DE56881C - Neuerung an Flaschenverschlüssen - Google Patents
Neuerung an FlaschenverschlüssenInfo
- Publication number
- DE56881C DE56881C DENDAT56881D DE56881DA DE56881C DE 56881 C DE56881 C DE 56881C DE NDAT56881 D DENDAT56881 D DE NDAT56881D DE 56881D A DE56881D A DE 56881DA DE 56881 C DE56881 C DE 56881C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bottle
- closure
- closure piece
- tube
- ring
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 21
- 238000007789 sealing Methods 0.000 claims description 8
- 230000004048 modification Effects 0.000 claims description 4
- 238000012986 modification Methods 0.000 claims description 4
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims description 2
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 9
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 8
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 4
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 244000059549 Borneo rubber Species 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 241001411320 Eriogonum inflatum Species 0.000 description 1
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N carbonic acid Chemical compound OC(O)=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000007799 cork Substances 0.000 description 1
- 239000013013 elastic material Substances 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 239000008267 milk Substances 0.000 description 1
- 210000004080 milk Anatomy 0.000 description 1
- 235000013336 milk Nutrition 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B67—OPENING, CLOSING OR CLEANING BOTTLES, JARS OR SIMILAR CONTAINERS; LIQUID HANDLING
- B67D—DISPENSING, DELIVERING OR TRANSFERRING LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B67D1/00—Apparatus or devices for dispensing beverages on draught
- B67D1/04—Apparatus utilising compressed air or other gas acting directly or indirectly on beverages in storage containers
- B67D1/0456—Siphons, i.e. beverage containers under gas pressure without supply of further pressurised gas during dispensing
Landscapes
- Closures For Containers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Neuerung an Flaschenverschlüssen.
Die Erfindung bezieht sich auf die nachstehend beschriebenen Neuerungen an Flaschenverschlüssen
derjenigen Art, wie solche im Patente No. 50119 beschrieben sind, sowie
ferner auf Verschlüsse für Syphonflaschen, auf Oeffnungsvorrichtungen für dieselben und auf
Vorrichtungen, um solche Flaschen zu füllen.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist ein senkrechter Schnitt des Flaschenhalses, welcher
mit einer nach dieser Erfindung construirten Verschlufsvorrichtung versehen ist. Letztere
ist geschlossen dargestellt. Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, nur ist der Flaschenhals
in umgekehrter Lage gezeichnet und die Verschlufsvorrichtung nach innen zu mittelst
eines Apparates gedrückt, welcher auf dem Rande eines zu füllenden Glases aufruht. In
der Zeichnung ist letzteres sowohl, wie der Apparat zum Oeffnen punktirt dargestellt.
Fig. 3 ist eine Ansicht der Verschlufsvorrichtung und des Riegels von oben, und zwar sind
beide von dem Flaschenhalse abgetrennt dargestellt.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Verschlufsvorrichtung, wenn solche aus dem Flaschenhalse
herausgenommen ist.
Der Flaschenverschlufs kann aus einem Stück von geeignetem Material gefertigt sein; gewöhnlich
wird derselbe aus Glas hergestellt. Derselbe besteht aus einem unteren, ein Ventil
bildenden Theile 1, einem oberen knopfartig ausgebildeten Theile 2 und einem Verbindungssteg 3. Zwei Nuthen 4, 4 sind an gegenüberliegenden
Seiten des VerschlufsstUckes angeordnet, und erstreckt sich jede Nuth durch den knopfartigen
Theil 2 und den Steg. Eine ringförmige Nuth 5 ist zwischen dem Ventil 1 und dem
Theile 2 angebracht. 6 (Fig. 1) ist ein Ring aus elastischem Material, wie z. B. Kautschuk.
Derselbe liegt theils innerhalb der ringförmigen Nuth 5 des VerschlufsstUckes, theils in einer
inneren ringförmigen Nuth 7 des Flaschenhalses. Der Ring 6 pafst lose in die ringförmige
Nuth 5 und braucht sich nicht eng an den Steg 3 anzuschliefsen.
8 ist ein zweiter elastischer Ring, der gegen die untere Seite eines oben an dem Theile 2
angebrachten Flantsches 2a drückt und auf einem ringförmigen Absatz 7a innerhalb des Flaschenhalses
aufruht. Die Breite dieses Absatzes ist so berechnet, dafs der innere Theil des elastischen
Ringes 8 schnell nach innen zu bewegt werden kann, wie in Fig. 2 dargestellt ist, um
den Verschlufs zu öffnen.
Ein solcher Verschlufs mit zwei elastischen Ringen wird, wenn er bei einer mit Kohlensäure
enthaltende Flüssigkeit angefüllten Flasche angebracht ist, durch den Druck des Gases
innerhalb der Flasche nach aufsen gedrängt und hierbei von dem zweiten elastischen Ring 8
unterstützt, so dafs der untere oder ventilartig ausgearbeitete Theil 1 in normaler Lage gegen
den Ring 6 drückt, wie aus Fig. ι ersichtlich ist, und somit einen hermetischen Verschlufs
der Flasche bewirkt.
Wird die Flasche umgekehrt und das Verschlufsstück mittelst irgend eines passenden
Apparates behufs Oeffnens der Flasche nach innen gedrückt, wie solches beispielsweise in
punktirten Linien bei α in Fig. 2 angedeutet ist und nachher beschrieben werden soll, so
wird der innere Theil des elastischen Ringes 8 nach innen gedrückt und das Ventil 1
von dem Ring 6 sich abheben, so dafs die Nuthen 4 theilweise, wie in der Zeichnung dargestellt,
geöffnet werden.
Es wird alsdann durch diese Oeffhung Flüssigkeit in ein untergestelltes Gefä'fs B aus-'
fliefsen. Wird hierauf die Verschlufsvorrichtung sich selbst überlassen, so wird das Ventil 1
durch den Druck des Gases auf seinen Sitz zurückgeprefst und dieser Vorgang noch durch
den Ring 8 unterstützt. Die Flasche ist nunmehr wieder geschlossen, bis der Verschlufs
von neuem wieder nach innen gedrückt wird.
Wird der Verschlufs bei einer Flasche angebracht, welche eine Flüssigkeit enthält, die
keine Gase entwickelt, so wird derselbe in normaler Lage durch die Wirkung des elastischen
Ringes 8 auf den elastischen Ring 6 gedrückt.
Der Ring 8 dient ebenfalls dazu, das Ventil in seine geschlossene Lage zurückzuführen,
wenn der Verschlufs geöffnet worden ist und der Druck, welcher das Oeffnen bewirkt hat,
aufhört.
Wird die Verschlufsvorrichtung bei Flaschen gebraucht, die unter Druck befindliche Flüssigkeiten
enthalten, so kann der Ring 8 fortfallen und wird der Theil 1, wenn er in seiner geschlossenen
Lage sich befindet, gegen den Ring 6 durch den Druck des in der Flasche befindlichen Gases gedrückt.
Fig. 5 zeigt eine solche Verschlufsvorrichtung mit nur einem einzigen Ringe. Hier dient der
Flantsch 2a des Theiles 2 des Verschlufsstückes dazu, letzteres zu verhindern, durch den Ring 6
hindurch in die Flasche gedrückt zu werden, wenn letztere mit unter sehr hohem Druck
befindlichen Flüssigkeiten angefüllt ist und behufs Oeffnens das Verschlufsstück unter
starkem Druck nach innen geprefst werden mufs.
Der Flantsch 2a stöfst in diesem Falle gegen
den Vorsprung γα im Flaschenhalse und verhindert
somit eine weitere Bewegung des Verschlufsstückes nach innen.
Bei den in den Fig. 6 bis 9 inclusive dargestellten Constructionen des Verschlusses ist
der obere Theil 2 desselben kürzer, wie die in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Verschlufsstücke,
und ist mit nur einem einzigen Ringe 6 versehen. Der zweite elastische Ring 8 (Fig. 1
bis 4), sowie auch die Flantschen 2a am oberen Ende des Theiles 2 der Fig. 1 bis 5 sind in
Fortfall gekommen, sonst ist der in den Fig. 6 bis 9 dargestellte Verschlufs dem zuerst beschriebenen
ähnlich.
Dieser Verschlufs mit nur einem elastischen Ring 6 dient für Flaschen, welche kohlensäurehaltige
Flüssigkeiten enthalten. Die Wirkung ist ähnlich, wie bei dem in Fig. 1 bis 5
dargestellten Verschlufsstück. Ist aber der Verschlufs geschlossen, so wird er nur durch den
Druck des in der Flasche befindlichen Gases gegen den Ring 6 gedrückt. Ist ein solches
Verschlufsstück in geschlossener Lage, so drückt die ringförmige Kante ia des Ventiles 1 den
Ring 6 zusammen und stellt so . eine dichte Verbindung her.
Giebl man dem unteren Theile 1 des Verschlufsstückes
eine konische Form, wie in der Zeichnung angedeutet, so kann derselbe leicht durch den elastischen Ring 6 hindurchgesteckt
und in seine Lage gebracht werden.
Statt das Verschlufsstück, wie solches in den Fig. ι bis 9 dargestellt ist, mit zwei von einander
unabhängigen Kanälen 4 zu versehen, kann nur ein einziger Kanal angebracht werden;
jedoch hält der Erfinder es für vortheilhaft, zwei Kanäle anzubringen, da dieselben
dann enger gemacht werden können, als wenn nur ein einziger Kanal vorhanden ist. Auch
ist die Möglichkeit, dafs der Ring von seinem Sitz aufwärts durch den einen Kanal hindurchgedrängt
würde, wenn die Flaschen Flüssigkeiten unter hohem Druck enthalten, ausgeschlossen.
Die beiden seitlichen Kanäle können auch in einem einzigen Kanäle sich vereinigen, der
dann durch den Theil 2 und den Steg 3 von einer Seite zur anderen hindurchgeht, wie
solches bei 4X in Fig. 10 und 11 angedeutet
ist. Um nun zu verhindern, dafs ein solches Verschlufsstück, wie in Fig. 6 bis 11 der
Zeichnung dargestellt, in die Flasche hineingedrückt wird, was leicht vorkommen kann,
wenn die Flasche mit unter sehr hohem Druck befindlicher Flüssigkeit gefüllt und die untere
Fläche der Nuth 7 ungleichmäfsig gestaltet ist, wird der untere Theil 1 des Verschlufsstückes
keilförmig ausgebildet, wie in Fig. 13 dargestellt. Die rechtwinklig zu den schrägen
Flächen liegenden Seiten sind parallel, und ist der Flaschenhals, wie bei 9 in Fig. 1 2 angedeutet
ist, verengt, so dafs das Verschlufsstück, falls es zu stark nach innen gedrückt wird, durch
die Verengung des Halses bei 9 aufgehalten und verhindert wird, durch den Ring 6 hindurchgedrückt
zu werden.
Die Fig. 6a und 6b zeigen ein Verschlufsstück
mit einem einzigen Ringe, der bei Flaschen zur Anwendung kommt, die mit keine Gase
entwickelnden Flüssigkeiten gefüllt sind, wie z. B. Arzenei, Milch, Kumifs. Bei dieser Construction
ist der elastische Ring ungefähr so
dick, wie die Nuth 5 im Verschlufsstück, und ist der innere Durchmesser des Ringes so bemessen,
dafs der Ring eng an den Steg 3 sich anschliefst, wie in der Zeichnung veranschaulicht
ist, so dafs der Ring in seiner normalen Lage das Verschlufsstück in geschlossener Lage
hält und die Austrittskanäle absperrt. Das untere Ende eines jeden Kanales endigt hier
bei 5 x in die Nuth 5.
Fig. 14 der beiliegenden Zeichnung ist ein Verticalschnitt eines Apparates, mit welchem
der Verschlufs geöffnet wird. Derselbe ist hier bei einem Flaschenhalse angebracht, der in abwärts
gerichteter Lage dargestellt ist. Fig. 15 ist eine ä'ufsere Ansicht des Apparates zum
Oeffhen des Verschlusses, in abwärts gerichteter Lage dargestellt. Fig. 16 ist eine Ansicht desselben
von oben. Fig. 17 zeigt ein Detail des vorerwähnten Apparates.
10 ist ein eine Kappe 11 tragender Hebel,
welcher bei .12 an einem Metallstreifen 1 3 drehbar befestigt ist, welch letzterer das eine Ende
eines federnden Bandes 1 3a bildet. Dieses kann
schnell und leicht in einer äufseren ringförmigen Nuth 14 am Flaschenhalse angebracht und dadurch
geschlossen werden, dafs das freie Ende des Streifens mit dem anderen Ende desselben
verbunden wird. Zu diesem Zwecke ist das Band i3a mit Einschnitten 1313 und 13° versehen
(s. Fig..17), so dafs, wenn die Einschnitte in einander gehakt werden, die Enden
des Bandes verbunden sind und das letztere am Flaschenhalse in der Nuth befestigt ist.
Auf der Kappe 11 sitzt ein Rohr 16, das
in die Flaschenöffnung eingeführt wird und den Verschlufs nach innen drückt und dadurch
den Verschlufs öffnet, wenn man auf den Hebel 10 einen Druck ausübt. Die Kappe
dient dazu, die austretende Flüssigkeit zu leiten, welche etwa zwischen der Flaschenöffnung und
dem Rohre 16, anstatt durch letzteres allein, in das Glas entweicht.
Fig. 18 ist ein Verticalschnitt, welcher eine abgeänderte Form des Apparates zum Oeffhen
des Verschlusses darstellt. Die Kappe 11 der in Fig. 14 bis 16 dargestellten Vorrichtung ist
hier in Fortfall gekommen, und ist das Rohr 16 mit einem elastischen Ringe i6a umgeben,
welcher eine dichte Verbindung zwischen dem oberen Theile des Flaschenhalses und dem
Rohr 16 herstellt, wenn dieser Apparat zum Oeifhen der Flasche gebraucht wird.
Die Fig. 19 und 20 zeigen eine äufsere Ansicht
und eine Ansicht von oben einer Vorrichtung zum Oeffnen des Verschlusses, die mit einem Rohr 16 versehen ist, das in die
Flaschenöffnung eingeführt wird. Dieses Rohr wird von Armen 17 getragen, die auf dem
Rande des Glases, wie solches in Fig. 2 und 7 punktirt angedeutet ist,, aufruhen. Ein jeder
dieser Arme ist mit einer scharfen Oberkante I7a versehen, welche der austretenden
Flüssigkeit wenig Widerstand entgegensetzt, wenn der Verschlufs in der in Fig. 2 und 7
dargestellten Weise geöffnet wird. Ein Verspritzen der Flüssigkeit wird auf diese Weise vermieden.
Ein seitliches Entweichen der Flüssigkeit über die Kante des Glases wird ebenfalls
dadurch vermieden, dafs die Arme 17, wie in der Zeichnung angedeutet ist, abwärts in das
Glas hineingebogen werden, so dafs die Flaschenöffnung theilweise in das Glas hineinreicht.
Diese Arme können, wie bei 18 angedeutet, mit Einschnitten versehen sein, um ein Gleiten auf dem Glasrande zu verhindern.
Die breiten· äufseren Enden der gebogenen Arme 17 können auch durch einen Ring i8a mit
einander verbunden sein. Die Fig. 21 und 22 stellen einen solchen Apparat zum Oeffnen des
Verschlusses dar, bei welchem die Arme und Ringe als aus einem Stück hergestellt gezeichnet
sind. Die in den Fig. 14 bis 22 dargestellten Vorrichtungen zum Oeffnen des Verschlusses
können auch statt mit einem Rohr 16 mit einem massiven Ansatz versehen sein, der
konisch gestaltet sein kann und um welchen herum beim Entleeren der Flasche Flüssigkeit
entweicht.
Um eine Flasche, die mit einer nach dieser Erfindung construirten Verschlufsvorrichtung
versehen ist, so einzurichten, dafs durch den Gasdruck die in der Flasche enthaltene Flüssigkeit
nach Art einer gewöhnlichen Syphonflasche zum Auslaufen gemacht wird, wendet Erfinder
die in Fig. 23 im Verticalschnitt dargestellte Anordnung an. Die Verschlufsvorrichtung ist
hier ähnlich der in den Fig. 6 bis 9 dargestellten Construction mit nur einem elastischen
Ringe 6 versehen. 19 ist das innere Auslafsrohr, welches mit seinem unteren Ende
bis nahe auf den Boden der Flasche reicht. Dieses Rohr 19 reicht mit seinem oberen Ende
in den Flaschenhals 9a hinein und ist mit
einem Ringe i9a aus geeignetem Material, wie
z. B. Kautschuk oder Kork, versehen, welcher den ringförmigen Raum zwischen Rohr 19 und
Flaschenhals schliefst. Die Vorrichtung zum Oeffnen besteht aus einem Gehäuse 20, welches
auf den Flaschenhals aufgeschraubt oder auf andere passende Weise befestigt wird. Zwischen
dem Flaschenhals und dem Gehäuse 20 ist ein Dichtungsring 21 angeordnet. In dem Gehäuse
20 ist ein Stift 22 angeordnet, welcher mittelst des Hebels ioa abwärts bewegt werden
kann. Der Stift drückt bei der Abwärtsbewegung auf das oben beschriebene Verschlufsstück,
worauf die Flüssigkeit, durch den Gasdruck durch Rohr 19 nach oben getrieben, aus dem
Rohr 23 austritt. Bei Nachlassen des Druckes auf Hebel ioa schliefst sich das Verschlufsstück
wieder. Wenn man den Hals der einzelnen
Flaschen mit Schraubengewinde versieht, wie in der Zeichnung dargestellt, so kann das Gehäuse
20 mit der Vorrichtung zum Oeffnen schnell und bequem abgenommen und wieder
angebracht werden, so dafs dieselbe Vorrichtung zum Oeffnen für verschiedene Flaschen Anwendung
finden kann.
Statt den Flaschenhals mit einem äufseren und die Oeffnungsvorrichtung mit einem inneren
Schraubengewinde zu versehen, kann auch die umgekehrte Anordnung getroffen werden. Die
innere Röhre mit dem Ring io,a ersetzt die in
den gewöhnlichen Syphonflaschen angebrachte Glasröhre mit Metallhalter, wodurch der Uebelstand
vermieden wird, dafs die in solchen Flaschen enthaltene Flüssigkeit infolge der Berührung
mit dem Metall verdirbt oder schädlich beeinflufst wird.
Um Syphonflaschen von gewöhnlicher Construction mit der vorliegenden Erfindung zu
versehen, werden die gewöhnlichen Röhren durch die oben bezeichnete Röhre ig und den
Dichtungsring I9a ersetzt, wobei der gewöhnliche Ventilsitz im Syphonkopfe 20 ausgeschnitten
und die Kammer 2Oa oberhalb derselben so vergröfsert wird, dafs der Obertheil 2
des Verschlufsstückes in derselben Platz findet, wie in Fig. 24 veranschaulicht ist. 21 ist ein
Dichtungsring zwischen dem Flaschenhalse und dem Gehäuse 20. 6 ist ein elastischer Ring,
der die in den Fig. 6 bis 9 dargestellte Verschlufsvorrichtung trägt und mit derselben eine
gasdichte Verbindung herstellt. Dieser Ring liegt in einer zwischen der Flaschenöffnung und
dem Syphonkopfe angebrachten Nuth.
Fig. 25 veranschaulicht eine Abänderung, bei welcher das Verschlufsstück mit zwei elastischen
Ringen versehen ist, von welchen der eine, 6, zwischen dem Gehäuse 20 und dem Flaschenhalse
liegt, während der andere, 24, auf dem Vorsprung 25 ruht, der innerhalb des Gehäuses
20 angeordnet ist. Die Wirkung dieses Verschlufsstückes ist der oben beschriebenen
ähnlich. 27 ist ein Schraubenbolzen, welcher durch den oberen Theil des Gehäuses hindurchgeführt
ist und durch welchen das Verschlufsstück abwärts gedrückt und die Flasche somit
geöffnet wird. 28 ist ein Stift oder eine. Stellschraube, die den Zweck hat, zu verhindern,
dafs der Schraubenbolzen 27 vollständig herausgedreht werden kann.
Ein Schraubenbolzen, ähnlich wie 27 in Fig. 25, kann auch an Stelle des Hebels ioa dazu
benutzt werden, um den Stift 22 in Fig. 23 abwärts zu drücken. Das Gehäuse 20 mufs
dann natürlich entsprechend geändert werden. Das Gehäuse 20 (Fig. 25) ist am Flaschenhalse
mittelst eines gespaltenen Ringes, ähnlich wie solcher bei den gewöhnlichen . Syphonflaschen
gebraucht wird, abnehmbar befestigt.
Fig. 26 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 25, nur ist hier die Schraube 27 durch den
Hebel ioa ersetzt.
Um Flaschen, die mit der vorstehend beschriebenen Verschlufsvorrichtung versehen sind,
mit kohlensäurehaltiger Flüssigkeit füllen zu können, mufs die Füllmaschine mit einer Düse
versehen sein, die so beschaffen ist, dafs die Verschlufsvorrichtung in die Flasche hineingedrückt
und während des Füllens in dieser Lage gehalten wird. Um eine Flasche mit den gewöhnlichen Füllmaschinen zu füllen, bedient
Erfinder sich einer .Vorrichtung, wie solche in Fig. 27 in einem Verticalschnitt und in Fig. 28
im Grundrifs dargestellt ist. Diese Vorrichtung besteht aus einer Kappe 29, die den F'aschenhals
umgiebt. Diese Kappe läuft nach dem Ende konisch zu und ist hier mit einer Oeffnung
29a versehen. In die Kappe hinein springt
ein kurzes Rohr mit dem Dichtungsring 29b.
Behufs Füllung der Flasche wird die Kappe auf das obere Ende gesetzt, wobei das in der
Kappe befindliche kurze Rohr das Verschlufsstück in den Flaschenhals 'hineindrückt und
dadurch den Verschlufs geöffnet hält. Der Ring 29b bewirkt dichten Abschlufs an dem
oberen Rande der Flaschenöffnung.
In die Oeffnung 29a wird zur Flüssigkeitsleitung
Schlauch, Rohr u. s. w. mit einem konisch zugespitzten Mundstück eingeführt, so dafs die Flüssigkeit in die Flasche strömen kann.
Claims (3)
1. Die Abänderung des im Anspruch No. 1.
des Patentes No. 50119 gekennzeichneten. Flaschenverschlusses mit Auslafsvorrichtung
dahin, dafs die Bohrung d mit Oeffnungen h durch einen oder mehrere an der Aufsenseite
des Verschlufsstückes 1, 2, 2a angebrachte
Nuthen 4, 4 (Kanäle) ersetzt werden, derart, dafs beim Hineindrücken des Verschlufsstückes
in den Flaschenhals die Flüssigkeit zwischen dem Untertheil 1 des Verschlufsstückes
und dem elastischen Dichtungsring 6 hindurch durch die Nuthen 4 hindurch nach aufsen behufs Entleerens der
Flasche oder behufs Füllens derselben in umgekehrter Richtung fliefsen kann (Fig. 1
und 2).
2. Die Abänderung der in vorstehendem Anspruch 1'. gekennzeichneten Vorrichtung
dahin, dafs der zweite elastische Dichtungsring 8 auf dem Obertheil 2, 2a des Verschlufsstückes
wegfällt und das letztere beim Niederdrücken mit seinem vorspringenden Rande 2a auf den Absatz 7a im Flaschenhals
stöfst, wodurch die Abwärtsbewegung des Verschlufsstückes begrenzt wird (Fig. 5).
3. Die Abänderung der im Anspruch 1. gekennzeichneten
Vorrichtung dahin, dafs das Verschlufsstück 1, 2 durch den elastischen
Dichtungsring 6 allein gehalten wird und der Flaschenhals unterhalb des Verschlufsstückes
sich verengt, um zu verhüten, dafs das Verschlufsstück beim Oeffnen der Flasche sich von dem Dichtungsring 6 löst
und in die Flasche hineinfällt.
Eine Vorrichtung zum Oeffnen des im Anspruch i. gekennzeichneten Verschlusses, bestehend in dem mit Armen 17 auf dem zu füllenden Gefäfs ruhenden Rohr 16, auf welches der Flaschenhals geprefst wird, derart, dafs das Rohr 16 das Verschlufsslück öffnet und die Flüssigkeit durch Rohr 16 oder, falls statt dieses Rohres ein massiver Cylinder benutzt wird, um diesen herum in das" Gefäfs fliefsen läfst.
Die Anwendung der in den Ansprüchen 1. und 2. gekennzeichneten Verschlufsvorrichtungen für Syphons, d. h. Flaschen, welche unter Gasdruck stehende Flüssigkeiten enthalten, in der Weise, dafs das Verschlufsstück mittelst Stange 22 und Hebel ioa oder mittelst Schraube 27 abwärts bewegt wird.
Eine Vorrichtung zum Oeffnen des im Anspruch i. gekennzeichneten Verschlusses, bestehend in dem mit Armen 17 auf dem zu füllenden Gefäfs ruhenden Rohr 16, auf welches der Flaschenhals geprefst wird, derart, dafs das Rohr 16 das Verschlufsslück öffnet und die Flüssigkeit durch Rohr 16 oder, falls statt dieses Rohres ein massiver Cylinder benutzt wird, um diesen herum in das" Gefäfs fliefsen läfst.
Die Anwendung der in den Ansprüchen 1. und 2. gekennzeichneten Verschlufsvorrichtungen für Syphons, d. h. Flaschen, welche unter Gasdruck stehende Flüssigkeiten enthalten, in der Weise, dafs das Verschlufsstück mittelst Stange 22 und Hebel ioa oder mittelst Schraube 27 abwärts bewegt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56881C true DE56881C (de) |
Family
ID=331287
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56881D Expired - Lifetime DE56881C (de) | Neuerung an Flaschenverschlüssen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56881C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0291788A1 (de) * | 1984-05-10 | 1988-11-23 | Richard J. Hagan | Apparat und Verfahren zum Abfüllen einer Syphonflasche für die Abgabe von Getränken |
-
0
- DE DENDAT56881D patent/DE56881C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0291788A1 (de) * | 1984-05-10 | 1988-11-23 | Richard J. Hagan | Apparat und Verfahren zum Abfüllen einer Syphonflasche für die Abgabe von Getränken |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69013914T2 (de) | Ausgiesser für flakons oder dergleichen mit einem element zum durchstechen einer verschlussmembran. | |
| DE2449861A1 (de) | Einrichtung zum ausschenken von qualitaetsweinen o.dgl. | |
| DE2734698A1 (de) | Vorrichtung fuer das durchstechen und abdichten von kohlensaeurepatronen u.dgl. | |
| DE1266647B (de) | Kolbenpumpe | |
| DE1280697B (de) | Verschlussvorrichtung mit doppelter Abdichtung fuer zwei verschiedene Fluessigkeiten enthaltende Spritzflaschen | |
| DE2641538A1 (de) | Fuellventil zur fuellung von flaschen mit unter druck stehenden getraenken | |
| DE1632722B2 (de) | Loesbare gas- und fluessigkeitsdichte verbindung zwischen zwei behaeltern, insbesondere zwischen einem aufladebehaelter und dem reservebehaelter eines gasfeuerzeuges | |
| EP0867219A1 (de) | Vorrichtung zum Karbonisieren einer Flüssigkeit | |
| DE56881C (de) | Neuerung an Flaschenverschlüssen | |
| DE2123865B2 (de) | Füllelement | |
| DE2139870A1 (de) | Siphon Ventilverschlußkopf | |
| DE2638749C3 (de) | Vorrichtung zum Füllen von Flaschen bei gleichbleibendem Druck | |
| DE60010242T2 (de) | Schnellverschluss für kleine flüssigkeitsbehälter | |
| DE2410532C3 (de) | Abgabe- und Sicherheitsventil für Schlagsahnebehälter | |
| DE1249111B (de) | Verschluß fur Flaschen und andere Behalter | |
| DE3427760A1 (de) | Bajonettverschluss mit einem dichtungselement zum verschliessen eines behaelters | |
| EP0309612A1 (de) | Vorrichtung zum Entleeren von Flaschen | |
| DE50119C (de) | Neuerung an Flaschenverschlüssen | |
| DE3648C (de) | Flaschenverschlufs und Apparat zur Befestigung desselben | |
| DE2622590A1 (de) | Flaschenfuellventil | |
| DE41873C (de) | Neuerung an Verschlufsvorrichtungen für Flaschen und andere Behälter, welche zur Aufnahme gashaltiger Flüssigkeiten dienen | |
| DE107922C (de) | ||
| DE120860C (de) | ||
| DE1632722C3 (de) | Lösbare gas- und flüssigkeitsdichte Verbindung zwischen zwei Behältern, insbesondere zwischen einem Aufladebehälter und dem Reservebehälter eines Gasfeuerzeuges | |
| DE170147C (de) |