DE558835C - Verriegelungswerk fuer selbsttaetige Schalter - Google Patents
Verriegelungswerk fuer selbsttaetige SchalterInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H75/00—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of power reset mechanism
- H01H75/02—Details
- H01H75/04—Reset mechanisms for automatically reclosing a limited number of times
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- Mechanical Control Devices (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verriegelungswerk für elektrische Schalter oder Unterbrecher,
das nach einer bestimmten Zahl von zeitlich schnell aufeinanderfolgenden Ausrückungen
den Schalter verriegelt. Die Ausrückungen nach längerer Einrückzeit bleiben dagegen unwirksam. Es wirken also nur die
dicht aufeinanderfolgenden Ausrückungen, zwischen denen kurzzeitige Wiedereinrückungen
liegen, auf das Verriegelungswerk ein, während die Ausrückungen, denen Wiedereinrückungen
von längerer Dauer folgen, keine Verriegelung des Schalters bewirken können.
Das neue Verriegelungswerk eignet sich besonders für Schalter mit selbsttätiger
Wiedereinrückung, um bei solchen Schaltern nach einer bestimmten Zahl schnell aufeinanderfolgender
Unterbrechungen die Wiedereinrückung zu verhindern. Es kann beispielsweise für die Schalter mit selbsttätiger Wiedereinrückung
verwendet werden, die in von der Hauptleitung abgezweigte Speiseleitungen eines Elektrizitätsnetzes eingebaut werden.
Solche Schalter sind der Einwirkung eines Zählers unterworfen und rücken für die verschiedenen
Zweigleitungen nach stufenweise gestaffelten Zeiträumen selbsttätig wieder ein. Die Gesamtanordnung muß derartig sein, daß
beim Auftreten eines Fehlers in einer Zweigleitung der zugehörige Schalter ausgerückt
und die Zweigleitung vom Strom endgültig abgeschaltet wird, während alle anderen in
die unbeschädigten Zweigleitungen eingebauten Schalter selbsttätig wieder einrücken.
Die Zeichnung zeigt in schaubildlicher Darstellung schematisch ein Beispiel für die
Ausführung einer Verriegelungsvorrichtung nach der Erfindung.
Die Vorrichtung, deren Arbeitsweise weiter unten erklärt wird, wird auf die Treibwelle 1
des Schalters oder Unterbrechers aufgesetzt. Ein Hebel 3, der in 4 auf die Welle 1 aufgekeilt
ist, trägt an seinem Ende eine Achse 5, um die ein Winkelhebel 6 schwingen kann.
Der Winkelhebel 6 hat einen Schenkel 7 und am anderen Ende einen Sperrhaken 8. Der
Sperrhaken 8 greift in ein gezahntes Sperrrad 9 und dreht es während der Drehung des
Winkelhebels 6 in Richtung des Pfeiles /%> konzentrisch zur Welle 1. Das Sperrad 9 ist
mit einer Welle 10 fest verbunden, an der eine Rückführfeder 11 im Punkte 11" befestigt
ist. An der Welle 10 ist außerdem ein Dorn 12 und ein Hebel 17 befestigt. Der Dorn 12 kann
in der Nut 14 einer Scheibe 13 spielen. Die Scheibe 13 ist lose auf der Welle 10 angeordnet
und hat am Außenumfange Anschläge 15 und 16.
Der Hebel 17 trägt an seinem Ende eine Achse 18, um die ein Winkelhebel 19 schwingen
kann. An einem Ende dieses Winkelhebels befindet sich ein Zapfen 20', an dem
ein Rädchen 20 drehbar gelagert ist. Das andere Ende 21 ist als Sperrhaken ausgebildet,
der bei Drehung in Richtung des Pfeiles Jf1
ein Sperrad 22 dreht. Mit dem Sperrad 22 ist ein Verzögerungswerk 23 irgendwelcher Bauart
verbunden.
Beim Ausrücken des Schalters dreht sich
die Welle 1 um — in Richtung des Pfeiles f2.
Der Hebel 3 und der Winkelhebel 6 drehen sich ebenfalls konzentrisch zur Welle 1. Der
Sperrhaken 8 des Hebels 6 greift in das Sperrad 9 ein und dreht es in Richtung des
Pfeiles/2- Die Welle 10, der Dorn 12 und
Lg der Hebel 17 drehen sich daher in demselben
Sinn um den Winkel—. Bei der Drehung
spannt sich die Feder 11.
Mit dem Hebel 17 dreht sich auch der Winkelhebel 19 konzentrisch zur Welle 10 in
Richtung des Pfeiles f2. Der Sperrhaken 21
greift dabei nicht in die Sperrzähne des Sperrades 22. Das Sperrad 22 bleibt also
während dieser Drehung in Ruhe. Mit dem Winkelhebel 19 dreht sich gleichzeitig auch
das Rädchen 20 konzentrisch zur Welle 10 um
— in Richtung des Pfeiles f2.
Der Dorn 12 dreht sich zunächst frei in der Nut 14 der Scheibe 13 aus der gezeichneten
Lage so weit, bis er die Seitenwand b der Nut berührt. Von diesem Augenblick ab
dreht er die lose auf der Welle 10 aufgesetzte Scheibe 13. Die Scheibe 13 dreht sich dann
um einen Winkel ax. Wird der Winkel, um
den sich der Dorn 12 in der Nut 14 beim Zurücklegen des Weges von α nach b verstellen
kann, mit 0 bezeichnet, so ist
Das ganze Getriebe nimmt nach der Drehung in Richtung des Pfeiles f2 eine Ruhelage ein,
die der ausgerückten Stellung des Schalters entspricht.
Beim Wiedereinrücken des Schalters dreht sich die Welle 1 entgegen der Richtung des
Pfeiles /2 um — . Der Hebel 3 und der Win-
kelhebel 6 drehen sich ebenfalls konzentrisch mit der Welle 1, der Sperrhaken 8 läuft dabei
aber lose über das Sperrad 9. Das Sperrad 9 und das ganze mit ihm fest verbundene Getriebe
wird also von dem Sperrhaken 8 nicht wieder zurückgedreht.
Unter Einwirkung der Feder 11 sucht die
Welle 10 sich um —in Richtung des Pfeiles ft
(also entgegengesetzt zur Richtung des Pfeiles
/2) in einer bestimmten, von dem Verzögerungswerk
23 geregelten Zeit zu drehen.
Bei der Drehung der Welle ι ο und des Hebels
17 dreht sich auch der Winkelhebel 19 in Richtung des Pfeiles ft. Der Sperrhaken 21 des
Winkelhebels greift dabei in das Sperrad 22 ein und dreht es weiter, aber nur mit der Geschwindigkeit,
die das Verzögerungswerk 23 zuläßt. Mit dem Winkelhebel 19 dreht sich
auch das Rädchen 20 konzentrisch zur Welle 10 in Richtung des Pfeiles ^1.
Wenn die Wiedereinrückung solange dauert wie die Drehung der Welle 10 um den
Winkel Θ, kommt das Rädchen 20 mit dem Anschlag 15 in Berührung, da der Anschlag
15 unbeweglich bleibt, solange sich der Dorn 12 in Richtung des Pfeiles/! in der Nut 14
von b nach α dreht. Der Anschlag 15 hat eine
schräge Fläche. Wenn das Rädchen 20 an diese schräge Fläche stößt, dreht sich der
Winkelhebel 19 um die Achse 18 im Uhrzeigersinn, so daß der Sperrhaken 21 aus dem
Sperrad 22 herausgehoben wird. Die Verbindung zwischen dem Verzögerungswerk 23
und der Welle 10 wird damit aufgehoben. Die Welle 10 und die mit ihr verbundenen
Teile können daher unter Einwirkung der
Feder 11 unverzögert ihre Drehung um — in
Richtung des Pfeiles ft beenden. Das Getriebe
nimmt dann wieder die eingangs beschriebene Anfangslage ein.
Bei dieser Hinundherdrehung der Scheibe 13 ist der an ihrem Umfang befindliche Anschlag
16 bisher noch nicht mit einem Daumen 24 in Berührung gekommen.
Wenn die Wiedereinrückung nicht solange dauert wie die Drehung der Welle 10 um den
Winkel Θ, stößt das Rädchen 20 nicht gegen den Anschlag 15 der Scheibe 13. Der Dorn 12
erreicht dann auch nicht die Wandung α der Nut 14. Die Scheibe 13 dreht sich demzufolge
dann auch nicht in Richtung des Pfeiles Z1.
Bei erneuter Ausrückung dreht sich die Welle ι wieder in Richtung des Pfeiles /2
um —. Diese Drehung wird wieder in der
beschriebenen Weise auf die Welle 10 übertragen. Die Scheibe 13 dreht sich dann wieder
erneut um Ct1 in Richtung des Pfeiles f2,
so daß
π
-
-
Nach der zweiten Ausrückung hat sich die Scheibe 13 dann um einen Gesamtwinkel a2
gedreht, so daß
2 · —
Bleiben die Wiedereinrückungen kurzzeitig,
so hat sich nach der ra-ten Ausrückung die Scheibe 13 um den Winkel a„ gedreht, so daß
■[H
< α«
η · —
ist.
Man kann das erfindungsgemäße Verriegelungswerk nun so einrichten, daß der Anschlag
16 der Scheibe 13 nach der «-ten Ausrückung an einen Daumen 24 stößt und mittels
dieses Daumens eine Achse 25 dreht. Diese Drehung wird auf einen Haken 26 übertragen, der über einen Hebel 2 hakt und
ihn verriegelt, so· daß er sich nicht weiterbewegen kann. Der Hebel 2 ist mit der nicht
dargestellten Einrückungssteuerung des Schalters verbunden. Die Einrichtung ist so getroffen,
daß keine selbsttätige Wiedereinrückung mehr möglich ist, wenn der Hebel 2
festgehalten wird. Das Verriegelungswerk hat also nach der ii-ten Ausrückung den
Schalter verriegelt.
Das Verriegelungswerk hat schließlich noch einen Druckknopf 27, der in der ausgerückten
Stellung des Schalters gerade über dem Schenkel 7 des Winkelhebels 6 liegt. Nach
der Verriegelung des Schalters genügt ein Druck auf den Knopf 27, damit das Verriegelungswerk
wieder in die Ausgangslage kommt. Der Sperrhaken 8 hakt dann nämlich aus dem Sperrad 9 aus, und die Welle 10
dreht sich dann unter Einwirkung der Feder 11 in Richtung des Pfeiles ft und kommt mit
den an ihr befestigten Teilen und mit der Scheibe 13 wieder in die Ausgangsstellung
zurück. Da sich bei der Drehung der Scheibe 13 auch der Anschlag 16 von dem Daumen 24
entfernt, kann sich auch die Achse 25 beispielsweise unter Wirkung einer Feder zurückdrehen,
so daß die Verriegelung durch Drehung des Hakens 26 aufgehoben und der Hebel 2 freigegeben wird.
Diese Rückbewegung kann natürlich nach Belieben auch der Einwirkung des Verzögerungswerkes
23 unterworfen werden oder nicht. Man muß dann nur geeignete Zusatzeinrichtungen
vorsehen.
Für die Regelung hinsichtlich der für die Verriegelung des Schalters notwendigen Zahl
der Ausrückungen gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann entweder die Zahl η der
für die Verriegelung notwendigen Ausrückungen oder die Zeit für die Drehung um den
Winkel θ durch Veränderung der Lage der Anschläge 15 und 16 der Scheibe 13 verändern
oder die Weite der Nut 14, die Zeitkonstante des Verzögerungswerkes oder überhaupt
die Form und Lage der Einzelteile.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verriegelungswerk für selbsttätige Schalter, das den Schalter nach einer bestimmbaren Zahl aufeinanderfolgender Schalterausrückungen verriegelt, be- G5 stehend aus einer Zählerwelle, einem Freilaufgetriebe zwischen der Schalterwelle und der Zählerwelle, Mitteln für selbsttätige Rückkehr der Zählerwelle in die Grundstellung, einer auf die Zählerwelle lose aufgesetzten Schaltscheibe, deren Drehung auf der Zählerwelle durch Anschläge begrenzt ist, einer Verzögerungseinrichtung für die Zählerwelle, einem Freilaufgetriebe zwischen der Zählerwelle und ihrer Verzögerungseinrichtung und aus Anschlägen an der Schaltscheibe für die Verriegelung des Schalters und für die Steuerung des Freilaufgetriebes zwischen der Zählerwelle und ihrer Verzögerungseinrichtung.
- 2. Verriegelungswerk nach Anspruch 1, dessen Freilaufgetriebe Sperrklinkengetriebe sind, und mit Mitteln für die Ausklinkung der Sperrklinke des zwischen Schalterwelle und Zählerwelle befindlichen Getriebes in der Verriegelungsstellung.
- 3. Verriegelungswerk nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Anschläge an der Schaltscheibe versetzbar sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR558835X | 1929-06-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558835C true DE558835C (de) | 1932-09-12 |
Family
ID=8941841
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930558835D Expired DE558835C (de) | 1929-06-05 | 1930-05-25 | Verriegelungswerk fuer selbsttaetige Schalter |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE370459A (de) |
| DE (1) | DE558835C (de) |
| FR (1) | FR692102A (de) |
-
0
- BE BE370459D patent/BE370459A/xx unknown
-
1929
- 1929-06-05 FR FR692102D patent/FR692102A/fr not_active Expired
-
1930
- 1930-05-25 DE DE1930558835D patent/DE558835C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE370459A (de) | |
| FR692102A (fr) | 1930-10-30 |
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