DE558900C - Sonderdrehbank zum Bearbeiten ebener, zur Werkstueckachse geneigter Flanschstirnflaechen - Google Patents
Sonderdrehbank zum Bearbeiten ebener, zur Werkstueckachse geneigter FlanschstirnflaechenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für Drehbänke zum Bearbeiten ebener, zur Werkstückachse
geneigter Flanschstirnflächen. Vorrichtungen, bei denen dem Werkzeug durch eine mijt dem Werkstück gleichachsig und gleichmäßig
umlaufende Steuereinrichtung eine periodische Hinundherbewegung erteilt wird, sind
bereits bekannt. So ist z. B. schon vorgeschlagen worden, zum Drehen kantiger und
profilierter Gegenstände an zwei gleichlaufenden Planscheiben einer Drehbank je eine Formscheibe
anzubringen und mit einem am Werkzeugsupport befestigten Führungsstück zu kombinieren,
so daß dem Support bzw. dem Werkzeug Bewegungen entsprechend der Profüierung
der Formscheiben erteilt werden müssen. Zur Bearbeitung ebener, zur Werkstückachse geneigter
Flanschstirnflächen sind Vorrichtungen der eben angedeuteten Art jedoch nicht zu ge-
ao brauchen. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, zwischen die Spitzen einer Drehbank
eine Welle zu nehmen, auf dieser Welle einerseits eine runde, an ihrem Umfang im Querschnitt
kreisförmige Scheibe und andererseits das Werkstück zu befestigen, die erwähnte Scheibe auf der Welle verstellbar anzuordnen
und sie in zweckentsprechender Weise mit dem Support zu verbinden, z. B. mittels Rollen, die
von beiden Seiten her gegen den im Querschnitt kreisförmigen Scheibenumfang gesetzt werden
so daß der Support und mit ihm das Werkzeug (Drehstahl) längs in der Richtung der erwähnten
Welle eine Hinundherbewegung entsprechend der Winkelstellung der erwähnten Scheibe erfahren
muß. Indes sind auch Vorrichtungen dieser Art zum Bearbeiten ebener, zur Werkstückachse
geneigter Flanschstirnflächen nicht zu gebrauchen, da das mit HiKe der Scheibe (Taumelscheibe) hin und her bewegte Werkzeug
in axialer Richtung — ohne Rücksicht auf die Größe des in Richtung auf die Drehachse erteilten
Vorschubs — immer gleich weit hin und her geführt wird.
Zum Bearbeiten ebener, zur Werkstückachse geneigter Flanschstirhflächen ist es jedoch notwendig,
nicht nur das Werkzeug in axialer Richtung hin und her zu bewegen, sondern auch die
Größe der axialen Hinundherbewegung proportional dem Werkzeugabstande von der Drehachse
zu verändern.
Hiernach besteht das Neue der Erfindung darin, daß bei einer zum Bearbeiten ebener, zur
Werkstückachse geneigter Flanschstimflächen bestimmten Sonderdrehbank, bei der dem
Werkzeug durch eine mit dem Werkstück gleichachsig und gleichmäßig umlaufende Steuereinrichtung
eine periodische Hinundherbewegung zuteil werden soll, die eben erwähnte Steuer-
einrichtung aus einer entsprechend der zu erzeugenden Stirnflächenneigung in an sich be
kannter Weise schwenkbaren Platte besteht und an diese Platte der in einem quer anstellbaren
Support in der Richtung der Werkstückachse verschiebbare Werkzeughalter sieh kraftschlüssig
anlegt.
Im folgenden soll der Erfindungsgegenstand
an einem besonderen Ausführungsbeispiel be-
IQ schrieben werden.
Abb. ι veranschaulicht schematisch, wie die
Vorrichtung auf einer Drehbank angebracht wird.
Abb. 2 ist ein Schnitt nach Linie II-II der
Abb. i, gesehen in Richtung des Pfeiles.
Abb. 3 stellt die Formplatte von der Rückseite dar.
Abb. 4 stellt die Richtplatte von der Rückseite dar.
Abb. 5 stellt die Formplatte und die Richtplatte von der Seite gesehen und teils im Schnitt
dar. Hier sind insbesondere die Mittel veranschaulicht, mit deren Hilfe die Formplatte eingestellt
und in der gegebenen Einstellung festgestellt werden kann.
Abb. 6 stellt die Formplatte und die Richtplatte von oben gesehen mit Schnitt durch die
Richtplatte dar und veranschaulicht insbesondere die Mittel zur Feststellung der Formplatte.
Abb. 7 stellt schematisch eine Hülse anderer Ausführungsform dar.
In der Ausführung dieser Erfindung wird zunächst eine Werkstückhülse auf einer Drehbank
in gewohnter Weise aus einem gegebenen Werkstück oder aus einem gegebenen Rohr herausgedreht.
Eine solche Werkstückhülse mag beispielsweise die in Abb. 1 mit vollen Linien dargestellte
Form erhalten. Die Werkstückhülse ist hier mit 1 bezeichnet. Die so geschaffene
Werkstückhülse wird dann auf einen in irgendeiner bekannten Ausführung gegebenen Dorn 2
genommen. Der Dorn 2 ist auf dem Spindelstock 3 der Drehbank montiert und wird durch
diesen getrieben.
Die auf dem Drehkopf 5 montierte Formplatte 4 wird dann vor die Hülse gebracht und
mit ihr axial übereingesetzt. Die Formplatte ist, wie es noch weiter unten des näheren beschrieben
wird, auf einer sogenannten Richtplatte 6 in solch einer Weise montiert, daß sie
winklig verstellt werden kann, und zwar um eine Achse 7 in der Ebene der vorderen Fläche
der Formplatte. Formplatte und Richtplatte sind des weiteren drehbar montiert auf einer
Spindel 8, deren Achse mit der Achse der Hülse übereinstimmt und die mit 7 bezeichnete Achse,
um welche die Formplatte verstellbar ist, schneidet. Die Spindel 8 ist im Drehkopf 5
in einem Lager 9 drehbar und wird mit Hilfe von Zahnrädern 10 und 11 von einer Vorgelegewelle
12 aus getrieben. Die Vorgelegewelle 12 wird wiederum durch Zahnräder 13 und 14 vom
Schaft des Domes 2 angetrieben. Auf diese Weise treibt der Reitstock die Formplatte
synchron mit der Werkstückhülse.
Der vom Spindelstock 3 der Bank auf die Formplatte gehende Antrieb wird bei Einrichtung
des Drehkopfes 5 unterbrochen, indem der Drehkopf und mit ihm die Zahnräder 13, 14 in
einer Richtung axial zur Welle so weit verschoben werden, bis die Zahnräder 13, 14 von
der genannten Welle freikommen.
Das Schneidwerkzeug 15, welches zum Abdrehen des zur Hülse gehörigen Endflansches
verwendet wird, ist in einen Werkzeughalter 16 eingespannt. Dieser Werkzeughalter 16 ist frei
verschiebbar in festen und herausnehmbaren Führungen 17, 18 eines auf dem Werkzeugschlitten
20 der Bank befestigten Supports 19. Der Werkzeughalter 16 ist an dem dem Schneidstahl
entgegengesetzten Ende mit einer Rolle 21 versehen, die gegen die Fläche der Formplatte 4
gesetzt werden kann, und, wenn dies geschehen ist, durch eine Feder 22 gegen die Formplatte
gehalten wird. Die Feder 22 liegt zwischen einer Schulter 23 des Werkzeughalters und
einem auf dem Support 19 vorgesehenen Widerlager 24.
Wenn jetzt die Fläche der Formplatte 4 so weit verstellt wird, bis sie zur Achse der Formplatte
und Hülse" einen bestimmten Winkel einnimmt und wenn dann in dieser Einstellung die
Formplatte festgestellt und der Werkzeughalter 16 in eine Stellung gebracht wird, in der
die Rolle 21 mit der Fläche der Formplatte ungeachtet
der Stellung der Platte relativ zur Rolle in Berührung gehalten wird, so wird das
Werkzeug 15 bei Inbetriebsetzung der Bank und bei Vorschub des Werkzeugschlittens 20 den
Flansch unter einem Winkel parallel zur Fläche der Formplatte, z. B. entsprechend der in Abb.i
strichpunktiert eingezeichnete Linie, abdrehen. Die Hülse 1 erhält auf diese Weise einen Flansch,
dessen Fläche zur Achse der Hülse den ge- x wünschten Winkel einschließt. Die innere
Fläche des zur Werkstückhülse 1 gehörigen Flansches kann so, wie es in Abb. 1 mit punktierten
Linien, eingezeichnet ist, entsprechend der winkligen vorderen Fläche entweder in demselben
Arbeitsgang oder in einem späteren Arbeitsgang abgedreht werden.
Die Formplatte 4 ist, wie in Abb. 3, 5 und 6 dargestellt, rund gehalten und auf der Rückseite
mit einem Lager 25 versehen, das mit einem gegebenen Radius um die Achse 7, d. h.
um jene Achse geschlagen ist, um welche die Formplatte winklig verstellt werden kann. Das
Lager 25 erstreckt sich diametral zur Formplatte und parallel zu deren Achse 7. Die
Rückseite der Platte 4 ist des weiteren mit zwei sektorförmigen Platten 26 und 27 versehen, die
beiderseits der Drehachse der Formplatte gleich weit auf Abstand gesetzt und ebenfalls mit
einem gegebenen Radius um die Achse 7 geschlagen sind. Das Lager 25 ist einer kreisbogenförmigen
Lagerfläche 28 angepaßt. Diese Lagerfläche 28 ist auf einem Vorsprung 29 der Richtplatte 6 geschaffen. Die sektorförmigen
Platten 26 und 27 sind in diesem Vorsprung 29 in Öffnungen 30 beweglich. Die Lagerfläche 28
erstreckt sich nur teilweise um das Läger 25, und die sektorförmigen Platten 26, 27 sind mit
länglichen, kreisbogenförmiggekrümmten Schlitzen 31 versehen, durch die mit 32 bezeichnete
Stehbolzen hindurchgezogen sind, damit die Platte um die Achse 7 winklig verstellt und dabei
fest abgestützt werden kann. Die Stellbolzen sind in eine Verstärkung 33 der Richtplatte
6 eingeschraubt und mit Schultern 34 und Unterlegscheiben 35 versehen, mit deren
Hilfe die sektorförmigen Platten 26,27 beim Anzug der Schrauben 32 auf der Richtplatte gehörig
festgeklemmt werden können. Das Lager 25 und die Formplatte 4 sind mit einem sektorförmigen
Schlitz 36 versehen, durch den eine Stange 37 hindurchgeht. Diese Stange 37 ist am Ende mit einem T-förmigen Kopf 38 versehen,
der zum Teil in einen in der vorderen Fläche der Formplatte befindlichen Ausschnitt
39 sich hineinpaßt und auf der Achse 7 liegt.
Diese Stange 37 geht durch die Spindel 8 hindurch (s. Abb. 1). Zwischen einem Vorsprung 41
am Ende dieser Stange und der Mutter 42 ist eine Feder 40 vorgesehen, damit das Lager 25
gegen die Fläche 28 und somit die Formplatte durch Reibung in jeder gegebenen Einstellung
gehalten wird, auch wenn eine Festklemmung auf der Richtplatte noch nicht geschehen ist.
Die Formplatte 4 ist auf ihrer Rückseite außerdem noch an diametral entgegengesetzten
Stellen mit Vorsprüngen 43 versehen, die mit einem in Abb. 5 mit dem Pfeil α gegebenen
Radius um einen auf der vorderen Fläche der Richtplatte 6 gegebenen Punkt geschlagen sind.
Auf diese Weise kann die Winkelstellung der Formplatte 4 relativ zur Richtplatte 6 genaustens
gemessen werden, indem Lehren zwischen die Vorsprünge 43 und die den Vorsprüngen zugekehrte
Fläche der Richtplatte geschoben werden.
Statt einer Hülse mit einem auswärts gerichteten Flansch (wie in Abb. 1 dargestellt)
könnten auf der Bank ohne irgendeine Veränderung auch Hülsen mit einwärts gerichteten
Flanschen, z. B. entsprechend der in Abb. 7 gegebenen Darstellung, hergestellt werden. In
diesem Falle wäre die Hülse nicht auf einem Dorn festzulegen, sondern in ein Spannfutter 44
einzuspannen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Sonderdrehbank zum Bearbeiten ebener, zur Werkstückachse geneigter Flanschstirnflächen, bei der dem Werkzeug durch eine mit dem Werkstück gleichachsig und gleichmäßig umlaufende Steuereinrichtung eine periodische Hinundherbewegung erteilt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung aus einer in an sich bekannter Weise entsprechend der zu erzeugenden Stirnflächenneigung schwenkbaren Platte (4) besteht, gegen die der in einem quer anstellbaren Support (20) in Richtung der Werkstückachse verschiebbare Werkzeughalter (16) kraftschlüssig anliegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2916829A GB341937A (en) | 1929-09-26 | 1929-09-26 | Improvements relating to turning stress-distributing sleeves for frame structures particularly applicable in aircraft construction |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558900C true DE558900C (de) | 1932-09-13 |
Family
ID=10287205
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930558900D Expired DE558900C (de) | 1929-09-26 | 1930-09-26 | Sonderdrehbank zum Bearbeiten ebener, zur Werkstueckachse geneigter Flanschstirnflaechen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558900C (de) |
| FR (1) | FR703228A (de) |
| GB (1) | GB341937A (de) |
-
1929
- 1929-09-26 GB GB2916829A patent/GB341937A/en not_active Expired
-
1930
- 1930-09-24 FR FR703228D patent/FR703228A/fr not_active Expired
- 1930-09-26 DE DE1930558900D patent/DE558900C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR703228A (fr) | 1931-04-27 |
| GB341937A (en) | 1931-01-26 |
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