erfolg der -Erfindung zeigt, bei treibender Kohle offenbar nicht der Fall ist.
  • Die angegebene Vorwärmungstemp:eratur von etwa 300° C ist als Höchstgrenze anzusehen, die nicht überschritten werden darf; bei den meisten Kohlenarten wird schon eine etwas niedrigere Vorwärmetemperatur genügen. In jedem Falle ist es aber erforderlich, örtliche Erhitzungen der Kohle über 3oo° C zu vermeiden, da sonst das Backvermögen der überhitzten Kohlenteile unweigerlich angegriffen und die Backfähigkeit dieser Teile ganz erheblich herabgesetzt wird. Beispiel I Um den Einfluß der Verkokung!itemperatur -auf das Auftreten von Treibdrücken zu untersuchen, wurde eine stark treibende Kohle mit 4,85% Asche und r8,79% flüchtigen Bestandteilen bei verschiedenen Temperaturen verkokt: a) Bei 700° C zeigte sich zwar noch kein Treiben, der erzeugte Koks war aber sehr schwammig, porös und zerbrechlich, also für metallurgische Zwecke ungeeignet.
  • b) Bei goo° C trat infolge Treibens eine Volumenvergrößerung des Kokskuchens um 31 % ein; eine Verkokung in den üblichen Kokskammern war daher nicht durchführbar.
  • c) Bei iooo bis izoo° C betrug die Volumenvergrößerung noch 2o bis 18%; auch hier war die Verkokung praktisch unmöglich, außerdem ergab sich ein sehr kleinstückiger Koks.
  • Die gleiche Kohle wurde unter Vermeidung einer örtlichen Überhitzung so lange auf etwa 300° C :erhitzt, bis sämtliche Teile diese Temperatur ,angenommen hatten, und dann in der üblichen Weise bei höhen Temperaturen verkokt. Bei den gleichen Verkokungstemperaturen, wie oben angegeben, von goo, iooo und I 1 oo° C war kein Treiben festzustellen, eine Volumenvergrößerung traf vielmehr bei der Verkokung nicht ein, der erzeugte Koks war ziemlich großstückig und für metallurgische Zwecke -durchaus, verwendbar. Beispiel II Um das Maß der Treibdrücke festzustellen, wurde eine englische Kohle mit 5,3z% Asche und. z1,31% flüchtigen Bestandteilen sowie eine deutsche Kohle mit 7,50% Asche und 20,12% -flüchtigen Bestandteilen in-folgender Weise untersucht: Von jeder Kohlensorte wurde i 'kg in einer feuerfesten Kachel etwa i Stunde lang bei 25o° C vorgewärmt und die Kachel mit .einer ebenfalls i kg der gleichen, aber :nicht vorgewärmten Kohle fassenden Kachel auf i ooo° C erhitzt. Bei beiden Kohlenarten wurde die Kachel mit nicht vorgewärmter Kohle durch die bei der Verkokung auftretenden Treibdrücke gesprengt, während dies bei den Kacheln mit vorgewärmter Kohle nicht der Fall war. Außerdem zeigte sich bei deri vorgewärmten: Kohlen keine merkbare Volumenvergrößerung, während bei der nicht vorgewärmten: Kohle jeder Sorte der Kökskuchm weit über den oberen Rand der Kachel herausstand, die Kohle also eine beträchtliche Volumenvergrößerung erfahren hatte. Der Vergleich des, erzeugten Koksces zeigte, daß die Güte dies Kokses aus vorgewärmter Kohle nicht geringer war als die des Kokses aus nicht vorgewärmter Kohle. Bei beiden Sorten handelte- es sich um, abgesehen von den treibenden Eigenschaften, ausgezeichnete Kokskohlen, @ die in jedem Falle einen festen, dichten und großstückigen Koks ergaben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verkokung solcher Kohlen, welche bei der Verkokung infolge Treibens einen starken Druck auf die Kammerwandungen ausüben, dadurch gekennzeichnet, daß die Kohle unter Vermeidung einer örtlichen Überhitzung so lange auf etwa 300° C erhitzt wird, bis sämtliche Teile diese Temperatur angenommen haben und die vorerhitzte Kohle nach Einfüllen in eine Kokskammer in .der üblichen, Weise bei hohen Temperaturen ohne schädlichen Treibdruck verkokt werden kann.
DEO17316D 1928-05-11 1928-05-11 Verfahren zur Verkokung von Kohlen, welche infolge Treibens einen starken Druck auf die Kammerwandungen ausueben Expired DE588562C (de)

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DEO17316D DE588562C (de) 1928-05-11 1928-05-11 Verfahren zur Verkokung von Kohlen, welche infolge Treibens einen starken Druck auf die Kammerwandungen ausueben

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Publications (1)

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DEO17316D Expired DE588562C (de) 1928-05-11 1928-05-11 Verfahren zur Verkokung von Kohlen, welche infolge Treibens einen starken Druck auf die Kammerwandungen ausueben

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DE (1) DE588562C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1041018B (de) * 1951-03-19 1958-10-16 Elektrokemisk As Verfahren zum Calcinieren von Anthrazit od. dgl.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1041018B (de) * 1951-03-19 1958-10-16 Elektrokemisk As Verfahren zum Calcinieren von Anthrazit od. dgl.

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