DE55746C - Platzpatrone und deren Herstellung - Google Patents
Platzpatrone und deren HerstellungInfo
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- DE55746C DE55746C DENDAT55746D DE55746DA DE55746C DE 55746 C DE55746 C DE 55746C DE NDAT55746 D DENDAT55746 D DE NDAT55746D DE 55746D A DE55746D A DE 55746DA DE 55746 C DE55746 C DE 55746C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B8/00—Practice or training ammunition
- F42B8/02—Cartridges
- F42B8/04—Blank cartridges, i.e. primed cartridges without projectile but containing an explosive or combustible powder charge
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
in DRESDEN.
Die Erfindung betrifft die Gestaltung und Herstellungsweise von Platzpatronen und bezweckt,
dieselben zu vereinfachen und billiger zu machen, ohne dafs die Brauchbarkeit der
Platzpatronen eine Einbufse erleidet.
Um diesen Zweck zu erreichen, erhält die Platzpatrone die durch Fig. 1 dargestellte Gestalt,
welche sich durch Folgendes kennzeichnet:
In die Patronenhülse α ist eine Büchse b
eingefügt, die aus Pappe gefertigt und durch einen Metallring versteift ist, welcher zugleich
die untere Fläche und die Kante des Flantsches an der Büchse umkleidet. In der Büchse b
ist der Ambos dadurch befestigt, dafs der scheibenartig verbreiterte Rand desselben in
die Wandung der Büchse tief einschneidet und hier unter starker Pressung steht, so dafs
Ambos. und Hülse sich gegen den Stofs des Schlagbolzens des Gewehrschlosses wie ein
starrer Körper verhalten. Die Verbindung zwischen Büchse und Patronenhülse vermitteln
in die Metallkleidung der ersteren eingedrehte Rillen, in welche das weichere Material der
Hülse eingeprefst ist.
Als Werkstück zur Herstellung der Ambosbüchse b dienen: 1. ein Papp- oder Papiercylinder
b, Fig· 3, der nach Länge und Durchmesser etwas gröfser gehalten ist als die fertige
Büchse: 2. ein Metallring, Fig. 4, dessen lichte Weite gleich dem Durchmesser des Cylinders b,
Fig. 3, ist; 3. ein flachgewölbtes Metallscheibchen i1, Fig. 5, welches für den Ambos insoweit
vorgearbeitet ist, als es in der Mitte eine kuppeiförmige Erhöhung zeigt. Sein Durchmesser
ist gleich der lichten Weite des Cylinders b, Fig. 3.
Die Herstellung der Ambosbüchse erfolgt mittelst zweier Stanzvorrichtungen, Fig. 7 und 9.
Beide bestehen aus einer Stanze, einem Stempel und einem Dorn, auf welchen der Pappcylinder
b aufgesteckt wird.
Bei der Stanzvorrichtung Fig. 7 hat die Stanze eine cylindrische, an ihrem oberen
Rande etwas ausgerundete Bohrung, der Stempel eine Bahn, welche der Form des Scheibchens b\
Fig. 5, entspricht, und der Dorn d eine wirksame Länge, welche so bemessen ist, dafs das
auf ihn gelegte Scheibchen b l seinen richtigen Platz im Pappcylinder erhält. Der obere
Theil d1 des Dornes d ist etwas verschwä'cht,
unter Wahrung eines allmäligen Ueberganges aus dem unteren stärkeren in den oberen
schwächeren Theil.
Der mit dem Metallring c nach Fig. 7 versehene und auf Dorn d gesteckte Cylinder b
wird, nachdem der Stempel e auf ihn aufgesetzt ist, in die Stanze/ so weit eingetrieben,
dafs nur sein das Scheibchen b1 überragendes Ende aus der Stanze hervorsteht.
Hierdurch wird 1. der Cylinder b unterhalb des Scheibchens b1 auf seinem im Bereich des
verschwächten Endes des Dornes d liegenden Theil verengt, so dafs das Scheibchen bl nunmehr
in der Pappwand selbst ein Auflager erhält und zugleich mit seinem Rande in diese
etwas einschneidet, und 2. der Metallring c zusammengezogen und in die Pappwand b eingetrieben,
bis auf sein die Stanze überragendes
Claims (1)
- Ende, welches seine ursprüngliche Weite beibehält.Bei der Stanzvorrichtung Fig. 9, mittelst welcher die weitere Bearbeitung des Cylinders b erfolgt, ist die Stanze i oben scharf eingedreht, der Dorn g an dem Uebergang von dem stärkeren in den schwächeren Theil g1 scharf abgesetzt und der Stempel mit einer der gewollten Form des Ambosses entsprechenden Bahn versehen.Die Eintreibung des Cylinders b in die Stanze geschieht hier so weit, bis sich der Absatz des Stempels auf die Oberfläche der Stanze aufsetzt.Hierdurch wird 1. der Ambos des Scheibchens gebildet und sein Rand plattgedrückt und gestreckt, wobei er in die Pappwand tiefer hineintritt, und 2. der bei Fig. 7 hervorstehende Theil des Cylinders b in einen Flantsch übergeführt, dessen Rand und Hinterfläche mit Metall bekleidet ist.In den Metallring c des zur Ambosbüchse umgeformten Cylinders b werden alsdann Rillen von dreieckigem Querschnitt eingearbeitet (s. Fig. 10).Zur Vollendung der Platzpatrone wird schliefslich die Büchse beb1 in die Hülse a eingeführt und diese in eine Ringform eingeprefst. Dadurch dringt das weichere Material der Hülse in die Rillen des durch die Bearbeitung gehärteten Metallringes c ein und Hülse und Büchse sind fest mit einander verbunden.Man kann auch die Stanzvorrichtung Fig. 7 dahin abändern, dafs man nach Fig. 8 dem Stempel e1 eine ebene Bahn giebt und das Scheibchen i»1 nach geschehener Stanzarbeit auf den durch diese in dem Pappcylinder gebildeten Aufsatz b2 auflegt. Die weitere Bearbeitung erfolgt, wie vorhin, durch eine Stanzvorrichtung nach Fig. 9.Pa te ν τ-An s ρ rüche:ι . Eine Platzpatrone, bei welcher der Ambos für das Zündhütchen als besondere Scheibe^ y mit der papiernen oder pappenen Büchse (b) dadurch verbunden ist, dafs der verbreiterte Rand der Scheibe in die Wandung der Büchse tief einschneidet und hier unter starker Pressung steht, wobei die Wandung der Büchse durch einen in sie eingeprefsten Metallring (c) versteift ist, der zugleich ihren flantschförmigen Rand umkleidet.,
2. Die Herstellung des unter 1. bezeichneten Cylinders (b bl c) in der Weise, dafs:
a) der mit dem glatten Metallring (Fig. 4) versehene Pappcylinder (Fig. 6) auf einen Dorn (d d1) gesteckt und unter Aufsetzen eines Stempels (e oder el) (Fig. 7 oder 8) in eine Stanze (f) getrieben wird, wodurch unterhalb des Scheibchens (bl) der Pappcylinder verengt und der Metallring (c) in die . Pappwand eingeprefst wird;
. b) der so weit vorgearbeitete Cylinder (b bl c) unter Anwendung eines Domes (g g1) und eines der gewollten Form des Ambosses entsprechenden Stempels (h) in eine zweite mit scharfer Eindrehung versehene Stanze (i) getrieben wird, wodurch der Rand des Ambosscheibchens (b1) in die Pappwand fest eingedrückt und diese oben in einen von dem Metallring am Rande und an der Hinterseite bekleideten Flantsch übergeführt wird (Fig. 9).Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55746C true DE55746C (de) |
Family
ID=330250
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55746D Expired - Lifetime DE55746C (de) | Platzpatrone und deren Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55746C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3164090A (en) * | 1961-09-18 | 1965-01-05 | Olin Mathieson | Plastic ammunition cartridge |
-
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- DE DENDAT55746D patent/DE55746C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3164090A (en) * | 1961-09-18 | 1965-01-05 | Olin Mathieson | Plastic ammunition cartridge |
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