DE564153C - Verfahren und Vorrichtung zum Zerlegen von Bast in schmale Streifen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Zerlegen von Bast in schmale StreifenInfo
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- DE564153C DE564153C DE1930564153D DE564153DD DE564153C DE 564153 C DE564153 C DE 564153C DE 1930564153 D DE1930564153 D DE 1930564153D DE 564153D D DE564153D D DE 564153DD DE 564153 C DE564153 C DE 564153C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B1/00—Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
- D01B1/10—Separating vegetable fibres from stalks or leaves
- D01B1/14—Breaking or scutching, e.g. of flax; Decorticating
- D01B1/20—Breaking or scutching, e.g. of flax; Decorticating with scraping devices
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Zerlegen von Bast »in schmale Streifen Bei dem Schlitzen von Bast und dem Hecheln von Hanf, Flachs u. dgl. wurde bisher das Fasergut entweder vom festgehaltenen Kopfende her durch mit Nadeln besetzte Vorrichtungen der ganzen Länge nach bearbeitet, oder es wurde auch das Fasergut gleichzeitig mit den Bearbeitungsvorrichtungen bewegt, jedoch langsamer als diese, so daß das Ende des von einer Nadel erzeugten Schlitzes von dem Anfang des nächsten Schlitzes übergriffen wurde, der von der hinter der ersten Nadel stehenden Nadel erzeugt wurde.
- Die Teilschlitze sollen zwar beim Zerlegen von Bast in einer Flucht liegen und sich zu langen Schlitzen vereinigen, um gleichmäßige schmale Baststreifen zu erhalten, doch kommen in der Regel infolge Verschiebung des Fasergutes gegenüber den Nadeln die Schlitze der den vorausgehenden Nadeln folgenden Nadeln nicht genau in die vorausgehenden Schlit7e, sondern liegen gewöhnlich dicht daneben, so daß ganz schmale, nur beschränkt verwendbare Faserstreifen entstehen. Ferner wird durch das Mitnehmen oder Aufwickeln des Fasergutes an den Bearbeitungsvorrichtungen gewöhnlich viel Abfall hervorgerufen.
- Gemäß der Erfindung soll das Zerlegen von Bast in gleichmäßige schmale Streifen ermöglicht und das Hängenbleiben des Bastes an den Bearbeitungsvorrichtungen verhindert und der Abfall, der bisher bis zu 30 °1o des Bearbeitungsgutes beträgt, dadurch verringert werden, daß das in an sich bekannter Weise den Bearbeitungstrommeln vom Kopfende nach dem Wurzelende zugeführte Fasergut durch auf den Trommeln hintereinander angeordnete, in das Fasergut eingreifende Schlitzwerkzeuge, zwischen denen je eine Vorrichtung zum Ablösen der Fasern von den Nadeln angeordnet ist, in kurze hintereinanderliegende Schlitze unterteilt wird, die sich zu langen durchgehenden Schlitzen vereinigen. Bei einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung sind die an den Bearbeitungstrommeln zwischen je zwei hintereinander angeordneten Nadeln befindlichen Vorrichtungen zum Ablösen der Fasern von den Nadeln als radial zu den Trommelachsen angeordnete, federnd gelagerte Latten ausgebildet, die in Längsschlitzen von zu beiden Seiten der Trommeln angeordneten Schienen geführt sind, während des Leerlaufweges der Trommeln durch neben den Trommeln angeordnete, spiralig gebogene Schienen gegen die Trommelachsen gezogen und nach Aufhören der Schienenführung an der Bearbeitungsstelle durch Druckfedern aus den Trommeln herausgeschnellt werden können.
- In der Zeichnung ist eine Ausführung einer Vorrichtung zur Aufbereitung von Bast nach dem Verfahren gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Fig. i die schematische -Darstellung der Seitenansicht der Vorrichtung unter Weglassung der Tragkonstruktionen und des Antriebes, Fig. 2 der Querschnitt durch die beiden Bearbeitungstrommeln, Fig.3 den Längsschnitt durch eine Bearbeitungstrommel am Ende derselben.
- Die beiden Trommeln i und 2 sind parallel zueinander angeordnet und horizontal gelagert, in ihrer Höhenlage aber um ungefähr des Durchmessers versetzt und stehen mit Zahnrädern im gegenseitigen Eingriff. (Die Zahnräder sind nicht gezeichnet.) Die beiden Trommeln i und 2 besitzen am Umfang abwechselnd flache Vertiefungen, so daß die Trommeln im Querschnitt wie ineinandergreifende Zahnräder aussehen.
- Dabei trifft eine Vertiefung der einen Trommel auf eine Erhöhung der andern unter Wahrung eines bestimmten Abstandes. Zwischen je zwei Vertiefungen, also auf den erhabenen Teilen der Trommeln i und 2 sind die Nadeln 3 entgegen der Bewegungsrichtung der Trommeln geneigt angeordnet, und es sind radial angeordnete Längsschlitze d vorgesehen, in welchen Latten q.' gelagert sind. Diese Latten q.' sitzen einerseits am Grunde der Schlitze .4 an Federn 5, andererseits sind sie seitlich an den Stirnseiten der Trommeln durch Schienen 6 geführt. Diese Schienen 6 besitzen Längsschlitze y, durch welche Führungsbolzen 8 ragen. Die Führungsbolzen 8 werden von einer Ringschiene 9 und von den Trommeln gehalten.
- Die Ringschiene 9 kann auch noch durch Distanzbolzen 9 gehalten werden. Unabhängig von den Trommeln sind an deren Traggestellen Spiralschienen io bebefestigt. Diese Spiralschienen io sind so ausgebildet, daß die Verkürzung des Halbmessers in der Drehrichtung der Trommeln erfolgt. Längs dieser Spiralschienen iö gleiten Bolzen io, welche an den Latten a' befestigt sind, wodurch die Latten q.' beim Umlaufen der Trommeln gegen derenMittelpunkt gezogen werden, um nach Aufhören der Schienenführung io durch die Federn 5 aus dem Trommelinnern herausgeschnellt zu werden.
- Zur Führung des Bastes genügt ein auf Leitrollen i i über die Förderrolle ia geführtes Seilpaar 13, welches den Halter 1q. trägt, an dem der zu verarbeitende Bast, zwischen zwei Hölzern eingeklemmt, zwischen den Trommeln hindurchgeführt wird.
- Die Förderrolle i2 ist mit den Trommeln i und 2 durch ein nicht gezeichnetes Getriebe verbunden. Die Bewegung des Seiles erfolgt im Sinne der Pfeile I, die der Trommeln i und -- im Sinne der Pfeile II und III. Die Übersetzung ist so gewählt, daß die Bewegungsgeschwindigkeit des Seiles kleiner als die der Walze ist.
- Mit 15 ist in der Zeichnung der Bast bezeichnet.
- Nachdem der Bast in dem Halter 1q. eingeklemmt ist, wird der Halter so hoch gezogen, daß das Bastende von den Trommeln i und 2 ergriffen werden kann. Hierauf werden die Trommeln .im Sinne der Pfeile II und III in Bewegung gesetzt. Durch die Nadeln 3 wird der Bast erfaßt und geschlitzt. Durch die Förderrolle 12 wird er den Trommeln allmählich weiter zugeführt. Das Lösen des Bastes von den Nadeln 3 erfolgt durch das Herausschnellen der Lattenq@, so daß ein Aufwickeln des Bastes auf den Trommeln i und 2 hintangehalten wird.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Zerlegen von Bast in schmale Streifen unter Verwendung paarweise zusammen arbeitender, mit Nadeln versehener Bearbeitungstrommeln, dadurch gekennzeichnet, daß das in an sich bekannter Weise den Trommeln während der Bearbeitung vom Kopfende nach dem Wurzelende zugeführte Fasergut zur Verringerung des Abfalles durch auf den Trommeln hintereinander angeordnete, in das Fasergut eingreifende Schlitzwerkzeuge, zwischen denen je eine Vorrichtung zum Ablösen der Fasern von den Nadeln angeordnet ist, in kürze, hintereinanderliegende Schlitze unterteilt wird, die sich. zu langen durchgehenden Schlitzen vereinigen.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Bearbeitungstrommeln zwischen je zwei hintereinander angeordnetenNadeln befindlichen Vorrichtungen zum Ablösen der Fasern von den Nadeln als radial zu den Trommelachsen angeordnete, federnd gelagerte Latten (q.') ausgebildet sind, die in Längsschlitzen von zu beiden Seiten der Trommeln angeordneten Schienen (6) geführt sind, während des Leerlaufweges der Trommeln durch neben den Trommeln angeordnete, spiralig gebogene Schienen (io) gegen die Tromriielachsen gezogen und nach Aufhören der Schienenführung an der Bearbeitungsstelle durch Druckfedern (5) aus den Trommeln herausgeschnellt werden können.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE564153T | 1930-07-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE564153C true DE564153C (de) | 1932-11-14 |
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ID=6566907
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930564153D Expired DE564153C (de) | 1930-07-08 | 1930-07-08 | Verfahren und Vorrichtung zum Zerlegen von Bast in schmale Streifen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE564153C (de) |
-
1930
- 1930-07-08 DE DE1930564153D patent/DE564153C/de not_active Expired
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