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DE578405C - Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten mit kapillaraktiven Eigenschafte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten mit kapillaraktiven Eigenschafte

Info

Publication number
DE578405C
DE578405C DE1930578405D DE578405DD DE578405C DE 578405 C DE578405 C DE 578405C DE 1930578405 D DE1930578405 D DE 1930578405D DE 578405D D DE578405D D DE 578405DD DE 578405 C DE578405 C DE 578405C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
mixture
acid
products
capillary
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930578405D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Georg Hummel
Dr Michael Jahrstorfer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE578405C publication Critical patent/DE578405C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • C07G99/002Compounds of unknown constitution containing sulfur

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten mit kapillaraktiven Eigenschaften Es wurde gefunden, daß man aus Montanwachs wertvolle Netz-, Reinigungs- und Dispergermittel erhalten kann, wenn man die gesättigten oder ungesättigten Oxysäuren, die in dem aus rohem, entharztem oder auf sonstige Weise vorbehandeltemMontanwachs durch Oxydation mit Sauerstoff abgebenden anorganischen Verbindungen erhältlichen Säuregemische vorhanden sind bzw. daraus hergestellt werden können, oder deren Derivate, wie Säurearnide, Anhydride oder Ester, vorzugsweise solche mit aromatischen Alkoholen, oder Umwandlungsprodukte, z.B. die durch Reduktion der Carbonsäuren daraus erhältlichen Alkohole, oder die diesen entsprechenden Amine für- sich, im Gemisch untereinander oder zusammen mit anderen Stoffen sulfoniert.
  • Die für die Herstellung der Netz-, Reifligungs-und Emulgiermittel erforderlichen Ausgangsstoffe kann man z. B. erhalten, wenn man gebleichtes Montanwachs, wie es beispielsweise gemäß dem Patent 553 03$ erhalten wird, z. B. mit Methyl- und Äthylalkohol, Glykol, Benzylalkohol, Glykolmonokresyläther u. dgl., in Ester überführt. Die Ester aus niedrigmolekularen Alkoholen bzw. auch die freien Carbonsäuren kann man durch Behandlung mit flüssigem Ammoniak, primären oder sekundären Aminen in Säureamide umwandeln. Oder man stellt durch Chlorierung der Säuren deren Chlorverbindungen her und behandelt diese, gegebenenfalls in Gegenwart von Katalysatoren, mit Alkalien unter solchen Bedingungen, daß das eingeführte Chlor ganz oder teilweise durch Hydroxylgruppen.ersetzt wird. Bei Einhaltung bestimmter Arbeitsbedingungen können infolge von Chlorwasserstoffabspaltung auch ungesättigte Verbindungen entstehen. Verwendet man an Stelle von Alkalien Ammoniak, so erhält man durch Austausch von Chlor gegen Ammoniak hochmolekulare Aminosäuren usw. Ferner kann man das Gemisch von Fettsäuren als solches oder nach Überführung in Ester der Reduktion unterwerfen, wobei man ehochmolekulare Alkohole erhält, die sowohl als. solche als auch in Form ihrer Derivate, beispielsweise ihrer Halogen- oder Nitroverbindungen usw., sulfoniert werden können. Halogenierte Alkohole kann man mit Ammoniak oder organischen Aminen umsetzen und diese Aminoalkohole.sulfonieren.
  • Die Sulfonierung der erwähnten Ausgangsstoffe geschieht beispielsweise unter Verwendung von konzentrierter Schwefelsäure, Oleum, Chlorsulfonsäure und Schwefelsäureanhydrid, sie kann erforderlichenfalls unter Anwendung von Lösungs-, oder Verdünnungsmitteln, wie Äther, Chloroform, Trichloräthylen oder Nitrobenzol und bzw. oder auch in Gegenwart von wasserabspaltenden Mitteln, z. B. Phosphorpentoxyd, Essigsäureanhydrid oder Acetylchlorid, erfolgen. In manchen Fällen ist auch die Verwendung von Katalysatoren, z. B. aktiver Kohle, vorteilhaft. Man gelangt auf diese Weise zu Sulfonierungsprodukten, die aus Schwefelsäureestern oder aus echten Sulfosäuren oder aus einem Gemisch beider bestehen. Die Eigenschaften der so erhältlichen Netz-, Reinigungs- und Dispergiermittel lassen sich durch die Verwendung verschiedenartigster Ausgangsstoffe in weiten Grenzen variieren; ebenso kann man durch Mischung der beschriebenen Körper untereinander oder mit anderen, insbesondere niedermolekularen Stoffen vor oder nach der Sulfonierung die Eigenschaften in zweckmäßiger Weise beeinflussen. Die Sulfonierungsprodukte können auch mit Vorteil zusammen mit anderen Stoffen, wie Seifen, Türkischrotölen und echten Sulfonsäuren, oder Salzen, z. B. Perboraten oder Glaubersalz, oder gelatinierenden Stoffen, wie Leim, Gelatine, Pflanzenschleim oder Gummiarabikum, verwendet werden. Häufig ist es auch günstig, die Netzmittel zusammen mit organischen Lösungsmitteln anzuwenden.
  • Die Produkte besitzen durchweg eine helle Farbe. Sie eignen sich infolge ihrer guten Eigenschaften in hervorragender Weise als Netz- und Emulgiermittel, sie können aber auch als Appretur- und Schlichtemittel sowie in Füllmassen Verwendung finden; ferner eignen sie sich als Zusatzstoffe bei der Herstellung von Bohr- und Schmierölen und Putzmitteln. Die Produkte bilden somit eine wertvolle Bereicherung der Technik auf dem Gebiete der Hilfsmittel für die Textil-, Leder-, Papier- und andere Industrien.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, die durch Oxydation von Paraffin, Montanwachs usw. erhaltenen Produkte als solche oder nach Abtrennung des nicht oxydierten Ausgangsmaterials für sich oder nach Trennung in neutrale und saure Bestandteile zu sulfonieren. Bei dem vorliegenden Verfahren werden dagegen die speziell bei der oxydierenden Behandlung von Montanwachs erhältlichen gesättigten oder ungesättigten Carbonsäuren bzw. ihre Derivate oder Umwandlungsprodukte für sich oder zusammen mit anderen Stoffen der Sulfonierung unterworfen; es liegen im vorliegenden Falle reinere und einheitlichere Ausgangsmaterialien vor als bei jenem bekannten Verfahren. Hierbei werden die Oxydationsprodukte von Paraffinen, Montanwachs usw. durch Oxydation mit Luft oder Sauerstoff gewonnen, wobei eine Spaltung der hochmolekularen Verbindungen, wie sie dem Montanwachs zugrunde liegen, in Produkte von niedrigerem Molekulargewicht herbeigeführt wird, so daß im Endprodukt ein Gemisch von Carbonsäuren, Alkoholen, Estern, Laktonen, Olefinen usw. verschiedenster Molekulargröße vorhanden ist. Bei dem vorliegenden Verfahren finden dagegen Oxydationsprodukte Verwendung, bei denen infolge der Oxydation speziell mit sauerstoffabgebenden organischen Verbindungen die ursprüngliche Molekulargröße der im Montanwachs enthaltenen Carbonsäuren erhalten geblieben ist. Beispiel i 5oo Teile eines nach dem Verfahren des Patents 553038 gebleichten Montanwachses vom Schmelzpunkt 83' werden g Stunden lang mit Chlor behandelt. Das Produkt hat während dieser Zeit etwa 16o Teile Chlor aufgenommen; es ist in der Kälte durchscheinend und zähflüssig. Dieses Chlorierungsprodukt wird mit der 4fachen Menge verdünnter Kalilauge bei 130 ' 2 Stunden lang unter Rückflußkühlung erhitzt. Nach dem Ansäuern mit Schwefelsäure scheidet sich über der wäßrigen Lösung ein Öl ab, das in Benzol aufgenommen und abgetrennt wird. Das Öl besitzt nach Abdampfen des Benzols folgende Kennzahlen: Säurezahl 126, Verseifungszahl 16o, Jodzahl 7o.
  • - 8o Teile dieses Öls trägt man langsam in ein Gemisch aus ioo Teilen Äther und 12o Teilen Chlorsulfonsäure,-das unter guter Kühlung hergestellt worden ist, ein. Man rührt das Gemisch bei normaler Temperatur so lange, bis eine Probe sich klar in Wasser löst. Darauf gießt man das Produkt in Eiswasser, destilliert den Äther ab und neutralisiert die erhaltene Lösung, gegebenenfalls nach Entfernen der überschüssigen Schwefelsäure, mit Natronlauge. Man erhält auf diese Weise ein sehr gutes Netz- und Emulgiermittel. Beispiel 2 25 Teile eines Amides, das erhältlich ist, wenn man nach dem Verfahren des Patentes 553 038 Montanwachs mit flüssigem Ammoniak bei ioo ° mehrere Stunden lang unter Druck behandelt, werden in 5o Teilen Pyridin gelöst, worauf man diese Lösung in ein Gemisch aus 75 Teilen Pyridin und 25 Teilen Chlorsulfonsäure, das bei guter Kühlung hergestellt wurde, einträgt. Man erwärmt hierauf das Gemisch mehrere Stunden lang unter Rühren auf 75 bis 8o', bis eine herausgenommene Probe in Wasser nahezu löslich ist. Hierauf gibt man das Reaktionsprodukt unter Rühren in Wasser, filtriert die Lösung von geringen Verunreinigungen ab und erhält aus dem Filtrat ein Produkt als Pyridinsalz oder nach Zusatz der berechneten Mengen Natronlauge als Natriumsalz, das ein sehr hohes Waschvermögen aufweist. Beispiel 3 2o Teile eines Wachsalkoholgemisches, das durch Reduktion von Estern aus den bei der Destillation von Rohmontanwachs erhaltenen Fettsäuren und niedrigmolekularen Alkoholen erhältlich ist, werden in ioo Teilen Äther suspendiert. Diese Suspension fügt man zu einer unter Kühlung hergestellten Mischung aus 5o Teilen Äthyläther und 25 Teilen Chlorsulfonsäure und rührt das Reaktionsgemisch mehrere Stunden lang bei 25 bis 30', bis eine Probe in Wasser löslich ist. Man filtriert und erhält durch Neutralisation mit Natronlauge das Natriumsalz des Sulfonierungsproduktes, das ein sehr gutes Netzmittel darstellt. Beispiel q. Man estert im Rührautoklaven ein entharztes Montanwachs unter Zusatz von geringen Mengen' konzentrierter Schwefelsäure mit Äthylalkohol um und unterwirft das erhaltene Gemisch, bestehend aus Wachsalkoholen und Montansäureäthylestern, der katalytischen Reduktion mit Wasserstoff unter Druck und in Gegenwart von Nickel als Katalysator, bis auch die Montansäureäthylester in die entsprechenden Alkohole umgewandelt sind.
  • io Teile des so erhaltenen Produktes trägt man unter Rühren in eine bei io ° hergestellte Mischung aus 2o Teilen Essigsäureanhydrid und 25 Teilen Schwefelsäuremonohydrat ein. Man steigert die Temperatur auf 35' und rührt das Reaktionsgemisch so lange, bis eine Probe auch beim Kochen in Wasser klar gelöst bleibt; das Sulfonierungsprodukt gibt man dann in ein Gemisch von Eis und Wasser und entfernt evtl. die vorhandene Essigsäure durch Destillation. Die saure Lösung der sulfonierten Wachsprodukte kann, gegebenenfalls nach Entfernung der überschüssigen Schwefelsäure mit Kalk, nach Neutralisation mit Alkali, Ammoniak oder organischen Basen, wie Äthanol-, Methyl-, Äthylamin u. dgl., als Imprägniermittel Verwendung finden. Beispiel 5 ioo Teile Montanalkohole, die in gleicher Weise, wie in Beispiel 3 angegeben ist, erhältlich sind, werden geschmolzen und in die Schmelze 25 Teile ThionyIchlorid eingetragen. Das Reaktionsgemisch wird hierauf in einem geschlossenen Behälter bei i2o ° mit wäßriger Ammoniaklösung 2 bis 3 Stunden lang behandelt. :Ulan erhält auf diese Weise ein Gemisch von hochmolekularen primären, sekundären und tertiären Aminen. Dieses wird in der im Beispiel 3 beschriebenen Weise sulfoniert. Das so hergestellte Gemisch von hochmolekularen Aminosulfonsäuren wird mit Natronlauge neutralisiert; es besitzt ein vorzügliches Netzvermögen. Beispiel 6 Montansäuren, die nach dem Verfahren des Patents 565 310 erhältlich sind, werden mit Benzylalkohol verestert. 5o Teile des so erhaltenen Benzylesters werden in i5o Teilen Trichloräthylen gelöst und diese Lösung nach Zusatz von 3o Teilen Chlorsulfonsäure bei io ° 2 bis 3 Stunden lang gerührt. Hierauf wird das Reaktionsgemisch langsam in Eiswasser eingetragen und nach Abdestillieren des Lösungsmittels mit Natronlauge neutralisiert. Nach dem Aussahen des Reaktionsproduktes wird die wäßrige Schicht abgezogen und das erhaltene Produkt durch Filtration oder Absaugen völlig von Wasser befreit. Das auf diese Weise hergestellte Salz der Sulfonsäure-bildet mit Wasser nahezu farblose kolloidale Lösungen, die hervorragend zum Dispergieren von in Wasser unlöslichen Flüssigkeiten geeignet sind und als Imprägnierungsmittel für die Behandlung von Textilstoffen Verwendung finden können. Beispiel 7 Montansäuren, die durch Destillation von Montanwachs erhalten worden sind, werden mit Glykohnonokresyläther verestert. Die erhaltenen Ester werden hierauf, wie es in Beispiel 6 beschrieben ist, mit Chlorsulfonsäure in Gegenwart von Trichloräthylen sulfoniert. Nach Neutralisation mit Diäthanolamin, wobei gleichzeitig das Lösungsmittel durch Erhitzen abdestilliert wird, erhält man eine klare kolloidale Lösung, welche mit Vorteil verwendet werden kann, um wasserunlösliche, feste oder flüssige Stoffe zu dispergieren oder um Textilstoffe zu imprägnieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten mit kapillaraktiven Eigenschaften, dadurch gekennzeichnet, daß man die gesättigten oder ungesättigten Oxysäuren, die in den aus dem rohen, entharzten oder auf sonstige Weise vorbehandelten Montanwachs durch Oxydation mit sauerstoffabgebenden anorganischen Verbindungen erhältlichen Säuregemischen vorhanden sind bzw. daraus hergestellt werden können, oder deren Derivate oder Umwandlungsprodukte, z. B. Säureamide, Säureanhydride oder Ester, oder die durch Reduktion der Carbonsäuren usw. erhältlichen Alkohole oder die diesen entsprechenden Amine für sich, im Gemisch untereinander oder zusammen mit anderen Stoffen sulfoniert.
DE1930578405D 1930-08-03 1930-08-03 Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten mit kapillaraktiven Eigenschafte Expired DE578405C (de)

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DE578405T 1930-08-03

Publications (1)

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DE578405C true DE578405C (de) 1933-06-13

Family

ID=6570426

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930578405D Expired DE578405C (de) 1930-08-03 1930-08-03 Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten mit kapillaraktiven Eigenschafte

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DE (1) DE578405C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE920144C (de) * 1951-11-21 1954-11-15 Dr Paul Kuemmel Verfahren zur Verhinderung des Absetzens von Pigmenten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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