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Überlappungsstoß von Mantelblechen, insbesondere für Futtersilos Die
Erfindung betrifft einen Überlappungsstoß von Muntelblechen, der insbesondere für
Futtersilos zur Anwendung kommt. Der Stoß kann jedoch auch für irgendwelche andere
Hohlkörper benutzt werden, die aus einzelnen sich stoßenden Blechen bestehen. Es
ist an sich bekannt, bei einem überlappungsstoß den einen Blechrand zu dem anderen
abzukröpfen, um die kreisrunde Form eines Silos zu erhalten und die sich überlappenden
Bleche unter Zwischenlage von Dichtungen durch Schrauben, Niete o. dgl. zu verbinden.
Um eine gleichmäßige elastische Abdichtung im Verbindungsstoß durchgehend zu erzielen,
wird beiderseits ein Flach- oder Profileisen auf der Verbindungsnaht angeordnet.
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Die Formgebung der Bleche erfolgt bisher derart, daß der zu dem einen
Blech abgekröpfte Rand sich flach auf die Innenseite der Randfläche des anderen
Bleches legt und nun die Bleche durch Anziehen der Muttern auf den Verbindungsschrauben
zusammengepreßt werden. Diese Art der Verbindung hat den Nachteil, daß die Randstreifen
der dünnen Bleche sich konvex gegeneinander wölben. Die Auflage der Randstreifenflächen
erfolgt daher nicht in der vollen Breite, wie es vor dem Anziehen der Muttern der
Fall ist. Vielmehr werden durch das Abheben eines Teiles der Randstreifen voneinander
die Flächenstreifen, die sich tatsächlich noch berühren, derart schmal, daß eine
einwandfreie Dichtung nicht mehr möglich ist und der Inhalt des Silos Gelegenheit
hat, in den durch das Abheben des Blechrandes entstehenden Raum einzudringen, um
schließlich an der schmalen Auflagefläche vorbei nach außen zu gelangen. Ferner
liegt bei dieser bekannten Bauart ebenfalls infolge des sich abhebenden Randstreifens
des Bleches die Dichtung zum Innenraum des Silos vollkommen frei, so daß Dichtungsteile
infolge der Zersetzung allmählich in das Futter gelangen, ein Nachteil, der unbedingt
vermieden werden muß.
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Gemäß der Erfindung werden die Nachteile dadurch vermieden, daß zwischen
dem äußeren und dem abgekröpften, gewölbten inneren Blechrande der Mantelbleche
eine Rinne oder Hohlkehle gebildet wird. Diese Hohlkehle schließt mit der inneren
Fläche des Randes des anderen Bleches einen nach den Blechkanten zu geschlossenen
Raum zur Aufnahme des Dichtungsstoffes ein. Dieser Raum wird durch Anziehen der
Verbindungsglieder, beispielsweise der Schrauben oder Niete, infolge Vergrößerung
des Wölbungshalbmessers des abgekröpften Teiles verkleinert. Dadurch wird gleichzeitig
der Dichtungsstoff zusammengepreßt und einerseits die freie Blechkante der Kröpfung
gegen oder zum Teil in die Innenfläche des Lochrandes des anderen Bleches gedrückt.
Andererseits legt sich ebenfalls die freie Kante des ungekröpften Bleches gegen
bzw. in die Außenfläche des gekröpften Bleches hinein, wodurch eine volle breite
Auflage- und Dichtungsfläche entsteht und als Dichtung beispielsweise ein plastischer
Stoff, z. B. ein Dichtungskitt, benutzt werden kann.
Anstatt nur
den einen Blechrand abzukröpfen und auszuwölben, können beide sich überlappenden
Blechränder gewölbt sein. .Außerdem kann die in der Rinne liegende Dichtungsmasse
und eine auf dem abgekröpften Blech aufliegende -Schiene über die Enden der senkrechten
Stoßnaht verlängert und die aufliegende Schiene mit den an die senkrechte Stoßnaht
oben und unten anschließenden Mantelblechen verbunden sein.
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Die Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Es
zeigen Abb. i einen bekannten Überlappungsstoß; Abb. 2 einen Überlappungsstoß, bei
dem der eine Blechrand wie bisher flach, dagegen der andere gemäß der Erfindung
zu einer Rinne gewölbt ist, vor dem Anziehen des Verbindungsgliedes; Abb. 3 den
in der Abb. 2 veranschaulichten Mantelstoß nach dem Anziehen des Verbindungsgliedes;
_ Abb. 4 einen Überlappungsstoß, bei dem beide Blechränder rinnenförmig aufgebogen
sind; Abb. 5 bis 7 eine Verlängerung der Dichtung im Stoß nach Abb. 3 über die senkrecht
kreuzende, waagerechte Stoßnaht hinaus und die dadurch bewirkte Abdichtung der Nahtkreuzungen.
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Bei der bekannten Ausführungsform, die in der Abb. i dargestellt ist,
besteht der Mantelstoß, durch den die beiden Bleche i und 2 verbunden werden, aus
dem. abgekröpften Randteil. 3 des Bleches 2, der sich flach gegen den , Randteil
4 des Bleches i legt, wobei unter Verwendung eines Profileisens 5 durch Schraubenbolzen
und Muttern 6 die beiden Randstreifen 3 und 4 gegebenenfalls unter Zwischenlage
einer Dichtung aufeinandergepreßt werden. Beim Festziehen der Muttern bleiben jedoch
die beiden Randstreifen 3 und 4 nicht so aufeinanderliegen, wie es die Zeichnung
in ausgezogenen Linien darstellt, sondern es tritt eine eigenartige Formänderung
ein, so daß die Randteile der Bleche eine gewisse Biegung erhalten, welche durch
die gestrichelten Linien veranschaulicht ist, d. h. die Bleche wölben sich an der
Überlappungsstelle etwa konvex gegeneinander, derart, daß die die Breite a aufweisende
Berührungsfläche nach dem Anziehen der Verbindungsmittel nur noch die Breite b besitzt,
so daß die Abdichtungsfläche verringert wird und dadurch die eingangs bereits beschriebenen
Nachteile eintreten.
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Bei dem überlappungsstoß gemäß der Erfindung nach den Abb. 2 und 3
ist das Blech 2 auf der Länge seines Randstreifens nicht nur gekröpft, sondern zu
einer Rinne oder Hohlkehle 7 geformt; d. h. gewölbt ausgebildet, und zwar verläuft
diese Wölbung konkav zur gegenüberliegenden Fläche des Randstreifens 4 des Bleches
i. Der auf diese Weise entstehende Hohlraum wird mit einem Dichtungsstoff 8 beliebiger
Art ausgefüllt. Der Krümmungshalbmesser des gewölbten Randstreifens 7 ist mit R
bezeichnet. Sobald nun das Verbindungsglied 6, beispielsweise die auf einem Bolzen
sitzende Mutter, angezogen wird, erfolgt eine Formänderung des Randstreifens 7,
wie es aus der Abb. 3 ersichtlich ist. Der Wölbungsbogen wird etwas abgeflacht,
d. h. der Krümmüngshalbmesser R wird auf R1 vergrößert. Auf diese Weise wird der
Raum, in dem sich der Dichtungsstoff 8 befindet, kleiner, und dadurch wird die Dichtung
zusammengepreßt. Gleichzeitig wird die mit 9 bezeichnete Kante des Randstreifens
7 fest gegen die Innenfläche des Bleches i gedrückt und dringt, da es sich um eine
verhältnismäßig scharfe Kante handelt, etwas in die Fläche des Bleches i ein, wodurch
noch eine zusätzliches Dichtung erreicht wird. Ebenfalls legt sich die Kante io
vollkommen dicht und fest gegen die Außenseite des Bleches 2.
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Der Mantelstoß gemäß der Erfindung kann sowohl für waagerechte als
auch für senkrechte Stöße zur Anwendung kommen.
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Wie die Abb. 4 zeigt, kann auch der Blechrand 4 gewölbt und zu einer
Rinne i i ausgebildet werden. Dabei ist es zweckmäßig, außer der auf dem gewölbten
Rande i i aufliegenden U-Schiene 5 eine Flacheisenschiene i2 anzuwenden, die auf
dem gewölbten Rande aufliegt.
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Damit zugleich die Kreuzungsstelle zwischen der senkrechten und der
-waagerechten Stoßnaht mit der Dichtung 8 abgedichtet werden kann, wird die Dichtung
8 über die anliegende waagerechte Stoßnaht hinaus verlängert (Abb. 5 bis 7). Als
Auflage auf dem gewölbten Rande 7 wird eine Flacheisenschiene 12 verwendet, die
ebenfalls ein Stück über die waagerechte Stoßnaht hinausgeht (Abb. 6). Auf dem nicht
gewölbten Rande 4 liegt die U-Schiene 5 auf. Nunmehr wird der zwischen der Schiene
12 und der oberhalb des waagerechten Stoßes anschließenden Blechtafel liegende Dichtungsstrang
8 durch Zusammenschrauben beider fest eingeklemmt, wobei auf die Blechtafel Unterlegstücke
13, z. B. aus Flacheisen, aufgesetzt werden können.