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DE556106C - Fernrohr - Google Patents

Fernrohr

Info

Publication number
DE556106C
DE556106C DE1930556106D DE556106DD DE556106C DE 556106 C DE556106 C DE 556106C DE 1930556106 D DE1930556106 D DE 1930556106D DE 556106D D DE556106D D DE 556106DD DE 556106 C DE556106 C DE 556106C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lens
focal point
focal length
distance
telescope
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930556106D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Zeiss SMT GmbH
Original Assignee
Carl Zeiss SMT GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carl Zeiss SMT GmbH filed Critical Carl Zeiss SMT GmbH
Application granted granted Critical
Publication of DE556106C publication Critical patent/DE556106C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B23/00Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Lenses (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

Die Aufgabe, mit Hilfe eines fest aufgestellten Fernrohres nachzuprüfen, ob verschieden weit entfernte Punkte in einer Geraden liegen, bereitet Schwierigkeiten, weil ein Fernrohr bekanntlich im allgemeinen nur eine bestimmte achsensenkrechte Objektebene scharf abzubilden vermag. Die Verlagerung der Bildebene bei wechselnder Objektentfernung gleicht man in der Regel durch eine axiale Verschiebung eines optischen Teiles des Fernrohres aus. Sei es, daß man das Objektiv oder das Okular, oder sei es, daß man ein zusätzliches, zwischen diesen beiden befindliches Linsensystem verschiebt, so wird jedenfalls bei nahen Objekten die Einstellverschiebung ziemlich groß.
Bezeichnet man mit ν die Verlagerung des vom Objektiv entworfenen Bildes, ferner unter der Voraussetzung, daß das Objektiv feststeht, mit fx und f2 die Brennweiten des Objektivs und des Okulars, mit α den Abstand des vorderen Brennpunktes des Objektivs von dessen Vorderfläche und mit e die Entfernung des Objektes von dieser Fläche, dann besteht die Beziehung
f.
(e a)maK)
gmfn)
— «)max(e — «)
Dabei ist die Vergrößerung η des Bildes in der üblichen Sehweite von 250 mm, wenn sie für (e — a)max, wo sie am kleinsten ist, genügt:
fi 250
n~f"7Z T\ (2>
/2 \y "vmax
Aus beiden Gleichungen (1) und (2) ergibt sich .
nfll2 (gmax ^mJn)
250 (e — «)
(3)
Die Gleichung 3 für die Bildverlagerung ν gilt, gleichgültig, ob dabei der vordere Objektivbrennpunkt vor oder auch hinter dem Entfernungsbereiche emax — em;n liegt, wenn durch em;n stets derjenige Endpunkt dieses Bereiches bezeichnet wird, der dem genannten Brennpunkte am nächsten liegt.
Der Zweck der Erfindung ist die Verkleinerung der Größe ν der Bildverlagerung und damit der nötigen Einstellverschiebung, die nicht nur mit Rücksicht auf kleine Abmessungen und geringes Gewicht des Fernrohres erwünscht ist, sondern auch wegen des Umstandes, daß sich eine kurze Führung für einen verschieblichen Teil mechanisch genauer als eine lange Führung herstellen läßt. Andererseits kann man geringere Anforderungen an die Genauigkeit der Führung stellen, wenn man ein verschiebliches zusätzliches Linsensystem zum Ausgleich der Bildverlagerung benutzt, wobei die Einstellverschiebung allerdings größere Werte annimmt.
Man suchte bisher die Verkleinerung der Einstellverschiebung durch Verkleinerung der Brennweiten Z1 des Objektivs und f2 des Okulars zu- erreichen; Dieser Verkleinerung waren jedoch dadurch verhältnismäßig enge Grenzen gezogen, daß man mit Rücksicht auf die Bildgüte zu große Öffnungsverhältnisse vermeiden mußte. Im vorliegenden Falle wird der angestrebte Zweck dadurch erreicht, ίο daß man die Größe (e — a)min gegenüber der Brennweite J1 groß macht, d. h. daß man bei gegebener Entfernung emin und gegebener Brennweite ft dem vorderen Brennpunktsabstande α einen geeigneten Wert gibt. Die Größe α ist bei Fernrohren in weiten Grenzen wählbar, wenn man als Objektivsystem des Fernrohres ein aus einem vorderen sammelnden Gliede und einem in der Nähe seines hinteren Brennpunktes befindlichen hinteren Gliede bestehendes System benutzt, bei dessen Hinterglied die Brennweite positiv oder negativ sein kann und ihrem absoluten Werte nach höchstens den vierten Teil der Brennweite des Vordergliedes betragt; sie soll a5 nach der Erfindung so bemessen sein, daß der vordere Gesamtbrennpunkt des Objektivsystems stets außerhalb des Einstellbereichs, und zwar im Sinne der Richtung der Abbildungsstrahlen vor diesem Bereiche, liegt, wenn er sich vor dem Objektivsystem befindet. Man gibt also dem vorderen Gesamtbrennpunkte des Objektivsystems dieselbe Lage bezüglich des Einstellbereiches, die er bezüglich des Objektivsystems hat, d. h., man verlegt diesen Gesamtbrennpunkt vor oder hinter den Einstellbereich, je nachdem, 'ob er vor oder hinter dem Objektivsystem liegt. Mit einem solchen System hat man es in der Hand, den Abstand des vorderen Brennpunktes des Objektivs groß im Verhältnis zu seiner Brennweite zu machen. Wird dabei für einen Teil des Entfernungsbereichs das vom Objektivsystem entworfene Bild virtuell, dann hilft man sich, indem man an Stelle eines einfachen Okularsystems ein zusammengesetztes Mikroskop oder eine Brückesche Lupe benutzt.
Bei der angegebenen Lösung der Aufgabe ist es möglich, die Brennweite Jf1 des Objektivsystems unendlich groß zu machen. In diesem Falle ist auch der Brennpunktsabstand α unendlich groß, jedoch hat der
Quotient
-einen endlichen Wert. Die-
(e—)
ser Sonderfall hat den Vorteil, daß das entfernte Objekt dem Auge des Beobachters immer in derselben Größe erscheint, wenn man die Verschiedenheit der Objektentfernungen e durch eine Okularverschiebung ausgleicht, oder doch nahezu in derselben Größe, wenn man den Ausgleich durch ein zusätzliches Linsensystem bewirkt. Man beobachtet also unabhängig von der Objektentfernung e stets mit derselben oder wenigstens angenähert derselben Genauigkeit, so daß man beispielsweise das Bild einer in der Objektentfernung e angebrachten Strichmarke durch einen Doppelfaden im Gesichtsfelde des Okulars ganz knapp einschließen oder eine am Objekt vorgesehene Teilung unter Benutzung einer Mikrometerschraube oder eine Nonienteilung im Okular ablesen kann.
Damit bei kleinen Objektentfernungen e das Objektivsystem nicht mit zu großem Öffnungsverhältnis ausgenutzt wird, empfiehlt es sich, dieses Öffnungsverhältnis durch eine Blende einzuschränken, die in der Nähe des hinteren Brennpunktes des Vordergliedes dieses Systems anzubringen ist. Unter Umständen kann diese Blende durch die Fassung einer in geeigneter Lage befindlichen Linse des Fernrohres gebildet werden.
In den Abb. 1 und 2 der Zeichnung sind zwei optische Ausrüstungen von Fernrohren, bei denen der Abstand a des vorderen Brennpunktes des Objektivsystems von dessen Vorderfläche unendlich groß ist, als Ausführungsbeispiele der Erfindung im Längsschnitt dargestellt. Bei beiden Beispielen ist eine Entfernung e eines Objektes 0 zugrunde gelegt, die alle Werte zwischen den Grenzen
«max = 20000 und emin = ο
annehmen kann, wobei jeweils das Okularsystem entsprechend zu verschieben ist.
Beim ersten Beispiele (Abb. 1) besteht das Objektivsystem mit der Brennweite ft = 00 aus einem vorderen sammelnden Teilsystem und einem hinteren zerstreuenden Teilsystem. Das vordere Teilsystem, dessen Brennweite fa = -j- 1000 beträgt, wird von einer sammelnden Einzellinse I und einer zerstreuenden Einzellinse II gebildet. Die Brennweite des hinteren Teilsystems beträgt /6=—20; dieses Teilsystem ist aus einer sammelnden Linse III und einer damit verkitteten zerstreuenden Linse IV zusammengesetzt und liegt unweit des hinteren Brennpunktes des vorderen Teilsystems. Als Okularsystem ist das optische System eines Mikroskopes mit der Gesamtbrennweite f2 = + 10 benutzt. Zu diesem Mikroskopsystem gehört ein Mikroskopobjektiv, dessen Brennweite fc = + 20 ist und welches aus einer Sammellinse V und einer damit verkitteten zerstreuenden Linse VI besteht. Das Mikroskopsystem wird vervollständigt durch ein orthoskopisches Okular mit der Brennweite fd = -f- 10, welches aus einer zerstreuenden Linse VII, einer mit dieser verkitteten Sammellinse VIII und einer sammelnden Einzellinse IX besteht. Der vordere
Brennpunkt des Mikroskopokular ist mit b bezeichnet. Für das Abbildungsstrahlenbündel, welches das Objektivsystem I, II, III, IV durchsetzt, dient bei den kleineren
5 Objektentfernungen die Fassung des Mikroskopobjektivs V, VI als einengende Blende, während bei großen Objektentfernungen die Fassung des Vordergliedes I, II des Objektivs einschränkend wirkt.
ίο Das Objektivsystem des zweiten Beispieles (Abb. 2) hat gleichfalls die Brennweite /"j = 00; es besteht aus einem vorderen sammelnden Teilsystem mit der Brennweite fa = + ι 000, welches dem Teilsystem I, II des ersten Beispieles vollkommen gleicht, und einem hinteren sammelnden Teilsystem. Dieses hintere Teilsystem wird von einer zerstreuenden Linse X und einer damit verkitteten sammelnden Linse XI gebildet und hat die Brennweite fe = -j- 20. Es ist unweit des hinteren Brennpunktes des vorderen Teilsystems angeordnet. Als Okularsystem ist ein orthoskopisches Okular mit der Brennweite/2 = + 10 benutzt, welches dem Mikroskopokular des ersten Beispieles vollkommen gleicht. Die drei Linsen dieses Okulars sind wiederum mit VII, VIII, IX, sein vorderer Brennpunkt mit b bezeichnet. Zur Einengung des das Objektivsystem I, II, X, XI durchsetzenden Abbildungsstrahlenbündels ist eine Blende c vorgesehen.
In den folgenden Zusammenstellungen sind die maximalen Bildverlagerungen v, die Radien r, die Glasdicken d und die Abstände / für die Beispiele angegeben und ferner die in den Beispielen benutzten Glasarten durch Angabe der Brechungszahlen nD /ür die D-Linie des Sonnenspektrums gekennzeichnet.
ι. Beispiel (Abb. ι)
Linse
r.2
»0 =
Ίο = —
^l 1 · '
V =
+ 505.47
— 364-43
— 355.33
— 2396,00
— 27,50
— 9^5 + 13.00 + 27,6ο
— 5.56 ΐ5,οο
165,23 7,ΐ8
9.71 8,8ο
15 = OO
II
III
I1 =
(U =
C =
J3 =
d, =
h =
d. =
d0 =
h =
5 '
d.
d8 =
h =
do =
IV
<"3min — J-" = 21,0
= = l8,0
= 934.5 = 2,66
=
= 10 (für
=
= 0,5
= 39.2
= 6,2
= 0,9
3.4
1,0
2,3
V
ßmax) bis 20 (für emin)
VI
VII
VIII
IX
no 1,51632 1,61266 1,6477 τ·5τ^3 i,56o2 1,6200 1,648 1,516 1,573
Linse
2. Beispiel (Abb. 2)
V Ai max ^dmin
= — 505.47 II d, = 21,0
r.. — . 364.43 h =r 9,0
fs 355.33 = l8,0
ri = + 2396,00 Ϊ, = 936,3
r. i 14,10 I, = 38,0
r,·, =: 7.20 d3 = 1,6
r7 = 21,20 d, = 4.0
_l_ 165,23 h = 7,8
= — 7,18 h = 6,2
rw = + 9.71 d. = 0,9
rn = OO 8,80 de = . 3.4
rvi k = 1,0
d7 = 2,3
I X XI
(für emaK) bis 17,8 (für emin)
VII
VIII
IX
nD 1,51632 - 1,61266 1,6477 1.5163 1,648 1,516 1,573

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι. Fernrohr mit begrenztem Einstellbereich mit einem Objektivsystem, welches aus einem vorderen sammelnden Gliede und einem in der Nähe von dessen hinterem Brennpunkte befindlichen hinteren Gliede besteht, dessen Brennweite ihrem absoluten Werte nach höchstens den vierten Teil der Brennweite des vorderen Gliedes betragt, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Gesamtbrennpunkt des Objektivsystems stets außerhalb des Einstellbereichs, und zwar im Sinne der Richtung der Abbildungsstrahlen vor diesem Bereiche liegt, wenn er sich vor dem Objektivsystem befindet.
  2. 2. Fernrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand des vorderen Gliedes des Objektivs von dessen hinterem Gliede so gewählt ist, daß der Abstand des vorderen Gesamtbrennpunktes des Objektivsystems von der vorderen Objektivfläche unendlich groß ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930556106D 1930-03-22 1930-03-22 Fernrohr Expired DE556106C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE556106T 1930-03-22

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Publication Number Publication Date
DE556106C true DE556106C (de) 1932-08-06

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ID=34559016

Family Applications (1)

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DE1930556106D Expired DE556106C (de) 1930-03-22 1930-03-22 Fernrohr

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FR (1) FR713128A (de)

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US1952759A (en) 1934-03-27
FR713128A (fr) 1931-10-22

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