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DE561816C - Verfahren zur katalytischen Darstellung von Cyanwasserstoff - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Darstellung von Cyanwasserstoff

Info

Publication number
DE561816C
DE561816C DE1930561816D DE561816DD DE561816C DE 561816 C DE561816 C DE 561816C DE 1930561816 D DE1930561816 D DE 1930561816D DE 561816D D DE561816D D DE 561816DD DE 561816 C DE561816 C DE 561816C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
formamide
hydrogen cyanide
metal
catalytic preparation
passed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930561816D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Dohse
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE561816C publication Critical patent/DE561816C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0204Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide from formamide or from ammonium formate

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur katalytischen Darstellung von Cyanwassersto$ In dem Patent 477 437 ist ein Verfahren zur Darstellung von Cy an@vasserstoff aus Formamid beschrieben, bei dem die Dämpfe von Formamid oder ammoniumformiathaltigem Formamid in erheblicher Verdünnung und mit großer Geschwindigkeit bei Temperaturen oberhalb 300° über Metallkatalysatoren geleitet werden. Als solche dienen z. B. Eisen (Flußeisen, VwA-Stahl), Ferrosilicium, Mangan, Nickel oder Aluminium. Vorzugsweise wird hierbei ein Metallrohr verwendet, das aus dem katalytisch wirksamen Metall besteht oder mit diesem ausgekleidet ist und gegebenenfalls außerdem noch mit Metallspänen oder Schnitzeln gefüllt sein kann. Letzteres ist namentlich dann empfehlenswert, wenn Rohre von größerer lichter Weite, z. B. 25 bis 30 mm, angewandt werden, da sonst die Wärmeübertragung auf das mit großer Geschwindigkeit durch die Rohre geleitete dampfförmige Formamid nicht rasch genug erfolgt und vor allem die katalytisch wirksame Oberfläche des Metalls nicht genügend mit den Dämpfen in Berührung gebracht wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich diese technischen Schwierigkeiten völlig beseitigen lassen, wenn man die Dämpfe des Formamids oder des ammoniumformiathaltigen Formamids bei Temperaturen zwischen etwa 300 und 6oo° durch Metallschmelzen leitet. Zweckmäßigerweise wird der Formamiddampf in feinster Verteilung in die Metallschmelze eingeführt, unter Umständen unter Zusatz von Führungsgasen, wie Ammoniak, Stickstoff, Kohlenoxyd, und bzw. oder unter gleichzeitiger Verminderung des Druckes über der Schmelze. Für die Herstellung der Metallschmelze kommen beispielsweise in Betracht: bei der Reaktionstemperatur geschmolzene reine Metalle, wie Zinn, Blei, Wismut, oder Metallegierungen, wie Woodsches Metall oder Rosesches Metall. Metalle, die bei der Reaktionstemperatur mit Formamid oder dessen Zersetzungsprodukten reagieren, wie die Alkali- und Erdalkalimetalle, Magnesium und Aluminium, sind natürlich für die Herstellung des Metallbades ungeeignet. Die erforderliche Höhe des Metallbades ist abhängig von der Größe der Dampfblasen und um so niedriger, je kleiner diese Blasen sind. Zweckmäßig wird sie möglichst gering gewählt, um die Verweilzeit des Reaktionsgemisches im Metallbad zu beschränken, da hierdurch schädliche Folgereaktionen vermieden werden können. Um eine möglichst feine Verteilung des Formamiddampfes zu erzielen, leitet man den Dampf durch an sich bekannte Verteiler, z. B. feine Düsen oder Fritten bzw. Siebplatten aus keramischem Material oder Metall, in die Schmelze ein.
  • Der bei der Umsetzung gebildete Cyanwasserstoff kann nach Abscheidung eventuell nicht zersetzten Formamids durch Kühlung als solcher oder durch Absorption mit Natronlauge in Form des Cyanids gewonnen werden.
  • Es ist zwar bereits mehrfach vorgeschlagen worden, chemische Reaktionen in der Weise durchzuführen, daß man die Reaktionskomponenten durch oder über geschmolzene Metallbäder führt. Diese Maßnabme ist jedoch bei der Herstellung von Cyanwasserstoff aus Formamid, die hierdurch wesentlich verbessert wird, noch nicht angewandt worden.
  • Ein bekanntes Verfahren, bei dem man Ammoniumformiat oder Gemische aus Ammoniumformiat und Formamid zusammen mit Ammoniak über feste Katalysatoren leitet, führt zwar auch zu guten Ausbeuten, aber hierbei erhält man überhaupt nicht freien Cyanwasserstoff, sondern nur Cyanide, während beim Arbeiten gemäß der vorliegenden Erfindung der Cyanwasserstoff als solcher entsteht.
  • Bei einen anderen bekannten Verfahren, bei dem man Formamid oder ammoniumformiathaltiges Formamid so rasch auf Temperaturen erhitzt, daß die Erhitzung nur ganz kurze Zeit, und zwar höchstens eine Sekunde lang, dauert, erhält man zwar Ausbeuten an freiem Cyanwasserstoff, die den bei der vorliegenden Arbeitsweise erhaltenen Ausbeuten entsprechen oder diese sogar überfreffen, aber die neue Arbeitsweise stellt insofern einen technischen Fortschritt dar, als sich die Anwendung eines Vakuums erübrigt, das bei jenem Verfahren erforderlich ist. Außerdem braucht man nicht dafür zu sorgen, .daß die Verweilzeit des Formamids im Reaktionsraum nur den Bruchteil einer Sekunde beträgt, und ferner gelingt es schon bei etwa q.20°, d. h. bei erheblich niedrigeren Temperaturen als bei dem bekannten Verfahren, unter gewöhnlichem Druck, den Cyanwasserstoff in einer Ausbeute von 85 °1o der Theorie und mehr darzustellen.
  • Beispiel i Formamiddampf wird - mit Stickstoff im Volumverhältnis 2: 1 gemischt - in eine i5 cm hohe, auf 40o° erhitzte Zinnschmelze aus einem mit feinen Bohrungen versehenen Eisenrohr geleitet. Der in sehr guter Ausbeute bei einmaligem Durchleiten gebildete Cyanwasserstoff wird nach Abscheidung des nicht zersetzten Formamids durch Kühlung auf - 30° ausgefroren. Beispiel e Formamiddampf wird - gemischt mit Ammoniak im Volumverhältnis r : i - in der im Beispiel r beschriebenen Weise in eine 2o cm hohe Bleischmelze eingeleitet. Der gebildete Cyanwasserstoff wird durch Absorption mit NTatronlauge in Form des Cyanids gewonnen. Beispiel 3 Formamiddampf, der im Verhältnis 5:1 mit Stickstoff vermischt ist, leitet man mit Hilfe eines trichterförmigen. Verteilers durch eine z5 cm hohe Schmelze aus 8 Teilen Blei und z Teilen Zinn, die auf q.20° gehalten wird. Die den Reaktionsraum verlassenden Gase werden durch einen ungekühlten Abscheider geleitet, in dem das unzersetzte Formamid zurückgehalten wird. Der gebildete Cyanwasserstoff wird zusammen mit dem gebildeten Wasser in gekühlten Vorlagen aufgefangen. Die Ausbeute beträgt 85 °1o der Theorie.
  • Beispiel q. Formamiddampf wird in der gleichen Weise wie in Beispiel 3 durch eine q.o cm hohe Zinnschmelze geleitet. Dabei beträgt die Ausbeute 70 °j" der Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH: Verfahren zur katalytischen Darstellung von Cyanwasserstoff aus Formamid oder ammoniumformiathaltigem Formamid, dadurch gekennzeichnet, daß man deren Dämpfe bei Temperaturen zwischen 300 und 6oo°, zweckmäßig mit Hilfe von Gasen, durch Metallschmelzen leitet.
DE1930561816D 1930-10-24 1930-10-24 Verfahren zur katalytischen Darstellung von Cyanwasserstoff Expired DE561816C (de)

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DE561816T 1930-10-24

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DE1930561816D Expired DE561816C (de) 1930-10-24 1930-10-24 Verfahren zur katalytischen Darstellung von Cyanwasserstoff

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DE (1) DE561816C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1064933B (de) * 1957-08-01 1959-09-10 Degussa Verfahren zur Gewinnung von Blausaeure

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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