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DE551028C - Verfahren zur Herstellung von reinem Anthracen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von reinem Anthracen

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Publication number
DE551028C
DE551028C DER75844D DER0075844D DE551028C DE 551028 C DE551028 C DE 551028C DE R75844 D DER75844 D DE R75844D DE R0075844 D DER0075844 D DE R0075844D DE 551028 C DE551028 C DE 551028C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
anthracene
bases
solution
caustic potash
pure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER75844D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rain Carbon Germany GmbH
Original Assignee
Ruetgerswerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruetgerswerke AG filed Critical Ruetgerswerke AG
Priority to DER75844D priority Critical patent/DE551028C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE551028C publication Critical patent/DE551028C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/148Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound
    • C07C7/14833Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound with metals or their inorganic compounds
    • C07C7/1485Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound with metals or their inorganic compounds oxides; hydroxides; salts
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2603/00Systems containing at least three condensed rings
    • C07C2603/02Ortho- or ortho- and peri-condensed systems
    • C07C2603/04Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings
    • C07C2603/22Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings containing only six-membered rings
    • C07C2603/24Anthracenes; Hydrogenated anthracenes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von reinem Anthracen Es ist bekannt, aus Rohanthracen von etwa 5o bis 70 % Anthracengehalt ein über 9oprozentiges Anthracen neben Carbazolkali in der Weise herzustellen, daß man das Rohanthracen in indifferenten Lösungsmitteln löst und das Carbazol durch Erhitzen mit Ätzkali in Carbazolkali überführt, das sich aus der Lösung ausscheidet. Bei diesem Verfahren muß man Kalimengen verwenden, die etwa den drei- bis fünffachen überschuß derjenigen Mengen darstellen, die theoretisch -für die Bildung von Carbazolkali erforderlich wären.
  • Es ist nun gefunden worden, daß man bei Anwendung basischer Lösungsmittel, und zwar bei Anwendung primärer, sekundärer oder tertiärer organischer Basen, mit der theoretischen Kalimenge aus einem Rohantllracen von etwa 40 % zu carbazolfreiem Anthracen von 99 % und darüber gelangt, wenn man wie folgt verfährt: 3oo Teile Rohanthracen, 41,5prozentig, werden in der doppelten Menge hochsiedender Basen aus Steinkohlenteer (zu 90 % zwischen 16o bis zoo° siedend) gelöst und mit der dem Carbazolgehalt des Anthracens entsprechenden Menge Atzkali bzw. einem gewissen überschuß, bis zu io %, versetzt, z Stunden auf einer Temperatur von etwa 16o bis 170° gehalten, erkalten gelassen, filtriert und getrocknet. Man erhält 116,5 Teile eines 99prozentigen Anthracens, entsprechend einer Ausbeute von 92 o'o der eingesetzten Anthracenmenge. Verfährt man in der Weise, daß man das Ätzlmli wegläßt, so erhält man 133,6 Teile eines 84,8prozentigen Anthracens, entsprechend einer Ausbeute von 9i 0;ö der eingesetzten Anthracenmenge.
  • Als Basen kann man aliphatische oder aromatische Basen, wie z. B. Pyridin, Chinolin, oder das aus Steinkohlenteer gewinnbare Gemisch von organischen Basen verwenden:. Auch die anderen Basen können für sich allein oder im Gemisch miteinander benutzt werden. Einen Teil der Basen kann man durch andere Lösungsmittel, wie z. B. Benzole, Benzine, hydrierte Kohlenwasserstoffe usw., ersetzen, in denen das Anthracen bei gewöhnlicher Temperatur schwer löslich ist, die Begleitstoffe und die gebildeten Kaliverbindungen dagegen leicht löslich sind. Die Menge des verwendeten Lösungsmittels wird so bemessen, daß das reine Anthracen sich beim Abkühlen der Lösung ,ausscheidet, während die im Rohanthracen enthaltenen Begleitstoffe und die aus denselben gebildeten Kaliverbindungen in Lösung bleiben. Beispielsweise verwendet man, auf Rohanthracen berechnet, die ein- bis zweifache Menge des Lösungsmittels. Zur Entfernung des Carbazols aus dem Anthracen genügt es, die äquimolekulare Menge an Ätzkali zu verwenden, doch kann man natürlich auch größere :Mengen Atzkali auf das Rohanthracen einwirken lassen. Das Erhitzen richtet sich nach dem Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels. Als vorteilhaft hat sich zur Durchführung des Verfahrens die Innehaltung einer Temperatur von i5o bis i8o° erwiesen.
  • Bei Ausführung des Verfahrens wird das gesamte Alkali von den als Lösungsmittel dienenden Basen aufgenommen, in Lösung gehalten und passiert das Filter, so daß in ungelöster Form lediglich das reine Anthracen zurückbleibt. In welcher Verwendungsform das Carhazol in den Basen in Lösung gehalten wird, konnte nicht nachgewiesen werden. Um Carbazolkali kann es sickt nicht handeln, da dieses in Basen unlöslich ist.
  • Das Verfahren kann auch so ausgeführt werden, das man das ¢oprozentige Rohanthracen nach irgendeinem bekannten Verfahren vorreinigt und das erhaltene höher prozentige Anthracen der beschriebenen Behandlung unterwirft.
  • Es ist bereits vorgeschlagen. worden,' Rohanthracen dadurch zu reinigen, daß man es in einem indifferenten Lösungsmittel mit Ätzkali bis zur Bildung von Carb;azolkali erhitzt und. nach Ausscheidung des Carbazolkalis das Anthracen aus der Lösung auskristallisieren läßt. Im Gegensatz zu diesem bekannten Verfahren nimmt man gemäß der Erfindung das Erhitzen des Anthracens mit Ätzkali in einem Lösungsmittel vor, das überraschenderweise nicht nur die ursprünglich bereits vorhandenen Verunreinigungen, sondern auch die aus Carbazol und Ätzkali gebildete Verbindung in Lösung hält.
  • Es war ferner bekannt, das Rohanthraeen in organischen Basen zu lösen und durch Umkristallisieren aus diesen Lösungsmitteln zu reinigen, wobei, auf das Reinanthracen gerechnet, relativ große Lösungsmittelmengen angewandt werden mußten, was naturgemäß eine erhebliche Verminderung der Ausbeuten an Reinanthracen zur Folge hatte. Im Gegensatz zu diesem bekannten Verfahren verwendet man bei Ausführung der vorliegenden Erfindung relativ geringe Mengen des Lösungsmittels, und man erhält das Reinanthracen in .einer wesentlich höheren Ausbeute, als dies bei dem bekannten Verfahren möglich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von reinem Anthracen durch Einwirkung von Atzkali auf gelöstes Rohanthracen, dadurch -gekennzeichnet, daß man das Rohanthracen in primären, sekundären oder tertiären, ;aUphatischenoder aromatischen organischen Basen oder deren Mischungen löst, die Lösung in der Wärme mit äquimolekularen Mengen Ätzkali oder mehr, auf das vorhandene Carb,azol berechnet, behandelt, worauf die Gewinnung des reinen Anthracens aus der Lösung durch Abkühlenlassen und Filtrieren erfolgt. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Rohanthracen in der doppelten Menge von Basen löst, der Lösung Ätzkali zusetzt, rührt, erwärmt, etwa z Stunden auf 16o bis 17o° hält, sodann auf Zimmertemperatur abkühlen läßt und filtriert. 3. Verfahren nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Teil der Basen durch andere Lösungsmittel, wie z. B. Benzole, Benzine, hydrierte Iiohlenwasserstoffe usw., ersetzt, in denen das Anthracen bei gewöhnlicher Temperatur schwer löslich ist, die Begleitstoffe und die gebildeten Kaliverbindungen dagegen leicht löslich sind.
DER75844D 1928-09-29 1928-09-30 Verfahren zur Herstellung von reinem Anthracen Expired DE551028C (de)

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