DE577728C - Verfahren und Vorrichtung zum Walzen von Glastafeln - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Walzen von GlastafelnInfo
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- DE577728C DE577728C DES104624D DES0104624D DE577728C DE 577728 C DE577728 C DE 577728C DE S104624 D DES104624 D DE S104624D DE S0104624 D DES0104624 D DE S0104624D DE 577728 C DE577728 C DE 577728C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B13/00—Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
- C03B13/16—Construction of the glass rollers
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- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
- Verfahren und Vorrichtung znm Walzen von Glastafeln Gegenstand des Patents 535 014 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Auswalzen von Glastafeln, bei denen man den hohlen Walzen eine Verformung erteilt, welche entgegengesetzt ist zu der, die durch die erste Berührung mit der flüssigen Glasmasse bewirkt wird. Zur Erreichung dieses Zieles wird derjenige Innenteil der Walze besonders stark gekühlt, der dem äußeren Teil derselben entspricht, der mit der flüssigen Glasmasse zuerst in Berührung kommt. Während des Walzenstillstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Auswalzungen wird dieser Teil der Walze nach unten gekehrt. Leitet man alsdann durch das Innere der Walze eine Kühlflüssigkeit, so bewirkt diese hauptsächlich nur eine Abkühlung des gerade nach unten gekehrten Teiles der Walze, während sich in dem oberen Teil des Walzeninnern nur Gas oder Dampf ansammelt.
- Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausbildung des Verfahrens gemäß Patent 535 014. Die Erfindung besteht darin, daß der besonders stark abzukühlende Teil der Walze, der beim Ausschütten der flüssigen Glasmasse mit derselben in Berührung kommt, durch einen gegen den entsprechenden Innenteil des Walzenmantels gerichteten Kühlstrom nicht nur während des Walzenstillstandes, sondern auch während ihrer Drehung gekühlt wird. Diese örtlich begrenzte Einwirkung auf den Teil der Walze, der besonders stark gekühlt werden muß, kann gleichzeitig erfolgen mit der Kühlung der Walze durch einen in der üblichen Weise durch das Innere derselben geleiteten Kühlstrom.
- Um das Kühlmittel in der erwähnten Weise zu leiten, ist ein besonderes Zuführungsrohr in dem Drehzapfen der Walze in der Weise angeordnet, daß es sich mit der Walze dreht. Das Ausströmende dieses Zuführungsrahres ist nach derjenigen Seite des inneren Walzenmantels abgebogen, an welcher die besonders starke Abkühlung erfolgen soll.
- Es ist an sich bekannt, bei gekühlten Hohlwalzen das Kühlmittel durch die Hohlzapfen der Walze zu- und abzuleiten und das Kühlmittelzuführungsrohr zur wirksamen Kühlung der Walze unter Abbiegen aus der Richtung der Walzenachse dicht an die innere Wandung der Walze heranzuführen. Bei den bekannten Vorrichtungen läuft dieses Rohr jedoch nicht mit der Walze um.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen Fig. i einen Querschnitt durch eine Hälfte eines Doppelwalzwerks zur Herstellung von Drahtglas, Fig. 2 eine Ansicht der oberen Walze, Fig. 3 einen Längsschnitt durch die obere Walze und die zugehörige Kühleinrichtung in einem größeren Maßstabe.
- Die Anordnung gemäß Fig. i entspricht im wesentlichen der Fig. i des Patents 535 014 mit zwei Walzen A und B, welche die Walzzone C begrenzen. Vor diesen Walzen ist ein Tisch D angebracht, auf welchen die flüssige Glasmasse ausgeschüttet wird. Eine Meßvorrichtung K erlaubt die Verformung der oberen Walze zu messen.
- Die Kühlflüssigkeit wird in die obere Walze A durch die beiden Leitungen G und H eingeführt und fließt durch das Rohr J wieder ab.
- Die Flüssigkeit, welche durch das Rohr H zuströmt, dient zur allgemeinen Kühlung der Walze. Sie fließt um das Rohr E, welches in der Achse der Walze A angeordnet ist, herum und gelangt durch die Spalten L in das Innere der Walze. Von dort fließt sie durch die Spalten M und das Rohr J wieder ab.
- Die durch das Rohr G eingeleitete Kühlflüssigkeit soll eine verstärkte Kühlung einer bestimmten Zone der Walze bewirken. Zu dem Zweck ist das Rohr E angeordnet, welches durch geeignete Zwischenglieder F mit der Leitung G verbunden und derart angebracht ist, daß es mit der Walze umläuft. Es dringt etwa bis zur Mitte in das hohle Innere der Walze ein und ist an dem Ausströmende nach der Zone des Walzenmantels abgebogen, welche besonders stark gekühlt werden soll.
- Gerade der Teil des äußeren Walzenmantels, der dieser Zone entspricht, wird der $üssigen Glasmasse entgegengestellt, wenn diese auf den Tisch D ausgeschüttet wird.
- Durch Regelung der Temperatur des Kühlwassers, durch Veränderung der Pausen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Auswalzungen und der Menge des Kühlwassers, welches man durch das Rohr E zuführt, kann die Verformung der Walze,, die durch die Berührung des flüssigen Glases mit einer bestimmten Zone der Walze eintritt, ausgeglichen werden. Diese Ausgleichung wird bewirkt durch die entgegengesetzt gerichtete Verformung, welche eine Folge der stärkeren Abkühlung der Walze in der gleichen Zone ist.
- Während gemäß Patent 535 014 im wesentlichen nur die bei Stillstand des Walzwerks untere, mit Wasser gefüllte Hälfte der Walze stärker gekühlt werden kann, bietet die vorstehend beschriebene Vorrichtung den besonderen Vorteil, den Betriebsverhältnissen .entsprechend die Verformung einer bestimmten, beispielsweise mehr seitlich gelegenen Zone der Walze auch in anderer Stellung der Walze vornehmen zu können.
Claims (3)
- PATENIANSI'LZÜC11E: i. Verfahren zum Walzen von Glastafeln nach Patent 535 014, dadurch gekennzeichnet, daß der besonders stark abzukühlende Teil der Walze, der beim Ausschütten der flüssigen Glasmasse mit derselben in Berührung kommt, durch einen gegen den entsprechenden Innenteil des Walzenmantels gerichteten Kühlstrom nicht nur während des Walzenstillstandes, sondern auch während ihrer Drehung gekühlt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit der örtlich begrenzten Einwirkung eines Kühlstromes auf den Teil des Walzenmantels, der besonders stark gekühlt werden muß, gleichzeitig die Kühlung der Walze durch einen zweiten, unabhängig von dem ersten zugeführten, in der üblichen Weise durch das Innere der Walze geleiteten Kühlstrom: erfolgt.
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kühlstrom zu dem besonders, stark abzukühlenden Teil des Walzenmantels durch ein axiales Rohr (E) geleitet wird, welches mit der Walze (A) umläuft und dessen Austrittsende nach dem erwähnten Teil des Walzenmantels abgebogen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US577728XA | 1931-05-23 | 1931-05-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE577728C true DE577728C (de) | 1933-06-03 |
Family
ID=22012675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES104624D Expired DE577728C (de) | 1931-05-23 | 1932-05-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Walzen von Glastafeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE577728C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1029987B (de) * | 1951-08-11 | 1958-05-14 | Pilkington Brothers Ltd | Vorrichtung zum Richten von umlaufenden Walzen oder Rollen, insbesondere zur Herstellung von Tafelglas |
-
1932
- 1932-05-19 DE DES104624D patent/DE577728C/de not_active Expired
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE1029987B (de) * | 1951-08-11 | 1958-05-14 | Pilkington Brothers Ltd | Vorrichtung zum Richten von umlaufenden Walzen oder Rollen, insbesondere zur Herstellung von Tafelglas |
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