DE551039C - Verfahren zum Verdampfen von schwefliger Saeure bei der Raffination von Kohlenwasserstoffoelen - Google Patents
Verfahren zum Verdampfen von schwefliger Saeure bei der Raffination von KohlenwasserstoffoelenInfo
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G21/00—Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents
- C10G21/06—Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents characterised by the solvent used
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Description
- Verfahren zehn Verdampfen von schwefliger Säure bei der Raffination von Kohlenwasserstoffölen Bei der Raffination von flüssigen Erdölkohlenwasserstoffen nach dem Edeleanu-Verfahren werden diese bekanntlich mit flüssigem Schwefeldioxyd behandelt, wobei als Raffinationsprodukte Schwefeldioxydlösungen des Raffinats bzw. Extraktes getrennt anfallen. Die Austreibung des Schwefeldioxyds aus diesen beiden Lösungen wird so bewirkt, daß man das Schwefaldioxyd sowohl durch Temperaturerhöhung als auch durch Druckentlastung zur Verdampfung bringt. Man arbeitet dabei so, daß die Extrakt- und Raffinatlösung getrennte Verdampferserien durchlaufen, in welchen das Schwefeldioxyd unter verschiedenen Drücken ausgetrieben wird. Die in den Hochdruckverdampfern abgetriebenen Dämpfe werden Kondensatoren zugeführt. Diejenigen Sch-,vefeldioxydmengen, die bei dem Druck des wassergekühlten Kondensators noch in Lösung bleiben, müssen in Niederdruckverdampfern (bei Atmosphärendruck und unter Vakuum) aus der Lösung abgesaugt werden. Dies erfolgt durch Pumpen oder nach anderen Vorschlägen mittels Gasstrahlapparaten, derart, daß der Injektor durch Hochdruckgase betrieben wird und auf diese Weise den erforderlichen Unterdruck in den Verdampfergefäßen erzeugt. Sowohl das Arbeiten mit Pumpen als auch mit Gasstrahlapparaten liefert das gesamte, in den Niederdruckstufen abgesaugte Schwefeldioxyd in gasförmigem Zustand an, und dieses Schwefeldioxyd ist, um erneut dem Raffinationsprozeß zugeführt zu werden, in einem Kondensator zu verdichten. Es ist die erforderliche Kondensationsfläche vorzusehen, und dies bringt naturgemäß eine Verteuerung der Apparatur mit sich. Andererseits muß zu Kühlzwecken und bzw. oder zu Raffinationszwecken dem Destillat Schwefeldioxyd zugesetzt werden, was gleichfalls in flüssiger Phase geschieht und wozu naturgemäß das vorgenannte, aus den Niederdruckstufen stammende Schwefeldioxyd mit verwandt wird.
- Die Erfindung sieht nun an Stelle des vorstehend erwähnten Verdichtungsverfahrens mittels Pumpen oder Gasstrahlapparaten das Evakuieren bzw. Komprimieren mittels Flüssigkeitsstrahl vor, und zwar soll das Rohdestillat als Druckflüssigkeit verwandt werden. Man wird zweckmäßig bereits vorgekühltes Destillat verwenden, um nachstehend geschilderten Prozeß noch wirkungsvoller zu gestalten.
- Das Drucköl saugt das gasförrriige Schwefeldioxyd aus den Niederdruckverdampfern an. Gleichzeitig aber findet eine Absorption des angesaugten Schwefeldioxyds im C51 statt, so daß dieses Schwefeldioxyd direkt dorthin gelangt, wo es bis jetzt auf dem Umweg über Kompressor, Kondensator und Förderpumpe gelangt wäre. Es ist von den physikalischen und chemischen Bedingungen abhängig. ob die gesamte abgesaugte Menge von dem Rohdestillat f. im ' Strahlapparat absorbiert wird oder nicht.: Tritt eine vollständige Absorption unter gewissen .Bedingungen nicht ein, so wird dieses überschüssige Gas von der Flüssigkeit getrennt und dem. Kondensator zugeführt. Auch in diesem Falle ergibt sich ein wirtschaftlicher Vorteil, da die Kondensationsfläche durch das neue Verfahren verringert ist.
- Beispiel i In den Niederdruckverdampfer auf der Extraktseite einer Edeleanu-Anlage tritt die Schwefeldioxydextraktlösung bei einem Druck von o,8 Atm. und einer Temperatur von 8o° C ein. Hierbei betrage der Gehalt an Schwefeldioxyd o,8 Gewichtsprozente.
- Mit Hilfe eines Strahlapparates sei es möglich, den Druck auf o,i Atm. abzusenken. Bei gleichbleibender Temperatur geht dann der Restgehalt an Schwefeldioxyd auf o,o9 Gewichtsprozente zurück.
- Nimmt man an, daß im vorliegenden Falle die Extraktmenge 2o % von der Destillatmenge ausmacht, so nimmt das Destillat bei Verwendung als Strahlflüssigkeit von hinreichend großem Druck einen Schwefeldioxydgehalt von 0,14'J" an. Es ist .somit erreicht, daß einerseits die gewünschte Entgasung des Extraktes durchgeführt wird, andererseits die abgetriebene Schwefeldioxydmenge nicht erst auf dem Umweg über Kolbenmaschine, Kondensator und Pumpe ins Destillat gelangt, sondern direkt dort absorbiert wird. Beispiel e In den Niederdruckverdampfern auf der Raftinatseite einer Edeleanu-Anlage tritt die Schwefeldioxydraffinatlösung bei einem Druck von i,o Atm. und einer Temperatur von 6o' C ein. Hierbei betrage der Gehalt an Schwefeldioxyd i,i Gewichtsprozent.
- Mit Hilfe eines Strahlapparates sei es möglich, den Druck auf o,05 Atm. abzusenken. Bei gleichbleibender Temperatur geht dann der Restgehalt an Schwefeldioxyd auf 0,o6 Gewichtsprozente zurück.
- Nimmt man an, daß im vorliegenden Falle die Raffinatmenge 70 °/o von der Destillatmenge ausmacht, so nimmt das Destillat bei Verwendung als Strahlflüssigkeit von hinreichend großem Druck einen Schwefeldioxydgehalt von 0,73 °)o an.
Claims (1)
- ]PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verdampfen von schwef Tiger Säure in Niederdruckverdampfern aus bei der Raffination von Kohlenwasserstoffölen mit flüssiger schwefliger Säure (Edeleanu-Verfahren) nach dem Verdampfen des Hauptanteils der schwefligen Säure in Hochdruckverdampfern erhaltenen Raffinaten bzw. Extrakten, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdampfung der schwefligen Säure bewirkt wird durch eine Druckerniedrigung in den Niederdruckverdampfern mit Hilfe von Flüssigkeitsstrählapparaten, welche durch in der Edeleanu-Anlage zu reinigendes Destillat betrieben werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA59958D DE551039C (de) | 1929-12-13 | 1929-12-13 | Verfahren zum Verdampfen von schwefliger Saeure bei der Raffination von Kohlenwasserstoffoelen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA59958D DE551039C (de) | 1929-12-13 | 1929-12-13 | Verfahren zum Verdampfen von schwefliger Saeure bei der Raffination von Kohlenwasserstoffoelen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE551039C true DE551039C (de) | 1932-05-25 |
Family
ID=6942101
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA59958D Expired DE551039C (de) | 1929-12-13 | 1929-12-13 | Verfahren zum Verdampfen von schwefliger Saeure bei der Raffination von Kohlenwasserstoffoelen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE551039C (de) |
-
1929
- 1929-12-13 DE DEA59958D patent/DE551039C/de not_active Expired
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