DE569555C - Verfahren zur Formung von Gegenstaenden aus Kunstharz - Google Patents
Verfahren zur Formung von Gegenstaenden aus KunstharzInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C51/00—Shaping by thermoforming, i.e. shaping sheets or sheet like preforms after heating, e.g. shaping sheets in matched moulds or by deep-drawing; Apparatus therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)
- Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
Description
- Verfahren zur Formung von Gegenständen aus Kunstharz Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Formung von Gegenständen aus Kunstharz, das darin besteht, daß Kunstharzplatten im C-Zustand erhitzt und noch warm einer Ziehpressung unterworfen werden.
- Es ist bekannt, daß man Kunstharz in flüssigem Zustande durch gleichzeitige Einwirkung von Druck und Hitze härten und gleichzeitig formen kann. Es ist weiter bekannt, daß man das Kunstharzzwischenprodukt, das bei der Wärmeeinwirkung als gummiartige, in Phenol quellbare Masse entsteht, zerkleinern und die entstandene bröselige oder pulverförmige Masse durch Hitze und Druck wieder zu geformten Gegenständen zusammenschweißen kann.
- Es ist auch bekannt geworden, Kunstharz in Pulverform zu härten, zu mahlen und unter Hitze und Druck zu einer homogenen Masse zusammenzuschweißen. Alle diese bekannten Preß- oder Schweißvorgänge bedeuten eine Formung, bei der das erhaltene Produkt die kleinstmögliche Fläche einnimmt. Diese Verfahren sind da geeignet, wo es sich um Gegenstände aus massivem Kunstharz oder aus mit Füllstoffen versehenem Kunstharz handelt. Will man dagegen Körper mit Kunstharz umgeben, z. B. ein hölzernes Kernstück eines Klosettsitzes mit Kunstharzverschalung, so versagen diese bekannten Methoden, da infolge der Einwirkung der Hitze auf das Holz unerwünschte Nebenerscheinungen auftreten. Das einfache Aufleimen gebogener Platten versagt ebenfalls, da abgerundete Kanten dann nur durch geteilte Stücke belegt werden können.
- Es wurde nun gefunden, daß man Kunstharz einer Ziehpressung unterwerfe n-a-nn, wenn es genügend weit ausgehärtet ist. Die Härtung muß hierzu über den B-Zustand hinaus getrieben werden. Es genügt z. B. nicht, die Wärme einwirken zu lassen, bis das ursprüngliche flüssige Kunstharz eben erstarrt ist, sondern man muß längere Zeit, z. B. bei Anwendung einerHärtungstemperatur von etwa 75', noch mehrere Tage weitererhitzen. Das Material, das zur Ziehpressung geeignet ist, besitzt nicht mehr die Konsistenz und die physikalischen Eigenschaften des im B-Stadium befindlichen Produktes. Es ist z. B. nicht mehr quellbar in Phenol. Bei Temperaturen unter 5o° ist es hart und spröde, bei stärkerer Durchwärmung erweicht es wenig, ohne jedoch etwa gummiartig zu werden. Es ist ausgezeichnet mechanisch bearbeitbar.
- Da das Zwischenprodukt B einer Nachhärtung unterworfen werden muß, um selbst geringe mechanische Beanspruchungen auszuhalten, insbesondere z. B. das Arbeiten des Holzes das Kunstharz der Zwischenstufe B ohne weiteres zum Reißen bringen würde, ist es für die Verwendung in Verbindung mit Holz unverwendbar, da das Holz unter der Hitzeeinwirkung ebenso leiden würde wie die Verleimung.
- Das für das neue Verfahren benutzte aus-
Holzes ohne -weiteres stand und zeigt das Optimum der mechanischen Eigenschaften.gehärtete Kun_sth_ar7 dagegen erfordert keiner- lei -'-Tächhärtung, -hält den Bewegungen des - Der Unterschied des vorliegenden Verfahrens gegenüber den bekannten Verfahren liegt darin, daß@ Kunstharzplatten, d. h. zusammenhängende @unsthärzstücke'im Gegensatz zu pulverförmigem Material, durch mechanische Einwirkung so geformt werden, daß das geformte Stück anschließend_-eine_ größere.. Oberfläche besitzt als- im .ungeformten, _Zustand. Die Stärke der Platte wird dabei nach `lMhf3gabe des auf die einzelnen Teile der Platte ausgeübten Zuges verringert. Es war auch bekannt, schwache STücke aus Kunstharz in ausgehärtetem Zustand nach Erwärmung zu biegen und zu prägen.
- Es war jedoch bisher nicht erkannt worden, daß ein wie vorstehend angegeben gehärtetes Produkt der starken Beanspruchung durch die Ziehpressung ohne Rissebildung unterwoifen werden könnte, da .ja eine Zieh-Pressung eine erhebliche Materialwanderung ;misich@imgf_--.._ Ausführungsbeispiel Eine geschnittene oder glatt geschliffene gesägte Kunstharzplatte des vorstehend beschriebenen Härtungsgrades wird in einem Heizbade, zweckmäßig in einem Öl- oder Glyzerinbade, so lange erhitzt, bis. sie gleichmäßig durchwärmt und biegsam geworden ist. Dies erfolgt bei Temperaturen über etwa 70° in verhältnismäßig kurzer Zeit. Dann wird die Platte, solange sie noch warm und biegsam ist, in eine in den Abb. t und 2 dargestellte Form gebracht. Die Form ist zweckmäßig aus Hartholz, kann aber selbstverständlich auch aus anderem Material hergestellt werden.
- Durch einen Stempel a wird die Platte c in die Höhlung einer Matrize b gepreßt; der Stempel wird dann festgestellt und die -geformte Platte erkalten gelassen. Wichtig ist, daß ein Luftraumd vorhanden ist, in dem sich die Platte c bei der Ziehpressung ausdehnen kann.
- Die Verwendung von Holz als Formmaterial hat den Vorteil, daß eine zu rasche Oberflächenkühlung des Kunstharzes und damit das Entstehen von Spannungen besonders sicher vermieden werden.
- Man kann den formgebenden Unterteil des Stempels a auch abnehmbar gestalten und mit Leim überstreichen. Man erhält auf diese Weise in einem Arbeitsgang die Formung des Kunstharzstückes und seine Befestigung auf der Holzunterlage.
- Auch ohne Holzverstärkung sind derart geformte Kunstharzwannen, z. B. zum Waschen von Filmen o. ä., nach dem Erkalten so formbeständig, daß sie sich bei Dauerverwendung nicht verziehen.
- Die Formung kann auch so erfolgen, daß man die Kunstharzplatte auf den Holzkern aufleimt und dann durch Einpressen in warmen Formensand die überstehenden Teile der Kunstharzplatte gleichzeitig erwärmt und über die Kanten und Ecken des Holzkernes zieht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Formung von Gegenständen aus Kunstharz, dadurch gekennzeichnet, daß ausgehärtete Kunstharzplatten erhitzt und noch warm einer Ziehpressung unterworfen werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE569555T | 1930-02-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE569555C true DE569555C (de) | 1933-02-04 |
Family
ID=6568377
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930569555D Expired DE569555C (de) | 1930-02-26 | 1930-02-26 | Verfahren zur Formung von Gegenstaenden aus Kunstharz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE569555C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE860268C (de) * | 1944-09-09 | 1953-02-05 | Westinghouse Electric Corp | Verfahren zur Herstellung von Gewebeschichtkoerpern mit einem mehr oder weniger waermehaertenden Harz als Bindemittel |
| DE924170C (de) * | 1941-07-30 | 1955-02-28 | Franz Duerrmann | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Rollen versehenen Kunststoffkaefigen fuer Rollenlager |
| DE968668C (de) * | 1950-06-01 | 1958-03-20 | Max Baermann | Verfahren zum Stabilisieren von aus ferromagnetischen Teilchen verschiedener Korngroesse und einem Bindemittel bestehenden, homogenen ferromagneitschen Mischungen |
-
1930
- 1930-02-26 DE DE1930569555D patent/DE569555C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE924170C (de) * | 1941-07-30 | 1955-02-28 | Franz Duerrmann | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mit Rollen versehenen Kunststoffkaefigen fuer Rollenlager |
| DE860268C (de) * | 1944-09-09 | 1953-02-05 | Westinghouse Electric Corp | Verfahren zur Herstellung von Gewebeschichtkoerpern mit einem mehr oder weniger waermehaertenden Harz als Bindemittel |
| DE968668C (de) * | 1950-06-01 | 1958-03-20 | Max Baermann | Verfahren zum Stabilisieren von aus ferromagnetischen Teilchen verschiedener Korngroesse und einem Bindemittel bestehenden, homogenen ferromagneitschen Mischungen |
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