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Hubseilbefestigung für einen an Z-förmig gespanntem Führungsseil in
waagerechter Lage gleitenden Hubbrückenträger u. dgl. Bei bekannten Hubbrücken befindet
sich die Bewegungseinrichtung für den Brückenträger auf dem einen Endwiderlager
der Brücke; das Hubseil läuft über eine am oberen Ende des auf diesem Endwidei lagen
errichteten Turmes angeordnete Führungsscheibe sowie über Führungsscheiben des Brückenträgers
und ist im oberen Teil des Hubturmes auf dem gegenüberliegenden Endwiderlager befestigt.
Außerdem sind zwei «eitere Führungsseile vorgesehen, die beide in Z-Form (aber in
einander entgegengesetzten Richtungen über Führungsrollen des Brückenträgers gespannt
sind. In jedem Hubturm ist dann oben das Ende des einen, unten das Ende des anderen
Führungsseiles befestigt.
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Entsprechend der Erfindung liegt der Angriffspunkt des mit einer Bewegungsvorrichtung
verbundenen Hubseiles einseitig bei dem der Bewegungseinrichtung zugekehrten Ende
des Brückenträgers, und das untere Ende des Z-förmig gespannten Führungsseiles ist
auf der Seite des Angriffspunktes des Hubseiles unter dem Brückenträger befestigt.
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Im Vergleich mit der bekannten Bauart, bei der das Hubseil von der
Bewegungseinrichtung aus über den Brückenträger bis zu einem festen Punkt oben im
Hubturm an der gegenüberliegenden Seite reicht, wird beim Erfindungsgegenstand an
Seillänge gespart, und zwar entsprechend der Summe der Brückenlänge und der Hubhöhe.
Da ferner bei der Einrichtung nach der Erfindung nur ein einziges Führungsseil erforderlich
ist, wird gegenüber der bekannten Bauart mit zwei entgegengesetzt laufenden Führungsseilen
ein Seil erspart, dessen Länge gleichfalls derjenigen der Brücke zuzüglich der Hubhöhe
entspricht. Weiterhin kann bei einer Brücke nach der Erfindung das das Gegengewicht
tragende Seil gleichzeitig als Hubseil Verwendung finden, was bei einer Bauart,
bei der das Hubseil über die Brücke nach der gegenüberliegenden Seite geführt ist,
unmöglich wäre. Dadurch, daß gemäß der Erfindung das Hubseil auf das das Gegengewicht
tragende Seil wirken kann, werden Führungsscheiben im Hubturm sowie eine entsprechende
Seillänge erspart, Die schematische Zeichnung veranschaulicht fünf verschiedene
Ausführungsformen der Erfindung. Bei sämtlichen Beispielen ist nur ein einziges
Hubseil und ein einziges Führungsseil erforderlich. Falls der zu hebende Gegenstand
eine entsprechende Breite hat, wie z. B. bei einer Hubbrücke, so kann natürlich
an der einen Seite an jeder Brükkenträgerecke je ein Hubseil angreifen und an beiden
Längsseiten je ein Führungsseil vorgesehen sein.
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In Fig. i bezeichnet F einen Brückenträger. Das nach der Bewegungseinrichtung,
z. B. einem fest aufgestellten Hebezeug, führende
Seil i i ist
bei A an dem Brückenträger befestigt. Das Führungsseil 12 wird an dem einen Ufer
bei C am Endwiderlager oder am Pfeiler befestigt und läuft über Führungsscheiben
B und D des Brückenträgers nach einem festen Punkt E oben im Hubturm
auf dem gegenüberliegenden Ufer. Die Punkte A und B können gegebenenfalls
zusammenfallen. Falls das Gewicht des Brükkenträgers einschließlich Reibung usw.
io t beträgt und nicht durch Gegengewichte ausgeglichen wird, soll durch die Bewegungseinrichtung
auf das unmittelbar angetriebene Hubseil auch eine Zugkraft von wenigstens io t
ausgeübt werden. Sobald diese Kraft am Hubseil wirkt, wird auch im Führungsseil
(Geradehalteseil) zwischen C und B eine Zugkraft erzeugt. Hat letztere Kraft einen
Wert von 5 t erreicht, so fängt die Aufwärtsbewegung der Brücke an.
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Zum Senken der Brücke braucht das Seil i i nur gefiert zu werden.
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Bei den Beispielen nach Fig.2 bis 5 ist das Gewicht des Brückenträgers
ganz oder teilweise durch Gegengewichte ausgeglichen. Die mit dem Buchstaben t versehenen
Zahlen geben mögliche Größen der auftretenden Kräfte an.
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Nach Fig.2 wird das Gewicht des Brückenträgers an einer Seite durch
ein Gegengewicht 13 teilweise ausgeglichen. Das Hubseil ist hier am Gegengewicht
selbst befestigt; natürlich könnte das Seil auch unabhängig davon unmittelbar an
dem Brückenträger befestigt sein. Bei dem Beispiel nach Fig. 3 ist das Gewicht des
Brückenträgers durch das Gegengewicht 13 vollständig ausgeglichen. Außer dem Hubseil
i i ist daher noch ein besonderes Seil 1q. zum Senken des Brückenträgers erforderlich.
Das rechte Ende des Brückenträgers hängt im Führungsseil 1:2 und sinkt durch sein
eigenes Gewicht, wenn am Seil 14 gezogen wird.
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Bei der Einrichtung nach Fig.4 ist das Gewicht des Brückenträgers
durch an beiden Seiten vorgesehene Gegengewichte teilweise ausgeglichen, während
das Gewicht des Brückenträgers nach Fig. 5 durch gleichfalls an beiden Seiten vorgesehene
Gegengewichte vollständig ausgeglichen ist. In beiden Fällen erhält das rechte Ende
des Brückenträgers eine gewisse Spannung im Führungsseil aufrecht, so daß der Brückenträger
beim Senken die waagerechte Lage beibehält.