DE567860C - Einrichtung zum Evakuieren von Gluehkathodenroehren - Google Patents
Einrichtung zum Evakuieren von GluehkathodenroehrenInfo
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- Formation Of Various Coating Films On Cathode Ray Tubes And Lamps (AREA)
Description
Von der Pumpe abgeschmolzene Vakuumapparate aus Glas mit Glühkathoden, wie z. B.
Glühkathodensteuer- oder -ventilröhren u. dgl., sind, namentlich wenn es sich um Apparate
handelt, die mit Hochspannung arbeiten, noch nicht betriebsfertig. Die in den Apparaten enthaltenen
Restgase müssen erst zur Aufzehrung gebracht werden. Während dieses Klarbrennens
der Röhre wird bei betriebsmäßiger Heizung der Glühkathode zwischen Anode und
Kathode eine langsam immer höher anwachsende Spannung gelegt, wobei schließlich die
Anode ebenfalls stark erhitzt wird. Es können dabei oftmals Entladungen auftreten, die Gase
in der Röhre freimachen. Die Aufzehrung der Gase geschieht an den kältesten Stellen des
Glaskörpers, die ihrerseits oft in der Nähe von Kanten und Spitzen leitender Materialien liegen.
Infolge der bei Hochspannung an diesen Stellen auftretenden hohen Feldstärken ist es möglich,
daß die adsorbierten Gasschichten durch die elektrostatischen Kräfte von der Glasoberfläche
losgerissen werden. Wie aus der Literatur bekannt ist, zeigen gerade solche geringen Gas-
*5 mengen eine viel stärkere Tendenz zur Bogenentladung
als größere Mengen, da diese, geringen Reste befreiten Gases bereits völlig ionisiert
sind.
Einrichtungen zum Evakuieren von Glühkathodenröhren, bei denen in der Pumpleitung ein Gase absorbierende Stoffe enthaltender, von außen gegebenenfalls kühlbarer und von der Pumpleitung beidseitig abschmelzbarer'Behälter vorgesehen ist, sind bereits bekannt.
Einrichtungen zum Evakuieren von Glühkathodenröhren, bei denen in der Pumpleitung ein Gase absorbierende Stoffe enthaltender, von außen gegebenenfalls kühlbarer und von der Pumpleitung beidseitig abschmelzbarer'Behälter vorgesehen ist, sind bereits bekannt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden derartige Einrichtungen zum Evakuieren von
Glühkathodenröhren dadurch verbessert, daß an der Mündung der aktivierte Kohle enthaltenden
Pumpleitung in die Glühkathodenröhre ein infolge Zerstäubung Gase absorbierender
Körper angeordnet ist, der durch einen Metallschirm, vorzugsweise einen Metallzylinder, gegen
innerhalb der Glühkathodenröhre auftretende elektrische Felder geschützt ist. Das Pumprohr
mündet bei der neuen Einrichtung vorteilhaft in den beim Klarbrennen kältesten Teil der
Glühkathodenröhre. Dieser beim Klarbrennen kälteste Teil der Glühkathodenröhre kann mit
einer Heizeinrichtung versehen sein. Beim Evakuieren mittels der neuen Einrichtung wird nun
so vorgegangen, daß bei Beendigung des Pumpvorganges zunächst der aktivierte Kohle enthaltende
Behälter auf .der Pumpenseite, dann nach Bindung der größten Menge, der Restgase
auf der anderen Seite von der Pumpleitung abgeschmolzen und schließlich der infolge seiner
Zerstäubung Gas absorbierende Körper zur Wirkung gebracht wird.
Die neue Einrichtung wird in der Zeichnung an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Abb. ι zeigt eine Hochspannungsventilröhre, die aus einem mittleren Glaskolben G und zwei
rohrförmigen Ansätzen R1 und R2 besteht. In
den rohrförmigen Ansätzen befinden sich die 6g Anodenzuführung A und die Kathodenzuführung
K. Abb. 2 zeigt in vergrößerter Darstellung die Anordnungen an der bei R1 an-
gebrachten Abschmelzstelle. Das Pumprohr^ wird nach Beendigung des Pumpprozesses bei
a1 abgeschmolzen. In dem mit dem Entladungsgefäß
noch in Verbindung stehenden Teile des Pumprohres befindet sich eine Erweiterung, in
der sich aktivierte Kohle B befindet. Diese Kohle wird nun während des Klarbrennens der
Röhre in flüssige Luft gebracht und nachher bei a2 vom Entladungsgefäß abgeschmolzen.
ίο Die Temperatur, die die Gefäßwandung beim
Klarbrennen annimmt, verläuft derart, daß die Rohransätze R1 und R2 sich am wenigsten
erhitzen. An diesen Stellen könnte daher eine Absorption der frei werdenden Gase stattfinden.
Um dies zu vermeiden, kann man die Rohransätze z. B. durch eine übergeschobene elektrische
Heizspirale auf eine Temperatur von etwa 100° während des Klarbrennens bringen.
In den Stutzen R1 ist, wie aus Abb. 2 zu ersehen,
noch ein Magnesiumdraht m eingeschmolzen. Dieser wird beim Abschmelzen der
Stelle a2 durch elektrische Erhitzung zur Zerstäubung
gebracht und absorbiert so die frei werdenden Gase.
Bei der neuen Einrichtung werden die eingangs erwähnten Nachteile vermieden. Während
des Klarbrennens der Röhre wird der Raum, in dem sich die aktivierte Kohle befindet,
beispielsweise in flüssige Luft gebracht, so daß die beim Klarbrennen frei werdenden Gase
durch die Kohle absorbiert werden. Nach Beendigung des Klarbrennens wird der Raum, in
dem sich die Kohle befindet, von dem übrigen Raum des Entladungsgefäßes abgeschmolzen.
Damit die beim Klarbrennen frei werdenden Gase ausschließlich durch die Kohle absorbiert
werden, ist es zweckmäßig, gleichzeitig die kältesten Stellen der Glasoberfiäche auf eine
Temperatur von etwa 100 ° zu erhitzen. Dies kann zweckmäßig durch passend hergerichtete
elektrische Heizvorrichtungen bewirkt werden. Erfindungsgemäß sind zur Bindung der beim
Abschmelzen des Kohlebeutels wieder frei werdenden Gase im Innern des Entladungsgefäßes Körper, wie Magnesium, Calcium,
Wolfram oder Phosphor, vorgesehen, die beim Abschmelzen zur Zerstäubung bzw. Destillation
gebracht werden, wobei bekanntlich eine starke Absorption von vorhandenen Gasen stattfindet.
Diese Körper sind dabei durch einen Metallschirm, durch Anordnung der Körper im Innern
von Metallkugeln oder -zylindern, gegen innerhalb der Glühkathodenröhre auftretende elektrische
Felder geschützt.
Claims (3)
1. Einrichtung zum Evakuieren von Glühkathodenröhren,
bei der in der Pumpleitung ein Gase absorbierende Stoffe enthaltender, von außen gegebenenfalls kühlbarer und von
der Pumpleitung beidseitig abschmelzbarer Behälter vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Mündung der aktivierte Kohle enthaltenden Pumpleitung in die Glühkathodenröhre ein infolge Zerstäubung
Gase absorbierender Körper (m) angeordnet ist, der durch einen Metallschirm, vorzugsweise
einen Metallzylinder, gegen innerhalb der Glühkathodenröhre auftretende elektrische
Felder geschützt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumprohr in den
beim Klarbrennen kältesten Teil der Glühkathodenröhre mündet.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der beim
Klarbrennen kälteste Teil der Glühkathodenröhre mit einer Heizeinrichtung versehen
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES85618D DE567860C (de) | 1928-05-13 | 1928-05-13 | Einrichtung zum Evakuieren von Gluehkathodenroehren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES85618D DE567860C (de) | 1928-05-13 | 1928-05-13 | Einrichtung zum Evakuieren von Gluehkathodenroehren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE567860C true DE567860C (de) | 1933-01-10 |
Family
ID=7512475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES85618D Expired DE567860C (de) | 1928-05-13 | 1928-05-13 | Einrichtung zum Evakuieren von Gluehkathodenroehren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE567860C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE739389C (de) * | 1936-01-26 | 1943-09-24 | Siemens Ag | Anordnung zur Verdampfung eines Getterstoffes aus einem von aussen her zu beheizenden, in das Innere eines Entladungsgefaesses muendenden Rohr |
-
1928
- 1928-05-13 DE DES85618D patent/DE567860C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE739389C (de) * | 1936-01-26 | 1943-09-24 | Siemens Ag | Anordnung zur Verdampfung eines Getterstoffes aus einem von aussen her zu beheizenden, in das Innere eines Entladungsgefaesses muendenden Rohr |
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