DE538815C - Vorrichtung zum kontinuierlichen Absitzen und Klaeren von Zuckerrohrsaft - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen Absitzen und Klaeren von ZuckerrohrsaftInfo
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Description
- Vorrichtung zum kontinuierlichen Absitzen und Klären von Zuckerrohrsaft Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Absitzen und Klären von Zuckerrohrsaft. Es liegt ihr die Aufgabe zugrunde, zu erreichen, daß die leichteren Beimischungen, die meist pflanzlichen Ursprun= ges sind, in dem Absitzgefäß möglichst an keiner Stelle sich festsetzen, infolgedessen in Zersetzung übergehen und durch Auflösungen die Flüssigkeit verunreinigen.
- Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß als Hauptbestandteil der Vorrichtung ein rechteckiges Gefäß vorgesehen ist, das mit einer einzigen, sich nahezu über die ganze Länge des Gefäßes erstreckenden Absitzschräge versehen ist, welche die ganze Breite des Gefäßes einnimmt. Über dem Anfangsende der Absitzfläche ist eine Vorkamrner angeordnet, die gegebenenfalls auch zur Unterbringung von Heizkörpern zur Behei-. zung der Flüssigkeit dienen kann. Parallel zu dieser Vorkammer sind Räume angeordnet. die mit Austrittsöffnungen _für die geklärte Flüssigkeit versehen sind.
- Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist den besonderen, für die Behandlung von Zuckerrohrsaft zweckmäßig anzuwendenden Grundsätzen angepaßt. Die bekannten Klärvorrichtungen sind für eine solche Behandlung nicht ohne weiteres brauchbar, und zwar schon deshalb, weil bei solchen Klärvorrichtungen die Ausscheidung von Schwimmstoffen genügt, da es sich um Reinigung von Ab- -wässern, also nicht von Flüssigkeiten handelt, die zur Gewinnung eines -Nahrungsmittels führen. In einem anderen bekannten Falle handelt es sich um trichterförmige Schlammsammler, die einzeln oder auch zu mehreren nebeneinander angeordnet sind, die also auch mehrere Schrägflächen besitzen, während im vorliegenden Falle wesentlich das Vorhandensein einer einzigen Absitzschräge ist. Durch die Trichterform wird außerdem in den bekannten Fällen eine Erhöhung .der Geschwindigkeit bewirkt.
- Auch soweit man Wände zur Bildung von Räumen in derartigen Vorrichtungen kennt, sind diese Räume nicht mit Austrittsöffnungen für die geklärte Flüssigkeit versehen. Es ist weiter bekannt, senkrechte Wände an Klärbehältern zur Erzielung eines längeren Zickzackweges in waagerechter Richtung einzuhauen, also zu einem anderen Zwecke als demjenigen gemäß der Erfindung. Auch soweit sonst Zwischenwände zur Bildung von Absitzräumen bekannt sind, handelt es sich dabei ausschließlich um Klärbecken, und werden dort die Zwischenwände nicht in Vereinigung mit einer Absitzschräge im oben gekennzeichneten Sinne angewendet.
- In der Zeichnung ist ,der Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform im Längsschnitt und im Ouerschnitt in Richtung der Linie a-b schematisch dargestellt.
- Die zu behandelnde Flüssigkeit fließt ständig durch eine Leitung r in eine Vorkammer y des Absitzgefäßes 3, dessen Boden 4 im wesentlichen in gleichbleibender Breite schräg abwärts bis zu einer Abzapfstelle 5 für den Bodensatz reicht.
- Im oberen Teil des Gefäßes 3 sind Ablauföffnungen 6 vorgesehen, durch welche die geklärte Flüssigkeit austreten kann. Diese Öffnungen befinden sich zwischen schottenartig in das Gefäß eingebauten senkrechten Wänden 7, durch welche Einzelräume 8 gebildet werden. Unterhalb der Öffnungen selbst können noch Rahmen g eingesetzt sein, die mit Filtergaze, Filtertuch oder einer sonstigen filtrierenden Schicht bedeckt werden können. Diese Rahmen können auch senkrecht angeordnet werden.
- Treibende Bestandteile verbleiben in der Vorkammer 2. Die Flüssigkeit bewegt sich mit leichten und schweren Beimischungen nach unten.
- Die schwereren Beimischungen setzen sich nach dem Eintritt der zu behandelnden Flüssigkeit in das Gefäß am stärksten an .demjenigen Teil der schrägen Bodenplatte 4 ab, der sich unterhalb der Vorkammer 2 befindet. Sie gleiten weiter an dem Boden abwärts, und ihre Gleitrichtung verläuft somit parallel zur Schräge dieses Bodens.
- Die leichteren Beimischungen unterliegen einerseits der Strömungswirkung, anderseits ihrem Gewicht, das sie auf die schweren Bestandteile sinken läßt. Da die Strömungsgeschwindigkeit infolge des zunehmenden freien Querschnittes abnimmt, so werden :die leichten Beimischungen in einer Richtung nach unten zu dem Abfluß 5 gelangen, die weniger schräg verläuft als die Gleitrichtung der schweren Bestandteile. Die Flüssigkeit selbst tritt oben aus den Abflußöffnungen 6 aus.
- Die senkrechten Wände 7, deren erste zur Abgrenzung der Vorkammer 2 dient und demzufolge eine besondere Bedeutung besitzt, dienen weiterhin zur Herbeiführung einer gewissen Stau- und Leitwirkung für die leichteren Beimischungen.Demgemäß tritt zweckmäßig die zweite Wand etwas nach oben zurück, um eine Stauwirkung an dieser Stelle, an der noch eine größere Geschwindigkeit herrscht, zu vermeiden. Mit abnehmenderGeschwindigkeit kann dagegen die Länge der Wände zunehmen, und es kann, wie aus der Zeichnung ersichtlich, die die unteren Punkte der zweiten, .dritten und vierten Wände 7 verbindende Linie parallel zum schrägen Boden 4 verlaufen.
- Die Wände 7, durch welche die Räume 8 gebildet werden, dienen ferner dazu, die Abführung :der geklärten Flüssigkeit gleichmäßiger und die Bewegung nach oben regelmäßiger zu gestalten.
- In der Vorkammer 2 ist ein Rohrsystem io angeordnet,. das zur Erwärmung der Flüssigkeit dient.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Absitzen und Klären von Zuckerrohrsaft, bestehend aus einem rechteckigen Gefäß mit einer einzigen, sich nahezu über die ganze Länge des Gefäßes erstreckenden Absitzschräge in der Breite :des Gefäßes, einer über dem Anfangsende der Absitzfläche angeordneten Vorkammer und mehreren parallel zur Vorkammer angeordneten Räumen mit Austrittsöffnungen für die geklärte Flüssigkeit. .
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i mit Heizkörpern in der Vorkammer.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH116374D DE538815C (de) | 1928-05-03 | 1928-05-03 | Vorrichtung zum kontinuierlichen Absitzen und Klaeren von Zuckerrohrsaft |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEH116374D DE538815C (de) | 1928-05-03 | 1928-05-03 | Vorrichtung zum kontinuierlichen Absitzen und Klaeren von Zuckerrohrsaft |
Publications (1)
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| DE538815C true DE538815C (de) | 1931-11-19 |
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ID=7172546
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH116374D Expired DE538815C (de) | 1928-05-03 | 1928-05-03 | Vorrichtung zum kontinuierlichen Absitzen und Klaeren von Zuckerrohrsaft |
Country Status (1)
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1928
- 1928-05-03 DE DEH116374D patent/DE538815C/de not_active Expired
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