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Kopierapparat mit konstanter Belichtungszeit und konstanter eingebauter
Vergleichslichtquelle Die Erfindung betrifft einen photographischen Kopierapparat
mit eingebauter Lichtquelle zum Kopieren von photographischen Aufnahmen, insbesondere
Einzelfilmbildern, und eine mit diesem Apparat verbundene Photometriereinrichtung
zum Einstellen der richtigen Belichtungsintensität.
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Derartige Apparate sind bekanntlich so eingerichtet, daß mittels einer
Photometriereinrichtung die Gesamtdichte eines durchleuchteten Negativs durch Vergleich
mit einem konstanten Vergleichslicht gemessen bzw. gegenüber einem durchleuchteten
Vergleichsnegativ abgeschätzt wird und entsprechend dieser Schätzung oder den gemessenen
Werten die Intensität des Kopierlichtes reguliert wird. Die Regulierung der Belichtungsintensität
nach der Gesamtdichte des Negativs ist jedoch mit einem grundsätzlichen Fehler behaftet.
Denn es werden z. B. zwei Negative, die unter gleichen Bedingungen von dem gleichen
Objekt aufgenommen sind, wobei das eine beispielsweise 8o% helle Wolken und 2o%
dunklen Vordergrund enthält und das andere, nur durch Änderung des Ausschnitts,
8o% Vordergrund, verschieden belichtet, während eine gleiche Belichtung richtig
wäre. Demgegenüber ist es theoretisch richtiger, die Belichtungsintensität gemäß
dem Bilddetail einzustellen, welches dem mittleren Schwärzungswert der Gradationskurve
entspricht. Dieser Schwärzungswert läßt sich praktisch durch Feststellung des Minimums
und Maximums der Schwärzung ermitteln, und zwar am einfachsten, indem man diese
beiden Werte addiert. Von den bekannten Apparaten lassen auch einige die Ermittlung
einzelner Schwärzungswerte zu, doch sind sie für die Einstellung der Kopierlichtintensität
auf den mittleren Schwärzungsgrad nicht zweckentsprechend eingerichtet. Denn es
ist bei diesen Apparaten nur ein zusammengesetztes, in seiner Gesamtheit regulierbares
Kopierlicht vorhanden, welches entweder durch Schaltregulierung mehrerer Lampen
oder Drosselung durch einen einzigen Widerstand oder Verschiebung einer einzelnen
Lichtquelle gegenüber einer lichtzerstreuenden Scheibe in seiner Intensität verändert
wird. Hieraus entspringt der Nachteil, daß nach Einstellung des Kopierlichtes auf
das Minimum der Schwärzung der Einstellungswert abgelesen werden muß, um dann wiederum
das Kopierlicht zu verändern und es nun auf das Maximum einzuregulieren und den
entsprechenden Wert abzulesen, wonach dann nochmals die Lichtquelle entsprechend
den ermittelten Werten auf den mittleren Schwärzungsgrad einreguliert werden muß.
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Dieser Nachteil wird erfindungsgemäß dadurch behoben, daß eine Kopiereinrichtung
vorgesehen ist, die es gestattet, die mittlere Dichte der Gradation eines Negativs
subjektiv für den Kopiervorgang festzulegen, indem eine in ihrer Leuchtwirkung regulierbare
kombinierte Lichtquelle zur Intensitätseinstellung auf das Minimum der Gradation
und eine weitere solche Lichtquelle für das Maximum der Gradation angewandt wird,
so daß die beiden
Lichtquellen in dieser Einstellung auch für den
Kopiervorgang benutzt werden können.
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Der Erfindungsgegenstand umfaßt im besonderen einen Kopierapparat
mit zwei verschiebbaren Lichtquellen zum Feststellen der größten Dichte und größten
Lichtdurchlässigkeit eines Negativs, um den Mittelwert für die Kopierung zu erhalten,
wobei die Lichtquellen unmittelbar jede für sich getrennt verschoben werden können
und so in dem Gehäuse des Kopierapparates eingebaut sind, daß kein Licht nach außen
fallen kann. Die verschiebbaren Lichtquellen werden nacheinander einzeln einem konstanten
Vergleichslicht angeglichen und zum Belichten des zu kopierenden Bildes zusammen
eingeschaltet.
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Des weiteren sind Mittel vorgesehen, um die elektrische Schaltung
der Lichtquellen für den bezeichneten Meßvorgang zwangsläufig zu gestalten, um so
Fehlhandlungen und Fehlbelichtungen zu vermeiden.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar stellt Abb. i eine Seitenansicht in den seitlich geöffneten Kopierapparat
dar und Abb.2 eine Vorderansicht des Kopierapparates mit seitlich bewegtem oberem
Vergleichslichtgehäuse. In Abb. i ist das Gehäuse des Apparates mit i bezeichnet.
In dem Gehäuse befinden sich zwei in Spalten 17, 2¢ verschiebbare Lichtquellen 2,
welche durch Knöpfe 16, 23 mit darunter befindlichen Federklemmen in jeder Lage
verschoben und festgehalten werden. Ein Schalter i S dient zum Einschalten der Lichtquellen.
Auf dem Gehäuse i befindet sich ein h=eiteres kleines Lampengehäuse 3 mit einer
Photometer-Vergleichslichtquelle ¢. Nach vorn zu ist dieses Gehäuse mit in einem
Winkel angeordnetem und durch einen Spalt 26 getrenntem Spiegel i9, 2o abgeschlossen.
Ein Bolzen 5 verbindet die beiden Gehäuse i, 3 und ermöglicht ein seitliches Verdrehen
des oberen Gehäuses gegenüber dem unteren. Bei dieser seitlichen Verdrehung wird
eine der beiden Lichtquellen 2 mittels eines Kontaktes i 5 zwangsläufig ein- oder
ausgeschaltet. Das untere Gehäuse ist nach oben zu für die belichtung des zu kopierenden
Filmbildes i o bzw. Filmstreifens 12 offen und nur durch durchsichtige, mattierte
Scheiben S, 9 abgeschlossen. Eine mit dem oberen Gehäuse fest verbundene Platte
i i mit einer Aussparung über dem Negativ io ermöglicht ein überdecken des Filmstreifens
12 vor der Belichtung. Mit dem unteren Gehäuse ist ein Filmgehäuse 6 mittels eines
Scharniers 7 fest verbunden. Das Filmgehäuse 6 besitzt zwei Filmspulen mit je einem
Rändelknopf 21, 22. Zum Fortbewegen des auf die Filmspulen aufgewickelten Filmstreifens
12 dienen Klauen 13-Eine Einrichtung, bestehend aus einem Stift i ¢ und einer Federung
25, sperrt den Weitertransport des Filmstreifens dadurch, daß der Stift in eine
entsprechende Bohrung der Filmspule 13 eingreift. Der Arbeitsvorgang des beschriebenen
und gezeichneten Kopierapparates ist folgender: Das Negativ io wird über Scheibe
9 geschoben. Der Film wird um eine Bildlänge durch Drehen des Knopfes 22 weitertransportiert,
wobei der Stift i q. in das Loch der Walze 13 einrastet und das Filmgehäuse 6 sich
so weit senkt, daß nunmehr durch Drehen das Lampengehäuse 3 mit Platte i i über
das Filmgehäuse und das Negativ bewegt werden können. Gleichzeitig mit dem Einrücken
des Lampengehäuses 3 wird eine der Lampen 2 durch Schalter 15 zwangsläufig
eingeschaltet. Man beobachtet das im Spiegel i9 und 20 erscheinende Negativbild
und bringt den Spalt 26 zur Deckung mit der hellsten Stelle des Bildes. Dann verschiebt
man eine -der Lampen 2 mittels des Knopfes 16 oder des Knopfes 23 so lange,
bis Spalt 26 und hellste Stelle des Bildes als gleich hell erscheinen.
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Durch Betätigung des Schalters i S wird die erste Lampe ausgeschaltet
und die zweite Lampe eingeschaltet. Dann wird in der gleichen Weise die dunkelste
Stelle des Negativbildes durch Verschieben der zweiten Lampe auf gleiche Helligkeit
mit der durch Spalt 26 erscheinenden Vergleichslampe ¢ gebracht.
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Das Lampengehäuse 3 wird seitwärts weggedreht, wobei der Schalter
.15 die Lampe 2 zwangsläufig ausschaltet und der Stromkreis über eine nicht
gezeichnete Kontaktkopieruhr geleitet wird. Das Filmgehäuse wird über das Negativ
geklappt und durch Einschalten der Kontaktkopieruhr die beiden Kopierlampen zum
Leuchten gebracht. Darauf wird das Filmgehäuse wieder weggeklappt, und der oben
beschriebene Vorgang kann von neuem erfolgen.