DE574534C - Schlagwetterschutz fuer mindestens teilweise gekapselte elektrische Maschinen - Google Patents
Schlagwetterschutz fuer mindestens teilweise gekapselte elektrische MaschinenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K9/00—Arrangements for cooling or ventilating
- H02K9/24—Protection against failure of cooling arrangements, e.g. due to loss of cooling medium or due to interruption of the circulation of cooling medium
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
Description
Werden in Räumen, in denen beständig oder periodisch explosible Gase vorhanden
sind, elektrische Maschinen und Apparate betrieben, so besteht die Gefahr, daß durch
Funkenbildung der Maschinen Explosionen' verursacht werden. Das trifft insbesondere
zu bei Verwendung von Motoren mit Schleifringen. Um wenigstens die Wirkung solcher
Explosionen zu lokalisieren, ist man dazu . 10 übergegangen, entweder die ganzen Maschinen
oder wenigstens die Schleifringe einzukapseln. Bei Maschinen mit durch die Verschalung
zu führenden beweglichen Teilen (z. B. Wellen) bietet aber die Verschalung an
»5 sich noch keine Gewähr gegen die Übertragung der Explosion in die Umgebung, da
das explosible Gasgemisch durch den Luftspalt hindurchgetrieben wird, was nur durch
umständliche und kostspielige Dichtungsan-
ao Ordnungen mit einiger Sicherheit verhindert werden kann. Man zieht deshalb oft vor, auf
die sichere Kapselung überhaupt zu verzichten und dafür Mittel anzuwenden, um die Entstehung
von Explosionen überhaupt zu ver-
ag hindern. Dies geschieht beispielsweise dadurch, daß die Maschine mittels Frischluft
gelüftet wird, indem das Gehäuse durch Rohrleitungen mit der Außenluft verbunden wird.
Diese Anordnung ist indessen nicht unter allen Umständen zweckmäßig oder leicht anwendbar.
Um verhältnismäßig umständliche und teuere, ständig wirksame Dichtungseinrichtungen
zu ersparen, ist auch vorgeschlagen worden, eine nur periodisch, d. h. im Moment
einer Explosion, wirkende Spaltabdichtung vorzusehen in Form einer Einrichtung, die
durch den Explosionsdruck selbst betätigt wird. Eine vollkommenere Lösung bietet erfindungsgemäß nun die Kombination dieser
bekannten Maßnahme mit einer anderen, bei der in an und für sich bekannter Weise ein
als Lösch- bzw. Kühlmittel geeignetes Medium in das Gehäuseinnere zu dem Zweck geleitet wird, durch die gleichzeitige Anwendung
dieser beiden Mittel eine Weiterentwicklung oder Übertragung der Explosion in
den Aufstellungsraum zu verhindern. Die Wahl des Kühl- bzw. Löschmediums ist selbstverständlich abhängig von der Natur
des in Betracht kommenden Explosionsgemisches. Je nach Umständen wird man wahlweise
die Verhältnisse so wählen, daß das Lösch- bzw. Kühlmedium unter einem höheren oder geringeren als dem zu berücksichtigenden
maximalen Explosionsdruck (d. h. für ein Gemisch mit 350/0 Wasserstoff etwa 12 kg/cm2)
steht. In letzterem Falle wirkt der Behälter als Expansionskammer. Bei dieser Anordnung kann es sich empfehlen, in den Weg
zwischen Explosions- und Expansionskammer (gleichzeitig als Schikanen wirkende)
Kühlsysteme einzuschalten, welche eine verhältnismäßig rasche Erniedrigung der Gastemperatur
unter die Grenze der Zündfähigkeit sichern. Die Abdichtung des Wellenspaltes
im Falle der Explosion erfolgt zweckmäßig in der Weise, daß ein von einer Membran
gestützter Dichtungsring durch den Explosionsdruck gegen die Nabe gepreßt wird.
«o Als Kühl- bzw. Löschmedium kommen beispielsweise Helium und Kohlensäure in Betracht.
Im übrigen hat die Wahl des geeigneten Mediums unter Berücksichtigung der
Verhältnisse zu erfolgen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung schematisch
dargestellt. Konzentrisch zum inneren Mantel ι des Maschinengehäuses ist durch die
Anordnung eines zweiten (äußeren) Mantels
ao 10 ein Ringraum 2 gebildet, der durch Kanäle 3 mit dem Maschineninnern in Verbindung
steht. Auf der Maschinenwelle 4 ist axial verschiebbar der kolbenförmige Ringkörper
5 derart angeordnet, daß er im normalen Betrieb die Kanäle 3 abschließt. Auf dem entgegengesetzten Ende der Welle 4,
welche auf dieser Seite das Gehäuse durchsetzt, ist die fest mit der Welle verbundene
scheibenförmige Membran 6 angeordnet mit dem Dichtungsring 6°. Der Ringraum 2 enthält
das unter einem bestimmten Druck gehaltene Löschmedium. Die Wirkungsweise der gezeigten Einrichtung ist folgende;
Entsteht im Maschineninnern eine Explosion, so wird durch den Druck derselben die
biegsame Membran 6 gegen die Gehäusewand gepreßt, so daß der Dichtungsring 6a den
Wellenspalt abdichtet. Gleichzeitig wird ebenfalls durch die Explosivkraft der Ringkörper
5 entgegen dem Druck von zwischen demselben und der Gehäusewand angeordneten Schraubenfedern 7 axial nach außen verschoben,
wodurch die Kanäle 3 freigegeben werden und damit der Zutritt des Löschmediums zum Explosionsgemisch ermöglicht
ist. Der Ringraum 2 kann durch radiale Trennwände in mehrere Sektofen unterteilt
sein, welche sämtlich als Behälter für das Kühlmedium oder aber zum Teil als Expansionskammern
ausgebildet sein können.
Claims (5)
1. Schlagwetterschutz für mindestens teilweise gekapselte elektrische Maschinen,
bei denen im Augenblick einer im Gehäuseinnern auftretenden Explosion selbsttätig unter dem Einfluß derselben
der Wellenspalt abgedichtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig ein als
Lösch- bzw. Kühlmittel geeignetes Medium in das Gehäuseinnere geleitet wird
zum Zwecke, eine Weiterentwicklung bzw. Übertragung der Explosion in den Aufstellungsraum
zu verhindern.
2. Schlagwetterschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Maschinengehäuse
mit einem Behälter verbunden ist, welcher das als Lösch- bzw. Kühlmittel dienende Medium enthält und
dessen Absperrorgan selbsttätig durch den Explosionsdruck geöffnet wird.
3. Schlagwetterschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsring
zur Abdichtung des Wellenspaltes an einer auf der Maschinenwelle angeordneten Membran befestigt ist, die
unter dem Einfluß der Explosionskräfte gegen, den den Wellenspalt umgebenden
Gehäuseteil gepreßt wird.
4. Schlagwetterschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium
Helium ist.
5. Schlagwetterschutz nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium
. Kohlensäure ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH574534X | 1930-05-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE574534C true DE574534C (de) | 1933-04-18 |
Family
ID=4521119
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930574534D Expired DE574534C (de) | 1930-05-21 | 1930-06-17 | Schlagwetterschutz fuer mindestens teilweise gekapselte elektrische Maschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE574534C (de) |
-
1930
- 1930-06-17 DE DE1930574534D patent/DE574534C/de not_active Expired
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