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Bauspiel, bei welchem ein den Körperteil bildendes Rumpfstück durch
Anstecken von Gliedmaßen und Köpfen zu einer Spielfigur ausgebildet werden kann
Es gibt Bauspiele zum Zusammensetzen von Gliederfiguren, wie Menschen, Puppen, Tiere,
bei welchen ein den Körperteil bildendes Rumpfstück durch Anstecken von Gliedmaßen
und Köpfen zu einer Spielfigur mit nach allen Richtungen gelenkig beweglichen Gliedern
ausgebildet werden kann.
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Erfindungsgemäß besitzen die Gliedteile einen kugelförmigen Teil an
einem Ende und an dem anderen Ende eine Hülse, die dazu dient, eines der an den
anderen Gliedteilen befindlichen kugelförmigen Enden aufzunehmen. In diese Hülse
können außerdem noch andere Kugeln hineingesteckt werden, die an Verbindungsstücken
sitzen, welche mit ihrem anderen Ende in den Rumpfteil einsteckbar sind.
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Die genannten Hülsen können auch noch mit seitlichen Öffnungen zur
Aufnahme der Endkugel eines anderen Gliedteiles versehen werden, damit die Gliedteile
rechtwinklig miteinander verbunden werden können.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. r eine mit den vorliegenden Bauteilen zusammensetzbare Puppenfigur
in Vorderansizht, Abb.2 eine mit denselben Bauteilen und einem verschiedenen Kopfteil
zusammensetzbare Tierfigur in schaubildlicher Ansicht, Abb. 3 einen Universalkörperteil
des Baukastens in Ansicht, Abb. 4 denselben in Unteransicht, Abb. 5 einen Tierkopf
in Seitenansicht, Abb. 6 einen Vogelkopf in Seitenansicht, Abb. 7 einen Gliedteil
in vergrößerter Seitenansicht, Abb. 8 denselben Gliedteil in Endansicht, Abb. 9
ein mit Kugel und Stift versehener Verbindungsteil in Seitenansicht, Abb. ro in
Ansicht mit teilweisem Schnitt die Art und Weise der Verbindung zweier Gliedteile
mittels des besonderen Kugelgelenkes.
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Die verschiedenen Teile des Spielzeugbaukastens sind z. B. aus Holz
hergestellt und können selbstredend irgendwelche Größe und Gestalt mit beliebigen
Verzierungen haben. Ein Körperteil 12" der eine zylindrische Gestalt hat, kann als
Rumpf zur Herstellung von Puppen, Tieren oder Vögeln benutzt werden. Es können jedoch
auch mehrere derartige Körperteile für verschiedene Arten von Figuren oder Spielzeugen
im Baukasten vorhanden sein.
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Der an sich bekannte Körperteil 12, besitzt mehrere Bohrungen gleichen
Durchmessers, die an verschiedenen Stellen und in verschiedenen Winkeln angeordnet
sind. So sind z. B. eine mittlere Bohrung 14 axial an einem Ende des Körperteiles
12 zur Aufnahme des Figurenkopfes und zwei weitere Böhrungen 1`6 am anderen Ende
zur Aufnahme der Beine vorgesehen. Weiter können mehrere diagonal gerichtete Bohrungen
18 zur Aufnahme der Arme und andere Bohrungen 20
an den Seiten des
Körpers zur Aufnahme von Tierbeinen vorgesehen werden.
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Die Bohrungen 14, 16, -r8, 2o dienen zur Aufnahme-von Verbindungsgliedern
von der in Abb. 9 dargestellten Art. Diese Verbindungsglieder besitzen je einen
kegelförmigen Stift 22, der in eine der genannten Bohrungen eingesteckt werden kann,
sowie eine die zweckmäßig mittels eines dünneren Halsteiles 26 mit dem Stift verbunden
ist. Die Stifte 22 können nach Belieben mittels Leim o. dgl. dauernd in den gewünschten
Bohrungen befestigt oder abnehmbar in dieselben eingesetzt werden. In jedem Falle
ragt die Kuge124 über die Oberfläche des Körperteiles 12 so weit hinaus, daß sie
einen der weiter unten beschriebenen anderen Gliederteile aufnehmen und tragen kann.
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Es können mehrere Kopfteile benutzt werden, z. B. ein Puppenkopf 28,
ein Tierkopf 30 und ein Vogelkopf 32.
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Jeder der Köpfe 28, 30, 32 besitzt im unteren Teil eine Öffnung 34
zur Aufnahme der Kugel 24 eines Verbindungsgliedes, das in die obere Bohrung 14
des Körperteiles 12 eingesetzt werden kann. Wenn ein Kopf 28, 30 oder 3z auf eines
der Verbindungsglieder 22 aufgesetzt ist, so kann derselbe unter einem beliebigen
Winkel zu diesem Glied, welches den Hals der Figur bildet, eingestellt werden.
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Der Baukasten enthält ferner mehrere einschnappbare Gliedteile zur
Bildung der Arme, Beine; Hälse und Schwänze .der verschiedenen Spielzeugfiguren.
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Jeder Gliedteil besitzt einen zylindrischen Hauptteil 36, der an einem
Ende ein in eine Kugel 4o auslaufendes Halsstück 38 trägt. Am anderen Ende ist in
jedem Gliedteil eine zylindrische Hülse 42 vorgesehen. Jede Hülse 42 besitzt Seitenöffnungen
44, deren Breite etwas geringer als der Hülsendurchmesser ist. Jeder Gliedteil besitzt
außerdem eine Einkerbung 46, die vom inneren Hülsenende auf eine. gewisse Strecke
einwärts ragt.
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Die an einem Ende .des Gliederteiles vorgesehene Kugel 4o kann auseinandernehmbar
und beweglich in der Hülse 42 eines anderen Gliedteiles Aufnahme finden, so daß
mehrere Gliedteile aneinandergereiht und miteinander verbunden werden können.
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Durch die besondere Ausbildung der Hülse 42 erhält letztere eine federnde
Eigenschaft, wodurch die Kugel 40 federnd in der Hülse festgehalten wird und dennoch
die beiden Gliedteile gegenseitig beweglich ünd in beliebiger Stellung einstellbar
sind. Durch die Reibung zwischen der Kugel und der Hülse der Gliedteile werden letztere
in jeder beliebigen Stellung festgehalten. Die Einkerbung 46 ermöglicht eine leichte
Spreizung des Hül, senendes des hölzernen Gliedteiles, wie dies in Abb. io punktiert
angedeutet ist. Es ist hierbei hervorzuheben, daß der Durchmesser der Kugel 40 etwas
größer als der normale Durchmesser der Hülse 42 ist.
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Die durch die Einkerbung 46 erzeugte federnde Festhaltung der Kugel
ist -von großer Bedeutung für das Zusammenhalten der ineinandergesteckten Teile.
Durch die seitlichen Öffnungen 44 können die Halsteile 38 hin-durchgreifen, so daß
nach Einsetzen einer Kugel 4o in eine Hülse 42 die verbundenen Gliedteile unter
jedem beliebigen Winkel von Null bis zum rechten Winkel eingestellt werden können.
Diese Eigenart ermöglicht eine große Mannigfaltigkeit der Einstellung der verbundenen
Gliedteile zur Bildung der gewünschten Gestalten und Figuren.
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Die Gliedteile 36 können in beliebiger Anzahl zur Bildung der Arme,
Beine, Schwänze, Hälse, Hörner und Ohren verschiedener mittels .der Bauteile zusämmenzusetzender
Figuren benutzt werden und darauf mit einem Körperteil z2 dadurch verbunden werden,
daß die Hülse 42 eines Gliedteiles mit der Kugel 24 eines zweckmäßig in dem Körperteil
angeordneten Verbindungsteiles 22 zusammengebracht wird.
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Es ist hervorzuheben, daß die Kugel 24 der Verbindungsteile 22 und
die Kugel 4o der Gliedteile gleichen Durchmesser haben, so daß das Hülsenende der
Gliedteile mit dem Kugelende der Verbindungsteile zusammengebracht werden kann.
In gleicher Weise kann irgendein Kopf 28, 30, 32 mittels seiner Öffnung 34 unmittelbar
mit der Kugel 24 eines Verbindungsteiles 22 (Abb. i) verbunden werden, wobei auch
ein oder mehrere Gliedteile 36 zur Bildung eines längeren Halses (Abb. 2) zwischen
Kopf und Verbindungsteil eingeschaltet werden können.
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Der Tierkopf 3o besitzt zweckmäßig angeordnete Bohrungen 52 zur Aufnahme
von die Ohren oder Hörner darstellenden Verbindungsteilen 22. Es können selbstredend
auch Gliedteile 36 zu diesen Verbindungsteilen zur Bildung längerer Ohren oder Hörner
zugesetzt werden.
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Der Baukasten enthält außerdem mehrere Fußteile, die zweckmäßig aus
Scheiben 48 bestehen. Jede Scheibe 48 besitzt eine nach oben gerichtete Öffnung
5o zur Aufnahme der Kugel 4o eines Gliedteiles. Die Öffnung 5o ist zweckmäßig exzentrisch
in der Scheibe angeordnet, weil dadurch eine größere Stabilität zum Halten der Spielzeugfigur
in aufrechter Stellung erzielt wird.