DE571457C - Weichenstellvorrichtung - Google Patents
WeichenstellvorrichtungInfo
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- DE571457C DE571457C DE1930571457D DE571457DD DE571457C DE 571457 C DE571457 C DE 571457C DE 1930571457 D DE1930571457 D DE 1930571457D DE 571457D D DE571457D D DE 571457DD DE 571457 C DE571457 C DE 571457C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L11/00—Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)
Description
Die besonders bei Straßenbahnen verwendeten Weichenstellvorrichtungen mit einem
einfachen einspuligen Stellmagneten und mechanischer Umschaltung der Stellrichtung
werden gewöhnlich für die Fahrvorschrift: »Weichenlage richtig, Oberleitungskontakt
stromlos befahren« und »Weichenlage falsch, Oberleitungskontakt mit Strom befahren«,
verwendet, weil hierbei die Einrichtung die
to einfachste Schaltung erhält. Diese Fahrvorschrift hat aber den Nachteil, daß der. Führer
sich erst über die Lage der Weiche unterrichten muß, bevor er den vor der Weiche liegenden
Oberleitungskontakt befahren darf. Bei Dunkelheit oder bei starkem Verkehr ergibt
sich hierdurch eine große Schwierigkeit, weil der Führer sich der Weiche nur langsam
nähern kann. Infolgedessen ist die andere Fahrvorschrift, nach der die Weiche in der
Fahrrichtung geradeaus »mit Strom« und für den Abzweig »ohne Strom« befahren wird,
vorteilhafter, weil hierbei die Weiche unabhängig von ihrer jeweiligen Lage stets in
genau gleicher Weise befahren werden kann.
Diese zweite Fahrvorschrift kann bei den zweispuligen Stellmagneten ohne besondere
Hilfseinrichtungen angewendet werden, sie erfordert aber bei einspuligen Stellvorrichtungen
einen besonderen Rückstellkontakt in dem durchgehenden Gleisstrang hinter der befahrenen Weiche, um beim Befahren des
geraden Stranges jeweils die Weiche in die Grundstellung zurückzubringen. Ein solcher
Kontakt muß aber soweit hinter der Weiche angebracht werden, wie der größten in Frage
kommenden Zuglänge (Triebwagen mit mehreren Beiwagen) entspricht. Ferner darf
der folgende Zug den vor der Weiche liegenden Oberleitungskontakt nicht eher befahren,
bis der vorangehende Zug den Rückstellkon- ♦<>
takt bestrichen hat. Diese Bedingungen bedeuten aber eine .Erschwerung des Verkehrs,
besonders dann, wenn z. B. in verkehrsschwachen Zeiten nur mit Triebwagen gefahren
wird.
Durch die Erfindung wird die Anwendung der zweiten Fahrvorschrift auch für einspulige
Stellvorrichtungen ohne Schwierigkeiten dadurch ermöglicht, daß mit dem
Weichengestänge eine Schalteinrichtung gekuppelt ist, die den Erregerkreis des Stellmagneten
derart steuert, daß die Weiche nur beim Befahren nach einer bestimmten Fahrvorschrift
umgestellt werden kann. Diese Schalteinrichtung besteht zweckmäßig aus
einem Schnappschalter, der nach beendetem Weichenhub t anspricht und den Erregerkreis
der Magnetspule in der gewünschten Weise umschaltet. Zweckmäßig wird der Erregerkreis
der Spule über ein vom Oberleitungskontakt gesteuertes Relais an die Fahrdrahtspannung
gelegt, damit die Zugspule der Stelleinrichtung nur während des Befahrens der Weiche unter Spannung steht.
In der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
In der Fahrleitung n liegt das isolierte Leitungsstück
12, mit dem das. eine- Ende der
Spule eines Relais 13 verbunden ist, deren anderes Ende unmittelbar an der Fahrleitung
11 liegt. Der parallel zum isolierten Leitungsstück 12 liegende Schleifkontakt 14 ist
an die Kontakte 15 und 16 des Relais 13 angeschlossen.
Die beiden übrigen Relaiskontakte 17 und 18 sind über die Leitungen 19
und 20 mit den Kontakten 21 und 22 eines Schnappschalters 23 verbunden, der mit dem
Gestänge 24 der Weichenstellvorrichtung 25 gekuppelt ist.
Die Weichenstellvorrichtung 25 besteht aus der Zugspule 26, deren eines Ende an den
dritten Kontakt 27 des- Schalters 23 und deren anderes Ende an die Fahrschiene 28,
also an Erde, angeschlossen ist. Der Anker der Zugspule 26 ist an einen schwenkbar gelagerten
Hebel 29 angelenkt, an dessen Ende eine Stange 30 angreift. Diese ist mit ihrem anderen Ende in einen Schlitz 31 einer
Scheibe 32 geführt, die im Punkt 35 drehbar gelagert ist und an deren einen Seite die
Stange 24 der Weiche 33 angreift. An dem anderen Ende der Scheibe 32 in der Nähe
ihres Drehpunktes greift eine an der Stange 30 befestigte Zugfeder 34 an.
Nach der Fahrvorschrift soll die Weiche geradeaus mit Strom und im Abzweig ohne
Strom befahren werden. Will ein Wagen den Abzweig befahren, so muß er den Oberleitungskontakt
12, 14 ohne Strom befahren. Berührt der Stromabnehmer des Wagens das
isolierte Leitungsstück 12, so spricht das Relais 13 bei ausgeschaltetem Fahrschalter
des Wagens nicht an, da der Widerstand seiner Spule so bemessen ist, daß das Relais
auch bei eingeschaltetem Licht- und Heizstrom des Wagens nicht ansprechen kann.
In dem gezeichneten spannungslosen Zustand schließt das Relais 13 die Kontakte 16 und 18,
so daß der Kontakt 22 des an der Weiche 33 liegenden Schalters 23 über die Leitung 20
mit dem Schleifkontakt 14 verbunden ist. Liegt nun die Weiche, wie dargestellt, für
Fahrtrichtung geradeaus, so werden durch den Umschalter 23 die beiden Kontakte 22
und 27 miteinander verbunden. Ist die Weiche bereits für das gewünschte Befahren
des Abzweiges umgestellt, so werden die Kontakte 21 und 27 miteinander verbunden; da
aber der Kontakt 17 des Relais 13 geöffnet
ist, so kann in diesem Falle die Zugspule 26 nicht erregt werden.
Sobald nun der Stromabnehmer des Wagens bei der Weiterfahrt den Schleifkontakt 14 berührt,
wird folgender Stromkreis geschlossen: Fahrleitung 11, Spule des Relais 13, isoliertes
Leitungsstück 12, Schleifkontakt 14, Kontakte 16, 18, 22, 27, Zugspule 26, Gleis
28, Erde. Hierdurch wird die Spule 26 durch die Fahrleitungsspannung erregt und zieht
ihren Anker an, wodurch der Schwenkhebel 32 über die Stange 24 die Weiche 33 für das
Befahren des Abzweiges umlegt. Nach beendetem Umlegen der Weiche unterbricht der
Schnappschalter 23 die beiden Kontakte 22 und 27, wodurch die Zugspule 26 spannungslos
wird. Folgt nun wieder ein Wagen, der ebenfalls die Abzweigung befahren will, so
ist infolge der eingetretenen Unterbrechung der beiden Kontakte 22 und 27 eine nochmalige
Betätigung des Weichenstellmagneten
26 unmöglich, und die Weiche bleibt auf Abzweigung stehen.
Will jedoch ein Wagen bei auf Abzweigung stehender Weiche die Fahrtrichtung geradeaus
wählen, so muß der Führer den Oberleitungskontakt 12, 14 nach der Fahrvorschrift
mit eingeschaltetem Fahrschalter befahren. Hierdurch zieht zunächst das Relais
13 seinen Anker an und schließt die Kontakte 15 und 17. Bei der Durchfahrt durch den
Oberleitungskontakt 12, 14 ensteht dann folgender Stromverlauf:
Fahrleitung 11, Spule 13, isoliertes Leitungsstück
12, Schleifkontakt 14, Kontakte 15,
17, 21 und da die Weiche auf Abzweigung steht und infolgedessen die Kontakte 21 und
27 miteinander verbunden sind, weiter über den Kontakt 27, die Zugspule 26 "zum Gleis
28. Hierdurch wird die Zugspule 26 erregt und stellt über das Gestänge 29, 30, 32 und
24 die Weiche -auf die gewünschte Fahrtrich- ;.
tung geradeaus um.
Durch den mit dem Weichengestänge 24 gekuppelten Schalter 23 wird also stets der
richtige Stromverlauf und die richtige Weichenstellung entsprechend der erwähnten
Fahrvorschrift erzwungen, ohne daß in der Oberleitung oder hinter der Weiche noch besondere
Hilfskontakte erforderlich sind.
Durch die Erfindung wird also die Anwendung der erwähnten Fahrvorschrift auch für
einspulige Weichenstellvorrichtungen ohne Schwierigkeiten ermöglicht.
Claims (5)
1. Weichenstellvorrichtung mit einspuligem Stellmagneten, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umstellung der Weiche nach einer bestimmten, von der jeweiligen Lage der Weiche unabhängigen Fahrtregel
erfolgt.
2. Weichenstellvorrichtung nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stromkreis für den Weichenantrieb jeweils über zwei hintereinanderliegende Kontaktpaare (16, 18; 22, 27 bzw. 15, 17;
21, 27) geführt ist.
3. Weichenstellvorrichtung nach dem Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerung der Kontaktpaare (16, 18;
15, 17) durch ein Relais (13) über ein in
der Fahrleitung angeordnetes Kontaktstück (12) erfolgt, während der die Kontaktpaare
(22, 27 oder 21, 27) wahlweise verbindende Schalter (23) vom Weichenantrieb
(26) selbst gesteuert ist.
4. Weichenstellvorrichtung nach dem Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Weichenantrieb mit den Weichenzungen und dem Schalter (23) über einen Schnappschalter (32) in Verbindung
steht.
5. Weichenstellvorrichtung nach dem Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Endlagen des Schnappschalters durch die Stange (30) und eine Druckfeder (34)
festgelegt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE571457T | 1930-09-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE571457C true DE571457C (de) | 1933-02-28 |
Family
ID=6568836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930571457D Expired DE571457C (de) | 1930-09-04 | 1930-09-04 | Weichenstellvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE571457C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1015841B (de) * | 1955-06-11 | 1957-09-19 | Siemens Ag | Schaltung zum Steuern von Weichenstellmagneten |
-
1930
- 1930-09-04 DE DE1930571457D patent/DE571457C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1015841B (de) * | 1955-06-11 | 1957-09-19 | Siemens Ag | Schaltung zum Steuern von Weichenstellmagneten |
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