DE563198C - Veraenderbarer elektrischer Kondensator als Abstimmelement fuer Rundfunkzwecke, bei dem der Abstand der Elektroden durch parallele Verschiebung einer Elektrode veraenderlich ist - Google Patents
Veraenderbarer elektrischer Kondensator als Abstimmelement fuer Rundfunkzwecke, bei dem der Abstand der Elektroden durch parallele Verschiebung einer Elektrode veraenderlich istInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
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- H01G5/04—Capacitors in which the capacitance is varied by mechanical means, e.g. by turning a shaft; Processes of their manufacture using variation of effective area of electrode
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Description
- Veränderbarer elektrischer Kondensator als Abstimmelement für Rundfunkzwecke, bei dem der Abstand der Elektroden durch parallele Verschiebung einer Elektrode veränderlich ist Die vorliegende Erfindung betrifft einen veränderbaren- elektrischen Kondensator, der als Abstimmelement für Rundfunkzwecke geeignet ist und dessen beide Belegungen als kreisrunde, plane Platten ausgebildet sind. Da die eine Belegung fest und die andere verschiebbar angeordnet ist, wird zum Zweck der Kapazitätsveränderung ihr Abstand vergrößert oder verkleinert.
- Es ist vielerlei versucht worden, um dies praktisch durchzuführen, aber ein Erfolg war bis jetzt nicht zu verzeichnen, da bei billiger Herstellung die Ungenauigkeiten und bei Präzisionsarbeit die Kosten zu groß wurden. In dem Gewinde eines isolierenden Hohlzylinders wurden z. B. ein paar planparallele Platten drehbar gelagert. Durch Drehen der einen oder anderen Platte in der Steigung des Gewindes konnte dann ihr Abstand und damit ihre Kapazität verändert werden. Diese Ausführung besitzt jedoch viele Mängel, die in der Herstellung und in der Wirkungsweise zu erblicken sind. Die Kapazitätszunahme pro Umdrehungseinheit wächst ungleichmäßig, was eine krumme Kennlinie ergibt und den Apparat für Rundfunkzwecke ungeeignet macht. Eine andere Konstruktion besteht darin, ein System von abwechselnd geschichteten, unter Federdruck stehenden Elektrodenplatten zusammenzudrücken oder zu lösen. In der Kondensatorenwelle ist rechtwinklig eine Druckwalze gelagert; eine Platte des Elektrodensystems ist als Schraubengang von ungleichmäßiger Steigung ausgebildet.
- Durch Drehung an der Hauptwelle rollt die Druckwalze einerseits am planen Boden des Gehäuses, andererseits auf dem Schraubengang ab und verändert somit den Abstand der Platten voneinander. Bei dieser Ausführung wird ein in allen Phasen einseitig wirkender Druck auf das Plattenpaket ausgeübt, so daß naturgemäß keine Übereinstimmung mit den eingestellten Kapazitätswerten möglich ist.
- Nach der vorliegenden Erfindung wird dieser Übelstand dadurch beseitigt, daß eine genaue planparallele Verschiebung bei Drehung beweglichen Elektrodenhalter angebrachter des Knopfes durch Gleiten dreier an dem Buckel auf drei in den Knopf eingearbeiteten konzentrischen Kurven mit Steigung entgegen der Spannung e;ner Feder erzielt wird. Ferner kann durch beliebige Ausgestaltung der Steigung der Kurven jede gewünschte Kapazitätsänderung pro Umdrehungseinheit ermöglicht -,verden. Der Kondensator unterscheidet sich äußerlich kaum von einer normalen Skalenscheibe und ist so angefertigt, daß die Elektroden vor der Einwirkung von Staub und Unreinlichkeit geschützt sind. Weiter ist durch die flache Bauart der Raumbedarf gegenüber ähnlich wirkenden Apparaten sehr gering. Durch seine besondere Gestalt ist es ohne weiteres angängig, den Kondensator als Trommelskalenapparat zu verwenden, da die 36o Teilstriche auch am Umfang des Drehteiles angebracht sind. Nicht zuletzt besteht der große Vorteil gegenüber bekanntenApparaten darin, mehrfachKondensatoren herstellen zu können, deren Einfachheit und Präzision kaum zu überbieten sind. Bei dem neuen Kondensator genügt eine einfache glatte Welle, mit Ouerstiften versehen, auf welche nach Entfernung einer Abschlußkappe der Kondensator aufgesetzt werden kann. Die Ouerstifte greifen in den am Drehteil vorgesehenen Schlitz ein und kuppeln somit alle Apparate spielfrei, wobei der Hauptantrieb wieder von der Trommel oder Kopfskala ermöglicht ist.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des veränderbaren elektrischen Kondensators nach der Erfindung dargestellt.
- Abb. i zeigt den Aufriß im Schnitt. Abb. 2 zeigt eine Draufsicht.
- Abb. 3 zeigt die Anordnung der drei konzentrisch zueinander liegenden Kurven auf der beweglichen Elektrode perspektivisch.
- a bezeichnet die Grundplatte, welche gleichzeitig eine Belegung des Kondensators bildet. In der Mitte sitzt ein vierkantiger Zapfen b, in welchem das Gewinderohr c eingebettet ist. Am Fuße des Zapfens befindet sich eine Rille ci, in welche die Druckfeder e einliegt. Die Stromzuführung nach außen stellt eine normale gekonterteSenkschraube fdar, welche mit der Belegung in leitender Verbindung steht. Die zweite Elektrode' ist mit g bezeichnet. Der Metallbelag h wird entweder durch eine befestigte Metallfolie oder durch aufgespritztes :Metall nach Art des Schoopschen Verfahrens hergestellt. Eine Senkschraube fstellt auch hier den Kontakt mit der Belegung über eine Litze u nach der Lötscheibe v an das Gewinderohr c her.
- Die Elektrode g hat in der Mitte ein Vierkantloch, das wohl eine Verschiebung, aber keine Drehung der Platte g auf den Zapfen b zuläßt. Auf der Platte g befinden sich ferner drei Kurven i, welche konzentrisch angeordnet sind und, um i2o° versetzt, je ihre größte bzw. ihre kleinste Steigung haben. Die Mutter j drückt die Lötscheibe v fest auf den Zapfen b und begrenzt somit den Druck der Feder e. Der Drehteil k, welcher außen die Rändel L und die Skala r zeigt, ist radial auf der Platte a geführt und axial von der Mutter j gehalten. An der Innenseite des Drehteiles k in einer breiten Ausdrehung befinden sich drei um i2o° versetzte Buckel o, die mit den Kurven i zusammenarbeiten. Am Kopfe des Drehteiles k ist eine Kappe p eingedrückt, welche, herausgenommen, den Schlitz q freigibt, um Mehrfachkondensatoren herstellen zu können. Wirkungsweise Ist die Grundplatte a irgendwo befestigt, und.es wird der Drehteil k bewegt, so drücken die Buckel o gegenüber der Schraubenfeder e auf die Kurvenrücken i. Dadurch wird die Elektrode g axial verschoben und kommt bei einem zurückgelegten Weg des Drehteiles von etwa 36o° auf den Glimmerbelag der Grundplatte a zu liegen, wobei das Maximum der Kapazität erreicht ist.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Veränderbarer elektrischer Kondensator als Abstimmelement für Rundfunkzwecke, bei dem der Abstand der Elek= troden durch parallele Verschiebung einer -Elektrode veränderlich ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine genau planparallele: --Verschiebung bei Drehung des Knopfes (k) durch Gleiten dreier an dem beweglichen Elektrodenhalter (g) angebrachter Buckel (o) auf drei in den Knopf eingearbeiteten konzentrischen Kurven (i) mit Steigung entgegen der Spannung einer Feder (e) erzielt wird.
- 2. Veränderbarer elektrischer Kondensator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfänge und Enden der Kurven (i) zueinander um i2o° versetzt sind, jede Kurve jedoch eine Ausdehnung von 36o° vom Maximum zum Minimum ihrer Steigung aufweist.
- 3. Veränderbarer elektrischer Kondensator nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes beliebige Kapazitätsänderungsgesetz durch die Steigung der Kurven- erzielt wird.
- 4. Veränderbarer elektrischer Kondensator nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der bewegliche Elektrodenhalter (g) mit Bukkeln und Löchern wie auch der Drehknopf (k) mit Kurven, Skalen und Löchern aus Isolierpreßstoff, z. B. Kunstharz, in an sich bekannter Weise in einem Stück gepreßt sind.
- 5. Veränderbarer elektrischer Kondensator nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB der ganze Kondensator als Knopf- oder Trommelskala ausgebildet ist.
- 6. Veränderbarer elektrischer Kondensator nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß durch Entfernung einer Kappe (p) ein Schlitz (q) in der Bohrung des Drehknopfes freigelegt wird zum mechanischen Kuppeln mehrerer Kondensatoren.
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