DE559975C - Fluessigkeitswechselgetriebe mit ringfoermigem Arbeitsraum, der durch Rollen in mehrere sichelfoermige Einzelraeume unterteilt ist, deren Volumen durch die Bewegung eines Exzenters geaendert wird - Google Patents
Fluessigkeitswechselgetriebe mit ringfoermigem Arbeitsraum, der durch Rollen in mehrere sichelfoermige Einzelraeume unterteilt ist, deren Volumen durch die Bewegung eines Exzenters geaendert wirdInfo
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Description
Es sind Flüssigkeitsgetriebe mit ringförmigem Arbeitsraum, der durch Rollen in mehrere
sichelförmige Einzelräume unterteilt ist, deren Volumen durch ein Exzenter geändert
wird, bekannt. Der Gegenstand der Erfindung betrifft die weitere Ausbildung dieser
bekannten Getriebe dahin, daß die Rollen in den sie aufnehmenden Aussparungen als
Pumpenkolben wirken. Hierdurch wird der
to Wirkungsgrad des Getriebes gegenüber den
bekannten Getrieben erhöht, weil in den Aussparungen gepumpt wird.
Zweckmäßig bestehen die pumpenden Rollen aus zwei Teilrollen, die auf einem Halter
angeordnet sind, der durch zwei hinter an ihm sitzende Flanschen greifende Ringe mit
dem Exzenter in Berührung gehalten wird. Dadurch wird eine gute Abdichtung zwischen
den einzelnen sichelförmigen Räumen, die um
ao das Exzenter liegen, erreicht, so daß die Leckverluste herabgesetzt werden.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen:
Fig. ι Längsschnitt,
Fig. ι Längsschnitt,
as Fig. 2 Querschnitt längs der Linie A-B der
Fig. h
Fig. 3 Querschnitt längs der Linie C-D der Fig. i,
Fig. 4, 5 und 6 Einzelansichten eines Kurbelzapfens, der das Ventil des Getriebes bewegt,
Fig, 7 Einzelstirnansicht des Ringes, der das Ventil abschließt,
Fig. 8 Stirnansicht und
Fig. 9 Seitenansicht des Halters, durch welchen die Rollen am Ring, auf dem sie umlaufen,
befestigt sind,
Fig. 10 Einzelansicht mit einem Ventil zur Überwachung der Kanäle, die in die sichelförmigen
Räume um den exzentrisch bewegten Ring führen,
Fig. 11 Schnitt eines U-förmigen, federnden
Ringes in größerem Maßstabe.
α ist die treibende Welle und b die getriebene Welle. Die Welle α ist bei c und d gelagert.
An ihrem inneren Ende befindet sich ein Kurbelzapfene, der einen Ventilring/
bewegt. Dort, wo die Welle α abgeflacht ist, befindet sich in einem Schlitz der Welle ein
Gleitstückg. Das Gleitstück^ hat an einander
gegenüberliegenden Seiten Rippen A. Es wird durch einen Armi, ein Zahnseg-
ment/, einen zylindrischen Zahnkranz k und einen Zapfen m, welcher durch den Schlitz
der Welle« und durch eine Öffnung im Gleitstück g ragt, bewegt. Die Rippen h treten
in Schlitze A1, welche sich in Segmenten ο befinden. Die Segmente σ sind am Ring ρ
festgekeilt, der also mit den Segmenten ο zusammen wie ein Exzenter arbeitet, dessen
Exzentrizität durch axiale Bewegung des Gleitstückeso· geändert wird. Das Exzenter
wird durch das abgeflachte Stück der Welle a gedreht, welches sich zwischen den Segmenten
ο befindet (Fig. 2). Um den Ringp, welcher hier als Hauptexzenter bezeichnet
*5 wird, sind reibungsmindernde Gleitstücke <y
angeordnet und ein Gleitring/". Der Ring λ
ist von zwei Ringen s und t umgeben, zwischen denen sich ein Spalt für die Flanschen
der Träger « (Fig. 8 und 9) befindet. Die Träger« dienen zur Befestigung der Rollenv,
die auf beiden Seiten der Träger so angeordnet sind, daß sie auf den Umfangsflächen
der Ringes und t laufen können. Die Befestigung
der Rollen ist aus der rechten unteren Ecke der Fig. 1 ersichtlich. Mit Flanschen
versehene Buchsen w sind an den gegenüberliegenden Seiten des Trägers « angebracht.
Diese Buchsen sind die Lagerzapfen der Rollen v. Mit Gewinde versehene
Bolzen χ halten die Buchsen an den Trägern «
fest.
Die Rollen ν und die Umfangsflächen der Träger« arbeiten als Kolben in Aussparungen
y. Die Aussparungen befinden sich in einer Scheibe 2, welche konzentrisch zur Drehachse
des Hauptexzenters/; ist. Die Rollen ν
und die Träger« teilen den Raum zwischen dem Ring 2 und den Ringen s und t, von
welchen die Rollen ν getragen werden, in Abteile 2, deren jedes sich vergrößert und
sodann wieder verkleinert. Auch der Raum jeder" der Aussparungen y, welcher nicht von
den Rollen ν erfüllt ist, vergrößert bzw. verkleinert sich. Kanäle 4 in der Trennungswand
3 führen von den Aussparungen zur Fläche, auf welcher sich der Ventilring /
bewegt. Andere Kanäle (Fig. 10) führen von den Abteilen 2 durch die Wand 3 zu derselben
Steuerfläche. Die Enden dieser Kanäle sind in Fig. 3 mit S und 6 bezeichnet. Die Öffnungen
S führen zu den Aussparungen y und die Öffnungen 6 zu den Abteilen 2. Die Innenfläche
des Ventilringes / schneidet die Öffnungen 5 und 6 vom Saugraum 7 ab. Die
Außenfläche des Ventils trennt die Öffnungen vom Abgabe- oder Druckraum 8 ab. Der
Ventilring/ trägt an seiner Rückseite einen Versehlußring 9. Zwischen beiden Ringen ist
ein federnder U-förmiger Ring 10 angeordnet (Fig. 11). Dieser federnde Ring dichtet die
Räume zwischen den Ringen/ und 9 ab und drückt das Ventil gegen die Scheibe 3, wenn
kein Druck im Raum 8 ist. Wenn die Pumpe arbeitet, hält der Druck im Raum io° den
Ring/ und 9 in Berührung mit den Oberflächen, über denen sie sich infolge der Drehung
des Kurbelzapfens e bewegen. Fig. 7 zeigt den Ring 9. Schlitze 11 führen von
der Saugseite des Ringes zu einem Schlitz 12, der die Ringoberfläche in zwei Teile teilt.
Hierdurch ist die Fläche des Ringes 9, auf welche die Druckflüssigkeit des Raumes 8
wirkt, verringert und so eine Dichtung zwischen dem Ring 9 und der Wand 13 geschaffen.
Der getriebene Teil des Getriebes ist rechts in Fig. ι dargestellt und ähnelt dem treibenden
Teil. Jedoch steht das Exzenter/?1 fest, und der Kurbelzapf en g1, welcher den Ventilring
Z1 bewegt, kann gegen die Welle b im
Winkel verstellt werden. Ein solches Verstellen wird durch den Arm 14 bewirkt, der das
Zahnsegment 15 dreht, welches in ein zylindrisches Zahnrad 16 eingreift. Fest am Zahnrad
16 ist ein Stift 17, der durch einen Schlitz
der Welle b ragt und durch eine Öffnung am Ende einer mit einem Schraubengewinde versehenen
Stange 19, das in einen mit Innengewinde versehenen Teil 20 greift, der eine
Verlängerung der Spindel ist, welche den Kurbelzapfen e1 trägt. Aus Fig. 4, 5 und 6
ist ersichtlich, daß der Kurbelzapfen e1 durch ein Backenstück 21 auf der Welle b gedreht
wird. Wenn der Teil 19 in der Längsrichtung bewegt wird, so veranlaßt er eine Drehung
des Teiles 20 gegen die Welle b. Wenn er um i8o° gedreht wird, so wird das Ventil/
in die umgekehrte Stellung zu dem Hauptexzenter ρ gebracht, so daß die Welle b in
entgegengesetzter Richtung gedreht wird. i«ft»
Wenn der Kurbelzapfen um 900 gedreht wird, so befindet sich das Ventil in einer neutralen
Lage, und das Getriebe bleibt stehen.
Wenn das Hauptexzenter ρ durch die Welle« gedreht wird, so werden die Träger«
mit den Rollen ν gleiten. Die Rollen gleiten in die Aussparungen hinein, und die Flüssigkeit
wird aus diesen unter Druck durch die Öffnungen 4 und 5 herausgetrieben, durchläuft
das Ventil/ und kommt in den Hohlraum 8. Gleichzeitig wird die Flüssigkeit, welche zwischen den Ringen s, t und dem
festen Ring 2 zusammengedrückt wird, durch die Öffnungen 6 in den Raum 8 laufen. Wenn
sich die Rollen aus den Aussparungen herausbewegen, so wird Flüssigkeit in die letzteren
vom Hohlraum 7 gesaugt. Diese Flüssigkeit läuft durch das Ventil/ und durch die Öffnungen 4 und 5. Ferner wird Flüssigkeit
in die Abteilungen 2 (welche sich räumlich vergrößern) von dem Hohlraum/ durch die
Öffnungen 6 eingesaugt. Die Druckflüssigkeit
vom ringförmigen Hohlraum 8 läuft in bestimmte- Aussparungen und Abteilungen des
Getriebes, um das Exzenter p1 und die Welle b
anzutreiben. Andere Aussparungen und Abteilungen fördern in den Hohlraum 7 zurück;
sie werden alle durch das Ventil/1 überwacht.
Wenn das Getriebe zum Antrieb eines Teiles benutzt wird, der sich schneller
dreht, als die Pumpe läuft, z. B. ein Motorfahrzeug, welches einen Hügel herunterfährt,
so daß die Pumpe des Getriebes bestrebt ist, den Druck im Hohlraum 7 zu erhöhen und
dementsprechend den Druck im Hohlraum 8 vermindert, so wird das Ventil 22 (welches
gewöhnlich durch den Druck im Raum 8 geschlossen ist) den Druck ausgleichen. Andererseits
kann das Getriebe durch entsprechende Tätigkeit des Ventils/1 gegen die
so Pumpe so arbeiten, daß beim schnelleren Laufen das Getriebe als Bremse .wirkt und
gegen den Druck im Hohlraum 8 arbeitet. Jedes Übermaß des Druckes im Hohlraum 8 kann durch das federbelastete Ventil 23 aus-
S5 geglichen werden.
Die Öffnungen 5 und 6, über welchen sich der Ventilring/ bewegt, um die Öffnungen in
Verbindung mit den Hohlräumen 7 und 8 zu bringen, befinden sich in verschiedenen Abständen
von der Achse. Dies ist wesentlich zur Sicherung der richtigen Folge des Öffnens
und Schließens der Öffnungen.
Der Hohlraum8, welcher die Ventile/, f1
umgibt, enthält immer die Druckflüssigkeit, welches einen Fortschritt gegen Getriebe darstellt,
in denen Druckschwankungen und Saugen eintreten. Dadurch wird die Berührung der Steuerflächen miteinander stets
aufrechterhalten.
An einem Ende des Getriebes befindet sich ein Rohr 25, durch welches unter Druck
stehende Flüssigkeit in das Getriebe fließt. Am anderen Ende ist ein Rohr 26 vorgesehen,
welches mit einem belasteten (nicht dargestellten') Ventil ausgerüstet ist, durch
das Flüssigkeit, wenn der Ladungsdruck überschritten ist, zum Speisetank fließen kann.
Dieser Flüssigkeitsumlauf bewirkt eine gute Schmierung aller Lager und trägt dazu bei,
daß die Flüssigkeit gekühlt wird.
Änderungen der Geschwindigkeit des Ge- ■ triebes werden durch Änderung der Exzentrizität
des Hauptexzenters ρ bewirkt, welches die Exzentrizität der Rollen in den Aussparungen
y ändert, ferner die Größe der Räume 2 zwischen einem Höchst- und Mindestbetrag.
Änderung der Geschwindigkeit des Getriebes kann selbstverständlich auch durch Einstellen
der Winkellage des Kurbelzapfens e1 bewirkt werden. Der Kurbelzapfen e1 bewegt das
Ventil Z1 gegen das Hauptexzenter p. Eine
Verstellung der Winkellage des Kurbelzapfens dient jedoch gewöhnlich nur dazu, die Drehrichtung
umzukehren oder den getriebenen Teil stillzusetzen, während der treibende Teil arbeitet.
Bei der neuen Anordnung dienen die Rollen, welche auf dem Ring s, t um das Exzenter
herumlaufen, dazu, die Abteilungen 2 zwischen diesem Ring und der festen Scheibe 2
zu unterteilen, um so eine Pump- oder Antriebswirkung in den entsprechenden Abteilungen
zu erzielen, wie dies bei Rotationspumpen bekannt ist. Jedoch bewirken die unterteilenden Rollen selbst ein zuzügliches
Pumpen oder ein Vortreiben in den Aussparungen, in welchen sich die Rollen an den
Flächen der Aussparungen bewegen.
Claims (2)
1. Flüssigkeitswechselgetriebe mit ringförmigem Arbeitsraum, der durch Rollen
in mehrere sichelförmige Einzelräume unterteilt ist, deren Volumen durch die Bewegung eines Exzenters geändert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (v) in den sie aufnehmenden Aussparungen
als Pumpenkolben wirken.
2. Flüssigkeitswechselgetriebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rollen (v) aus zwei Teilrollen bestehen, die auf einem Halter («) angeordnet sind,
der durch zwei hinter an ihm sitzende Flansche greifende Ringe (s, t\ mit dem
Exzenter (p bzw. p1) in Berührung gehalten
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB559975X | 1929-08-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE559975C true DE559975C (de) | 1932-09-27 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930559975D Expired DE559975C (de) | 1929-08-06 | 1930-06-24 | Fluessigkeitswechselgetriebe mit ringfoermigem Arbeitsraum, der durch Rollen in mehrere sichelfoermige Einzelraeume unterteilt ist, deren Volumen durch die Bewegung eines Exzenters geaendert wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE559975C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960776C (de) * | 1954-04-18 | 1957-03-28 | Eduard Woydt Dr Ing | In einem einzigen Drehsinn umlaufende Hochdruckpumpe oder -motor |
| DE1093159B (de) * | 1954-05-04 | 1960-11-17 | Angus George Co Ltd | Hydrostatisches Getriebe |
| DE1148426B (de) * | 1958-03-11 | 1963-05-09 | Angus George Co Ltd | Hydraulisches Getriebe |
-
1930
- 1930-06-24 DE DE1930559975D patent/DE559975C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE960776C (de) * | 1954-04-18 | 1957-03-28 | Eduard Woydt Dr Ing | In einem einzigen Drehsinn umlaufende Hochdruckpumpe oder -motor |
| DE1093159B (de) * | 1954-05-04 | 1960-11-17 | Angus George Co Ltd | Hydrostatisches Getriebe |
| DE1148426B (de) * | 1958-03-11 | 1963-05-09 | Angus George Co Ltd | Hydraulisches Getriebe |
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