DE58661C - Mehrkammeriger Pulsometer - Google Patents
Mehrkammeriger PulsometerInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04F—PUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
- F04F1/00—Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped
- F04F1/06—Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped the fluid medium acting on the surface of the liquid to be pumped
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S9: Pumpen.
Mehrkammeriger Pulsometer.
Diese Erfindung betrifft jene Klasse von Pumpen oder Apparaten zum Heben und
Hinaufdrücken von Wasser und anderen Flüssigkeiten, bei welchen zwei oder mehr (vorzugsweise zwei oder vier) Arbeitskammern
vorhanden sind, wobei der Dampf in diesen Kammern abwechselnd direct auf das Wasser
drückt, um es hinauszupressen, und dann condensirt wird, um in der Kammer ein Vacuum
zu bilden, vermöge dessen das Wasser durch das Saugrohr und Saugventil angesaugt wird,
so dafs es die Kammer neuerdings füllt. Pumpen dieser Klasse sind unter dem Namen
Pulsometer oder pulsirende Dampfpumpen allgemein bekannt.
Die Erfindung bezweckt Vereinfachung der Construction solcher Pumpen und Erhöhung
ihrer Wirksamkeit bei gleichzeitiger Verringerung der Herstellungskosten.
Der Erfindung gemäfs erhält der Apparat ein Dampfventil in Form zweier Halbkugeln
oder Hälften von sonstigen convexen Körpern, z. B. Ovoiden, wobei diese Ventile an ihren
convexen Flächen zusammenhängen und auf einer mittleren Rippe oder Vorsprüngen ruhen,
auf welchen sie oscilliren, so dafs die beiden ebenen oder concaven Flächen den abdichtenden
Theib der Ventile bilden. Die Saug- und Druckventile besitzen einen Rost oder ein
Gitter von gewöhnlicher Form, welches in eine konische oder mit Absätzen versehene
Hartgufsöffnung im Untertheile der Kammern ohne Packung eingepafst ist und durch einen
mittleren Bolzen oder Stift mit einem gewöhnlichen Scheibenventil aus Kautschuk oder
anderem geeigneten Material in seiner Lage gehalten wird, wobei das Ventil auf dem
Gufsstück ringsum die konische oder mit Absätzen versehene Oeffnung aufsitzt und die
Stofsfuge zwischen Rost und Oeffnung überdeckt. Ferner ist im Pulsometer in jeder
Arbeitskammer eine geneigte Scheidewand vorhanden, welche über den Untertheil der Kammer
vorspringt und die Condensation des Dampfes beschleunigt. Bei vierkammerigen
Apparaten wird eine gemeinsame Druck- und eine gemeinsame Saugkammer hergestellt,
welche durch ein konisches Rohr oder eine Düse mit einander communiciren, wobei diese
Düse aus der einen Kammer in die andere hinaufreicht und mit jedem Paar von Kammern
Kanäle verbunden sind, um den Ausflufs zu reguliren und Gegendrücke zu vermeiden.
Im Nachstehenden ist die Erfindung ausführlich und mit Bezugnahme auf beiliegende
Zeichnung beschrieben, in welchen
. Fig. ι einen der' Erfindung gemäfs eingerichteten Pulsometer theilweise im Aufrifs und theilweise im Verticalschnitt nach x-x, Fig. 4, darstellt.
. Fig. ι einen der' Erfindung gemäfs eingerichteten Pulsometer theilweise im Aufrifs und theilweise im Verticalschnitt nach x-x, Fig. 4, darstellt.
Fig. 2 ist ein Verticalschnitt nachjr-y^ Fig. 4,
und Fig. 3 ein Verticalschnitt nach \ - %, Fig. 4.
Fig. 4 zeigt den Pulsometer in Oberansicht und theilweise im Horizontalschnitt.
Fig. 5 zeigt einen vierkammerigen Apparat im Aufrifs und theilweise im Verticalschnitt
nach v-v, Fig. 6, welche theilweise eine Ober-
ansieht und theilweise ein Horizontalschnitt des vierkammerigen Pulsometers ist.
Fig. 7 ist ein Verticalschnitt eines für Auspuffdampf eingerichteten Ventilgehäuses und
Dampfeinströmungsventils.
Fig. 8 ist ein Aufrifs des Dampfeinströmungsventils H.
Die beiden Arbeitskammern A und B sind
von irgend einer ähnlichen Form und vorzugsweise von kreisrundem, gegen das obere
Ende hin abnehmenden Querschnitt. Ihre Oberenden sind auf die übliche Weise durch
die Ventilkammer C mit einander verbunden und unten sind in denselben die Wasser Druck-
und Saugventile D und E angebracht, von welchem das eine die Verbindung nach
der Einströmungskammer F und das andere die Verbindung nach der Ausströmungskammer G herstellt.
Das in der Ventilkammer C angebrachte Dampfventil H, welches die Einströmung des
Dampfes in die beiden Arbeitskammern A und B steuert, besteht aus zwei halbkugelförmigen
oder sonstigen sphäroidischen Körpern, welche so mit einander verbunden sind, dafs
sie eine doppeltconvexe Aufsenfläche besitzen, wodurch dem Dampf ein geringerer Widerstand
entgegengesetzt und ein rascherer Wechsel aus einer Ventilstellung in die andere ermöglicht
wird.
Der Aufsitzfläche des Ventils H entspricht ein Sitz rings um den Einströmungskanal / am
Oberende von jeder der beiden Arbeitskammern A und B. An der Unterfläche des
Dampfventils H, zwischen den beiden Theilen h desselben, springt eine Rippe oder springen
Lappen h1 vor, auf welcher Rippe das Ventil ruht und zwischen den die Einströmungskanäle / umgebenden Ventilsitzen schwingt.
Statt aus zwei Halbkugeln kann das Ventil H auch aus zwei halbeiförmigen Körpern zusammengesetzt
werden, welche in der beschriebenen Weise mit einander verbunden sind.
Soll die' Pumpe mit Auspuffdampf oder Dampf von sehr geringer Spannung arbeiten,
so erhält das Ventil einen verticalen Kanal h'",
welcher von der oberen Fläche des Ventils zwischen den beiden halbkugelförmigen Theilen h
herunterreicht, um sich mit einem horizontalen Querkanal h" zu verbinden, welcher vom
Hohlraum der einen Halbkugel in jenen der anderen reicht. Der Querkanal h" ist doppelt
V-förmig oder doch mit V-förmigen Ausmündungen versehen, um rasche Expansion des einströmenden Dampfes zu ermöglichen.
Durch diese Kanäle wird eine kleine Menge Auspuffdampf oder Dampf von geringer Spannung nach Absperrung der Dampfein-,
strömung durch Ventil H in die Arbeitskammer strömen gelassen. Auf die Weise
wird ein zum vollständigen Füllen der Kammer mit Wasser genügendes Vacuum erzeugt.
Jedes der Wasser-Aus- und Einströmüngsventile D und E besitzt einen Rost oder ein
Gitter K, welcher in eine konische oder mit Ansätzen versehene, vorzugsweise aus Hartgufs
hergestellte Oeffnung des Kammerbodens eingepafst ist. Der Rost pafst lose in die konische
Oeffnung und liegt an drei oder mehr Stellen in derselben auf, so dafs er unveränderliche
Lage erhält, doch dichtet er nicht ab, so dafs weder Packung noch dichtes Einpassen erforderlich
ist; das Scheibenventil steht nämlich rings um den Rand des. Rostes K vor und
ruht auf einem Sitze auf dem Hartgufsstück, so dafs es die Stofsfuge zwischen Rost und
Hartgufsstück überdeckt. Zum Befestigen des Scheibenventils D oder E dient ein mittlerer
Bolzen oder Stift d oder e, an welchem eine Sicherungsscheibe d1 oder e' sitzt. Der Bolzen d
des Einströmungsventils D greift mit einem Ende in eine Durchlochung in der Mitte des
Rostes K ein oder drückt auf die Mitte dieses Rostes, während das andere Ende eine
Mutter d" trägt, die sich gegen die Unterseite einer weiter unten beschriebenen Querwand L
stützt; durch einen Schlitz Z dieser Querwand reicht das Ende des Bolzens hindurch.
Das Ausströmungsventil E wird in ähnlicher Weise durch einen Bolzen e in seiner Lage
gehalten, welcher sich auf den Vorsprung M stützt, wobei Mutter e" in ähnlicher Weise
wirkt wie Mutter d", so dafs der Rost in seiner Lage festgehalten und das Scheibenventil
entsprechend befestigt wird.
Statt sich der beschriebenen Anordnung zu bedienen, kann man auch den Rost K und
das Scheibenventil sammt Sicherungsscheibe durch einen centralen Bolzen festhalten, welcher
von der Ventilseite her durch den Rost reicht und auf der anderen Seite desselben
durch einen Bügel K' befestigt ist, ähnlich wie das zur Befestigung von Mannlochdeckeln seschieht
und in Fig. 5 für Ventil R ersichtlich ist. :
Der Rost K kann statt in ein konisches Loch des Gufsstückes in ein cylindrisches
Loch eingesetzt sein, welches innen einen Flantsch oder Absatz k besitzt. In diesem
.Falle, so wie im vorigen, reicht die Kautschukscheibe des Ventils E über den Rand des
Rostes K hinaus, um welchen herum sie ihren Sitz hat, so dafs die Stofsfuge rings um den
Rost verdeckt ist (wie bei Ventil jR, Fig. 5).
Um in jeder Arbeitskammer A' oder B, nachdem das Wasser aus derselben bis auf
das gewöhnliche Arbeitsniveau hinausgedruckt worden, eine momentane Condensation des
Dampfes zu erzielen, ist eine geneigte, unvollständige Querwand L angebracht, welche'von
einer Seite . bis etwa in die Mitte jeder
Kammer reicht, so dafs ihr Unterrand beiläufig ins Niveau der Mitte des Ausströmungsventils zu stehen kommt. In diesem Niveau
befindet sich auch ein Kanal oder eine Einströmungsöffnung N, welcher von der Ausströmungskammer
in einen die beiden Arbeitskammern verbindenden Kanal N1 reicht:
Nachdem das Wasser in einer der beiden Arbeitskammern bis unter die geneigte unvollständige
Querwand L herabgedrückt worden, fällt die Wassermenge, welche der Dampfdruck
unterhalb der geneigten Querwand gehoben erhalten hatte, herunter und vermengt sich dabei mit dem Dampfe, wodurch ein
theilweises Vacuum entsteht, der Druck vermindert, und das Schliefsen des Ventils H veranlafst
wird. Es dringt nun ein Wasserstrahl entweder durch Kanal N1 aus einer Kammer
in die andere- oder aus der Ausströmungskammer durch Kanal N oder aus beiden, und
auf diese Weise wird die Condensation des Dampfes in dieser Arbeitskammer nahezu momentan
bewirkt.
Die Ventile O zum Eintretenlassen von Luft in die Arbeitskammern sind seitlich am
Dampfventilkasten angebracht, wobei durch die Seitenwände Einströmungskanäle ο in das
Innere der Arbeitskammern A und B führen. Die Luftkanäle p, welche nach den Ventilen O
führen, sind durch einfache Schraubenventile P verschlossen, mittelst deren man den Querschnitt
der kleinen Einströmungskanäle ρ vergröfsern oder verkleinern kann. Der Kopf
der Schraube P ist vorzugsweise gekerbt und es kann damit eine kleine Klinke oder Sperre
in Eingriff gebracht werden, welche zufälliges Verstellen des Ventils verhindert. Durch Anbringung
der Lufteinströmungsventile O in der angegebenen . Stellung vermeidet man mit
gröfserer Sicherheit das Eindringen von Wasser in dieselben,, was beim Pumpen von
schlammigem Wasser von grofsem Vortheile ist.
Da die Regulirung der Lufteinströmung durch eine einzige Stellschraube geschieht, so
wird in beide Arbeitskammern gleich viel Luft eingelassen.
Bei vierkammerigen Pulsometern besitzen die einzelnen Theile die bereits beschriebene
Einrichtung und die Kammern A B und A1 B1
sind am oberen Ende paarweise mit einander verbunden und mit den beschriebenen Dampfventilen
//versehen. Die Einströmungsventile D der vier Kammern (s. Fig. 5 und 6) verbinden die
vier ArbeitsKammern mit einer gemeinschaftlichen Einströmungskammer F, welche unterhalb der
Arbeitskammern angeordnet ist, und die Ausströmungsventile E, mit einer gemeinschaftlichen
Ausströmungskammer G. Die Einströmungskammer F ist mit der Ausströmungskammer G
durch ein Ventil R verbunden, welches sich in die Ausströmungskammer öffnet. Ueber dem
Ventile R ist ein konisches Rohr oder eine Düse S angeordnet, welches vom Boden der
Ausströmungskammer G in das Äusströmungsrohr hinaufreicht. Durch das um das konische
Rohr oder die Düse S herum mit einer gewissen Geschwindigkeit ausströmende Wasser
wird eine saugende Wirkung hervorgebracht, welche den Druck in der Mündung des konischen
Rohres und in demselben auf atmosphärischen Druck und selbst noch weiter reducirt,
so dafs das im Saugrohre mit einer gewissen Geschwindigkeit nach aufwärts strömende
Wasser das Ventil R öffnet und eine gewisse Menge Wasser direct aus dem Saugrohre in
das konische Rohr S und von dort in das Ausflufsrohr strömen kann, um mit dem
Druckwasser abzufliefsen.
Aufser den bereits beschriebenen Wasserkanälen NN1 zwischen der Ausströmungskammer G und den Arbeitskammern A und B
sind noch Wasserkanäle N" vorhanden, welche die Arbeitskammern Ä mit A α und B mit B J
verbinden und auch . mit der Ausströmungskammer communiciren. Eine Gruppe der mit
der Ausströmungskammer communicirenden Kanäle kann weggelassen und die Arbeitskammern
können paarweise benutzt werden. Die Verbindung der Arbeitskammern durch die Kanäle
N" verhindert den gleichzeitigen Ausflufs aus zwei einander gegenüberstehenden Kammern,
wodurch Gegendrücke vermieden sind und veranlafst wird, dafs immer die Kammer A
und B 1 sich füllen, während die Kammern A1
und B sich entleeren.
Der Untertheil der Arbeitskammern A und B und die Ausströmungskammer G besitzen
OefFnungen mit Deckeln T, welche das Einsetzen
und Entfernen der Einströmungsventile D und Ausströmungsventile E gestatten. Der
Dampfventilkasten ist dreieckig und auf beiden Seiten offen, so dafs das Ventil H leicht eingesetzt
und ausgehoben werden kann. Die Oeffnungen sind durch zwei dreieckige, an
den beiden Seiten mittelst Bolzen befestigte Platten H1 verschlossen, wobei in einem dieser
Deckel die Kanäle und Ventile für die Lufteinströmung angebracht sind.
Durch die beschriebenen Neuerungen wird ein regelmäfsigeres und stetigeres Durchfliefsen
des Wassers durch die Saug- und Druckrohre erzielt, so dafs der ganze Apparat stetiger und
effectvoller wirkt. Aufserdem bietet der vierkammerige Apparat auch den Vortheil, dafs
man bei ungenügendem Wasserzuflufs zwei Arbeitskammern absperren und die zwei übrigen
weiter arbeiten lassen kann.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Mehrkammeriger Pulsometer, bei welchem eine schnelle Umsteuerung des Dampfsteuerventils durch den Dampfstrom da-durch angestrebt wird, dafs dasselbe aus zwei mit ihren sphäroidischen Flächen an einander stofsenden Körpern besteht, mit oder ohne einen senkrecht durch die Verbindungsfläche der beiden Körper gehenden Dampf kanal (hm), der in Querkanäle (h"J ausläuft.Eine Ausführungsform des unter ι. gekennzeichneten Pulsometers, bei welcher:a) nur eine Stellschraube (P) zur Zuführung einer bestimmten Luftmenge gleichzeitig zu beiden Arbeitskammern vorhanden ist;b) die Sitze der Saug- und Druckventile(D und E) lose, ohne Packung oder Dichtung in einem konischen oder stufenförmigen Rost eingelegt sind und die aus elastischem Material hergestellten Ventilklappen die Fuge zwischen Rost und Sitz überdecken;c) eine Düse (S) in der Druckkammer angeordnet ist, welche Düse ein nach oben sich öffnendes, in der Scheidewand zwischen der Saug- und Druckkammer angebrachtes Ventil umschliefst;d) die Arbeitskammern mit der Druckkammer durch Kanäle (N") verbunden sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58661C true DE58661C (de) |
Family
ID=332942
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58661D Expired - Lifetime DE58661C (de) | Mehrkammeriger Pulsometer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE58661C (de) |
-
0
- DE DENDAT58661D patent/DE58661C/de not_active Expired - Lifetime
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