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DE564277C - Verfahren zur Foerderung, insbesondere von korrosionsgefaehrlichen Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren zur Foerderung, insbesondere von korrosionsgefaehrlichen Fluessigkeiten

Info

Publication number
DE564277C
DE564277C DED61301D DED0061301D DE564277C DE 564277 C DE564277 C DE 564277C DE D61301 D DED61301 D DE D61301D DE D0061301 D DED0061301 D DE D0061301D DE 564277 C DE564277 C DE 564277C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
vacuum
air
container
riser
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED61301D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ton & Steinzeug Werke AG
Original Assignee
Ton & Steinzeug Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ton & Steinzeug Werke AG filed Critical Ton & Steinzeug Werke AG
Priority to DED61301D priority Critical patent/DE564277C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE564277C publication Critical patent/DE564277C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F1/00Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped
    • F04F1/06Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped the fluid medium acting on the surface of the liquid to be pumped
    • F04F1/14Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped the fluid medium acting on the surface of the liquid to be pumped adapted to pump specific liquids, e.g. corrosive or hot liquids
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F3/00Pumps using negative pressure acting directly on the liquid to be pumped

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

  • Verfahren zur Förderung, insbesondere von korrosionsgefährlichen Flüssigkeiten In zahlreichen Fällen ist es notwendig, bei der Förderung von Flüssigkeiten der verschiedensten Art eine Berührung der Förderflüssigkeit mit korrosionsgefährdeten Werkstoffen zu meiden, sei es, um die vorzeitige Zerstörung der Förderapparaturen zu verhindern, sei es aus Rücksicht auf die Reinheit der Förderflüssigkeit. Das Hauptgebiet, in dem derartige Aufgaben an den Techniker herantreten, ist das der chemischen Großindustrie und der mit ihr verwandten Industriezweige; der Bedarf an korrosionswiderstandsfähigen Fördervorrichtungen hat auf diesem Gebiete bereits zur Ausbildung einer großen Anzahl von Apparaturen für diese Zwecke geführt.
  • Es gibt aber auch eine Reihe von Fällen, in denen. es nicht zweckmäßig ist, die Förderung unter Druck vorzunehmen, weil man unter Druck stehende Förderleitungen im Betriebe und die mit solchen beispielsweise bei der Förderung konzentrischer Säuren verbundene Gefahr für die Belegschaft wie für die maschinellen Einrichtungen im Falle, daß eine solche Leitung undicht wird oder zu Bruch geht, vermeiden will. Auch das Herausspritzen der Förderflüssigkeit am Austrag der Druckleitung ist eine vielfach unerwünschte Nebenerscheinung der Förderung solcher Flüssigkeiten unter Druck. Wenn derartige Verhältnisse vorliegen, verwendet man bereits jetzt Vakuumförderer, die in sehr einfacher Weise nach dem umgekehrten Prinzip -der Druckbirne arbeiten und unter dem Einfluß des Vakuums die Förderflüssigkeit durch die Steigeleitung hochsaugen. Derartige Vakuumförderer sind aber in ihrem Anwendungsbereich außerordentlich beschränkt, weil mit Vakuum an sich nur sehr geringe Förderhöhen von 6 bis 7 m Wassersäule zu erzielen sind. Man war daher bisher gezwungen, in solchen Fällen, wenn es sich um die Überwindung größerer Höhendifferenzen handelte, mehrere derartige Vakuumförderer etagenmäßig übereinander aufzustellen, um so, die erforderliche Höhe zu erzielen, so daß solche Anlagen sehr teuer und kompliziert wurden. Ferner wurde ein Vorschlag gemacht, zur Vergrößerung der Saughöhe der Förderflüssigkeit Luft beizumischen, wodurch das Raumgewicht der Förderflüssigkeit in gewissem Umfange verringert werden kann, was einer entsprechenden Vergrößerung der Förderhöhe gleichkommt. Die hierbei erfolgende Zumischung durch eine Handluftpumpe gewährleistet nicht eine gleichmäßige und fein verteilte Einführung von Luft, wie dies für ein sicheres Arbeiten der Fördervorrichtung auch ohne ständige Aufsicht notwendig ist.
  • Erst die vorliegende Erfindung beseitigt die erwähnten Nachteile und schafft die Möglichkeit, unter dein Einfluß des Vakuums in völlig automatischem Betriebe Förderhöhen, die einem Mehrfachen der bisher auf diesem Wege erreichbaren Höhe von 6 bis 7n1 Wassersäule entsprechen, zu erreichen.
  • Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die automatische Förderung aus dem eigentlichen die übrige Apparatur enthaltenden Behälter durch eine Steigeleitung von nicht allzu großem Ouerschnitt in der Weise vor sich geht, daß der Einfluß des Vakuums, der an sich niemals mehr als eine 6 bis 7 m hoheWassersäule heraufzuziehen vermag, durch in die Steigeleitung eingebrachte bzw. durch die besondere Konstruktion des Apparates in sie mitgerissene Luft unterstützt wird, indem das Gewicht des im Steigrohr befindlichen Flüssigkeitsgasgemisches durch auf diese Weise künstlich beigemischte Luft bzw..neutrale Gase verringert wird. In der Steigeleitung wird so eine Luftflüssigkeitssäule erzeugt, die mit jedem Spiel des Apparates weiter, und zwar so lange hinaufgefördert wird, bis ihr Gesamtgewicht dem einer reinen Wassersäule von 6 bis 7 m Höhe entspricht, wobei praktisch eine Gesarntförderhöhe von z5 bis 30 m zu erreichen ist.
  • Die zur Ausführung der Erfindung dienende, in der Abbildung dargestellte Vorrichtung besteht aus einem zweiteiligen Behälter, in dessen Oberteil a die zur Steuerung des Flüssigkeitszulaufs dienenden Organe angeordnet sind, während das untere Teil b einen Aufnahmebehälter für die aus dem oberen Teil periodisch in genau begrenzten Mengen zulaufende Förderflüssigkeit darstellt, aus dem diese durch die Steigeleitung s in die Höhe gefördert wird. Das Oberteil a besitzt einen zweckmäßig seitlich angebrachten Zulauf stutzen N, der an die Zulaufleitung angeschlossen ist. Die Eintrittsöffnung dieses Zulaufstutzens in das Behälterinnere kann durch einen im Behälterinneren angeordneten Schwimmer zc, sobald ein gewisses Flüssigkeitsniveau in dem Behälter erreicht ist, mit Hilfe einer an dem im übrigen in dem oberen Teil des Behälters in geeigneter Weise geführten Schwimmer angebrachten Absperrfläche v verschlossen werden, um ein Überlaufen des ganzen Apparates bei etwaigem Versagen des Vakuums zu vermeiden.
  • Der Schwimmer u ist so ausgebildet, daß sein Gewicht den Betriebsverhältnissen genau angepaßt werden kann. Weiterhin enthält der obere Behälter eine Vorrichtung, die es ermöglicht, ihn, sobald der Flüssigkeitsstand in ihm eine gewisse Höhe erreicht hat, stoßweise in den unteren Behälter zu entleeren. Diese Vorrichtung arbeitet in der nachstehend beschriebenen Weise. Der zentral angeordnete Ablaufkanal w ist in einem in den oberen Behälter hinein nach oben bis zu etwa 2J3 der Behälterhöhe reichenden Ablaufstutzen angeordnet. Durch eine über diesen Stutzen bzw. seine Mündung gedeckte 0' ockenartig ausgebildete Kappe k wird um den Ablaufkanal bzw. um seine obere Mündung herum ein ring- bzw. glockenförmiger Kanal von relativ kleinem Ouerschnitt geschaffen, der, sobald die Flüssigkeit das obere Ende des Ablaufrohres w erreicht hat und in dieses hineinzufließen beginnt, eine Heberwirkung erzeugt und eine plötzliche Entleerung des oberen Behälters bis zur Unterkante der über das Ablaufrohr gestülpten Glocke bewirkt. In den unteren Behälter mündet an seiner tiefsten Stelle die Steigeleitung s, ferner führt aus ihm eine zweckmäßig durch einen Hahn ganz oder teilweise absperrbare Entlüftungsleitung l ins Freie bzw., wie auf der Zeichnung dargestellt, in den oberhalb des Schwimmers liegenden Teil des Oberbehälters, der ebenfalls mit der Außenluft in Verbindung steht.
  • Die Wirkungsweise der ganzen Vorrichtung ist nun folgende: Durch die regelbare Zulauföffnung z wird der obere Behälter bis zu dem durch die obere Mündung des Abflußrohres w gekennzeichneten Niveau iai mit Flüssigkeit gefüllt. Sobald die Flüssigkeit diese Niveaulinie überschreitet, stürzt sie durch das Fallrohr f in den unteren Behälter b und erzeugt hierbei gleichzeitig in dem engen Kanal zwischen der Glocke k, die über den Ablaufstutzen gestülpt ist, eine Heberwirkung, die eine schnelle Entleerung des oberen Behälters bis zu dem durch den unteren Rand der Glocke k gegebenen Niveau n2 zur Folge hat. Während dieser Abförderung tritt ständig weitere Flüssigkeit durch den Zulauf z zu, und sobald nach Abreißen des Hebers das Flüssigkeitsniveau wieder über die obere Mündung des Abfallrohres gestiegen ist, beginnt die Heberwirkung von neuem.
  • Die in den unteren Behälter gelangte Flüssigkeit wird sofort unter dem Einfluß des auf das Steigrohr s wirkenden Vakuums in diesem hochgefördert, bis nach Wegförderung der gesamten Flüssigkeitsmenge, die natürlich gewichtsmäßig geringer sein muß als das Gewicht einer 6 bis 7 m hohen Wassersäule, hinter der Flüssigkeit Luft in die Steigeleitung eingesaugt wird. Diese Luft fördert entweder unmittelbar als Luftkolben die Flüssigkeitssäule nach oben oder emulgiert sich mit der in dem Steigrohr befindlichen Flüssigkeit und verringert dadurch das Gewicht der Luftflüssigkeitsmischung entsprechend. Die in das Steigrohr einströmende Luftmenge wird zweckmäßig mengenmäßig genau geregelt und entsprechend den Intervallen beim Arbeiten des Hebers eingestellt, so daß zwischen der ersten Flüssigkeitsförderung und der zweiten, die beginnt, sobald der Heber erneut angesprungen ist, nur eine so kurze Pause liegt bzw. eine so geringe Luftmenge in die Steigeleitung gelangen kann, wie sie zur Erzielung der Förderung wirklich erforderlich ist. Um alle Stöße zu vermeiden, kann man die in jeder Periode geheberte Flüssigkeitsmenge verringern und die Perioden schneller aufeinander folgen lassen. Die Verhältnisse zwischen der Luft- und Flüssigkeitsmenge hängen vom spezifischen Gewicht der Förderflüssigkeit und der Förderhöhe ab. Das Gesamtgewicht der in der Förderleitung hängenden Flüssigkeitssäule darf höchstens dem einer Wassersäule von C bis m entsprechen. Zur Dosierung dieser Luftmenge ist die Leitung L vorgesehen. die durch den einen Hahn ganz oder teilweise abgesperrt werden kann, so daß unter Umständen in dem unteren Behälter nach Beendigung einer Förderperiode bzw. unter dem Einfluß des weitersaugenden Vakuums eine gewisse Luftverdünnung und damit Verringerung der nachströmenden Luftmengen erzielt wird. Gleichzeitig wird hierdurch das Anspringen des Hebers begünstigt. Es ist ferner unter Umständen zweckmäßig, durch eine in die Steigeleitung führende Düse, die unmittelbare Verbindung mit der Außenluft hat, direkt Luft in diese einzuführen.
  • Nach jedem Spiel des Hebers tritt jeweils die gleiche Wirkung ein, daß nach Wegfördern der Flüssigkeit die erforderliche Luftmenge in die Steigeleitung nachströmt, die nötig ist, um das Gewicht der Luftflüssigkeitssäule entsprechend zu verringern, so daß tatsächlich im Endeffekt bei genauer Einstellung der ganzen Apparatur eine Gesamtförderhöhe von bis zu 30 m erzielt werden kann.
  • Das ganze Prinzip der Erfindung zeigt gewisse Anklänge an die bekannte Flüssigkeitsförderung durch Mammutpumpen, jedoch wird, im Gegensatz zu dieser bekannten Vorrichtung, nach der Erfindung nicht mehr mit Preßluft gearbeitet, sondern lediglich automatisch durch die eigenartige Arbeitsweise der Apparatur ein .Mitreißen von regelbaren Luftmengen in die Steigeleitung bewirkt.
  • Wenn unter Umständen das Vakuum in der Steigeleitung versagt, tritt keinerlei Schwierigkeit ein; ein Überlaufen des Apparates kann nicht stattfinden, denn im gleichen Augenblick, in dem die Flüssigkeit im oberen Behälter zu hoch angestiegen ist, wird der Zulauf durch den Schwimmer selbsttätig abgesperrt.
  • Die neue Vorrichtung, die zweckmäßig in allen ihren Teilen, soweit sie mit der Förderflüssigkeit in Berührung kommen, aus korrosionsbeständigem Material hergestellt wird, c rmöglicht es in außerordentlich einfacher und betriebssicherer Weise, in den Fällen, in denen es erwünscht ist, insbesondere korrodierende Flüssigkeiten durch Vakuum zu fördern, wesentlich größere Förderhöhen zu erreichen, als sie bisher bei diesem Fördersvstem möglich waren: selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die Förderung korrodierender Flüssigkeiten beschränkt, sondern im übrigen allgemein anwendbar, wenn auch ihre Vorteile insbesondere auf dem genannten Spezialgebiet liegen.

Claims (6)

  1. PATE rrTANsrr,LTcizE: i. Verfahren zur Förderung insbesondere von korrosionsgefährlichen Flüssigkeiten unter Anwendung von Vakuum, wobei durch Zumischen von Luft oder Gasen eine Herabsetzung des spezifischen Gewichts des in der Steigeleitung befindlichen Gemisches erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in automatischer Arbeitsweise einem Aufgabebehälter periodisch stoßweise bestimmte Flüssigkeitsmengen zugeführt und aus diesem unter dem Einfluß des Vakuums in der Steigeleitung hochgefördert werden, wobei nach oder mit Wegförderung des Flüssigkeitsquantums eine regelbare Luftmenge in die Steigeleitung nachströmt und dabei die über ihr befindliche Flüssigkeitssäule um ein entsprechendes Stück hebt bzw. sich mit der Förderflüssigkeit vermischt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die stoßweise Zuführung der Förderflüssigkeit in den Aufgabebehälter mit Hilfe eines Hebers aus einem dem Aufgabebehälter vorgeschalteten Zulaufbehälter erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitszulauf in dem Zulaufbehälter bei Versagen des Vakuums automatisch abgesperrt wird. d.
  4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Kombination eines Zulaufbehälters, in dem eine Hebervorrichtung angeordnet ist, die bei Erreichung eines bestimmten Flüssigkeitsniveaus den Zusatzbehälter schnell und stoßweise entleert, finit einem darunter angeordneten Aufgabebehälter, der mit der Außenluft in Verbindung steht und aus dein durch eine unter dein Einfluß von Vakuum stehende Steigeleitung die Förderung der Flüssigkeit unter Beimengung von Luft erfolgt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch .I, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Aufgabebehälter mit der Außenluft durch einen Kanal in Verbindung steht, dessen Ouerschnitt durch ein darin angeordnetes Absperrorgan mehr oder weniger weit freigegeben werden kann.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch q. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Zulaufbehälter ein Schwimmer angeordnet ist, der ein Absperrorgan steuert, das bei Versagen des Vakuums die Zulaufleitung abschließt.
DED61301D 1931-06-11 1931-06-11 Verfahren zur Foerderung, insbesondere von korrosionsgefaehrlichen Fluessigkeiten Expired DE564277C (de)

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