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DE585161C - Verfahren zur Herstellung von Carboxyl- oder Sulfonsaeuregruppen enthaltenden Urethanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carboxyl- oder Sulfonsaeuregruppen enthaltenden Urethanen

Info

Publication number
DE585161C
DE585161C DEI40706D DEI0040706D DE585161C DE 585161 C DE585161 C DE 585161C DE I40706 D DEI40706 D DE I40706D DE I0040706 D DEI0040706 D DE I0040706D DE 585161 C DE585161 C DE 585161C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
sulfonic acid
containing carboxyl
acid groups
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI40706D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Saurwein
Dr Heinrich Ulrich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI40706D priority Critical patent/DE585161C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE585161C publication Critical patent/DE585161C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/02Sulfonic acids having sulfo groups bound to acyclic carbon atoms
    • C07C309/03Sulfonic acids having sulfo groups bound to acyclic carbon atoms of an acyclic saturated carbon skeleton
    • C07C309/13Sulfonic acids having sulfo groups bound to acyclic carbon atoms of an acyclic saturated carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/14Sulfonic acids having sulfo groups bound to acyclic carbon atoms of an acyclic saturated carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton containing amino groups bound to the carbon skeleton
    • C07C309/15Sulfonic acids having sulfo groups bound to acyclic carbon atoms of an acyclic saturated carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton containing amino groups bound to the carbon skeleton the nitrogen atom of at least one of the amino groups being part of any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • C09K23/04Sulfonates or sulfuric acid ester salts derived from polyhydric alcohols or amino alcohols or derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents
    • C09K23/16Amines or polyamines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppen enthaltenden Urethanen Es wurde gefunden, daß man wertvolle Textilhilfsmittel herstellen kann, wenn man aliphatische oder cycloaliphatische Aminocarbonsäuren oder Aminosulfonsäuren, die keine Oxyalkylgruppen enthalten, oder deren Substitutionsprodukte mit Chlorkohlensäureestern von vier oder mehr Kohlenstoffatome im Molekül enthaltenden Alkoholen oder deren Derivaten umsetzt und die erhaltenen Produkte gegebenenfalls sulfoniert. Für die Umsetzung eignen sich beispielsweise Glykokoll, Alanin und Sarkosin, ferner Aminoäthansulfonsäure (Tauyin) und Aminopropansulfonsäure. Diese Säuren werden zweckmäßig in Gegenwart von alkalisch wirkenden Mitteln, z. B. Kalilauge, Natronlauge, finit den Chlotkohlensäureestern in Reaktion gebracht. Die zur Anwendung kommenden Chlorkohlensäureester können im Alkoholrest noch Substituenten, z. B. Oxy-, Nitro-, Sulfo-, Aminogruppen oder Halogenatome enthalten. Die Herstellung der Verbindungen verläuft in glatter Weise und mit guten Ausbeuten.
  • Sofern die Produkte nicht ohne weiteres in Wasser löslich sind, kann man sie durch Sulfonierung wasserlöslich machen. -Die Sulfonierung erfolgt z. B. in der Weise, daß man die Produkte mit konzentrierter Schwefelsäure, Oleum, Chlorsulfonsäure und Schwefelsäureanhydrid behandelt, wobei man in Gegenwart von indifferenten Lösungsmitteln, z. B. Tetrachlorkohlenstoff und Nitrobenzol, evtl. auch unter Anwendung von wasserbindenden Mitteln, wie organischen oder anorganischen Säureanhydriden, arbeiten. kann.
  • Man erhält -auf die beschriebene Weise Produkte, die insbesondere in der Textil-, Papier- und Lederindustrie vielseitige Verwendung finden können. Beispielsweise eignen sich die Produkte als Netz-, Dispergier-oder Reinigungsmittel, z. B. beim Waschen, Walken, Carbonisieren, Mercerisieren, Beuchen, Färben, Appretieren, sowie zum Weichmachen von Kunstseide, ferner zur Behandlung von Häuten, Leder u. dgl. Man kann die Produkte für sich allein oder auch zusammen mit anderen Stoffen verwenden, z. B. in Kombination mit Seifen, Türkischrotölen, Sulfonsäuren organischer Verbindungen, oder Salzen, -wie Perboraten und Phosphaten. Oftmals ist auch ihre Verwendung zusammen mit organischen Lösungsmitteln, wie Cyclohexanol, Tetrahydronaphthalin, Benzylalkohol, Butanol und Kohlenwasserstoff en, oder mit Leim, Gelatine oder gummiartigen Substanzen von Vorteil. Beispiel z 75 Teile Glykokoll werden bei gewöhnlicher Temperatur mit 534 Teilen TAoiger Natronlauge in Lösung gebracht, worauf man bei 2o bis 30° 216 Teile eines Gemisches der Chlorkohlensäureester des Nonyl-, Decyl- und Undecylalkoliols einfließen läßt. Die entstehenden Urethane scheiden sich als feste Körper aus und werden durch Absaugen von der Flüssigkeit getrennt. Das so erhältliche Produkt eignet sich vorzüglich als Weichmachungsmittel für Kunstseide und Leder. Beispiel e 75 Teile Glykokoll werden bei gewöhnlicher Temperatur mit 534 Teilen I5o/oiger Natronlauge in Lösung gebracht, worauf man in diese Lösung bei 2o bis 30° etwa 333 Teile Chlorkohlensäureoktodecylester einfließen läßt. Das Umsetzungsprodukt scheidet sich ab und wird abgesaugt. Es eignet sich als Weichmachungsmittel für Kunstseide. Unterwirft man es der Sulfonierung, so erhält man ein Produkt von hohem Netz-und Dispergiervermögen. Beispiel 3 75 Teile Glykokoll werden in 234 Teilen 34o/oiger Natronlauge gelöst. Bei 15 bis 2o° läßt man in diese Lösung unter Rühren 163 Teile i -3-Butylenglykolmonochlorkohlensäureester einfließen und bis zur Beendigung der Umsetzung, etwa i Stunde lang, bei 30° weiterrühren. Das Reaktionsprodukt stellt eine schwach alkalisch reagierende, wasserlösliche, viskose Flüssigkeit dar.
  • Beispiel 4 347 Teile 7 - IS-Oktodekandiolmonochlorkohlensäureester läßt man bei 30° unter Rühren langsam in eine Lösung von 162 Teilen Methyltaurin in 234 Teilen 17o%oiger Natronlauge einfließen. Man erhält eine neutrale Paste eines Urethans von etwa nachstehender Konstitution: Das Produkt ist als Waschmittel vorzüglich geeignet. .
  • Beispiel s In eine Lösung von 21o Teilen butylaminoäthansulfosaurem Natrium in 117 Teilen 34o/oiger Natronlauge und 40o Teilen Wasser läßt man langsam unter gutem Rühren bei 3o bis 40° 162 Teile des Chlorkohlensäureesters des Cyclohexanols einfließen: Zwecks vollständiger Umsetzung erwärmt man das Reaktionsgemisch kurze. Zeit auf 5o°. Man erhält ein neutrales, wasserlösliches Produkt, das insbesondere als Netzmittel für Mercerisierlaugen Verwendung finden kann. Beispiel 6 347 Teile des 7 - IS-Oktodelcandiolmonochlorkohlensäureesters werden bei 7o° unter Rühren in eine Lösung von 141 Teilen des Natriumsalzes des Äthylglykokolls und 2,34 Teilen 17o,oiger Natrolauge eingetragen. Man erhält eine neutrale Paste des Urethans von nachstehender Konstitution: Das Produkt eignet sich besonders als Weichmachungsmittel für Kunstseide.
  • Das in der beschriebenen Weise erhaltene Produkt kann weiterhin der Sulfonierung unterworfen werden. Man trocknet zu diesem Zweck die Paste und trägt das erhaltene Pulver langsam bei 2o bis 30° in die doppelte Gewichtsmenge konzentrierte Schwefelsäure ein. Das Gemisch läßt man 2 Tage lang stehen und gibt es sodann in die doppelte Menge Eiswasser. Nach einigen Stunden trennt sich das Gemisch in zwei Schichten, von denen die obere abgetrennt und mit Natronlauge neutralisiert wird. Man erhält so ein Produkt, das ein hohes Waschvermögen aufweist.
  • . Beispiel 7 Man läßt 332 Teile des Oktodecylalkoholchlorkohlensäureesters unter Rühren bei 6o° in eine Lösung von 4o Teilen Ätznatron, aoi Teilen N-Methvltaurinnatriuin und iooo Teilen Wasser langsam einfließen und erwärmt hierauf etwa 1o Minuten lang auf So'. Nach dem Erkalten erhält man eine Paste eines Urethans von folgender Zusam-
    mensetzung: C H3
    C18 H37 -O-CO-N /
    "", CH,-CH_,S03Na
    Das Produkt eignet sich vorzüglich als Waschmittel.
  • An Stelle des Oktodecylalkoholchlorkohlensäureesters können bei Anwendung gleicher Arbeitsbedingungen 401 Teile Dichloroktodecylall:oholchlorkohlensäureester Verwendung finden. Man erhält so ein Produkt von ähnlichen Eigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppen entlialtenden Urethanen, dadurch gekennzeichnet, daß man aliphatische oder cycloaliphatische Aminocarbonsäuren oderAminosulfonsäuren, die keine Oxyalkylgruppen enthalten, oder deren Substitutionsprodukte mit Chlorkohlensäureestern aus vier oder mehr Kohlenstoff atome im Molekül .enthaltenden Alkoholen oder deren Derivaten umsetzt und die erhaltenen Produkte gegebenenfalls sulfoniert.
DEI40706D 1931-02-17 1931-02-17 Verfahren zur Herstellung von Carboxyl- oder Sulfonsaeuregruppen enthaltenden Urethanen Expired DE585161C (de)

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DE585161C true DE585161C (de) 1933-10-06

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