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Flachspule, insbesondere für Hochfrequenzzwecke Die Erfindung bezieht
sich auf eine Flachdrahtspule, wie sie in erster Linie in Verbindung mit Radioempfangsgeräten
Verwendung findet. Ihre Vorteile liegen hauptsächlich in der Vereinfachung und Verbilligung
ihrer Herstellung sowie in ihrem geringen Gewicht und Raumbedarf.
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Es ist beispielsweise bekannt, Flachdrahtspulen in der Weise zu bauen,
daß man den Draht auf eine Lehre, bestehend etwa aus einem durch zwei Scheiben flankierten
Ring, aufwickelt und diese Lehre nach dem Aufwickeln wieder entfernt, wobei der
Wicklungskörper durch Lack, Wachs o. dgl. freitragend gestaltet wird. Derartige
Spulen sind aber nicht stabil genug; sie werden beim Transport oder bei der Benutzung
leicht beschädigt oder eingedrückt, ändern dadurch ihre Selbstinduktion oder werden
überhaupt unbrauchbar.
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Der Grundgedanke der Erfindung besteht daher darin, die Spule so zu
gestalten, daß im fertigen,Zustande ihre Wicklung mit einer Seite an einer Unterlage
befestigt ist, deren Ebene senkrecht zur Spulenachse liegt. Im einzelnen ist diese
Unterlage derart ausgebildet, daß sie eine kreisförmige Öffnung besitzt, deren Rand
umgebördelt ist und somit quer zur Fläche der Unterlage steht. An diesen Flansch
liegt der innere Rand der Wicklung an, während die eine Seite von ihr an der Unterlage
anliegt. Die Höhe des umbördelten Randes entspricht im wesentlichen der Höhe der
Wicklung. Als Material für die Unterlage wählt man am besten einen leichten und
billigen Isolierstoff; in erster Linie kommt Pappe in Frage, jedoch auch Pertinax,
Hartgummi oder ähnliche wohlfeile Isolierstoffe sind hierfür geeignet. Die Dicke
der Unterlage wählt man zweckmäßig je nach der Größe der Wicklung, etwa in der -Größe
0,5
bis 3 mm. Selbstverständlich können für ausgesprochen große - Spulen (z.
B. Drosseln) auch stärkere Unterlagen gewählt werden.
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Der Vorteil der neuen Spulenform macht sich hauptsächlich in deren
einfacher und rascher Herstellung geltend. Die Unterlage wird hierbei mit ihrer
kreisförmigen Öffnung auf einen Dorn gesteckt, auf welchem außerdem noch eine einfache
Hilfsplatte angeordnet wird, die parallel zur Unterlage steht, und zwar auf der
Seite des umgebördelten Randes von deren Öffnung. Die Hilfsplatte liegt dabei auf
den äußeren Rändern des Flansches auf, so daß dieser Flansch gleichzeitig als Distanzstück
dient, derart, daß zwischen der Hilfsplatte und der Unterlage ein gewisser Raum
verbleibt, der dann beim Aufwickeln mit der Spulenwicklung gefüllt wird.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Äbb.
ia und ib zeigen die fertige Spule in Draufsicht bzw. Querschnitt. Mit zt ist die
Unterlage aus Pappe o. dgl. bezeichnet. Sie besitzt zweckmäßig eiförmige Form, wobei
die angesetzte Spitze a zum Montieren und Befestigen der Spule dient. Sie kann zu
diesem Zwecke beispielsweise mit einer Öffnung b versehen sein, durch
welche
dann etwa eine (nicht gezeichnete) Achse durchgesteckt werden kann. Der kreisförmige
Teil der Unterlage u besitzt zweckmäßig etwas größeren Durchmesser als die Wicklung
selbst. Letztere ist durch w dargestellt. Der innere Rand der Wicklung w liegt dabei
an dem Flansch f an, der durch Umbördeln des Randes einer Öffnung ö in der Unterlage
gebildet wird. Die Wicklung ist damit zunächst in der Ebene parallel zur Unterlage
unverrückbar gelagert. Zur sonstigen Halterung und Befestigung der Wicklung ist
diese zweckmäßig mit einem Lack oder Leim getränkt oder bestrichen, wobei diese
Lackschicht -auch mit auf die überragenden Teile der Unterlage übergreift. Man erhält
dann eine gute Verbindung zwischen Wicklung und Unterlage, die sich bei gewöhnlicher
Beanspruchung nicht lösen kann.
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Abb. 2 zeigt im Beispiel, in welcher Weise die Herstellung der neuen
Spule erfolgt. Die Unterlage u ist mit ihrer Öffnung auf einen drehbaren Dorn d
gezogen. Vor dem Flansch der Unterlage befindet sich eine Hilfsplatte k, die nach
Maßgabe der Höhe des Flansches f zwischen sich und der Unterlage u einen etwa einen
oder mehrere Millimeter breiten Abstand frei läßt, welcher dann beim Wickeln durch
.die Wicklung w ausgefüllt wird. Die Hilfsplatte wird dabei entweder ebenfalls mit
einer Öffnung versehen, durch die der Dorn gesteckt wird, oder sie wird, wie es
die Abbildung zeigt, mittels einer Schraube m gegen den Dorn gedrückt. Zu diesem
Zwecke befindet sich zwischen der Hilfsplatte a und einer weiteren Platte v, auf
welcher die Unterlage u aufliegt, ein Ring t, dessen Durchmesser gleich dem inneren
Durchmesser der Öffnung ö der Unterlage ist. Die Höhe dieses Ringes t entspricht
der Höhe des Flansches f. Es wird dann zunächst die Unterlage u gegen das Stück
v gedrückt und ihre Öffnung ö durch den Ring t ausgefüllt. Der Ring t wird auf ein
Verlängerungsstück des Dornes d aufgesetzt, so daß eine Zentrierung stattfindet;
darauf wird die Hilfsplatte h aufgesetzt und mittels der Schraube m, welche durch
a und ö hindurch in den Dorn d reicht, angedrückt. Darauf kann das Aufwickeln und
Durchdrehen des Dornes d erfolgen, wobei lediglich dafür gesorgt werden muß, daß
der für die Wicklung w bestimmte Draht entsprechend geführt wird. Selbstverständlich
kann das Wickeln wild erfolgen.
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Je -nach den gegebenen Verhältnissen kann man nach dem Wickeln das
Lackieren bzw. Leimen der Wicklung vor dem Abnehmen der Hilfsplatte vornehmen. Bei
Spulen mittlerer und kleiner Dimensionen kann man auch zuerst die Hilfsplatte abnehmen
und dann die einseitig freiliegende Wicklung mit Lack oder Leim bestreichen.
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Die beiden Enden der Wicklung werden zweckmäßig durch einen in Abb.
ia dargestellten Schlitz s herausgeführt und mit Lötösen il und 12 verbunden.