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Niveaufreie Straßenkreuzung Es sind niveaufreie Kreuzungen zweier
Straßen bekannt, von denen die eine vor der Kreuzung zwei die andere Straße schneidende
und hinter der Kreuzung wieder in sie einmündende Abzweigungen besitzt. Die bekannten
Kreuzungsanlagen berücksichtigen indessen nicht sämtliche Verkehrsbelange, vielmehr
ergeben sich stets Schwierigkeiten hinsichtlich der Führung des Eckverkehrs und
für die Aufstellung haltender Fahrzeuge. Auch ergeben sich zumeist Stauungen bei
der Abwicklung des Kreuzungsverkehrs.
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Die Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch behoben, daß die Abzweigungen
der einen Straße niveaufrei die andere Straße kreuzen. Die Straße, von der die Abzweigungen,
welche niveaufrei unter der anderen Straße hindurchgeführt sind, abweichen, führt
auf im Kreuzungspunkt beiderseits der Straße angeordnete und Inseln einschließende
Ausweichen. Zwischen den Abzweigungen und den Ausweichen sind Verbindungsschleifen
angeordnet. Durch diese Ausbildung wird ein reibungsloser Eckverkehr sowie Fußgängerverkehr
ermöglicht; außerdem wird aber auch die Möglichkeit geschaffen, daß Fahrzeuge zwecks
Ein- und Aussteigens von Fahrgästen an den Inseln aufgestellt werden können, ohne
den übrigen Verkehr zu behindern. Die Anlage gemäß der Erfindung eignet sich insbesondere
bei Kreuzungen verhältnismäßig schnell befahrener Landstraßen.
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Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispiel in Abb. i schaubildlich
und in Abb. z schematisch dar.
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Der Hauptwega geeigneter und dem Verkehrsbedürfnis angepaßter Breite
hat beiderseits für jede Fahrtrichtung eine auf gleicher Höhe liegende Schleife
oder Ausweichstelle b, c, d, auf die die kreuzende Straße e führt. Auf den
Inseln/ zwischen den Schleifen und der Hauptstraße a können Haltepunktgebäude (bei
g) errichtet werden, z. B. zur Aufnahme oder zum Absetzen von Fahrgästen oder Gütern,
zu Lade-, Ausbesserungs- und anderen Zwecken.
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Aus der Straße e zweigen vor der Kreuzung Straßen o ab, die niveaufrei
unter der Straße a hindurchgeführt werden und in die von den Ausweichen
b, c, d ausgehenden Verbindungsschleifen m einmünden. Die Anlage der Straßen
und Unterführungen ist symmetrisch und besonders günstig sowohl für Durchgangs-
wie auch für Eckverkehr Aufenthaltsloser Durchgangsverkehr wird längs des Hauptweges
a ohne Hinderung geleitet. Will jedoch ein Fahrzeug anhalten, um Fahrgäste, Güter
aufzunehmen oder abzusetzen oder zu sonstigen Zwecken, so wird es in eine der Seitenschleifen,
b, c, d einfahren und bei den
Haltepunkten g anhalten, ohne
den Durch gangsverkehr auf der Straße a zu stören, und kann alsdann auf kürzestem
Wege wieder auf die Hauptstraße a zurückkehren. Will ein Fahrzeug auf der Hauptstraße
wenden, so erreicht es das durch Einfahren in die der Fahrtrichtung benachbarte
Schleife b und anschließendes Durchfahren der in der Fahrtrichtung liegenden Schleifen
m. Auf der anderen Seite fährt es in die andere Schleife b und aus dieser über den
Ausgang d in die Hauptstraße a. Desgleichen ist der Zugang, zu dem Kreuzwege e oder
dem einen oder dem anderen der aus e abzweigenden seitlichen Hilfswegeo von jeder
der seitlichen Schleifen b her. möglich. Zweckmäßig wird der Kreuzwege für Fahrzeuge
beschränkt, die in die Hauptstraße über die Seitenschleifen b gelangen wollen, während
der die Hauptstraßeci kreuzende Verkehr vor der Kreuzung auf die Seitenwege o abgelenkt
wird und durch die Unterführung n fährt. Offensichtlich wird der so sich ergebende
Einbahnverkehr äußerst vorteilhaft für die Verkehrsabwicklung sein.
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Die Haltepunkte g auf beiden Seiten det Fahrstraße a können bei
p durch Unterführungen verbunden sein, damit Fahrgäste oder andere Fußgänger
die Fahrstraße kreuen können oder damit Güter o. dgl. von einem Gebäude zum anderen
übergeführt werden können. Es können auch ein oder mehrere Gitter, wie bei
r längs der Hauptstraße a, in der Nachbarschaft der Haltestellen oder an
sonstigen Stellen ziar Teilung des Verkehrs angeordnet werden. Ein oder mehrere
Gitter können sich auch an den Unterführungen n befinden, beispielsweise bei s,
um den Eckverkehr in. den Schleifen m auf den Seitenstraßen !o von dem Durchgangsverkehr
zu trennen.
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Die Verkehrsleitung und -abwicklung kann schlielylich auch durch Signale
bekannter Art, z. B. bei K, die auch durch Kontaktstellen, z. B. 'bei e, gesteuert
werden können, gesichert und beschleunigt werden.