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Maschine zur Herstellung von Maschinen- und Decknadeln für Wirk- und
Strickmaschinen aus fortlaufendem Draht Die Erfindung betrifft eine Maschine zur
Herstellung von Maschinen- und Decknadeln für Wirk- und Strickmaschinen. Bei den
bekannten Maschinen werden aus fortlaufendem Draht einzelne Stücke abgetrennt und
nacheinander einzelnen, in Längsrichtung der Maschine angeordneten Arbeitsstellen
zum Formen der Drahtstücke zugeführt.
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Den bekannten Maschinen gegenüber besteht das Neue bei der Maschine
gemäß Erfindung darin, daß den einzelnen Werkzeugen und Vorrichtungen je ein ihnen
gegenüberliegender, quer zur Längsrichtung der 'Maschine hin und her beweglicher
Werkstückhalter zugeordnet und zwischen diesen und den Vorrichtungen und Werkzeugen
ein in Längsrichtung der Maschine mit Greiferbacken versehener Schlitten angeordnet
ist.
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Gegenüber den bekannten Maschinen, bei welchen ein endloses Band in
derselben Richtung zur Förderung der Werkstücke ruckweise bewegt wird, ermöglicht
die Anordnung der Greiferbacken auf einem hin und her bewegten Schlitten eine wesentliche
Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit. Dasselbe gilt für die quer zur Maschinenlängsrichtung
beweglichen Werkstückhalter, die den einzelnen Bearbeitungsvorrichtungen zugeordnet
und in entsprechenden Abständen voneinander angeordnet sind. Durch eine derartige
Anordnung der Werkstückhalter, an welche der hin und her bewegte Schlitten das Nadelwerkstück
zur Bearbeitung abgibt, wird ferner das Bearbeiten an beiden Enden oder an verschiedenen
Stellen des Werkstückes ermöglicht und ein Drehen und Wenden desselben während des
Arbeitsganges erleichtert.
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Zur weiteren Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit und damit der Produktionsziffer
sind der Erfindung gemäß die Werkstückhalter in genau gleichen Abständen angeordnet
und die Entfernungen der Greiferbacken auf dem Schlitten diesen Abständen angepaßt.
Auf diese Weise wird erreicht, daß j edesmal ein von den Greiferbacken gehaltenes
Werkstück bei Vorbewegung des Schlittens der nächsten Arbeitsstelle zugeführt wird,
während der Schlitten nach Übernahme der Werkstücke durch die zugehörigen Werkstückhalter
beim Zurückbewegen in gleicher Weise inzwischen an der vorhergehenden Arbeitsstelle
bearbeitete Werkstücke übernimmt, um sie bei der nächsten Vorwärtsbewegung der folgenden
Arbeitsstelle zuzuführen. Es wird also jede Bewegung des Schlittens sowohl in der
einen als auch in der anderen Richtung voll ausgenutzt und damit jeglicher Leerlauf
vermieden.
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Zur weiteren Verbesserung der Maschine in diesem Sinne erfolgt vorteilhaft
die Bewegung des Schlittens, die Steuerung der Werkstückhalter sowie der Greiferbacken
und die Wirkung der Werkzeuge und Einrichtungen der einzelnen Arbeitsstellen gemeinsam
von der Antriebswelle in der Weise, daß jedesmal alle Greiferbacken die Werkstücke
erfassen, an der nächsten Arbeitsstelle dem Werkstückhalter übergeben und die Werkstücke
der Arbeitsstelle zuführen, worauf
alle Arbeitsstellen die ihnen
zufallende Bearbeitung ausführen.
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Auf den Zeichnungen sind einige beispielsweise Ausführungsformen der
Maschine geinäß Erfindung dargestellt. Selbstverständlich können die einzelnen Teile
in beliebiger und zweckentsprechender Weise geändert werden, ohne aus dem Rahmen
der Erfindung zu fallen.
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Abb. i zeigt eine Seitenansicht der Maschine.
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Abb. :2 stellt eine Draufsicht der linken Hälfte der Maschine dar.
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Abb. 3 -neigt eine Draufsicht auf die rechte Hälfte.
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Abb. 4 zeigt in vergrößertem Maßstäbe den Werkstückhalter der Schneidvorrichtung.
Abb.5 ist ein Schnitt in Richtung dei Linie 5-5 von Abb. 2.
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Abb. 6 zeigt in Seitenansicht zum Teil im Schnitt die linke Hälfte
der Maschine; die Schnittebene liegt in Längsrichtung des Trägers.
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Abb.7 ist ein Längsschnitt der rechten Hälfte (entsprechend Abb. 6).
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Abb.8 zeigt die Drahtschneidvorrichtung (geschnitten in Richtung der
Linie 8-8 der Abb. i).
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Abb. 9 zeigt perspektivisch die anfängliche Übertragungsvorrichtung.
Abb. 1o ist ein Schnitt in Richtung der Linie io-io der Abb. i und zeigt die Kopfschleifvorrichtung.
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Abb. i i zeigt in vergrößertem Maßstäbe die Steuerungsvorrichtung
für das Futter, welches die Nadeln während des Schleifvorganges hält.
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Abb. 1 2 zeigt die Backen des Futters geschlossen, während die Nadel
mit der Schleifscheibe in Berührung kommt.
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Abb. 13 veranschaulicht die Berührung der Nadel mit der Schleifscheibe.
. Abb. 14 ist ein Schnitt der Linie i4-14 von Abb. i und zeigt die Vorrichtung,
welche das Werkstück -zum erstenmal schmiedet. =1bb.15 zeigt in vergrößertem Maßstäbe
die die Nadeln tragenden Greiferbacken. Abb. 16 stellt das Futter und die Schmiedevorrichtung
des ersten Schmiedearbeitsganges dar.
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Abb. 17 ist eine Vorderansicht der Backen des in Abb. 16 dargestellten
Futters. Abb.18 zeigt perspektivisch eine Backe des Futters.
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Abb. i9 zeigt eine Vorderansicht der Schmiedevorrichtung.
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Abb.2o stellt die Stempel der Schmiedevorrichtung dar.
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Abb.21 veranschaulicht die Vorrichtung, welche den zweiten Schmiedearbeitsgang
bewirkt. Abb:22 ist ein Schnitt in Richtung der Linie 22-22 der Abb. i und zeigt
.die Vorrichtung zum Zuschneiden, Anspitzen und Polieren der Nadel.
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Abb.23 ist ein Schnitt durch das Futter und die Zuschneidevorrichtung.
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Abb.24 ist ein Schnitt in Richtung der Linie 24-24 der Abb. 23 und
zeigt die Steuerungsscheibe zur Betätigung des Zuschneidmessers.
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Abb.25 ist ein Teil der Vorrichtung, welcher zum Anspitzen der Nadel
dient. Abb.26 ist ein Teil der Vorrichtung, die zum Polieren dient.
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Abb. 27 ist ein Schnitt in Richtung -der Linie 27-27 der Abb.
i und zeigt die Vorrichtung, welche das Kopfende der Nadel herunterbiegt und eine
Nut herstellt, welche nachher unter dem Hakenende liegt.
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Abb. a8 veranschaulicht Unterlage und Stempel zur Herstellung für
die Nut: Abb.29 ist ein Schnitt in Richtung der Linie 27-27 der Abb. i und zeigt
in vergrößertem Maßstäbe die von dem Futter gehaltene Nadel, bevor das Kopfende
der Nadel nach unten gebogen wird.
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Abb. 30 zeigt das Kopfende heruntergebogen.
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Abb.31 zeigt den Arbeitsgang zur Herstellung der Nut.; dieser folgt
auf den in Abb.3o dargestellten, Abb.32 ist eine Vorderansicht des bei diesem Arbeitsgang
benutzten -Futters. Abb.33 zeigt perspektivisch das Futter und läßt die Vorrichtung
erkennen, welche zum Herunterbiegen des Kopfendes dient.. Abb. 34 ist ein Schnitt
der Linie 34-34 der Abb. i und zeigt die Vorrichtung zum Plattdrücken der Nadel.
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Abb.35 zeigt einen Teil des in Abb.34 dargestellten Futters.
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Abb. 36 zeigt Futter und Hammer in der zum Abflachen der Nadel dienenden
Wirklage. Das Futter ist in ausgezogenen Linien dargestellt, in einer Stellung,
in welcher es von der ganz vorgerückten, in gebrochenen Linien angedeuteten Stellung
zurückgezogen ist.
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Abb.37 zeigt einen Teil des die Nadel beim Flachdrücken haltenden
Futters.
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Abb. 38 ist eine Vorderansicht des Futters. Abb. 39 zeigt perspektivisch
eine der Futterbacken.
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Abb. 49 zeigt das Futter, welches die Nadel beim Biegen des Hakens
hält.
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Abb.41 veranschaulicht die Greiferbacken des in Abb.4o dargestellten
Futters. Abb.42 ist ein Schnitt in Richtung der Linie 42-42 der Abb. i und zeigt
die Hakenbiegevorrichtung.
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Abb.42a. 42b zeigen zum Teil perspektivisch,
zum Teil
im Schnitt einen Teil des fliegenden Rades und die Vorrichtungen, welche dieses
mit dem Antrieb kuppeln.
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Abb..13 ist eine Ansicht ähnlich der in Abb. 42 dargestellten und
zeigt die Vorrichtung derselben in vorgerückter Stellung.
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Abb.44 ist eine Vorderansicht des in Abb. d.o dargestellten Futters.
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Abb. 45 veranschaulicht drei Arbeitsgänge hei der Herstellung des
Hakens.
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Abb.46 zeigt die Nadel- und die Hakenformvorrichtung vor dem Biegen
des Hakens, Abl@.4; nach dein Biegen des Hakens. Abb. 48 zeigt perspektivisch das
den Haken llieg#-lide Glied.
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Abb.49 und 5o zeigen eine andere Ausführungsform der verstellbaren
Vorrichtung für die das Kopfende bearbeitende Schleifscheibe.
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Abb. 5 i und g2 zeigen eine andere Ausführungsform des Futters zum
Halten der Nadel beim Schmieden.
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Abb. 53 zeigt die Backen des in Abb. 5 i dargestellten Futters.
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Abb. 54 ist die Vorderansicht der Backen. Abb.35 zeigt eine andere
Ausführungsform der Nadelgreiferbacken.
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Abb. 36 und 57 veranschaulichen die besondere Ausbildung der Greiferbacken.
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Abb. 58 zeigt perspektivisch den Träger und die auf ihm angeordneten
Greiferbacken. Abb. 39 veranschaulicht die verschiedenen von der Maschine gemäß
Erfindung ausgeführten Arbeitsgänge.
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Abb. 6o veranschaulicht die Ausgleichsvorrichtungen, welche in Verbindung
mit den verschiedenen Futtern benutzt werden und während der Weiterbeförderung der
Nadel von einer Einheit zur anderen zur Wirkung kommen.
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Abb. 61 und 62 zeigen schematisch die verschiedenen Einheiten, zu
welchen das Nadelwerkstück nacheinander gebracht wird; der Träger ist in gehobener
Stellung mit jedem Satz der Greiferglieder, welche geöffnet sind und das entsprechende
Nadelwerkstück aufnehmen können.
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Abb.63 und 6.4 sind ähnlich wie Abb.61, zeigen aber den Träger in
der nach rechts geschobenen Stellung, wobei die Greiferbacken jedes Satzes sich
öffnen wollen, um das entsprechende Nadelwerkstück freizugeben.
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Abb. 65 zeigt die Vorrichtung in der Stellung, in welcher sich die
Greiferglieder geöffnet haben und der Träger in seine untere Stellung gelangt ist.
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Abb. 66 und 67 zeigen. den Träger in seiner linken Stellung, die Greiferbacken
sind geöffnet und sind in dieser Stellung unwirksam.
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Abb.68 zeigt die Vorrichtung, welche die fertiggeformte Nadel
voll der Maschine abnimmt und der zur Härtung der Nadel dienenden Vorrichtung
zuführt.
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Abb.69 zeigt die Vorrichtung in einer Stellung zur Aufnahme einer
Nadel von den Greiferbacken.
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Abb.7o veranschaulicht die Greiferbacken offen und den Träger in seiner
unteren Stellung.
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Abb.71 zeigt die Stirnansicht der Härtevorrichtung.
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Abb. 72 zeigt perspektivisch die die Nadeln von der Maschine aufnehmende
Vorrichtung. Allgemeiner Umriß Wie bereits oben ausgeführt, wird das Nadelwerkstück
nacheinander zti mehreren Einheiten gebracht, wo es einer oder mehreren Bearbeitungen
unterworfen wird. Außer einer das Ganze tragenden und das Ganze antreibenden Vorrichtung
enthalten diese Einheiten folgende Vorrichtungen: ein,- Drahtrichtevorrichtung,
eine Schneidv orrichtung, eine für den Anfang dienende Beförderungsvorrichtung,
eine Kopfschleifvorrichtung, eine erste Schmiedevorrichtung. eine zweite Schmiedevorrichtung,
eine Zuschneide-, Anspitz- und Poliervorrichtung, eine Kopfform-und Nutenstoßvorrichtung,
eine Flachdrückvorrichtung, eine Hakenformvorrichtung und eine Vorrichtung zum Entfernen
und Härten.
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Diese Einheiten sind schematisch in den Abb. 61 und 63 dargestellt.
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Der erste Arbeitsgang besteht darin, von einem in die Maschine eingeführten
Draht ein Stück von bestimmter Länge abzuschneiden (A, Abb. 59). Wesentlich ist,
daß der Draht an zwei Stellen abgeschnitten wird, so daß ein kurzes Stück an einem
Ende unausgenutzt übrigbleibt. Trotz des dadurch bedingten etwas größeren Materialabfalles
erreicht man, daß alle Werkstücke genau gleich lang Nverden. Das Werkstück wird
dann zu der Kopfschleifvorrichtung befördert und wird von dieser abgerundet (B,
Abb.59), damit die fertige Nadel in das Kopfloch der Nadelstange der Strickmaschine
genau eingeführt werden kann. Darauf gelangt die Nadel zu der ersten Schmiedebearbeitung,
wo das spitze Ende abgeschmiedet wird, damit dieser Teil der Nadel für den nachfolgenden
Arbeitsgang, in welchem die Nut gestoßen wird, genau gewünschte Abmessungen erhält.
Bei dem Schmieden der Spitze wird die Nadel im ganzen natürlich etwas verlängert
(C, Abb. 59). Die Nadel gelangt dann zu einer zweiten Bearbeitung durch Schmieden
(D), wodurch die Nadel genau die für den Hakenteil derselben erwünschte Dimensionierung
erhält. Da die Nadel, wie bereits oben erwähnt, infolge der Bearbeitung durch Schmieden
verlängert wird, so besteht der nächste Arbeitsgang
darin, das Nadelwerkstück
auf die fertige Länge der Nadel (E, Abb. 59) zuzuschneiden. Bei diesem Arbeitsgang
wird die Nadel gleichzeitig angespitzt und poliert (F und G). Das Polieren dient
dazu, die Nadel zu reinigen und zu glätten. Im nächsten Arbeitsgang wird das Kopfende
der Nadel nach unten gebogen (H) und das Hakenende mit einer Nut (K) versehen. Die
Nadel wird dann zu der nächsten Einheit befördert und flachgedrückt (L). Die Nadel
erhält eine flache Form, damit sie in die in der Nadelstange der Strickmaschine
befindlichen Nuten eingeführt werden kann. Außerdem dient das Abflachen gleichzeitig
dazu, irgendwelche während der Bearbeitung entstandenen Erhöhungen, Unebenheiten
o. dgl. an den Nadelseiten fortzubringen. Die auf diese Weise abgeflachte Nadel
gelangt zu der Vorrichtung, welche den Haken biegt (M). Dieser Arbeitsgang beschließt
die zum Formen der Nadel erforderlichen Bearbeitungen. Bei der Maschine gemäß Erfindung
ist außerdem noch eine Vorrichtung vorgesehen, welche die fertiggeformte Nadel härtet.
Die Maschine enthält also zwei Hauptarbeitsgänge, nämlich Formen der Nadel und Fertigstellen
der Nadel, in nacheinanderfolgenden Arbeitsgängen. In diesen Arbeitsgängen wird
die Nadel erzeugt und fertig für den Markt (ausgenommen die Prüfung) hergestellt.
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Rahmen und Antrieb Die Maschine besteht aus einer Grundplatte oder
einem Bett i, auf welchem Ständer 2 angeordnet sind. Diese tragen eine Hauptantriebswelle
3 (Abb, i), welche mit einem Zahnrad 4 versehen ist. Dieses steht mit einem auf
einer Welle 5 aufgekeilten Zahnrad in Eingriff. Die Welle 5 ist in einer Stütze
6 gelagert.
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Die Hauptantriebswelle 3 bewegt außerdem eine Steuerwelle 43 mittels
eines Riemens 48, welche eine auf einer Welle 5o befestigte Riernenscheibe 49 antreibt.
Die Welle 50 trägt eine mit einem Schneckenrad 52 in Eingriff stehende Schnecke
51. Das Rad 52 ist auf der Steuerwelle 33 aufgekeilt (Abb. i).
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Die Steuerwelle 33 dient zum Antrieb einer Welle 30 (Abb. 8).
Dieser Antrieb erfolgt mittels einer Kette 31, welche über ein auf der Welle 3o
befestigtes Kettenrad 29 und ein auf der Steuerwelle 33 angeordnetes Kettenrad 32
geführt ist.
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Die Steuerwelle 33 treibt außerdem eine andere Steuerwelle 33a (Abb.
27 und 3q.). Das erfolgt mittels einer Kette 159, welche über ein auf der Steuerwelle
33 befindliches Kettenrad i 5S und ein auf der Steuerwelle 33a befindliches Kettenrad
16o gespannt ist.
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Das ist der allgemeine Antrieb der Maschine. Dieser enthält den Antrieb
für die verschiedenen Einheiten, für den Träger, welcher mit diesem in Übereinstimmung
arbeitet, und für die vorhergehende Vorrichtung des Drahtes und für die Vorrichtung,
welche dazu dient, den Draht vor seiner Einführung in die erste Einheit zu richten.
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Vorrichtung zum Richten des Drahtes Eine Riemenscheibe auf der Welle
S ist mittels eines Riemens 7 mit einem Drahtrichter 8 (Abb. 8) verbunden. Dieser
ist mit Walzen 9 versehen, in deren Rillen der Draht geführt ist. Der Richter ist
drehbar im auf dem Bett angeordneten Lager io gelagert. Der Draht w wird von einem
Rade oder einer (nicht dargestellten) Vorrichtung geführt und gelangt zunächst durch
eine auf dem Bett befestigte Reinigungsvorrichtung i i. Diese dient dazu, irgendwelche
auf dem Draht befindlichen Schmutzteile, Staub, Öl o. dgl., zu entfernen und den
Draht in gereinigtem Zustande den nachfolgenden Arbeitsgängen zu übergeben. Der
Draht wird dann durch die Walzen 9 gezogen und durch eine in einer Stütze 12 befindliche
Öffnung geführt, um dann von einem verschiebbar auf einem Träger 14 angeordneten
Förderer aufgenommen zu werden. Der Förderer wird mittels eines Hebels 15 betätigt.
Abschneidevorrichtung Nachdem der Draht durch den Richter 8 und durch den Förderer
13 gezogen ist, wird die Maschine in Bewegung gesetzt. Die Welle 22 (Abb. 8) wird
mittels einer Welle 30 durch ein Schraubenrad 28 angetrieben. Die Welle
30 erhält ihren Antrieb durch eine Kette 31, welche über ein auf der Steuerwelle
33 aufgekeiltes Kettenrad 32 gezogen ist. An ihrem Vorderende ist die Welle 22 mit
einem Rad 23 versehen, welches eine kurze Welle 4o antreibt. Auf dieser ist eine
Scheibe 24 befestigt. Diese Scheibe ist mit einer Nut 25 versehen, in der das eine
Ende des Hammers 15 verstellbar befestigt ist, so daß der Hebel beliebig exzentrisch
eingestellt werden kann (Abb.8). Wenn sich die Scheibe 24 dreht, wird der
Hebel den Förderer 13 vorwärts bewegen und den Draht in ein Rohr 17 einführen, welches
in einer auf dem Bett befestigten Stütze 16 angeordnet ist. Der Draht wird dann
in einen mit der üffnüng versehenen Werkstückhalter 18, der mit einem Federfinger
i8a (Abb.4 und 9) versehen ist, eingeführt. Auf dem Ständer 16 sind die unteren
fegten Messer i9 und die oberen beweglichen Messer 2o verstellbar angeordnet. Die.
letzteren werden mittels (auf der- Zeichnung nicht dargestellter) Federn
in
angehobener Stellung gehalten. Wenn der Draht sich in Schneidstellung befindet,
«-erden die Messer 2o mittels einer auf der Welle 2a aufgel;eilten Steuerscheibe
21 heruntergedrückt. Es ist klar, daß die beiden Messer einen Abstand voneinander
haben, welcher der Länge des Werkstückes entspricht, und daß der Draht gleichzeitig
an zwei Stellen geschnitten wird (Abb. 59). Ein kurzes Stück Draht wird jedesmal
weggeschnitten; das hat den Vorteil, daß die Werkstücke alle genau gleich lang geschnitten
werden.
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V orrichtung für die erste Förderbewegung des Nadelwerkstückes 'Nachdem
ein Nadelwerkstück von dein Draht abgeschnitten ist, kommt die Vorrichtung, welche
das Nadelwerkstück zum erstenmal befördert, zur Wirkung und bringt das Werkstück
zu dein ersten Futter, das heißt, zii einem Werkstückhalter, welcher das Werk-:tiick
während der Bearbeitung des Kopfendes in Wirklage init der Schleifscheibe hält (Abb.
9). Der mit einer Offnung versehene Block 18, welcher das ZIV'erkstück -%vährend
des Schneidvorganges hält, ist auf einer verschiebbaren Stange 26 angeordnet, welche
mit einer zurückführenden Feder 26a versellen ist. Die Stange 26 ist in einer Führung
gelagert, welche unmittelbar über und in Verlängerung mit einem Träger 27 der Hauptfördervorrichtung
angeordnet ist. Der Träger 27 ist mit einem Anschlag 40 versehen, welcher bei der
Bewegung des Trägers nach rechts gegen einen herunterhängenden Arm .1.i an der Stange
26 stößt und so diese nach rechts bewegt, wodurch die Nadel zu einem Futter geführt
wird, welches das Werkstück während der Bearbeitung des Kopfendes durch eine Schleifscheibe
hält. Die Stange 20 wird in ihre Anfangsstellung mittels der Feder 26a zurückgeführt.
Die Rückführbewel;ung erfolgt, wenn der Träger 27 in seine Anfangsstellung gekommen
ist, wodurch die Berührung zwischen dem Anschlag 4o und dem Arm 41 unterbrochen
wird. Hauptbeförderungsvorrichtung Um das Werkstück von einer Einheit zu der anderen
und so von einem Futter zu dem anderen zu bringen, sind auf dem obenerwähnten hin
und her gehenden Träger 27 (Abb. io) eine Reihe von in gleichen Abständen voneinander
befindlichen Greiferhaken 53 angeordnet. Die Bewegung des Trägers erfolgt von einer
auf der Steuerwelle 33 befestigten Steuertrommel 4a (Abb.7). Die Steuertrommel wirkt
auf einen an einem Hebel 44 befestigten Zapfen 43. Der Hebel 44 ist an einer Stütze
45 schwenkbar gelagert und am anderen Ende mit dem Träger verbunden (Abb.
22,27). Die Steuertrommel ist so ausgebildet, daß sie bei ihrer Bewegung
den Hebel 44 hin und her schwingt und dadurch den Träger 27 in einer waagerechten
Ebene in Längsrichtung der Maschine vor und zurück, bewegt.
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Außerdem wird der Träger in einer senkrechten Ebene bewegt. Diese
Bewegung erfolgt mittels Arme 46, welche durch Hebel ioo hochgehoben und heruntergelassen
werden. Die Hebel ioo tragen Rollen ioi, welche mit auf der Steuerwelle 33 angeordneten
Nocken 102 zusammenwirken (Abb. 1, 6 und 14).
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Der Träger beschreibt also bei seiner Bewegung ein Parallelogramm.
In der gehobenen Stellung (Abb. 61), in welcher die Greiferglieder die Nadelwerkstücke
von den '\Verkstückhaltern empfangen, bewegt sich der Träger nach rechts und hält
in der in Abb. 63 gezeigten Stellung an. Die je nächstfolgenden Werkstückhalter
empfangen die Nadelwerkstücke von den Greifergliedern, und der Träger senkt sich
in die in Abb. 65 gezeigte Stellung und bewegt sich dann in die Stellung (Abb. 66),
wo er so lange verbleibt, bis die Arbeit dann an den von den verschiedenen Futtern
gehaltenen Werkstücken ausgeführt ist. Ist das der Fall, dann bewegt sich der Träger
nach links und dann nach oben, wobei sich die Greiferglieder schließen und die Nadel
festhalten (Abb. 61).
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Die die Nadel tragenden Greiferglieder 53 (Abb. 15, 6o, 61 und 67)
sind auf einem Träger 54, welcher dein Träger 27 angeordnet ist, gelagert und werden
mittels einer Feder 55 in geschlossener Stellung gehalten. An dem Träger 54 ist
außerdem das Ende eines Hebels 56 angeordnet, welcher an seinem anderen Ende mit
einer Steuerrolle 57 versehen ist. Diese dient dazu, mit einer schrägen Steuerfläche
58 auf einer Stange 38 zusammenzuwirken, welche in dem Träger 27 verschiebbar ist.
Die Greiferglieder sind mit Rollen 59 versehen, während der Hebel 56 einen keilförmigen
Finger 6o trägt, welcher bei der Aufwärtsbewegung des Hebels auf die Rollen 59 wirkt
und gegen die Wirkung der Feder 55 die Greiferglieder 53 öffnet.
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Ein Hebel 35 bewegt die verschiebbare Stange 38 von links nach
rechts (Abb. 6). Der Hebel 35 trägt an seinem oberen Ende eine Rolle 37,
welche mit auf der Stange angeordneten Anschlägen 39 in Berührung kommt. Der Hebel
steht ebenfalls mit einem auf der Steuerwelle 33. aufgekeilten Steuernocken 34 in
Verbindung. Bei der Drehung der Nockenscheibe 34 wird der Hebe
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nach rechts geschwenkt (Abb.61, gebrochene Linie). Dann kommt die Rolle 37 mit dein
Anschlag 39 in Berührung und schiebt die Stange 38 nach rechts, so daß die Steuerflächen
58 verschiedener Greiferbackensätze von den Rollen 57 zurückgezogen (Abb. 1q., 15)
und dadurch die Backen 53 infolge der Wirkung der Feder 55 geschlossen werden. Der
Träger 27 bewegt sich dann nach rechts in die in Abb.63 gezeigte Stellung. Eine
Feder 36 (Abb. 6) schwingt den Hebel 35 nach links und bringt dadurch die
Rolle 37 in Berührung mit- dein anderen Anschlag 39, worauf die Stange 38 nach links
geschoben wird. Die Steuerflächen 58 werden nun in Berührung mit der Rolle 57 gebracht
und infolge der Bewegung des Hebels 56 bzw. des keilförmigen Fingers 6o die Greiferbacken
53 geöffnet. In den Abb. 65 und 66 ist der Träger 27 in seiner tiefsten Stellung
gezeigt. Zu dieser Zeit stehen die Rolle 37 und die Anschläge 39 nicht miteinander
in Berührung. Wenn der Träger 2- wieder in die in Abb.61 dargestellte Lage gehoben
wird, ist der Kreislauf geschlossen.
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Vorrichtung zum Schleifen des Kopfes Wie bereits oben ausgeführt,
wird der Draht an zwei Stellen abgeschnitten, wobei ein kleines Stückchen Draht
abfällt, welches für die Herstellung verlorengeht. Das Ende des Werkstückes wird
vorzugsweise vor Weiterbearbeitung desselben an dem einen Ende abgerundet. Zu diesem
Zwecke wird die Nadel mittels eines Halters 18 (Abb. 6, 8, 9) dem Werkstückhalter
der ersten Einheit übergeben. Dieser Werkstückhalter 61 (Abb. 2, 6, 1o, 62) ist
auf einem Block 62 (Abb. i o) verschiebbar angeordnet und kann vor und zurück bewegt
werden, um die Nadel dadurch in Berührung mit der Schleifscheibe 63 zu bringen.
Diese Bewegung des Werkstückhalters 61 wird erzeugt mittels eines Hebels 6q., welcher
an einem Hebel 65 angelenkt ist. Der Hebel 65 ist schwenkbar auf einer Welle
66 angeordnet (Abb. ii). Dieser Hebel trägt einen Zapfen 67, welcher in einer Nut
68 einer auf der Steuerwelle 33a befestigten Nockenscheibe 69 gleitet. Die Nut in
der Nockenscheibe ist so ausgebildet, daß die Vorundzurückbewegung des Werkstückhalters
in genauer zeitlicher Beziehung zu den anderen Bewegungen erfolgt, das heißt, daß
zunächst eine kurze Vorwärtsbewegung des Futters in eine Stellung bewirkt wird,
in welcher das Futter die Nadel von den Greiferbacken erhält. In diesem Augenblick
steht der Werkstückhalter still, setzt aber sofort danach seine Vorwärtsbewegung
fort und bringt die Nadel in Wirklage mit der jeweiligen Bearbeitungsvorrichtung.
Während das Werkstück bearbeitet wird, bleibt der Werkstückhalter unbe-,veglich
stehen. Sobald die Bearbeitung beendet ist, wird der Werkstückhalter in eine Stellung
zurückgezogen, in welcher die Nadel dem nächsten Paar Greiferbacken übergeben wird,
wobei der Werkstückhalter wieder unbeweglich bleibt. Sobald die Greiferbacken die
Nadel gefaßt haben, setzt der Werkstückhalter seine Rückwärtsbewegung fort bis in
seine Anfangsstellung.
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Die verschiedenen die Bewegung des Werkstückhalters steuernden Steuernocken
für die verschiedenen Einheiten sind hier mit dementsprechenden, zur übertragung
der Bewegung dienenden Zapfen in der Stellung, in welcher kurz angehalten wird,
dargestellt. Diese Stellung liegt zwischen der innersten und äußersten Endlage der
Steuerscheibe. Die entsprechenden Werkstückhalter befinden sich in der Stellung,
in welcher sie die ?Nadel von der entsprechenden Bearbeitungsvorrichtung zurückgezogen
haben und in welcher die Greiferbacken sich über die Nadel schließen wollen.
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Der Werkstückhalter 61 hat eine bewegliche Backe 70 und eine
feste Backe 71 ("1bb. 12). Diese Backen werden geöffnet, um die Nadel aufnehmen
zu können, und geschlossen, um die Nadel während ihrer Bearbeitung festzuhalten.
Das Schließen der Backen erfolgt mittels Stange 72a, welche gehoben und gesenkt
wird mittels eines Hebels 73a, der bei 74.a an der Stirnseite der Maschine gelagert
ist. Dieser Hebel ist mit einer Steuerrolle 75a versehen, welche auf eine auf der
Steuerwelle 33 befestigte Steuerscheibe76a wirkt. Die Steuerscheibe 76a ist zum
größten Teil der Zeit, während welcher die Stange 72a in gesenkter Stellung bleibt,
unwirksam und besitzt einen kurzen vorstehenden Teil, über welchen die Rolle 75"
läuft, um die Stange in ihre höchste Stellung zu heben.
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Die Backen des Werkstückhalters werden mittels einer nicht dargestellten
Feder in geschlossener Stellung gehalten und mittels eines Stiftes 77 (Abb. 2, io)
geöffnet. Der Stift 77 ist mit einem Schlitz 78 versehen, welcher das eine Ende
eines an einem Hebel 8o angelenkten Hebels 79 umgibt. Der Hebel 8o trägt eine Rolle
81, welche auf eine auf der Stange 72a befestigte Platte 82 wirkt. Wenn die Stange
72a angehoben wird, bewegen die Hebel 7 9 und 8o den Stift 77 in dein Werkstückhalter,
wodurch die Backen desselben gegen dieWirkung der Feder geöffnet werden. Das Offnen
des Werkstückhalters i2o (Abb.23) geschieht in entsprechender Weise. Wenn die Stange
72a angehoben ist, geht der Werkstückhalter vor, wobei seine Backen infolge der
Wirkung von Rolle 81 und Platte 82 geöffnet
bleiben. Wenn die Backen
die Nadel aufgenommen haben, fällt die Stange 72" herunter und bewirkt dadurch ein
Schließen der Backen.
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Wenn derWerkstücklialter6i die Nadel aufgellomtneil hat, setzt er
seine Vorwärtsbewegung fort und bringt das N adel-,verkstü clc in Berührung mit
der Schleifscheibe 63, wobei das Kopfende der Nadel abgerundet wird. Die Schleifscheibe
63 ist in Lagern 83 (@bh. to) angeordnet und erhält ihre Bewegung von einer auf
der Welle 5 aufgekeilten Riemenscheibe mittels eines Riemeils 84. (Abb. 1, 2, 1o,
12). Die Lager sind auf einer auf einem verschiebbaren Block angeordneten Welle
85 befestigt. Die Welle4o trägt eine Schnecke87 ; diese stellt in Eingriff mit einem
auf derWelle 89 befestigten Zahnrad 86. Auf der Welle 89 ist eine NTockenscheibe
9o befestigt. Diese Nockenscheibe betätigt einen an dem verschiebbaren Block angeordneten
Hebel oi, und zwar so, daß die Schleifscheibe ständig oder in gewissen Abständen
seitlich verstellt wird, damit verschiedene Teile des Scheibenumfanges das Werkstück
bearbeiten. Dadurch wird einem häufigen Abrichten der Schleifscheibe vorgebeugt.
Die Nadel wird durch den nächsten Werkstückhalter all die Schleifscheibe gebracht.
Der N@'erlcstücl:halter bewegt sich vorwärts und führt die Nadel durch eine Offnung
einer Führung 92, weiche sich in einer der Stützen 16 befindet.
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Vorrichtung für die erste Bearbeitung durch Schmieden Nachdem das
Ende des Nadelwerkstückes abgerundet ist, wird das Werkstück zu der Einheit geführt,
welche die Nadel durch Schmieden bearbeitet. Die die Nadel tragenden Greiferbacken
52 «-erden zunächst angeli(fen und nehmen die -Nadel voll dem @@7 erkstücklialter
6i, worauf der Träger sich nach rechts bewegt und die Nadel zu dein nächsten \Verkst@iclchalter
93 führt, der sie während der Bearbeitung durch Schmieden festhält. Der Werkstückträger
93 (Abb. ld.) bewegt >ich vorwärts und rückwärts, um die Nadel in und außer Wirklage
zu bringen. Diese Bewel;tlilg wird durch einen Hebel 94 erzeugt, 1ve1-cller auf
derWelle66 angeordnet und mit einer in ehier Nut96 einer Nockenscheibe97 geführtcti
Rolle 95 versehen ist. Die Nockenscheibe 97 ist auf der Steuerwelle 331 angeordnet.
Die Nut c)6 ist so ausgebildet, daß der Werkstückhalter 93 in bestimmter zeitlicher
Beziehung zti den anderen Vorrichtungen bewegt wird, derart, daß die Nadel genau
einer Schrniedevorrichtung c)8 übergeben wird. Die Backen des Werkstückhalters 93
werden durch senkrechte Bewegung einer Stange 72, welche mit einem durch Federdruck
betätigten Hebel 99 in Eingriff steht, geöffnet und geschlossen. Die Stange 72 wird
mittels einer senkrechten Stange 73 angehoben. Diese trägt eine Rolle, «-elche mit
einem auf der Welle 66 angeordneten Hebel 74 in Berührung steht. Der Hebel ;.4.
trägt eine Rolle 75, «-elche mit einer auf der Steuerwelle 33 aufgekeilten
Nockenscheibe 16 zusammenwirkt.
-
Sobald die Nadel geschmiedet und von der ersten Schmiedevorrichtung
98 zurückgezogen ist, wird die Nadel mittels einer Gasflamme Toi (Abb. 6 und 1.4)
erhitzt. Diese wird bei Außerwirklage in gehobener Stellung gehalten. Während die
Nadel zurückgezogen wird, erfolgt das Senken der Gasflamme. Die Gasflamme wird von
einer Stange 104 getragen, welche in einer Führung 105 verschiebbar angeordnet ist.
Das untere Ende der Stange ist mit einem gekrümmten Hebel i o6 verbunden, welcher
durch eine Rolle 1o7 und eine auf der Steuerwelle 33 angeordnete Nockenscheibe 1o8
betätigt wird. Durch diese Anordnung wird die Gasflamme zu der richtigen Zeit heruntergelasseil,
um die Nadel nach der Behandlung durch Schmieden zu erhitzen, damit sie für den
nachfolgenden Schmiedearbeitsgang erweicht wird.
-
Diese Schmiedevorrichtung besteht aus einem Gehäuse 1o9 (Abb.16 bis
20), in welchem ein Glied iio drehbar angeordnet ist. Dieses ist von einer Reihe
von Walzen i i i umgeben, welche auf Preßglieder 112 wirken. Letztere drücken bei
der Drehung auf Schmiedeblöcke 113. Die Walzen i i i sind durch eine Reihe voll
Trennstücken i i .I, welche auf einem Tragglied 115 angeordnet sind, getrennt. Das
Glied 115, die Trennstücke und Walzen arbeiten wie ein Stück um die Achse der Vorrichtung
und daher auch um den Umfang des Gliedes 1 ro, welches sich mit seinen Schmiedeblöcken
langsam dreht, wobei die Preßblöcke 112 bzw. 113 nacheinander voll den Wälzen i
i i nach innen gedrückt werden. Das Glied i io besitzt in der Mitte eine Führung
l 1o(1, in welcher die beiden Schmiedeblöcke 113 und die Stücke 112 angeordnet sind.
Letztere werden bei der Drehung des Gliedes i io all ihrem äußeren Ende finit den
Walzen r i. i in Berührung gebracht, wodurch die Schmiedeblöcke gegeneinander- bzw.
gegen das Nadelwerkstück, welches zwischen beiden angeordnet ist, gepreßt werden.
Infolge dieser Anordnung und der Tatsache, daß die Nadel allmählich zwischen die
Schmiedeblöcke vorgeschoben wird, ergibt sich eine allmähliche Verminderung des
Hakenendes der Nadel und gleichzeitig eine Verlängerung derselben (C, Abb. 59).
Die Schmiedeblöcke 113 sind je mit einer Nut 113' IAbb. 20) versehen. Das
die Nadel aufnehmende Ende dieser Nut ist konisch ausgebildet, so daß jeder Querschnitt
der
zwischen die Schmiedestücke geführten Nadel mit den Nuten in Berührung kommt und
vermindert wird, worauf der verjüngte Teil der Nadel in einem verlängerten geradlinigen
Teil der Nut vorgeschoben wird.
-
Vorrichtung für die zweite Bearbeitung durch Schmieden Nachdem das
Nadelwerkstück das erstemal geschmiedet @ ist, wird es von der ersten Schmiedevorrichtung
zurückgezogen, durch die Gasflamme erhitzt, dann durch das nächste Paar Greiferbacken
aufgenommen und dann durch diese zu der zweiten Schmiedevorrichtung gebracht.
-
Die zweite Schmiedebearbeitung erfolgt durch eine Vorrichtung, welche
aus einem Werkstückhalter z z6 und aus einer Schmiedevorrichtung 117 (Abb. 2, 6,
61 bis 67) besteht, welche im wesentlichen genau so wie die erste Schmiedevorrichtung
ausgebildet ist und genau wie diese arbeitet. Der Werkstückhalter 116, welcher das
Werkstück während dieses Arbeitsganges hält, ist jedoch so angeordnet, daß er die
Nadel nach dem Schmieden langsamer zurückzieht, als es der Werkstückhalter nach
der ersten Schmiedebearbeitung tut. Das geschieht deshalb, weil die Nadel infolge
der Bearbeitung durch die zweite Schmiedevorrichtung erheblich verlängert und im
Durchinesser erheblich geschwächt ist, so daß bei einem schnellen Zurückziehen die
Nadel verbiegen könnte. Das langsamere Zurückziehen des Werkstückhalters wird durch
entsprechende Ausbildung der Nut der die Bewegung des Werkstückhalters steuernden
Nockenscheibe bewirkt.
-
Die Schmiedevorrichtung 117 ist ähnlich wie die erste Schmiedevorrichtung
98 und wird von derselben Riemenscheibe mittels eines Riemens z 18 (Abb.
2) angetrieben.
-
Beim Zurückziehen wird die Nadel ebenfalls durch eine zweite Gasflamme
103a erhitzt, welche durch dieselbe Vorrichtung wie die Gasflamme 103 (Abb. 6) im
ersten Fall betätigt wird und ebenfalls den Zweck hat, das Material der Nadel zu
erweichen, welches durch das Schmieden etwas hart geworden ist. Nachdem die Nadel
abgeschmiedet ist, wird sie mittels eines Paares der Greiferbacken von dem Werkstückhalter
116 entfernt, worauf sich der Träger 27 nach rechts bewegt und dadurch die Nadel
zu der nächsten Einheit fördert. Vorrichtung zum Zuschneiden, Anspitzen und Polieren
In der nächsten Einheit wird die Nadel drei Bearbeitung unterworfen, nämlich Zuschneiden,
Anspitzen und Polieren. Während dieser Vorgänge wird die Nadel von einem Werkstückhalter
z2o (Abb. 22) gehalten. Die Backen 121 und 122 (Abb.21) des Werkstückhalters z2o
werden mittels einer Feder i23 geschlossen gehalten. Die untere Backe ist an ihrem
hinteren Ende 124 -konisch ausgebildet und wirkt mit einem Stift 125 zusammen,
welcher mittels an einem Hebel 127 angelenkten Hebels 126 betätigt wird. Der Hebel
I27 'trägt eine auf einer Platte i28 (Abb. 22) anliegende Rolle. Die Platte 128
ist auf der Stange 72 befestigt. Bei der Aufwärtsbewegung der Stange 72 wird der
Stift 125 in das Gehäuse des Werkstückhalters geführt und bewirkt ein Öffnen der
Backen. Nachdem die Nadel von dem Werkstückhalter aufgenommen ist, bewegt sich dieser
nach vorn, damit die Nadel zugeschnitten werden kann. Die Nadel ist nämlich, insbesondere
durch die zweite Schmiedebearbeitung, so viel gestreckt, daß sie auf die bestimmte
Länge der fertigen Nadel zugeschnitten werden muß. Die Bewegung des Werkstückhalters
zäo erfolgt mittels eines Hebels 129, (Abb. 22, 23), welcher an einem Ende auf der
Welle 66 gelagert ist und am anderen Ende eine in einer Nut i3 z einer auf der Steuerwelle
3311 aufgekeilten Nockenscheibe 13.2 laufende Rolle 130 trägt. Die Nut 131 ist so
ausgebildet, daß die Vorwärtsbewegung des Werkstückhalters zu der richtigen Zeit
erfolgt, um zunächst die Nadel zuzuschneiden und -dann beim Drehen anspitzen und
polieren zu können.
-
Bei der Vorwärtsbewegung des Werkstückhalters 120 wird die Nadel zunächst
durch eine konische Öffnung in einer Führung 133
geführt. Diese ist mit einem
beweglichen Messer 134 versehen. Das Messer 134 wirkt mit der Führung
133 derart zusammen, daß sie das Werkstück abscheren, das heißt, daß sie
als Schere wirken. Das Messer 134 wird in einer senkrechten Ebene mittels eines
Hebels 135 (Abb. 22) auf und ab bewegt. Letzterer ist mit einer Welle
136 verbunden, welche eine Rolle 137 trägt, die mit einer auf der Welle 3o
befestigten Nockenscheibe 138
in Eingriff steht. Dieser ist natürlich so ausgebildet,
daß er eine vollständige Schwingbewegung des Messers bei jeder Drehung der Welle
3o, bewirkt.
-
Nachdem die Nadel auf eine bestimmte Länge zugeschnitten ist, wird
sie an eine Schleifscheibe 139 gebracht (Abb. 25), um sie anzuspitzen. Die
Scheibe 139 ist in einem Träger 141 gelagert, welcher sowohl schwenkbar als
auch verschiebbar auf einem Block 14o angeordnet ist. Die Drehung der Schleifscheibe
erfolgt mittels eines Riemens 142 von der Hauptantriebswelle 3. Gleichzeitig wird
der Werkstückhalter, welcher die zu schleifende Nadel hält, um seine Achse gedreht.
Dies erfolgt mittels eines Riemens I43
(Abb. 2), der von der Welle
5 angetrieben wird und um eine an dem Werkstückhalter angeordnete Scheibe 144 gelegt
ist. Die Schleifscheibe bewirkt vorzugsweise nicht nur das Anspitzen, sondern außerdem
noch das Polieren der Nadel.
-
Abb. 26 zeigt die Vorrichtung zum Polieren und außerdem, wie der Werkstückhalter
vorgeschoben und die Schleifscheibe angehoben wird. Das Anheben der Schleifscheibe
erfolgt mittels einer Steuerungsplatte 145, welche verstellbar auf einem auf dem
Rahmen des Werkstückhalters befestigten Träger 146 angeordnet ist. Die Steuerungsplatte
145 wirkt mit einer von einem Bügel 148 getragenen Rolle 147 zusammen. Der Bügel
148 ist an der Stütze 141, welche die Schleifscheibe trägt, befestigt. Beim Vor-
und Zurückgehen des Werkstückhalters läuft die Rolle 1.47 über die Steuerungsplatte
1.I5 und wird dabei allmählich angehoben und gesenkt, wodurch gleichzeitig ein Anheben
und Senken der Schleifscheibe erfolgt. Dadurch wird es möglich, die Nadelspitze
über ihre ganze Länge zu polieren. Die Schleifscheibe 139 wird ebenso wie jene,
«-elche das Kopfende der Nadel abrundet, seitlich verstellt, so daß verschiedene
Teile der Scheibe nacheinander zur Wirkung kommen. Diese Bewegung des Schleifrades
geschieht mittels eines Hebels 149 (Abb. 2), welcher eine auf einer Nockenscheibe
151 laufende Rolle 150 trägt, wobei die Nockenscheibe 151 durch ein entsprechendes
Zahnrad 152 auf der Welle 30 gedreht wird. Der Hebel 149 ist mit der Stütze
141, welche auf dem Block iq.o verschiebbar ist, verbunden. Vorrichtung zum Formen
des Kopfendes und zum Stoßen der Nut Nachdem die Nadel auf bestimmte Länge zugeschnitten,
angespitzt und poliert ist, wird sie am Kopfende umgebogen und am Hakenende mit
einer Nut versehen. Genau wie bei den übrigen Arbeitsgängen wird die Nadel wieder
von dem nächsten Greiferbackenpaar erfaßt, von dem Träger 27 nach rechts bewegt
und dadurch einem Werkstückträger 153 (Abb.27), welcher das Werkstück während der
nun zu beschreibenden Bearbeitung hält, übergeben.
-
Der Werkstückträger 153 (Abb. 27) ist wie alle anderen verschiebbar
angeordnet, um die Nadel vorzuschieben und zurückzuziehen. Diese Bewegung erfolgt
mittels eines Hebels 154, der auf der Welle 66 angeordnet ist und eine in einer
Nut 156 einer auf der Steuerwelle 33 befestigten N ockenscheibe 157 laufende Rolle
155 trägt. Die Welle 133 ist mit einem Kettenrad 158 versehen, welches die
Kette 159, die über das Kettenrad 16o auf der Welle 33tt geführt ist, antreibt.
Diese Anordnung bewirkt, daß die Steuerwellen 33 und 33" in Übereinstimmung zueinander
bewegt werden.
-
DieBacken des Werkstückhalters 153 werden durch die senkrechte Bewegung
der Stange 72 geöffnet und geschlossen, welche eine Platte 61 trägt. Diese berührt
eine von einem Hebel 163 getragene Rolle 162. Der Hebel 163 bildet an einem Ende
eine Greifbacke. In Normalstellung werden die Backen mittels einer (auf der Zeichnung
nicht dargestellten) Feder geschlossen gehalten. Auf dem Werkstückträger 153 ist
schwenkbar ein Hebel 164 angeordnet, welcher an seinem vorderen Ende mit einer Rolle
165 versehen ist und auf seiner oberen Seite ein Steuerungsglied 166 trägt. Auf
dem den Werkstückträger tragenden Block ist ein Glied 167 angeordnet, welches eine
in der Nut des Steuerungsgliedes 16o laufende Rolle 168 trägt. Das Herunterbiegen
des Kopfendes der Nadel ist in,den Abb.29 bis 33 veranschaulicht. Die Nadel wird
in dem Werkstückhalter, wie in Abb. 29 dargestellt, so gehalten, daß das Kopfende
der Nadel in Berührung mit einem Anschlag 16q." des Hebels 164 ist. Wenn der Werkstückhalter
vorgeht, wird der Hebel 164 infolge der Bewegung der Steuerungsrolle 168 und des
Steuerungsgliedes 166 und dadurch ebenfalls die Rolle 165 heruntergedrückt. Letztere
biegt das Ende der Nadel über die Fläche des unteren Greifgliedes 163" in eine in
der Rückenfläche der Greifbacke befindliche senkrechte Nut (Abb.3o).
-
Der Werkstückhalter setzt seine Vorwärtsbewegung fort und bringt die
Nadel in Eingriff mit der Nutenstoßvorrichtung. Diese besteht aus einem in einem
Träger 1,~.o verstellbar angeordneten Amboß 169 und einem beweglichen Stempel 171,
welcher mit dem Amboß zusammenwirkt. Der Amboß hat vorzugsweise die in Abb.28 dargestellte
Form und besitzt einen mittleren gesenkten Teil 169". An den Enden sind die Nadel
aufnehmende Nuten 169b vorgesehen. Diese besondere Ausbildung ermöglicht, den Amboß
beim Gebrauch umzukehren. Der Werkstückhalter führt das Nadelwerkstück in die Nuten,
worauf der Stempel die Nut in der Nadel herstellt.
-
Auf dem Bett sind Ständer 172 (Abb. 27) angeordnet, welche eine Kurbelwelle
173 tragen. Die Kurbelwelle besitzt zwei Kurbeln 173" und 173b (Abb. 3, 27, 3q.)
und trägt ein fliegendes Rad 17q., welches seinen Antrieb von der Welle 3 mittels
eines Riemens 175 erhält. Normalerweise ist das.fliegende Rad 174 lose drehbar auf
der Welle 173, kann
jedoch mit dieser mittels von Federn betätigterKupplungsgliedergekuppeltwerden
(Abb.7, 42, 42A, 42E). Diese werden mittels einer konisch ausgebildeten Schaltklinke
177, welche an einem Hebel 178 angeordnet ist, in zurückgezogener Stellung gehalten.
Der Hebel 178 trägt eine Rolle 179 (Abb. 3), «-elche auf einer auf der Welle
30 aufgekeilten :\ockenscheibe i8o läuft. Die Rolle wird mittels einer Feder
181 (Abb. 7) mit der Nockenscheibe in Berührung gehalten. Die Nockenscheibe i8o
wird bei jeder Drehung einmal den' Hebel 178 betätigen, derart, daß die Klinke
177 dem Schnappen z76 erlaubt, mit dem einen oder dem anderen der Stifte oder hervorstehenden
Gliedern i76" (Abb. 42a, 42b,) in Eingriff zu treten. Letztere sind auf einem ringförmigen
Ausschnitt 176U auf der Innenseite des fliegenden Rades, welches konzentrisch zu
der Welle ausgebildet ist, angeordnet. Vorzugsweise werden vier derartige Glieder
17611 vorgesehen. Dadurch wird es möglich, daß der Schnappen 176 bei der Drehung
des fliegenden Rades mit dem einen oder dem anderen dieser Glieder so in Eingriff
kommt, daß eine schnelle Kupplung erreicht wird. Durch das Kuppeln des fliegenden
Rades 174 mit der Kurbelwelle 173 kommt der bewegliche Stempel 171, welcher mit
der Kurbel 173 verbunden ist, in Tätigkeit und stellt in der Nadel eine Nut
her. Während dieser Bearbeitung wird die Nadel in den Nuten 169v mittels eines durch
Federkraft gehaltenen Fingers 182 (Abb. 27) gehalten. Vorrichtung zum Plättdrücken
der Nadel -Nach Herstellung der Nut zieht der Werkstückhalter die Nadel von
dem Stempel bzw. dem Amboß zurück, worauf die Nadel von dem nächsten Paar der Greiferbacken
erfaßt und durch die Bewegung des -Trägers 27 zu der nächsten Einheit gebracht wird.
Diese besteht aus einem Werkstückhalter 183 (Abb. 35, 62, 64, 67), welcher die -Tadel
hält, während sie flachgedrückt wird. Da nun aber das Kopfende der Nadel nach unten
gebögen und in die Rückseite der unteren Backe des Werkstückhalters eingedrückt
ist, muß die Nadel etwas seitlich von dem Werkstückhalter bewegt werden. Aus diesem
Grunde erfolgt die Bewegung des Werkstückhalters dieser Einheit etwas anders als
bei den bisher beschriebenen. Wenn der Werkstückhalter zurückgezogen werden soll,
um die Nadel von dem Stempel zu entfernen, bleibt er einen Augenblick unbeweglich
stehen, während der nächste Satz der auf dem Träger 27 angeordneten Greiferbacken
dem Werkstückhalter gegenübergestellt wird. Sobald diese Backen die Nadel erfaßt
haben, öffnet sich der Werl:-stückhalter und geht gleichzeitig langsam vor, um das
heruntergehobene und in die Nut der unteren Backe hineingedrückte Ende der N adel
frei zu machen. DerTräger wird dann nach rechts bewegt, wodurch die Nadel über die
obere Fläche der unteren Backe des Werkstückhalters bewegt und dem Werkstückhalter
183 der die Nadel plattdrückenden Einheit zugeführt wird.
-
Der Werkstückhalter 183 ist genau so wie die bisher beschriebenen
Werkstückhalter ausgebildet bzw. angeordnet, das heißt, er wird vor- und zurückgeschoben,
um die Nadel in und außer Wirklage zu der Bearbeitungsvorrichtung zu bringen. Die
Bewegung des Werkstückhalters geschieht mittel eines Hebels 184 (Abb. 34), welcher
auf der Welle 66 angeordnet ist und eine in der -Tut 186 einer auf der Steuerwelle
33" befestigten Nockenscheibe 187 laufende Rolle 185 trägt. Die Backen dieses Werkstückhalters
werden mittels einer (hier nicht dargestellten) Feder geschlossen gehalten und durch
Bewegung eines Stiftes 188 (Abb. 36) geöffnet, welcher mit dem konischen Ende 189
des unteren Backengliedes zusammenwirkt. Der Stift wird mittels eines Hebels igo
betätigt, welcher mit einem Hebel igi (Abb. 34) verbunden. ist. Dieser trägt eine
Rolle 192, welche eine auf der Stange 72 befestigte Platte 193 berührt. Die Aufwärtsbewegung
der Stange 72 bewirkt vermittels der Hebel igo, igi, des Stiftes i8 und der schrägen
Fläche 189 des unteren Backengliedes ein Öffnen der Greifbacken gegen die Wirkung
der Feder.
-
Da das Flachdrücken der Nadel in derselben Ebene erfolgen muß, in
welcher das heruntergebogene Ende der Nadel liegt und andererseits die Nadel in
diesem Werkstück halten mit dem heruntergebogenen Ende in senkrechter Stellung gehalten
wird, i>t es erforderlich, die Nadel um go° zu drehen. Das geschieht mittels eines
den Werkstückhalter umgebenden Mantels 19q., welcher einen Schlitz 195 trägt, der
mit einem auf dem Werkstück befestigten Zapfen 196 in Eingriff steht. Der Mantel
194 bleibt relativ unbeweglich, während,der Werkstückhalter sich vorwärts bewegt,
wobei vermittels des Stiftes 196 und des Steuerschlitzes 195 dem Werkstückhalter
und somit der Nadel 1)4 Drehung erteilt wird. Während der Vorwärtsbewegung des Werkstückhalters
wird die Nadel auf einen Amboß 197 gelegt (Abb. 36). Die -Tadel bleibt dann auf
dem Amboß und hat die zum Plattdrücken der Seite erforderliche Lage. Das Plattdrücken
erfolgt mittels eines beweglichen Stempels, Hammers 198 a. dgl., welcher durch die
Kurbel 173 in derselben und zu derselben Zeit wie die Kurbel 17311 betätigt
wird.
Wenn jedoch der bewegliche Hammer auf die Nadel geschlagen würde, während sie von-
den Backen des Werkstücklialters gehalten wird, so würde der Nadelschenkel mehr
oder weniger verbogen werden. Um dies zu vermeiden, wird der bewegliche Hammer mit
einem Anschlag i99 (Abb. 36) versehen, welcher bei der Abwärtsbewegung des Hammers
gegen einen auf dem Werkstückhalter angeordneten Stift Zoo stößt. Hierdurch wird
bewirkt, daß sich die Backen gegen die Wirkung der Feder, welche die Backen zusammenhält,
in dem Augenblick, in welchem der Hammer die Nadel bearbeitet, leicht geöffnet werden
(Abb. 36): Es muß außerdem beachtet werden, daß die Nadel beim Flachdrücken etwas
verlängert und so, wenn sie starr zwischen den Backen gehalten wird, das Kopfende
verbogen oder gekrümmt wird. Um das zu vermeiden, trägt der Hämmer einen zweiten
Anschlag toi, welcher ein verstellbares Glied 2o2 berührt. Dieses ist auf einem
auf dein Werkstückhalter angeordneten Ring befestigt. Wenn der Anschlag toi bei
der Abwärtsbewegung des Hauiiners gegen das Glied 2o2 stößt, wird <las Werkstück
- von dem Amboß und dem ldalnrner ein wenig zurückgeschoben gegen die Wirkung einer
Feder 2o4. Dieser Vorgang findet unmittelbar nach dem öffnen der Grei-f erbacken
statt. Die Feder 204 bewirkt, sobald die Anschläge, bei der Aufwärtsbewegung des
Hammers, außer Eingriff gekoinrnen sind, ein Vorschieben des Werkstückhalters.
-
Damit die Nadel auf dem Amboß 197 in die richtige und genaue Lage
gebracht wird, ist eine Führung 205 (Abb. 34) vorgesehen, welche an einem Ende bei
2o6 gelagert und an dem anderen Ende mit einer Rolle 2o7 versehen ist. Die Rolle
207 arbeitet mit einer auf der Welle 3o aufgekeilten Nockenscheibe @=o',#
zusammen. Die Stellung dieser Führung zu der Zeit, in welcher die Nadel auf den
Amboß gebracht wird, ist in gebrochenen Linien in Abb. 3 4 gezeigt. In dieser Stellung
verbleibt die Führung nur einen Augenblick, das heißt so lang, wie die Nadel auf
dein Amboß 197 zu bewegt wird.
-
Der flachgedrückte Schenkel der Nadel hat eine leicht konische Form,
wobei das stärkere Ende nach der Nut zu und das schwächere Ende nach demKopfende
zu liegt (L,Abb.59 j. Selbstverständlich erfolgt die Bewegung des Nutenstempels
und des Hammers, welche beide von den Kurbeln ein und derselben Welle angetrieben
werden, in genauer zeitlicher Beziehung zueinander. Sie wirken auf die entsprechende
Nadel in genau demselben Augenblick und mit derselben Kraft, so daß vollständig
geradgeformte Nadeln erhalten werden. Nachdem die Nadel flachgedrückt ist, wird
sie von dem Werkstückhalter freigegeben und von dein nächsten Greiferbackenpaar
aufgenommen und dann durch die Bewegung des Trägers 27 nach rechts zu der nächsten
Einheit gefördert.
-
Vorrichtung zum Biegen des Hakens Bei dieser Einheit wird die Nadel
von einem Werkstückhalter 2o9 (Abb. 40, 42, 62, 64, 67) gehalten. Dieser Werkstückhalter
ist wie alle anderen verschiebbar angeordnet. Die Bewegung wird durch einen Hebel
2io bewirkt, welcher auf der Welle 66 gelagert und an einem Ende mit einer in der
Führung 2i2 einer auf der Steuer-,velie 33a befestigten Nockenscheibe 213 geführten
Rolle versehen ist. Die Nut 212 ist so geformt, daß sie das Nadelwerkstück zu der
richtigen Zeit der Hakenbiegevorrichtung übergibt. Die Backen des Werkstückhalters
209 werden mittels eines Steuergliedes 214 (Abb. 4o), welches auf der Stange 72
angeordnet ist, geöffnet und geschlossen. Das Steuerglied ist in Berührung mit einem
Hebel 215, welcher eine Greiferbacke bildet (Abb.4o, 41).
-
Damit die Nadel mit der Haicenbiegevorrichtung genau auf einer Geraden
liegt, ist ein Hebel 2i7 auf einem Träger 2,16 (Abb. 42) angeordnet; das vordere
Ende des Hebels ist als ein nach unten gebogener Finger ausgebildet. An der Unterfläche
des Hebels 217 befindet sich ein Steuerungsglied 2i9, das mit einem auf dem Werkstückhalter
angeordneten Stück 22o zusammenarbeitet. Die Anordnung ist so, daß der Finger bei
der Vorwärtsbewegung des Werkstückhalters infolge seiner Schwere in eine bestimmte
Stellung heruntergleitet und so die Nadel zu dem Amboß 221 der Hakenbiegevorrichtung
einrichtet. Wenn der Werkstückhalter zurückgeht, wird der Hebel 217 in Normalstellung
angehoben. Der Dorn 223 (Abb. 43, 46, 47) bewegt sich nach rechts und bedeckt die
Nut in dem Amboß. Dann wird die Nadel in die Nut 222 unter den Dorn gebracht. Die
Bewegung des Dornes wird mittels zweier Hebel 224, 225 (Abb. 42) bewirkt, welche
mit einem eine Rolle 227 tragenden Hebel verbunden sind. Die Rolle 227 steht in
Eingriff mit einer auf der Welle 3o angeordneten Nockenscheibe 225. Wenn die Nadel
von dem Dorn 223 bedeckt ist, wird ein Finger 229 (Abb. 46, 47) auf die Nadel heruntergelassen,
um sie festzuhalten. Dieser Finger wird in Normalstellung mittels einer (nicht dargestellten)
Feder gehalten und mit Hilfe eines Hebels 230 (Abb. 43) heruntergedrückt.
Der Hebel 2,30 erfährt seine Bewegung von einer auf der Welle 3o befestigten
Nockenscheibe 231.
Dann wird das Nadelende mittels eine Gliedes
23z über den Dorn 223 gebogen (Abb. 4.7). Die Form dieses Gliedes ist deutlich in
Abb.4.8 gezeigt. Das Glied ist mit einer eine Riemenscheibe 233 tragenden Welle
versehen, welche mittels eines Riemens 234 (Abb. 4.2, 4.3) und einer Riemenscheibe
235 angetrieben wird. Die Riemenscheibe 235 ist mittels eines Zahnrades mit einem
Steuerungsstift 236, welcher mit einer Steuerungsscheibe 231 zusammenwirkt,
verbunden. Der Riemen 234. ist über die Scheiben 233, 235 geführt und die Steuerscheibe
231 so ausgebildet, daß bei der Drehung der Welle23o das Glied 232 nur eine
halbe Drehung erfährt, nämlich von der in Abb. 4.6 zu der in Abb. 4.7 dargestellten
Lage. Auf diese Weise wird der Haken der Nadel geformt, worauf das Glied 232 in
seine Anfangsstellung zurückgeführt wird. Nach Abheben des Fingers 2129 wird der
Dorn 223 durch Linksbewegung zurückgezogen und die Nadel von dem Amboß 22t durch
den Werkstückhalter entfernt. Diese einzelnen Arbeitsgänge sind schematisch in Abb.
4.5 veranschaulicht. Zunächst liegt die Nadel auf dem Amboß, dann bedeckt der Dorn
die Nadel, und schließlich wird das den Haken biegende Glied gedreht. Nachdem der
Haken geformt ist, werden die Bewegungen der Vorrichtung umgekehrt, um die Teile
in ihre Anfangsstellung zurückzubringen. Die Nadel ist nun vollständig geformt,
das heißt, sie hat ein nach unten gebogenes Kopfende, welches abgerundet ist. Am
gegenüberliegenden Ende ist sie verjüngt, angespitzt und das äußerste Ende zurückgebogen,
derart, daß es einen Haken bildet. Außerdem ist die.Nadel mit einer Nut versehen,
welche unter der Spitze des Hakens liegt. Die Nadel ist außerdem an ihren Seiten
breitgedrückt in bestimmtem Verhältnis zu dem Kopf- und Hakenende. Die Nadel ist
also für gewisse, die Nadel vollkommen fertigstellende Arbeitsgänge fertig.
-
Beim Übergang der einzelnen Nadeln von den auf dem Träger angeordneten
Greiferbacken auf die verschiedenen Werkstückhalter und dann bei der Zurückgabe
der Nadeln an die Greiferbacken ist darauf zu achten, dar Ungenauigkeiten beim Einbringen
der Nadel vollkommen vermieden werden. Bei der Maschine gemäß der Erfindung wird
das in folgender Weise erreicht.
-
Wie schematisch bei A (Abb. 6o) gezeigt ist, wird jede Nadel am Anfang
auf ganz kurze Zeit von den Greiferbacken; aber außer Wirklage mit den Werkstückhaltern
und - den Bearbeitungsvorrichtungengehalten. Der Werkstückhalter nimmt, um noch
einmal die einzelnen Arbeitsgänge zu wiederholen, beim Vorwärtsgehen die Nadel (B,
Abb.6o), wenn die Greiferbacken offen sind und die Nadel freigegeben haben, und
bringt das Nadelwerkstück in Wirklage zu der jeweiligen Arbeitsvorrichtung und hält
es in dieser Stellung, während die Vorrichtung die Nadel bearbeitet (C, Abb. 6o).
Darauf wird der Werkstückhalter zurückgezogen und in die Stellung gebracht, in welcher
er die Nadel einem anderen Satz der Greiferbackenpaare übergibt, welche bei ihrer
Bewegung nach rechts die Nadel in eine Stellung bringen, in welcher sie von dem
Werkstückhalter der nächsten Einheit gefaßt werden. Diese Vorgänge sind in Abb.6o
veranschaulicht. Infolge der Bearbeitung der Nadel durch die verschiedenen Bearbeitungsvorrichtungen
wird die Nadel verlängert. Es kann daher eintreten, daß bei der Übertragung der
Nadel v an dem Werkstückhalter auf die Greiferbacken die Lage der Werkstückhalter
in bezug auf die Greiferbacken nicht genau die richtige ist. Es ist für die genaueEinstellung
derNadel zwecks Herstellung eines genauen Produktes notwendig, daß die Nadel, wenn
sievonirgendeinem Werkstückhalter genommen wird, vollständig in diesen eingeführt
ist (B, Abb. 6o), bevor sich die Backen des Werkstückhalters über die Nadel schließen
und der Werkstückhalter vorgeht. Um- das zu erhalten, setzt der Werkstückhalter,
sobald er seine Nadel freigibt, seine Rückbewegung etwas über die Stellung hinaus,
welche seine Normal- oder Startstellung (A, Abb.6o) ist, fort. Wenn der Werkstückhalter
die nächste Nadel nimmt, geht er von seiner äußersten zurückgezogenen Stellung (E,
Abb. 6o) in seine normale Anfangsstellung und beim weiteren Vorwärtsbewegen nimmt
er die Nadel von den Greiferbacken und bringt sie an die entsprechende Bearbeitungsvorrichtung.
Durch das annormale Zurückziehen des Werkstückhalters (E, Abb. 6o) wird erreicht,
daß die Nadel ganz in den Werkstückhalter eingeführt ist, wenn sich die Backen desselben
über die Nadel schließen. Wenn die Nadel infolge der Bearbeitung etwas verlängert
wird öder wenn ihre Lage etwas verschoben ist, so könnte die Nadel, wenn das Werkstückhalterende
derselben zu nahe an dem Werkstück liegen würde, beim Vorwärtsschreiten des Werkstückhalters
beschädigt oder verbogen werden. Diese Gefahr ist eben dadurch behoben, daß der
Werkstückhalter über seine Anfangsstellung hinaus zurückgezogen wird. Die die Bewegungen
der Werkstückhalter steuernden Nockens cheiben sind in entsprechender Weise ausgebildet,
um die oben beschriebene besondere Zurückziehbewegung der Werkstüekhalter zu erzeugen.
Auswerf-
und Härtevorrichtung Die Vorrichtung zum Auswerfen der fertigen Nadeln von dein
letzten Greiferbackenpaar und die Vorrichtung zum Härten der fertiggeformten Nadeln
sind in den Abb. 68 bis 72 dargestellt. Auf der Steuerwelle 33 ist eine Nockenscheibe
270 (Abb. 71) angeordnet. Auf der Welle 66 ist ein Ende eines Hebels 27r gelagert,
dessen anderes Ende eine auf der Nockenscheibe 27o laufende Rolle 272 trägt. Die
NI ockenscheibe hat einen großen unwirksamen Teil, dann eine scharfe Erhebung, auf
welche ein kurzer unwirksamer Teil folgt, und schließlich ein scharfes Abfallen.
Die Wirkung der Nockenscheibe ist daher folgende: Zunächst wird der Hebel 27i um
ein bestimmtes Stück angehoben, in welcher Stellung er eine bestimmte Zeit verharrt,
und plötzlich in seine Anfangsstellung zurückgeführt. An dem Hebel 27r ist ein senkrecht
nach oben ragender Hebel 273 angelenkt, der an seinem oberen Ende bei 272
mit einer Abnahmevorrichtung 275 verbunden ist. Diese ist bei 276 an einer Stütze
277 gelagert. Durch das Anheben des Hebels 273 wird die Abnahmevorrichtung 275 um
den Zapfen 276 geschwenkt und aus der in ausgezogenen Linien in Abb. 68 dargestellten
Lage in die in gebrochenen Linien gezeigte Lage gehoben. Die Vorderseite der Abnahmevorrichtung
275 ist gabelförmig ausgebildet, d. h. mit einer U-förmigen öffnung v ersehen (Abb.
72).
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Wenn die Nadel mit einem Haken versehen ist, wird sie von dein letzten
Greiferbackenpaar 53 aufgenommen und infolge der Bewegung des Trägers 27 nach rechts
verschoben. In diesem Augenblick wird die Abnahmevorrichtung angehoben, derart,
daß die Greiferbacken in den U-förmigen Ausschnitt hineintreten (Abb. 69). Dann
öffnen sich die Greiferbacken, und der Träger 27 senkt sich (Abb.7o), so daß die
Nadel auf der Aufnahmevorrichtung zurückbleibt (Abb. 72). Dann wird sie infolge
der Wirkung der Nockenscheibe 270, welche die in Abb. 68 in ausgezogenen Linien
dargestellte Lage einnimmt, ausgeworfen, wodurch die Nadel Heruntergleitet und in
einen elektrischen Erliitzer 278 fällt. Dieser Erhitzer besitzt einen aufklappbaren
Deckel :',79 und einen aufklappbaren Boden 28o, welche derart angeordnet sind, daß
sie abwechselnd geöffnet und geschlossen werden, d. h. zunächst wird der Deckel
geöffnet, um die Nadel in den Erhitzer fallen zu lassen, worauf der Deckel wieder
geschlossen wird. 'Nachdem man die Nadel eine bestimmte Zeit in dem Erhitzer gelassen
hat, wird der Boden geöffnet, um die Nadel in ein Ölbad 281 fallen zu lassen, worauf
der Boden wieder in seine geschlossene Stellung zurückgeführt wird.
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Der Deckel 279 wird mittels eines zwischen seinen Enden gelagerten
Hebels 282 betätigt. Dieser Hebel ist an einem Ende mit dem Deckel verbunden und
trägt an dem anderen Ende eine Rolle 283, welche auf einer auf der Steuerwelle 33
befestigten Nockenscheibe 284 läuft. Die Form der Steuerscheibe ist so gewählt,
daß der Deckel während des größten Teiles der Umdrehung der Nockenscheibe geschlossen
bleibt. Die Nockenscheibe ist mit einer Einkerbung versehen. Sobald die Rolle 283
in diese Einkerbung eintritt, wird eine Feder 285 den Hebel 282 anheben und so den
Deckel 279 öffnen. Wenn die Rolle wieder aus der Einkerbung heraustritt,
wird der Hebel wieder in seine Anfangsstellung zurückgeführt und somit der Deckel
geschlossen.
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Das öffnen und Schließen des Bodens erfolgt mittels einer an einem
Ende mit dem Boden und am anderen mit einem schwenkbaren Hebel 287 verbundenen Stange
286. Der Hebel 287 trägt eine Rolle 288, welche in einer auf der Steuerwelle 33
aufgekeilten Nockenscheibe 289 läuft. Auch diese ist in entsprechender Weise mit
einer Einkerbung versehen. Eine Feder 29o schwingt den Hebel 287 um seinen Zapfen,
wenn die Rolle 288 in die Einkerbung eintritt. Diese Bewegung des Hebels zieht die
Stange 286 nach unten, wodurch der Boden 28o des Erhitzers geöffnet wird. Der Boden
bleibt nur einen Augenblick offen, um dann wieder geschlossen zu werden, sobald
die Rolle 288 aus der Einkerbung heraustritt und auf den Umfang der Steuerscheibe
gelangt.
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Nach einer bestimmten Zeit «erden die Nadeln, welche sich in dem Ölbad
28z angesammelt haben, in zweckentsprechender Weise entfernt. Abgesehen von einer
evtl. Prüfung der Nadeln sind dieselben nunmehr vollständig fertig zum Gebrauch
für Strickmaschinen. Die Nadeln sind alle vollständig gleichmäßig und genau in Abmessungen,
Form und Aussehen. Sie sind das Produkt einer Reihe von Bearbeitungen, welche auf
einer Maschine in fortlaufenden Arbeitsgängen ausgeführt wurden (von dem Abschneiden
des Drahtes bis zum Hakenformen und Härten). Die Erfindung ist durch beide Vorrichtungen
und die Methode gekennzeichnet, mit welcher solche Vorrichtungen benutzt werden.
Als Verfahren schließt es eine Reihe von nacheinander erfolgenden Arbeitsgängen
ein, welche mit dem Abschneiden des Werkstückes beginnen, worauf gewisse Teile der
Nadel bearbeitet werden, um die Nadel zu formen und ihr genaue Abmessungen zu geben,
und mit die Nadel vollständig marktfertig machenden Behandlungen enden.
Arbeitsvorga.n,g
Obgleich der Arbeitsvorgang der Maschine bereits-beschrieben wurde, erscheint folgende
Zusammenfassung trotzdem zum besseren Verständnis des Ganzen wünschensmvert.
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Angenommen, daß die Maschine so weit vorbereitet ist, daß sie in Gang
gebracht werden kann, d. h. daß der Draht von einem Rade o. dgl. durch die Richtevorrichtung
8 geführt und in den Förderer 13 gesteckt ist. Der Antrieb erfolgt von der
Hauptwelle 3 in zweckentsprechender Weise. Die Welle 22 wird dann in Umdrehung versetzt,
und infolge ihrer Verbindung mit der Scheibe 24 schiebt der Förderer 13 den Draht
durch das Rohr 17 und dann in den Werkstückhalter 18, worauf der Draht
zu den Schneidmessern i9, 2o gelangt. Die beweglichen :Messer 2o werden mittels
einer Nockenscheibe 2i heruntergedrückt, wobei der Draht an zwei Stellen abgeschnitten
wird (A, Abb. 59). Dieser Draht bildet das erste Werkstück. Zu dieser Zeit ist die
anfängliche Förderstange 26 und der Träger :27 in der in Abb. 61 gezeigten Stellung,
d. h.- die Förderstange ist in ihrer linken Stellung (die Stellung, welche sie beim
Abschneiden des Werkstückes einnimmt, mit dem Werkstück in dem Halter i8), während
der Träger sich ebenfalls in seiner äußersten linken Stellung befindet. Die Längsbewegung
des '`Trägers nach rechts durch die oben im einzelnen beschriebenen Vorrichtungen
bewirkt die Bewegung der änfänglichen Förderstange ä6 und damit die Bewegung des
Nadelwerkstückhalters 18 nach rechts in eine Stellung, in welcher der Halter 18
das Werkstück an den ersten Werkstückhalter 61 abgeben kann. Die Weiterbewegung
des Trägers zunächst nach unten und dann nach links bringt die Greiferbackenpaare
in ihre unwirksame Lage und gibt gleichzeitig die anfängliche Förderstange 26 frei,
so daß sie in ihre Anfangsstellung zurückkehren kann, um ein zweites Werkstück aufzunehmen.
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Bei der Fortsetzünh der Bearbeitung wird der Träger 27 aus seiner
unwirksamen Lage nach links und nach oben bewegt, so daß die auf ihm angeordneten
Greiferbackenpaare sich in ihrer oberen Stellung befinden und neue Nadeln aufnehmen
können.
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Sobald sich die Greiferbackenpaare schließen und die Nadeln fassen,
bewegt sich der Träger nach rechts und bringt die Nadeln dadurch in eine Läge, in
welcher die Nadeln in Achsrichtung der entsprechenden Werkstückhalter liegen. Auf
diese Weise wird die Nadel, welche in dem ersten Werkstückhalter 61 gewesen ist,
dem ersten Greiferbackenpaar übergeben und durch die Bew-egung des Trägers 27 .zu
dem zweiten Greiferbackenpaar gebracht usw. Auf diese Weise arbeiten die Förderstange
und der Träger 27 in einem Kreislauf und fördern die Nadeln, wobei die Greiferbacken
die Nadeln zu den Werkstückhaltern 61 bringen, während der Träger vermittels der
Greiferbackenpaare die Nadeln von Werkstückhalter zu '\Verkstückhalter bringt.
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Während also ein Greiferbackenpaar auf dem Träger 27 eine Nadel von
der ersten Einheit (von der Einheit, in welcher das Kopfende der Nadel rundgeschliffen
wird) übertragen wird, übergibt die anfängliche Fördervorrichtung ebenfalls ein
Werkstück dem Werkstückhalter 6i.' In ähnlicher Weise wird eine Reihe von Nadeln
nach einer kurzen Betriebszeit der Maschine gleichzeitig von einer Einheit zu der
anderen von dem Träger gebracht und dadurch den einzelnen Werkstückträgern dieser
Einheiten übergeben, worauf die Werkstückträger das Werkstück an die Bearbeitungsvorrichtungen
heranbringen und wieder zurückziehen. Es ist also klar, daß eine bestimmte Anzahl
von Nadeln entweder unterwegs von einer Einheit zu der anderen oder in Bearbeitung
sind. Der Träger arbeitet in einem Kreislauf, wodurch die Arbeitsbedingungen mit
größter Genauigkeit aufrechterhalten werden können und dadurch genau geformte Nadeln
erhalten werden.
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Nachdem die Nadel dem ersten Werkstückträger 61 übergeben wurde, bewegt
sich dieser vorwärts auf die Schleifscheibe 63 zu, welche das Kopfende der Nadel
abrundet. Nach Beendigung dieser Arbeit wird der Werkstückhalter zurückgezogen und
die Nadel dem ersten Greiferbackenpaar übergeben, welches sie durch die Bewegung
des Trägers 27 nach rechts bringt und dem zweiten Werkstückträger 93 übergibt. Dieser
hält die Nadel während der ersten Schmiedebearbeitung. Wenn der Werkstückhalter
sich von der ersten Schmiedevorrichtung zurückzieht, wird er mittels einer Gasflamme
erhitzt, welche in diesem Augenblick heruntergelassen wird. Von dem in zurückgezogener
Stellung befindlichen Werkstückhalter 93 wird die Nadel durch das zweite Greiferbackenpaar
übernommen, nach rechts gebracht und dem dritten Werkstückhalter 116 übergeben,
welcher der zweiten Schmiedevorrichtung entspricht.
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Nach Beendigung der zweiten Schmiedearbeit wird die Nadel wieder zurückgezogen,
jedoch -langsamer als nach der ersten, und ebenfalls erhitzt. Das dritte Greiferbackenpaar
wird hochgehoben, nimmt die Nadel von dem zurückgezogenen Werkstückhalter 116 und
bringt sie durch die Bewegung des Trägers 27 nach rechts, wo sie der Werkstückhalter
i2o den Greiferbacken abnimmt.
Dieser Werkstückhalter hält die
Nadel, während sie zugeschnitten, angespitzt und poliert wird. Der Werkstückhalter
wird zunächst vorgeschoben und bringt die Nadel an das :X1esser 134, welches die
Nadel auf eine bestimmte Länge zuschneidet, da die Nadel durch die Schmiedearbeit
um ein Stück verlängert worden ist. Der Werkstückhalter setzt dann seine Vorwärtsbewegung
fort, bringt die Nadel an die Schleifscheibe 139, durch welche die Nadel angespitzt
wird, worauf der Werkstückhalter zusammen mit der Nadel zurückgezogen wird. Dann
bewegt sich der 1\'erl;stüclzhalter, während das Schleifrad durch die Wirkung der
Rolle 1.1.7 und der Nockenscheibe 145 leicht angehoben wird, wieder nach vorn und
bringt die Nadel zum zweitenmal an die Schleifscheibe, welche den Teil der Nadel,
der vorher abgeschmiedet wurde, poliert.
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Ist auch dieser Arbeitsgang beendet, so wird die Nadel zurückgezogen
und dein vierten Greiferpaar übergeben. Der Träger 27 bewegt sich wieder nach rechts
und reicht die Nadel dem fünften Werkstückhalter 153, welcher die Nadel hält, während
das Kopfende nach unten gebogen und das Hakenende mit einer Nut versehen wird. Die
Nadel wird zwischen den Backen des Werkstückhalters 153 gehalten, und da der Werkstückhalter
vorschreitet, wird die Walze 165 durch die Wirkung der Steuerscheibe 166 und der
Rolle 168 nach unten gedrückt. wodurch das Kopfende der Nadel nach unten gebogen
wird. Die 'Tadel wird dann durch den Werkstückhalter 153 vorwärts bewegt und auf
den Amboß 169 der Nutenstoßvorrichtung gelegt. Zu dieser Zeit wird das fliegende
Rad 174 mit der Kurbelwelle 173 gekuppelt und die Kurbel in Bewegung gesetzt, zunächst
nach links, wobei der bewegliche Stempel 173 mit beträchtlicher Kraft in die 'Tadel
gedrückt wird. Nach einer Drehung des fliegenden Rades wird das fliegende Rad wieder
abgeschaltet, so daß der Stempel nur einmal heruntergeht und dann durch die Kurbel
in seiner oberen, unwirksamen Stellung gehalten wird.
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Nach Herstellung der Nut wird der Werkstückhalter 153 zusammen mit
der Nadel zurückgezogen und dem fünften Greiferbackenpaar übergeben. Dieses bringt
die 'Tadel durch die Bewegung des Trägers a7 zu dem sechsten Werkstückhalter 183,
welcher zu der Einheit gehört, in welcher der Nadelschenkel flachgedrückt wird.
Es ist bei dieser Einheit darauf zu achten, daß das hopfende der Nadel in der vorigen
Einheit heruntergebogen ist. Da aber nun das Plattdrücken der Nadel in derselben
Ebene, in welcher das heruntergebogene Ende der Nadel liegt, erfolgen soll; so ist
es notwendig, der Nadel vor der Bearbeitung durch den Preßharnmer % Drehung zu erteilen.
Das erfolgt mittels einer Steuerungsvorrichtung 195, 196, welche die "14 -Drehung
der Nadel beim Vorgehen des Werkstückhalters 163 ausführt. Die 'Tadel wird dann
auf den Amboß 197 gelegt und durch den Hammer 198 flachgedrückt. Der Hammer 198
wird ebenfalls durch Kuppeln des fliegenden Rades 174 mit der Kurbelwelle 163 betätigt.
Beide Kurbeln, die den Nutenstempel und die den Flachdrückhammer betätigende Kurbel,
werden durch Kuppeln des fliegenden Rades betätigt. Um ein Verbiegen der Nadel bei
dem Flachdrücken zu vermeiden, muß darauf geachtet werden, daß die Nadel bei der
Tätigkeit des Haminers lose zwischen den Backen des Werkstückhalters liegt. Das
wird durch einen Anschlag r99 und einen Stift 200 erreicht, welche beide bei der
Abwärtsbewegung des Hammers gegeneinanderstoßen. Da bei dieser Bearbeitung die Nadel
außerdem ein gewisses Stück verlängert wird, wodurch ebenfalls die Nadel auf dem
Kopfende verbogen werden würde, wenn sie fest zwischen den Backen des Werkstückhalters
wäre, so werden die Backen mittels eines Anschlages ioi und eines Stiftes Zoo leicht
bei der Abwärtsbewegung des Hammers zurückgezogen.
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Nachdem die Nadel flachgedrückt ist, wird sie von dem Werkstückhalter
zurückgezogen und dein sechsten Greiferbackenpaar übergeben. Von diesem wird die
Nadel zu dem siebenten Werkstückhalter 2o9 gefördert. Dieser hält die 'Tadel, während
das Hakenende gebogen wird. Der Dorn 223 legt sich nach rechts und deckt die Nut
in dein Amboß zu. Die Nadel wird dann in die Nut 222 unter den Dorn geschoben. Der
Finger 229 drückt auf die Nadel und hält sie fest auf dem Amboß. Das den Haken formende
Glied 232 führt eine halbe Drehung aus und biegt das zugespitzte Ende der Nadel
über den Dorn 223, wodurch der Haken entsteht. Das Glied 232 wird wieder zurückgeführt,
der Finger angehoben und der Dorn nach links in seine unwirksame Stellung gebracht.
Die Nadel ist nun vollständig geformt. Die fertiggeformte Nadel wird von dein Werkstückhalter
2o9 dem letzten Greiferbackenpaar übergeben. Dieses bringt die Nadel zu der Abnahmevorrichtung,
welche die Nadel aufnimmt und sie in einen elektrischen Erhitzer wirft, wo sie eine
gewisse Geit verbleibt. Durch öffnen des Bodens der Erhitzervorrichtung fällt die
Nadel in ein Ölbad, in ,velchem sie gehärtet wird.
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Es wird darauf hingewiesen, daß auf die einleitenden Arbeitsvorgänge
(Richten des Drahtes, Abschneiden des Werkstückes usw.)
die Nadel
für die verschiedenen Formgebungen nacheinander von einer zu der nächsten der sieben
Einheiten gebracht wird, daß sie in jeder Einheit einer bestimmten Bearbeitung unterworfen
ist, und daß sie nach Beendigung der Formarbeit in einen Erhitzer und dann in ein
Härtebad gebracht wird. Alle Bewegungen, sowohl die der einleitenden als auch der
Hauptübertragungsvorrichtungen, sowie die Tätigkeit der Werkstückhalter und der
Bearbeitungsvorrichtungen der verschiedenen Einheiten arbeiten dabei im Synchronismus.
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Konstruktive Änderungen Gelegentlich können einige konstruktive Änderungen
vorgenommen werden.
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So zeigen z. B. Abb. 49 und 5o eine andere Ausführungsform der Vorrichtung
zum Verstellen der Schleifscheibe, welche zum Rundschleifen des Kopfendes, zum Anspitzen
des Hakenendes und zum Polieren dient. Die Schleifscheibe 24o ist in einem schwenkbaren
Lager 241 angeordnet. Der Winkel, um welchen das Lager verstellt werden kann, wird
mittels einer Stellschraube 2.f2 gegen die Wirkung einer Feder 243 verändert. Diese
Einstellung ermöglicht, die Abrundung des Kopfendes zu verändern, und zwar so, daß
mehr oder weniger abgerundet -,,werden kann. Die Einstellung erfolgt jedoch in Übereinstimmung
mit der Verminderung, welche erforderlich ist, damit das Kopfende in das Loch der
Nadelstange der Strickmaschine eingeführt werden kann. Das Lager 2q.1 ist auf einem
Schlitten 2q.4 angeordnet, welcher in einem Träger 24S verschoben werden kann. Das
Lager 241 wird mittels einer drehbaren Welle 246 seitlich verschoben. Auf der Welle
246 ist ein Klinkenrad 247 angeordnet, welches mittels einer Klinke 248, welche
auf einem Hebel 249 gelagert ist, eine schrittweise Bewegung erhält. Der Hebel 249
trägt eine mit einer Nockenscheibe 251 zusammenarbeitende Rolle 25o. Die Welle 246
dreht ein Ritze1252, welches die Zahnstange 253 betätigt und dadurch das Lager 241
bewegt, wodurch die Schleifscheibe axial verstellt wird. Diese Bewegung der Schleifscheibe
ist periodisch im Unterschied zu der fortlaufenden oben beschriebenen Bewegung.
Diese Anordnung hat, wie bereits oben er-«ähnt, den Vorteil, daß ein häufiges Abrichten
der Schleifscheibe vermieden wird.
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Die Abb. 51 bis 54 zeigen eine andere Ausführungsform des Werkstückhalters
für die Schmiedebearbeitung. Bei dieser Ausführungsform ist ein oberes Greiferbackenglied
254 bei 25S schwenkbar gelagert und in normaler Weise mittels einer (nicht dargestellten)
Feder in geschlossener Stellung gehalten. Ein Hebel 256 ist bei 257 gelagert und
trägt eine Rolle 258, auf welche eine auf der Stange 72 befestigte Platte wirkt.
Wenn die Stange 72 angehoben wird, schwingt der Hebel 256
um seinen Zapfen
257 und stößt gegen eine verstellbare Schraube 259 des oberen Greifergliedes 25q.,
wodurch die Greiferbacken gegen die Wirkung der Feder geöffnet werden. Die Stellschraube
erlaubt eine Veränderung des Druckes, welchen die Greiferbacken beim Halten der
Nadel auf dieselbe ausüben. Abb. 53 und 54 zeigen die Greiferglieder in geschlossener
Stellung.
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Eine andere Ausführungsform der Greiferbacken ist in den Abb. 55 bis
57 dargestellt. Bei dieser Konstruktion sind Anordnung und Ausbildung der einzelnen
Teile ähnlich wie bei den oben beschriebenen Greiferbacken. Das Greifglied ist mit
Vorsprüngen 26o versehen, welche, wenn die Backen geschlossen sind, in in dem anderen
Glied befindliche Vertiefungen 2.61 eintreten. =Durch diese Anordnung werden die
Nadeln sicherer in dem Träger gehalten.