DE3240729C3 - Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres mit verbesserter Eindrückfestigkeit - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres mit verbesserter EindrückfestigkeitInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines Metallrohres mit einer verbesserten Eindrückfestigkeit,
insbesondere für die Erdöl- und Erdgasgewinnung. Unter dem
Ausdruck "Eindrückfestigkeit" wird im folgenden der Widerstand
eines Rohres verstanden gegen nach innen gerichtete
Formveränderungen aufgrund von außen anliegendem Druck auf das
Rohr. Ein solches Rohr umfaßt zahlreiche rohrförmige
Ausführungen, wie z. B. Leitungen, Rohre und Gestänge für
Ölquellen.
Das knapper werdende Öl- und Erdgasvorkommen führt dazu,
daß immer tiefere Ölquellen und Gasquellen angebohrt werden,
wobei die so gewonnenen Öle und Gase dazu neigen, Wasserstoffsulfid
aufzuweisen. Das für solche Bohrungen verwendete
Rohr muß demzufolge eine höhere Eindrückfestigkeit sowie
einen höheren Korrosionswiderstand aufweisen.
Im allgemeinen kann man jedoch davon ausgehen, daß der
Korrosionswiderstand und die Eindrückfestigkeit miteinander
im Widerspruch stehen. Insbesondere kann die Eindrückfestigkeit
durch eine Erhöhung der Bruchfestigkeit vergrößert
werden durch Materialverbesserung, d. h. durch geeignete
Auswahl der Bestandteile sowie durch Wärmebehandlung,
wobei jedoch die Erhöhung der Bruchfestigkeit
nichts weiter als eine Erhöhung der Zugfestigkeit ist, die
unvermeidbar von einer Abnahme des Korrosionswiderstandes
begleitet wird. Es besteht demzufolge eine praktische Grenze
der Erhöhung der Eindrückfestigkeit durch Auswahl des
Materials, woraus folgt, daß die Materialverbesserung allein
keine wirksame Maßnahme zur Verbesserung der Eindrückfestigkeit
von in Öl- oder Gasbohrungen verwendeten Rohren
bedeutet.
Um nun ein Rohr zu erhalten, das bei Ölbohrungen unter rauhen
Bedingungen einsatzfähig ist, muß die Eindrückfestigkeit
unabhängig von dem Korrosionswiderstand erhöht werden.
Zu diesem Zweck sind bereits verschiedene Methoden vorgeschlagen
worden:
(1) Durchführung eines Schrumpfungsprozesses der Rohrleitung;
(2) Auslassen des Richtens;
(3) Durchführung des Richtens im warmen Zustand;
(4) Ausführen einer Wasserkühlung nach der Vergütung.
(2) Auslassen des Richtens;
(3) Durchführung des Richtens im warmen Zustand;
(4) Ausführen einer Wasserkühlung nach der Vergütung.
Die oben aufgezählten Verfahren weisen jedoch noch einige
Nachteile und Unzulänglichkeiten auf.
So weist das Verfahren (1) noch folgenden Nachteil auf:
Der Schrumpfungsprozeß wird derart durchgeführt, daß nur
die in Umfangsrichtung wirkende Streckfestigkeit erhöht wird,
die direkt zur Erhöhung der Eindrückfestigkeit führt,
während die Zugfestigkeit unverändert bleibt. Der Nachteil
rührt von der Verwendung der besonderen Schrumpfungsanordnung
her, welche eine Vielzahl von Umfangssegmenten aufweist.
Es ist relativ schwierig, eine gleichmäßige Berührung
der Umfangssegmente über den gesamten Umfang des Stahlrohrs
zu ermöglichen, so daß die Zunahme der Streckfestigkeit
über den Umfang des Stahlrohres veränderlich ist. Es ist
mit diesem Verfahren nicht möglich, eine stabile und wirksame
Verbesserung der Eindrückfestigkeit zu erzielen.
Das unter (2) genannte Verfahren basiert darauf, daß oftmals
eine Verringerung der Eindrückfestigkeit durch eine verbleibende
Kompressionsspannung entlang der inneren Umfangswand
des Stahlrohres bewirkt wird, und zwar aufgrund des
Richtens, das als letzter Schritt bei der Rohrherstellung
durchgeführt wird. Soll dieses Richten weggelassen werden,
so müssen die vorhergehenden Schritte mit einer in der
Praxis kaum erreichbaren hohen Präzision durchgeführt werden.
Es ist in der Tat relativ schwierig, Stahlrohre gemäß
den Anforderungen der Kunden herzustellen, ohne daß diese
gerichtet werden, insbesondere, wenn der Rohrdurchmesser
klein ist.
Das unter (3) genannte Verfahren dient dazu, das Auftreten
der obengenannten restlichen Spannung mittels Durchführung
des Richtens bei höheren Temperaturen zu vermeiden. Das
Verfahren weist zwar keine grundsätzlichen Probleme auf,
wie bei dem unter (2) genannten Verfahren, jedoch ist die
Beseitigung der Eigenspannung keine positive Maßnahme und
aus sich heraus unzulänglich.
Das unter (4) beschriebene Verfahren ist in der offengelegten
japanischen Patentanmeldung Nr. 33 424/1981 beschrieben.
Es beruht auf der technischen Annahme, daß die
Eindrückfestigkeit dadurch erhöht werden kann, daß der
inneren Umfangsfläche eine verbleibende Zugspannung erteilt
wird, deren Größe größer als 20 kg/mm² ist, jedoch
geringer als die Streckspannung ist, wobei diese verbleibende
Zugspannung durch Abkühlung mittels Wasser nach
dem Härten erfolgt. Mit diesem bekannten Verfahren geht
jedoch das Verhältnis zwischen den Bedingungen der Wasserkühlung
und der Größe der Spannung nicht hervor. Dieses
Verfahren kann also nicht als anerkannte Methode betrachtet
werden zur kontinuierlichen Verbesserung der Eindrückfestigkeit
eines Stahlrohres. Es sei auch betont, daß der Gedanke
bezüglich des Verhältnisses zwischen der Eindrückfestigkeit
und der eigenen Zugspannung unzutreffend ist, wie aus
der folgenden Zusammenfassung hervorgeht. Diese technische
Idee geht nämlich von der Annahme aus, daß das Eindrücken
eines Rohres bei Anwendung einer äußeren Kraft an der Innenseite
des Rohres beginnt. Eine derartige Annahme trifft jedoch
nicht immer den tatsächlichen Fall, denn sofern eine
Eigenspannung in Umfangsrichtung des Stahlrohres vorher
erzeugt worden ist, so beginnt das Eindrücken nicht immer
an der Innenfläche des Rohres, sondern manchmal an der
Außenfläche des Rohres, wenn die in Umfangsrichtung wirkende
Spannung der inneren Wandfläche des Rohres eine bestimmte
Größe übersteigt. Die obengenannte Annahme trifft
jedoch auf so einen Fall keineswegs zu, so daß die ihr
zugrundeliegende technische Idee als leere Theorie anzusehen
ist und zu keinen reproduzierbaren Effekten führt.
Alle bisher vorgeschlagenen Verfahren zur Verbesserung der
Eindrückfestigkeit ohne Berücksichtigung des Korrosionswiderstandes
sind also unvollständig und unbefriedigend.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Metallrohr
zu schaffen mit verbesserter Eindrückfestigkeit,
das die obengenannten Nachteile vermeidet, wobei die Eindrückfestigkeit
ohne Verschlechterung des Korrosionswiderstandes
erzielt wird, das sich zum Einsatz unter rauhen
Bedingungen einschließlich der Gegenwart von Wasserstoffsulfid
eignet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Verfahren
nach den Ansprüchen 1 und 3 gelöst. Im Anspruch 2 und in
den Ansprüchen 4-11 sind vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung gekennzeichnet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert, in der vorteilhafte Ausführungsformen dargestellt sind.
Es zeigt
Fig. 1 in grafischer Darstellung das Verhältnis zwischen
der Spannung in der Innenwandfläche
eines Metallrohres und der Eindrückfestigkeit;
Fig. 2A und 2B schematisch das herkömmliche Richten und die
durch dieses Richten im Rohr entstehende
Spannungsverteilung;
Fig. 3 eine schematische Darstellungeines Kühlsystems
für ein Ausführungsbeispiel gemäß der
Erfindung;
Fig. 4 ein Beispiel, bei dem die Flußrate des Kühlwassers
gemäß einem Ausführungsbeispiel innerhalb
eines gegebenen Bereiches bestimmt ist;
Fig. 5 eine grafische Darstellung des Verhältnisses
zwischen der Temperatur, bei der die Kühlung
einsetzt und der Veränderung der Streckgrenze
des erhaltenen Stahlrohres;
Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung zum
Richten des Rohres und gleichzeitigen Erzeugens
der verbleibenden Zugspannung in der
inneren Wandfläche des Rohres;
Fig. 7 die Spannungsverteilung im Querschnitt des
Rohres bei Behandlung mit der in Fig. 6
gezeigten Vorrichtung;
Fig. 8 und 9 bevorzugte Beispiele von Ringen, die in der
Vorrichtung nach Fig. 6 verwendet werden;
Fig. 10 eine schematische Darstellung der in Fig. 6
gezeigten Vorrichtung;
Fig. 11 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung
zur Komprimierung eines Rohres durch
Anlegen von symmetrischen Drücken an zwei
Stellen an der Oberseite und an zwei Stellen
an der Unterseite des Rohres;
Fig. 12 ein Diagramm der Momente am Rohr unter der
Bedingung R=π/6;
Fig. 13 das Verhältnis zwischen dem Winkel R von
Fig. 11 und dem Winkel β des der Kompressionsspannung
ausgesetzten Bereiches;
Fig. 14 einen Schnitt durch einen U-förmigen Block
zum Anlegen symmetrischer Drücke an zwei
Stellen an der Oberseite und an zwei Stellen
an der Unterseite des Rohres gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 15 die Verteilung der Zugspannung in Richtung
der Wandstärke eines im Ausführungsbeispiel 1
verwendeten Stahlrohres;
Fig. 16 das Verhältnis zwischen der Kühlwassermenge
und der Größe der Zugspannung in der Innenwandfläche
des Stahlrohres;
Fig. 17 den Zusammenhang zwischen der Zugspannung
und der Eindrückfestigkeit;
Fig. 18, 19 und 20 das Ergebnis des Ausführungsbeispiels 2, wobei
bei Fig. 18 das Verhältnis der Temperatur,
an der die Kühlung einsetzt, und der Zugspannung
σR in der Innenwandfläche des
Stahlrohres zeigt, Fig. 19 das Verhältnis
zwischen der Flußrate an Kühlwasser und
der Größe der Zugspannung σR und Fig. 20
die Eindrückfestigkeit eines Stahlrohres
zeigt, das erfindungsgemäß behandelt worden
ist im Vergleich mit einem Stahlrohr, das
keiner Kühlung nach dem Abschrecken und Härten
unterworfen worden ist;
Fig. 21, 22 und 23 das Ergebnis des Ausführungsbeispiels 3
gemäß der Erfindung, wobei Fig. 21 eine
grafische Darstellung ist, die die Größe der
Zugspanung σR in der inneren Wandfläche
des erfindungsgemäß behandelten Stahlrohres
zeigt mit verschiedenen Werten von Innendurchmessern
DR der Ringe und Verformungen,
Fig. 22 eine grafische Darstellung ist, die
das Verhältnis zwischen der Verformungsgröße
und der auf das Rohr wirkenden Kraft P₁ ist,
und Fig. 23 eine grafische Darstellung ist,
die das Verhältnis zwischen der Verformungsgröße
und der Größe der Zugspannung σR
mittels einer herkömmlichen Methode darstellt,
und
Fig. 24 eine grafische Darstellung, die das Verhältnis
zwischen dem Druck der Einheitslänge
p/l und der Zugspannung in der
inneren Wandfläche des gemäß dem Ausführungsbeispiel
4 der Erfindung erhaltenen
Stahlrohres darstellt.
Unter klarer Erkenntnis des engen Zusammenhangs zwischen
der Eindrückfestigkeit in einem Metallrohr und
der in Umfangsrichtung wirkenden Zugspannung in ihr
haben die Erfinder eine genaue Beziehung zwischen der Eindrückfestigkeit
und dieser Zugspannung gefunden, wie es
in Fig. 1 dargestellt ist.
In Fig. 1 ist auf der Abszisse das Verhältnis σR/σY
zwischen der in Umfangsrichtung wirkenden Spannung σR
in der Innenwandfläche des Rohres und der Streckspannung σY
des Rohrmaterials angetragen, während an der Ordinate das
Verhältnis Pcr/Pcro zwischen dem Eindrückdruck Pcr des
Rohres und dem Druck Pcro zum Eindrücken eines Rohres ohne
Spannung an der Innenwand angetragen ist. Wie man
sieht, wird eine erhöhte Eindrückfestigkeit erhalten, wenn
die Spannung σR in der Innenwand eine Zugspannung ist,
d. h., wenn die Bedingung σR<0 erfüllt ist, während der
Prozentsatz bezüglich der Streckspannung σY zwischen mehr als 0 und
10% beträgt und vorzugsweise zwischen 4 und 10%. Den
größten Widerstand gegen Eindrücken erhält man, wenn die Umfangsspannung
σR ungefähr gleich 0,07 σY ist. In Fig. 1
sind sowohl an der Ordinate als auch an der Abszisse
numerische dimensionslose Werte angetragen. Die Beziehungen
sind also weder von der Streckspannung des Rohres noch
durch das Material gegeben, sondern sind rein dynamisch
erhalten, so daß die Beziehung ganz allgemein für gewöhnliche
metallische Materialien gültig ist. Der Bereich
der Spannung, wie er in dem durch die obengenannte
japanische Offenlegungsschrift 33 424/1981 beschriebenen
Stand der Technik bekannt ist, ist in Fig. 1 als Beispiel
dargestellt. Wie man sieht, ist dabei die Eindrückfestigkeit
nicht größer, sondern kleiner.
Bei der Herstellung von herkömmlichen Stahlrohren für Ölquellen,
wie es in Fig. 2A dargestellt ist, erfolgt das sogenannte
Richten zum Nivellieren und Formen des Stahlrohres 1,
indem dieses eine Vielzahl von Walzen durchläuft, die versetzt
zueinander an den oberen und unteren Seiten angeordnet
sind, wobei jede Walze in ihrem mittleren Bereich
konkav ausgestaltet ist. Die Spannungsverteilung im Querschnitt
des Stahlrohres ähnelt derjenigen, die auftritt,
wenn das Stahlrohr 1 einem an einer Stelle konzentrierten
Druck ausgesetzt ist, wie es in Fig. 2B dargestellt ist.
Weist das Stahlrohr eine sehr dünne Wand auf, so treten
die folgenden Biegemomente am Punkt A in Fig. 2B und am
Punkt B auf, der vom Punkt A 90° entfernt ist
- (1) Biegemoment am Punkt A (MA): wobei D den Außendurchmesser des Rohres bedeutet.
- (2) Biegemoment am Punkt B (MB):
Daraus folgt die folgende Beziehung zwischen den Spannungen
σA und σB an den Stellen A und B:
Der absolute Wert der Zugspannung am Punkt A ist also
immer größer als derjenige der Kompressionsspannung am
Punkt B. Bei dem herkömmlichen Richten gemäß Fig. 2A wird
also eine bleibende Druckspannung unvermeidbar in der Innenfläche
des Rohres erzeugt, so daß die Eindrückfestigkeit
herabgesetzt wird.
Das Richten ist jedoch unabdingbar zum Nivellieren und
Korrigieren der äußeren Gestalt eines durch herkömmliche
Herstellungsverfahren erzeugten Metallrohres.
Aufgrund von umfangreichen Versuchen wurde gefunden, daß
das Erzeugen der verbleibenden Zugspannung zur Erzielung
eines Verhältnisses von σR/σY im Bereich zwischen mehr als 0 und
10% auf zwei Wegen erhalten werden kann, nämlich durch
eine Wärmebehandlung und durch eine mechanische
Behandlung.
Erzeugung der Zugspannung durch Wärmebehandlung:
Zur Erzielung einer in Umfangsrichtung wirkenden Zugspannung
in der Innenwand eines Stahlrohres kann das in
Fig. 3 gezeigte Kühlsystem verwendet werden. Dieses weist
Düsen 3 auf, welche das Stahlrohr 1 umgeben, wobei letzteres
in axialer Richtung fortbewegt wird; mit 4 ist ein Thermometer
zur Ermittlung der Temperatur des Stahlrohres 1 bezeichnet
und mit 5 ein Geschwindigkeitsmesser zur Messung
der Vorschubgeschwindigkeit des Stahlrohres, während mit 6
eine Recheneinheit bezeichnet ist zur Ermittlung der Fließrate
an Kühlwasser W als Funktion einer vorgegebenen Formel
mit bestimmten Faktoren, wie z. B. die Größe des Stahlrohres
sowie die physikalischen Eigenschaften des Stahlrohres wie
z. B. (γ, E). Mit 7 sind Solenoidventile bezeichnet, deren
Öffnung durch die Recheneinheit 6 bestimmt wird. Die folgenden
Werte wurden experimentell nachgeprüft.
Die Größe der im Stahlrohr durch Wasserkühlung erzeugten,
in Umfangsrichtung wirkenden Zugspannung hängt eng mit
der Festigkeit des Stahlrohres, d. h. mit der Streckspannung
σY (kg/mm²), zusammen sowie mit den Abmessungen des
Querschnitts und dem Außendurchmesser D (mm) der Wandstärke
t (mm) und der Zufuhrmenge an Kühlwasser W (t/min).
Es sei angenommen, daß das erwärmte Stahlrohr 1 sich in
axialer Richtung mit einer Geschwindigkeit V (mm/min) bewegt
und daß das Kühlwasser gleichmäßig über den gesamten
Umfang des sich vorwärtsbewegenden Stahlrohres 1 von einer
Ringdüse 3 zugeführt wird, welche das Stahlrohr 1 umgibt,
so daß es gleichmäßig abgekühlt wird. In diesem Fall kann
die Größe σR der Zugspannung an der inneren Wandfläche
des Stahlrohres nach dem Abkühlen durch die folgende Formel
(1) im Zusammenhang mit den obengenannten Bedingungen ausgedrückt
werden:
mit
T: Temperatur, an der die Kühlung einsetzt (°C),
E: Elastizitätsmodul des Stahlrohres (kg/mm²),
γ: thermischer Expansionskoeffizient des Rohrmaterials (1/°C).
T: Temperatur, an der die Kühlung einsetzt (°C),
E: Elastizitätsmodul des Stahlrohres (kg/mm²),
γ: thermischer Expansionskoeffizient des Rohrmaterials (1/°C).
Das durch die Formel (1) ausgedrückte Verhältnis erhält
man, wenn die Temperatur T, zu der die Kühlung des
Stahlrohres einsetzt, größer ist als (σY/E · γ)+172)°C.
Ist die Temperatur T kleiner als die oben angegebene
Temperatur, so erhält man keine Spannung in Zugrichtung
in der Innenfläche während der Kühlbehandlung.
Andererseits wird die Eindrückfestigkeit des Stahlrohres erhöht,
wenn die in Umfangsrichtung wirkende Spannung
σR in der Innenfläche des Rohres der folgenden Bedingung
genügt: 0<σR<0,15σR, wobei sie ihren Maximalwert
erhält, wenn die Spannungsgröße σR ungefähr gleich
0,07σY ist. Zur Erzielung einer reproduzierbaren Verbesserung
der Eindrückfestigkeit wird die Zufuhrmenge an
Kühlwasser vorzugsweise derart gesteuert, daß sie die
folgende Bedingung erfüllt: 0,04σY<σR<0,1σY.
Durch Ausbilden der Spannung innerhalb dieses
Bereiches ist es möglich, eine Vergrößerung der Eindrückfestigkeit
um mehr 4% zu erzielen. Die Zufuhrrate an
Kühlwasser zur Erzielung einer verbleibenden Zugspannung
innerhalb des Bereiches von 0,04σY<σR<0,10σY wird
gemäß der folgenden Formel (2) berechnet:
Das Verhältnis zwischen der Menge an Kühlwasser und
der Temperatur wurde für zwei Fälle berechnet: Für
einen Fall A mit einer Rohrgeschwindigkeit V von 550 mm/min
und einer Streckfestigkeit von 77 kg/mm² und für den Fall
B, in dem die Geschwindigkeit V 550 mm/min und σY=56 kg/mm²
betrugen unter Verwendung der obengenannten Formel (2).
Die berechneten Werte sind in Fig. 4 dargestellt.
Zum Erwärmen des Metallrohres kann der vorhergehende
Verarbeitungsschritt ausgenutzt werden. So kann
das Kühlen z. B. bei einer Temperatur einsetzen, die der
Vergütung bei der Herstellung von Rohren für Ölquellen
entspricht oder der Tempertur nach dem Richten bei
höheren Temperaturen entspricht.
Fig. 5 zeigt die Beziehung zwischen der Temperatur T,
zu der die Kühlung einsetzt, und der Streckfestigkeit
des erhaltenen Stahlrohres. Wie man sieht, ist die Streckspannung
σY und damit die Eindrückfestigkeit in unerwünschter
Art herabgesetzt, wenn die Temperatur T die Vergütungstemperatur
überschreitet.
Nach der Erfindung beträgt demzufolge die Temperatur T, bei der
die Kühlung einsetzt, nicht weniger als (σY/E · γ+172)°C
und nicht mehr als die Vergütungstemperatur beim Tempern.
Erzeugen von Eigenspannung durch mechanische Behandlung:
Wie oben ausgeführt, ähnelt die Spannungsverteilung während
des herkömmlichen Richtens derjenigen, die durch Druckzufuhr
an zwei Stellen erfolgt, d. h. an einer oberen und
einer unteren Stelle, so daß ein verbleibender Kompressionsdruck
in der inneren Wandfläche des Rohres entsteht,
welches die Eindrückfestigkeit erheblich herabsetzt.
Ausgehend davon wurden Versuche durchgeführt zur Ermittlung
einer geeigneten Methode, um der inneren Umfangswand
des Rohres eine bleibende Zugspannung zu erteilen
durch Anlegen einer gleichmäßig über den Umfang des Rohres
verteilten Druckbelastung oder durch Aufbringen eines
Druckes an zwei oberen Stellen und an zwei unteren Stellen
gleichzeitig.
(1) Anlegen von verteiltem Druck:
Es wurde eine verteilte Druckbelastung von oben und von unten an den Außenumfang des Rohres durch die in Fig. 6 gezeigte Vorrichtung durchgeführt. Die in Fig. 6 gezeigte Vorrichtung weist zwei Sätze von Ringen auf, deren jeder aus drei Ringen 8 besteht mit einem Innendurchmesser DR, der ein wenig größer als der Außendurchmesser D des Rohres 1 ist, wobei die drei Ringe 8 nebeneinander angeordnet sind. Jeder Ring 8 ist drehbar mittels dreier Haltewalzen 9 gehalten, die gleichförmig derart angetrieben sind, daß sich alle Ringe 8 in der gleichen Richtung drehen. Eine Walze 9 ist in senkrechter Richtung verschiebbar angeordnet und kann nach oben und unten durch eine nicht dargestellte Anordnung bewegt werden. Die benachbarten Walzen derselben Gruppe werden in entgegengesetzter senkrechter Richtung bewegt werden, so daß ein Kompressionsdruck in senkrechter Richtung nach oben und nach unten auf das Rohr 1 ausgeübt werden kann, das innerhalb der Ringe angeordnet ist, während die Vorrichtung gleichzeitig als Richtvorrichtung dient zur Korrektur der Gestalt des Rohres 1.
Es wurde eine verteilte Druckbelastung von oben und von unten an den Außenumfang des Rohres durch die in Fig. 6 gezeigte Vorrichtung durchgeführt. Die in Fig. 6 gezeigte Vorrichtung weist zwei Sätze von Ringen auf, deren jeder aus drei Ringen 8 besteht mit einem Innendurchmesser DR, der ein wenig größer als der Außendurchmesser D des Rohres 1 ist, wobei die drei Ringe 8 nebeneinander angeordnet sind. Jeder Ring 8 ist drehbar mittels dreier Haltewalzen 9 gehalten, die gleichförmig derart angetrieben sind, daß sich alle Ringe 8 in der gleichen Richtung drehen. Eine Walze 9 ist in senkrechter Richtung verschiebbar angeordnet und kann nach oben und unten durch eine nicht dargestellte Anordnung bewegt werden. Die benachbarten Walzen derselben Gruppe werden in entgegengesetzter senkrechter Richtung bewegt werden, so daß ein Kompressionsdruck in senkrechter Richtung nach oben und nach unten auf das Rohr 1 ausgeübt werden kann, das innerhalb der Ringe angeordnet ist, während die Vorrichtung gleichzeitig als Richtvorrichtung dient zur Korrektur der Gestalt des Rohres 1.
Fig. 7 zeigt die Spannungsverteilung im Querschnitt des
Rohres 1, das mit dem Kompressionsdruck durch die in
Fig. 6 gezeigte Vorrichtung beaufschlagt wird. Wie
Fig. 7 zeigt, wird das Rohr 1 mit einem verteilten
Druck P₁ durch die nach unten verschobenen Ringe 8 und
die nach oben verschoebenen Ringe 8′ beaufschlagt.
Die Spannung σA am Punkt A in der Innenwand des Rohres
wird innerhalb der Elastizitätsgrenze durch die
folgende Beziehung ausgedrückt:
mit
E: Elastizitätsmodul,
t: Wanddicke des Rohres,
DR: Innendurchmesser der Ringe.
E: Elastizitätsmodul,
t: Wanddicke des Rohres,
DR: Innendurchmesser der Ringe.
Die am Punkt A auftretende Spannung hängt also allein
vom Querschnitt der Ringe und des Rohres ab und ist
unabhängig von der Größe des verteilten Druckes P₁.
Andererseits kann die Spannung σB am Punkt B, der vom
Punkt A um 90° entfernt ist, durch die folgende
Formel angenähert werden:
mit
P₁: Druck je Längeneinheit.
P₁: Druck je Längeneinheit.
Die Spannung σB ändert sich also mit der Größe des verteilten
Druckes P₁. Es ist also möglich, eine Spannung σB
zu erhalten, deren absoluter Wert größer ist als derjenige
der Spannung σA durch geeignete Auswahl des
Innendurchmessers PR der Ringe und des Druckes P₁. Der
verteilte Druck P₁, der der Bedingung | σB | | σA |
genügt, ist durch die folgende Formel (3) bestimmt:
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß durch Anwendung
der mechanischen Behandlungsart, wie sie in Fig. 6 dargestellt
ist, die Größe der Zugspannung in der inneren
Umfangsfläche des Rohres nach dem Richten beliebig
eingestellt werden kann, d. h., daß die Zugspannung zum
Verschwinden gebracht werden kann oder daß die bleibende
Spannung in Zugrichtung erzeugt werden kann. Es ist demzufolge
möglich, nicht nur eine unerwünschte Abnahme der
Eindrückfestigkeit zu vermeiden, sondern eine erhebliche
Erhöhung der Eindrückfestigkeit zu erzielen.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens unter
Einsatz der in Fig. 6 dargestellten Vorrichtung werden
die Lagerstellen, an denen die Ringe 8 gelagert sind, durch
die Walzen 9 in vertikaler Richtung abwechselnd zueinander
versetzt, zur Erzielung einer Verschiebung X zwischen
dem Mittelpunkt O' der Ringe 8 in Fig. 7 und dem
Mittelpunkt O des Rohrs 1, das durch die Ringe 8 verläuft.
Die Verschiebung X wird im folgenden als Verformung bezeichnet.
Das Einstellen der Verformung X bedeutet das
Einstellen der Größe des verteilten Druckes P₁ auf das
Rohr. Die Verformung wird optimal gewählt zum Aufbringen
des erforderlichen Druckes für die Formgebung
unter Berücksichtigung der Tatsache, daß, je größer die
Verformung ist, desto größer auch der aufgebrachte Druck.
Nach Einstellen der Verformung werden alle Ringe 8 angetrieben,
während das zu behandelnde Rohr 1 die Ringe 8
mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit von einer Seite zur
anderen Seite durchläuft. Der Vorschub des Rohres kann
durch einen bekannten Antrieb erfolgen, wie z. B. einen
Schieber.
Beim Durchlaufen der Gruppen von Ringen wird das Rohr
gedreht, so daß es über seinen gesamten äußeren Umfang
durch die Ringe 8, die ihn berühren, mit einem Druck
beaufschlagt wird, wobei das Rohr 1 aufgrund der Biege-
und Kompressionsbeaufschlagung geeignet gestaltet wird.
Wie aus der vorhergehenden Beschreibung klar geworden ist,
ändert sich die Größe der im Rohr erzeugten
Spannung nach dem Richten als Funktion des Innendurchmessers
DR der Ringe und der Stärke des verteilten Druckes
während der Behandlung, d. h. der Verformung X. Das heißt,
daß die Spannung dahin tendiert, ihre Richtung von
der Kompressionsspannung zur Zugspannung zu ändern, sofern
der Innendurchmesser DR der Ringe verringert wird
und sofern die Verformung X vergrößert wird. Daraus folgt,
daß durch geeignete Auswahl der Innendurchmesser DR und
der Verformung X es möglich ist, die Spannung derart
zu steuern, daß sie in einen bestimmten Bereich fällt
(den Erfindungsbereich in Fig. 1) und so optimal ist,
um eine ausreichende Eindrückfestigkeit zu gewährleisten
unter Beibehaltung der erforderlichen Richt- oder
Korrekturschritte.
Vorzugsweise sind die Ecken 10 eines jeden Ringes 8,
welche die Außenfläche des Rohres 1 berühren, bei
diesem Behandlungsschritt abgerundet, wie es Fig. 8
zeigt, um keine Beschädigung der Außenfläche des Rohres
zuzulassen. Demzufolge soll der Krümmungsradius R
der abgerundeten Ränder wenigstens 5 mm betragen. Weist
nämlich der Rand eine im wesentlichen rechtwinklige
scharfe Kante auf, so würde an der Berührungsstelle ein
unendlich großer Druck ausgeübt werden. Ist hingegen der
Rand abgerundet, so ist der auf dieselbe Stelle ausgeübte
Druck gleich Null, wobei der Krümmungsradius der
Abrundung klein sein kann. Eine bestimmte Größe des
Krümmungsradius R sollte jedoch eingehalten werden, zur
Vermeidung einer Beschädigung der äußeren Wandfläche des
Rohres. Aus den durchgeführten Versuchen, deren Ergebnisse
in Tabelle 1 zusammengefaßt sind, läßt sich
entnehmen, daß der Krümmungsradius R wenigstens 5 mm
betragen sollte, um einen ausreichenden Schutz der Rohroberfläche
gegen Beschädigung zu erhalten.
Der in Fig. 6 dargestellte Ring ist von der einfachsten
Gestalt und besteht nur aus einem ringförmigen Körper.
Dieser Ring muß jedoch nicht so ausgestaltet sein, sondern
kann auch aus einer Ringanordnung bestehen, die, wie in
Fig. 9 dargestellt ist, aus einer Vielzahl von schmalen
Walzen 8b besteht, die drehbar an der Innenfläche eines
ringförmigen Teils 8a derart angeordnet sind, daß die
Walzen 8b in rollender Berührung mit der äußeren Fläche
des Rohres sind.
Es sei betont, daß die Verwendung einer eigenen, bekannten
Vorschubeinrichtung für das Rohr nicht wesentlich ist.
So können z. B. die Ringe 8 derart angeordnet sein, daß
ihre Achsen in beiden Richtungen bezüglich der Vorschubrichtung
des Rohres geneigt sind, wie es in Fig. 10
gezeigt ist, so daß die Ringe 8 eine axiale Vorschubkraft
auf das Rohr ausüben und letzteres in axialer
Richtung vorschieben, wie es auch bei den bekannten
konkaven Walzen der Fall ist, die in Fig. 2A dargestellt
sind. In diesem Fall ist es jedoch erforderlich, die Innenflächen
der Ringe an die Außenfläche des Rohres anzupassen.
Druckbeaufschlagung an zwei oberen und zwei unteren
Stellen:
Die Spannungsverteilung wurde untersucht, während einer Kompression des Rohres 1 durch parallele Drücke, die gleichzeitig an vier Punkten entlang des Umfanges seines Querschnittes aufgebracht wurden. Zwei obere Beaufschlagungspunkte und zwei untere Druckbeaufschlagungspunkte sind symmetrisch bezüglich der senkrechten Linie angeordnet, welche durch die Achse des Rohres verläuft, und zwar unter einem gleichen Winkel R von der senkrechten Linie.
Die Spannungsverteilung wurde untersucht, während einer Kompression des Rohres 1 durch parallele Drücke, die gleichzeitig an vier Punkten entlang des Umfanges seines Querschnittes aufgebracht wurden. Zwei obere Beaufschlagungspunkte und zwei untere Druckbeaufschlagungspunkte sind symmetrisch bezüglich der senkrechten Linie angeordnet, welche durch die Achse des Rohres verläuft, und zwar unter einem gleichen Winkel R von der senkrechten Linie.
Das Moment M₁ im Winkelbereich von α, der zwischen 0
und R von der senkrechten Linie y-y′ entfernt ist, ist
durch die folgende Formel (4) gegeben:
In ähnlicher Weise ist das Moment M₂ im Winkelbereich
zwischen R und π/2 durch die folgende Formel (5) gegeben:
Die erhaltene Momentverteilung bei einem Winkel R von
π/6 ist in Fig. 12 dargestellt. In diesem Fall ist
das am Punkt A auftretende Moment negativ, so daß eine
Zugspannung in der Innenfläche des Rohres auftritt,
während das Moment am Punkt B positiv ist, so daß eine
Kompressionsspannung an der Innenfläche des Rohres entsteht.
Sofern die um den Punkt B herum entstehende Kompressionsspannung
einen absoluten Wert aufweist, der größer ist als
derjenige der um den Punkt A herum entstehenden Zugspannung,
d. h., wenn die folgende Beziehung (6) erfüllt
ist, kann eine bleibende Zugspannung in der inneren Wandfläche
des Rohres erzeugt werden, indem letzteres
verdreht wird, so daß ihr die Kompression wiederholt
zugeführt wird, so daß das gesamt Rohr mit der
Kompression beaufschlagt wird;
M₂ - (-M₁) < 0 (6).
Die Druckverteilung in Fig. 12 genügt dieser Bedingung.
Wie man sieht, ist eine Kompressionsspannung mit einem
absoluten Wert größer als derjenige der Spannung am
Punkt A innerhalb des Winkelbereiches β möglich.
Daraus läßt sich die folgende Bedingung ableiten:
die sich zur folgenden Formel (7) umformen läßt:
Andererseits gilt auch die folgende Beziehung (8):
Aus den Formeln (7) und (8) ergibt sich der Bereich
für den Winkel β, wie er in Fig. 13 dargestellt ist.
Der Winkelbereich β kann einen Wert von <0 annehmen,
wenn der Winkel R einen Wert <20° annimmt. Nimmt
andererseits der Winkel R einen Wert von <45° an,
so ist es schwierig, das Rohr 1 mit parallelem Druck
zu beaufschlagen. Aus diesem Grund wird vorzugsweise ein
Wert des Winkels R zwischen 20° und 45° gewählt.
Erfindungsgemäß wird folgendes vorgeschlagen:
Herstellung eines oberen U-förmigen Blocks 11 und eines
unteren U-förmigen Blockes 11′, die paarweise derart angeordnet
sind, daß jeder U-förmige Block das Rohr 1
an
Stellen berühren kann, die durch einen Winkel 2R
(20°<R<45°) von der Mittenachse voneinander getrennt
sind und deren Länge größer ist als diejenige des Rohres
1; Zuammendrücken des Rohres 1 in senkrechter
Richtung durch die oberen und unteren Blöcke und Wiederholung
der Druckbeaufschlagung unter Wechsel der Druckpunkte
durch Verdrehung des Rohres 1. Die Blöcke 11, 11′
können auch kürzer sein als das Rohr. In diesem Fall
ist es jedoch erforderlich, das Rohr in axialer Richtung
vorzuschieben während der Druckbeaufschlagung.
Es ist auch möglich, das Rohr 1 durch einen geeigneten
Antrieb durch eine Vielzahl von Blockpaaren vorzuschieben,
deren jedes einen Querschnitt aufweist, wie er in Fig. 14
dargestellt ist und die versetzt zueinander in axialer
Richtung derart angeordnet sind, daß die Druckbeaufschlagungsrichtung
regelmäßig variiert. In diesem Fall können die
Blöcke 11, 11′ mit Walzen 12, 12′ versehen sein zur rollenden
Berührung mit dem Rohr 1.
Die Walzen 12, 12′ müssen nicht parallel zur Achse des
Rohres 1 sein, das die Blöcke 11, 11′ durchläuft. Es
ist möglich, die bleibende Zugspannung in der inneren Umfangsfläche
des Rohres dadurch zu erzeugen, daß das
Rohr nur durch ein Paar Blöcke 11, 11′ geführt wird,
während sich das Rohr um seine Achse dreht. In diesem
Fall sollten die Blöcke 11, 11′ Walzen 12, 12′ aufweisen,
die unter einem Winkel zur Vorschubrichtung des Rohres 1
angeordnet sind.
Im folgenden werden einige vorteilhafte Ausführungsformen
gemäß der Erfindung beschrieben.
Ein Stahlrohr mit 0,23% C-0,23% Si-1,48% Mn-0,10% Mo,
mit einem Außendurchmesser von 139,70 mm und
einer Wanddicke von 8,7 mm wurde als Testrohr verwendet.
Dieses Stahlrohr wies eine dickenmäßig verteilte Umfangseigenspannung
auf, wie in Fig. 15 dargestellt ist, sowie
eine Kompressionseigenspannung von ungefähr 30 kg/mm²
in ihrer Innenwand. Die Streckspannung σY betrug 77 kg/mm².
Dieses Stahlrohr wurde erneut auf eine Temperatur von mehr
als 500°C erwärmt und dann von außen mittels Kühlwasser
bei unterschiedlichen Kühlraten abgekühlt, um so unterschiedliche
Größen von Spannungen in der Innenwand
des Rohres zu erzeugen. Fig. 16 zeigt den Zusammenhang
zwischen der Menge an Kühlwasser und der in der Innenwand
des Rohres während des Testes erzeugten Spannung. Durch
diesen Test wurde bestätigt, daß die Spannung in der
Innenwand des Rohres beliebig einstellbar ist zwischen den
Bereichen 30 kg/mm² (Zug) und -30 kg/mm² (Zug) durch
Änderungen der Kühlbedingung nach dem Erwärmen. Die Teststücke
der derart behandelten Rohre wurden dann einem Eindrücktest
unterworfen, wobei die in Fig. 17 dargestellten
Werte erhalten wurden. Da die Streckspannung in Umfangsrichtung
sich geringfügig ändert, ist an der Ordinate
der bereits obenerwähnte Wert Pcr/Pcro angetragen. Fig. 17
zeigt deutlich, daß, wenn die in der Innenwand erzeugte bleibende
Spannung eine Zugspannung ist, die nicht größer als
15% von σY ist, wie es von der Erfindung gefordert wird,
eine höhere Eindrückfestigkeit erzielt wird, als es mit den
herkömmlichen Rohren der Fall ist, in denen die bleibende
Spannung Null ist.
Stahlrohre mit einer chemischen Zusammensetzung und
mechanischen Eigenschaften, wie sie in Tabelle 2 dargestellt
sind, wurden in diesem Test verwendet. Das Testrohr
A war ein normal gewalztes Rohr, während das Testrohr
B ein durch Abschrecken und Härten vergütetes Rohr
war. Der Außendurchmesser und die Wanddicke beider Rohre
betrugen 114 mm bzw. 6,88 mm.
Mit diesen Testrohren wurde eine Kühlbehandlung durchgeführt
mittels einer Kühlanlage gemäß Fig. 3, wobei die
Kühlbedingungen verändert wurden.
Fig. 18 zeigt den Wert der Umfangsspannung σR in der
Innenwand des Rohres nach der Kühlbehandlung mit einer
Kühlwasserzufuhrrate W von 0,65 t/min und einer Rohrvorschubgeschwindigkeit
V von 550 mm/min, wobei die
Temperatur T verändert wurde, bei der die Kühlung begann.
Fig. 19 zeigt ferner die Spannung σR in der Innenwand
des Stahlrohres nach dem Kühlvorgang, wobei die Kühlung
bei der obengenannten Temperatur T von 600°C einsetzte
und die Geschwindigkeit V 550 mm/min betrug, während die
Kühlwasserzufuhrrate verändert wurde. Aus diesen Figuren
wird deutlich, daß die Eigenspannung σR eine Funktion
verschiedener Faktoren ist, wie z. B. der Temperatur T, der
Kühlwasserzufuhrrate W und der Streckspannung σY. Das
Verhältnis zwischen der Eigenspannung σR und diesen
Faktoren, wie es in Fig. 18 und 19 dargestellt ist,
genügt der obengenannten Formel (1).
Um den erfindungsgemäß erzielbaren Kühleinflußeffekt
zu bestätigen, wurden Versuche mit verschieden großen
Stahlrohren durchgeführt, die vergütet waren, wobei die
gleiche Kühlanlage verwendet wurde und in der die Wasserzufuhrrate
W gemäß der obengenannten Formel (2) gesteuert
wurde als Funktion der Änderung der Temperatur T, zu der
die Kühlung einsetzte. Fig. 20 zeigt den Grad an Verbesserung
der Eindrückfestigkeit, dargestellt als Verhältnis
der Eindrückfestigkeit der kühlbehandelten Stahlrohre
zur mittleren Eindrückfestig
keit der Bezugsrohre, die vergütet waren und die gleiche Größe und Zusammensetzung
wie die Testrohre aufwiesen. Aus dieser Figur
ist deutlich, daß die Eindrückfestigkeit der Stahlrohre,
die erfindungsgemäß einer Kühlbehandlung unterworfen wurden,
erheblich größer ist; bei einem Verhältnis von Durchmesser
zu Dicke D/t des Stahlrohres von Fig. 12 erhält man verbesserte
Werte von ungefähr 8%.
Versuchsrohre mit einer chemischen Zusammensetzung, wie
sie in Tabelle 3 dargestellt ist, wurden einmal einem erfindungsgemäßen
Richten unterworfen und einmal einem herkömmlichen
Richten. Die Außendurchmesser, Wandstärken
und die Streckfestigkeit der Testrohre betrugen 244,5 mm
bzw. 15,11 mm und 79,2 kg/mm².
Das erfindungsgemäße Richten erfolgte mit der in Fig. 6
dargestellten Vorrichtung, wobei drei Arten von Ringen 8 mit
unterschiedlichen Innendurchmessern verwendet wurden, nämlich
DR 260 mm, 270 mm und 280 mm, während die Verformung
X verändert wurde. Die Meßergebnisse der Umfangsspannungen
in der Innenwand der Rohre sind in Fig. 21 dargestellt.
Aus dieser Figur wird deutlich, daß die erfindungsgemäße
Verwendung der Ringe bewirkt, daß die Spannung nach
der Behandlung in den bevorzugten Bereich I fällt, um so
für eine ausreichende Eindrückfestigkeit zu sorgen durch
geeignete Auswahl der Verformungsgröße X in Abhängigkeit
der Innendurchmesser DR der Ringe.
Fig. 22 zeigt den Zusammenhang zwischen der Verformungsgröße
und der Größe der Druckbeaufschlagung auf das Rohr
während der erfindungsgemäßen Behandlung. Aus dieser
Figur wird deutlich, daß die Druckbeaufschlagung erheblich
größer ist proportional zur Zunahme der Verformung.
Danach wurde das Richten durch herkömmliche Richtverfahren
durchgeführt mit der in Fig. 2A dargestellten Vorrichtung
unter Verwendung von konkaven Walzen, wobei die Verformung
geändert wurde. Die Spannung in der Innenwand des
Rohres nach der Behandlung wurde für jedes Rohr gemessen
und die Meßergebnisse in Fig. 23 dargestellt.
Wie aus dieser Figur deutlich wird, bewirkt das herkömmliche
Verfahren das Entstehen einer Kompressionseigenspannung,
deren Größe zunimmt mit zunehmender Verformung.
Allgemein läßt sich sagen, daß eine Verformung von wenigstens
15 mm erforderlich ist, um ein ausreichendes Richten zu erzielen.
Aus Fig. 23 geht hervor, daß eine Verformungsgröße
von 15 mm eine Kompressionseigenspannung von ungefähr
-18 kg/mm² erzeugt, die rechnerisch zu -0,23σY bezüglich
der Zugspannung σY ermittelt wurde. Diese Kompressionseigenspannung
bewirkt eine Verringerung von etwa 20%
der Eindrückfestigkeit, verglichen mit derjenigen vor der
Behandlung, wie der Zusammenhang in der Fig. 1 deutlich
werden läßt.
Im Gegensatz dazu kann gemäß der Erfindung eine 1,08fache
Erhöhung der Eindrückfestigkeit erzielt werden, verglichen
mit derjenigen vor der Behandlung, wenn der Innendurchmesser
der Ringe zwischen 270 und 280 mm liegt. Das bedeutet, daß
das erfindungsgemäße Verfahren eine um 30% größere Eindrückfestigkeit
nach dem Richten liefert im Vergleich zum
herkömmlichen Verfahren. Es sei ferner betont, daß die
in Fig. 6 dargestellte Vorrichtung eine Außengestalt
liefert, die im wesentlichen gleich derjenigen ist, wie
sie durch herkömmliche Methoden erzielt wird.
Es wurden Stahlrohre als Testrohre verwendet, deren
Material und chemische Zusammensetzung in Tabelle 4
angegeben ist und deren Außendurchmesser, Wanddicken
und Längen 177,8 mm bzw. 18,54 mm bzw. 500 mm betrugen.
Die Streckfestigkeit betrug 72,6 kg/mm². Die Testrohre
wurden dem Druck eines Paar U-förmiger Blöcke unterworfen,
deren Querschnitt in Fig. 14 dargestellt ist.
Die Länge der Blöcke betrug 600 mm, und der Abstand der
Kontaktstellen betrug 180 mm. Der Kompressionsdruck wurde
wiederholt angelegt, während das Stahlrohr gedreht wurde,
um so eine Eigenzugspannung in der Innenwand des Stahlrohres
zu erzeugen.
Fig. 24 zeigt den Zusammenhang zwischen dem Druck P₁
(kg/mm²) mit der Größe der Eigenzugspannung im Rohr,
die durch Anlegung dieses Druckes erzielt wurde. Aus
dieser Figur geht hervor, daß bei dem vorliegenden Beispiel
die Spannung jeweils in Zugrichtung entsteht
und die Größe dieser Zugspannung mit der Zunahme der
Druckbeaufschlagung zunimmt. Es ist daher ein leichtes,
einen derartigen Wert für die Zugspannung zu erzielen,
daß dieser im gewünschten Bereich liegt.
Claims (11)
1. Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres mit
verbesserter Eindrückfestigkeit, insbesondere für
die Erdöl- und Erdgasgewinnung, wobei die
die Innenwandfläche des Rohres eine in Umfangsrichtung
wirkende, bleibende Zugspannung aufweist, die mehr
als 0% und höchstens 10% der Streckspannung des
Rohres beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß die in
Umfangsrichtung wirkende Zugspannung in der
Innenwandfläche des Rohres dadurch erzeugt wird,
daß das erwärmte Rohr von außen gleichförmig
abgekühlt wird, wobei die Kühlung bei einer
Temperatur einsetzt, die nicht geringer ist als
(σY/E · γ+172°C, worin
σY: Streckfestigkeit des Rohrmaterials (kg/mm²),
E: Elastizitätsmodul (kg/mm²),
γ: thermischer Expansionskoeffizient des Materials ist.
σY: Streckfestigkeit des Rohrmaterials (kg/mm²),
E: Elastizitätsmodul (kg/mm²),
γ: thermischer Expansionskoeffizient des Materials ist.
2. Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kühlung durch gleichmäßige Zufuhr von Kühlwasser
zur Außenwandfläche des Rohres erfolgt mit einer
Rate W, die die folgende Bedingung erfüllt, bei
gleichzeitigem axialem Vorschub des Rohres:
mit:
W: Kühlwasserzufuhrrate (t/min),
t: Wanddicke des Rohres (mm),
D: Außendurchmesser des Rohres (mm),
V: Vorschubgeschwindigkeit des Rohres (mm/min), γ: thermischer Expansionskoeffizient des Materials,
T: Temperatur, an der die Kühlung einsetzt (°C),
σY: Streckfestigkeit des Rohrmaterials (kg/mm²),
E: Elastizitätsmodul (kg/mm²).
W: Kühlwasserzufuhrrate (t/min),
t: Wanddicke des Rohres (mm),
D: Außendurchmesser des Rohres (mm),
V: Vorschubgeschwindigkeit des Rohres (mm/min), γ: thermischer Expansionskoeffizient des Materials,
T: Temperatur, an der die Kühlung einsetzt (°C),
σY: Streckfestigkeit des Rohrmaterials (kg/mm²),
E: Elastizitätsmodul (kg/mm²).
3. Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres mit
verbesserter Eindrückfestigkeit, insbesondere für
die Erdöl- und Erdgasgewinnung, wobei die
Innenwandfläche des Rohres eine in Umfangsrichtung
wirkende bleibende Zugspannung aufweist, die mehr
als 0% und höchstens 10% der Streckspannung des
Rohres beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß die in
Umfangsrichtung wirkende bleibende Zugspannung in
der Innenwandfläche des Rohres durch eine
gleichförmige plastische Deformierung der
Innenwandfläche in radialer Richtung erzeugt wird.
4. Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres nach
Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in
Umfangsrichtung wirkende bleibende Zugspannung
gleichförmig dadurch erzeugt wird, daß wenigstens
ein Paar sich diametral gegenüberliegender
verteilter Drücke an die Außenwandfläche des
Rohres angelegt werden und daß das Anlegen dieser
verteilten Drücke wiederholt wird, während die
Druckbeaufschlagung an der Außenwandfläche
des Rohres geändert werden.
5. Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres nach
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die in
Umfangsrichtung wirkende bleibende Zugspannung
dadurch erzeugt wird, daß das Rohr eine Vielzahl
von Gruppen von Ringen durchläuft, wobei jede
Gruppe wenigstens drei Ringe aufweist, deren jede
einen Innendurchmesser besitzt, der etwas größer
als der Außendurchmesser des Rohres ist, die Ringe
so angeordnet sind, daß das Rohr durch die Ringe
läuft und jede Gruppe eine Antriebsvorrichtung zum
entgegengesetzten Antrieb benachbarter Ringe
senkrecht zur Achse des Rohres aufweist, so daß
ein Druck auf die Außenwand des Rohres ausgeübt
wird, während das Rohr durch die Gruppe von Ringen
derart geführt wird, daß die
Druckbeaufschlagungsstellen durch die
angetriebenen Ringe sich über die Außenwand des
Rohres verteilen, wobei der verteilte Druck P₁ auf
das Rohr durch jede Ringgruppe so gewählt ist, daß
er die folgende Bedingung erfüllt:
mit
E: Elastizitätsmodul (kg/mm²),
D: Außendurchmesser des Rohres (mm),
t: Wanddicke des Rohres (mm),
DR: Innendurchmesser des Ringes (mm).
E: Elastizitätsmodul (kg/mm²),
D: Außendurchmesser des Rohres (mm),
t: Wanddicke des Rohres (mm),
DR: Innendurchmesser des Ringes (mm).
6. Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres nach
Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in
Umfangsrichtung wirkende bleibende Zugspannung in
der Innenwandfläche des Rohres erzeugt wird durch
Beaufschlagen des Rohres mit Kompressionsdrücken
an zwei Paar Stellen, wobei jedes Paar zwei
Stellen aufweist, die innerhalb eines
Winkelbereiches von 40° bis 90° von der Achse des
Rohres liegen sowie senkrecht zur Achse des Rohres
und wobei beide Paar Druckbeaufschlagungsstellen
symmetrisch bezüglich der Achse des Rohres
angeordnet sind, während die Beaufschlagung mit
dem Kompressionsdruck wiederholt an in
Umfangsrichtung und Axialrichtung verschiedenen
Stellen des Rohres erfolgt.
7. Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres nach
Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kompressionsdruckbeaufschlagung durch ein Paar
U-förmiger Blöcke erfolgt, deren jeder das Rohr an
zwei umfangsmäßig voneinander getrennten Stellen
berührt, die innerhalb des Winkelbereiches von 40°
bis 90° von der Achse des Rohres liegen.
8. Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres nach
Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
U-förmigen Blöcke eine Länge aufweisen, die größer
ist als die axiale Länge des Rohres und daß die
Kompressionsdruckbeaufschlagung wiederholt
erfolgt, während das Rohr schrittweise um seine
Achse um einen vorgegebenen Winkel verdreht wird.
9. Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres nach
Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
U-förmigen Blöcke eine Länge aufweisen, die
kleiner ist als die Axiallänge des Rohres und daß
eine Vielzahl von Paaren derart angeordnet sind,
daß die Richtungen der
Kompressionsdruckbeaufschlagung kontinuierlich
erfolgt, während das Rohr durch die Blockpaare
hindurchgeführt wird.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der
bleibenden Zugspannung zwischen 4 und 10% der
Streckspannung beträgt.
11. Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres nach
einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß als Rohrmaterial unlegierter
Stahl, legierter Stahl, rostfreier Stahl oder eine
Fe-Ni-Cr-Legierung verwendet wird.
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE3240729A Expired - Fee Related DE3240729C3 (de) | 1981-11-04 | 1982-11-04 | Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres mit verbesserter Eindrückfestigkeit |
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| CA (1) | CA1196584A (de) |
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