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DE567550C - Gluehanlage und Verfahren zu ihrem Betriebe - Google Patents

Gluehanlage und Verfahren zu ihrem Betriebe

Info

Publication number
DE567550C
DE567550C DE1930567550D DE567550DD DE567550C DE 567550 C DE567550 C DE 567550C DE 1930567550 D DE1930567550 D DE 1930567550D DE 567550D D DE567550D D DE 567550DD DE 567550 C DE567550 C DE 567550C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
annealing
grate
claw
carriage
claw carriage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930567550D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRIDOLIN SOMMER
WITKOWITZER BERGB GEWERKSCHAFT
Original Assignee
FRIDOLIN SOMMER
WITKOWITZER BERGB GEWERKSCHAFT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRIDOLIN SOMMER, WITKOWITZER BERGB GEWERKSCHAFT filed Critical FRIDOLIN SOMMER
Application granted granted Critical
Publication of DE567550C publication Critical patent/DE567550C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Treatments In General, Especially Conveying And Cooling (AREA)

Description

  • Glühanlage und Verfahren zu ihrem Betriebe Glühanlagen für Glühgut jeglicher Art, besonders für Walzwerks- und Schmiedeerzeugnisse, wie Bleche, Draht, Bandeisen, Rohre o. dgl., sind in den verschiedensten Ausführungen bekannt. In den meisten Fällen handelt es sich bei diesen bekannten Ausführungen um einen Glühofen mit fahrbarem Herd, auf welchem das zu glühende Gut in den Ofen gebracht wird, um denselben nach beendigter Glühung auf dem gleichen Weg zu verlassen.
  • Bei Glühanordnungen dieser Art ergeben sich nun wesentliche Nachteile, die vor allem durch die stark unterbrochene Betriebsweise, durch welche ihre Leistung erheblich herabgedrückt wird, begründet sind. Außerdem sind Brennstoffverluste in überraschend hohem Ausmaße unumgänglich, weil bei den großen Arbeitspausen Abkühlungsverluste nicht nur der großen Herdmasse, sondern auch des Ofens selbst Hand in Hand gehen. Dies aber bringt die Notwendigkeit einer größeren Glühdauer mit sich, die bekanntlich einen schädigenden Einfluß auf die Güte des Glühguts im Gefolge hat. Weiterhin haben die starken Temperaturschwankungen, denen der Ofen selbst und besonders auch der fahrbare Herdrost ausgesetzt sind, den Nachteil, daß die Lebensdauer des Ofens und des Herdes stark verringert wird, was insbesondere bei großen Glühanlagen aus wirtschaftlichen Gründen berücksichtigt werden muß. Es sind auch Glühanlagen bekannt, die eine ununterbrochene Glühung nach Art von Durchziehöfen oder keramischen Tunnelöfen ermöglichen. Auch bei diesen Glühanordnungen sind die eingangs geschilderten Nachteile der starken Abkühlung des Ofens vorhanden; vor allem läßt die Haltbarkeit derartiger Einrichtungen sehr viel zu wünschen übrig; selbst hitzebeständiges Spezialmaterial, das natürlich sehr teuer ist, widersteht dem Angriff nur eine verhältnismäßig kurze Zeit.
  • Abgesehen davon haftet allen bisher bekannten Glüheinrichtungen der große Fehler an, daß der Glühraum nicht genügend gegen das Eindringen von Außenluft abschließbar ist.
  • Die vorliegende Erfindung dient der Behebung der sämtlichen geschilderten Mängel. Sie gestattet eine Beschickung innerhalb kürzester Frist, verhindert Abkühlung des Ofens und Wärmeverluste, bewirkt eine schnelle Gutkühlung und einen vorzüglichen Glühraumabschluß gegen die Außenluft.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß das Glühgut bis zu den größten Gewichten und von sperrigen Ausmaßen in schonenster Weise befördert und derart im Ofen geglüht werden kann, daß es sich nicht verformt. Werden z. B. Bleche in einer Anlage gemäß der Erfindung geglüht, so ist ein nachfolgendes Geradebiegen unnötig. Dabei zeichnet sich die Anlage gemäß der Erfindung dadurch aus, daß sie trotz der großen zu befördernden Lasten von einfachster baulicher Ausbildung und daher verhältnismäßig billig ist. Außerdem hat sie einen nur geringen Raumbedarf, so daß sie ohne weiteres in bestehenden Hüttenanlagen mit beschränkten örtlichen Verhältnissen eingebaut werden kann.
  • Die Anlage gemäß der Erfindung besteht aus einem Glühofen mit einem besonders ausgebildeten Herd sowie einem heb-, senk- und fahrbaren Pratzenwagen, der beim Beschicken und Herausnehmen des Glühgutes zwischen dem Herdrost ein- und ausfährt, und ist dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Herdrost als auch die Pratzen mit fingerartigen Tragstützen versehen sind.
  • An sich ist eine ähnliche Ausführung bereits für sehr kleines und leichtes Glühgut vorgeschlagen worden, die sich aber von der Erfindung dadurch unterscheidet, daß das Glühgut auf einen besonderen Rost abgelegt wird, der vermittels eines Pratzenkranes in den Ofen eingefahren und während der Glühung in demselben belassen wird. Eine solche Ausführung ist für größeres und schweres Glühgut untauglich wegen der großen Ausmaße, die der besondere Rost dann erhalten müßte.
  • Die fingerartigen Tragstützen auf dem Herdrost und den Pratzen gemäß der Erfindung bringen vor allem den Vorteil mit sich, daß die Berührungsfläche des Gutes mit seinem Auflager auf ein Minimum beschränkt ist, so daß die Möglichlzeit für eine gleichmäßige allseitige Erwärmung des Glühgutes gegeben ist. Außerdem wird durch die Ausbildung der Pratzen erreicht, daß ein besonderer außerhalb des Ofens angeordneter Transportrost zwischen die Tragstützen der Pratzen einfahren und durch das Heben oder Senken der Pratzen das Glühgut abgeben oder aufnehmen kann. Dieser Transportrost kann dann weiterhin gemäß der Erfindung mit einem Ablegewagen verbunden sein, der das geglühte Gut aufnimmt und bis zur Abkühlung bewahrt.
  • Durch die Erfindung wird eine schnelle Beschickungsweise und damit eine .gute Ausnutzung der Anlage ermöglicht. Die sehr ungünstige Auskühlung des Ofens bzw. des Herdes ist fast gänzlich ausgeschaltet, da das Ein- und Ausfahren der Beschickungsvorrichtung nur sehr kurze Zeit dauert. Hierdurch werden bedeutende Brennstoffersparnisse erzielt werden. Noch wertvoller als diese Brennstoffersparnisse ist aber die durch die Gleichmäßigkeit der Wärmebehandlung und vor allem die kürzere Glühdauer erzielte Güteverbesserung des Glühgutes. In vielen Fällen wird, wie z. B. bei Qualitätsblechen o. dgl., eine streng reduzierende Glühbehandlung verlangt, was andererseits einen guten Ofenabschluß zur Voraussetzung hat. Bei den bisher-meist in derartigen Fällen benutzten Einrichtungen mit fahrbarern oder durchlaufendem Herd ist aber die restlose Erfüllung dieser Voraussetzung nahezu unmöglich. Vorliegende Erfindung hingegen sieht einen feststehenden Herd beliebiger Abmessungen vor, der bekanntermaßen, was Abschlußdichtheit anbelangt, allen anderen derartigen Einrichtungen überlegen ist.
  • In den beiliegenden Abbildungen ist eine beispielsweise Ausführung der Anlage gemäß der Erfindung veranschaulicht.
  • Abb. i stellt eine Seitenansicht der Anlage mit Längsschnitt des Ofens, Abb. s einen Querschnitt durch den Ofen mit eingefahrenem Pratzenwagen und Abb. 3 eine Draufsicht auf die Anlage dar. In den Abbildungen bedeutet a den Glühofen mit dem Stiftrost b; das Glühgut ist in Abb. i und z mit c angedeutet.
  • Der heb-, senk- und fahrbare Pratzenwagen weist die fingerartigen Tragstützen e auf. Dabei sind insbesondere die vorderen Tragstützen des Pratzenwagens mit Abschrägungen versehen.
  • f1 und f2 stellt den seitlich verfahrbaren Transportrost dar, welcher zwischen die fingerartigen Tragstützen e des Pratzenwagens ein- und ausfahren kann. Der Teil f1 wird mit dem zu glühenden Gut beschickt, während Rostteil f2 das fertiggeglühte Gut aufzunehmen hat. Der Rost f1, f2 läuft auf den Rollen b. Der Ablegewagen, der das geglühte Gut aufnimmt, ist mit lt bezeichnet. Er bringt nach Abkühlung das geglühte Gut seitlich unter einen in den Abbildungen nicht angedeuteten Kran zum Abtransport.
  • An Hand der beiliegenden Zeichnung sei nunmehr die Betriebsweise geschildert.
  • Der Pratzenwagen d fährt leer mit seinen Tragstützen e' zwischen die Herdstifte b des Glühofens a ein, in welchem sich das Glühgut befindet, hebt das geglühte Gut c vom Herd ab und fährt damit aus dem Ofen. Nunmehr wird der Rost f1, f2, auf dessen Teil f1 das zur weiteren Glühung vorbereitete Glühgut liegt, mit seinem Teil f2 zwischen die Tragstützen e des Pratzenwagens d gefahren und nimmt durch Senken des letzteren das geglühte Gut auf. Hierauf wird der Rost so lange weiterbewegt, bis sein Teil f1 mit der neuen Ofenbeschickung über den Stützen e des Pratzenwagen d angelangt ist. Nachdem dieser durch Heben das zu glühende Gut aufgenommen und schließlich der Rost fi, f2 zur Gänze den Bereich des Pratzenwagens verlassen hat, wird dieser in gehobener Stellung in den Ofen eingefahren, um das zu glühende Gut abzusetzen. Inzwischen hat auch der Ablegewagen 1c das geglühte Gut vom Rostteil f_ übernommen, wo es zur Abkühlung verbleibt. Pratzenwagen und Transportrost/"j., werden dann in die Ausgangsstellung zurückgebracht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Glühanlage für Glühgut jeglicher Art, insbesondere für Walzwerks- und Schmiedeerzeugnisse, wie Bleche, Draht Bandeisen o. dgl., bestehend aus einem Glühofen und einem heb-, senk- und fahrbaren Pratzenwagen, der beim Beschicken und Herausnehmen des Gutes zwischen dein Herdrost ein- und ausfährt, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Herdrost als auch die Pratzen mit fingerartigen "Pragstützen versehen sind.
  2. 2. Glühanlage nach Anspruch. i, gekennzeichnet durch einen seitlich zum Pratzenwagen angeordneten fahrbaren Förderrost, der zum Beladen und Entladen des Pratzenwagens mit seinem Teil f1 bzw. f.= zwischen diefingerartigenTragstiitzen desselben eingefahren wird.
  3. 3. Glühanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere die vorderen Tragstützen des Pratzenwagens zur Gutaufnahme mit Abschrägungen versehen sind. q.. Verfahren zum Betriebe der Anlage nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderrost, dessen Teil (f1) mit ungeglühtem Gut beladen ist. mit seinem unbeladenen Teil (f=) zwischen die fingerartigen Tragstützen (e) des Pratzenwagens (d) einfährt und dort das geglühte Gut durch Absenken des Pratzenwagens (d) erhält, sodann in derselben Richtung weiter verfahren wird, bis der beladene Teil (f1) über den Pratzen des Pratzenwagens (d) steht, worauf der Pratzenwagen (d) das ungeglühte Gut mit Hilfe der fingerartigen Tragstützen vom Teil (f1) des Förderrostes abhebt und im Ofen ablegt, nachdem der Förderrost abermals in derselben Richtung wie vorher aus dem Bereich des Pratzenwagens herausgefahren ist, wobei er das geglühte Gut vom Teil (f2) an eine Abkühlvorrichtung (h) abgibt.
DE1930567550D 1930-06-03 1930-06-03 Gluehanlage und Verfahren zu ihrem Betriebe Expired DE567550C (de)

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Publications (1)

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Family Applications (1)

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DE1930567550D Expired DE567550C (de) 1930-06-03 1930-06-03 Gluehanlage und Verfahren zu ihrem Betriebe

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