DE524534C - Verfahren zur Herstellung von besonders glatten und dichten Feuerton-, Steingut- und sonstigen feuerfesten und keramischen Erzeugnissen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von besonders glatten und dichten Feuerton-, Steingut- und sonstigen feuerfesten und keramischen ErzeugnissenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von besonders glatten und dichten Feuerton-, Steingut-und sonstigen feuerfesten und keramischen Erzeugnissen Bekannt ist, daß bei den bisherigen Verfahren zur Herstellung von Feuerton-, Steingut- und sonstigen feuerfesten und keramischen Erzeugnissen stets davon ausgegangen wird, daß zur Erzielung möglichst großer Widerstandsfähigkeit gegen chemische Einflüsse, Temperaturschwankungen, Formänderungen usw. im Brande, wie bereits in dem Hauptpatent 510 700 zum Ausdruck gebracht wurde, scharf- oder tot- bzw. schwindfrei, also volumenbeständig, gebrannte Schamotte (gebrannter Rohton), Schamotteabfälle oder sonst geeignetes Gut, Erde oder Gestein als Zuschläge verwendet werden, und zwar je nach dem Verwendungszweck in mehr oder weniger grober Körnung. Die unter Verwendung der vorbezeichneten scharf- oder totgebrannten Zuschläge hergestellten Erzeugnisse zeigten besonders folgende Mängel: Rissebildung, rauhe Sichtflächen, Formänderungen, Hohlräume im Innern, Blasenbildungen usw. Man führte diese Mängel zurück auf ungenügende Aufbereitung des Formgutes, ungenügende Trocknung, unrichtige Feuerführung, zu scharfes Abkühlen u. dgl., man erkannte aber nicht die wirklichen Ursachen dieser Mängel.
- Weiter ist bekannt, Rohton zur Herstellung von Trockenpreßziegeln sowie zur Trockengestaltung unter hohem Druck vorzubereiten durch Erhitzung über die übliche Trockentemperatur hinaus, wobei die Brenntemperatur jedoch nicht erreicht werden darf. Bei diesem bekannten Verfahren handelt es sich nur um die Herstellung rissefreier, ungebrannter Rohformlinge durch hohen Preßdruck. Diese Verfahren berühren, wie auch in dem Hauptpatent 5=0 7oo erwähnt wurde, die vorliegende Erfindung nicht, da sie die oben angegebenen Mängel nicht beseitigen und etwas ganz anderes bezwecken. Auch bedienen sich diese bekannten Verfahren anderer Mittel, indem die Trocknung oder Erhitzung niemals die Höhe der Hauptschwindphase erreicht, um die Preßfähigkeit des Gutes aufrechtzuerhalten. In der Porzellantechnik werden mitunter Biskuit-, Glatt- und sogenannte Glüh- oder Schrühscherben als Zuschlag verwendet. Biskuit- und Glattscherben sind etwa bei Segerkegel i2 bis =7 totgebrannte Schamottescherben, scheiden also aus diesem Grunde bei dem Verfahren nach der Erfindung völlig aus. Glüh- oder Schrühscherben, welche bekanntlich in der Regel bei etwa Segerkegel ioa, gleich etwa 85o bis 950' C, geglüht werden, vgl. u. a. Handbuch von Kerl, Seite 1396, zweiter Absatz, haben mit der vorliegenden Erfindung ebenfalls nichts zu tun, denn dieselben haben bei dieser Glühtemperatur die Hauptschwindphase bei weitem nicht erreicht, geschweige denn überschritten, da die Häuptschwindphase bei Porzellan frühestens bei Segerkegel 8 gleich etwa =25o ° C liegt, vgl. u. a. Kerl, Seite 1241, sechste Zeile von unten. Weiter liegen bei diesen Porzellanglühscherben infolge des hohen Feldspat- und sonstigen Flußmittelgehaltes Hauptschwindphase und Sinterungspunkt zusammen, was, wie bekannt, die Mängel zur notwendigen Folge hat, die gerade durch die Erfindung vermieden werden sollen.
- Nach der Erfindung wird entgegen den geschilderten bekannten Verfahren in Fortsetzung des Erfindungsgedankens des Hauptpatents 51o 7oo als Zuschlag nicht tot- oder schwindfrei gebrannte Schamotte, Ton bzw. sonst geeignetes Gut, Erde oder Gestein verwendet, sondern ein nachschwindfähig vorgebrannter Zuschlag aus Ton, Schamotte, Schamotteabfällen oder sonst geeignetem Gut, Erde oder Gestein, der in einer Temperatur vorgebrannt bzw. geglüht ist, die in bestimmten Grenzen unterhalb der Temperatur des Schmelzpunktes, aber oberhalb der Haüptschwindphase des betreffenden Zuschlages liegen muß, wobei der Sinterungspunkt nicht erreicht werden darf. Ein so vorgebrannter Zuschlag ist nicht totgebrannt, sondern noch chemisch aktiv.
- Durch Versuche wurde gefunden, daß die Vorbrandtemperatur zur Erzielung des gewünschten Endzweckes je nach Beschaffenheit und chemischer Zusammensetzung des Zuschlagstoffes etwa 35 bis 45 °% unter dem Schmelzpunkt des betreffenden Zuschlagstoffes liegen muß.
- Gelangen Zuschläge zur Verwendung, deren Kieselsäuregehalt 85 °/o und mehr beträgt, so sind dieselben zwecks Einschränkung des Wachstumes, Erhöhung des Dichtbrandes bzw. Herbeiführung einer Nachschwindfähigkeit im Fertigbrande je nach dem Kieselsäuregehalt vor dem Fertigbrande und vor der Mischung mit dem Bindemittel mit einer 5- bis 2o 0/jgen wässerigen Lösung öder wässerigem Gemenge eines geeigneten Flußmittels z. B. aus Kalkmilch, Calcium bzw. Tonerdeverbindung oder sonst geeigneter wässerigen Flußmittellösung oder Gemenge zu tränken, wobei selbstverständlich auch mehrere geeignete Flußmittel in Verbindung angewendet werden können: Die auf diese Weise gewonnenen vorgebrannten Zuschlagstoffe werden alsdann auf eine geeignete Körnung zerkleinert und in bekannter Weise trocken oder angefeuchtet dem Bindemittel zugesetzt und zu einer gleichmäßigen Formmasse verarbeitet und verformt oder verpreßt.
- Die nach diesem neuen Verfahren hergestellten Körper zeigten im Vergleich mit den Körpern nach dem bisherigen bekannten Verfahren bei Anwendung der gleichen Rohstoffe, Mischungsverhältnisse und Brenntemperaturen besonders glatte Sichtflächen und im Bruch ein dichtes Gefüge. Selbst Zertrümmerungsversuche ließen einen merklichen Unterschied erkennen, indem die nach dem neuen Verfahren hergestellten Versuchskörper sich schwerer und splitterfreier zertrümmern ließen als die Versuchskörper nach den bekannten Verfahren, eine Erscheinung, die auf eine größere mechanische Festigkeit der Körper nach dem neuen Verfahren schließen läßt.
- Auch in wirtschaftlicher Hinsicht bietet das neue Verfahren wesentliche Vorteile. Es ist selbstverständlich, daß die weit verringerte Vorbrandtemperatur der. Zuschlagsstoffe erhebliche Ersparnisse an Brennstoffen, Brennzeit und Brennlohn ermöglicht und die Mahlkosten verringert bei größerer Schonung der Arbeitsmaschinen. Diese Vorteile steigern natürlich die Erzeugung, wodurch auch die Herstellungskosten verringert werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von besonders glatten und dichten Feuerton-, Steingut- und sonstigen feuerfesten und keramischen Erzeugnissen aus einem Bindemittel und einem zwischen der Trocken- und der Brenntemperatur vorgebrannten, gemahlenen Zuschlag aus Ton, Schamotte, Schamotteabfällen oder sonst geeignetem Gut, Erde oder Gestein gemäß Patent 510 7oo, dadurch gekennzeichnet, daß das Magerungsmittel vor dem Verformen und Brennen auf eine Vorbrandtemperatur erhitzt wird, die oberhalb der Hauptschwind-Phase, aber unterhalb des Sinterungspunktes; also etwa 35 bis 45 ° ja unter dem Schmelzpunkt liegt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Zuschlägen mit einem Kieselsäuregehalt von 85 °/o und mehr die Zuschläge je nach ihrem Kieselsäuregehalt vor dem Brande bzw. Mischen mit dem Bindemittel mit einer etwa 5- bis 2o °Ioigen wässerigen Lösung bzw. wässerigem Gemenge eines geeigneten Flußmittels oder einer Verbindung geeigneter Flußmittel getränkt werden.
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